RP: DB will Werk in Krefeld Oppum für ICE-Wartung ausbauen (Allgemeines Forum)

Henrik @, Mittwoch, 09. Januar 2019, 18:14 (vor 71 Tagen)

DB-Instandhaltungswerk
Bahn will Oppum für ICE-Wartung ausbauen

9. Januar 2019

Krefeld Der Ausbau des Instandhaltungswerks der Deutschen Bahn in Oppum soll einer der zentralen Punkte sein, wie Bahnchef Richard Lutz den desolaten Zustand der Fahrzeugflotte verbessern will. Die Ausweitung der Kapazität und die Aufstockung des Personals in Krefeld, Berlin und Köln sind demnach Eckpfeiler der Strategie.

Die Deutsche Bahn hat Probleme. Sie steht nicht nur wegen mangelnder Pünktlichkeit, sondern auch wegen des Zustands ihrer Fahrzeugflotte zunehmend in der Kritik. Bahnchef Richard Lutz soll nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am kommenden Dienstag dem Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) in Berlin sein Konzept vorlegen, wie er den Konzern und dessen ICE-Hochgeschwindigkeitszüge wieder flott zu machen gedenkt.

Festgehalten ist die neue Strategie in einem 200-seitigen Papier mit dem Titel „Agenda für eine bessere Bahn“. Einer der zentralen Punkte, um die Verfügbarkeit der Züge zu erhöhen, ist der Ausbau von drei Reparaturwerken in Hamburg, Köln und Krefeld. [...]

Das ARD-Magazin Kontraste hatte berichtet, das nur jeder fünfte Hochgeschwindigkeitszug ohne Wartungsmangel sei. Die Instandhaltungswerke haben sich wegen zu geringer Kapazitäten offenbar mit Nachdruck auf die sicherheitsrelevanten Dinge konzentrieren müssen. Die Tageszeitung Die Welt berichtet, dass die Angabe, wonach nur 20 Prozent der ICEs voll funktionstüchtig seien, ein verzerrtes Bild liefere. Eine fehlende Reservierungsanzeige in einem Waggon oder eine defekte Kaffeemaschine reiche bereits aus, um einen Zug als „nicht fehlerfrei“ einzustufen. Mit dem Ausbau der Werke in Krefeld, Hamburg und Köln und einem neuen Zuschnitt der Zuständigkeiten soll die Bahn die Ausfallquote deutlich senken wollen.

[...]

In Deutschland gibt es zwölf Fahrzeuginstandhaltungswerke der Deutschen Bahn. Die Zuständigkeiten sind bislang nicht nach Regionen, sondern nach Produkten aufgeteilt. Krefeld ist neben Nürnberg der einzige Standort, der auf die Reparatur und Wartung von Elektrischen Triebzügen bestimmter Baureihen sowie der ICE-Flotte spezialisiert ist. [...]

https://rp-online.de/nrw/staedte/krefeld/deutsche-bahn-will-werk-in-krefeld-oppum-fuer-...

RP: DB will Werk in Krefeld Oppum für ICE-Wartung ausbauen

agw @, NRW, Mittwoch, 09. Januar 2019, 20:13 (vor 71 Tagen) @ Henrik

"Die Tageszeitung Die Welt berichtet, dass die Angabe, wonach nur 20 Prozent der ICEs voll funktionstüchtig seien, ein verzerrtes Bild liefere. Eine fehlende Reservierungsanzeige in einem Waggon oder eine defekte Kaffeemaschine reiche bereits aus, um einen Zug als „nicht fehlerfrei“ einzustufen. "

Für die Bahn gehören also weder Reservierungsanzeigen noch Kaffee an Bord im Fernverkehr zum Standardprogramm, was man dem Kunden unbedingt liefern will. Also in dem Sinne keine Fehler des Zuges. Vermutlich läuft die Abnahme von neuen Zügen so ähnlich?

Da fasst man sich schon wieder an den Kopf.

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Paladin @, Hansestadt Rostock / Berlin, Mittwoch, 09. Januar 2019, 20:32 (vor 71 Tagen) @ agw

"Die Tageszeitung Die Welt berichtet, dass die Angabe, wonach nur 20 Prozent der ICEs voll funktionstüchtig seien, ein verzerrtes Bild liefere. Eine fehlende Reservierungsanzeige in einem Waggon oder eine defekte Kaffeemaschine reiche bereits aus, um einen Zug als „nicht fehlerfrei“ einzustufen. "


Für die Bahn gehören also weder Reservierungsanzeigen noch Kaffee an Bord im Fernverkehr zum Standardprogramm, was man dem Kunden unbedingt liefern will. Also in dem Sinne keine Fehler des Zuges. Vermutlich läuft die Abnahme von neuen Zügen so ähnlich?

Da fasst man sich schon wieder an den Kopf.


Ich denke eher, dass mit "nur 20% voll funktionstüchtig" ein Bild vermittelt wird, dass 80% der Züge nicht fahrtüchtig seien oder sicherheitsgefährdend.

Und mal ehrlich: Sollten defekte Reservierungsanzeigen in einem Waggon oder eine defekte Kaffeemaschine die tatsächlichen Probleme unserer DB AG sein, so wären wir doch wesentlich besser dran als jetzt.

RP: DB will Werk in Krefeld Oppum für ICE-Wartung ausbauen

agw @, NRW, Donnerstag, 10. Januar 2019, 15:40 (vor 70 Tagen) @ Paladin

"Die Tageszeitung Die Welt berichtet, dass die Angabe, wonach nur 20 Prozent der ICEs voll funktionstüchtig seien, ein verzerrtes Bild liefere. Eine fehlende Reservierungsanzeige in einem Waggon oder eine defekte Kaffeemaschine reiche bereits aus, um einen Zug als „nicht fehlerfrei“ einzustufen. "


Für die Bahn gehören also weder Reservierungsanzeigen noch Kaffee an Bord im Fernverkehr zum Standardprogramm, was man dem Kunden unbedingt liefern will. Also in dem Sinne keine Fehler des Zuges. Vermutlich läuft die Abnahme von neuen Zügen so ähnlich?

Da fasst man sich schon wieder an den Kopf.

Ich denke eher, dass mit "nur 20% voll funktionstüchtig" ein Bild vermittelt wird, dass 80% der Züge nicht fahrtüchtig seien oder sicherheitsgefährdend.

Denke nicht, dass das vermittelt wurde. "Voll funktionsfähig" ist schon ziemlich klar.

Und mal ehrlich: Sollten defekte Reservierungsanzeigen in einem Waggon oder eine defekte Kaffeemaschine die tatsächlichen Probleme unserer DB AG sein, so wären wir doch wesentlich besser dran als jetzt.

Es sind zwei der größeren Ärgernisse nach Ausfall und Verspätung. Von daher sollte man da hohe Priorität setzen.

Die DB-Fanbois und Forentrolls hier meinen sicher, dass bei der DB erst jemand die Kaffeemaschine reparieren darf, wenn 100% Pünktlichkeit erreicht wurde, oder so.

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JanZ ⌂ @, Aschaffenburg, Donnerstag, 10. Januar 2019, 15:50 (vor 70 Tagen) @ agw

Die DB-Fanbois und Forentrolls hier meinen sicher, dass bei der DB erst jemand die Kaffeemaschine reparieren darf, wenn 100% Pünktlichkeit erreicht wurde, oder so.

Mag sein, dass manche hier diese Haltung haben, aber warum man damit „Fanboi“ (sic) sein soll, erschließt sich mir nicht.

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Doch dort, wo's keine Schienen gibt, da hält sie selten an.

(EAV: Es fährt kein Zug)

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agw @, NRW, Donnerstag, 10. Januar 2019, 16:05 (vor 70 Tagen) @ JanZ

Die DB-Fanbois und Forentrolls hier meinen sicher, dass bei der DB erst jemand die Kaffeemaschine reparieren darf, wenn 100% Pünktlichkeit erreicht wurde, oder so.


Mag sein, dass manche hier diese Haltung haben, aber warum man damit „Fanboi“ (sic) sein soll, erschließt sich mir nicht.

Naja, der Fanboi (schreibt man so), argumentiert ja immer, dass alles immer besser sei als Ausfall und man sich deswegen nicht beschweren dürfe und man sich als Fahrgast zwischen Ausfall/höher Verspätung und dem versprochenen Service entscheiden müsse.

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RP: DB will Werk in Krefeld Oppum für ICE-Wartung ausbauen

JanZ ⌂ @, Aschaffenburg, Donnerstag, 10. Januar 2019, 16:12 (vor 70 Tagen) @ agw

Die DB-Fanbois und Forentrolls hier meinen sicher, dass bei der DB erst jemand die Kaffeemaschine reparieren darf, wenn 100% Pünktlichkeit erreicht wurde, oder so.


Mag sein, dass manche hier diese Haltung haben, aber warum man damit „Fanboi“ (sic) sein soll, erschließt sich mir nicht.


Naja, der Fanboi (schreibt man so), argumentiert ja immer, dass alles immer besser sei als Ausfall und man sich deswegen nicht beschweren dürfe und man sich als Fahrgast zwischen Ausfall/höher Verspätung und dem versprochenen Service entscheiden müsse.

Nun, kurzfristig und im Einzelfall stimmt das ja auch. Dass man sich natürlich nicht langfristig hinter dieser Alternative verstecken kann, wenn es sich nicht mehr um Einzelfälle handelt, steht auf einem anderen Blatt. Insofern verstehe ich deine Häme nicht.

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RP: DB will Werk in Krefeld Oppum für ICE-Wartung ausbauen

agw @, NRW, Donnerstag, 10. Januar 2019, 18:49 (vor 70 Tagen) @ JanZ

Die DB-Fanbois und Forentrolls hier meinen sicher, dass bei der DB erst jemand die Kaffeemaschine reparieren darf, wenn 100% Pünktlichkeit erreicht wurde, oder so.


Mag sein, dass manche hier diese Haltung haben, aber warum man damit „Fanboi“ (sic) sein soll, erschließt sich mir nicht.


Naja, der Fanboi (schreibt man so), argumentiert ja immer, dass alles immer besser sei als Ausfall und man sich deswegen nicht beschweren dürfe und man sich als Fahrgast zwischen Ausfall/höher Verspätung und dem versprochenen Service entscheiden müsse.


Nun, kurzfristig und im Einzelfall stimmt das ja auch. Dass man sich natürlich nicht langfristig hinter dieser Alternative verstecken kann, wenn es sich nicht mehr um Einzelfälle handelt, steht auf einem anderen Blatt. Insofern verstehe ich deine Häme nicht.

Die entsprechenden Leute kommen mit dem Spruch schon seit vielen Jahren.
Sie verstecken sich in der Tat langfristig dahinter - das ist für die ein Konzept, basierend auf der Idee der reinen Beförderung, dem Beförderungsfall. Das ganze wird ja (im Prinzip auch hier im Thread) oft sogar als Zukunftskonzept gesehen: Man soll alles, was über die reine Beförderung hinausgeht, erstmal ignorieren bzw. weglassen und man verspricht sich dadurch mehr Fahrgäste. Ob da noch mit Panzertape notdürftig geflickte Interregio-Sitze aus den 80ern drin sind oder die auch "optional" sind, wird meist offengelassen.

Für mich hat eine Bahn ohne den Service, den die Leute überall anders bekommen und deswegen erwarten, eben keine Zukunft und deswegen auch keinen Sinn.

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Man fasst sich an den Kopf ...

EDO, Mittwoch, 09. Januar 2019, 21:44 (vor 71 Tagen) @ agw

... wenn man Deine Beiträge liest (Plural!). Hier im konkreten Fall hast Du weder gelesen noch verstanden.

Zustimmung!

SveFC @, Somewhere, Mittwoch, 09. Januar 2019, 22:05 (vor 71 Tagen) @ EDO

Man fasst sich an den Kopf, wenn man Deine Beiträge liest (Plural!). Hier im konkreten Fall hast Du weder gelesen noch verstanden.

Wie immer...

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Dieses Forum ist wie gemacht um die DB immer und immer wieder schlecht darzustellen, egal was sie gemacht oder nicht gemacht hat. So wollen es die anwesenden Eisenbahnhater

Man fasst sich an den Kopf ...

agw @, NRW, Donnerstag, 10. Januar 2019, 15:35 (vor 70 Tagen) @ EDO

... wenn man Deine Beiträge liest (Plural!). Hier im konkreten Fall hast Du weder gelesen noch verstanden.

Oder du verstehst meine Beträge nicht.
Halte ich in diesem Falle für wahrscheinlicher.

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JanZ ⌂ @, Aschaffenburg, Mittwoch, 09. Januar 2019, 22:17 (vor 71 Tagen) @ agw

"Die Tageszeitung Die Welt berichtet, dass die Angabe, wonach nur 20 Prozent der ICEs voll funktionstüchtig seien, ein verzerrtes Bild liefere. Eine fehlende Reservierungsanzeige in einem Waggon oder eine defekte Kaffeemaschine reiche bereits aus, um einen Zug als „nicht fehlerfrei“ einzustufen. "

Moment mal, die Bezeichung von Zügen mit diesen Mängeln als "nicht fehlerfrei" kommt noch mal genau von wem? Und wer genau will noch mal ein Werk erweitern, um Reservierungsanzeigen und Kaffeemaschinen reparieren zu können?

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(EAV: Es fährt kein Zug)

Andere Aufgaben haben die sicher auch !

Garfield_1905, Mittwoch, 09. Januar 2019, 22:26 (vor 71 Tagen) @ JanZ

Moment mal, die Bezeichung von Zügen mit diesen Mängeln als "nicht fehlerfrei" kommt noch mal genau von wem? Und wer genau will noch mal ein Werk erweitern, um Reservierungsanzeigen und Kaffeemaschinen reparieren zu können?

Ich glaube, Du solltest davon ausgehen, das das Werk nicht nur deshalb ausgebaut werden soll, um da die Reservierungsanzeigen und Kaffeemaschinen reparieren zu können. Die werden ziemlich sicher noch weitere Aufgaben haben. ;-)

Andere Aufgaben haben die sicher auch !

JanZ ⌂ @, Aschaffenburg, Mittwoch, 09. Januar 2019, 23:23 (vor 71 Tagen) @ Garfield_1905

Moment mal, die Bezeichung von Zügen mit diesen Mängeln als "nicht fehlerfrei" kommt noch mal genau von wem? Und wer genau will noch mal ein Werk erweitern, um Reservierungsanzeigen und Kaffeemaschinen reparieren zu können?


Ich glaube, Du solltest davon ausgehen, das das Werk nicht nur deshalb ausgebaut werden soll, um da die Reservierungsanzeigen und Kaffeemaschinen reparieren zu können. Die werden ziemlich sicher noch weitere Aufgaben haben. ;-)

Das hoffe ich auch. Ein ResAnzKaffMaschBw könnte aber einem von Blaschkes Beiträgen entsprungen sein ;-).

--
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(EAV: Es fährt kein Zug)

RP: DB will Werk in Krefeld Oppum für ICE-Wartung ausbauen

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Mittwoch, 09. Januar 2019, 23:32 (vor 71 Tagen) @ JanZ

Reservierungsanzeigen und Kaffeemaschinen stehen als Schlagbegriffe für viele Bahnerlebnisse.

Kann jemand nachvollziehbar erklären wie es sein kann, daß ein zentraler DB-Rechner die Reservierungsdaten des Tages nicht in den Zug xxx übertragen kann, während ich meiner Nichte jede Nachricht, jede Grußkarte und jedes Urlaubsvideo in Sekunden fehlerfrei auf ihr Handy zusenden kann?

Reservierungsanzeigen steht auch für das persönlich erlebte Phänomen, daß z.B. beim ICE Köln - Wuppertal - Berlin außen statt 31 - 37 die Nummern 21 - 27 (Düsseldorf) angezeigt werden oder daß das Zugpersonal einfach nicht die Reservierungsanzeigen aus der Vorleistung gelöscht bekommt. Wie lange sollen die Leute denn durch die Wagen irren?

Wie kann das sein wenn man bedenkt seit wie vielen Jahren der Bahn das Problem schon bekannt ist? Die lange verstrichene Zeit ist doch das eigentliche Unding.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

+1

RenateMD @, Donnerstag, 10. Januar 2019, 08:42 (vor 71 Tagen) @ Alibizugpaar

Ich verstehe es auch nicht, warum man nicht einfach ein neues System baut. Das alte ist eine riesige Katastrophe.

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

ICETreffErfurt ⌂ @, Eisenach, Mittwoch, 09. Januar 2019, 23:25 (vor 71 Tagen) @ agw

Das Brot- und Buttergeschäft der Deutschen Bahn ist der Transport von Fahrgästen und Güter von A nach B gemäß den sich selbst gesteckten Fahrplänen.

Alles darüber hinaus ist Gimmick und führt nur dazu, dass man die wichtigsten Ziele aus den Augen verliert.

Das die Reservierungsanzeigen richtig funktionieren, ist in der Priorität als schon eher ein B als ein A. Sie sind notwendig zur Orientierung für die Fahrgäste, aber im Zweifelsfall kann man drauf verzichten, wenn der Zug pünktlich ist und das Zugpersonal Zeit hat sich darum zu kümmern.

So Dinge wie Kaffeemaschinen oder WLAN würde ich in der Priorität eher weiter unten, also C oder D sehen. Das sind Service-Merkmale die alleine dem Zweck dienen die Reise angenehm zu machen und mehr Fahrgäste zu gewinnen, haben aber mit der eigentlichen Aufgabe der Züge nicht viel zu tun.

Die meisten Reisenden dürften wohl den pünktlichen Zug ohne WLAN oder ohne Kaffee einem unpünktlichen Zug mit WLAN und Kaffee vorziehen.

Das Problem ist, dass mittlerweile so viele Gimmicks in den Zügen untergebracht sind, dass die Werkstätte kaum noch Zeit haben sich auf wirklich wichtige Dinge zu konzentrieren. Die DB stellt sich hier selbst ein Bein.

Meiner Meinung sollten Züge in Zukunft so gestaltet werden, dass sie weniger arbeitsaufwändig sind, nicht das sie möglichst viele Gimmicks haben. Das würde viele Probleme verringern.

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

brun, Mittwoch, 09. Januar 2019, 23:40 (vor 71 Tagen) @ ICETreffErfurt
bearbeitet von brun, Mittwoch, 09. Januar 2019, 23:41

> Die meisten Reisenden dürften wohl den pünktlichen Zug ohne WLAN oder ohne Kaffee einem unpünktlichen Zug mit WLAN und Kaffee vorziehen.
>

Naja, woher weißt du das?

Wenn ich mehrere Stunden in einem ICE unterwegs bin, stört es mich gar nicht sooo sehr, wenn der mal 10-15 Minuten später da ist.

Wenn aber die Reservierungsanzeigen nicht funktionieren, nervt mich das schon da ich dann bei jedem Bahnhof damit rechnen muss, dass einer kommt, und auf meinem Platz sitzen will.

Und wenn im Bordrestaurant mal wieder nichts geht, ist das genauso nervig, da man manchmal einfach Durst under Appetit hat, und sich drauf verlassen möchte, dass man dort was bekommt.*


* Und nicht sinnlos mit dem Laptop dort sitzen muss ;-)

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

ICETreffErfurt ⌂ @, Eisenach, Mittwoch, 09. Januar 2019, 23:42 (vor 71 Tagen) @ brun

> Die meisten Reisenden dürften wohl den pünktlichen Zug ohne WLAN oder ohne Kaffee einem unpünktlichen Zug mit WLAN und Kaffee vorziehen.
>

Naja, woher weißt du das?

Ich habe die Leute gefragt. Das ist meine Arbeit. :-)

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

Paladin @, Hansestadt Rostock / Berlin, Mittwoch, 09. Januar 2019, 23:45 (vor 71 Tagen) @ ICETreffErfurt

Kommt sicher auf die Unpünktlichkeit an.

5-10 Minuten bei meinen Endziel: vermutlich verschmerzbar

1 Stunde später an meinem Endziel: Ärgerlich

Aber ich glaube auch nicht, dass die Beseitigung einer Flachstelle aufgeschoben wird, um eine Kaffeemaschine zu reparieren ... ;-)

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Donnerstag, 10. Januar 2019, 04:18 (vor 71 Tagen) @ Paladin

Warum kann man nicht oben die Kaffeemaschine reparieren, während unten gleichzeitig die Flachstellen betüddelt werden? Das werden nicht die selben Leute sein. Entweder/oder leuchtet nicht ein.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

ICETreffErfurt ⌂ @, Eisenach, Donnerstag, 10. Januar 2019, 05:26 (vor 71 Tagen) @ Alibizugpaar

Warum kann man nicht oben die Kaffeemaschine reparieren, während unten gleichzeitig die Flachstellen betüddelt werden? Das werden nicht die selben Leute sein. Entweder/oder leuchtet nicht ein.

Die Werkstätten haben zu wenig Personal, so Dinge wie Kaffeemaschinen werden wohl eher nebenbei gemacht, wenn gerade nichts anderes an der Elektrik oder Inneneinrichtung zu tun ist.

Das Problem ist ja auch, dass jedes Ersatzteil und jeder Handgriff zertifiziert und bescheinigt sein muss. Alleine der Bürokratieaufwand für den Tausch irgendwelcher Geräte ist sicher nicht ohne... ich sag nur Brandschutz.

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

RenateMD @, Donnerstag, 10. Januar 2019, 08:46 (vor 71 Tagen) @ ICETreffErfurt

Warum kann man nicht oben die Kaffeemaschine reparieren, während unten gleichzeitig die Flachstellen betüddelt werden? Das werden nicht die selben Leute sein. Entweder/oder leuchtet nicht ein.


Die Werkstätten haben zu wenig Personal, so Dinge wie Kaffeemaschinen werden wohl eher nebenbei gemacht, wenn gerade nichts anderes an der Elektrik oder Inneneinrichtung zu tun ist.

Das Problem ist ja auch, dass jedes Ersatzteil und jeder Handgriff zertifiziert und bescheinigt sein muss. Alleine der Bürokratieaufwand für den Tausch irgendwelcher Geräte ist sicher nicht ohne... ich sag nur Brandschutz.

Hallo,

das verstehe ich nicht. Dieser Doku zufolge sind die Aufgaben klar getrennt und es gibt Unterscheidungen zwischen Kaffeemaschinen und Flachstellen sowie extra dafür zuständige MA.

Liebe Grüße
Renate

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

gnampf @, Donnerstag, 10. Januar 2019, 10:23 (vor 71 Tagen) @ ICETreffErfurt

Das Problem ist ja auch, dass jedes Ersatzteil und jeder Handgriff zertifiziert und bescheinigt sein muss. Alleine der Bürokratieaufwand für den Tausch irgendwelcher Geräte ist sicher nicht ohne... ich sag nur Brandschutz.

Wissen oder raten? Bei meinen Besuchen im Werk machte es nicht den Eindruck als ob der eigentliche Tausch der Kaffeemaschine den riesigen Bürokratieaufwand verursacht. Da ging es eher um Sachen wie "ich muß nach Abbau des Teils erst mit dem Fahrrad los um das Ersatzteil zu holen anstatt es bereits dabei oder am Platz zu haben". Und ansonsten eher Overhead in der Verwaltung, aber die repariert keine Züge sondern macht die Reparatur nur teurer oder eben unorganisierter.

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

brun, Mittwoch, 09. Januar 2019, 23:47 (vor 71 Tagen) @ ICETreffErfurt

> Die meisten Reisenden dürften wohl den pünktlichen Zug ohne WLAN oder ohne Kaffee einem unpünktlichen Zug mit WLAN und Kaffee vorziehen.
>

Naja, woher weißt du das?


Ich habe die Leute gefragt. Das ist meine Arbeit. :-)

Frag sie dann aber bitte nochmal kurz vor dem Ende einer vierstundigen Fahrt, mit nur 10 Minuten Verspätung, aber ohne Reservierungen/Kaffee. :-)

Kundenbefragungen sagen wahnsinnig wenig aus. Es sind Momentaufnahmen, es gibt keine Kontrollfragen wie bei einer richtig wissenschaftlichen Befragung, und außerdem sind Kunden Menschen - sie ändern ihre Meinung.

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

Münchner, Donnerstag, 10. Januar 2019, 09:00 (vor 71 Tagen) @ brun

> Die meisten Reisenden dürften wohl den pünktlichen Zug ohne WLAN oder ohne Kaffee einem unpünktlichen Zug mit WLAN und Kaffee vorziehen.
>

Naja, woher weißt du das?


Ich habe die Leute gefragt. Das ist meine Arbeit. :-)


Frag sie dann aber bitte nochmal kurz vor dem Ende einer vierstundigen Fahrt, mit nur 10 Minuten Verspätung, aber ohne Reservierungen/Kaffee. :-)

Kundenbefragungen sagen wahnsinnig wenig aus. Es sind Momentaufnahmen, es gibt keine Kontrollfragen wie bei einer richtig wissenschaftlichen Befragung, und außerdem sind Kunden Menschen - sie ändern ihre Meinung.

Zum einen wage ich zu bezweifeln, ob es "den" Kunden gibt. Ich kann sicher ohne beidem leben. Wenn eines wegfallen soll, dann ganz klar das W-Lan. Bei einer mehrstündigen Fahrt ohne Umsteigen kann man eben mal so an einen Bahnhof ranfahren und einen Kaffee holen. Andere sehen das sicher anders.

Zum anderen sollte man Dinge, die man bewirbt, dann auch anbieten oder man sollte die Werbung dafür sein lassen.

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

gnampf @, Donnerstag, 10. Januar 2019, 09:58 (vor 71 Tagen) @ ICETreffErfurt

Ich habe die Leute gefragt. Das ist meine Arbeit. :-)

Im Fernverkehr? Ich dachte du bist für die Umfragen im Nahverkehr zuständig? Das ist wohl ein bedeutender Unterschied... die wenigsten werden eine Kaffeemaschine im Stadtbus vermissen. Im Fernbus siehts anders aus.

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

ICETreffErfurt ⌂ @, Eisenach, Donnerstag, 10. Januar 2019, 17:03 (vor 70 Tagen) @ gnampf

Ich habe die Leute gefragt. Das ist meine Arbeit. :-)


Im Fernverkehr? Ich dachte du bist für die Umfragen im Nahverkehr zuständig? Das ist wohl ein bedeutender Unterschied... die wenigsten werden eine Kaffeemaschine im Stadtbus vermissen. Im Fernbus siehts anders aus.

Es soll ja auch Leute geben, die umsteigen. ;-)

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

gnampf @, Donnerstag, 10. Januar 2019, 17:16 (vor 70 Tagen) @ ICETreffErfurt

Es soll ja auch Leute geben, die umsteigen. ;-)

ja und? Bei den Befragungen die ich kennengelernt hab kam nirgends "wie fanden sie die Fahrt im ICE vorher" drin vor, sondern die bezogen sich immer auf den aktuellen Zug, plus ggf. die Abfrage was man im Vor/Nachlauf gefahren ist... nicht aber obs einem da gefallen hat. Klar mag der ein oder andere dich dann als Meckerstelle nutzen, aber repräsentativ ist das nicht.

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

ICETreffErfurt ⌂ @, Eisenach, Freitag, 11. Januar 2019, 02:04 (vor 70 Tagen) @ gnampf

Es soll ja auch Leute geben, die umsteigen. ;-)


ja und? Bei den Befragungen die ich kennengelernt hab kam nirgends "wie fanden sie die Fahrt im ICE vorher" drin vor, sondern die bezogen sich immer auf den aktuellen Zug, plus ggf. die Abfrage was man im Vor/Nachlauf gefahren ist... nicht aber obs einem da gefallen hat. Klar mag der ein oder andere dich dann als Meckerstelle nutzen, aber repräsentativ ist das nicht.

Ich frage darüber hinaus immer aktiv danach, da es mich persönlich interessiert. Teil der offiziellen Fragen ist das natürlich nicht.

Wenn ich schon als Fahrgastbefrager arbeite, versuche ich mir privat auch ein wenig ein Meinungsbild der Fahrgäste zu machen. Übrigens ist die allgemeine Unzufriedenheit längst nicht so groß, wie man es anhand dieses Forums oder der Presse vermuten würde.

Das Gros der Fahrgäste fährt nur Nahverkehr und nur kurze Strecken und ist meistens zufrieden. Die Abo-Pendler haben das Meiste zu meckern, da sie auch am meisten fahren, soweit klar. Gelegenheitsfahrgäste haben relativ selten was auszusetzen.

Der Fernverkehr ist halt immer noch das größte Problem, da die Zuverlässigkeit fehlt. Wobei die meisten Leute die fehlenden Reservierungsanzeigen oder fehlendes Essen im Bistro nicht ansprechen. Die Gelegenheitsfahrgäste merken es nicht so und die Berufspendler und Dauerfahrer wie BC100-Inhaber nutzen Platzreservierungen einfach seltener. Die beschweren sich dann tendenziell eher über die mangelnde Pünktlichkeit und die schlechten Zustände auf den Bahnhöfen oder über so Dinge wie fehlendes WLAN oder kaputte Klimaanlagen.

Gelegenheitsfahrer dagegen schimpfen eher über die schlechte Informationspolitik und die fehlenden oder schlecht zu bedienenden Fahrkartenautomaten oder fehlenden Verkaufsstellen / schlechten Öffnungszeiten im Bahnhof.

Man kann anhand dessen, über was sich die Leute aufregen, durchaus sagen ob es ein Pendler oder ein Gelegenheitsfahrer ist.

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

gnampf @, Freitag, 11. Januar 2019, 17:59 (vor 69 Tagen) @ ICETreffErfurt

Ich frage darüber hinaus immer aktiv danach, da es mich persönlich interessiert. Teil der offiziellen Fragen ist das natürlich nicht.

Oha, und das macht dein Arbeitgeber mit? Das ist ja Arbeitszeit für Privatangelegenheit genutzt, und das noch unter dem Deckmantel der Firma bzw. des Auftraggebers. Wäre mir auch nicht so sicher was die DB davon hält wenn sie davon erfährt...

Wenn ich schon als Fahrgastbefrager arbeite, versuche ich mir privat auch ein wenig ein Meinungsbild der Fahrgäste zu machen. Übrigens ist die allgemeine Unzufriedenheit längst nicht so groß, wie man es anhand dieses Forums oder der Presse vermuten würde.

Das mag vielleicht für deine Region oder auch nur deine Strecken zutreffen, aber einen deutschlandweiten Trend kannst du daraus wohl kaum ableiten. Natürlich gibt es Regionen wo es besser funktioniert, und noch besser wenn nur Regionalverkehr da ist. Das heißt aber noch lange nicht das es deutschlandweit toll wäre.

Das Gros der Fahrgäste fährt nur Nahverkehr und nur kurze Strecken und ist meistens zufrieden. Die Abo-Pendler haben das Meiste zu meckern, da sie auch am meisten fahren, soweit klar. Gelegenheitsfahrgäste haben relativ selten was auszusetzen.

Fragt sich wo dann die ganzen vollen Fernzüge her kommen, wenn doch die meisten nur kurze Strecken im Nahverkehr fahren? Allein darüber müsstest du erkennen das deine Umfragen in Sachen Fernverkehr wenig repräsentativ sind.

Der Fernverkehr ist halt immer noch das größte Problem, da die Zuverlässigkeit fehlt. Wobei die meisten Leute die fehlenden Reservierungsanzeigen oder fehlendes Essen im Bistro nicht ansprechen. Die Gelegenheitsfahrgäste merken es nicht so und die Berufspendler und Dauerfahrer wie BC100-Inhaber nutzen Platzreservierungen einfach seltener. Die beschweren sich dann tendenziell eher über die mangelnde Pünktlichkeit und die schlechten Zustände auf den Bahnhöfen oder über so Dinge wie fehlendes WLAN oder kaputte Klimaanlagen.

Warum sollten einen BC100er die fehlenden Anzeigen nicht stören? Ganz im Gegenteil für den und die Flex-Fahrer sind sie das allergrößte Übel, denn sie haben dann keine Ahnung wo sie sich beruhigt hinsetzen können, im Gegensatz zu den ganzen Sparpreisern mit Reservierung.
Schlechte Zustände auf den Bahnhöfen sind mir als BC100er für gewöhnlich egal, denn wenn ich den Bahnhof länger sehe ist längst was anderes schief gelaufen worüber ich mich Ärger. Sei es planmäßig, wie die langen Umsteigezeiten in Würzburg, oder eben unplanmäßig wie verpasste Anschlüsse dank der hohen Püntklichkeit und dem konsequenten Warten.
Und ich dachte WLAN hättest du vorhin noch als unwichtig aufgeführt, weil sich eh keiner drüber beschwert?

Gelegenheitsfahrer dagegen schimpfen eher über die schlechte Informationspolitik und die fehlenden oder schlecht zu bedienenden Fahrkartenautomaten oder fehlenden Verkaufsstellen / schlechten Öffnungszeiten im Bahnhof.

Gut, das sind auch Nahverkehrsthemen, und ärgert da womöglich noch mehr als beim Fernverkehr, zumindest was die Fahrkartenversorgung angeht. Informationspolitik stört wohl jeden, zumindest im Störungsfall, denn da erhält auch der "Profi-Fahrer" nicht mehr Infos, allerhöchstens mehr widersprüchliche dank unterschiedlicher angezapfter Quellen.

Man kann anhand dessen, über was sich die Leute aufregen, durchaus sagen ob es ein Pendler oder ein Gelegenheitsfahrer ist.

Schade das es Wetten-dass nicht mehr gibt ;-)

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

ICETreffErfurt ⌂ @, Eisenach, Samstag, 12. Januar 2019, 10:40 (vor 69 Tagen) @ gnampf

Ich frage darüber hinaus immer aktiv danach, da es mich persönlich interessiert. Teil der offiziellen Fragen ist das natürlich nicht.


Oha, und das macht dein Arbeitgeber mit? Das ist ja Arbeitszeit für Privatangelegenheit genutzt, und das noch unter dem Deckmantel der Firma bzw. des Auftraggebers. Wäre mir auch nicht so sicher was die DB davon hält wenn sie davon erfährt...

Ich frage ja nicht grundsätzlich jeden, nur wenn ich entsprechende Fahrgäste mit Umsteigeverbindungen habe, frage ich mal nach, wie denn die Fahrt so allgemein empfunden wurde.

Wenn ich schon als Fahrgastbefrager arbeite, versuche ich mir privat auch ein wenig ein Meinungsbild der Fahrgäste zu machen. Übrigens ist die allgemeine Unzufriedenheit längst nicht so groß, wie man es anhand dieses Forums oder der Presse vermuten würde.


Das mag vielleicht für deine Region oder auch nur deine Strecken zutreffen, aber einen deutschlandweiten Trend kannst du daraus wohl kaum ableiten. Natürlich gibt es Regionen wo es besser funktioniert, und noch besser wenn nur Regionalverkehr da ist. Das heißt aber noch lange nicht das es deutschlandweit toll wäre.

Ich habe auch andere Verkehrserheber dazu mal befragt. Der 0815-Fahrgast regt sich weit weniger über die Zustände auf als Einzelpersonen. Das sich Kritik in Eisenbahnforen konzentriert und man dadurch den Eindruck gewinnt, dass ein Gros der Fahrgäste sehr unzufrieden wäre, ist normal. Aber kein Eisenbahnforum ist wirklich repräsentativ. Hier melden sich ja hauptsächlich Leute an, die am Thema interessiert sind oder die hier zielgerichtet einen Ort zum Auskotzen und Rummeckern suchen.

Genauso sollte man die Kommentare bei Tagesschau.de zu den Nachrichten nicht als repräsentativ erachten. Repräsentativ sind nur wissenschaftlich fundierte Umfragen mit Zufallsauswahl.

Das Gros der Fahrgäste fährt nur Nahverkehr und nur kurze Strecken und ist meistens zufrieden. Die Abo-Pendler haben das Meiste zu meckern, da sie auch am meisten fahren, soweit klar. Gelegenheitsfahrgäste haben relativ selten was auszusetzen.


Fragt sich wo dann die ganzen vollen Fernzüge her kommen, wenn doch die meisten nur kurze Strecken im Nahverkehr fahren? Allein darüber müsstest du erkennen das deine Umfragen in Sachen Fernverkehr wenig repräsentativ sind.

Ist doch einfach: Der Fernverkehr hat gegenüber dem Nahverkehr eine deutlich geringere Transportkapazität. Alle Fernverkehrszüge in Deutschland zusammen füllen vielleicht gerade mal die S-Bahn-Netze in Berlin oder Hamburg.

Der Fernverkehr ist eine quantitative Nische.


Warum sollten einen BC100er die fehlenden Anzeigen nicht stören?

Stören schon, aber nicht in dem Maße wie bei Leuten, die aktiv Sitzplätze reservieren. Die, mit denen ich mich länger unterhalten habe, sind da deutlich pragmatischer und unaufgeregter bei dem Thema. Außerdem kennen sie ja durch Erfahrung schon die Bereich, wo man mit hoher Wahrscheinlichkeit noch einen Sitzplatz ohne Reservierung bekommt.

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

agw @, NRW, Samstag, 12. Januar 2019, 17:40 (vor 68 Tagen) @ ICETreffErfurt


Warum sollten einen BC100er die fehlenden Anzeigen nicht stören?


Stören schon, aber nicht in dem Maße wie bei Leuten, die aktiv Sitzplätze reservieren.

Halte ich für nicht repräsentativ.
Werden Reservierungen nicht angezeigt, ist mir das total Wurscht, wenn ich eine habe ("aktiv reserviert habe").
Was soll mich da auch stören? Macht ja keinen Unterschied.

Wie schon jemand anders schrieb, stört es nur ohne Reservierung, weil man sich dann nicht gezielt hinsetzen kann.
Den Vielfahrer stört das öfter, weil er öfter fährt. Klar.

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Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

gnampf @, Montag, 14. Januar 2019, 18:40 (vor 66 Tagen) @ ICETreffErfurt

Ich habe auch andere Verkehrserheber dazu mal befragt. Der 0815-Fahrgast regt sich weit weniger über die Zustände auf als Einzelpersonen. Das sich Kritik in Eisenbahnforen konzentriert und man dadurch den Eindruck gewinnt, dass ein Gros der Fahrgäste sehr unzufrieden wäre, ist normal. Aber kein Eisenbahnforum ist wirklich repräsentativ. Hier melden sich ja hauptsächlich Leute an, die am Thema interessiert sind oder die hier zielgerichtet einen Ort zum Auskotzen und Rummeckern suchen.

Also ich kenne genug Kritik abseits der Foren, dafür braucht man sich teils ja nur mal auf den Bahnsteig stellen um das Geschimpfe zu hören ;-) In den Foren findet man sicherlich hauptsächlich die Extreme... also sowohl die absoluten Bahnverfechter als auch die absoluten Bahnhasser. Aber im realen Leben kenne ich halt auch die ganz normalen Pendler, die sich jeden Tag wieder an den Leistungen "erfreuen".

Ist doch einfach: Der Fernverkehr hat gegenüber dem Nahverkehr eine deutlich geringere Transportkapazität. Alle Fernverkehrszüge in Deutschland zusammen füllen vielleicht gerade mal die S-Bahn-Netze in Berlin oder Hamburg.

Der Fernverkehr ist eine quantitative Nische.

Naja, dann brauchen wir den Fernverkehr also nicht, ist ja nur eine Nische. Wenn man sich jedoch mal die Fahrzeiten betrachtet siehts wohl doch wieder ganz anders aus. Und ja, die Zeiten der Zu/Abläufe zu den Fernzügen sind vermutlich andere als die der Nahverkehrspendler.

Stören schon, aber nicht in dem Maße wie bei Leuten, die aktiv Sitzplätze reservieren. Die, mit denen ich mich länger unterhalten habe, sind da deutlich pragmatischer und unaufgeregter bei dem Thema. Außerdem kennen sie ja durch Erfahrung schon die Bereich, wo man mit hoher Wahrscheinlichkeit noch einen Sitzplatz ohne Reservierung bekommt.

Na, dann bin ich wohl ein seltsamer BC100er, denn ausgefallene Reservierungsanzeigen finde ich absolut ätzend. Ich hab zwar dank der First meine 100 Freireservierungen, aber die helfen mir wenn ich nicht länger voraus planen kann gar nichts. Bereich wo ich mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Platz bekomme? Mag es vielleicht bei der 2. Klasse geben, bei der ersten kann ich maximal noch schauen das ich in den kürzer laufenden Zugteil komme, wenn es einen gibt, oder auf die Comfort-Plätze wenn es der passende Bahnhof ist. Ansonsten rein, raus, 60min warten oder aber die ganze Fahrt bereit sein alles zusammen zu packen, kein Essen am Platz, etc. Klar, wenn die Hütte leer ist interessiert das keinen. Und wenn nicht gerade beim Vorlauf die Reservierungsanzeigen ausgefallen waren und man keine Reservierung hatte interessiert das auch bei der Befragung keinen, da ist dann das WLAN das dieses mal defekt war wichtiger. Aber was hab ich vom WLAN wenn ich jeden Halt mir einen neuen Platz suchen muß?

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

Lumi25, Donnerstag, 10. Januar 2019, 02:09 (vor 71 Tagen) @ ICETreffErfurt

Das größte Problem ist wohl eher, dass es etlich unterschiedliche ICE-Baureihen gibt. Allein deren Ersatzteilversorgung dürfte ein erheblicher Kostenaufwand sein.

Heute habe ich auf DSO gelesen, dass es selbst für gerade ein mal 15 Jahre alten Loks schwierig ist zeitnah Ersatzteile zu bekommen. Von Wartezeiten von 4-6 Monaten ist dort die Rede.

Dagegen sind ICE 1 und ICE 2 schon fast Museumszüge. Wie lange muss hier denn auf Ersatzteile gewartet werden?

Die ICE-Flotte müsste wesentlich einheitlicher werden und da die Instandhaltung von HGV-Zügen entsprechend teuer ist sollte man eine möglichst kleine Flotte haben die universal einsetzbar ist. Der ICE 4 passt da so überhaupt nicht rein aber bei der DB AG muss halt jeder Fernzug auf Hautprouten ein ICE sein.

Mehr Instandhaltung kostet auch mehr Geld ob man das weiterhin mit spartanischer Innenausstattung zu LowCost-Preisen gedeckt bekommt dürfte interessant werden.

Eine ordentliche Instandhaltung dürfte die Gewinne von DB Fernverkehr schrumpfen lassen.

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Donnerstag, 10. Januar 2019, 04:31 (vor 71 Tagen) @ Lumi25

Das mit der einheitlicheren Fernzugflotte ist auch mein täglich Gebet. Ich denke immer, daß in gewissen Bahnmanagementetagen genau die Leute sitzen, die schon im Krabbelalter versucht haben das quadratische Holzklötzchen auf der Kinderwerkbank durch das Dreiecksloch zu hämmern. Und wenn es Tage gedauert oder Mama immer wieder auf Alternativen gezeigt hat - das Ding wurde durchgekloppt. Und weil es irgendwann tatsächlich nach 10.000 Hammerschlàgen quer schräg passte wurde es beim nächstenmal wieder so gemacht. Und dann wieder...

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

ICETreffErfurt ⌂ @, Eisenach, Donnerstag, 10. Januar 2019, 05:31 (vor 71 Tagen) @ Alibizugpaar

Das mit der einheitlicheren Fernzugflotte ist auch mein täglich Gebet.

Die DB arbeitet mit den ICE4 ja genau darauf hin. Die sind universell einsetzbar, sogar auf der SFS KRM und teilweise ins Ausland (AT und CH).

Aktuell hat man nur deshalb so eine große Vielfalt, weil wir gerade in der Übergangszeit sind, wo die alten Baureihen noch teilweise existieren und die neuen Baureihen noch nicht vollständig ausgeliefert sind.

Die Tatsache, dass man jetzt auch ein zweites ICE2-Redesign ins Auge fasst, deutet jedoch darauf hin, dass man alte Züge noch nicht so schnell aufgeben will. Es wird also bis in die 2030er bei einer kunterbunten Fahrzeugflotte bleiben.

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

agw @, NRW, Freitag, 11. Januar 2019, 07:58 (vor 70 Tagen) @ ICETreffErfurt

Das mit der einheitlicheren Fernzugflotte ist auch mein täglich Gebet.


Die DB arbeitet mit den ICE4 ja genau darauf hin. Die sind universell einsetzbar, sogar auf der SFS KRM und teilweise ins Ausland (AT und CH).

Soll das ein Witz sein?
Der ICE4 war gerade nicht für die KRM geplant und die echte Auslandsausrüstung hat man schon vor Jahren abbestellt.

Ich würde dir aber recht geben, dass der ICx den ICE1, ICE2, ICE-T und IC ersetzen sollte/könnte und man dann nur eine Baureihe für gehabt hätte.


Als Gegenargument will ich aber anführen, dass es praktisch an jeder Baureihe alle paar Jahre mal etwas gibt, was plötzlich geprüft oder umgebaut werden muss, und die komplette Flotte so lange stillsteht.

Wenn man dann nur noch eine Baureihe hat und die plötzlich stillgelegt werden muss, bis alle Radreifen, Drehgestelle, Achsen, Kurzkupplungen, Trafoöle oder sonst was geprüft, ersetzt sind, steht in ganz Deutschland der FV für Wochen oder Monate.

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Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

RenateMD @, Donnerstag, 10. Januar 2019, 08:51 (vor 71 Tagen) @ Lumi25

Mehr Instandhaltung kostet auch mehr Geld ob man das weiterhin mit spartanischer Innenausstattung zu LowCost-Preisen gedeckt bekommt dürfte interessant werden.

Eine ordentliche Instandhaltung dürfte die Gewinne von DB Fernverkehr schrumpfen lassen.

Hallo,

diesem Artikelzufolge hat die Bahn ihre Abläufe optimiert, nicht nur aus einer Kosten-Perspektive, sondern auch aus einer operativen.
Die Schlussfolgerung lautet hier: wird mehr Pünktlichkeit erzielt, könnten die Werkstätten nach Plan arbeiten. Dann ist zusätzliches Wartungspersonal vor allem für Ticket-Preissteigerungen im nächsten Jahr förderlich und hier gibt es einen Aufschrei.

Liebe Grüße
Renate

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

gnampf @, Donnerstag, 10. Januar 2019, 10:16 (vor 71 Tagen) @ Lumi25

Dagegen sind ICE 1 und ICE 2 schon fast Museumszüge. Wie lange muss hier denn auf Ersatzteile gewartet werden?

Nicht umsonst wurden bei den Triebköpfen z.B. die Umrichter schon auf neue Technik umgestellt, unter anderem um Ersatzteile für andere Baureihen zu gewinnen und eben für die Baureihe wieder neue zur Verfügung zu haben. Du kannst sicherlich auch Hersteller verpflichten die Ersatzteile für 40 Jahre vorzuhalten, aber die Preise werden astronomisch sein, denn der Hersteller müßte entweder ein riesiges Lager aufbauen mit Ersatzteilen die er vielleicht nie braucht, oder müsste seine Zulieferer genauso verpflichten... und ggf. Maschinenparks etc nur deswegen erhalten bleiben um ab und an mal ein altes Ersatzteil herzustellen. Dazu natürlich die Schulung der Mitarbeiter etc.
Wenn da 15 Jahre die Ersatzteilversorgung steht ist das schon kein schlechter Wert. Im Consumer-Bereich kannst du oft über 2 Jahre froh sein. Und ein PKW-Hersteller garantiert dir auch keine 15 Jahre Ersatzteilversorgung.

Die ICE-Flotte müsste wesentlich einheitlicher werden und da die Instandhaltung von HGV-Zügen entsprechend teuer ist sollte man eine möglichst kleine Flotte haben die universal einsetzbar ist. Der ICE 4 passt da so überhaupt nicht rein aber bei der DB AG muss halt jeder Fernzug auf Hautprouten ein ICE sein.

Und was macht einen 160 fahrenden ICE4 so viel teurer als einen 160 fahrenden IC? Ok, das ersterer noch gewartet wird, und letzterer maximal die allernotwendigsten Reparaturen erhält. Natürlich ist die Technik bei 250 auf höhere Anforderungen ausgelegt... wenn die aber nicht abverlangt werden hält sie auch entsprechend länger. Und klar, wenn der Zug nur 160 darf kann keine LZB kaputt gehen... aber das Thema hat sich mit ETCS dann eh auch erledigt, das braucht der Zug dann ggf. unabhängig von seiner Höchstgeschwindigkeit.
Und gerade für die DB passt der ICE4 wunderbar, denn sie kann ihn im Gegensatz zu den anderen Baureihen praktisch überall einsetzen. Er darf auf die KRM, er darf auf ETCS-Strecken, er darf auf Strecken mit Wirbelstrombremsenverbot ohne Einschränkungen fahren, etc. Und sie kann ihn sogar in der Länge variieren.

Mehr Instandhaltung kostet auch mehr Geld ob man das weiterhin mit spartanischer Innenausstattung zu LowCost-Preisen gedeckt bekommt dürfte interessant werden.

Eine ordentliche Instandhaltung dürfte die Gewinne von DB Fernverkehr schrumpfen lassen.

Mehr Instandhaltung sollte aber auch zu mehr Pünktlichkeit und somit weniger Ersatzansprüchen sowie auch besserer Akzeptanz und somit höheren Fahrgastzahlen (und auch höher ansetzbaren Ticketpreisen) führen.

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

Ösi, Donnerstag, 10. Januar 2019, 12:42 (vor 71 Tagen) @ gnampf

Und ein PKW-Hersteller garantiert dir auch keine 15 Jahre Ersatzteilversorgung.

Ein PKW hat laut AfA-Tabelle eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von sechs Jahren, ein Schienenfahrzeug von 25 Jahren. Also kann man wohl etwas längere Ersatzteilversorgung erwarten.

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

gnampf @, Donnerstag, 10. Januar 2019, 12:52 (vor 71 Tagen) @ Ösi

Ein PKW hat laut AfA-Tabelle eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von sechs Jahren, ein Schienenfahrzeug von 25 Jahren. Also kann man wohl etwas längere Ersatzteilversorgung erwarten.

Im Gegenteil. Ein PKW ist etwas das häufig privat verwendet wird, somit kann man dort etwas implizit erwarten. Und die private Nutzungsdauer liegt definitiv über der steuerlich relevanten die du aufführst. Im gewerblichen Bereich hingegen kann ich nur das erwarten, was ich auch vertraglich vereinbare. Und das kann auch ein "es gibt keine Ersatzteile" sein wenn sich beide Seiten drauf einlassen oder eben nichts vereinbaren.
Bei meiner PV-Anlage, die auch eine AfA von 20 Jahren hat, brauch ich z.B. auch nicht erwarten nach Ablauf der Garantie noch den WR repariert zu bekommen. Und selbst während der Garantie kommt nicht unbedingt eine Reparatur dabei raus, sondern wenn das Gerät nicht mehr gepflegt wird gibts ein kompatibles Ersatzgerät. Bei der Bahn heißt das also das z.B. während der Garantie ggf Siemens den Umbau der Umrichter zahlt, und wenn vereinbart die Ausfallzeit. Nach der Garantie darf es dann ggf. der Eigentümer tragen.

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

Münchner, Donnerstag, 10. Januar 2019, 13:28 (vor 70 Tagen) @ Ösi

Und ein PKW-Hersteller garantiert dir auch keine 15 Jahre Ersatzteilversorgung.


Ein PKW hat laut AfA-Tabelle eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von sechs Jahren, ein Schienenfahrzeug von 25 Jahren. Also kann man wohl etwas längere Ersatzteilversorgung erwarten.

Es geht hierbei nicht um irgendwelche steuerlichen Abschreibungen, sondern um Verträge.

Dinge wie Ersatzteilversorgung bzw. Support werden bei solchen Geschäften, wo es nicht um Massenware von der Stange geht, immer vertraglich geregelt. Geht das über den Zeitraum hinaus, für den der Hersteller von sich aus aufkommt, zahlt der Käufer dafür. Oder es ist das Geschäft des Lebens für den Verkäufer, dann geht das auch mal so.

Ich denke, hier hat man wieder einmal den Rotstift angesetzt. Kann man ja problemlos kürzen. Kurzfristig fällt das nicht auf. Und nun sucht man jemanden, auf den man den schwarzen Peter schieben kann.

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

Ösi, Donnerstag, 10. Januar 2019, 13:53 (vor 70 Tagen) @ Münchner

Es geht hierbei nicht um irgendwelche steuerlichen Abschreibungen, sondern um Verträge.

Es geht darum, mit welcher Lebensdauer man für das jeweilige Fahrzeug rechnet. Und zwar rechnet man bei Schienenfahrzeugen mit einer wesentlich längeren Lebensdauer als bei Straßenfahrzeugen. Also muss man auch bei der Ersatzteilhaltung darauf achten.

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

Münchner, Donnerstag, 10. Januar 2019, 13:58 (vor 70 Tagen) @ Ösi

Es geht hierbei nicht um irgendwelche steuerlichen Abschreibungen, sondern um Verträge.


Es geht darum, mit welcher Lebensdauer man für das jeweilige Fahrzeug rechnet. Und zwar rechnet man bei Schienenfahrzeugen mit einer wesentlich längeren Lebensdauer als bei Straßenfahrzeugen. Also muss man auch bei der Ersatzteilhaltung darauf achten.

Trotzdem wird das Ende dieser prognostizierten Lebensdauer und vereinbarten Ersatzteilversorgung immer einmal erreicht.

Bleiben nicht viele Möglichkeiten: man legt sich rechtzeitig ausreichend viele Teile auf's Lager, um auch nach dem Ende dieser Zeitspanne noch etwas zu haben.

Oder man lässt sich die benötigten Teile einzeln anfertigen, was dann eben auch entsprechend kostet und dauert.

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

Ösi, Donnerstag, 10. Januar 2019, 14:15 (vor 70 Tagen) @ Münchner

Oder man plant von Anfang an mit einer Lebensdauer, über die hinweg es Ersatzteilversorgung gibt, und schreibt rechtzeitig Neuanschaffungen aus, damit man die Fahrzeuge nach Ende ihrer Lebensdauer aus dem Produktiveinsatz nehmen kann, oder zumindest schadhafte Fahrzeuge einfach unrepariert abstellen kann.

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

guru61, Arolfingen, Freitag, 11. Januar 2019, 09:06 (vor 70 Tagen) @ Lumi25
bearbeitet von guru61, Freitag, 11. Januar 2019, 09:09

Heute habe ich auf DSO gelesen, dass es selbst für gerade ein mal 15 Jahre alten Loks schwierig ist zeitnah Ersatzteile zu bekommen. Von Wartezeiten von 4-6 Monaten ist dort die Rede.

Komisch, dass in der Schweiz keine Probleme auftauchen für die nun bis zu 50 Jährigen Re 420, die nun bis 35 jährigen Re 620, die bis zu 35 jährigen NPZ, die bis zu 25 jährigen Re 460 die bis zu 20 Jährigen GTWs usw. in der Schweiz voll unterhalten werden können.
Deren Firmen teils seit Jahren nicht mehr existieren!

Meiner Meinung nach ist das eher eine Schutzbehauptung, mit der man vertuschen will, dass man an der Ersatzteilagerhaltung gespart hat.
Wer eine Kaffeemaschine auf dem Zug repariert, statt sie auszutauschen (Aausser Bagatellfälle natürlich), dem ist eh nicht zu helfen.

Aber dazu sollte man auch ein paar Maschinen am Lager haben!
Gruss Guru

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

frank_le, Donnerstag, 10. Januar 2019, 05:17 (vor 71 Tagen) @ ICETreffErfurt

Das Brot- und Buttergeschäft der Deutschen Bahn ist der Transport von Fahrgästen und Güter von A nach B gemäß den sich selbst gesteckten Fahrplänen.

Alles darüber hinaus ist Gimmick und führt nur dazu, dass man die wichtigsten Ziele aus den Augen verliert.

Das die Reservierungsanzeigen richtig funktionieren, ist in der Priorität als schon eher ein B als ein A. Sie sind notwendig zur Orientierung für die Fahrgäste, aber im Zweifelsfall kann man drauf verzichten, wenn der Zug pünktlich ist und das Zugpersonal Zeit hat sich darum zu kümmern.

So Dinge wie Kaffeemaschinen oder WLAN würde ich in der Priorität eher weiter unten, also C oder D sehen. Das sind Service-Merkmale die alleine dem Zweck dienen die Reise angenehm zu machen und mehr Fahrgäste zu gewinnen, haben aber mit der eigentlichen Aufgabe der Züge nicht viel zu tun.

Die meisten Reisenden dürften wohl den pünktlichen Zug ohne WLAN oder ohne Kaffee einem unpünktlichen Zug mit WLAN und Kaffee vorziehen.

Das Problem ist, dass mittlerweile so viele Gimmicks in den Zügen untergebracht sind, dass die Werkstätte kaum noch Zeit haben sich auf wirklich wichtige Dinge zu konzentrieren. Die DB stellt sich hier selbst ein Bein.

Meiner Meinung sollten Züge in Zukunft so gestaltet werden, dass sie weniger arbeitsaufwändig sind, nicht das sie möglichst viele Gimmicks haben. Das würde viele Probleme verringern.

Du scheinst aber recht selten im ICE zu fahren?

WLAN und Reservierungsanzeigen sind heute Basisleistungen und relevant für Entscheidungen bei der Wahl des Verkehrsmittels.

Wegen des Ausfalls der Flüge Leipzig - Köln habe ich einige Kolleginnen genötigt heute mit der Bahn zu fahren. Mal schauen ob Sie noch kurzfristig eine Möglichkeit finden den Termin zu streichen. Auch wenn der Zug nur unwesentlich länger braucht als der Zug kommen alle Vorurteile hoch die man sich vorstellen kann.

Teuer - Bahn kostet die Hälfte des Fluges
Lange - Bahn benötigt knapp eine Stunde mehr
Winter - Die Bahn ist unzuverlässig - Drei Schneeflocken und alles bricht zusammen!
WLAN? - Reisezeit ist Arbeitszeit - Erreichbarkeit wird erwartet!
Umsteigen - ob das klappt (nicht ganz unberechtigt!)
Dreckig - Das Toiletten-Problem
Unfreundlich - Was tun bei Anschlussverlust - nach meiner gestrigen Erfahrung mit dem Schaffner kann ich das gut nachvollziehen.

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

ICETreffErfurt ⌂ @, Eisenach, Donnerstag, 10. Januar 2019, 05:28 (vor 71 Tagen) @ frank_le

Das Brot- und Buttergeschäft der Deutschen Bahn ist der Transport von Fahrgästen und Güter von A nach B gemäß den sich selbst gesteckten Fahrplänen.

Alles darüber hinaus ist Gimmick und führt nur dazu, dass man die wichtigsten Ziele aus den Augen verliert.

Das die Reservierungsanzeigen richtig funktionieren, ist in der Priorität als schon eher ein B als ein A. Sie sind notwendig zur Orientierung für die Fahrgäste, aber im Zweifelsfall kann man drauf verzichten, wenn der Zug pünktlich ist und das Zugpersonal Zeit hat sich darum zu kümmern.

So Dinge wie Kaffeemaschinen oder WLAN würde ich in der Priorität eher weiter unten, also C oder D sehen. Das sind Service-Merkmale die alleine dem Zweck dienen die Reise angenehm zu machen und mehr Fahrgäste zu gewinnen, haben aber mit der eigentlichen Aufgabe der Züge nicht viel zu tun.

Die meisten Reisenden dürften wohl den pünktlichen Zug ohne WLAN oder ohne Kaffee einem unpünktlichen Zug mit WLAN und Kaffee vorziehen.

Das Problem ist, dass mittlerweile so viele Gimmicks in den Zügen untergebracht sind, dass die Werkstätte kaum noch Zeit haben sich auf wirklich wichtige Dinge zu konzentrieren. Die DB stellt sich hier selbst ein Bein.

Meiner Meinung sollten Züge in Zukunft so gestaltet werden, dass sie weniger arbeitsaufwändig sind, nicht das sie möglichst viele Gimmicks haben. Das würde viele Probleme verringern.


Du scheinst aber recht selten im ICE zu fahren?

4-5 mal im Monat, meist aber nur mittelweite Strecken unter 300 Kilometer.

Zum Glück habe ich bei Abellio und der STB ja immer wieder Umsteiger vom ICE, die sich über die Unpünktlichkeit beschweren. Komischerweise über WLAN oder Essen beschweren sich nur die wenigsten, wobei eher öfters bemängelt wird, dass die Abellio-ET kein WLAN haben.

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

frank_le, Donnerstag, 10. Januar 2019, 06:44 (vor 71 Tagen) @ ICETreffErfurt


Du scheinst aber recht selten im ICE zu fahren?


4-5 mal im Monat, meist aber nur mittelweite Strecken unter 300 Kilometer.

Zum Glück habe ich bei Abellio und der STB ja immer wieder Umsteiger vom ICE, die sich über die Unpünktlichkeit beschweren. Komischerweise über WLAN oder Essen beschweren sich nur die wenigsten, wobei eher öfters bemängelt wird, dass die Abellio-ET kein WLAN haben.

Die meisten Fahrgäste freuen sich das überhaupt etwas fährt bei abellio. Ich habe seit letztem Sommer zwei mal eine Reise abbrechen müssen weil abellio nicht fuhr bzw. stark verspätet war. Nach einem starken Start sind die Tulpenknicker hart gelandet.

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

ICETreffErfurt ⌂ @, Eisenach, Donnerstag, 10. Januar 2019, 07:01 (vor 71 Tagen) @ frank_le


Du scheinst aber recht selten im ICE zu fahren?


4-5 mal im Monat, meist aber nur mittelweite Strecken unter 300 Kilometer.

Zum Glück habe ich bei Abellio und der STB ja immer wieder Umsteiger vom ICE, die sich über die Unpünktlichkeit beschweren. Komischerweise über WLAN oder Essen beschweren sich nur die wenigsten, wobei eher öfters bemängelt wird, dass die Abellio-ET kein WLAN haben.


Die meisten Fahrgäste freuen sich das überhaupt etwas fährt bei abellio. Ich habe seit letztem Sommer zwei mal eine Reise abbrechen müssen weil abellio nicht fuhr bzw. stark verspätet war. Nach einem starken Start sind die Tulpenknicker hart gelandet.

Das mag vielleicht im DISA so sein, aber im STS läuft es einigermaßen stabil. Eisenach ist meist nur betroffen, wenn die beiden Pendlerzüge am Nachmittag ausfallen. Okay, in den Weihnachtsferien sind auch ein paar RB20 zwischen Leipzig und Eisenach ausgefallen.

Die Kundenzufriedenheit lag bei Abellio Mitteldeutschland bis Sommer so bei 80-85%. Ist natürlich jetzt stark eingebrochen, aber rund um Eisenach und Erfurt liegt es immer noch über 2/3 aller Fahrgäste. Immerhin hat sich der Besteller dazu durchgerungen auch auf der RB20 das Catering zu bezahlen, sodass man jetzt nicht nur in den RE 15/16/17 sondern auch in den RB20 und teilweise auch RB25 warme und kalte Getränke und kleine Speisen kaufen kann.

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

frank_le, Sonntag, 13. Januar 2019, 04:57 (vor 68 Tagen) @ ICETreffErfurt


Du scheinst aber recht selten im ICE zu fahren?


4-5 mal im Monat, meist aber nur mittelweite Strecken unter 300 Kilometer.

Zum Glück habe ich bei Abellio und der STB ja immer wieder Umsteiger vom ICE, die sich über die Unpünktlichkeit beschweren. Komischerweise über WLAN oder Essen beschweren sich nur die wenigsten, wobei eher öfters bemängelt wird, dass die Abellio-ET kein WLAN haben.


Die meisten Fahrgäste freuen sich das überhaupt etwas fährt bei abellio. Ich habe seit letztem Sommer zwei mal eine Reise abbrechen müssen weil abellio nicht fuhr bzw. stark verspätet war. Nach einem starken Start sind die Tulpenknicker hart gelandet.


Das mag vielleicht im DISA so sein, aber im STS läuft es einigermaßen stabil. Eisenach ist meist nur betroffen, wenn die beiden Pendlerzüge am Nachmittag ausfallen. Okay, in den Weihnachtsferien sind auch ein paar RB20 zwischen Leipzig und Eisenach ausgefallen.

Die Kundenzufriedenheit lag bei Abellio Mitteldeutschland bis Sommer so bei 80-85%. Ist natürlich jetzt stark eingebrochen, aber rund um Eisenach und Erfurt liegt es immer noch über 2/3 aller Fahrgäste. Immerhin hat sich der Besteller dazu durchgerungen auch auf der RB20 das Catering zu bezahlen, sodass man jetzt nicht nur in den RE 15/16/17 sondern auch in den RB20 und teilweise auch RB25 warme und kalte Getränke und kleine Speisen kaufen kann.


Nö - war Naumburg - Leipzig

Umsteigeverbindung (abellio - abellio) nachts fällt aus und es gibt keine Ansage im Zug vorher. Schaffner hat auch nicht kontrolliert sondern sich im Führerstand versteckt. KUNDEN werden einfach nachts ausgesetzt.

Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten

gnampf @, Donnerstag, 10. Januar 2019, 09:51 (vor 71 Tagen) @ ICETreffErfurt

Das Brot- und Buttergeschäft der Deutschen Bahn ist der Transport von Fahrgästen und Güter von A nach B gemäß den sich selbst gesteckten Fahrplänen.

Alles darüber hinaus ist Gimmick und führt nur dazu, dass man die wichtigsten Ziele aus den Augen verliert.

In der DDR wäre das sicher richtig gewesen ;-) In Deutschland ist die Bahn dagegen nicht allein, die Menschen können wählen und müssen nicht mit der Bahn fahren.

Das die Reservierungsanzeigen richtig funktionieren, ist in der Priorität als schon eher ein B als ein A. Sie sind notwendig zur Orientierung für die Fahrgäste, aber im Zweifelsfall kann man drauf verzichten, wenn der Zug pünktlich ist und das Zugpersonal Zeit hat sich darum zu kümmern.

Sicherlich gibt es unterschiedliche Prioritäten, und trotzdem sollte es nicht der Regelfall sein das Sachen geringer Priorität erst zur nächsten HU in 8 Jahren repariert werden, sondern sie sollten halt beim nächsten Werkstattaufenthalt dran sein.

So Dinge wie Kaffeemaschinen oder WLAN würde ich in der Priorität eher weiter unten, also C oder D sehen. Das sind Service-Merkmale die alleine dem Zweck dienen die Reise angenehm zu machen und mehr Fahrgäste zu gewinnen, haben aber mit der eigentlichen Aufgabe der Züge nicht viel zu tun.

Eigentliche Aufgabe = leer durch die Gegend fahren?

Die meisten Reisenden dürften wohl den pünktlichen Zug ohne WLAN oder ohne Kaffee einem unpünktlichen Zug mit WLAN und Kaffee vorziehen.

Oder sie ziehen das Auto, den Bus, den Flieger, ... vor, wo sie nicht mit den Einschränkungen leben müssen.

Das Problem ist, dass mittlerweile so viele Gimmicks in den Zügen untergebracht sind, dass die Werkstätte kaum noch Zeit haben sich auf wirklich wichtige Dinge zu konzentrieren. Die DB stellt sich hier selbst ein Bein.

Jo, weil das alles ja auch Raketentechnik ist. Das Problem ist eher das man simple Geschichten nicht im Griff und vor allem zu wenig Personal hat. Eine Kaffee- oder auch Spülmaschine müsste theoretisch nichtmals bis zum nächsten Werkstattaufenthalt kaputt sein, wenn man die Züge entsprechend konzipiert könnte am nächsten größeren Bahnhof auf dem Lieferwagen statt der Ersatz-Thermoskannen ein Ersatz-Kaffeemaschinenmodul stehen, wo man dann das defekte einfach kurz raus zieht und das neue rein schiebt. Ein Satz Schnellkupplungen wären nun kein Hexenwerk, und das Modul könnte man wohl sogar soweit standardisieren das es in jedes Bordbistro passt. Defekte Einheiten werden dann irgendwo in einem Werk repariert, es müssen nur immer genug heile im Lager sein. Eine defekte Bremse wird ja auch nicht im Werk abgebaut, zerlegt und repariert und wieder angebaut und während der ganzen Zeit steht der Zeit. Die kommt runter, ein Ersatzteil wird montiert und die defekte geht nach Fulda.

Meiner Meinung sollten Züge in Zukunft so gestaltet werden, dass sie weniger arbeitsaufwändig sind, nicht das sie möglichst viele Gimmicks haben. Das würde viele Probleme verringern.

Also offene Güterwagen. Was wollen die Reisenden denn, sie kommen doch von A nach B. Sitze, Toiletten, Licht, Heizung/Klima? Überflüssiger Luxus den es nicht braucht. Und dank der offenen Güterwagen sind auch Türstörungen vorbei. Und wozu eigentlich noch eine Lok, die kaputt gehen kann? Geben wir doch lieber dem Zugpersonal Peitschen, dann können sie die Fahrgäste antreiben damit sie die Wagen schneller schieben.

RP: DB will Werk in Krefeld Oppum für ICE-Wartung ausbauen

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Donnerstag, 10. Januar 2019, 06:59 (vor 71 Tagen) @ Henrik

Das ARD-Magazin Kontraste hatte berichtet, das nur jeder fünfte Hochgeschwindigkeitszug ohne Wartungsmangel sei. Die Instandhaltungswerke haben sich wegen zu geringer Kapazitäten offenbar mit Nachdruck auf die sicherheitsrelevanten Dinge konzentrieren müssen. Die Tageszeitung Die Welt berichtet, dass die Angabe, wonach nur 20 Prozent der ICEs voll funktionstüchtig seien, ein verzerrtes Bild liefere. Eine fehlende Reservierungsanzeige in einem Waggon oder eine defekte Kaffeemaschine reiche bereits aus, um einen Zug als „nicht fehlerfrei“ einzustufen. Mit dem Ausbau der Werke in Krefeld, Hamburg und Köln und einem neuen Zuschnitt der Zuständigkeiten soll die Bahn die Ausfallquote deutlich senken wollen.

Wenn ich aktuell schon wieder das RIS Rot geflutet sehe und wie viele ICE seit geraumer Zeit garnicht, oder verspätet oder einteilig fahren, kann mir die DB erzählen was sie will. Fakt ist, dass DB total unfähig und ein Saftladen sondersgleichen ist, über den weltweit gelacht wird!
Hauptsache die Redite stimmt. Um die lästigen Beförderungsfälle kümmert sie niemand der Pinguine im Berliner DB tower.

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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RP: DB will Werk in Krefeld Oppum für ICE-Wartung ausbauen

ICETreffErfurt ⌂ @, Eisenach, Donnerstag, 10. Januar 2019, 07:03 (vor 71 Tagen) @ 218 466-1

Naja, an japanische Verhältnisse werden wir wohl nie ran kommen, aber die DB ist immer noch zuverlässiger als 80% aller weltweit fahrenden Eisenbahnen im Personenverkehr.

Von daher kein Grund zur Panik aber auch kein Grund für Eigenlob. Derzeit muss halt mal ein politischer Systemfehler nachträglich repariert werden, was Zeit, Geld und Nerven kosten wird.

RP: DB will Werk in Krefeld Oppum für ICE-Wartung ausbauen

ICE-TD, Donnerstag, 10. Januar 2019, 08:35 (vor 71 Tagen) @ 218 466-1

Kann ich nicht nachvollziehen. Gestern mit einem Zug der angeblich unpünklichsten IC-Linie von Essen nach Stuttgart, zwei Halte Ankunft mit +2, alle anderen Halte mit 0.

Ein Sechser im Lotto ist wahrscheinlicher :-)

RenateMD @, Donnerstag, 10. Januar 2019, 08:53 (vor 71 Tagen) @ ICE-TD

- kein Text -

Vielleicht sollte ich Lotto spielen :-)

ICE-TD, Donnerstag, 10. Januar 2019, 19:14 (vor 70 Tagen) @ RenateMD
bearbeitet von ICE-TD, Donnerstag, 10. Januar 2019, 19:17

Heute gleicher Zug, 1x +2 min, 4x +1 min, der Rest plan. Baselaner und Alibizugpaar hätten allerdings trotzdem einen Herzkasper bekommen. Der Baselaner weil es keine Ganzzugbildung gab, der Stwg hing am falschen Ende. Das Alibizugpaar wegen der falschen Reihung und weil es nur einen Notverkauf im Zug gab statt des Bistro. Agw hatte ich vergessen, der hätte natürlich auch einen Herzkasper bekommen, für ihn sind "good News are bad News" wenn es um die DB geht.
DB ist gar nicht so schlecht wie sie hier immer gemacht wird.

Sehr schön ! :-)

Garfield_1905, Donnerstag, 10. Januar 2019, 19:36 (vor 70 Tagen) @ ICE-TD

- kein Text -

Muss am Lokführer gelegen haben .... ;-)

Blaschke, Osnabrück, Donnerstag, 10. Januar 2019, 11:00 (vor 71 Tagen) @ ICE-TD

- kein Text -

--
Wer die Dummköpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen! (Jean Paul Sartre)

War das der, der auch in LuWi hätte halten sollen?

JanZ ⌂ @, Aschaffenburg, Donnerstag, 10. Januar 2019, 11:09 (vor 71 Tagen) @ Blaschke

- kein Text -

--
Im Volk, da ist sie sehr beliebt, unsere Eisenbahn,
Doch dort, wo's keine Schienen gibt, da hält sie selten an.

(EAV: Es fährt kein Zug)

War das der, der auch in LuWi hätte halten sollen?

ICE-TD, Donnerstag, 10. Januar 2019, 11:31 (vor 71 Tagen) @ JanZ

Das war jetzt böse. Nein, ich trinke weder vor dem Dienst noch im Dienst Alkohol.

War das der, der auch in LuWi hätte halten sollen?

JanZ ⌂ @, Aschaffenburg, Donnerstag, 10. Januar 2019, 11:47 (vor 71 Tagen) @ ICE-TD

Das war jetzt böse.

Ja, sorry, vielleicht zu böse. Der Mann hat vermutlich jetzt genug Probleme.

--
Im Volk, da ist sie sehr beliebt, unsere Eisenbahn,
Doch dort, wo's keine Schienen gibt, da hält sie selten an.

(EAV: Es fährt kein Zug)

OT: Querdenker denkt korrekt quer.

Blaschke, Osnabrück, Donnerstag, 10. Januar 2019, 16:35 (vor 70 Tagen) @ JanZ
bearbeitet von Blaschke, Donnerstag, 10. Januar 2019, 16:36

Hey.

Das war jetzt böse.

Ja, sorry, vielleicht zu böse. Der Mann hat vermutlich jetzt genug Probleme.

Böse vor allem, weil ich bei meinem Beitrag davon ausging, dass der SEHR GESCHÄTZE Forenkollege ICE-TD der Lokführer des von ihm erwähnten pünktlichen Zuges sei. Hab ich dann, im Gegensatz zu Dir ;-) , auch wohl richtig kombiniert. Hat Blaschi, der alte Querdenker, wieder richtig quer gedacht ...

Schöne Grüße von jörg

--
Wer die Dummköpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen! (Jean Paul Sartre)

OT: Querdenker denkt korrekt quer.

JanZ ⌂ @, Aschaffenburg, Donnerstag, 10. Januar 2019, 16:49 (vor 70 Tagen) @ Blaschke

Hey.

Das war jetzt böse.

Ja, sorry, vielleicht zu böse. Der Mann hat vermutlich jetzt genug Probleme.


Böse vor allem, weil ich bei meinem Beitrag davon ausging, dass der SEHR GESCHÄTZE Forenkollege ICE-TD der Lokführer des von ihm erwähnten pünktlichen Zuges sei. Hab ich dann, im Gegensatz zu Dir ;-) , auch wohl richtig kombiniert. Hat Blaschi, der alte Querdenker, wieder richtig quer gedacht ...

Schöne Grüße von jörg

OK, mir war bisher unbekannt, dass er Tf ist. Dann noch mal extra Entschuldigung.

--
Im Volk, da ist sie sehr beliebt, unsere Eisenbahn,
Doch dort, wo's keine Schienen gibt, da hält sie selten an.

(EAV: Es fährt kein Zug)

OT: ich bin geschockt bin Dir ;-)

Blaschke, Osnabrück, Donnerstag, 10. Januar 2019, 17:29 (vor 70 Tagen) @ JanZ

Hey.

OK, mir war bisher unbekannt, dass er Tf ist.

Mensch lieber Forenkollege, du bist doch auch schon lange hier. Hast du denn nie die unterhaltsamen Unterhaltungen zwischen den Usern ICE-TD und Baselaner mitbekommen? Oder nicht aufmerksam gelesen? Allein daraus geht doch hervor, dass der eine Superlokführer aus dem Pott ist und der andere im Werkstattwesen der DB sein Unwesen treibt. Was zu unterschiedlichen Sichtweisen führt und entsprechenden Diskussionen.

Also das hätte ich von dir jetzt erwartet, dass du da etwas background hast ...


Schöne Grüße von jörg

--
Wer die Dummköpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen! (Jean Paul Sartre)

OT: ich bin geschockt bin Dir ;-)

JanZ ⌂ @, Aschaffenburg, Donnerstag, 10. Januar 2019, 17:44 (vor 70 Tagen) @ Blaschke

Hey.

OK, mir war bisher unbekannt, dass er Tf ist.


Mensch lieber Forenkollege, du bist doch auch schon lange hier. Hast du denn nie die unterhaltsamen Unterhaltungen zwischen den Usern ICE-TD und Baselaner mitbekommen? Oder nicht aufmerksam gelesen? Allein daraus geht doch hervor, dass der eine Superlokführer aus dem Pott ist und der andere im Werkstattwesen der DB sein Unwesen treibt. Was zu unterschiedlichen Sichtweisen führt und entsprechenden Diskussionen.

Also das hätte ich von dir jetzt erwartet, dass du da etwas background hast ...


Schöne Grüße von jörg

Nee, sorry. Wahrscheinlich war das die Art von Unterhaltung, die ich schon aufgrund der Überschriften oder der Länge nicht als „unterhaltsam“ einstufe …

--
Im Volk, da ist sie sehr beliebt, unsere Eisenbahn,
Doch dort, wo's keine Schienen gibt, da hält sie selten an.

(EAV: Es fährt kein Zug)

OT: ich bin geschockt bin Dir ;-)

martarosenberg @, Deutschland -- Mitte-Ost und Nordwest., Donnerstag, 10. Januar 2019, 17:46 (vor 70 Tagen) @ Blaschke

Hey.

OK, mir war bisher unbekannt, dass er Tf ist.


Mensch lieber Forenkollege, du bist doch auch schon lange hier. Hast du denn nie die unterhaltsamen Unterhaltungen zwischen den Usern ICE-TD und Baselaner mitbekommen? Oder nicht aufmerksam gelesen? Allein daraus geht doch hervor, dass der eine Superlokführer aus dem Pott ist und der andere im Werkstattwesen der DB sein Unwesen treibt. Was zu unterschiedlichen Sichtweisen führt und entsprechenden Diskussionen.

Also das hätte ich von dir jetzt erwartet, dass du da etwas background hast ...

Dazu müsste man erstmal nicht nur die Beiträge inhaltlich lesen, sondern sich auch noch über längere Zeit merken wer was geschrieben hat, also auch zu den "Akteuren" sich was merken.

Ich zumindest mache das sehr wenig.

weltweites Gelächter - wohl kaum...

Power132 @, Donnerstag, 10. Januar 2019, 15:59 (vor 70 Tagen) @ 218 466-1

(...) über den weltweit gelacht wird!
Hauptsache die Redite stimmt. Um die lästigen Beförderungsfälle kümmert sie niemand der Pinguine im Berliner DB tower.

Was für ein überheblich dummer Kommentar. Lacht wirklich die ganze Welt über die Deutsch Bahn, oder sind das nur Wahnvorstellungen in deinem Hass auf die Deutsche Bahn?

Ich glaube kaum, dass die DB Thema in der La República, der South China Morning Post oder der Washington Post Thema auf der Titelseite ist.

Typisches trumpistisches Verhalten.

Eher nur Schweizweites...

SveFC @, Somewhere, Donnerstag, 10. Januar 2019, 16:07 (vor 70 Tagen) @ Power132

(...) über den weltweit gelacht wird!
Hauptsache die Redite stimmt. Um die lästigen Beförderungsfälle kümmert sie niemand der Pinguine im Berliner DB tower.


Was für ein überheblich dummer Kommentar. Lacht wirklich die ganze Welt über die Deutsch Bahn, oder sind das nur Wahnvorstellungen in deinem Hass auf die Deutsche Bahn?

Moment! Wahnvorstellungen hat hier doch nur dieser Stasihengst aus Hagen und sicher lacht die Schweiz über uns.

Ich glaube kaum, dass die DB Thema in der La República, der South China Morning Post oder der Washington Post Thema auf der Titelseite ist.

Typisches trumpistisches Verhalten.

Das ist es:/

Und wie gut ist "Die Bahn" eigentlich in Trumpland? Achso, gibt ja quasi keinen SPV dort.

--
Dieses Forum ist wie gemacht um die DB immer und immer wieder schlecht darzustellen, egal was sie gemacht oder nicht gemacht hat. So wollen es die anwesenden Eisenbahnhater

Geht zu weit !

Garfield_1905, Donnerstag, 10. Januar 2019, 16:20 (vor 70 Tagen) @ SveFC

Moment! Wahnvorstellungen hat hier doch nur dieser Stasihengst aus Hagen und sicher lacht die Schweiz über uns.

Wir wissen beide, um wen es geht und zu meinen 'Freunden' gehört er ganz sicher auch nicht.

Du würdest Dir aber sicher nichts vergeben, wenn Du den 'Stasihengst' wieder zurück nimmst. Das geht m.E. dann doch ganz erheblich zu weit !

+1

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Donnerstag, 10. Januar 2019, 17:27 (vor 70 Tagen) @ Garfield_1905

Ich habe etwas dagegen, wenn Leute mit der Geschichte so respektlos umgehen, dass sie wohl nicht einmal wissen, wie weit die Trahweite ihrer Beiträge geht...

--
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Roaminggebühren in die Schweiz entfallen sollten.
[image]

Eher nur Schweizweites...

guru61, Arolfingen, Freitag, 11. Januar 2019, 09:15 (vor 70 Tagen) @ SveFC

Moment! Wahnvorstellungen hat hier doch nur dieser Stasihengst aus Hagen und sicher lacht die Schweiz über uns.

Was mir auffällt ist dass die Schweiztauglichen ICE 1, eigentlich ganz gut laufen.

Den Bern ab 16.04, den ich täglich sehe, fällt selten aus.
Werden die besonders gewartet?
Gruss Guru

weltweites Gelächter - wohl kaum...

agw @, NRW, Donnerstag, 10. Januar 2019, 16:08 (vor 70 Tagen) @ Power132

Ich glaube nicht, dass weltweit über die DB gelacht wird.
Aber zumindest steht es in der globalen Presse, dass innerhalb Deutschlands die Bahn zum Treppenwitz verkommen ist.

--
"Tägliche Reisendengängelung - Powered by DB"
- SveFC

Davon las ich in Österreich bisher wenig

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Donnerstag, 10. Januar 2019, 17:30 (vor 70 Tagen) @ agw

Die hiesige Presse berichtet höchstenfalls , wenn beim großen Bruder alle Drähte reißen, etwa beim Streik.

Zumal, es gibt da draußen Länder, für die ist Deutschland noch ein Paradies in Sachen Pünktlichkeit.

--
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Roaminggebühren in die Schweiz entfallen sollten.
[image]

Kritik zumindest schon

Christian_S, Donnerstag, 10. Januar 2019, 16:14 (vor 70 Tagen) @ Power132


Ich glaube kaum, dass die DB Thema in der La República, der South China Morning Post oder der Washington Post Thema auf der Titelseite ist.

Gelacht wird sicher international nicht, aber der weltweite Ruf Deutschlands, ein zuverlässig funktionierendes Bahnsystem zu haben, bekommt leider wirklich inzwischen Risse.
Ein Beispiel: In der israelischen Tageszeitung HaAretz war kürzlich ein recht umfangreicher Artikel über die aktuellen Probleme in Deutschlands Eisenbahnverkehr zu lesen.

Auch wenn Deutschland sicher im Vergleich zu vielen anderen Ländern ein relativ gut funktionierendes Bahnsystem hat, ist es dennoch nicht verwunderlich, das die Probleme auch mal im Ausland auffallen ...

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