[AT]ÖBB: Schwarzfahren wird noch teurer (Allgemeines Forum)

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Montag, 07. Januar 2019, 01:23 (vor 196 Tagen)
bearbeitet von J-C, Montag, 07. Januar 2019, 01:25

https://mobil.nachrichten.at/oberoesterreich/Schwarzfahrer-OEBB-fordern-nun-105-statt-9...

Während in Deutschland man seinerzeit von 40 auf 60€ sprang, knackt man bei den ÖBB nun die 100€ Marke. Wie auch bei den Wiener Linien bereits üblich kostet es nun 105€, wenn man ohne gültigen Fahrschein angetroffen wird. Zwar "nur" 15€ Anstieg, aber anscheinend hat man in Österreich keine Scheu davor, die Schwarzfahrer empfindlicher zur Kasse zu bitten.

Wer nicht sofort zahlen kann, muss dann auch noch 30€ drauflegen.

Passiert ist das übrigens klammheimlich, ohne große Ankündigung.

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Pilsner Urquell - schlägt jedes Panorama

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[AT] Die Frage ist, …

SEE 238 @, Montag, 07. Januar 2019, 08:24 (vor 196 Tagen) @ J-C

… ob das am Ende auch durchgesetzt wird. Bei Abellio Mitteldeutschland habe ich bisher immer nur mitbekommen (und das recht häufig), dass noch ein Nachlösen am Automaten gestattet wurde. In der S-Bahn Mitteldeutschland letztens wollte ein Schwarzfahrer keinen Personalausweis vorzeigen, immerhin ist er ein paar Stationen weiter dann zum Aussteigen bewogen worden. Da bekommt "Hopper-Ticket" eine ganz neue Bedeutung…

Angesichts zunehmender Respektlosigkeit und Gewalt kann ich das Personal durchaus verstehen. Doch ich habe das Gefühl, dass das erhöhte Beförderungsentgelt in vielen Fällen nur von solchen wirklich erhoben und bezahlt wird, die "vertrauenswürdig" wirken oder sich kooperativ zeigen, dafür aber vielleicht "nur" ein Handyticket und einen leeren Akku haben.

Anzumerken ist noch, dass die 60€ hierzulande ja ein Mindestbetrag sind, ansonsten fällt der doppelte Fahrpreis der einfachen Fahrt auf der zurückgelegten Strecke an.

Beste Grüße
SEE 238

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[AT] Die Frage ist, …

gnampf @, Montag, 07. Januar 2019, 09:25 (vor 196 Tagen) @ SEE 238

Angesichts zunehmender Respektlosigkeit und Gewalt kann ich das Personal durchaus verstehen. Doch ich habe das Gefühl, dass das erhöhte Beförderungsentgelt in vielen Fällen nur von solchen wirklich erhoben und bezahlt wird, die "vertrauenswürdig" wirken oder sich kooperativ zeigen, dafür aber vielleicht "nur" ein Handyticket und einen leeren Akku haben.

Das hat nichtmals was mit Respektlosigkeit und Gewalt zu tun, der Zub/KiN hat einfach keine Durchsetzungsmoeglichkeit, er darf den Fahrgast weder rauswerfen noch durchsuchen oder sonstwas. Dafuer braucht es die Bundespolizei. Und bis die auf irgendeinem gottverlassenen Bahnhof im nirgendwo ist, bzw. die oertliche Polizei um Amtshilfe gebeten hat steht der Zug dann halt. Und am Ende ist womoeglich nichts gewonnen, weil beim Schwarzfahrer dann eh nichts zu holen ist... ausser Spesen nichts gewesen.

[AT] Die Frage ist, …

bauhaus, Montag, 07. Januar 2019, 11:46 (vor 196 Tagen) @ gnampf

Das hat nichtmals was mit Respektlosigkeit und Gewalt zu tun, der Zub/KiN hat einfach keine Durchsetzungsmoeglichkeit, er darf den Fahrgast weder rauswerfen noch durchsuchen oder sonstwas. Dafuer braucht es die Bundespolizei.

Dies ist in dieser Form nicht ganz richtig.
Es gibt in der Strafprozessordnung (StPO) den § 127, welcher es auch Privatpersonen erlaubt, einen Täter bzw. eine Person (bei vorliegendem Grund) kurzzeitig fest zu setzen.
https://dejure.org/gesetze/StPO/127.html

Im Falle eines Zub/Kin könnte dies bspw. das Einsperren in einem Abteil oder in der Toilette sein, oder schlichtweg festhalten.
Und dass am Ende unter Umständen nichts zu holen ist, lasse ich als Argument auch nicht gelten. Denn das Schlimmste ist, dass sich beim Täter ein positiver "Belohnungseffekt" manifestiert. Und jede Festnahme durch die Polizei erhöht das Strafregister. Und bei zu vielen Einträgen gibt es dann mal eine Freiheitsstrafe. So sieht es zumindest das Gesetz vor.

[AT] Die Frage ist, …

gnampf @, Montag, 07. Januar 2019, 11:58 (vor 196 Tagen) @ bauhaus

Dies ist in dieser Form nicht ganz richtig.
Es gibt in der Strafprozessordnung (StPO) den § 127, welcher es auch Privatpersonen erlaubt, einen Täter bzw. eine Person (bei vorliegendem Grund) kurzzeitig fest zu setzen.
https://dejure.org/gesetze/StPO/127.html
Im Falle eines Zub/Kin könnte dies bspw. das Einsperren in einem Abteil oder in der Toilette sein, oder schlichtweg festhalten.

Ja, aber was hilft das? Es erlaubt dir trotzdem nicht ihn einfach zig Stationen weiter zu schleifen als er wollte, sondern du kannst lediglich die Flucht vor der Polizei verhindern, darfst aber trotzdem auf selbige warten. Dafuer riskierst du dann halt das Messer in den Rippen.

Und dass am Ende unter Umständen nichts zu holen ist, lasse ich als Argument auch nicht gelten. Denn das Schlimmste ist, dass sich beim Täter ein positiver "Belohnungseffekt" manifestiert. Und jede Festnahme durch die Polizei erhöht das Strafregister. Und bei zu vielen Einträgen gibt es dann mal eine Freiheitsstrafe. So sieht es zumindest das Gesetz vor.

Mancher bei dem nichts zu holen ist freut sich noch wenn er in den Knast kommt, da ist es warm und man bekommt regelmaessig was zu essen. Es ist natuerlich was anderes wenn wir vom ueberheblichen Businessschnoesel reden, der einfach aus Prinzip oder Sport keine Fahrkarte kauft und schwarz faehrt. Da lohnt es sich auch eher es auf den Polizeieinsatz ankommen zu lassen um einen Lerneffekt hervorzurufen. Da wird es aber vermutlich nicht so weit kommen sondern lieber gleich gezahlt, wodurch dann wiederum keine Anzeige erhoben wird und sich das Spiel am Ende fuer den Schwarzfahrer vielfach wieder rechnet, gerade wenn so toll wie in BaWue kontrolliert wird, wo die Begleitquote gefuehlt <10% liegt.

[AT] Die Frage ist, …

bauhaus, Montag, 07. Januar 2019, 14:25 (vor 196 Tagen) @ gnampf

Ja, aber was hilft das? Es erlaubt dir trotzdem nicht ihn einfach zig Stationen weiter zu schleifen als er wollte, sondern du kannst lediglich die Flucht vor der Polizei verhindern, darfst aber trotzdem auf selbige warten. Dafuer riskierst du dann halt das Messer in den Rippen.

Diese Aussage zweifle ich stark an. Ich würde behaupten, dass der Täter notgedrungen auch paar Stationen mitfahren muss, wenn es auf den Zwischenbahnhöfen keine BuPo gibt.

Mancher bei dem nichts zu holen ist freut sich noch wenn er in den Knast kommt, da ist es warm und man bekommt regelmaessig was zu essen.

Darauf freuen sich wohl die allerwenigsten. Schon mal eine einzige(!) Nacht hinter einer verschlossenen Tür geschlafen? Wohl eher nicht.

Es ist natuerlich was anderes wenn wir vom ueberheblichen Businessschnoesel reden, der einfach aus Prinzip oder Sport keine Fahrkarte kauft und schwarz faehrt. Da lohnt es sich auch eher es auf den Polizeieinsatz ankommen zu lassen um einen Lerneffekt hervorzurufen. Da wird es aber vermutlich nicht so weit kommen sondern lieber gleich gezahlt, wodurch dann wiederum keine Anzeige erhoben wird und sich das Spiel am Ende fuer den Schwarzfahrer vielfach wieder rechnet, gerade wenn so toll wie in BaWue kontrolliert wird, wo die Begleitquote gefuehlt <10% liegt.

Auch diese Vorstellung ist Quark. Schwarzfahrer gibt es durch alle Schichten. Vom armen H4-Empfänger angefangen bis hin zur reichen Witwe. Auch die Gründe sind so beliebig wie austauschbar: kalkuliert, gleichgültig, absolut arm, überfordert, überheblich, ...

[AT] Die Frage ist, …

gnampf @, Montag, 07. Januar 2019, 14:38 (vor 196 Tagen) @ bauhaus

Diese Aussage zweifle ich stark an. Ich würde behaupten, dass der Täter notgedrungen auch paar Stationen mitfahren muss, wenn es auf den Zwischenbahnhöfen keine BuPo gibt.

Wo ist da die Not, die das rechtfertigen wuerde? Das wuerde wohl mindestens in einer kostenfreien Rueckfahrt enden.

Darauf freuen sich wohl die allerwenigsten. Schon mal eine einzige(!) Nacht hinter einer verschlossenen Tür geschlafen? Wohl eher nicht.

Noe, du? Schonmal eine Nacht auf der Strasse verbracht, bei Minusgraden? Das abschreckendste duerfte wohl der Entzug von Alkohol sein...

Auch diese Vorstellung ist Quark. Schwarzfahrer gibt es durch alle Schichten. Vom armen H4-Empfänger angefangen bis hin zur reichen Witwe. Auch die Gründe sind so beliebig wie austauschbar: kalkuliert, gleichgültig, absolut arm, überfordert, überheblich, ...

Wenn du selbst erkannt hast das es da unterschiedliche Gruende gibt, wie kannst du es dann als Quark abtun? Was willst du bei denjenigen, die "nicht anders koennen" mit einer Anzeige bewirken? Und wie hoch ist der Anteil derjenigen die
a) kein Ticket haben
b) wenn sie erwischt werden sich weigern zu zahlen
c) wirklich mit auf die Polizei warten fuer die Anzeige
und d) nicht voellig mittellos sind?

Die meisten werden es mit einer Ausrede versuchen, dann noch mit der Behauptung keinen Ausweis dabei zu haben, aber spaetestens wenn sie merken das die Polizei gerufen wird ploetzlich sich erinnern das der Ausweis oder die 60 Euro doch da sind. Und das Zub/Kin wird dann auch nicht mehr den Zug 'ne Stunde auf die BuPo warten lassen, nur um die Anzeige durch zu bringen.
Natuerlich ist es ein Problem das es mit der Polizei so lange dauert und deswegen selten zu der Massnahme gegriffen wird. Trotz der Wartezeiten haeufiger die Polizei zu rufen wuerde aber eben ganz andere Probleme hervorrufen. Da musst du ggf. dann bald durchaus den Schwarzfahrer in Haft nehmen... und zwar in Schutzhaft.

[AT] Die Frage ist, …

Destear @, Berlin, Montag, 07. Januar 2019, 15:42 (vor 196 Tagen) @ bauhaus

Ja, aber was hilft das? Es erlaubt dir trotzdem nicht ihn einfach zig Stationen weiter zu schleifen als er wollte, sondern du kannst lediglich die Flucht vor der Polizei verhindern, darfst aber trotzdem auf selbige warten. Dafuer riskierst du dann halt das Messer in den Rippen.


Diese Aussage zweifle ich stark an. Ich würde behaupten, dass der Täter notgedrungen auch paar Stationen mitfahren muss, wenn es auf den Zwischenbahnhöfen keine BuPo gibt.

Unabhängig von der Reichweite des Festnahmerechts (je nach Distanz und Dauer zwischen den Halten habe ich da auch meine Zweifel) wird kein Mitarbeiter der Bahn es darauf ankommen lassen. Ein einfaches Einschließen im Abteil mag ja noch ohne körperlichen Kontakt und damit verbundener Gewalteinwirkung funktionieren - alles andere würde aber wohl schnell in unverhältnismäßigen Handlungen enden (mir fällt jedenfalls kein sonstiges Szenario ein, in der ein Zugbegleiter den fahrscheinlosen Fahrgast ohne Gewalteinwirkung festhalten kann). Nicht umsonst gibt es für Polizisten die entsprechend detaillierten Vorschriften in den Landes- sowie im Bundespolizeigesetz, wann körperliche Durchsuchung und Gewaltanwendung erlaubt ist.

[AT] Die Frage ist, …

Frecciarossa, Montag, 07. Januar 2019, 18:53 (vor 196 Tagen) @ Destear

Unabhängig von der Reichweite des Festnahmerechts (je nach Distanz und Dauer zwischen den Halten habe ich da auch meine Zweifel) wird kein Mitarbeiter der Bahn es darauf ankommen lassen. Ein einfaches Einschließen im Abteil mag ja noch ohne körperlichen Kontakt und damit verbundener Gewalteinwirkung funktionieren - alles andere würde aber wohl schnell in unverhältnismäßigen Handlungen enden (mir fällt jedenfalls kein sonstiges Szenario ein, in der ein Zugbegleiter den fahrscheinlosen Fahrgast ohne Gewalteinwirkung festhalten kann).

Bei den Kontrolldiensten in S-Bahnen kann man auch eine mit Gewalt durchgesetzte Festnahme häufiger beobachten.

[AT] Die Antwort ist...

schlaufuxxx, Dienstag, 08. Januar 2019, 13:30 (vor 195 Tagen) @ gnampf

Das hat nichtmals was mit Respektlosigkeit und Gewalt zu tun, der Zub/KiN hat einfach keine Durchsetzungsmoeglichkeit, er darf den Fahrgast weder rauswerfen noch durchsuchen oder sonstwas. Dafuer braucht es die Bundespolizei.

Das Hausrecht ermöglicht eine Verweisung aus dem Beförderungsmittel.

Das Jedermannsrecht (§127/I StPO) eine Festhaltung bis die Polizei eintrifft.

Soll Schwarzfahren straffrei werden? ÖPNV

ktmb @, iOS, Montag, 07. Januar 2019, 19:13 (vor 196 Tagen) @ J-C

Ja bitte. Und dann folgerichtig weiter ...

Blaschke, Osnabrück, Montag, 07. Januar 2019, 19:30 (vor 196 Tagen) @ ktmb

Hallo.

Ein schönes Argument: die Justiz ist überlastet.

Laßt uns alle massenhaft Wohnungseinbrüche begehen; Raub und Diebstahl, und nicht vergessen den Handel mit BTM. Und zwar solange, bis die Justiz in all den Bereichen überlastet ist. Dann werden das alles auch nur noch Ordnungswidrigkeiten.


Schöne Grüße von jörg

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Wer die Dummköpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen! (Jean Paul Sartre)

Dit is halt Berlin

Paladin @, Hansestadt Rostock / Berlin, Montag, 07. Januar 2019, 20:58 (vor 195 Tagen) @ Blaschke

Solche Vorschläge sollte man nicht für allzu voll nehmen. Sollen nur von anderen Unzulänglichkeiten ablenken: U-Bahn-Mangel, Flughafen-Desaster, die S-Bahn ist inzwischen vergleichsweise gut ...

Dit is ja dit schlimme...

Berlin-Express ⌂ @, nähe BPHD, Montag, 07. Januar 2019, 21:06 (vor 195 Tagen) @ Paladin
bearbeitet von Berlin-Express, Montag, 07. Januar 2019, 21:06

die S-Bahn ist inzwischen vergleichsweise gut ...

... uf nix is verlass.

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[image] WIR MÜSSEN BESSER WERDEN!

Nur die Automaten in der Strassenbahn

ktmb @, iOS, Montag, 07. Januar 2019, 21:21 (vor 195 Tagen) @ Berlin-Express

könnten auch neben Bargeld weitere Formate akzeptieren. Oder gibt es da unterschiedliche Automatenversionen? Glücklicherweise war ein Bäcker an der Haltestelle ... Und wegen eines Kurzbesuchs in der Stadt des Friedens braucht mein Blackberry keine BVG-APP.

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Blackberry <3

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Montag, 07. Januar 2019, 23:56 (vor 195 Tagen) @ ktmb

Wenn Blackberry so wie früher ein eigenes Betriebssystem gehabt hätte, hätt ich es sehr gerne in den Händen gehabt...

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Ja bitte. Und dann folgerichtig weiter ...

Henrik @, Montag, 07. Januar 2019, 21:41 (vor 195 Tagen) @ Blaschke

Ein schönes Argument: die Justiz ist überlastet.

sie wird unnötig belastet.. und die Betroffenen selbst ebenso.
Wenn Justiz zum reinen Selbstzwecke verkommt und die Verhältnismäßigkeit eine sehr starke soziale Schieflage hat, dann stimmt da was gewaltig nicht.
Wird ganz gut erläutert im Artikel.

Laßt uns alle massenhaft Wohnungseinbrüche begehen;

Wohnungs-, Hausbesetzungen entkriminalisieren, bei den immer weiter steigenden Mieten, der hohen Wohnungsnot?
Da werden gewiss viele bei Dir sein.
Mit zunehmender Zeit immer mehr.

Raub und Diebstahl,

Das Containern entkriminalisieren? Bitte! Sofort!

Bücher aus dem Buchladen klauen und es denen geben, die sie lesen sollten, sich aber nicht leisten können? Keine neue Idee.

und nicht vergessen den Handel mit BTM.

Betäubungsmittel / illegale Drogen?

Erkrankungs- sowie Todesursache Nr. 1 sind Nikotinkonsum, Nr. 2 Alkoholkonsum, Nr. 3 ungesunde Ernährung (Cola, McDonalds & Co) / mangelnde Bewegung.

Solange wir gegen den Handel mit diesen Stoffen absolut überhaupt nichts unternehmen,
wieso dann mit einer derartigen Härte gegen Handel mit BTM vorgehen?

Und zwar solange, bis die Justiz in all den Bereichen überlastet ist. Dann werden das alles auch nur noch Ordnungswidrigkeiten.

Und zwar solange, bis wir endlich mal schnallen, was hier abgeht.
Den Ärmsten von den Ärmsten - auf die können wir so richtig schön raufhauen und verlieren auch da noch jedes Maß..


Rund 40 000 Verfahren finden dort jährlich wegen Beförderungserschleichung statt

genau die gleiche Zahl liest man heute in einem anderen Zusammenhang:

Die aktuellste polizeiliche Kriminalstatistik zählt für das Jahr 2017 in ganz Deutschland rund 40.000 erfasste Fälle von Gewaltkriminalität, bei denen die Täter alkoholisiert waren.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/alkohol-und-gewalt-integration-mit-der-faust-...

Diese Fälle von Gewaltkriminalität sind uns völlig egal, aber wehe es fährt jemand schwarz und kann auch noch die anschließende Strafe nicht bezahlen.

[OT]*triggered*

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Montag, 07. Januar 2019, 23:59 (vor 195 Tagen) @ Henrik

ungesunde Ernährung (Cola, McDonalds & Co) / mangelnde Bewegung.

D:

Wenn das der Blaschi liest!

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[OT] Waffeln

Berlin-Express ⌂ @, nähe BPHD, Dienstag, 08. Januar 2019, 00:03 (vor 195 Tagen) @ J-C
bearbeitet von Berlin-Express, Dienstag, 08. Januar 2019, 00:03

ungesunde Ernährung (Cola, McDonalds & Co) / mangelnde Bewegung.


D:

Wenn das der Blaschi liest!

Wir wissen ja alle, dass Henrik ziemlich einen an der Waffel hat. Also daher...

Jetzt darfst du gerne noch darüber philosophieren, ob Waffeln "gesund" oder "ungesund" sind.

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[image] WIR MÜSSEN BESSER WERDEN!

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Dienstag, 08. Januar 2019, 00:07 (vor 195 Tagen) @ Berlin-Express
bearbeitet von J-C, Dienstag, 08. Januar 2019, 00:08

ungesunde Ernährung (Cola, McDonalds & Co) / mangelnde Bewegung.


D:

Wenn das der Blaschi liest!


Wir wissen ja alle, dass Henrik ziemlich einen an der Waffel hat. Also daher...

Ich bitte dich, du wirst mir doch zustimmen können, dass ich ihn da durchaus übertreffen kann ;-)

Jetzt darfst du gerne noch darüber philosophieren, ob Waffeln "gesund" oder "ungesund" sind.

...


Ist mir wurscht.

Ich habe aber gerade an die Blaschke-Kokuskuppeln gedacht, die ich irgendwann mal im Leben einem gewissen Nutzer hier schenken möchte ;-)

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[AT]ÖBB: Schwarzfahren wird noch teurer

SveFC @, Somewhere, Montag, 07. Januar 2019, 22:07 (vor 195 Tagen) @ J-C

https://mobil.nachrichten.at/oberoesterreich/Schwarzfahrer-OEBB-fordern-nun-105-statt-9...

Während in Deutschland man seinerzeit von 40 auf 60€ sprang, knackt man bei den ÖBB nun die 100€ Marke. Wie auch bei den Wiener Linien bereits üblich kostet es nun 105€, wenn man ohne gültigen Fahrschein angetroffen wird. Zwar "nur" 15€ Anstieg, aber anscheinend hat man in Österreich keine Scheu davor, die Schwarzfahrer empfindlicher zur Kasse zu bitten.

Wer nicht sofort zahlen kann, muss dann auch noch 30€ drauflegen.

Wär auch was für Deutschland, nur bei den ganzen Agressiven da draußen gäb es sicher mehr Strafanzeigen wegen Körperverletzung.

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Dieses Forum ist wie gemacht um die DB immer und immer wieder schlecht darzustellen, egal was sie gemacht oder nicht gemacht hat. So wollen es die anwesenden Eisenbahnhater

Hohe Strafgelder kassieren sollte nur Polizei!

Bahngenießer, Dienstag, 08. Januar 2019, 00:15 (vor 195 Tagen) @ J-C
bearbeitet von Bahngenießer, Dienstag, 08. Januar 2019, 00:17

Meine Meinung:

a) Ich finde es gut, wenn echte Schwarzfahrer hart bestraft werden.
b) Weniger gut ist es, wenn unechte Schwarzfahrer auch hart bestraft werden. (Fehler beim Ziehen der richtigen Fahrkarte, Entwertung wirklich vergessen, übertragbare Zeitkarte vergessen, falscher Zug, falsch gefahren, Ausstiegshalt verpennt, ...)
c) Je höher das erhöhte Beförderungsentgelt ist, umso größer die Neigung, bei manchen Fahrgästen doch Gnade vor Recht ergehen zu lassen.
d) Je höher das erhöhte Beförderungsentgelt ist, umso eher kommt es zu aufsässigen und gewaltbereiten Fahrgästen.

Generell gilt:
Eigentlich sollte Zugpersonal höchstens dafür sorgen, dass möglichst jeder eine Fahrkarte hat. Das Kassieren von Strafgeldern sollte meines Erachtens eher Polizeiaufgabe sein.
Man verlangt ja auch nicht, dass Kfz-Werkstätten die Autofahrer bestrafen, die mit einem nicht mehr verkehrstüchtigen Auto durch die Gegend fahren, anstatt es sofort reparieren zu lassen.

Der Vergleich hinkt

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Dienstag, 08. Januar 2019, 00:57 (vor 195 Tagen) @ Bahngenießer

Denn das Delikt wurde direkt dort begangen, wo der Zugbegleiter seinen Dienst verrichtet. Das kann man von einer Autowerkstatt eher nicht behaupten.

Außerdem verhängt das Unternehmen für die Verletzung des Beförderungsvertrages eine entsprechende Vertragsstrafe. Das Rechtssystem würde auch Instrumente für ein zivilrechtliches Verfahren hergeben, aber die einfachere Lösung ist halt das Verhängen eines erhöhten Beförderungsentgeltes.

Sehen wir es als Gebühr, im Grunde kann man es als solches verstehen.

Die Polizei dabei gleich einzuschalten, ist aber teilweise etwas zu weit gegriffen. Dadurch entsteht dem Unternehmen selbst ein Aufwand. Sprich Verspätungen etc.

Da ist es am besten, der Zugbegleiter kann sich um die Angelegenheit selber kümmern und muss nicht noch die Polizei rufen. Für das Unternehmen wird das Einschalten der Polizei und der Gerichte erst dann zur Option, wenn der Delinquent Wiederholungstäter ist und/oder durch andere Gründe einen größeren Schaden für das Unternehmen verursacht, sodass es sich dann auch "lohnt", die rechtlichen Instrumente, die eben für solche Fälle geschaffen sind, in Anspruch zu nehmen.

Ja ich weiß, da geht für mich in einer gewissen Hinsicht die Faszination für den rechtlichen Aspekt durch.

Übrigens, ich habe kein Problem damit, dass Schwarzfahren nurmehr eine Ordnungswidrigkeit ist.

Alleine schon, dass man als Schwarzfahrer zum Gericht vorgeladen wird und eine eine sicherlich nicht kleine Strafe zahlen muss (Anwaltskosten nicht zu vergessen), sollte Strafe genug sein. Wer danach nicht sich eines besseren besinnt, wird ohnehin früher oder später eine Straftat begehen, für die er dann entsprechend eine längere Bedenkzeit nebst zu bezahlenden Lehrgeld verhängt bekommt.

Man sieht, das Rechtssystem hierzulande greift durchaus, wenn man es braucht.

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[AT]ÖBB: Schwarzfahren wird noch teurer

Manitou, Dienstag, 08. Januar 2019, 02:18 (vor 195 Tagen) @ J-C

Im Supermarkt zu klauen, kostet (neben einer Strafe vor Gericht) auch noch eine zusätzliche Vertragstrafe von 50-100,- €.

[AT]Viel zu billig

guru61, Arolfingen, Mittwoch, 09. Januar 2019, 09:27 (vor 194 Tagen) @ J-C

https://mobil.nachrichten.at/oberoesterreich/Schwarzfahrer-OEBB-fordern-nun-105-statt-9...

Während in Deutschland man seinerzeit von 40 auf 60€ sprang, knackt man bei den ÖBB nun die 100€ Marke. Wie auch bei den Wiener Linien bereits üblich kostet es nun 105€, wenn man ohne gültigen Fahrschein angetroffen wird. Zwar "nur" 15€ Anstieg, aber anscheinend hat man in Österreich keine Scheu davor, die Schwarzfahrer empfindlicher zur Kasse zu bitten.

Wer nicht sofort zahlen kann, muss dann auch noch 30€ drauflegen.

Passiert ist das übrigens klammheimlich, ohne große Ankündigung.

Mann ist das billig!
Da lohnt sich schwarzfahren ja!
https://www.sbb.ch/de/bahnhof-services/dienstleistungen/kundendialog/reisen-ohne-guelti...
Unter Kosten und:
https://www.nzz.ch/schweiz/schwarzfahrer-landen-bald-in-einem-nationalen-register-ld.13...

Gruss Guru

[AT]Viel zu billig

Münchner, Mittwoch, 09. Januar 2019, 09:42 (vor 194 Tagen) @ guru61

https://mobil.nachrichten.at/oberoesterreich/Schwarzfahrer-OEBB-fordern-nun-105-statt-9...

Während in Deutschland man seinerzeit von 40 auf 60€ sprang, knackt man bei den ÖBB nun die 100€ Marke. Wie auch bei den Wiener Linien bereits üblich kostet es nun 105€, wenn man ohne gültigen Fahrschein angetroffen wird. Zwar "nur" 15€ Anstieg, aber anscheinend hat man in Österreich keine Scheu davor, die Schwarzfahrer empfindlicher zur Kasse zu bitten.

Wer nicht sofort zahlen kann, muss dann auch noch 30€ drauflegen.

Passiert ist das übrigens klammheimlich, ohne große Ankündigung.


Mann ist das billig!
Da lohnt sich schwarzfahren ja!
https://www.sbb.ch/de/bahnhof-services/dienstleistungen/kundendialog/reisen-ohne-guelti...
Unter Kosten und:
https://www.nzz.ch/schweiz/schwarzfahrer-landen-bald-in-einem-nationalen-register-ld.13...

Gruss Guru


Was spricht dagegen? Jeder Mensch macht mal Fehler und bei einem Schwarzfahrer kann es sein, dass er es bewusst macht. Es kann aber auch sein, dass hier jemandem ganz einfach ein Fehler unterlaufen ist.

Wenn man die Strafen drastisch erhöht, dann sollte man im Gegenzug in Systeme investieren, die das versehentliche Schwarzfahren verhindern. In Spanien gibt es in den S- und U-Bahnen und auch im Fernverkehr an vielen Orten Sperren, die ich ohne Fahrkarte nicht passieren kann und die ich ganz explizit umgehen muss.

Die Schweiz geht hier eben einen anderen und meiner Meinung auch sinnvollen Weg. Wenn es wirklich ein Versehen ist, dann kommt man mit einem blauen Auge davon. Und wenn jemand, warum auch immer, sich systematisch den Preis für die Fahrkarte spart, dann kann man entsprechend handeln.

[AT]Viel zu billig

guru61, Arolfingen, Mittwoch, 09. Januar 2019, 15:59 (vor 194 Tagen) @ Münchner


Die Schweiz geht hier eben einen anderen und meiner Meinung auch sinnvollen Weg. Wenn es wirklich ein Versehen ist, dann kommt man mit einem blauen Auge davon. Und wenn jemand, warum auch immer, sich systematisch den Preis für die Fahrkarte spart, dann kann man entsprechend handeln.

Der Herr Prof. P. Weissenbach (Name geändert) hat seinerzeit, als Psychologe, die Stichkontrolleure des ZVV (Zürcher Verkehrsverbund) und den SBB in angewandter Psychologie geschult.
Jeden Kurs begann er mit dem Griff in seine Hemdtasche, wo er eine fiktive 50er Note hervorzog und fragte: Kennen Sie diesen Griff. Es kannte ihn jeder.
Viele, wobei die Schnäbizeigerträger nicht den geringsten Anteil stellten, zahlten so die Busse so ganz diskret.
Mit der Aufnahme der Daten und der Verschärfung hat das aufgehört.

Bei der Thurbo hat man, nach der Übernahme des Verkehrs von den SBB, einige Tage lang immer die gleichen Züge gesticht. Ende der Woche hatten die 50er Nötliträger auf Streckenabos umgestellt.
Ganz klar: Hier musste was getan werden.
Die Alternative wäre die gewesen Razzias durchzuführen:
https://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/VBZGrosskontrollen-sind-im-oeffentlichen-Int...

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