FV-Servicepersonal - Entwicklungen der letzten Jahre (Allgemeines Forum)

RenateMD @, Sonntag, 06. Januar 2019, 21:33 (vor 11 Tagen)

Hallo zusammen,

Ich möchte mal persönliche Erfahrungen zu der Qualität des Zupersonals im FV sammeln. Anlass ist eine sehr freundliche Betreuung heute in zwei verschiedenen ICE‘s gewesen. Diese Entwicklung nimmt m.M.n in der letzten Zeit zu. Das Personal ist im Vergleich zu zwei, drei Jahren zuvor deutlich freundlicher, kompetenter, kann besseres Englisch sprechen und agiert großzügiger. Dass es aus dem Wald so herauskommt, wie man hineinruft ist ja selbstverständlich. Dennoch habe ich den Eindruck, dass zumindest auf diesem Feld die DB endlich mal einen guten Job gemacht hat. Wie habt ihr das in der letzten Zeit empfunden?

Liebe Grüße
Renate

P.S. Ich erkenne nicht, dass der Komfort Check-In zu höherer Zeitersparnis der Zugbegleiter führt.

Qualität sehr unterschiedlich / subjektiv

JumpUp @, Sonntag, 06. Januar 2019, 22:02 (vor 11 Tagen) @ RenateMD

Über all die Jahre hinweg würde ich meine Erfahrungen mit dem Personal von DB FV überwiegend positiv bewerten, heute weder besser noch schlechter als früher.

Viel mehr stört mich, dass bei DB FV vielmehr als bei jedem anderen Dienstleister, die Qualität sehr stark von der Motivation des Personals abhängt. Von einem ICE zum nächsten sind plötzlich Welten im Unterscheid des Personals festzustellen - manchmal Frage ich mich, ob überhaupt eine Qualitatssicherung stattfindet, oder ob jeder bei DB FV arbeiten kann, wie er gerade lustig ist.

Service am Bahnsteig: Mitarbeiter 1 steht an der Tür, begrüßt bzw. die Fahrgäste jeweils persönlich und hilft sogar einzelnen Fahrgästen mit dem Gepäck. Gleichzeitig 100 m weiter hinten am gleichen ICE steht Mitarbeiter 2 etwa fünf Meter von der Tür entfernt, Rechte Hand WhatsApp am Smartphone und Linke Hand die Zigarette, natürlich nicht im Raucherbereich.

Anderes Beispiel im Restaurant: Zug A stimmt der Service, Fahrgäste werden schnell bedient, es wird nachgeschenkt, das Restaurant macht ordentlich Umsatz. Nach einem Umstieg Restaurant in Zug B, 3× Personal steht hinter der Theke und schaut am Smartphone (laut und für alle Fahrgäste hörbar) lustige Videos, im Restaurant wird nur sporadisch geschaut, solange der Fahrgast nicht explizit etwas bestellt oder nach der Rechnung fragt, findet keinerlei Interaktion statt sondern macht unterhält sich locker in der Küche.

Es gibt Firmen, Restaurants oder sonstige Einrichtungen da könnte ich pauschal sagen "das Personal ist ordentlich" oder "das Personal ist unter aller Kanone", aber bei DB FV wechselt sich verbindlicher Service mit nichtvorhandener Disziplin und Anti-Service ganz subjektiv von Mitarbeiter zu Mitarbeiter ab. Mal werden im ICE alle 20 Minuten die Fahrkarten kontrolliert, dann lässt sich von Hamburg bis Duisburg in der gesamten ersten Klasse nicht einmal ein Zugbegleiter blicken, von Kontrolle der Fahrkarten ganz zu schweigen.

+1

Matze86 @, München, Sonntag, 06. Januar 2019, 22:14 (vor 11 Tagen) @ JumpUp

- kein Text -

Unterschiede auch dienstplanbedingt

Blaschke, Osnabrück, Sonntag, 06. Januar 2019, 22:49 (vor 11 Tagen) @ JumpUp
bearbeitet von Blaschke, Sonntag, 06. Januar 2019, 22:50

Hallo.


Für mich ein Grund, mich nie als Schaffner bei der DB beworben zu haben und das auch nie zu machen: die Dienstpläne, die ich weiterhin als teilweise menschenverachtend bezeichne. Und AUCH(!) daher erkläre ich mir die unterschiedliche Qualität. Nach 11/12/13/14-Stunden bist du einfach mal gar. Dazu Beginn bzw Ende der Arbeitszeit zu den unmöglichsten Tageszeiten. Und dann noch Tage, wo wieder mal Durcheinander herrschte. Menschlich verstehe ich da den Mitarbeiter, der da nach langen Schichten oder nach etlichen Fahrten mit reichlich Trouble mal den Kaffee auf hat.

Eine Zeitlang hatte ich mal den ein oder anderen Einblick in manche Pläne. Und da stand für mich immer fest: sowas möchte ich nicht dauerhaft fahren. Ein guter Freund hat u.a. auch deswegen seinen Dienst dort quittiert, sitzt jetzt auf'm Stellwerk; auch around the clock, aber wenigstens mit gleichbleibenden Schichtzeiten.


Ob das mittlerweile besser geworden ist mit den Plänen, weiß ich nicht, höre aber so, dass dem wohl eher nicht so ist. Darum bleibe ich noch immer dabei: wer sowas plant und sowas durchwinkt (auch Betriebsräte meine ich damit!), muss seine Pläne mindestens(!) ein halbes Jahr selbst fahren.

Also ich ziehe da immer vor all denen meinen Hut, die mir das Gefühl vermitteln, ich bin bei ihnen gut aufgehoben. Und das sind angesichts der Arbeitsumstände, des Arbeitgebers und auch Teilen der Kundschaft doch immer noch verdammt viele Schaffner!!!!!


Schöne Grüße von jörg

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Wer die Dummköpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen! (Jean Paul Sartre)

FV-Servicepersonal - Entwicklungen der letzten Jahre

jotxl @, Sonntag, 06. Januar 2019, 22:08 (vor 11 Tagen) @ RenateMD
bearbeitet von jotxl, Sonntag, 06. Januar 2019, 22:08

meine erfahrung: 70..80 % des FV-Personals (also die große Mehrheit) ist freundlich und zuvorkommend. Das empfinde ich aber schon seit 2..3 Jahren so, sehe da keine Tendenz nach unten oder oben..

Pampig habe ich eigentlich noch nie jemand erlebt, manche sind halt etwas kühl.

Im Vergleich zu den FB´ern beim Fliegen: Früher musste man lächeln. Heute lächelt dort nur noch jede(r) zweite, wenn überhaupt.

FV-Servicepersonal - Entwicklungen der letzten Jahre

brandenburger, Perleberg, Sonntag, 06. Januar 2019, 23:25 (vor 11 Tagen) @ RenateMD

P.S. Ich erkenne nicht, dass der Komfort Check-In zu höherer Zeitersparnis der Zugbegleiter führt.

Keine Ahnung.

Aber was offenbar Zeit *kostet*: Wenn ich meinen Fahrschein auf dem Telefon vorzeige, muss er immer umständlich eingescannt werden. Wenn ich das Papier präsentiere, sieht schon der oder die zweite Mitarbeiter/in den Stempel und bedankt sich.

FV-Servicepersonal - Entwicklungen der letzten Jahre

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Montag, 07. Januar 2019, 00:05 (vor 11 Tagen) @ RenateMD

"Das Personal ist im Vergleich zu zwei, drei Jahren zuvor (...) und agiert großzügiger. Wie habt ihr das in der letzten Zeit empfunden?"

Im August schrieb ich von meinen Beobachtungen, daß es egal zu sein scheint, welchen Fernzug man mit Zugbindungstickets besteigt, solange man eine Begründung vorschieben kann, und sei sie flach wie das nordfriesische Marschland.

Ich beobachte es immer wieder. Die flacheste aller Flachbegründungen war...

Zub: Sie haben den IC-Sparpreis für heute Abend gebucht.
Kunde: Ja, sorry, ist was dazwischen gekommen.
Zub: Bitte an die gebuchten Züge halten. (knippst und geht)

Der Zub war ein paar Reihen weiter, als das Pärchen noch mal auf das Onlineticket guckt, tuschelt und dezent lacht.

Keine Ahnung, wozu es noch einen Flexpreistarif gibt. Jedenfalls wenn ich so etwas miterlebt habe, musste nie jemand nachlösen oder aussteigen.

http://www.ice-treff.de/index.php?id=530218

Vielleicht macht sich bei der Bahn eine chronische 'ist-jetzt-auch-egal-Stimmung' breit. Ich frage mich, ob den Schaffnern in Schweden, Frankreich oder Spanien auch alles egal ist. Schärfer auf Zack erlebe ich die Kontrolleure in Regionalzügen, v.a. bei kleinen Unternehmen und da vor allem im Osten.

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Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

FV-Servicepersonal - Entwicklungen der letzten Jahre

Berlin-Express ⌂ @, nähe BPHD, Montag, 07. Januar 2019, 00:43 (vor 11 Tagen) @ Alibizugpaar

Ich hätte da ein Gegenbeispiel aus letzter Zeit. Der Kunde hatte einen Super-Sparpreis für knapp 80€, er hat aber einen Zug früher genommen. Der ZUB wollte einen Flexpreis verkaufen, der Kunde hatte aber nicht genug Geld dabei und so wurde es eine FN für um die 180€.

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[image] WIR MÜSSEN BESSER WERDEN!

FV-Servicepersonal - Entwicklungen der letzten Jahre

agw @, NRW, Montag, 07. Januar 2019, 07:30 (vor 11 Tagen) @ Berlin-Express

Ich hätte da ein Gegenbeispiel aus letzter Zeit. Der Kunde hatte einen Super-Sparpreis für knapp 80€, er hat aber einen Zug früher genommen. Der ZUB wollte einen Flexpreis verkaufen, der Kunde hatte aber nicht genug Geld dabei und so wurde es eine FN für um die 180€.

Find ich interessant, dass die Leute das machen und dann nicht sagen "ja, dann nur bis zur nächsten Station und ich warte dann dort auf meinen."

180 sind 2.Klasse Maximalpreis zum Bordpreis ohne Rabattkarte?

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"Es geht nicht darum, so schnell wie möglich anzukommen.
Es geht um das Abenteuer."
- Werbung von Deutsche Bahn Personenverkehr

FV-Servicepersonal - Entwicklungen der letzten Jahre

Ösi, Montag, 07. Januar 2019, 07:38 (vor 11 Tagen) @ agw

180 sind 2.Klasse Maximalpreis zum Bordpreis ohne Rabattkarte?

FN ist immer der doppelte Betrag, mindestens 60 Euro. Also war der Preis 90 Euro.

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JeDi ⌂ @, überall und nirgendwo, Montag, 07. Januar 2019, 07:45 (vor 11 Tagen) @ Ösi

180 sind 2.Klasse Maximalpreis zum Bordpreis ohne Rabattkarte?


FN ist immer der doppelte Betrag, mindestens 60 Euro. Also war der Preis 90 Euro.

Zumindest im Fernverkehr werden m.W. doppelter Fahrpreis, mindestens 60€ für die bereits zurückgelegte Strecke plus Fahrschein für die Weiterfahrt zum Flexpreis erhoben.

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Weg mit dem 4744!

FV-Servicepersonal - Entwicklungen der letzten Jahre

JumpUp @, Montag, 07. Januar 2019, 07:58 (vor 11 Tagen) @ JeDi

180 sind 2.Klasse Maximalpreis zum Bordpreis ohne Rabattkarte?


FN ist immer der doppelte Betrag, mindestens 60 Euro. Also war der Preis 90 Euro.


Zumindest im Fernverkehr werden m.W. doppelter Fahrpreis, mindestens 60€ für die bereits zurückgelegte Strecke plus Fahrschein für die Weiterfahrt zum Flexpreis erhoben.

Kann man im FV nicht ganz offiziell eine neue Fahrkarte zum Bordpreis kaufen? Zuzüglich der 19?€ Gebühr.

FV-Servicepersonal - Entwicklungen der letzten Jahre

SEE 238 @, ST/TH/NI, Montag, 07. Januar 2019, 08:33 (vor 11 Tagen) @ JumpUp

Kann man im FV nicht ganz offiziell eine neue Fahrkarte zum Bordpreis kaufen? Zuzüglich der 19?€ Gebühr.

Dann muss man allerdings bei der Fahrkartenkontrolle unaufgefordert seine Kaufabsicht kundtun. Sobald man ein ungültiges Ticket zur Prüfung vorlegt, ist diese Chance offiziell vertan.

Beste Grüße
SEE 238

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FV-Servicepersonal - Entwicklungen der letzten Jahre

Tino, Montag, 07. Januar 2019, 08:57 (vor 11 Tagen) @ SEE 238

Kann man im FV nicht ganz offiziell eine neue Fahrkarte zum Bordpreis kaufen? Zuzüglich der 19?€ Gebühr.


Dann muss man allerdings bei der Fahrkartenkontrolle unaufgefordert seine Kaufabsicht kundtun. Sobald man ein ungültiges Ticket zur Prüfung vorlegt, ist diese Chance offiziell vertan.

Beste Grüße
SEE 238

Steht wo? Der Kunde hat jederzeit die Möglichkeit einen Flexpreis im Zug zu erwerben. Eine eFN wird erst dann erhoben wenn der Fahrgast nicht zahlen kann oder die Zahlung verweigert. Das Vorzeigen eines ungültiges Tickets schließt die Möglichkeit eines nachträglichen Kaufes jedoch zu keiner Zeit aus.

FV-Servicepersonal - Entwicklungen der letzten Jahre

SEE 238 @, ST/TH/NI, Montag, 07. Januar 2019, 09:18 (vor 11 Tagen) @ Tino

Kann man im FV nicht ganz offiziell eine neue Fahrkarte zum Bordpreis kaufen? Zuzüglich der 19?€ Gebühr.


Dann muss man allerdings bei der Fahrkartenkontrolle unaufgefordert seine Kaufabsicht kundtun. Sobald man ein ungültiges Ticket zur Prüfung vorlegt, ist diese Chance offiziell vertan.


Steht wo? Der Kunde hat jederzeit die Möglichkeit einen Flexpreis im Zug zu erwerben. Eine eFN wird erst dann erhoben wenn der Fahrgast nicht zahlen kann oder die Zahlung verweigert. Das Vorzeigen eines ungültiges Tickets schließt die Möglichkeit eines nachträglichen Kaufes jedoch zu keiner Zeit aus.

"3.8.1 Ein Reisender, der bei Antritt der Reise eine gültige Fahrkarte nicht besitzt oder nicht vorlegen kann, ist zur Zahlung eines erhöhten Fahrpreises verpflichtet (§ 12 EVO)." "3.8.2 Statt des erhöhten Fahrpreises kann der Reisende in Zügen, in denen ein Verkauf von Fahrkarten (einschließlich Übergang/Umweg) stattfindet, den festgesetzten Bordpreis zahlen, wenn er dem Zugbegleitpersonal bei der Prüfung der Fahrkarten unaufgefordert meldet, dass er keine gültige Fahrkarte besitzt und sofort eine Fahrkarte erwirbt. […]" (BB Personenverkehr DB AG)

In meiner Wahrnehmung wird dadurch recht deutlich, dass man bei der Kontrolle nicht erst eine Fahrkarte mit vor drei Monaten abgelaufener Gültigkeit vorzeigen und dann einfach einen Flexpreis zum Bordpreis erwerben kann.
Wenn man erst eine ungültige Fahrkarte vorzeigt, hat man ja i. d. R. nicht mehr die Möglichkeit, unaufgefordert zu melden, dass man keine gültige Fahrkarte besitzt. (Zumal man mit dem Vorzeigen einer ungültigen Fahrkarte ja schon einen Versuch unternimmt, Leistungen zu erschleichen.)

Es mag aber wie so oft auch andere Auffassungen geben.

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Colaholiker @, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 09. Januar 2019, 09:30 (vor 9 Tagen) @ SEE 238

In meiner Wahrnehmung wird dadurch recht deutlich, dass man bei der Kontrolle nicht erst eine Fahrkarte mit vor drei Monaten abgelaufener Gültigkeit vorzeigen und dann einfach einen Flexpreis zum Bordpreis erwerben kann.
Wenn man erst eine ungültige Fahrkarte vorzeigt, hat man ja i. d. R. nicht mehr die Möglichkeit, unaufgefordert zu melden, dass man keine gültige Fahrkarte besitzt. (Zumal man mit dem Vorzeigen einer ungültigen Fahrkarte ja schon einen Versuch unternimmt, Leistungen zu erschleichen.)

"Ungültig" ist hier aber nicht gleich "Ungültig". Ich denke, hier muß man differenzieren. Klar, wer mit einer drei Wochen abgelaufenen Fahrkarte oder einer Fahrkarte für eine völlig andere Relation ankommt, kann sich schwer rausreden, daß das kein Versuch war, ein krummes Ding zu drehen. In solchen Fällen sehe ich ein, daß man dem Kunden nicht einfach eine Fahrkarte zum Bordpreis verkauft.

Wer aber jetzt mit einer zuggebundenen Fahrkarte einen Zug früher nimmt oder anderweitig (innerhalb der zeitlichen Gültigkeit und auf der gebuchten Relation) von der Zugbindung abweicht, ohne daß diese durch die bekannten Gründe aufgehoben ist, oder meinetwegen mit einen ICE statt eines IC nimmt, der kann immer noch glaubwürdig argumentieren, daß er davon ausgegangen ist, er könnte notfalls die Differenz aufzahlen. Im Tarifdschungel der DB sind das Fälle, bei denen man dem Kunden nicht unbedingt Mutwillen vorwerfen kann. Auch wenn die Anrechnung von Sparpreisen beim nachträglichen Erwerb des Flexpreises nicht mehr möglich ist, sollte in so einem Fall zumindest "Flexpreis mit Bordzuschlag" auch nach Vorlegen der in diesem Fall nicht nutzbaren Fahrkarte möglich sein.

Differenzierende Grüße
der Colaholiker

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FV-Servicepersonal - Entwicklungen der letzten Jahre

gnampf @, Montag, 07. Januar 2019, 09:18 (vor 11 Tagen) @ JumpUp

Kann man im FV nicht ganz offiziell eine neue Fahrkarte zum Bordpreis kaufen? Zuzüglich der 19?€ Gebühr.

Dafuer braucht es aber Geld, entweder in Form von Bargeld oder in Form einer akzeptierten Kreditkarte. Das war hier aber laut Beschreibung nicht gegeben.

Was ich mich frage: er konnte das Ticket fuer die Weiterfahrt ja auch nicht zahlen, wird sowas dann in die FN mit einberechnet, also doppelter Fahrpreis fuer ganze Strecke? Oder zwangsweise raus am naechsten Halt?

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Berlin-Express ⌂ @, nähe BPHD, Montag, 07. Januar 2019, 09:24 (vor 11 Tagen) @ gnampf

Kann man im FV nicht ganz offiziell eine neue Fahrkarte zum Bordpreis kaufen? Zuzüglich der 19?€ Gebühr.


Dafuer braucht es aber Geld, entweder in Form von Bargeld oder in Form einer akzeptierten Kreditkarte. Das war hier aber laut Beschreibung nicht gegeben.

Was ich mich frage: er konnte das Ticket fuer die Weiterfahrt ja auch nicht zahlen, wird sowas dann in die FN mit einberechnet, also doppelter Fahrpreis fuer ganze Strecke? Oder zwangsweise raus am naechsten Halt?

Zusammen mit der eFN werden die Kosten später abgegolten. Warten auf den richtigen Zug hätte auch nicht geklappt, der wäre eine andere Strecke gefahren (Berlin - Braunschweig - Frankfurt/ Berlin - Erfurt - Frankfurt)

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FV-Servicepersonal - Entwicklungen der letzten Jahre

markw @, Montag, 07. Januar 2019, 09:27 (vor 11 Tagen) @ RenateMD

Ich möchte mal persönliche Erfahrungen zu der Qualität des Zupersonals im FV sammeln. Anlass ist eine sehr freundliche Betreuung heute in zwei verschiedenen ICE‘s gewesen. Diese Entwicklung nimmt m.M.n in der letzten Zeit zu. Das Personal ist im Vergleich zu zwei, drei Jahren zuvor deutlich freundlicher, kompetenter, kann besseres Englisch sprechen und agiert großzügiger. Dass es aus dem Wald so herauskommt, wie man hineinruft ist ja selbstverständlich. Dennoch habe ich den Eindruck, dass zumindest auf diesem Feld die DB endlich mal einen guten Job gemacht hat. Wie habt ihr das in der letzten Zeit empfunden?

Ich kann dem nur zustimmen. Die Qualität der Fahrgäste hat allerdings in den letzten Jahren immer weiter abgenommen (oder ich habe es vorher weniger genau beobachtet). Manche FG sind schon extrem unhöflich und unverschämt.

FV-Servicepersonal - Entwicklungen der letzten Jahre

Reservierungszettel @, KDU, Montag, 07. Januar 2019, 12:59 (vor 10 Tagen) @ RenateMD

Hallo zusammen,

Ich möchte mal persönliche Erfahrungen zu der Qualität des Zupersonals im FV sammeln. Anlass ist eine sehr freundliche Betreuung heute in zwei verschiedenen ICE‘s gewesen. Diese Entwicklung nimmt m.M.n in der letzten Zeit zu. Das Personal ist im Vergleich zu zwei, drei Jahren zuvor deutlich freundlicher, kompetenter, kann besseres Englisch sprechen und agiert großzügiger. Dass es aus dem Wald so herauskommt, wie man hineinruft ist ja selbstverständlich. Dennoch habe ich den Eindruck, dass zumindest auf diesem Feld die DB endlich mal einen guten Job gemacht hat. Wie habt ihr das in der letzten Zeit empfunden?

Das könnte sich eventuell noch ändern wenn 50% oder mehr der Fahrgäste den KCI nutzen.

P.S. Ich erkenne nicht, dass der Komfort Check-In zu höherer Zeitersparnis der Zugbegleiter führt.

Hier mal einige Beobachtungen der letzten Zeit sie sind in Zeit und Strecke sehr variabel - es kommt meiner Meinung auch stark auf die Strecke und die Art der jeweiligen Zub an, der eine setzt sich konsequent durch der andere geht Diskussionen lieber aus dem weg.

- Am späten Abend: nachfrage ob mit Verbundticket der ICE genutzt werden darf, Antwort von Zub steigen sie ruhig ein ich kontrolliere sowieso nicht mehr.

- Mitten am Tag: Fahrgast hat Flexpreis für die Strecke von A nach B über C tatsächlich ist er jedoch über D gefahren der Zub weist Ihn freundlich darauf hin. Der Fahrgast gibt eine schlüssige Erklärung ab. Darauf erwähnt der Zub das eigentlich noch 3,50 fällig wären, er aber aufgrund des hohen Preises für den Flexpreis und der Unannehmlichkeiten darauf verzichtet.

- Am Morgen: Fahrgast hat Sparpreis für Zug x nach A, (der richtige Zug folgt im Abstand) nun sitzt er im falschen Zug nach A. Zub fragt warum er den anderen Zug nicht genommen hat, es folgt rumgedruckse und Unsicherheit. Der Zub sagt das doch bitte in C der Zug zu wechseln sei - ob der Fahrgast es gemacht hat entzieht sich meiner Kenntnis.

- Am Abend: es steigen einige Fahrgäste zu der Zub mir gut bekannt sagt zu mir das er keine Lust mehr hat sie kontrollieren und setzt sich lieber zu mir um mit mir zu Quatschen.

- Am sehr frühen morgen: Fahrgast hat weder Geld, Ausweis oder Ticket möchte von A nach K kurz vor C findet die Kontrolle statt, Fahrgast bat in freundlichem Ton um eine Rechnung um später zu zahlen. Antwort von Zub in sehr energischem Ton das gibts hier nicht, in C steigen sie aus sonst hole ich die Polizei dann gibts hier richtig ärger. Der Fahrgast verlies eingeschüchtert den Zug.

- Am späten Abend: Fahrgast hat irrtümlich einen Flexpreis für den folgetag gekauft (wohl spätere verbindung Ausgewählt) und nun nicht mehr ausreichend Geld, Antwort von Zub das müssen sie nachzahlen - so ist das nicht gültig. Es folgt ein hin und her bis der Zub nach einigen Minuten geht und die Polizei für den nächsten Bahnhof bestellt da der Fahrgast nicht zahlungswillig ist.

- Am Abend: Großfamielie steigt in den IC als der Zub die Fahrkarte sehen möchte haben sie nur Verbundtickets, der Zub sagt das bitte nur Nahverkehr zu nutzen ist sie am nächsten Bahnhof umsteigen sollen es wird gegrinsst - austeigen tun sie jedoch nicht der Zub kam auch nicht wieder vorbei.

Den Fahrgast zum Fahren ohne gültige Fahrkarte motivieren

JumpUp @, Montag, 07. Januar 2019, 13:28 (vor 10 Tagen) @ Reservierungszettel

Über so manchen Bericht bin ich doch arg unangenehm erstaunt, habe es aber auch schon ähnlich beobachtet:

"- Am späten Abend: nachfrage ob mit Verbundticket der ICE genutzt werden darf, Antwort von Zub steigen sie ruhig ein ich kontrolliere sowieso nicht mehr."

Dies ist noch nicht einmal unter Kulanz abzuwickeln, hier verletzt der ZuB seine ureigene Pflicht und motiviert den Fahrgast ohne gültige Fahrkarte zu fahren - mit Vorsatz verursacht er hier einenwirtschaftlicher Schaden für sein Unternehmen und motiviert andere Fahrgäste im Zug es beim nächsten Mal ähnlich zutun. Es gibt Leute die ihren teuren Sparpreis verfallen lassen um einen Zug früher kaufen, dafür sich ein Flexpreis ziehen um dann bei einem anderen Fahrgast zu erleben wie er ohne Konsequenzen OHNE oder wissentlich nicht-gültigem Ticket mitgenommen wird. Ist doch ein Schlag ins Gesicht für jeden ehrlich zählenden Fahrgast.

Kulanz muss weithin möglich sein (Bps. versehentlich in falschen zu gestiegen, aber o. geschilderte Erlebnisse sind nicht Kulanz sondern Nachlässigkeit. In anderen Ländern bzw. in der Vergangenheit gab es oftmals Berichte wie Schlafewagenschaffner ohne Quittung (also für die eigene Tasche) Aufpreise vergünstigt verkauft haben - in ähnliche Richtung geht schon solcher Vorsatz des Personals, nur dass dieses sich nicht persönlich bereichert.

Bestechung klappte sogar hierzulande!

Blaschke, Osnabrück, Montag, 07. Januar 2019, 19:04 (vor 10 Tagen) @ JumpUp

Huhu.

In anderen Ländern bzw. in der Vergangenheit gab es oftmals Berichte wie Schlafewagenschaffner ohne Quittung (also für die eigene Tasche) Aufpreise vergünstigt verkauft haben (...)

Habe ich so ähnlich sogar mal IN DEUTSCHLAND gemacht. Mit einem DEUTSCHEM Schlafwagenschaffner. Es ging darum, dass ich als einziger im Abteil war und wir ausloteten, ob das die Nacht so bleiben konnte.

Es konnte. Und ich durfte sogar aufpreisfrei ins Deluxe umziehen.

Dürfte mittlerweile aber verjährt sein - muss also niemand zur Staatsanwaltschaft rennen ... ;-) Zumal ich Datum und Zugnummer eh vergessen habe ... ;-)


Schöne Grüße von jörg

--
Wer die Dummköpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen! (Jean Paul Sartre)

Ich warte noch auf die Rache der Mafia ...

Blaschke, Osnabrück, Montag, 07. Januar 2019, 19:24 (vor 10 Tagen) @ Reservierungszettel

Huhu.

All deine Erlebnisse kann ich so durchaus bestätigen.

- Am Abend: es steigen einige Fahrgäste zu der Zub mir gut bekannt sagt zu mir das er keine Lust mehr hat sie kontrollieren und setzt sich lieber zu mir um mit mir zu Quatschen.

Jau, da gibt's viele schöne Erlebnisse dieser Art insbesondere in Spätabendzügen, die ich als Fahrgastzähler immer sehr genossen habe ... ;-)

Am besten der Kollege im RE 2 von Düsseldorf nach Münster, wo ich ab Essen drauf war. Nur mit Mühe konnte ich ihm erklären, dass ich wenigstens in Essen und in Recklinghausen einmal durchlaufen will. Dahinter gab's dann nur noch Aussteiger. Im Steuerwagen-Lokführerraum war dafür Betrieb: Gastfahrtlokführer, Gastfahrtschaffner, der zuständige Schaffner und meine Wenigkeit. Es gab Essen und Trinken und gute Unterhaltung. Und richtig gezählt hatte ich auch: die Zahl der in Münster Aussteigenden stimmte mit meiner Rechnung überein.

- Am sehr frühen morgen: Fahrgast hat weder Geld, Ausweis oder Ticket möchte von A nach K kurz vor C findet die Kontrolle statt, Fahrgast bat in freundlichem Ton um eine Rechnung um später zu zahlen. Antwort von Zub in sehr energischem Ton das gibts hier nicht, in C steigen sie aus sonst hole ich die Polizei dann gibts hier richtig ärger.


So ähnlich morgens im RE ab Minden. Montag war es. Fahrgast, Italiener, hatte SWT und meinte, dass das ne Monatskarte sei. Schaffner fragte mich, ob ich mithelfe, den Typ in Hannover rauszuwerfen. Ja klar, kein Problem. Ergebnis: in Hannover kein Schaffner in Sicht. Durfte ich den Typ allein raussetzen! Er zeterte mächtig und meinte, ich könnte mich schon mal auf die Antwort seiner Freunde gefasst machen. Warte ich noch immer drauf ...

Und eine Russin töte mich fast mit ihrem bösen Blick. Verkrümelte sich vor der Kontrolle im Dosto-RE auf dem WC. Durch meine vorherige Befragung wußte ich, dass sie keinen Fahrschein hatte. Also gab ich nach ihrer Rückkehr an den Platz dem Schaffner einen Tipp. Klappte dann auch mit dem 60er ...


Schöne Grüße von jörg

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