Gutachterentwurf: Y-Trasse kommt doch (Allgemeines Forum)

RenateMD, Mittwoch, 10. Oktober 2018, 14:13 (vor 10 Tagen)

Hallo,

nachdem sich die anfänglichen Freude über die D-Takt Veröffentlichung gelegt hat, habe ich mich mal ein wenig mit den Details des BMVI beschäftigt und bin auf etwas interessantes gestoßen. Ich finde es ist es einen neuen Thread-Baum wert.
Hier sieht man, dass der FV zwischen Hamburg und Hannover größtenteils über eine NBS (mutmaßlich Ashausen Unterlüß) geführt werden soll, was ich auf Grund folgender Aspekte bemerkenswert finde:

1.) Die Fahrzeit auf der Strecke sinkt signifikant, aber nur durch den Neubau. Dies erklärt die reduzierte Fahrzeit zwischen Hamburg und Hannover m.E.n. zu einem Großteil und ist damit nicht...
2.) ... ohne nennswerte Investitionen durchführbar. Fahrzeitverbesserungen haben damit nichts mit einem besseren Takt/effizienteren Trassenvergaben zu tun.
3.) Die Ergebnisse des Dialogforums und der Verständigung auf Variante „Alpha E“ werden gekippt. Es kommt nicht (nur) zu einem Ausbau der Bestandsstrecke zwischen Lüneburg und Celle, sondern der Kompromiss, nicht mitten durch die Lüneburger Heide neu zubauen,wird einfach durch Gutachter und BMVi ignoriert. Das empfinde ich als ein ziemlich starkes Stück und wird...
4.) .. zu massiven Protesten in der Bevölkerung führen, wenn es tatsächlich so kommt. Ich würde mich ja verarscht fühlen.

Liebe Grüße
Renate

Gutachterentwurf: Y-Trasse kommt doch

ITF, Mittwoch, 10. Oktober 2018, 14:44 (vor 10 Tagen) @ RenateMD

Hallo,

nachdem sich die anfänglichen Freude über die D-Takt Veröffentlichung gelegt hat, habe ich mich mal ein wenig mit den Details des BMVI beschäftigt und bin auf etwas interessantes gestoßen. Ich finde es ist es einen neuen Thread-Baum wert.
Hier sieht man, dass der FV zwischen Hamburg und Hannover größtenteils über eine NBS (mutmaßlich Ashausen Unterlüß) geführt werden soll, was ich auf Grund folgender Aspekte bemerkenswert finde:

1.) Die Fahrzeit auf der Strecke sinkt signifikant, aber nur durch den Neubau. Dies erklärt die reduzierte Fahrzeit zwischen Hamburg und Hannover m.E.n. zu einem Großteil und ist damit nicht...
2.) ... ohne nennswerte Investitionen durchführbar. Fahrzeitverbesserungen haben damit nichts mit einem besseren Takt/effizienteren Trassenvergaben zu tun.
3.) Die Ergebnisse des Dialogforums und der Verständigung auf Variante „Alpha E“ werden gekippt. Es kommt nicht (nur) zu einem Ausbau der Bestandsstrecke zwischen Lüneburg und Celle, sondern der Kompromiss, nicht mitten durch die Lüneburger Heide neu zubauen,wird einfach durch Gutachter und BMVi ignoriert. Das empfinde ich als ein ziemlich starkes Stück und wird...
4.) .. zu massiven Protesten in der Bevölkerung führen, wenn es tatsächlich so kommt. Ich würde mich ja verarscht fühlen.

Liebe Grüße
Renate

Ich fühle mich durch das Dialogforum auch verarscht....

zu 3) Die Ergebnisse von Dialogforum und BVWP gleichen sich nicht 1:1. Es gibt die ominösen Ortsumfahrungen für Lünburg, Bad Bevensen etc. Das kann man auch als NBS Ashausen-Unterlüß z.B. interpretieren. Auf jeden Fall ist eine Beschleunigung Hamburg - Hannover festgeschrieben und diese wird in der Grafik verwendet.

Gutachterentwurf: Y-Trasse kommt doch

Irgendware ⌂ @, Bremen, Donnerstag, 11. Oktober 2018, 22:11 (vor 9 Tagen) @ ITF

Also ich kann im Fahrplanentwurf Nord keine Y-Trasse erkennen.
Zwischen Bremen und Hannover wird die nach Alpha-E geplante Trasse genutzt.

Gutachterentwurf: Y-Trasse kommt nicht

SPFVG, Mittwoch, 10. Oktober 2018, 15:30 (vor 10 Tagen) @ RenateMD

Da kommt kein Y, mit Y wäre man schön ITF-mäßig unter 60 Min. Die 67 Minuten aus dem Deutschlandtakt sind nur wenig besser als das aktuell erreichbare (69 Min ohne Puffer). Vermutlich rechnet man nur den Ausbau auf 230 rein, vielleicht noch mit einer Umfahrung Uelzens.

Aber ein Y ist das garantiert nicht, das hätte die Fahrzeit um 20-25 Minuten gesenkt.

Gutachterentwurf: Y-Trasse kommt doch

RenateMD, Mittwoch, 10. Oktober 2018, 15:45 (vor 10 Tagen) @ SPFVG
bearbeitet von RenateMD, Mittwoch, 10. Oktober 2018, 15:46

Da kommt kein Y, mit Y wäre man schön ITF-mäßig unter 60 Min. Die 67 Minuten aus dem Deutschlandtakt sind nur wenig besser als das aktuell erreichbare (69 Min ohne Puffer). Vermutlich rechnet man nur den Ausbau auf 230 rein, vielleicht noch mit einer Umfahrung Uelzens.

Aber ein Y ist das garantiert nicht, das hätte die Fahrzeit um 20-25 Minuten gesenkt.

Guck mal hier: Y-Trassierungen

Aus dem Gutachten ist eindeutig erkennbar, dass die Strwckenführung hinter Celle von der Bestandsstrecke abweicht und vor Winsen wieder einschert. Das ist eine NBS. Vergleichbar mit Variante 3 aus dem Link.

Gutachterentwurf: Y-Trasse kommt doch

JumpUp @, Mittwoch, 10. Oktober 2018, 15:52 (vor 10 Tagen) @ RenateMD

Da kommt kein Y, mit Y wäre man schön ITF-mäßig unter 60 Min. Die 67 Minuten aus dem Deutschlandtakt sind nur wenig besser als das aktuell erreichbare (69 Min ohne Puffer). Vermutlich rechnet man nur den Ausbau auf 230 rein, vielleicht noch mit einer Umfahrung Uelzens.

Aber ein Y ist das garantiert nicht, das hätte die Fahrzeit um 20-25 Minuten gesenkt.


Guck mal hier: Y-Trassierungen

Aus dem Gutachten ist eindeutig erkennbar, dass die Strwckenführung hinter Celle von der Bestandsstrecke abweicht und vor Winsen wieder einschert. Das ist eine NBS. Vergleichbar mit Variante 3 aus dem Link.

Der Fahrplan des Deutschlandtakts ist geographisch jeweils nur angedeutet. Wenn Linien in Uelzen und Celle nicht halten, werden sie links vorbei entlang gezeichnet. Ob diese Linien dann tatsächlich links vorbei fahren oder eben "ohne Halt" durch Uelzen und Celle hindurch ist damit nicht gesagt.

Gutachterentwurf: Y-Trasse kommt doch

RenateMD, Mittwoch, 10. Oktober 2018, 15:56 (vor 10 Tagen) @ JumpUp

Winsen/Luhe wird auf einmal FV-Halt und Celle erhält massiv mehr Verbindungen, während in Lüneburg und Uelzen durch gefahren wird?
Es deutet auf NBS hin.

Gutachterentwurf: Y-Trasse kommt doch

JanZ ⌂ @, Aschaffenburg, Mittwoch, 10. Oktober 2018, 16:01 (vor 10 Tagen) @ RenateMD
bearbeitet von JanZ, Mittwoch, 10. Oktober 2018, 16:02

Winsen wird kein FV-Halt, sonst würden da Minuten stehen und der Halt auch auf der FV-Grafik stehen. Ich gehe auch davon aus, dass die FV-Linien aus Platzgründen und weil sie da eh nicht halten, auf dem Plan nicht über Lüneburg und Uelzen gezeichnet werden. Vergleich mal mit Hannover–Bielefeld, oder ist da auch eine NBS geplant? So richtig logisch ist die Darstellung aber nicht, da gebe ich dir recht.

--
Im Volk, da ist sie sehr beliebt, unsere Eisenbahn,
Doch dort, wo's keine Schienen gibt, da hält sie selten an.

(EAV: Es fährt kein Zug)

Gutachterentwurf: Y-Trasse kommt doch

IC 2083, Mittwoch, 10. Oktober 2018, 16:33 (vor 10 Tagen) @ JanZ

Ja, Bielefeld - Hannover soll auf 300 ausgebaut werden, ebenso Hannover - Berlin für 300 ertüchtigt werden, so dass 300er Züge Berlin - Hannover - Düsseldorf - Köln/Deutz - KRM - FFM - Süddeutschland fahren können.

LG

Gutachterentwurf: Y-Trasse kommt garantiert nicht

SPFVG, Mittwoch, 10. Oktober 2018, 17:52 (vor 10 Tagen) @ RenateMD
bearbeitet von SPFVG, Mittwoch, 10. Oktober 2018, 17:53

Da kommt kein Y, mit Y wäre man schön ITF-mäßig unter 60 Min. Die 67 Minuten aus dem Deutschlandtakt sind nur wenig besser als das aktuell erreichbare (69 Min ohne Puffer). Vermutlich rechnet man nur den Ausbau auf 230 rein, vielleicht noch mit einer Umfahrung Uelzens.

Aber ein Y ist das garantiert nicht, das hätte die Fahrzeit um 20-25 Minuten gesenkt.


Guck mal hier: Y-Trassierungen

Kenn ich, aber ohne Bremer Ast ist Dein Y nun mal kein Y, das kannste drehen wiede willst.

Alles Weitere steht außerdem schon in dem zum Bild zugehörigen Textteil:


Im Rahmen der Aufstellung des Bundesverkehrswegeplans musste auch Alpha-E auf sein Nutzen-Kosten-Verhältnis untersucht werden. Dabei konnte nur ein Wert von 0,6 ermittelt werden, womit die Variante im bisherigen Zuschnitt nicht umsetzungswürdig war. Um trotzdem das Nutzen-Kosten-Verhältnis auf einen für eine Umsetzung zwingend erforderlichen Wert von mindestens 1 anheben zu können, wurde Alpha-E um Ausbaustrecken zwischen Ashausen und Celle für 230–250 km/h (mit Ortsumfahrungen von Lüneburg, Deutsch Evern, Bad Bevensen und Uelzen), sowie zwischen Celle und Hannover-Vinnhorst für 230 km/h erweitert. Die dadurch zu erreichenden Fahrzeitverkürzungen zwischen Hannover und Hamburg von mindestens elf Minuten trugen zum Erreichen eines NKV von knapp über 1 bei, womit das somit Optimierte Alpha-E als Projekt des Vordringlichen Bedarfs in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden konnte

Mal was anderes, Hamburg-Bergedorf wird FV-Systemhalt!

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Mittwoch, 10. Oktober 2018, 16:13 (vor 10 Tagen) @ RenateMD
bearbeitet von J-C, Mittwoch, 10. Oktober 2018, 16:14

Vorgesehen ist offenbar eine alternierende Bedienung von Hamburg-Bergedorf und Büchen jeweils alle 2 Stunden. Das ist mal was cooles :D

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Un poisson heureux? C'est moi, monsieur <^)))><.-''-,,-'

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So wie auch Mühldorf :-(

Altmann @, Amstetten, Mittwoch, 10. Oktober 2018, 16:19 (vor 10 Tagen) @ J-C

Da wird sich die ÖBB aber freuen, wenn ihre RJ (?) über Mühldorf fahren sollen, während die EC (?) über die schnellere Strecke über Rosenheim fahren dürfen.

ABS 38 München - Mühldorf - Freilassing

mdln @, Mittwoch, 10. Oktober 2018, 16:38 (vor 10 Tagen) @ Altmann

Da wird sich die ÖBB aber freuen, wenn ihre RJ (?) über Mühldorf fahren sollen, während die EC (?) über die schnellere Strecke über Rosenheim fahren dürfen.

Hieß es nicht mal, das es nach dem Ausbau über Mühldorf sogar schneller ist als über Rosenheim?

Kann ich mir auch gut vorstellen, denn über Rosenheim ist ziemlich viel Gekurke.

ABS 38 München - Mühldorf - Freilassing

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Mittwoch, 10. Oktober 2018, 16:45 (vor 10 Tagen) @ mdln
bearbeitet von J-C, Mittwoch, 10. Oktober 2018, 16:46

Korrekt, die Fahrtzeit breträgt dann weniger als 90 Minuten. Und auch wird der Zug weiterhin nirgends dazwischen halten. Vergiss nicht, Altmann, ohne Ankunfs- und Abfahrtszeiten kein Systemhalt ;-)

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[image]

Also falls (!) ich die Skizze richtig verstehe, ...

Altmann @, Amstetten, Mittwoch, 10. Oktober 2018, 19:50 (vor 10 Tagen) @ J-C

Korrekt, die Fahrtzeit breträgt dann weniger als 90 Minuten. Und auch wird der Zug weiterhin nirgends dazwischen halten. Vergiss nicht, Altmann, ohne Ankunfs- und Abfahrtszeiten kein Systemhalt ;-)

beträgt die Fahrzeit via Rosenheim ca. 80 und via Mühldorf ca. 90 Minuten: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/Schiene/zielfahrplan-fern...

Erscheint mir als Laie auch plausibel, aber, wie gesagt, ich weiß nicht, ob ich das richtig interpretiere. Falls nicht, bitte korrigieren!


Danke und LG aus Amstetten,

Gerry

Also ich verstehe es so

mdln @, Mittwoch, 10. Oktober 2018, 20:01 (vor 10 Tagen) @ Altmann
bearbeitet von mdln, Mittwoch, 10. Oktober 2018, 20:05

Korrekt, die Fahrtzeit breträgt dann weniger als 90 Minuten. Und auch wird der Zug weiterhin nirgends dazwischen halten. Vergiss nicht, Altmann, ohne Ankunfs- und Abfahrtszeiten kein Systemhalt ;-)

beträgt die Fahrzeit via Rosenheim ca. 80 und via Mühldorf ca. 90 Minuten: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/Schiene/zielfahrplan-fern...

Richtung Süden:
FV26: München uu:30 - Mühldorf gg:24/gg:26 - Salzburg gg:58
FV40: München gg:19 - Rosenheim gg:55/gg:57 - Salzburg uu:58


Richtung Norden:
FV26: Salzburg uu:02 - Mühldorf uu:34/uu:36 - München gg:30
FV40: Salzburg gg:02 - Rosenheim uu:03/uu:05 - München uu:41

Via Mühldorf sind es 88 Minuten, via Rosenheim sind es 99 Minuten.

So verstehe ich die Karte und die zahlen:)

Danke und LG aus Amstetten,

Gerry

Gruß
mdln

Ah, danke! Okay, jetzt hab ichs auch ;-)

Altmann @, Amstetten, Mittwoch, 10. Oktober 2018, 20:13 (vor 10 Tagen) @ mdln

Richtung Süden:
FV26: München uu:30 - Mühldorf gg:24/gg:26 - Salzburg gg:58
FV40: München gg:19 - Rosenheim gg:55/gg:57 - Salzburg uu:58


Richtung Norden:
FV26: Salzburg uu:02 - Mühldorf uu:34/uu:36 - München gg:30
FV40: Salzburg gg:02 - Rosenheim uu:03/uu:05 - München uu:41

Via Mühldorf sind es 88 Minuten, via Rosenheim sind es 99 Minuten.

So verstehe ich die Karte und die zahlen:)

Wobei ne Fahrzeit von 99 Minuten via Rosenheim aber eher grottenschlecht ist (aktuelle Fahrzeit des RJ 93 Minuten, und ich dachte ja, dass Rosenheim-München ausgebaut wird). Aber das ist dann wohl einigen Zwischenstopps des EC geschuldet.


Danke!

Ah, danke! Okay, jetzt hab ichs auch ;-)

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Mittwoch, 10. Oktober 2018, 21:24 (vor 10 Tagen) @ Altmann
bearbeitet von J-C, Mittwoch, 10. Oktober 2018, 21:25

Über Rosenheim fahren nurmehr die ECs dann und da ändert sich halt kix. Grottenschlecht ist das nicht, Rosenheimer werden keine Änderungen haben.

Allerdings scheine ich zuvor eine veraltete Karte gefunden zu haben, denn hier ist ja tatsächlich ein Halt in Orsenheom eingezeichnet.

Was mich aber ur freut ist, dass nun auch Salzburg-München eine gescheite Kantenzeizt bekommen hat. Rosenheim als Taktknoten macht mich dabei auch glücklich :D

--
Un poisson heureux? C'est moi, monsieur <^)))><.-''-,,-'

[image]

Ah, danke! Okay, jetzt hab ichs auch ;-)

IC Königssee @, Mittwoch, 10. Oktober 2018, 21:33 (vor 10 Tagen) @ Altmann

D.h. würde man die schnellen RJ ohne Zwischenhalt ebenfalls über Rosenheim fahren lassen, würde man dort etwa den selben Zeiteffekt haben wie nach dem Ausbau über Mühldorf. Steckt man die Gelder, die für den dortigen Ausbau geplant sind, in einen Ausbau Rosenheim-Salzburg und baut zudem den Brennerzulauf aus, wie seit langem gefordert, so könnte man Salzburg-München sicherlich irgendwann in 60 Minuten schaffen.

Den Ausbau über Mühldorf (insbesondere der Strecke Freilassing-Mühldorf) habe ich noch nie verstanden, er bringt dem regionalen GV einen Nutzen, aber für den FV rein gar nichts.

MFG
IC Königssee

München-Salzburg über Mühldorf

naseweiß, Mittwoch, 10. Oktober 2018, 23:04 (vor 10 Tagen) @ IC Königssee

Die derzeitige Taktfahrzeit des Nonstop-RJs München-Salzburg betragen 88 bzw. 90 min. Mit den 88 min über Mühldorf ist man nur minimalst schneller, hat allerdings auch Halte in München-Ost und Mühldorf eingeplant. Nonstop könnten es dann vielleicht 82 min über Mühldorf sein, also die schnellere Strecke als die Rosenheimer.

D.h. würde man die schnellen RJ ohne Zwischenhalt ebenfalls über Rosenheim fahren lassen, würde man dort etwa den selben Zeiteffekt haben wie nach dem Ausbau über Mühldorf. Steckt man die Gelder, die für den dortigen Ausbau geplant sind, in einen Ausbau Rosenheim-Salzburg und baut zudem den Brennerzulauf aus, wie seit langem gefordert, so könnte man Salzburg-München sicherlich irgendwann in 60 Minuten schaffen.

Naja, für 60 min über Rosenheim, also 30 min Fahrzeitverkürzung, müsste man schon sehr viele km SFS bauen. Zur Erwähnen wäre aber, dass sowohl die Korridor-RJs Wien-Innsbruck als auch die Brenner-EC/RJ von einem Ausbau über Rosenheim profitieren könnten.

Ulkig finde ich auch diese alten Zahlen: https://de.wikipedia.org/wiki/Magistrale_f%C3%BCr_Europa#Streckenverlauf. Danach sollte Münchne-Salzburg über Mühldorf mal in 62 min gehen, vermutlich ohne Zwischenhalt und mit 200 km/h.

--
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Ah, danke! Okay, jetzt hab ichs auch ;-)

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Donnerstag, 11. Oktober 2018, 03:35 (vor 10 Tagen) @ IC Königssee

Es wird ja auch um eine mögliche zukünftige Zunahme von Verkehren gehen, besonders Regio wie auch Cargo. Man kann das alles durch Ausbau entweder weiterhin durch Prien verpressen oder aber man streut die Last des Verkehrslärmes etwas weiträumiger. Gerade Rosenheim - München wird nicht mehr viele Neuverkehre aufnehmen können und Pendlerströme werden weiter zunehmen. Sie werden schneller zunehmen als man hinterherbauen kann.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

NBS Salzburg Kufstein

Blaschke, Osnabrück, Donnerstag, 11. Oktober 2018, 16:21 (vor 9 Tagen) @ Altmann

Huhu.

Da wird sich die ÖBB aber freuen, wenn ihre RJ (?) über Mühldorf fahren sollen, während die EC (?) über die schnellere Strecke über Rosenheim fahren dürfen.

"werden sich die ÖBB aber freuen": die ÖBB sind Mehrzahl ...


Und sonst: wie wäre es mit einer Neubauschnellfahrstrecke?!

Salzburg - Reichenhall - Ruhpolding - Reit im Winkel - Kufstein!


Alles im Tunnel. Ich meine, wenn schon eine Tunnelbauweise nach Felix Austria benannt ist - die NÖT! - dann müssen die auch entsprechend bauen. Wir stellen das unterirdische Land, Österreich Geld und Material. Okay, die 3 Unterwegstiefbahnhöfe in den o.g. Orten bezahlt Deutschland.


NÖT: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Neue_Österreichische_Tunnelbaumethode


Dann ist alles perfekt:

- schneller FV Salzburg - BRD über Mühldorf
- langsamer FV + Touristik Salzburg - BRD über Rosenheim
- FV Salzburg - Innsbruck über Reit im Winkl

Und überall ist Platz für NV und GV.


Schöne Grüße von jörg

--
Wer die Dummköpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen! (Jean Paul Sartre)

NBS Salzburg Kufstein

Aphex Twin, Donnerstag, 11. Oktober 2018, 16:42 (vor 9 Tagen) @ Blaschke

Huhu.

Da wird sich die ÖBB aber freuen, wenn ihre RJ (?) über Mühldorf fahren sollen, während die EC (?) über die schnellere Strecke über Rosenheim fahren dürfen.


"werden sich die ÖBB aber freuen": die ÖBB sind Mehrzahl ...

Da streiten sich die Geister drüber. Gemäss Google ist "Die ÖBB ist" genauso häufig wie "Die ÖBB sind". Ditto für die SBB (hier ist der Singular sogar häufiger).

NBS Salzburg Kufstein

Ösi, Donnerstag, 11. Oktober 2018, 16:50 (vor 9 Tagen) @ Aphex Twin

ÖBB steht allerdings für "Österreichische Bundesbahnen", also ist der Plural korrekt. Eine Bahn bezeichnet in Österreich eine Bahnstrecke (Westbahn, Südbahn), nicht einen einzelnen Zug oder das gesamte Bahnsystem, wie in Deutschland.

NBS Salzburg Kufstein

Aphex Twin, Donnerstag, 11. Oktober 2018, 22:54 (vor 9 Tagen) @ Ösi

ÖBB steht allerdings für "Österreichische Bundesbahnen", also ist der Plural korrekt.

Wie auch das Kprzel SBB für „Schweizerische Bundesbahnen steht“, war mir alles bewusst. Dennoch werden im allgemeinen Sprachgebrauch die Abkürzungen ÖBB und SBB mindestens die Hälfte der Zeit als Singular behandelt. Ein Satz wie „Die SBB tritt in direkten Wetbewerb mit ...“ wird gedanklich von vielen gelesen als „Die [Firma] SBB tritt in direkten Wetbewerb mit ...“. Die grammatischen Regeln werden bei Abkürzungen eben öfters gebrochen da die Abkürzung als Wort selber wahrgenommen wird. Wie oft wird z. B. von LCD Displays geredet?

Wenn Deutschland zahlt, bitte gerne.

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Donnerstag, 11. Oktober 2018, 23:26 (vor 9 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von J-C, Donnerstag, 11. Oktober 2018, 23:26

Für eine NBS übers deutsche Eck hätte wohl Österreich sicher mit gezahlt, aber wenn man nicht mag...

--
Un poisson heureux? C'est moi, monsieur <^)))><.-''-,,-'

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Wenn Deutschland zahlt, bitte gerne.

Altmann @, Amstetten, Freitag, 12. Oktober 2018, 09:01 (vor 8 Tagen) @ J-C

Für eine NBS übers deutsche Eck hätte wohl Österreich sicher mit gezahlt, aber wenn man nicht mag...

Die ÖBB hatte / hatten ja schon diesen Plan (Tunnel Freilassing-St.Johann), der liegt aber momentan gut in irgendeiner Schublade. Hätten auch selbst die Strecke finanziert (aus Frust über die permanenten Dauerverspätungen auf der Strecke Rosenheim-Salzburg).


Die haben mich gefragt, und ich hab gesagt "Ich hab nix von einer Lösung, die ich nimmer erleben werd. Macht was, was sich in meiner Lebenszeit noch ausgeht!".

Dann habens mich angeschaut und gesagt "Wir könnten vielleicht den Papierkorb am Bahnhof Kufstein ausleeren" ...

Dammtor wäre dafür raus

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Donnerstag, 11. Oktober 2018, 03:27 (vor 10 Tagen) @ J-C

Im Regionalplan S-H,Hamburg,Niedersachsen sind die Fv-Linien in Dammtor durchgezogen ohne Zeiten. Nur noch Regio-Halte.

--
Gruß, Olaf

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Goethe an Schiller 1797

OT: Da kommt hier die gute alte Zeit zurück

Blaschke, Osnabrück, Mittwoch, 10. Oktober 2018, 18:56 (vor 10 Tagen) @ RenateMD

Hey.

nachdem sich die anfänglichen Freude über die D-Takt Veröffentlichung gelegt hat, habe ich mich mal ein wenig mit den Details des BMVI beschäftigt ...

Da war ich neugierig, hab den Link genutzt und dann mal für Osnabrück geschaut. Und was sehe ich: alles bleibt, wie es ist, nur die Nord-Süd-Interregio-Trasse kommt wieder.


Das erinnert mich an alte Zeiten, als es mit der 103 zu Ende ging, die aber auf beiden Osnabrück berührenden Linien eingesetzt wurde. 4x in knapp 30 Min die 103 - das hatte was.

Nach den Zeiten 2030:

46/48 Amsterdam - unten
55/57 Hamburg - oben
03/05 Köln - oben
12/14 Berlin - unten

Was hatte ich da damals ein Streß, keinen Zug zu verpassen um der 103 beim Anfahren zu lauschen. Hoch, runter, Bahnsteig vorne, hinten - eigentlich hätte ich mächtig abnehmen müssen bei der Lauferei ...

;-)


Schöne Grüße von jörg

--
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Wolkenkuckucksheime ...

Blaschke, Osnabrück, Mittwoch, 10. Oktober 2018, 19:04 (vor 10 Tagen) @ RenateMD
bearbeitet von Blaschke, Mittwoch, 10. Oktober 2018, 19:04

Hey.

3.) Die Ergebnisse des Dialogforums und der Verständigung auf Variante „Alpha E“ werden gekippt. Es kommt nicht (nur) zu einem Ausbau der Bestandsstrecke zwischen Lüneburg und Celle, sondern der Kompromiss, nicht mitten durch die Lüneburger Heide neu zubauen,wird einfach durch Gutachter und BMVi ignoriert. Das empfinde ich als ein ziemlich starkes Stück und wird...
4.) .. zu massiven Protesten in der Bevölkerung führen, wenn es tatsächlich so kommt. Ich würde mich ja verarscht fühlen.


Jetzt mal wirklich ernsthaft: dass da irgendwas anders als der überschaubare Kompromiss entsteht, ist doch wohl mehr als unrealistisch. Da werden schon genug Bürger auf die Barrikaden gehen. Und manch Politiker auch. Nicht zu vergessen all die Naturfreunde, die zwar eigentlich die Eisenbahn fördern sollten, aber dann trotzdem dagegen sind.

Und vor allem: bis 2030? Bis dahin - das sind nur noch 11 Jahre!!! - sind, bestenfalls, die Genehmigungsverfahren abgeschlossen.

(Und wenn dann Baurecht besteht, ist vermutlich für etliche Jahre kein Geld für's Bauen da ...)

Insofern sollten wir uns da keine "Sorgen" machen, dass sich da nennenswert was ändert ...


Schöne Grüße von jörg

--
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+1

ICE-TD, Mittwoch, 10. Oktober 2018, 20:02 (vor 10 Tagen) @ Blaschke

- kein Text -

Wolkenkuckucksheime hoch zehn

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Donnerstag, 11. Oktober 2018, 04:34 (vor 10 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von Alibizugpaar, Donnerstag, 11. Oktober 2018, 04:35

Nicht wahr?

Moin erstmal zu früher Stunde.


Bis 2030 wird sich vielleicht die neue Papenburger Brückenhavarie-Fußgänger-Emsfähre warm gelaufen haben. Und die DB präsentiert bis dahin ein dutzend neue Innovatinszug-Modelle aus lackierten Sperrholzplatten. Aber sonst? Die Bundesrepublik Deutschland schafft es seit 20 Jahren nicht einmal dem Bahnhof Köln Süd einen Treppenabgang vom Bonner Bahnsteig zur Straßenbahn 9 zu verpassen! Woher soll also eine echt empfundene Zuversicht erwachsen? Soll aus dem Deutschland-Takt im Ergenbis mehr bei rum kommen als beim großen Wurf der Mietpreisbremse, der Riester-Altersvorsorge, der Bankenregulierung oder dem aktuellen tollen Diesel-Kompromiss? (lach)

Ich sperre mich nicht gegen Neues und bin offen mich positiv überraschen zu lassen. Aber ich kann auf Erfahrungen zurück blicken. In so fern sind die hier aufgezeigten politischen Beteuerungen wie auch die präsentierten Detailpläne* für mich eher aus der Rubrik Disney's Lustige Taschenbücher: Geeignet zum kurzweiligen schmökern - spannend, amüsant, zeitvertreibend.

* Vor dieser umfangreichen Fleissarbeit ziehe ich wirklich meinen Hut. Aber ich frage mich, ob da überhaupt die obligatorischen dicken Zeitreserven berücksichtigt sind, die die DB auf fast allen Fernstrecken braucht, um ihrem Soll-Fahrplan halbwegs in Sichtweite hinterher fahren zu können. Und was ist, wenn sie noch mehr Reserven braucht?

--
Gruß, Olaf

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Wolkenkuckucksheime hoch zehn

ThomasK, Samstag, 13. Oktober 2018, 16:12 (vor 7 Tagen) @ Alibizugpaar
bearbeitet von ThomasK, Samstag, 13. Oktober 2018, 16:12

Grundsätzlich gebe ich dir recht, allerdings werden wir Bayern morgen und in 2 Wochen auch die Hessen dafür sorgen, dass das Problemaussitzteam Merkel + Speichellecker spätestens nächstes Jahr in den Abgrund gerissen wird.

Was dann kommt, wird man sehen, aber schlechter als jetzt kann es sowieso nicht mehr werden.

Wolkenkuckucksheime hoch zehn

heinz11 @, Samstag, 13. Oktober 2018, 16:36 (vor 7 Tagen) @ ThomasK

Grundsätzlich gebe ich dir recht, allerdings werden wir Bayern morgen und in 2 Wochen auch die Hessen dafür sorgen, dass das Problemaussitzteam Merkel + Speichellecker spätestens nächstes Jahr in den Abgrund gerissen wird.

Sprache gibt Auskunft übers Denken. "...in den Abgrund gerissen wird."

Was dann kommt, wird man sehen, aber schlechter als jetzt kann es sowieso nicht mehr werden.


Genau DAS. Der Abgrund. Und der ist definitiv schlechter als die aktuelle, wenngleich unbefriedigende Lage. Viel Spaß morgen beim AfD wählen.

Ja, aber das muss man nicht vor der Bayern-Wahl sagen!

Altmann @, Amstetten, Donnerstag, 11. Oktober 2018, 11:48 (vor 9 Tagen) @ Blaschke

- kein Text -

Damit die SPD doch noch die 5%-Hürde knackt!

Henrik @, Donnerstag, 11. Oktober 2018, 13:32 (vor 9 Tagen) @ Altmann

- kein Text -

Nicht nötig. 0,5 % würde völlig ausreichen.

Blaschke, Osnabrück, Donnerstag, 11. Oktober 2018, 16:06 (vor 9 Tagen) @ Henrik

- kein Text -

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Wer die Dummköpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen! (Jean Paul Sartre)

Bayern: neues kommt in Tunnel oder in den Berg

Blaschke, Osnabrück, Donnerstag, 11. Oktober 2018, 16:05 (vor 9 Tagen) @ Altmann

Huhu.

Hat der Söder jedenfalls gestern im BR gesagt. Da hat sich nämlich ein Anwohner beschwert. Er will keine neue Eisenbahn im Inntal. Er will so leben, wie er immer gelebt hat.

Söder hat dann gesagt, dass man erstmal gucken muss, ob man überhaupt eine neue Strecke braucht. Wenn, dann muss die aber in den Berg oder in einen Tunnel.


Schöne Grüße von jörg

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Hansestadt zu DB-Überlegungen:„Schritt in richtige Richtung"

Henrik @, Donnerstag, 11. Oktober 2018, 15:37 (vor 9 Tagen) @ RenateMD

Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Hansestadt zu DB-Überlegungen: „Schritt in die richtige Richtung“ (02.10.2018)

(sp) Lüneburg. Die Hansestadt Lüneburg begrüßt die Überlegungen der Bahn, den Güterverkehr, der sich nach Schätzungen der Bahn in den nächsten Jahren noch mehr als verdoppeln soll, über eine weiträumige Umfahrung an Lüneburg vorbeizuführen. Dafür zumindest sieht die Stadt verschiedene Hinweise, vor allem den gewählten Landschaftsraum, für den die DB jetzt eine so genannte Sensitivitätsbetrachtung startet. Quasi eine Überprüfung, wo eine Trasse auf mehr oder weniger Schwierigkeiten bei der Realisierung träfe. Der Raum für die Untersuchung reicht von Hamburg bis fast nach Hannover sowie in der Breite von Suderburg bis Walsrode und umfasst damit auch den Raum für eine mögliche Neubautrasse parallel der A7. Eine Lösung, die nicht nur Lüneburg favorisiert. Oberbürgermeister Ulrich Mädge sagt: „Eine Sensitivitätsbetrachtung ist zwar nicht gleichzusetzen mit dem von uns geforderten Raumordnungsverfahren, aber sie ist ein Schritt in die richtige Richtung.“

Ein kurzer Blick zurück: Schon seit Jahrzehnten beschäftigen Überlegungen für eine so genannte Y-Trasse bzw. Alpha-E zur Entlastung der am stärksten befahrenen Bahnstrecke zwischen Hamburg und Hannover und zur Anbindung der Seehäfen an den Hinterlandverkehr Politik und Bürgerschaft im Norden. In den vergangenen Jahren bekamen die Überlegungen eine neue Richtung im Dialogforum Schiene-Nord, quasi eine Reihe von Runden Tischen, an denen interessierte Bürgerinnen und Bürger mit Bahn, Politik und Planern über die richtige Lösung diskutiert haben. Am Ende fand ein modifiziertes Alpha E den Weg in den Bundesverkehrswegeplan, im Kern ein Ausbau der Bestandsstrecken mit Ortsumfahrungen - und die Gemeinden sollten Vorschläge machen, wo sie denn die Umfahrungen am liebsten haben möchten.

Für Oberbürgermeister Mädge ein Unding. „Das Dialogforum war allenfalls weiße Salbe, um den Menschen das Gefühl zu geben, sie könnten mitreden. Aber wir leben nun mal in einem Rechtsstaat, und darum brauchen wir für so ein Vorhaben auch rechtsstaatliche Verfahren, etwa ein Raumordnungsverfahren durch das Land Niedersachsen. Dieses kann mit öffentlicher Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern regeln, wie der Güterverkehr zwischen Hamburg/Bremen und Hannover verträglich abgewickelt werden kann.“

Für Mädge, wie übrigens auch für Verantwortliche aus der Hansestadt Hamburg, stand schnell fest, dass weder ein dreigleisiger Ausbau der Bestandsstrecke eine Lösung für die Zukunft sein kann noch die Ortsumfahrungen. Zumal an vielen Stellen der Platz dafür gar nicht ausreicht, in Lüneburg die Strecke mitten durch Wohngebiete führen müsste. „Wenn es dann so kommt, wie die Bahn selbst prognostiziert, rattern fast 400 Güterzüge täglich vor dem Fenster vorbei, doppelt so viele wie heute“, warnt Mädge.

Vielmehr sprachen sich in der Zwischenzeit auch der Landkreis Lüneburg sowie haupt- und ehrenamtliche Bürgermeister aus Bardowick, Radbruch, Deutsch Evern, Bad Bevensen und der Samtgemeinde Ilmenau für eine mindestens zweigleisige, lärmgeschützte Trassenführung für die Güterverkehre entlang der A7 aus. Für Mädge ist es nur logisch, dass jetzt auch die DB im Verfahren ihren Blick weitet. „Es ist rechtlich so vorgesehen, dass nicht nur eine Strecke untersucht werden darf, sondern dass sich ernsthaft anbietende oder aufdrängende Alternativen mit untersucht werden müssen – mithin auch die von uns favorisierte Strecke entlang der A7." Dort, überwiegend abseits von Wohngebieten, sei es möglich den enorm wachsenden Güterverkehr nachhaltig abzuwickeln.

Was aus Mädges Sicht noch für diese Variante spricht: „Das könnte in jedem Fall zu einer Verbesserung des Schienenpersonennahverkehrs führen, weil die Strecke Hamburg-Hannover zugunsten von Metronom, ICE, IC und Nahverkehr entlastet würde.“

https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Aktuelle...

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Bezug:

Hamburg/Bremen–Hannover » Projektabschnitte » Lüneburg–Uelzen

PROJEKTSTECKBRIEF

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AKTUELLER STAND

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AKTUELLE MELDUNG

Die im August begonnenen Planungen zur Sensitivitätsbetrachtung im Bereich Ashausen–Lüneburg–Uelzen–Celle im Rahmen der Ausgestaltung des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) erfolgen auf Basis der Planfeststellungsrichtlinien des Eisenbahn-Bundesamts (aus März 2017, Abs. 8. Grundsätze der Aufstellung des Planes):

„…Varianten sind so weit zu untersuchen und darzustellen, wie es für eine sachgerechte Planungsentscheidung und eine zweckmäßige Gestaltung des Verfahrens erforderlich ist. Dabei hat die Vorhabenträgerin in ihrer Zusammenstellung alle ernsthaft in Betracht kommenden Alternativlösungen zu berücksichtigen […]“.

Somit sind alle ernsthaft in Betracht kommenden Alternativlösungen hinsichtlich ihrer raumordnerischen Vorzugswürdigkeit, sowie ihrer Eignung und möglichen Auswirkungen auf die Schutzgüter Mensch, Natur und Umwelt zu prüfen. D.h., dass aus planrechtlichen Gründen auch andere Varianten außerhalb des BVWP-Korridors betrachtet werden müssen, sofern sich diese auf Basis der o.g. Parameter möglicherweise als vorzugswürdig erweisen könnten. Dies steht nicht im planerischen Fokus, denn klares Ziel ist es, eine Variante im BVWP-Korridor als vorzugswürdig zu bestätigen. Die Planer der Sensitivitätsbetrachtung im Bereich Ashausen–Lüneburg–Uelzen–Celle gehen daher gedanklich „von innen nach außen“ vor, um diese Bestätigung durch Ausschluss anderer etwaiger Alternativen planrechtlich sauber herleiten zu können. Die sich aufdrängenden Varianten werden dann entlang eines Kriterienkataloges bewertet, der sowohl die Kriterien des Dialogforums Schiene Nord (DSN) mit einbezieht, als auch die raumordnerischen Kriterien zur Findung einer rechtssicheren Lösung mit dem Ziel der Minimierung von Betroffenheiten im Sinne des Planrechts betrachtet.

https://www.hamburg-bremen-hannover.de/lueneburguelzen.html

Kirsten Lühmann fordert Bekenntnis der DB zu Alpha-E

Henrik @, Donnerstag, 11. Oktober 2018, 16:08 (vor 9 Tagen) @ Henrik

Die Tricks der Bahn
7. Oktober 2018

[...]
Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann (SPD) [...] fordert ein Bekenntnis zu den Ergebnissen des Dialogforums Schiene Nord. Die Abgeordnete für den Wahlkreis Celle-Uelzen ist auch Mitglied des 20-köpfigen Aufsichtsrats der Deutschen Bahn.

Frau Lühmann, der Projektbeirat Alpha-E wirft der Bahn Vertrauensbruch vor. Die beauftragten Gutachter würden längst mit einem viergleisigen Ausbau auch durch Lüneburg planen. Wie ist Ihr Kenntnisstand?
Kirsten Lühmann: Zum ersten Mal davon erfahren habe ich bei dem Runden Tisch zur Amerika-Linie Ost (Anm. d. Red.: Das ist die West-Ost-Tangente zwischen Langwedel und Uelzen, die von dort aus weiter Richtung Stendal verläuft). Da wurde mit deutlich höheren Zugzahlen operiert als bisher. Natürlich haben wir die Bahn gefragt, wo diese zusätzlichen Güterzüge herkommen. Das war auch der Moment, als das Bundesverkehrsministerium ziemlich sauer geworden ist.

Warum?
Weil festgestellt worden ist, dass die Bahn trickste: Die haben die Idee, dass Alpha-E wieder zurückgenommen wird. Die Idee war ja die, die Güterverkehre von den norddeutschen Seehäfen nicht alle über die Hauptstrecke Hamburg-Hannover zu schicken, sondern dass man sie verteilt. Durch die Verteilung soll der Bahnlärm für alle erträglich bleiben. So fahren die, die ins Ruhrgebiet wollen, über Rotenburg-Verden. Und es gibt welche, die nach Polen wollen, die fahren dann durch den Ostkorridor. Und dann bliebe immer noch eine ganze Menge für die Hauptstrecke Hamburg-Hannover. Doch die Bahn hat in ihren jüngsten Modellrechnungen nun Folgendes gemacht: Sie haben die Züge von der Strecke Rotenburg-Verden wieder zurück auf die Hauptstrecke geroutet. Und das gibt natürlich deutlich höhere Zahlen, und dafür reichen drei Gleise zwischen Ashausen, Lüneburg und Uelzen rechnerisch nicht mehr aus.

Der zweite Trick ist: Die Gutachter haben prognostisch gefragt, wie viele Nahverkehrszüge man sich 2040, 2050 vorstellen könnte. Und natürlich haben die Landesnahverkehrsgesellschaften das gemeldet, wovon sie meinten, dass man dafür Bedarf hätte. Allerdings hat man dafür noch kein Geld, denn die Verkehrsverträge sind längst bis 2032/33 abgeschlossen. Das heißt: Bis dahin können gar nicht deutlich mehr Nahverkehrszüge fahren, es sei denn, der Bund würde deutlich mehr Geld geben – was er wahrscheinlich nicht machen wird. Und unsere ganzen Planungen für Alpha-E gehen nur bis 2030. Das heißt, die genutzten Zahlen allein zum Nahverkehr entbehren jeder realistischen Grundlage. Das einzige, was wirklich stimmt, ist, dass wenige ICE mehr fahren werden. Das gibt aber nicht die großen Probleme.

Nichtsdestotrotz ist nun das vierte Gleis in aller Munde. Damit ist doch Alpha-E so gut wie auf dem Abstellgleis?
Nein, es bleibt beim Alpha-E und es bleibt bei den Bedingungen, die das Dialogforum formuliert hat.

So hat es die Bahn gestern in einer knappen Stellungnahme doch auch erklärt, dass sie sich daran halten will.
Das habe ich so noch nicht gehört. Wenn die Bahn sagt, sie plane exakt das Alpha-E, dann stimmt das nicht! Sie tut es nicht, sie plant mit anderen Zahlen und dann auch mit anderen Strecken. Ich habe gehört, aber noch nicht bestätigt bekommen, dass die Bahn auch wieder mit der Spange Ashausen-Suderburg oder Ashausen-Unterlüß plant. Das wäre aber nicht das, was im Alpha-E steht. Deswegen wird der Bund, der das Ganze als Bauherr bezahlt, noch einmal deutlich machen müssen, dass die Grundlagen der Planung der Bundesverkehrswegeplan und das Ergebnis des Dialogforums Schiene Nord sind. Staatssekretär Ferlemann, der auch der Bahnbeauftragte der Bundesregierung ist, hat das am vergangenen Freitag auch schon klar gesagt.

Bekanntlich weicht der Bundesverkehrswegeplan aber in einem entscheidenden Punkt auch vom Dialogforum ab. Darin wird die Möglichkeit von Neubaustrecken eröffnet.
Damit sind aber die von der Stadt Lüneburg, der Gemeinde Deutsch Evern und von Bad Bevensen geforderten Ortsumfahrungen gemeint. Ob das aber wirklich etwas wird, müssen wir am Runden Tisch mit den betroffenen Kommunen klären. Und wenn alle drei darauf bestehen, können wir ja keine Perlenschnur von Ortsumfahrungen machen, die immer wieder auf die Hauptstrecke zurückgeht. Dann wäre es sinnvoll, man geht nördwestlich kurz vor der Stadt Lüneburg raus und kommt kurz hinter Bad Bevensen wieder auf die Hauptstrecke. Das heißt aber nicht, dass das so kommt. Das ist nur eine Möglichkeit von vielen, genauso wie der dreigleisige Ausbau der Bestandsstrecke zwischen Lüneburg und Uelzen, aber nicht viergleisig. Und auch eine Ortsumfahrung, die bereits bei Ashausen rausgeht und erst hinter Uelzen auf die Hauptstrecke führt, ist nicht mehr vom Dialogforum abgedeckt und wird deshalb vom zuständigen Ministerium kategorisch abgelehnt.

Warum wurde dann der Suchraum für eine Trasse von Ashausen bis nach Celle ausgeweitet?
Bei einem Planfeststellungsverfahren muss für ein mögliches Gerichtsverfahren dargelegt werden, dass man mögliche Alternativen geprüft und verworfen hat. Das soll jetzt in einem Gutachten passieren. Der Zeitpunkt dafür ist sehr unglücklich und das Vorgehen unsensibel. Ich kann doch erst Alternativen prüfen, wenn ich schon eine Vorzugsvariante habe. Der Staatssekretär wie die Bundestagsabgeordneten, die den Bundesverkehrswegeplan beschlossen haben, stehen zu den Vereinbarungen. Aber das Verhalten der Bahn ist irritierend. Ich erwarte, dass es klare Ansagen an die Bahn geben wird und dass die Bahn sich deutlich erklärt, was Sache ist.

https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/1947522-die-tricks-der-bahn

Alpha-E ist schon längt Geschichte

SPFVG, Donnerstag, 11. Oktober 2018, 19:03 (vor 9 Tagen) @ Henrik

Die Tricks der Bahn
7. Oktober 2018

[...]
Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann (SPD) [...] fordert ein Bekenntnis zu den Ergebnissen des Dialogforums Schiene Nord. Die Abgeordnete für den Wahlkreis Celle-Uelzen ist auch Mitglied des 20-köpfigen Aufsichtsrats der Deutschen Bahn.


Die Dame scheint noch nicht mitbekommen zu haben, dass Alpha-E schon längst tot ist, siehe dazu meine Beitrag weiter oben mit dem Zitat aus Wiki, Direktlink:

http://www.ice-treff.de/index.php?id=537080

Ein doller Bürgermeister ....

Blaschke, Osnabrück, Donnerstag, 11. Oktober 2018, 16:32 (vor 9 Tagen) @ Henrik

Hallo.

Für Oberbürgermeister Mädge ein Unding. „Das Dialogforum war allenfalls weiße Salbe, um den Menschen das Gefühl zu geben, sie könnten mitreden. Aber wir leben nun mal in einem Rechtsstaat, und darum brauchen wir für so ein Vorhaben auch rechtsstaatliche Verfahren, (...)"

... bei denen der Bürger eher stört.

" (...) etwa ein Raumordnungsverfahren durch das Land Niedersachsen. Dieses kann mit öffentlicher Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern (...)

Hauptsache, sie wissen nicht alles besser. Und ansonsten: siehe oben.

„ (...) rattern fast 400 Güterzüge täglich vor dem Fenster vorbei", warnt Mädge.


Warum bloß RATTERN die immer ...


Schöne Grüße von jörg

--
Wer die Dummköpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen! (Jean Paul Sartre)

Celle: DB legt klares Bekenntnis zu Alpha-E-Trasse ab

Henrik @, Samstag, 13. Oktober 2018, 14:49 (vor 7 Tagen) @ Henrik

Konzernbevollmächtigte der DB legt klares Bekenntnis zu Alpha-E-Trasse ab

BERLIN/CELLE. Der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete Henning Otte (CDU) hat die neue Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Niedersachsen, Manuela Herbort, zu einem Gespräch geladen. Hierbei seien „Irritationen der vergangenen zwei Wochen“ Hauptthema gewesen. „Die Vertreterin der Deutschen Bahn legte ein klares Bekenntnis zum Abschlussdokument des Dialogforums ab. Das Alpha-E ist und bleibt danach Planungsgrundlage. Die Diskussion um mehr Gleise ist in erster Linie auf das formale Planungsverfahren zurückzuführen, in dem mehrere Varianten einer Sensivitätsprüfung unterzogen werden. Ansonsten hätte das Alpha-E vor den Planfeststellungsbehörden und dem Eisenbahnbundesamt keinen Bestand. Selbstverständlich wird der Lärmschutz ebenfalls wie im Abschlussdokument festgelegt, eingehalten“, erklärt Otte zu den Gesprächen.

Beide Seiten seien sich einig gewesen, dass man an der Kommunikation arbeiten müsse. „Mir war es wichtig, dass am Alpha-E auch vonseiten der Bahn festgehalten wurde. Der mit breiter Mehrheit verabredete Kompromiss schafft die notwendigen Kapazitäten und vermeidet übermäßige Belastungen. Deswegen werden wir dieses Konzept auch politisch weiter verfolgen und durchsetzen“, so Henning Otte.

https://celleheute.de/konzernbevollmaechtigte-der-db-legt-klares-bekenntnis-zu-alpha-e-...

https://celler-presse.de/2018/10/12/klares-bekenntnis-zum-alpha-e/
12. Oktober 2018

"Es wird keine Veränderungen am Alpha-E-Kompromiss geben", betont Althusmann. Im Bundesverkehrsministerium werde es im Frühjahr 2019 ein Gespräch über den Fortgang der Planungen des Alpha-E geben.

https://www.kreiszeitung-wochenblatt.de/tostedt/politik/alpha-e-ueber-das-fuer-und-wide...

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil

SPFVG, Samstag, 13. Oktober 2018, 17:42 (vor 7 Tagen) @ Henrik

https://www.kreiszeitung-wochenblatt.de/tostedt/politik/alpha-e-ueber-das-fuer-und-wide...

Auszug:
Auch wenn es nach einem weiteren Gespräch im Bundesverkehrsministerium bereits Entwarnung gab und drei Projektbeirat-Vertretern in Berlin bestätigt wurde, dass das Alpha-E in der im Bundesverkehrswegeplan beschriebenen Form Bestand hat, sieht der Projektbeirat das Vertrauen in die konstruktive Zusammenarbeit mit der DB als "massiv missbraucht" an

Gutachterentwurf: Y-Trasse kommt doch

ThomasK, Samstag, 13. Oktober 2018, 16:01 (vor 7 Tagen) @ RenateMD
bearbeitet von ThomasK, Samstag, 13. Oktober 2018, 16:02

Alpha E war ohnehin eine völlige Schrottplanung, die von inkompetenten Bürgern nach dem St. Floriansprinzip zusammengeschustert wurde.

Das ist ungefähr so, wie wenn man einen Kindergarten darüber abstimmen lässt, welcher Professor an den Lehrstuhl X berufen werden soll.

Das klassische Y ist eine sehr gute Lösung, allerdings sollte Rotenburg (Wümme) - Buchholz (Nordheide) viergleisig ausgebaut werden, zwischen Bremen und Buchholz (Nordheide) auf Vmax = 230 km/h ausgebaut werden und zwischen Buchholz (Nordheide) und Hamburg-Harburg 2 Linienverbesserungen vorgenommen werden, damit man inklusive 7 % Reserven zwischen Hamburg Hbf und Hannover Hbf eine Fahrzeit von 53 Minuten und zwischen Bremen Hbf und Hamburg Hbf von 42 Minuten hat. Zwischen Bremen Hbf und Hannover Hbf kommt man ebenfalls auf 42 Minuten, um Kantenzeiten von 60 Minuten (HH - H) bzw. 45 Minuten (sowohl HH - HB, als auch HB - H) zu erreichen.

Für eine Kantenzeit von 45 Minuten zwischen Bremen und Osnabrück (123 km) reicht eine kurze NBS Osnabrück - Bohmte völlig aus. Da nun endlich zwischen dem Ruhrgebiet, Osnabrück und Hamburg der absolut überfällige Halbstundentakt gefahren werden soll, sind Kantenzeiten von jeweils 45 Minuten zwischen Osnabrück und Bremen sowie Bremen und Hamburg ideal. Vor etlichen Jahren ist man mit der 103 und 14 Wagen schon einmal in 48 Minuten von Bremen nach Osnabrück gefahren und - im Gegensatz zu heute - überwiegend pünktlich.

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