Frage zu Nichtaufhebung der Zugbindung (Fahrkarten, Angebote und Tarife)

Alter Köpenicker, BSPF, Donnerstag, 09. August 2018, 20:57 (vor 6 Tagen)

Sehr oft werden ja hier im Forum Fragen gestellt, die die Zugbindung betreffen und ob man diese aufheben lassen sollte. Ich nehme den Satz auf meinen Fahrkarten ernst, der zum Ausdruck bringt, die Zugbindung sei ganz wie von Geisterhand dann aufgehoben, wenn eine um 20 Minuten verspätete Ankunft am Zielbahnhof zu erwarten sei. Aus diesem Grunde habe ich mich bislang nicht großartig um die Zugbindung gekümmert und bin im Falle eines Falles einfach mit einem anderen Zug gefahren; immer auch dann, wenn die Umsteigezeit so knapp war, daß ich den Anschluß durch Rennen noch erreicht hätte, was ich jedoch vermeide, da ich das Tempo nicht vertrage.


Da sich im "falschen" Zug noch nie jemand darum gekümmert hat, warum ich in diesem und nicht in jenem säße, stelle ich an dieser Stelle einfach mal die Frage, ob sich denn jemand schon wegen einer nicht aufgehobenen Zugbindung rechtfertigen mußte oder anderweitige Repressionen seitens des Zugbegleiters erfahren hat?

Es kann sehr hilfreich sein. Fuer beide Seiten.

br752 @, Donnerstag, 09. August 2018, 21:17 (vor 6 Tagen) @ Alter Köpenicker
bearbeitet von br752, Donnerstag, 09. August 2018, 21:19

Hallo Alter Köpenicker,

das kommt auf die Fahrt an.

Wenn ich z.B: A--FV1--B 4_Stunden_Unterbrechung B--FV2--C fahre, dann lasse ich mit den Ausfall von FV1 und die Aufhebung der Zugbindung gerne bestaetigen.

Wenn ich nun von A----B 2 Stunden spaeter fahre, moechte ich auch 2 Stunden spaeter von B----C fahren. Mit Bestaetigung gibt es keine Diskussionen im anderen Zug von B----C.

Solange die Ausfaelle recht buending oder offentsichtlich sind, braucht man keine Bestaetigung.

Na klar: Auch in meinem konstruierten (erlebten) Fall kann es sein, dass man keine Bestaetigung braucht, da der Zub das nachsehen koennte, aber man muss den Zubs ja nicht mehr Zeit rauben als notwendig.

Anderes Beispiel ist, dass man morgens im Westen Deutschlands eine Stunde frueher fahren will, weil tief im Sueden 7 Stunden spaeter eine RB ausfallen wird. Nun kann man morgens im ICE um 5:00h zwischen Duisburg und Duesseldorf mit dem Zub diskutieren, oder man kann ihm ein Ticket mit Zugbindungsaufhebung zeigen. Was findet er besser?

An Chaostagen spielen Zugbindungen, Umwege oder Tickettyp eine untergeordnete Rolle.


BR752

... immer ...

Blaschke, Osnabrück, Donnerstag, 09. August 2018, 21:23 (vor 6 Tagen) @ br752

Tach.

An Chaostagen spielen Zugbindungen, Umwege oder Tickettyp eine untergeordnete Rolle.


Also im Prinzip täglich ...

Außer vielleicht, wenn am 25.12. Vollmond ist und der Ramadan endet.


Schöne Grüße von jörg

--
Wer die Dummköpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen! (Jean Paul Sartre)

Merkwürdige Denkweise ...

Blaschke, Osnabrück, Donnerstag, 09. August 2018, 21:20 (vor 6 Tagen) @ Alter Köpenicker

Tach.

Da sich im "falschen" Zug noch nie jemand darum gekümmert hat, warum ich in diesem und nicht in jenem säße, stelle ich an dieser Stelle einfach mal die Frage, ob sich denn jemand schon wegen einer nicht aufgehobenen Zugbindung rechtfertigen mußte

Nö.

oder anderweitige Repressionen seitens des Zugbegleiters erfahren hat?

Nö.


Repressionen? Klingt nach Nordkorea. Was stellst du dir denn darunter vor?

Ansonsten ist der Schaffner kein Feind, kein Gegenüber, kein Gegenspieler vom Fahrgast. Sondern sogar noch ärmer dran als der übliche Fahrgast, weil der Schaffner arbeitstäglich stundenlang seinen trostlosen Arbeitgeber ertragen muss. Da bin ich also freundlich und alles wird gut. Und wenn einer von 50.000 mal aushakt, dann ist das vernachlässigbar.

Schöne Grüße von jörg

--
Wer die Dummköpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen! (Jean Paul Sartre)

Der SNCF Schaffner ist schon dein Feind. ;-) (Kann es sein)

br752 @, Donnerstag, 09. August 2018, 21:47 (vor 6 Tagen) @ Blaschke

Repressionen? Klingt nach Nordkorea. Was stellst du dir denn darunter vor?

Ansonsten ist der Schaffner kein Feind, kein Gegenüber, kein Gegenspieler vom Fahrgast. Sondern sogar noch ärmer dran als der übliche Fahrgast, weil der Schaffner arbeitstäglich stundenlang seinen trostlosen Arbeitgeber ertragen muss. Da bin ich also freundlich und alles wird gut. Und wenn einer von 50.000 mal aushakt, dann ist das vernachlässigbar.

Den SNCF Schaffner, pardon Conducteur, musste ich vor 2 Tagen zum Jagen tragen. War echt unlustig. Wollte doch nur mit meiner Maxdome (nur FV) Ticket im TGV durch Frankreich via Strasbourg bis nach Mulhouse kostenfrei mitgenommen werden. Der war bereits in Karlsruhe am fluchen/drohen und kurz vorm explodieren. (Dabei wollte ich doch nichts boeses von ihm).

Auch so: Der Grund war PU/Streckensperrung suedlich Karlsruhe bei Offenburg.


BR752

Der SNCF Schaffner ist schon dein Feind. ;-) (Kann es sein)

Splittergattung, Nordostsüdwestfalen, Freitag, 10. August 2018, 03:15 (vor 5 Tagen) @ br752

Den SNCF Schaffner, pardon Conducteur, musste ich vor 2 Tagen zum Jagen tragen. War echt unlustig. Wollte doch nur mit meiner Maxdome (nur FV) Ticket im TGV durch Frankreich via Strasbourg bis nach Mulhouse kostenfrei mitgenommen werden. Der war bereits in Karlsruhe am fluchen/drohen und kurz vorm explodieren. (Dabei wollte ich doch nichts boeses von ihm).

Auch so: Der Grund war PU/Streckensperrung suedlich Karlsruhe bei Offenburg.


BR752

Mutig, Kollege - die Weiterfahrt mit einem anderen Zug geht m.W. nur in nicht reservierungspflichtigen Zügen mit vergleichbaren Beförderungsbedingungen. Das ist da wohl nicht gegeben... auf Kulanz kann der dich immer mitnehmen, aber regulär müsstest du mit dem TGV-Ticket in Vorleistung gehen und es dir dann vom SC FGR erstatten lassen. Das müsste in dem Fall klappen.

Der SNCF Schaffner ist schon dein Feind. ;-) (Kann es sein)

Giovanni @, Freitag, 10. August 2018, 08:01 (vor 5 Tagen) @ Splittergattung

Den SNCF Schaffner, pardon Conducteur, musste ich vor 2 Tagen zum Jagen tragen. War echt unlustig. Wollte doch nur mit meiner Maxdome (nur FV) Ticket im TGV durch Frankreich via Strasbourg bis nach Mulhouse kostenfrei mitgenommen werden. Der war bereits in Karlsruhe am fluchen/drohen und kurz vorm explodieren. (Dabei wollte ich doch nichts boeses von ihm).

Auch so: Der Grund war PU/Streckensperrung suedlich Karlsruhe bei Offenburg.


BR752


Mutig, Kollege - die Weiterfahrt mit einem anderen Zug geht m.W. nur in nicht reservierungspflichtigen Zügen mit vergleichbaren Beförderungsbedingungen. Das ist da wohl nicht gegeben... auf Kulanz kann der dich immer mitnehmen, aber regulär müsstest du mit dem TGV-Ticket in Vorleistung gehen und es dir dann vom SC FGR erstatten lassen. Das müsste in dem Fall klappen.

Die Notwendigkeit einer Vorleistung und nachträglicher Erstattung für die Ersatzbeförderung hat der Gesetzgeber nicht vorgesehen (außer für reine NV-Tickets) - mutmaßlich weil dadurch Fahrgäste in der Wahrnehmung ihrer Rechte erheblich eingeschränkt würden. (Nicht jeder kann mal eben u.U. ein Vielfaches des ursprünglichen Preises Vorstrecken und Wochen auf die Erstattung warten)

--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

Alternatives Beförderungsmittel.

martarosenberg @, Deutschland -- Mitte-Ost und Nordwest., Freitag, 10. August 2018, 11:00 (vor 5 Tagen) @ Giovanni

Den SNCF Schaffner, pardon Conducteur, musste ich vor 2 Tagen zum Jagen tragen. War echt unlustig. Wollte doch nur mit meiner Maxdome (nur FV) Ticket im TGV durch Frankreich via Strasbourg bis nach Mulhouse kostenfrei mitgenommen werden. Der war bereits in Karlsruhe am fluchen/drohen und kurz vorm explodieren. (Dabei wollte ich doch nichts boeses von ihm).

Auch so: Der Grund war PU/Streckensperrung suedlich Karlsruhe bei Offenburg.


BR752


Mutig, Kollege - die Weiterfahrt mit einem anderen Zug geht m.W. nur in nicht reservierungspflichtigen Zügen mit vergleichbaren Beförderungsbedingungen. Das ist da wohl nicht gegeben... auf Kulanz kann der dich immer mitnehmen, aber regulär müsstest du mit dem TGV-Ticket in Vorleistung gehen und es dir dann vom SC FGR erstatten lassen. Das müsste in dem Fall klappen.


Die Notwendigkeit einer Vorleistung und nachträglicher Erstattung für die Ersatzbeförderung hat der Gesetzgeber nicht vorgesehen (außer für reine NV-Tickets) - mutmaßlich weil dadurch Fahrgäste in der Wahrnehmung ihrer Rechte erheblich eingeschränkt würden. (Nicht jeder kann mal eben u.U. ein Vielfaches des ursprünglichen Preises Vorstrecken und Wochen auf die Erstattung warten)

Hier handelt es sich aber um ein alternatives Beförderungsmittel und nicht um eine Weiterfahrt mit einem anderen/ öherwertigen Zug über eine ggf. andere Strecke zu vergleichbaren Beförderungsbedingungen.

Die Beförderungsbedingungen der SNCF sind ganz anders als jene der DB; es wäre so wie wenn man innerdeutsch einen Fernbus statt DB nehmen würde, oder Flixtrain statt DB.

Merkwürdige Denkweise ...

Alter Köpenicker, BSPF, Donnerstag, 09. August 2018, 22:19 (vor 6 Tagen) @ Blaschke

Repressionen? Klingt nach Nordkorea. Was stellst du dir denn darunter vor?

Na irgendwelche Nachzahlungen, die sind ja hierzulande auch durchaus üblich.

Ansonsten ist der Schaffner kein Feind, kein Gegenüber, kein Gegenspieler vom Fahrgast.

Es liegt mir auch völlig fern, so etwas zu behaupten, das Gegenteil ist eher der Fall. Denn bislang hatte ich ja noch nie Probleme und ich mußte mich noch nichtmal rechtfertigen, wenn ich einen anderen Zug nutzte.

Antwort

chriL999 @, Donnerstag, 09. August 2018, 21:50 (vor 6 Tagen) @ Alter Köpenicker

Tendenziell neigen die Schaffner nach einer längeren Reisekette (bzw. auch später abends) eher dazu, dem Fahrgast Glauben zu schenken als direkt nach dem Einstieg...

Antwort

Alter Köpenicker, BSPF, Donnerstag, 09. August 2018, 22:23 (vor 6 Tagen) @ chriL999

Tendenziell neigen die Schaffner nach einer längeren Reisekette (bzw. auch später abends) eher dazu, dem Fahrgast Glauben zu schenken als direkt nach dem Einstieg...

Aha, das könnte einiges erklären.

Frage zu Nichtaufhebung der Zugbindung

wachtberghöhle @, Donnerstag, 09. August 2018, 21:53 (vor 6 Tagen) @ Alter Köpenicker

Sehr oft werden ja hier im Forum Fragen gestellt, die die Zugbindung betreffen und ob man diese aufheben lassen sollte. Ich nehme den Satz auf meinen Fahrkarten ernst, der zum Ausdruck bringt, die Zugbindung sei ganz wie von Geisterhand dann aufgehoben, wenn eine um 20 Minuten verspätete Ankunft am Zielbahnhof zu erwarten sei. Aus diesem Grunde habe ich mich bislang nicht großartig um die Zugbindung gekümmert und bin im Falle eines Falles einfach mit einem anderen Zug gefahren; immer auch dann, wenn die Umsteigezeit so knapp war, daß ich den Anschluß durch Rennen noch erreicht hätte, was ich jedoch vermeide, da ich das Tempo nicht vertrage.


Da sich im "falschen" Zug noch nie jemand darum gekümmert hat, warum ich in diesem und nicht in jenem säße, stelle ich an dieser Stelle einfach mal die Frage, ob sich denn jemand schon wegen einer nicht aufgehobenen Zugbindung rechtfertigen mußte oder anderweitige Repressionen seitens des Zugbegleiters erfahren hat?

Selbstverständlich hat der ZUB die aktuelle Verbindung überprüft. Immer dann, wenn der Grund für die Nutzung einer alternativen Verbindung nicht auf dem Fahrschein vermerkt war.

Frage zu Nichtaufhebung der Zugbindung

Alter Köpenicker, BSPF, Donnerstag, 09. August 2018, 22:22 (vor 6 Tagen) @ wachtberghöhle

Selbstverständlich hat der ZUB die aktuelle Verbindung überprüft. Immer dann, wenn der Grund für die Nutzung einer alternativen Verbindung nicht auf dem Fahrschein vermerkt war.

Wirklich jedesmal? Dann mußt Du ja bislang immer an besonders argwöhnische Mitarbeiter geraten sein.

Frage zu Nichtaufhebung der Zugbindung

Tabernaer @, Freitag, 10. August 2018, 08:43 (vor 5 Tagen) @ Alter Köpenicker

Selbstverständlich hat der ZUB die aktuelle Verbindung überprüft. Immer dann, wenn der Grund für die Nutzung einer alternativen Verbindung nicht auf dem Fahrschein vermerkt war.


Wirklich jedesmal? Dann mußt Du ja bislang immer an besonders argwöhnische Mitarbeiter geraten sein.

Das Überprüfen muss nicht mal aktiv geschehen. Es kann vielmehr auch nebenbei passieren. Die Zub sind ja untereinander auch vernetzt und leben nicht hinter dem Mond. A kennt B und B kennt D und der kennt X, der zufällig im verspäteten Zug ist oder im Anschlusszug......
Es soll aber auch Fälle geben, in denen die DB ihre Mitarbeiter im Zug aktiv darauf hin weist, das in AB verspätete Anschlussreisende aus BA kommmen könnten, weil ....

Frage zu Nichtaufhebung der Zugbindung

tmmd ⌂, Magdeburg, Donnerstag, 09. August 2018, 22:29 (vor 6 Tagen) @ Alter Köpenicker

Nö, bisher alles problemlos vonstatten gegangen. Höchstens mal kurz gefragt wurden, warum ich nicht in meinem gebuchten Zug bin. Dann sagt man halt, daß man den Anschluß in X verpasst hat und fertig.

Letztes Wochenende erst wieder in einem ICE gesessen, der mich nach Wolfsburg bringen sollte und dann von dort weiter nach Magdeburg. Dann kam ne Streckensperrung dazwischen und wir standen in Lehrte. Da die Zubine mir freundlicherweise die Tür notentriegelte, konnte ich da raus und fuhr dann halt von dort über Braunschweig heim. Weder in der RB nach Braunschweig, noch im IC nach Magdeburg hat da wen interessiert, daß auf meiner Fahrkarte eine andere Route stand.

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Schon

brun, Freitag, 10. August 2018, 08:03 (vor 5 Tagen) @ Alter Köpenicker

Ich schon. Häufiger sogar. Manchmal steige ich in Hannover aus dem IC nach Berlin, da er mir zu voll ist oder das Bistro mal wieder nicht geht, und nehme den nächsten ICE (der ist ja auch eher da).

Manchmal muss ich dann nachlösen. Finde ich auch ok, ich weiss ja, wie Zugbindung funktioniert.

Manchmal aber auch nicht. Hängt von der Laune des Zugpersonals ab.

Neulich saß aber eine Familie hinter mir, und wurde gefragt, wieso sie erst den Zug zwei Stunden später nahmen, statt den Zug der auf dem Sparticket vermerkt war. Da kam die Begründung, sie hätten das mit dem frühen Aufstehen nicht hingekriegt, und einfach entschieden, dass sie später fahren.

"Dann bescheinige ich Ihnen das mal, damit nach dem Personalwechsel der Kollege keinen Streß macht", sagte die Zugbegleiterung, "Denn Sie haben ja Zugbindung." Und sie saß dann eine Viertelstunde da, um eine Erklärung auf den Tickets zu schreiben.

Das hat mich dann schon erstaunt.

Meine Erfahrung (Zubs im FV):

Ösi, Freitag, 10. August 2018, 13:52 (vor 5 Tagen) @ brun

Sofern die Route halbwegs stimmt, wird alles andere abgenickt.

Zugbindung: egal. Produktklasse: egal. Erwachsene mit Kinderfahrkarten: egal. Nicht bepreisbarer Umweg: egal.

Ich fahre regelmäßig eine Strecke, auf der abwechselnd ICs und ICEs fahren. Ich kaufe grundsätzlich IC-Fahrkarten, schließlich kann ich im ICE für 1,50 mit BC50 aufzahlen. Mir ist es bisher noch nicht gelungen, tatsächlich einen solchen Aufpreis zu erhalten, weil bisher jeder Zub mich einfach so fahren ließ.

Mir wurde auch schon gesagt, Berlin Hbf und Berlin Schönefeld Flughafen wären entweder tariflich gleichgestellt oder es würde das Cityticket in der S-Bahn gelten.

Es mag Zubs geben, die auf die Fahrkarte achten, zu tun hatte ich noch nicht mit ihnen.

Meine Erfahrung (Zubs im FV):

Alter Köpenicker, BSPF, Freitag, 10. August 2018, 18:34 (vor 5 Tagen) @ Ösi

Mir wurde auch schon gesagt, Berlin Hbf und Berlin Schönefeld Flughafen wären entweder tariflich gleichgestellt oder es würde das Cityticket in der S-Bahn gelten.

Darauf würde ich mich auf gar keinen Fall einlassen, die Kontrolleure in der S-Bahn sind ja von einem ganz anderen Schlag, wenn ich das so sagen darf.

Es mag Zubs geben, die auf die Fahrkarte achten, zu tun hatte ich noch nicht mit ihnen.

Ich ja auch nicht, daher rührt ja meine Anfrage, ob sich überhaupt jemand für die Zugbindung interessiert. Meistens wird Anerkennung geäußert, weil ich mir so eine schöne Strecke zusammengebastelt habe.

Meine Erfahrung (Zubs im FV):

Ösi, Samstag, 11. August 2018, 09:04 (vor 4 Tagen) @ Alter Köpenicker

Darauf würde ich mich auf gar keinen Fall einlassen, die Kontrolleure in der S-Bahn sind ja von einem ganz anderen Schlag, wenn ich das so sagen darf.

Die Situation war folgende: Ich hatte ein Ticket nach Berlin Hbf gebucht und musste kurzfristig statt zum Hbf über Südkreuz zum Flughafen Schönefeld. Eigentlich wollte ich den Zub dazu bewegen, eine 0-Euro-Umwegkarte auszustellen, weil die Flexpreise gleich waren, aber er weigerte sich mit dem erwähnten Argument. Ich musste dann ein Ticket Berlin ABC kaufen, weil ich dasselbe befürchtet habe wie du, für's Reisezentrum keine Zeit mehr blieb und online oder am Automaten kann man Umwegkarten ja auch nicht kaufen ...

Meine Erfahrung (Zubs im FV):

Giovanni @, Samstag, 11. August 2018, 10:55 (vor 4 Tagen) @ Ösi

Darauf würde ich mich auf gar keinen Fall einlassen, die Kontrolleure in der S-Bahn sind ja von einem ganz anderen Schlag, wenn ich das so sagen darf.


Die Situation war folgende: Ich hatte ein Ticket nach Berlin Hbf gebucht und musste kurzfristig statt zum Hbf über Südkreuz zum Flughafen Schönefeld. Eigentlich wollte ich den Zub dazu bewegen, eine 0-Euro-Umwegkarte auszustellen, weil die Flexpreise gleich waren, aber er weigerte sich mit dem erwähnten Argument. Ich musste dann ein Ticket Berlin ABC kaufen, weil ich dasselbe befürchtet habe wie du, für's Reisezentrum keine Zeit mehr blieb und online oder am Automaten kann man Umwegkarten ja auch nicht kaufen ...

Aus welcher Richtung bist du gekommen?
Bei vielen Tickets der Produktklasse C ist der Umweg über Schönefeld nicht nur enthalten, sondern auch preisbildend. Gerade für Fahrten Richtung Leipzig/Halle ist das ärgerlich, weil dadurch 19 Tarifkilometer zusätzlich berechnet werden - obwohl seit Jahren keine im Ansatz sinnvolle Verbindung mehr existiert.

--
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2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

Meine Erfahrung (Zubs im FV):

Ösi, Samstag, 11. August 2018, 11:19 (vor 4 Tagen) @ Giovanni

Aus welcher Richtung bist du gekommen?
Bei vielen Tickets der Produktklasse C ist der Umweg über Schönefeld nicht nur enthalten, sondern auch preisbildend. Gerade für Fahrten Richtung Leipzig/Halle ist das ärgerlich, weil dadurch 19 Tarifkilometer zusätzlich berechnet werden - obwohl seit Jahren keine im Ansatz sinnvolle Verbindung mehr existiert.

Aus genau der Richtung. War aber ICE.

Meine Erfahrung (Zubs im FV):

Alter Köpenicker, BSPF, Samstag, 11. August 2018, 15:56 (vor 4 Tagen) @ Ösi

Dann wäre Deine Fahrkarte nur bis Berlin-Neukölln gültig gewesen*, wenn Du damit Südkreuz in die S-Bahn gen Schönefeld eingestiegen wärst.

*) Davon ausgehend, daß Du eine Fahrkarte nach "Berlin" hattest.

Schon dreist

Alter Köpenicker, BSPF, Freitag, 10. August 2018, 18:39 (vor 5 Tagen) @ brun

Neulich saß aber eine Familie hinter mir, und wurde gefragt, wieso sie erst den Zug zwei Stunden später nahmen, statt den Zug der auf dem Sparticket vermerkt war. Da kam die Begründung, sie hätten das mit dem frühen Aufstehen nicht hingekriegt, und einfach entschieden, dass sie später fahren.

So dreist muß man erstmal sein, ich hätte mich das nicht getraut. Aber da sieht man mal wieder - frech kommt weiter.

Die Begründung auf der Fahrkarte würde mich aber auch mal interessieren und vor allem, was der nächste Zugbegleiter dazu sagt. Verschlafen ist ja nun wirklich kein Grund für die Aufhebung der Zugbindung. Andererseits: Dadurch kommt man natürlich auch mehr als zwanzig Minuten später an, so daß sich die Zugbinfung aufhebt. ;-)

Schon dreist

brun, Samstag, 11. August 2018, 11:08 (vor 4 Tagen) @ Alter Köpenicker

Der nächste Zugbegleiter hat es zwar leicht kopfschüttelnd gelesen, aber es auch durchgehen lassen.

Ganz ehrlich gesagt hat mich nur meine Abneigung vom Denunzieren davon gehalten, die Dienstnummer der Zugbegleiterin zu fragen, und mich bei der Bahn zu beschwerden. Denn selber mußte ich schon öfters nachlösen, aber die zwei Mutter mit ihren vier Kindern wurden einfach durchgewunken. Hat mich sehr geärgert.

Frage zu Nichtaufhebung der Zugbindung

Southwest Chief, Freitag, 10. August 2018, 22:05 (vor 5 Tagen) @ Alter Köpenicker

Da sich im "falschen" Zug noch nie jemand darum gekümmert hat, warum ich in diesem und nicht in jenem säße, stelle ich an dieser Stelle einfach mal die Frage, ob sich denn jemand schon wegen einer nicht aufgehobenen Zugbindung rechtfertigen mußte oder anderweitige Repressionen seitens des Zugbegleiters erfahren hat?

Ja, mehr als einmal. Es ist dann aber immer gut gegangen, nach einiger Diskussion.

Ärgerlich ist, dass sich viele Zubs weigern, die Zugbindung aufzuheben. "Das steht im System. Das sieht mein Kollege." Und der Kollege fing dann mit mir eine Diskussion an "Warum haben sie sich das nicht bescheinigen lassen?" "Warum sind sie, als der Kollege das nicht gemacht hat, nicht zum Servicepoint gegangen?"

Ich finde das lästig und ärgerlich.

Sollen die Zubs das doch ohne wenn und aber bescheinigen. Warum zicken die manchmal so?

Wer soll denen Ärger machen?

Frage zu Nichtaufhebung der Zugbindung

Alter Köpenicker, BSPF, Samstag, 11. August 2018, 03:39 (vor 4 Tagen) @ Southwest Chief

Schon seltsam, wie unterschiedlich die Erfahrungen sind.

Ärgerlich ist, dass sich viele Zubs weigern, die Zugbindung aufzuheben.

Mir hat sogar mal ein Schaffner die Zugbindung aufgehoben, damit ich mir noch die Stadt ansehen kann. Ich war mal wieder auf verschlungenen Pfaden unterwegs und der dort eingeborene Zub erfreute sich an meiner Reiseverbindung. Als ich ihm erklärte, daß bei mir meist der Weg das Ziel ist und ich gerne abseits der Hauptstrecken unterwegs bin, um mal etwas Neues und vor allem etwas von der Landschaft zu sehen, monierte er meine viel zu kurze Umsteigezeit, weil es sich lohnen würde, die kleine Stadt kurz zu erkunden und mit dem übernächsten Zug weiterzufahren. Das Angebot nahm ich gerne an und bereute es nicht.

"Warum haben sie sich das nicht bescheinigen lassen?"

Weil hier auf der Fahrkarte steht, daß dies nicht nötig sei.

"Warum sind sie, als der Kollege das nicht gemacht hat, nicht zum Servicepoint gegangen?"

Weil ich sonst den nächsten Zug auch noch verpaßt hätte.

Frage zu Nichtaufhebung der Zugbindung

fabs ⌂ @, Braunschweig, Freitag, 10. August 2018, 22:57 (vor 5 Tagen) @ Alter Köpenicker

Moin!
Zugegeben, ich habe nicht alle Antworten gelesen. Aber ein "da sind Sie ja ganz schön vom Weg abgekommen" war das höchste der Gefühle, als ich dem Zub zwischen Erfurt und Erlangen eine zuggebundene Fahrkarte mit dem Laufweg Braunschweig - Göttingen - Würzburg - Nürnberg unter die Nase gehalten habe.
Probleme gab es noch nie ohne Stempel - auch nicht, als der besagte Spruch noch nicht auf den Fahrkarten/Reiseverbindungen stand.

Viele Grüße
fabs

--
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Zugbegleiter zum Beispiel...

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