ZM: Go-Ahead gewinnt Lindau-München, bestellt 22 FLIRTs (Allgemeines Forum)

Alphorn (CH), Dienstag, 07. August 2018, 16:10 (vor 13 Tagen)
bearbeitet von Alphorn (CH), Dienstag, 07. August 2018, 16:10

ZM: Go-Ahead gewinnt Lindau-München, bestellt 22 FLIRTs

MartinN @, Fricktal, Schweiz, Dienstag, 07. August 2018, 19:40 (vor 12 Tagen) @ Alphorn (CH)

Sicher eine gute Wahl. Mit den RAbe502/Etr610 der SBB und den Stadler Flirt wird die Linie ziemlich schweizerisch.

Danke an die Schweiz

ThomasK, Mittwoch, 08. August 2018, 00:01 (vor 12 Tagen) @ MartinN

Sicher eine gute Wahl. Mit den RAbe502/Etr610 der SBB und den Stadler Flirt wird die Linie ziemlich schweizerisch.


Die Bahnstrecke Lindau - München hat die Schweiz schon immer bei weitem mehr interessiert als Deutschland. Während für die Schweiz die Strecke Lindau - München mit der 1,5-Millionenstadt München schon immer eine sehr interessante Verlängerung der Schweizer Hauptachse Genf - St. Gallen war, ist die Strecke für die Deutsche Bahn eher ein uninteressanter Wurmfortsatz.

Ohne die Hilfe der Schweiz wäre die Bahnstrecke nie ausgebaut worden.

Ich habe kein Problem damit, den gesamten Fernverkehr Lindau - München von den SBB abwickeln zu lassen. Halbtax und GA würden dann bis München Hbf gelten. Da die Strecke Lindau - München in Deutschland liegt und in Deutschland Nahverkehr und Fernverkehr getrennt betrachtet werden, hat die SBB dann selbstverständlich das Recht, die Bahncard und das Bayernticket zwischen Lindau und München nicht zu akzeptieren.

Als nächsten Schritt muss man jetzt aber die Zweigleisigkeit angehen und zwischen Geltendorf und München benötigen wir nicht nur einen viergleisigen Ausbau Grafrath - Buchenau, sondern auch die Gröbenzeller Spange nebst einem neuen Fernbahnsteig in München-Pasing mit den heutigen Gleisen 11 und 13. Das Gleis 12 wird dann aufgelassen und auf Gleis 12 würde dann der neue Fernbahnsteig errichtet.

Dann stehen für die Züge Richtung Augsburg und Buchloe 4 Bahnsteigkanten zur Verfügung und von Gleis 3/4 können dann endlich alle Züge ins Werdenfels ungestört abfahren. Alle Fernzüge Richtung Buchloe fahren dann bis Gröbenzell auf den Augsburger Ferngleisen und zweigen dann über die mit 130 - 160 km/h trassierte Gröbenzeller Spange ab und münden zwischen Eichenau und Fürstenfeldbruck in die Bestandsstrecke wieder ein. Der kritische Bereich zwischen km 18,6 und km 26 am Kloster Fürstenfeld und bei der Amperüberquerung bliebe dann zweigleisig. Zwischen Buchenau und Grafrath würde dann de Strecke auf 6 km Länge mitten im Wald viergleisig und ab Grafrath bis Geltendorf wieder zweigleisig. Dann kann die S-Bahn bis Grafrath alle 10 Minuten fahren und der Fernverkehr hat zudem 6 Trassen pro Stunde und Richtung zur Verfügung. Grundsätzlich könnte man dann zwischen Buchloe und München Hbf die EC-Züge aus der Schweiz alle 30 Minuten fahren.

Läge München in der Schweiz, dann würde die SBB zwischen Zürich HB und München Hbf im Fernverkehr wahrscheinlich alle halbe Stunde fahren und die schweizerische IC-Linie aus Genf bis nach München Hbf verlängert werden.

Ich habe die Statistik jetzt nicht genau im Kopf, aber der schweizerische Tourismus in München boomt und wächst von Jahr zu Jahr. Zu mehreren Millionen schweizerischen Tagesgästen in München kommen ungefähr noch eine halbe Million Übernachtungen von Schweizern in München.

Wenn ich durch die Münchner Fußgängerzone gehe, dann höre ich auch gefühlt immer mehr Schweizerdeutsch.

Eigentlich fährt der EC Zürich HB - München Hbf nur mit 6 Wagen, aber in letzter Zeit sehe ich den EC fast immer mit 8 oder 9 Wagen in München Hbf einfahren. Auch der Aussichtswagen SBB 1. Klasse, der bei der Einfahrt in München Hbf zumeist an zweiter Stelle eingereiht ist, ist sehr gut besucht.

Mit der Reisezeitverkürzung der EC-Züge auf 3:30 Stunden zwischen Zürich HB und München Hbf wird nach meiner Einschätzung der Schweizer Tourismus in München noch deutlich anziehen.

Einige Schweizer, mit denen ich ins Gespräch kam, wollten dann mit dem Zug auch nach Garmisch-Partenkirchen fahren, um auch mit der dreifache Weltrekordseilbahn auf die Zugspitze zu fahren. Ich habe ihnen den Tipp gegeben, das Garmischer Sommer-Ticket Zugspitze zu kaufen, weil da die Bahnfahrt München Hbf - Garmisch-Partenkirchen gleich mit inkludiert ist. Witzig, wenn Schweizer nach Deutschland kommen, um Seilbahn zu fahren. :) Aber die Seilbahn Zugspitze ist ja auch ein erfolgreiches Gemeinschaftwerk von Schweiz (Garaventa), Österreich (Doppelmayr), Deutschland (Bayerische Zugspizbahn) und dem deutschsprachigen Südtirol mit den Architektenbüro aus Bozen.

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Es wird allerdings noch einen gewaltigen politischen Kraftakt bedürfen, auch die Strecke über Kempten zu elektrifizieren und die Strecke über Memmingen zweigleisig auszubauen. Beide Vorhaben wurden leider für den BVWP abgelehnt, sodass es erforderlich sein wird, da nach zu verhandeln.

Auch ist es nicht nachvollziehbar, warum man Buchloe - Geltendorf nicht gleich auf 200 km/h ausgebaut hat, denn das wäre ohne Sprungkosten machbar gewesen, zumal die Schweizer Zugkompositionen für den EC sowieso 200 km/h fahren dürfen.

Da künftig in Leutkirch für den stark wachsenden Markt auch Seilbahnen gebaut werden und der Güterzugverkehr dann zunimmt, ist das der nächste Schritt für die Zweigleisigkeit.


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Erst einmal aber ein Danke an die Schweiz, die die ausschliesslich in Deutschland liegende Strecke Lindau - München Hbf mitfinanziert.

Ich befürchte aber, dass bei unserer autofanatischen Bundesregierung erst dann die Zweigleisigkeit angepackt wird, wenn die Schweiz Druck auf Deutschland ausübt und ggf. auch eine finanzielle Beteiligung beim zweigleisigen Ausbau in Aussicht stellt.

Die Klimaerwärmung geht unserer Bundesregierung völlig am A... vorbei.

Wegen einem Kredit über 50 Millionen?

Höllentalbahn @, Freiburg, Mittwoch, 08. August 2018, 14:26 (vor 12 Tagen) @ ThomasK

Jetzt übertreib mal nicht, das einzige was die Schweizer machen ist einen Kredit über 50 Millionen zu geben

Wegen einem Kredit über 50 Millionen?

Alphorn (CH), Mittwoch, 08. August 2018, 15:11 (vor 12 Tagen) @ Höllentalbahn

Jetzt übertreib mal nicht, das einzige was die Schweizer machen ist einen Kredit über 50 Millionen zu geben

Und Druck ausüben, das hat sicher nicht geschadet.

Aber ich frage mich, warum Deutschland hier nur einen Kredit erhalten hat. An der LGV Rhin-Rhône hat sich die Schweiz direkt mit 100 Millionen beteiligt. Vielleicht weil der Frankreich-interne Nutzen kleiner war als bei Lindau-München.

Wegen einem Kredit über 50 Millionen?

Aphex Twin, Mittwoch, 08. August 2018, 16:14 (vor 12 Tagen) @ Alphorn (CH)

Jetzt übertreib mal nicht, das einzige was die Schweizer machen ist einen Kredit über 50 Millionen zu geben


Und Druck ausüben, das hat sicher nicht geschadet.

Aber ich frage mich, warum Deutschland hier nur einen Kredit erhalten hat. An der LGV Rhin-Rhône hat sich die Schweiz direkt mit 100 Millionen beteiligt. Vielleicht weil der Frankreich-interne Nutzen kleiner war als bei Lindau-München.

Zum Vergleich, die Kosten der beiden Strecken
- Lindau-München Ausbau: 440 Millionen Euro
- LGV Rhin-Rhône: 2,3 Millarden Euro

Der Unterschied Zuschuss/Kredit bleibt natürlich.

Wegen einem Kredit über 50 Millionen?

Twindexx @, St. Gallen (CH), Mittwoch, 08. August 2018, 18:57 (vor 11 Tagen) @ Aphex Twin

Hoi,

Aber ich frage mich, warum Deutschland hier nur einen Kredit erhalten hat. An der LGV Rhin-Rhône hat sich die Schweiz direkt mit 100 Millionen beteiligt. Vielleicht weil der Frankreich-interne Nutzen kleiner war als bei Lindau-München.

Das deutsche Finanzministerium wollte erstens nicht mehr Geld aus der Schweiz und zweitens wollten sie es als zu rückzahlendes Darlehen. Die Schweiz wäre für einen höheren Anteil und auch ohne Rückzahlpflicht bereit gewesen. Für Frankreich wurden sogenannte A-fonds-perdu-Beiträge gezahlt, also Beiträge, die von Frankreich nicht zurückgezahlt werden müssen. Deutschland hat dies nicht wollen, auch eine Beteiligung an der Gäubahn Singen-Stuttgart wurde vom deutschen Finanzministerium abgelehnt.

Zum Vergleich, die Kosten der beiden Strecken
- Lindau-München Ausbau: 440 Millionen Euro

Das ist so nicht ganz richtig. Die Schweiz zahlt ein rückzuzahlendes Darlehen von 50 Mio € an die Gesamtkosten von 210 Mio €. Dass die DB sich da bei der Kostenschätzung aber krass verrechnet hat, ist ein Problem, dass die DB mit den deutschen Geldgebern ausmachen muss. Die Schweiz bleibt bei 50 Mio €.

Die Schweizer Mitfinanzierung gewährt dem BAV aber eine umfassende Projektkontrolle mit uneingeschränkter Unterlagen-Einsicht. Als die DB bekannt gab, die Kosten würden die 210 Mio € deutlich sprengen und der Inbetriebnahme-Termin Dezember 2015 wäre hinfällig, hat das BAV auch von der Möglichkeit Gebrauch gemacht. Das BAV beauftragte die SBB, ein Team von Fachleuten im Namen des BAV zur DB zu schicken und alles genauestens nachzuprüfen. Insbesondere sollte der DB damit klar verständlich gemacht werden, dass es der Schweizer Politik Ernst darum ist. Anschliessend wurden dann auch die Bemühungen bei der DB deutlich verstärkt. Insofern ist die Behauptung, ohne die Schweiz würde da bis heute noch nichts laufen, eben auch nicht so ganz aus der Luft gegriffen.

Und auf der Gäubahn macht jetzt in erster Linie das Land Baden-Württemberg Dampf im Kessel, was natürlich in der Schweiz begrüsst wird.


Grüsse aus der Ostschweiz.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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[image]

Seit Februar 2018 erfolgreich im Fahrgasteinsatz:
Mehr Informationen zum SBB FV-Dosto.

Zum Glück zurückzuzahlen ...

Blaschke, Osnabrück, Mittwoch, 08. August 2018, 23:32 (vor 11 Tagen) @ Twindexx

Hallo.

Das deutsche Finanzministerium wollte erstens nicht mehr Geld aus der Schweiz und zweitens wollten sie es als zu rückzahlendes Darlehen. Die Schweiz wäre für einen höheren Anteil und auch ohne Rückzahlpflicht bereit gewesen. Für Frankreich wurden sogenannte A-fonds-perdu-Beiträge gezahlt, also Beiträge, die von Frankreich nicht zurückgezahlt werden müssen. Deutschland hat dies nicht wollen ...


Völlig zu Recht, wie man im folgenden liest.

Die Schweizer Mitfinanzierung gewährt dem BAV aber eine umfassende Projektkontrolle mit uneingeschränkter Unterlagen-Einsicht. Als die DB bekannt gab, die Kosten würden die 210 Mio € deutlich sprengen und der Inbetriebnahme-Termin Dezember 2015 wäre hinfällig, hat das BAV auch von der Möglichkeit Gebrauch gemacht. Das BAV beauftragte die SBB, ein Team von Fachleuten im Namen des BAV zur DB zu schicken und alles genauestens nachzuprüfen. Insbesondere sollte der DB damit klar verständlich gemacht werden, dass es der Schweizer Politik Ernst darum ist.


Typisch Schweiz. Ein paar mickrige Talerchen vom Reichtum, von dem wir besser nicht die Herkunft erfragen, rüberschicken und dann meinen, dass sei alles schon eigenes Staatsgebiet und sich dementsprechend aufführen in der Fremde.

Anschliessend wurden dann auch die Bemühungen bei der DB deutlich verstärkt.

Schön dämlich. Als Verantwortlicher hätte ich die 50 Mille direkt zurück überwiesen. Und noch 50 Millionen oben drauf bezahlt. Um anschließend drauf zu bestehen, dass ich mitrede bei diversen Schweizer Straßenbauprojekten wie der geplanten zweistöckigen Autobahn in Zürich zum Beispiel.


Schöne Grüße von jörg

--
Wer die Dummköpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen! (Jean Paul Sartre)

Du willst mitreden? Dann zieh hierher!

Chrispy, Donnerstag, 09. August 2018, 13:26 (vor 11 Tagen) @ Blaschke

Schön dämlich. Als Verantwortlicher hätte ich die 50 Mille direkt zurück überwiesen. Und noch 50 Millionen oben drauf bezahlt. Um anschließend drauf zu bestehen, dass ich mitrede bei diversen Schweizer Straßenbauprojekten wie der geplanten zweistöckigen Autobahn in Zürich zum Beispiel.

Wenn du da gerne mitreden möchtest, musst du dich jedoch beeilen und in die Schweiz ziehen. Nach 10 Jahren darfst du dich dann einbürgern lassen und wenn du Glück hast, wurde diese Bauvorhaben so lange verschleppt, so dass du bei der entscheidenden Abstimmung auch mitbestimmen kannst. Auch wenn es nicht reichen sollte, so könntest du trotzdem bei späteren Strassenprojekten mitbestimmen.
Falls es denn überhaupt ums Mitreden geht...

In die Schweiz ziehen? Das wäre ja Folter ...

Blaschke, Osnabrück, Donnerstag, 09. August 2018, 21:33 (vor 10 Tagen) @ Chrispy

Huhu.

Wenn du da gerne mitreden möchtest, musst du dich jedoch beeilen und in die Schweiz ziehen. Nach 10 Jahren darfst du dich dann einbürgern lassen

Zum Glück bin ich bis dahin längst hops - brauch ich nicht weiter drüber nachdenken ...

Falls es denn überhaupt ums Mitreden geht...

Nö. Ich will mitBESTIMMEN. Und nicht nur quasseln.


Schöne Grüße von jörg

--
Wer die Dummköpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen! (Jean Paul Sartre)

Zum Glück zurückzuzahlen ...

caboruivo, CH, Donnerstag, 09. August 2018, 21:47 (vor 10 Tagen) @ Blaschke

Hallo

Typisch Schweiz. Ein paar mickrige Talerchen vom Reichtum, von dem wir besser nicht die Herkunft erfragen, rüberschicken und dann meinen, dass sei alles schon eigenes Staatsgebiet und sich dementsprechend aufführen in der Fremde.

Na, na, na mein lieber Blaschi, sooo ungestüm ;)
Würdest du denn nicht wissen wollen, was. mit deinen Investitionen geschieht? Und dass man sich finanziell mitbeteiligt, wenn man davon profitiert, liegt auf der Hand...

Schön dämlich. Als Verantwortlicher hätte ich die 50 Mille direkt zurück überwiesen. Und noch 50 Millionen oben drauf bezahlt. Um anschließend drauf zu bestehen, dass ich mitrede bei diversen Schweizer Straßenbauprojekten wie der geplanten zweistöckigen Autobahn in Zürich zum Beispiel.

Genau, würdest du dich an diesem doppelstöckigen Highway finanziell beteiligen, hättest du ein Mitspracherecht. Nur hoffe ich, dass sich solchen Wahnsinn wie eine doppelstöckige A1 zu meinen Lebzeiten nicht verwirklichen lässt.

Grüsse zurück aus deinem Lieblingsland ;)

--
Nur falsche Prinzen reiten auf dem Schimmel, richtige in der Lokomotive

Wegen einem Kredit über 50 Millionen?

ThomasK, Mittwoch, 08. August 2018, 21:11 (vor 11 Tagen) @ Höllentalbahn

Jetzt übertreib mal nicht, das einzige was die Schweizer machen ist einen Kredit über 50 Millionen zu geben.


Es war stets die Schweiz, die Druck ausgeübt hat. Der Bremser war immer Deutschland.

In der ersten Betriebsstufe wird dann ab Dezember 2020 ein Zwei-Stunden-Takt mit EC zwischen Zürich HB und München Hbf gefahren. Genau eine Stunde versetzt dazwischen bestellt die Bayerische Eisenbahn Gesellschaft zwischen Memmingen und München Hbf einen schnellen RE.

Falls später die SBB den EC Zürich HB - München Hbf alle 60 Minuten fahren wollen, entfällt dann dieser schnelle RE. Nun wird aber die SBB kaum in Mindelheim halten, weswegen dann eine neue Regionalbahn fahren muss. Aus diesem Grund hat der Freistaat Bayern beim BVWP die Zweigleisigkeit Buchloe - Türkheim angemeldet. Dies wurde aber in Berlin abgelehnt.

Ich hoffe aber, dass sich später die SBB gnadenlos durchsetzen werden und über den freien Netzzugang nach EU-Recht den EC-Stundentakt Zürich HB - München Hbf erzwingen werden. Dann wird zwar das Geschrei im Allgäu groß sein, aber dann hätten sich die Allgäuer mal eher für die Zweigleisigkeit einsetzen müssen.

Wenigstens ist zwischen Buchloe und Türkheim die spätere Zweigleisigkeit bereits planerisch berücksichtigt. Anders zwischen Türkheim und Hergatz. Dort werden ohne Hirn und Verstand Fahrleitungsmasten teilweise dorthin gebaut, wo später das zweite Gleis errichtet wird.

Wegen einem Kredit über 50 Millionen?

Provodnik, Donnerstag, 09. August 2018, 00:00 (vor 11 Tagen) @ ThomasK

Mir wären keinerlei Ambitionen der SBB für einen 1h-Takt nach München bekannt, geschweige denn will man selbst im open-access nach Deutschland fahren.
Da hat wohl wer eine zu blühende Phantasie....

Wegen einem Kredit über 50 Millionen?

ThomasK, Donnerstag, 09. August 2018, 02:06 (vor 11 Tagen) @ Provodnik

Mir wären keinerlei Ambitionen der SBB für einen 1h-Takt nach München bekannt, geschweige denn will man selbst im open-access nach Deutschland fahren.
Da hat wohl wer eine zu blühende Phantasie....


Du scheinst offenbar im Deutschunterricht nicht aufgepasst haben, denn offenbar klappt es bei dir nicht mit dem Textverständnis.

Ich schrieb, dass, FALLS später einmal die SBB im Stundentakt fahren WOLLEN.

Keinesfalls schrieb ich, dass die SBB bereits heute PLANT, später einmal auf einen Stundentakt umzustellen.

Wenn es bei dir schon nicht mit dem Textverständnis klappt, dann arbeite wenigstens nicht mit Unterstellungen.

ZM: Go-Ahead gewinnt Lindau-München, bestellt 22 FLIRTs

Turbonegro, Dienstag, 07. August 2018, 21:38 (vor 12 Tagen) @ Alphorn (CH)

Das mach Sinn, denn Goahead hat in den Stuttgarter Netzen bisher auch Flirt in diversen Ausführungen eingekauft. Für die Stuttgarter Netze sind bereits drei-, vier-, fünf- und sechsteilige Flirt3, sowie dreiteilige FlirtXL bestellt.

Da passen die 22 vierteiligen Triebwagen ins Konzept.

Ich bin mal gespannt, wie die Farbe der Triebwagen ist. Im Bild des Artikels ist ein Baden-Würtemberg gelber Zug zu sehen, da Go Ahead bisher keine anderen Züge hat, könnte man ja der Einfachkeit die Baden-Württemberg Farben nehmen, zumal ein Teil des Netzes in Baden-Württemberg liegt.

Ebenfalls bin ich gespannt, wo die Wartung der Fahrzeuge stattfindet. Bekanntlich baut die Firma in Essingen (bei Aalen) ein Werk. Dies ist zwar Luftlinie nicht so weit weg, aber um schnell dort hin zu kommen, benötigt man Dieselvorspann auf der Brenz- und Illerbahn oder muss über Donauwörth nach München fahren, um dort einzuscheren.

Wartung durch Hersteller. Gutes Modell, denke ich

Alphorn (CH), Dienstag, 07. August 2018, 21:56 (vor 12 Tagen) @ Turbonegro

Ebenfalls bin ich gespannt, wo die Wartung der Fahrzeuge stattfindet. Bekanntlich baut die Firma in Essingen (bei Aalen) ein Werk. Dies ist zwar Luftlinie nicht so weit weg, aber um schnell dort hin zu kommen, benötigt man Dieselvorspann auf der Brenz- und Illerbahn oder muss über Donauwörth nach München fahren, um dort einzuscheren.

Nicht gesehen? Im Artikel wird unten erwähnt, dass Stadler Pankow die Wartung bei Aalen machen wird.

Ich finde, von diesem Modell profitieren alle Beteiligten. Der Hersteller ist motiviert, die Züge wartungsfreundlich zu machen, und kann aus der Wartung Erfahrungen für die nächste Zuggeneration schöpfen. Das sollte insgesamt die Kosten drücken. Auch ist die Verantwortlichkeit für die Verfügbarkeit der Züge glasklar - kein Schwarzer-Peter-Spiel zwischen Hersteller und Betreiber.

Wartung durch Hersteller. Gutes Modell, denke ich

Baselaner, Mittwoch, 08. August 2018, 05:04 (vor 12 Tagen) @ Alphorn (CH)

Auch ist die Verantwortlichkeit für die Verfügbarkeit der Züge glasklar - kein Schwarzer-Peter-Spiel zwischen Hersteller und Betreiber.

Wie meinst du das? Wie ist es denn vorher, bzw. jetzt, wenn das EVU auch die Wartung übernimmt?

Wartung durch Hersteller. Gutes Modell, denke ich

SPFVG, Mittwoch, 08. August 2018, 10:52 (vor 12 Tagen) @ Baselaner

Auch ist die Verantwortlichkeit für die Verfügbarkeit der Züge glasklar - kein Schwarzer-Peter-Spiel zwischen Hersteller und Betreiber.


Wie meinst du das? Wie ist es denn vorher, bzw. jetzt, wenn das EVU auch die Wartung übernimmt?

Der Hersteller gibt eine Garantie auf diverse Teile - je nachdem ca. 5 Jahre - und wenn die vorbei ist und Langzeitschäden aufkommen, dann steht das EVU dumm da.

Beispiel: Die diversen ICE-Achsprobleme.

Wenn der Hersteller wartet, muss er dagegen immer die Suppe auslöffeln, die er sich selbst gebaut/eingebrockt hat. Ich sehe das auch als Vorteil.

Wartung durch Hersteller. Gutes Modell, denke ich

Alphorn (CH), Mittwoch, 08. August 2018, 13:01 (vor 12 Tagen) @ SPFVG

Beispiel: Die diversen ICE-Achsprobleme.

Problematisch ist vor allem, wenn Betreiber und Hersteller sich streiten, ob nun ein Herstellungsfehler oder ein Wartungsfehler für die Schäden verantwortlich ist. Solange das nicht geklärt ist, wird häufig auch noch nichts repariert, da nicht klar ist, wer bezahlt. Das schadet der Kundschaft und kann im Modell "Wartung durch Hersteller" nicht mehr passieren.

Wartung durch Hersteller. Gutes Modell, denke ich

Baselaner, Mittwoch, 08. August 2018, 18:12 (vor 12 Tagen) @ Alphorn (CH)

Beispiel: Die diversen ICE-Achsprobleme.


Problematisch ist vor allem, wenn Betreiber und Hersteller sich streiten, ob nun ein Herstellungsfehler oder ein Wartungsfehler für die Schäden verantwortlich ist. Solange das nicht geklärt ist, wird häufig auch noch nichts repariert, da nicht klar ist, wer bezahlt. Das schadet der Kundschaft und kann im Modell "Wartung durch Hersteller" nicht mehr passieren.

Und dann werden sie sich streiten, wenn das Fahrzeug zu spät zugeführt wird, weil z.B. eine Streckensperrung vorlag. Deswegen kommt das Fahrzeug nicht planmäßig raus ... Wer ist Schuld? Alles Dinge, die heute intern geregelt werden!

Oder noch besser: Die Hersteller haben dann ein Monopol, weil ihnen faktisch die Fahrzeuge gehören. Was werden sie deshalb bei Modernisierungen machen? Wohl kräftig drauf schlagen beim Preis!

Softwareupdate, was regelmäßig gemacht werden muss. Wer muss das machen? Wer regelt dann den Preis? Schließlich gehören die Züge ja nicht dem Hersteller, sondern dem Land o.ä...

Die ganzen Gelder holen sich Hersteller Heute auch nicht mehr beim Einkauf, sondern über zukünftige Preise, die am Anfang keiner Berücksichtigt.

Es gibt sicher Vorteile, aber auch zig Nachteile, die man nicht vergessen darf!

Wartung durch Hersteller. Gutes Modell, denke ich

SPFVG, Freitag, 10. August 2018, 16:15 (vor 10 Tagen) @ Baselaner

Beispiel: Die diversen ICE-Achsprobleme.


Problematisch ist vor allem, wenn Betreiber und Hersteller sich streiten, ob nun ein Herstellungsfehler oder ein Wartungsfehler für die Schäden verantwortlich ist. Solange das nicht geklärt ist, wird häufig auch noch nichts repariert, da nicht klar ist, wer bezahlt. Das schadet der Kundschaft und kann im Modell "Wartung durch Hersteller" nicht mehr passieren.


Und dann werden sie sich streiten, wenn das Fahrzeug zu spät zugeführt wird, weil z.B. eine Streckensperrung vorlag. Deswegen kommt das Fahrzeug nicht planmäßig raus ... Wer ist Schuld? Alles Dinge, die heute intern geregelt werden!

Wen juckts? Das kann man doch alles im Vertrag regeln. Unverschuldetes, zu spätes Bereitstellen kann sich die Hersteller-Firma sicherlich gut schreiben lassen. Wäre ja im beiderseitigem Sinne. Für solche unvorhergesehenen Probleme hat man außerdem seine Reservefahrzeuge. Die müssen halt einsatzbereit sein - kann man ebenfalls im Vertrag spezifizieren wie viel Prozent immer verfügbar sein müssen.

Oder noch besser: Die Hersteller haben dann ein Monopol, weil ihnen faktisch die Fahrzeuge gehören. Was werden sie deshalb bei Modernisierungen machen? Wohl kräftig drauf schlagen beim Preis!

Auch eine Modernisierung kann man beim Kauf bereits spezifizieren, alle auzutauschenden Komponenten angeben (Sitze ja/nein, oder nur die Polster, Fußbodenbelag, Elektrik etc. pp) und bei unsicherer Lage kann man es sich optional anbieten lassen, dann hat man zumindest schon mal nen Preis.

Alternative: Einige Wartungsverträge werden nur für die ersten 15 Jahre abgeschlossen. Sprich man lässt das dann auslaufen - innerhalb von 15 Jahren sollte auch tiefer liegende Konstruktionsmängel aufgetaucht sein, wodurch man dann auf der sicheren Seite ist.

Softwareupdate, was regelmäßig gemacht werden muss. Wer muss das machen? Wer regelt dann den Preis? Schließlich gehören die Züge ja nicht dem Hersteller, sondern dem Land o.ä...

Genauso, bzw. man lässt sich nen Festpreis pro Update bei der Ausschreibung anbieten.

Die ganzen Gelder holen sich Hersteller Heute auch nicht mehr beim Einkauf, sondern über zukünftige Preise, die am Anfang keiner Berücksichtigt.

Richtig, deshalb muss der Käufer einen wasserdichten Vertrag mit allen Details und Kleinigkeiten formulieren. Denn für jeden Sonderwunsch wird die Hand aufgehalten.

Es gibt sicher Vorteile, aber auch zig Nachteile, die man nicht vergessen darf!

Man muss sie unter Kontrolle haben, das ist richtig. Heutzutage in Zeiten von Bananenprodukten seh ich persönlich aber keinen Ausweg mehr als die Herstellerwartung, es wird sonst einfach zu viel an der Qualität gespart, um ein/das günstigste Angebot zu machen und den Auftrag gewinnen zu können.

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