ICE-Kurzwende in München Hbf u.a. (Allgemeines Forum)

jojames @, Montag, 06. August 2018, 18:26 (vor 129 Tagen)

Hallo zusammen,


das Thema Kurzwenden im Allgemeinen wurde hier sicherlich schon ausreichend diskutiert mit Nachteilen und Vorteilen, wie z.B. höhere Wirtschaftlichkeit durch verringerte Standzeiten.

Heute habe ich in München eine recht ambitionierte ICE-Kurzwende mitbekommen:
ICE 523 aus Dortmund mit Planankunft um 10:07 wendete auf ICE 610 zurück nach Dortmund mit Planabfahrt um 9:28. Das bedeutete also eine rechnerische Standzeit von minus 39 Minuten. Tatsächlich kam der 523 um etwa 10:12 an und durfte um 10:27 wieder abfahren. Also könnten (alles Spekulatius) in der theoretisch nicht vorhandenen Standzeit sogar neue Reisepläne ausgelegt, die Mülleimer entleert, die Toiletten blitzblank poliert, das Bistro aufgefüllt, und dem Lokführer ein frisch gebrühter Kaffee vorbeigebracht worden sein. Mit 2 weiteren vergleichbaren Kurzwenden könnte dann die selbe 403er Doppeleinheit in Dortmund auf den ICE 611 wenden und dann in München wieder auf den ICE 522 wenden. Damit wären die Züge von 4:04 bis 1:56 durchgehend im Einsatz (theoretisch optimale Wirtschaftlichkeit). Zurück zur Realität: War hier jemand zufällig im 610er unterwegs?

Ganz allgemein: Gibts noch weitere Zugpaare, die für vergleichbare Kurzwenden genutzt werden?

OT: hatte den Eindruck, dass in der Münchener ehemaligen Schalterhalle Hbf (+Zwischengeschoss) und ehemaligen Schalterhalle Starnberger Bahnhof allerhand Geschäfte dicht gemacht haben (z.B. Blumen, FC Bayern). Sind da größere Bauarbeiten gepant (München 21?), sind die einfach pleite gegangen oder gibts andere Gründe?

Gute Fahrt,
Johannes

P.S. Nicht alles ist ganz ernst gemeint.

ICE-Kurzwende in München Hbf u.a.

Yassakka ⌂ @, München, Montag, 06. August 2018, 21:27 (vor 129 Tagen) @ jojames
bearbeitet von Yassakka, Montag, 06. August 2018, 21:28

Zur letzten Frage: den Geschäften wurde gekündigt, der gesamte Bereich im Herbst abgerissen weil der Platz für die Baugrube zur zweiten Stammstrecke benötigt wird. Die gesamte alte Schalterhalle kommt weg.

ICE-Kurzwende in München Hbf u.a.

ThomasK, Mittwoch, 08. August 2018, 00:35 (vor 128 Tagen) @ Yassakka

Zur letzten Frage: den Geschäften wurde gekündigt, der gesamte Bereich im Herbst abgerissen weil der Platz für die Baugrube zur zweiten Stammstrecke benötigt wird. Die gesamte alte Schalterhalle kommt weg.


Naja, bei der Landtagswahl wird es ein politisches Erdbeben geben und die größten Fanatiker des Tieftunnels werden ordentlich eins übergebraten bekommen. Die völlig beratungsresistente tunnelfanatische SPD wird von 21 % auf etwa 12 % geköpft werden. Da hält sich mein Mitleid in Grenzen. Wenn wir Glück haben, kommen diese Tunnelfanatiker noch unter 10 %.


Entscheidend ist aber, das in München Hbf wieder bei null abgefangen werden muss zu planen, da der S-Bahnhof Hbf mindestens um 80 m nach Westen verschoben werden muss.

Dafür gibt es aber keine Baugenehmigung.

Die Deutsche Bahn hofft tatsächlich, das ohne neues Planfeststellungsverfahren genehmigt zu bekommen. Es darf gelacht werden, zumal auch die gesamte Gradiente des Tieftunnels bis zur Hackerbrücke geändert werden muss, da die Maximalneigung von 40 Promille bereits ausgeschöpft war und die Westverschiebung den Bahnsteig in den Ausrundungsbogen hineinschiebt.

Auch am Ostbahnhof wackelt die gesamte Planung.

Wie ich schon schrieb: Am 14.10.2018 kommt die große Denkzettelwahl.

ICE-Kurzwende in München Hbf u.a.

Baselaner, Mittwoch, 08. August 2018, 05:24 (vor 127 Tagen) @ ThomasK

Zur letzten Frage: den Geschäften wurde gekündigt, der gesamte Bereich im Herbst abgerissen weil der Platz für die Baugrube zur zweiten Stammstrecke benötigt wird. Die gesamte alte Schalterhalle kommt weg.

Naja, bei der Landtagswahl wird es ein politisches Erdbeben geben und die größten Fanatiker des Tieftunnels werden ordentlich eins übergebraten bekommen. Die völlig beratungsresistente tunnelfanatische SPD wird von 21 % auf etwa 12 % geköpft werden. Da hält sich mein Mitleid in Grenzen. Wenn wir Glück haben, kommen diese Tunnelfanatiker noch unter 10 %.


Entscheidend ist aber, das in München Hbf wieder bei null abgefangen werden muss zu planen, da der S-Bahnhof Hbf mindestens um 80 m nach Westen verschoben werden muss.

Dafür gibt es aber keine Baugenehmigung.

Die Deutsche Bahn hofft tatsächlich, das ohne neues Planfeststellungsverfahren genehmigt zu bekommen. Es darf gelacht werden, zumal auch die gesamte Gradiente des Tieftunnels bis zur Hackerbrücke geändert werden muss, da die Maximalneigung von 40 Promille bereits ausgeschöpft war und die Westverschiebung den Bahnsteig in den Ausrundungsbogen hineinschiebt.

Auch am Ostbahnhof wackelt die gesamte Planung.

Wie ich schon schrieb: Am 14.10.2018 kommt die große Denkzettelwahl.

Und du meinst wirklich, dass wieder bei 0 angefangen wird und sich das ganze Projekt um zig Jahre (-zehnte) verschiebt?

ICE-Kurzwende in München Hbf u.a.

Mario-ICE, Mittwoch, 08. August 2018, 07:00 (vor 127 Tagen) @ ThomasK

Zur letzten Frage: den Geschäften wurde gekündigt, der gesamte Bereich im Herbst abgerissen weil der Platz für die Baugrube zur zweiten Stammstrecke benötigt wird. Die gesamte alte Schalterhalle kommt weg.

Naja, bei der Landtagswahl wird es ein politisches Erdbeben geben und die größten Fanatiker des Tieftunnels werden ordentlich eins übergebraten bekommen. Die völlig beratungsresistente tunnelfanatische SPD wird von 21 % auf etwa 12 % geköpft werden. Da hält sich mein Mitleid in Grenzen. Wenn wir Glück haben, kommen diese Tunnelfanatiker noch unter 10 %.


Entscheidend ist aber, das in München Hbf wieder bei null abgefangen werden muss zu planen, da der S-Bahnhof Hbf mindestens um 80 m nach Westen verschoben werden muss.

Dafür gibt es aber keine Baugenehmigung.

Die Deutsche Bahn hofft tatsächlich, das ohne neues Planfeststellungsverfahren genehmigt zu bekommen. Es darf gelacht werden, zumal auch die gesamte Gradiente des Tieftunnels bis zur Hackerbrücke geändert werden muss, da die Maximalneigung von 40 Promille bereits ausgeschöpft war und die Westverschiebung den Bahnsteig in den Ausrundungsbogen hineinschiebt.

Auch am Ostbahnhof wackelt die gesamte Planung.

Wie ich schon schrieb: Am 14.10.2018 kommt die große Denkzettelwahl.

Da hofft wohl einer auf ein Wunder wie bei Stuttgart 21? Es wird wahrscheinlich eine Denkzettelwahl geben, aber sicher nicht wegen diesem regionalen Projekt und politische Mehrheiten wird es dann immer noch geben, egal in welcher Konstellation.

ICE-Kurzwende in München Hbf u.a.

Ösi, Mittwoch, 08. August 2018, 09:31 (vor 127 Tagen) @ ThomasK

Und was ist gewonnen, wenn die Stimmen zu den Autofanatikern wandern?

ICE-Kurzwende in München Hbf u.a.

Southwest Chief, Mittwoch, 08. August 2018, 17:24 (vor 127 Tagen) @ ThomasK

Naja, bei der Landtagswahl wird es ein politisches Erdbeben geben und die größten Fanatiker des Tieftunnels werden ordentlich eins übergebraten bekommen. Die völlig beratungsresistente tunnelfanatische SPD wird von 21 % auf etwa 12 % geköpft werden. Da hält sich mein Mitleid in Grenzen. Wenn wir Glück haben, kommen diese Tunnelfanatiker noch unter 10 %.

Träum weiter. Bislang war das gar kein Wahlkampfthema, ausserhalb Münchens weiss niemand darum.

Und gerade die konservatien AfD-Wähler sind weiter-so-Heinis. Law and order-Typen. Neue Erkenntnisse? Interessieren die nicht.

Die Deutsche Bahn hofft tatsächlich, das ohne neues Planfeststellungsverfahren genehmigt zu bekommen. Es darf gelacht werden, zumal auch die gesamte Gradiente des Tieftunnels bis zur Hackerbrücke geändert werden muss, da die Maximalneigung von 40 Promille bereits ausgeschöpft war und die Westverschiebung den Bahnsteig in den Ausrundungsbogen hineinschiebt.

Auch am Ostbahnhof wackelt die gesamte Planung.

Da wackelt gar nichts. In der Hinsicht wäscht die Hand der Politiker die andere Hand. Wie immer. Amigos ist dir ein Begriff?

Planungsfehler kann man nicht vertuschen

ThomasK, Mittwoch, 08. August 2018, 21:48 (vor 127 Tagen) @ Southwest Chief

Träum weiter. Bislang war das gar kein Wahlkampfthema, ausserhalb Münchens weiss niemand darum.


Richtig ist, dass außerhalb des Gebiets des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes die Zweite Stammstrecke kein Wahlkampfthema ist, obwohl sie es sein sollte, da viele GFVG-Projekte auf Eis liegen und die Regionalisierungsgelder zweckentfremdet werden.

Aber es gilt die Binsenweisheit, dass Bayerische Landtagswahlen in Oberbayern gewonnen und in Oberbayern verloren werden.

Jeder Bayerische Landespolitiker weiß, dass er an Oberbayern niemals vorbeikommt, wenn er erfolgreich sein will. Auch der Franke Söder hat schon verdammt viel oberbayerische Kreide gefressen.

Oberbayern ist die Boomregion Bayerns; im Großraum München sitzen ein Viertel aller DAX-Konzerne. Das wäre politischer Selbstmord das zu ignorieren.

Auch am Ostbahnhof wackelt die gesamte Planung.


Da wackelt gar nichts.


Das werden wir noch sehen, was da am Ostbahnhof noch alles wackelt. :)

In der Hinsicht wäscht die Hand der Politiker die andere Hand. Wie immer. Amigos ist dir ein Begriff?


Hier geht es aber nicht um unwichtiges Design- oder Marketingblabla, sondern um ingenieurtechnische Sachzwänge.

Die Amigos könnten zwar analog gerne beschließen, dass die Lichtgeschwindigkeit verdoppelt wird und das der Bevölkerung als Riesenerfolg verkaufen, aber spätestens dann, wenn die Funksignale nicht stimmen, die GPS-Satelliten abstürzen und alle Berechnungen falsch sind, dann gibt´s ein Volksaufstand, weil dann auch die letzten Deppen merken, dass die mit 200 km/h mit der Schnauze auf den Prellbock geknallt sind.

Hinter den Kulissen steht den Amigos bei Stuttgart 21 der Angstschweiß auf der Stirn, weil man sich nicht traut, vor der Öffentlichkeit zuzugeben, dass der Kopfbahnhof teilweise stehen bleiben muss, da sonst der ganze Betrieb zusammenbricht.

Aber: Genauso wenig wie eine Schwangerschaft nicht ewig verheimlicht werden kann, kommt es irgendwann zur Bankrotterklärung. :)

Planungsfehler ohne Ende. Deutschland, die Bananenrepublik.

Ich gebe dir zwar recht, dass viele Wähler aus anderen Gründen am 14.10. schallende Ohrfeigen verteilen werden, aber die Zweite Stammstrecke kommt ganz sicher noch als Verstärker für die Ohrfeigenwahl dazu.

Die Zweite Stammstrecke trägt nämlich ganz erheblich dazu bei, dass viele Wähler, die 2013 SPD gewählt haben, jetzt Grün wählen werden.

Anstatt der Bayerischen Staatsregierung auf die Finger zu schauen und das Fehlplanungsprojekt ankreiden, hat die SPD, als die CSU in Erwägung zog auszusteigen, den Tieftunnel noch gepusht!

+1. Leider nicht erfunden

musicus @, Mittwoch, 08. August 2018, 23:30 (vor 127 Tagen) @ ThomasK

- kein Text -

ICE-Kurzwende in München Hbf u.a.

Manitou, Dienstag, 07. August 2018, 01:14 (vor 128 Tagen) @ jojames

Es dürfte sich um eine operative Kurzwende gehandelt haben, um einen Zugausfall zu vermeiden. Negative Wendezeiten werden im Fahrplan sicherlich nicht vorgesehen.

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