2019 EC Zürich-München ein Zugspaar weniger und via Kempten. (Allgemeines Forum)

Twindexx @, St. Gallen (CH), Mittwoch, 16. Mai 2018, 13:23 (vor 94 Tagen)

Hoi zäme,

Heute haben die SBB in Winterthur über die Neuerungen im Fahrplan 2019 informiert. Dieser ist ab 09. Dezember 2018 gültig. Neben umfassenden Änderungen in der Ostschweiz mit mehr und schnelleren Züge sowie besseren Anschlüssen wird die letzte Etappe der vierten Teilergänzungen der Zürcher S-Bahn in Betrieb gehen, auch auf der reaktivierten Strecke Delle-Belfort wird der Betrieb aufgenommen und der Léman Express Lancy-Pont-Rouge - Genève - Coppet wird im Viertelstundentakt verkehren (ein Jahr später folgt die Inbetriebnahme der CEVA nach Annemasse mit halbstündlichen Fernverkehrszügen und der Verlängerung dieses Viertelstundnetakts im S-Bahn-Verkehr).

Auf der anderen Seite wird es auch einige Einschränkungen durch Bauarbeiten geben. Im Raum Lausanne muss das Angebot des Fernverkehrs Sonntagabend bis Freitagmorgen jeweils ab 20:00 Uhr bis zur Betriebsaufnahme am nächsten Morgen ausgedünnt werden. Freitag- und Samstagabend wird das Angebot auch nach 20:00 Uhr bis Betriebsschluss nicht ausgedünnt um der höheren Abendnachfrage an diesen beiden Wochentagen gerecht zu werden.

Am Zugersee Ost steht immernoch die anderthalbjährige Vollsperre von Juni 2019 bis Dezember 2020 auf dem Programm. Die Züge würden mit einer Fahrzeitverlängerung von 10 bis 15 Minuten mit Spitzkehre in Rotkreuz umgeleitet. Hier steht noch ein Urteil des Bundesgerichts in Lausanne aus, dass im dritten Quartal 2018 noch erwartet wird. Anwohner sind bereits beim Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen mit einer Klage gegen das Bauvorhaben 1.7 km Doppelspur in Walchwil Nord für einen durchgehenden Halbstundentakt Zürich-Tessin sowie der S-Bahn gescheitert, sie haben die Klage aber vor das letztinstanzliche Bundesgericht nach Lausanne weitergezogen.

Im internationalen Fernverkehr wird das Angebot des EC München-Zürich(-Basel) von vier auf drei Zugspaare am Tag reduziert, Grund dafür sind die Bauarbeiten zur Elektrifikation in Deutschland. Ausserdem werden die Fahrzeiten wegen der Führung aller EC via Kempten um bis zu 20 Minuten verlängert.
Im Schweizer Abschnitt werden die EC wegen der restlichen Angebotsanpassungen im Raum Ostschweiz in die neue zusätzliche Sprinterfahrlage verlegt und die Halte in Wil und Gossau werden entfallen. Damit ergibt sich für die Gesamtstrecke eine leichte Fahrzeitverlängerung, obwohl die Fahrzeit Zürich-St. Gallen reduziert wird. Die EC müssen deshalb bis zu zwölf Minuten in St. Margrethen stehenbleiben.

Für die Zukunft wird es dann ab Dezember 2020 sechs EC-Paare zwischen Zürich und München geben. Verschiedene Akteure arbeiten ausserdem daran, bis 2026 durchgehend alle zwei Stunden die ICE bis Chur verkehren zu lassen.


Ab 28. Mai wird dann bis Mitte Juni der Fahrplanentwurf in der Schweiz öffentlich aufgeschaltet und das öffentliche Fahrplanvernehmlassungsverfahren durchgeführt. Mitte September wird dann der definitive Fahrplan veröffentlicht und Mitte Oktober folgt der SBB Onlinefahrplan.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Spitzkehre in Rotkreuz: EC Zürich - Mailand?

JumpUp @, Mittwoch, 16. Mai 2018, 14:01 (vor 94 Tagen) @ Twindexx

Am Zugersee Ost steht immernoch die anderthalbjährige Vollsperre von Juni 2019 bis Dezember 2020 auf dem Programm. Die Züge würden mit einer Fahrzeitverlängerung von 10 bis 15 Minuten mit Spitzkehre in Rotkreuz umgeleitet.

Wenn für anderthalb Jahre die EC eine Spitzkehre in Rotkreuz durchführen:

Kommt auch hier zu einer Verlängerung der Fahrzeit der EC? Ich habe neulich gelesen, dass (bis zur Eröffnung des Ceneri-Basistunnel) der Fahrplan derart viel Puffer beinhaltet, dass im Rahmen der Rotkreuz-Spitzkehre eben keine Fahrzeitverlängerung für die Achse Zürich - Mailand entsteht.

Stimmt dies?

Spitzkehre in Rotkreuz: EC Zürich - Mailand?

Twindexx @, St. Gallen (CH), Mittwoch, 16. Mai 2018, 20:06 (vor 94 Tagen) @ JumpUp

Hoi,

Kommt auch hier zu einer Verlängerung der Fahrzeit der EC? Ich habe neulich gelesen, dass (bis zur Eröffnung des Ceneri-Basistunnel) der Fahrplan derart viel Puffer beinhaltet, dass im Rahmen der Rotkreuz-Spitzkehre eben keine Fahrzeitverlängerung für die Achse Zürich - Mailand entsteht.

Stimmt dies?

Das ist richtig, die Fahrzeitverlängerung der Umleitung kann für den EC unterwegs aufgefangen werden. Allerdings wird die Fahrzeit des EC dann schon sehr straff, Arth-Goldau -> Bellinzona wird man gar zwei Minuten schneller zurücklegen (müssen) als dann im Zielkonzept Fahrplan 2021.

Die Fahrzeitverlängerung betrifft einfach alle Schnellzüge im Abschnitt zwischen Zürich/Luzern und Bellinzona/Lugano. Die Wendezeiten der Zügen in Rotkreuz wird sich je nach Zug zwischen fünf und neun Minuten bewegen. Manche Korrespondenzen werden von Arth-Goldau nach Rotkreuz verlegt, so wird der IC 21 Richtung Basel in Rotkreuz halten, in Gegenrichtung nicht. Der IR 26 wird RIchtung Erstfeld in Rotkreuz halten und in der Gegenrichtung in dieser Zeit sogar planmässig ohne Halt via Meggen am Luzerner See entlang fahren.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Spitzkehre in Rotkreuz: EC Zürich - Mailand?

Twindexx @, St. Gallen (CH), Mittwoch, 16. Mai 2018, 20:26 (vor 94 Tagen) @ Twindexx
bearbeitet von Twindexx, Mittwoch, 16. Mai 2018, 20:26

Der IR 26 wird RIchtung Erstfeld in Rotkreuz halten und in der Gegenrichtung in dieser Zeit sogar planmässig ohne Halt via Meggen am Luzerner See entlang fahren.

Das sollte natürlich Vierwaldstättersee heissen. Das kommt davon, wenn man vor lauter Städtenamen und Streckenführungen sonstige geografischen Bezeichnungen gedanklich gerade beiseite gelegt hat. ;-D

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2019 EC Zürich-München ein Zugspaar weniger und via Kempten.

moonglum ⌂ @, Hagen, Mittwoch, 16. Mai 2018, 14:43 (vor 94 Tagen) @ Twindexx

Oh was, wie?

Zürich-München über Kempten? Ab wann und bis wann? Das ist ja herrlich....

--
Schöne Grüße,
bevorzugt aus den EC 6/7/8/9, ICE 102, 103 und 515
Web: www.bio12code-institut.eu
Foto: EC9 in Wuppertal Hbf
(Gewitterumleitung 15.6.14)
[img]http://abload.de/img/img_4408g6yu6.jpg[/

2019 EC Zürich-München ein Zugspaar weniger und via Kempten.

18 607 @, am schönsten Bahnhof Deutschlands ;-), Mittwoch, 16. Mai 2018, 15:37 (vor 94 Tagen) @ moonglum

Guten Nachmittag,

Oh was, wie?

Zürich-München über Kempten? Ab wann und bis wann? Das ist ja herrlich....

Bereits seit 24.03. bis Anfang Oktober, im Juli ist Umleitung nach Augsburg.

Nächstes Jahr ebenso ab Ende März bis Ende September.

Ohne Halt in Kempten!!

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Grüßle

Hans-Jörg

Soo schön ist's hier

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(Und es wird noch schöner werden...)

2019 EC Zürich-München ein Zugspaar weniger und via Kempten.

moonglum ⌂ @, Hagen, Mittwoch, 16. Mai 2018, 16:00 (vor 94 Tagen) @ 18 607

Oh, das ist ja eine wunderschöne Strecke, plane gleich den Panoramawagen ein...

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Warum kein Halt in Kempten?

chriL999 @, Mittwoch, 16. Mai 2018, 22:08 (vor 94 Tagen) @ 18 607

Kann mir jemand bitte erklären, warum kein Halt in Kempten gemacht wird?
Gerade auch vor dem Hintergrund, dass ja auch Buchloe-Memmingen aktuell nicht bedient wird und andere EC-Züge durchaus schon in Kempten gehalten haben.
Ist der Zeitdruck so groß?

Warum kein Halt in Kempten?

Gast, Donnerstag, 17. Mai 2018, 10:12 (vor 94 Tagen) @ chriL999

Der EC 191 z.B. hat mit 1 h 34 min von Lindau nach Buchloe eine sehr knappe Fahrzeit, da läge kein Halt drin, bei einigen anderen wohl eigentlich schon...

Warum kein Halt in Kempten?

Twindexx @, St. Gallen (CH), Donnerstag, 17. Mai 2018, 13:23 (vor 93 Tagen) @ Gast
bearbeitet von Twindexx, Donnerstag, 17. Mai 2018, 13:24

Hoi,

Der EC 191 z.B. hat mit 1 h 34 min von Lindau nach Buchloe eine sehr knappe Fahrzeit, da läge kein Halt drin, bei einigen anderen wohl eigentlich schon...

Der Halt liegt im Prinzip bei allen EC locker drin. Das wurde in der Vergangenheit schon zur Genüge bewiesen, wo bei Umleitungen auch alle EC in Kempten hielten. Mit der Umleitung ist man eh schon länger unterwegs, da spielt das keine Rolle mehr.

Es geht wohl eher um was anderes: Man will Kempten wohl nicht mehr an ein regelmässiges EC-Angebot über mehrere Monate hinweg gewöhnen, wenn nach Dezember 2020 eh überhaupt kein EC mehr via Kempten fahren wird. Die Oberstdorfer IC werden dann das einzige Fernverkehrangebot in Kempten sein und die Strecke Immenstadt-Hergatz wird gar keinen Fernzug mehr sehen.
EC 196/197 werden einfach noch bis Dezember 2020 erhalten bleiben, aber dann auch im elektrischen Taktangebot via Memmingen aufgehen.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Warum kein Halt in Kempten?

Gast, Donnerstag, 17. Mai 2018, 14:26 (vor 93 Tagen) @ Twindexx

Bei genau 1:34 Fahrzeit würde es halt nicht gehen; in der Schweiz bleibt der Zug im üblichen Takt, das wird man nicht ändern wollen, folglich müsste man die Fahrzeit zwischen Buchloe und München ein paar Minuten verlegen, da wäre zu prüfen, ob das geht oder ob dann z.B. eine S-Bahn im Weg wäre und gleich 10 oder 20 Minuten daraus würden.

Im Prinzip finde ich ja auch, der EC ist eh nicht dazu da, schnellstmöglich von Endbahnhof zu Endbahnhof zu fahren, schon gar nicht während der Umleitung, und von daher wäre eine Anbindung von Kempten nicht schlecht.

Warum kein Halt in Kempten?

Twindexx @, St. Gallen (CH), Donnerstag, 17. Mai 2018, 18:43 (vor 93 Tagen) @ Gast
bearbeitet von Twindexx, Donnerstag, 17. Mai 2018, 18:43

Hoi,

Bei genau 1:34 Fahrzeit würde es halt nicht gehen; in der Schweiz bleibt der Zug im üblichen Takt, das wird man nicht ändern wollen, folglich müsste man die Fahrzeit zwischen Buchloe und München ein paar Minuten verlegen, da wäre zu prüfen, ob das geht oder ob dann z.B. eine S-Bahn im Weg wäre und gleich 10 oder 20 Minuten daraus würden.

Wie bereits geschrieben, in früheren planmässigen Umleitungen haben jeweils alle EC in Kempten gehalten. Ankunftszeit in München Hbf weiss ich nicht mehr auswendig (war aber definitiv vor der vollen Stunde), Abfahrtszeit Richtung Zürich war jeweils gerade xx:04 (EC 196 fährt ja als einziger ungerade).
Da war das jeweils all die Jahre kein Problem und wurde immer so gemacht. Nur jetzt wo es gleich mehrere Monate am Stück gemacht wird und bevor alle EC in Kempten komplett gestrichen werden, macht man es plötzlich anders. Ich will jetzt nichts unterstellen, aber wirklich sinnvoll wirken die Erklärungen dafür, durch Kempten durchzufahren, eben nicht so wirklich.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Gast, Donnerstag, 17. Mai 2018, 10:19 (vor 94 Tagen) @ 18 607

im Juli ist Umleitung nach Augsburg.

11. Juni - 1. Juli, oder? Schade, daß es immer Umleitungen nach Augsburg und nicht über Augsburg an den Zielort des Zuges werden...

2019 EC Zürich-München ein Zugspaar weniger und via Kempten.

ALR997 @, Donnerstag, 17. Mai 2018, 22:34 (vor 93 Tagen) @ Gast

im Juli ist Umleitung nach Augsburg.

11. Juni - 1. Juli, oder? Schade, daß es immer Umleitungen nach Augsburg und nicht über Augsburg an den Zielort des Zuges werden...

Wieso, Augsburg ist doch dann Zielort des Zuges... ;-)

Aber ernsthaft, was wären die Folgen einer Durchbindung? Zunächst einmal wäre in Augsburg ein Lok- da Fahrtrichtungswechsel notwendig. Die Frage, ob man E-Loks da hat, die man in Richtung München ankoppeln kann, denn mit Diesellok auf der 230-kmh-Ausbaustrecke dürfte nur mäßig zielführend sein. Je nach Wendezeit wird dann in München nochmal ein schneller Lokwechsel gemacht auf eine andere E-Lok. Oder eine überschlagene Wende, die dann nur eine Lok, dafür aber deutlich mehr Wagen bräuchte. Und dann Richtung Zürich folgt wieder ein Lokwechsel in Augsburg.

Die Reisezeit dürfte ähnlich sein, wie wenn man einfach in Augsburg in einen ICE nach München umsteigt ^^

2019 EC Zürich-München ein Zugspaar weniger und via Kempten.

Twindexx @, St. Gallen (CH), Donnerstag, 17. Mai 2018, 22:25 (vor 93 Tagen) @ 18 607

Hoi,

Nächstes Jahr ebenso ab Ende März bis Ende September.

Nein, ab 09. Dezember 2018 eben ganzjährig via Kempten und ganzjährig nur drei Zugspaare. Dafür wird das Angebot des IC-Bus ausgebaut. Das bleibt so bis Dezember 2020. Danach keine IC-Busse mehr und sechs EC-Paare.

Mitte Juli bis Mitte September 2019 gar keine EC wegen Sperre Lindau - Lochau-Hörbranz.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Zugschlus ⌂ @, RSIG, Mittwoch, 16. Mai 2018, 15:45 (vor 94 Tagen) @ Twindexx

Am Zugersee Ost steht immernoch die anderthalbjährige Vollsperre von Juni 2019 bis Dezember 2020 auf dem Programm. Die Züge würden mit einer Fahrzeitverlängerung von 10 bis 15 Minuten mit Spitzkehre in Rotkreuz umgeleitet.

Für anderthalb Jahre würde sich doch fast eine (temporäre) Verbindungskurve über das freie Feld bei Rotkreuz lohnen? Oder darf man in der Schweiz auch keine neuen Bahnübergänge mit Schranken bauen?

https://goo.gl/maps/MiHLczrGX6K2

Grüße
Marc

Situation Zugersee.

Twindexx @, St. Gallen (CH), Mittwoch, 16. Mai 2018, 20:18 (vor 94 Tagen) @ Zugschlus
bearbeitet von Twindexx, Mittwoch, 16. Mai 2018, 20:20

Hoi,

Für anderthalb Jahre würde sich doch fast eine (temporäre) Verbindungskurve über das freie Feld bei Rotkreuz lohnen? Oder darf man in der Schweiz auch keine neuen Bahnübergänge mit Schranken bauen?

Nein, das würde sich nicht lohnen. Der Aufwand ist zu hoch für ein temporäres Bauwerk und langfristig liesse sich dieses Bauwerk auch nicht nutzen. Auch im Störungsfall würde es wegen der Abkreuzungskonflikte keinen Nutzen generieren. Man muss ja bedenken, dass ein Zug Richtung Norden zeitgleich vier Trassen auf zwei Strecken benötigt, erstmal auf den jeweiligen Streckengleisen der beiden Richtungen und auch auf den jeweiligen zu kreuzenden Gegengleisen der beiden Strecken. In so einem dicht belegten Netz ist dies fast nicht zu realisieren.

Man hat sich dann stattdessen dazu entschieden, die Strecke Rotkreuz-Hünenberg Chämleten auf Doppelspur auszubauen. Diese Doppelspur wird nach Ende der Umleitungen auch künftig für einen Angebotsausbau auf der Achse Zürich-Luzern sowie für eine flexiblere Fahrplangestaltung genutzt werden.

Im Bahnhof Rotkreuz werden während der Umleitungen zudem auch einige der Korrespondenzen zwischen den Schnellzügen stattfinden, die sich sonst in Arth-Goldau befinden. Im Bahnhof Arth-Goldau steht dann ja auch nur der Luzerner Bahnhofteil für alle Züge zur Verfügung. Dies ist auch in Zug eine sehr grosse Knacknuss, welche dazu führt, dass wegen den zweistündlichen IC 2 die IR 75 Richtung Zürich-Konstanz jeweils zweistündlich in Rotkreuz durchfahren müssen.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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? zu Zugersee-Ost-Ausbau

Chrispy, Donnerstag, 17. Mai 2018, 12:58 (vor 94 Tagen) @ Twindexx
bearbeitet von Chrispy, Donnerstag, 17. Mai 2018, 13:00

Danke für die Zusammenfassung.

Am Zugersee Ost steht immernoch die anderthalbjährige Vollsperre von Juni 2019 bis Dezember 2020 auf dem Programm. Die Züge würden mit einer Fahrzeitverlängerung von 10 bis 15 Minuten mit Spitzkehre in Rotkreuz umgeleitet.

Mit einer durchgehenden Geschwindigkeit von 75 km/h bildete diese Strecke ja sogar schon vor der eröffnung des GBT den langsamsten Teil der Strecke Zürich-Chiasso. Ja, sie ist gar eine der langsamstbefahrenen Strecken des Schweizer Normalspurnetzes. Daher würde es sich doch anbieten hier die v_max gleich etwas anzuheben um so möglichst billig an Fahrzeitreserven- oder auch bessere Fahrzeiten/Anschlüsse für den Regionalverkehr zu kommen. Ist sowas geplant oder verpasst man die Chance wieder, wie beim Doppelspurausbau der Kurve vor Rotkreuz?

! zu Zugersee-Ost-Ausbau

Twindexx @, St. Gallen (CH), Donnerstag, 17. Mai 2018, 13:15 (vor 93 Tagen) @ Chrispy

Hoi,

Mit einer durchgehenden Geschwindigkeit von 75 km/h bildete diese Strecke ja sogar schon vor der eröffnung des GBT den langsamsten Teil der Strecke Zürich-Chiasso. Ja, sie ist gar eine der langsamstbefahrenen Strecken des Schweizer Normalspurnetzes. Daher würde es sich doch anbieten hier die v_max gleich etwas anzuheben um so möglichst billig an Fahrzeitreserven- oder auch bessere Fahrzeiten/Anschlüsse für den Regionalverkehr zu kommen. Ist sowas geplant oder verpasst man die Chance wieder, wie beim Doppelspurausbau der Kurve vor Rotkreuz?

Die Strecke Zug - Arth-Goldau wird planmässig in 14 bis 15 Minuten zurückgelegt. Das passt perfekt zu den Systemkreuzungen des halbstündlichen Fernverkehrs mit Anschlussknoten um 00/30 in Zug sowie um 15/45 in Arth-Goldau. Eine höhere Geschwindigkeit würde somit keinen Nutzen stiften, da keine besseren Fahrlagen oder Anschlüsse dadurch ermöglicht werden könnten. Ein Ausbau für höhere Geschwindigkeiten würde daher nur mehr kosten als bisher für den Substanzerhalt und Schutz vor Naturgefahren budgetiert worden ist und würde zudem auch eine längere Doppelspur erfordern als wie sie derzeit geplant ist, was wiederum ebenfalls deutlich mehr kosten würde. Die Höchstgeschwindigkeit auf dieser Strecke bleibt daher für die Reihe R bei 75 km/h.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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