(SPON) Schnellfahr-Offensive der Bahn erfolglos (Allgemeines Forum)

MF_5289 @, Samstag, 14. April 2018, 09:31 (vor 94 Tagen)

Der Spiegel berichtet das die Schnellfahroffensive wohl nicht den gewünschten Erfolg in Sachen Pünktlichkeit erzielt hat.

Test nicht erfolgreich

Bei dem Experiment sollten "vorhandene Fahrzeitenreserven" genutzt werden. Doch die Auswertung des Versuchs zeigt: Die zügige Fahrweise hat sich nicht positiv auf die Pünktlichkeit ausgewirkt. Der Zeitgewinn, der auf der Strecke erzielt wurde, sei vor den großen Knotenbahnhöfen, etwa Hannover oder Frankfurt am Main, wieder aufgezehrt worden, heißt es von der Bahn.

(SPON) Schnellfahr-Offensive der Bahn erfolglos

Tabernaer @, Samstag, 14. April 2018, 09:46 (vor 94 Tagen) @ MF_5289

Das hat man erst durch diesen Test herausgefunden? Wahnsinn! In welcher Welt leben die Bahnoberen eigentlich?

(SPON) Schnellfahr-Offensive der Bahn erfolglos

Frecciarossa, Samstag, 14. April 2018, 09:51 (vor 94 Tagen) @ Tabernaer

War ja klar, dass jetzt die Schlaumeier wieder aus den Löchern kriechen. Merke: In einem komplexen System ist ein Versuch oder eine Simulation ein geeignetes Verfahren, um die Auswirkung einer Änderung zu untersuchen.

(SPON) Schnellfahr-Offensive der Bahn erfolglos

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Samstag, 14. April 2018, 10:41 (vor 94 Tagen) @ Frecciarossa

Vielleicht sollten sich die Bahnoberen mal intensiv mit den Erfahrungen ihrer Lokführer auseinander setzen und sich berichten lassen. Die können einem im Vertrauen nämlich richtige Revolvergeschichten zu typischen Betriebssituationen erzählen.

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Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

(SPON) Schnellfahr-Offensive der Bahn erfolglos

ICE-TD, Samstag, 14. April 2018, 09:54 (vor 94 Tagen) @ Tabernaer

Den Praktikern war das auch vor dem "Projekt" klar, aber so konnte man wieder ein paar Projektmanager beschäftigen, irgendwelche sinnlosen Statistiken erstellen und auswerten und Aktionismus zeigen.
Hauptsächlich war es Ende letzten Jahres wohl eher ein verzweifelter Versuch die Boni zu retten die es für das Erreichen des Pünktlichkeitsziels geben sollte.
Und nebenbei gabs noch zig schadhafte Wagen wegen Flachstellen durch den Unfug.

(SPON) Schnellfahr-Offensive der Bahn erfolglos

Taurus83 @, Nürnberg, Samstag, 14. April 2018, 11:43 (vor 94 Tagen) @ ICE-TD

Den Praktikern war das auch vor dem "Projekt" klar, aber so konnte man wieder ein paar Projektmanager beschäftigen, irgendwelche sinnlosen Statistiken erstellen und auswerten und Aktionismus zeigen.
Hauptsächlich war es Ende letzten Jahres wohl eher ein verzweifelter Versuch die Boni zu retten die es für das Erreichen des Pünktlichkeitsziels geben sollte.
Und nebenbei gabs noch zig schadhafte Wagen wegen Flachstellen durch den Unfug.

Mal davon abgesehen wirkt sich das ja eher unangenehm auf den Reisekomfort aus und ist zudem negativ für die Umweltbilanz. Ich hatte mal von einem Projekt bei der SBB gelesen das genau in die andere Richtung geht – der Lokführer bekommt quasi die „minimale“ Geschwindigkeit angezeigt die er fahren muss um das Ziel nach Fahrplan zu erreichen. Gut, bin ich jetzt auch kein Fan von, irgendein Mittelding finde ich sinnvoll.


Viele Grüße,
Bernhard

(SPON) Schnellfahr-Offensive der Bahn erfolglos

ICE-TD, Samstag, 14. April 2018, 12:03 (vor 94 Tagen) @ Taurus83

Diese Zuglaufregelung gibts testweise jetzt auch im Bereich Mitte und Südost in Deutschland Zuglaufregelung, allerdings ist man da wohl wirklich noch am testen, was man da derzeit angezeigt bekommt ist oft unsinnig.

Wie einfach das Weltbild doch sein kann ... ^^

Baselaner, Samstag, 14. April 2018, 19:00 (vor 93 Tagen) @ ICE-TD

Den Praktikern war das auch vor dem "Projekt" klar, aber so konnte man wieder ein paar Projektmanager beschäftigen, irgendwelche sinnlosen Statistiken erstellen und auswerten und Aktionismus zeigen.
Hauptsächlich war es Ende letzten Jahres wohl eher ein verzweifelter Versuch die Boni zu retten die es für das Erreichen des Pünktlichkeitsziels geben sollte.


Woher hast du diese ganzen Insiderinfos? Aber eins wird klar: Das Weltbild wurde bestätigt. ;)

Wie einfach das Weltbild doch sein kann ... ^^

ICE-TD, Sonntag, 15. April 2018, 00:37 (vor 93 Tagen) @ Baselaner

Den Praktikern war das auch vor dem "Projekt" klar, aber so konnte man wieder ein paar Projektmanager beschäftigen, irgendwelche sinnlosen Statistiken erstellen und auswerten und Aktionismus zeigen.
Hauptsächlich war es Ende letzten Jahres wohl eher ein verzweifelter Versuch die Boni zu retten die es für das Erreichen des Pünktlichkeitsziels geben sollte.

Woher hast du diese ganzen Insiderinfos? Aber eins wird klar: Das Weltbild wurde bestätigt. ;)

Das wird leider fast täglich bestätigt, mir wäre es lieber wenn es nicht so wäre. Man braucht sich nur die Entwicklung in diesem Jahr anschauen, da hilft auch kein neues Lagezentrum, mir reicht da was ich täglich draußen erlebe und mit was ich rumfahren muß. Ich würde lieber pünktlich Feierabend machen.

Wie einfach das Weltbild doch sein kann ... ^^

Baselaner, Sonntag, 15. April 2018, 07:26 (vor 93 Tagen) @ ICE-TD

Den Praktikern war das auch vor dem "Projekt" klar, aber so konnte man wieder ein paar Projektmanager beschäftigen, irgendwelche sinnlosen Statistiken erstellen und auswerten und Aktionismus zeigen.
Hauptsächlich war es Ende letzten Jahres wohl eher ein verzweifelter Versuch die Boni zu retten die es für das Erreichen des Pünktlichkeitsziels geben sollte.

Woher hast du diese ganzen Insiderinfos? Aber eins wird klar: Das Weltbild wurde bestätigt. ;)


Das wird leider fast täglich bestätigt, mir wäre es lieber wenn es nicht so wäre. Man braucht sich nur die Entwicklung in diesem Jahr anschauen, da hilft auch kein neues Lagezentrum, mir reicht da was ich täglich draußen erlebe und mit was ich rumfahren muß. Ich würde lieber pünktlich Feierabend machen.

Das mag ja sein, dass es gerade wieder ein Tal gibt, was es auch immer gibt in der Wirtschaft. Nur deine Begründungen sind wieder der Hit ... ^^ Aber klar: Wenn man die Hintergründe nicht kennt, dann kommen die Schlagwörter: "die Praktiker haben es eh schon immer gewusst", "sinnlose Statistik", "Aktionismus", "Verzweifelter Versuch Boni zu retten", ... Da fehlt eigentlich nur noch, dass Mehdorn eh an allem Schuld ist! Aber mal ehrlich hinterfragen warum es so ist, sehe ich in deiner Begründung null. Lieber Stammtisch, wie es die DSO'ler auch machen und kein Stück besser sein. Oder kannst du mir Namen und Positionen, Aufgaben der jeweiligen Personen nennen, die deine Argumente stützen? Und jetzt komme mir nicht, dass du ja "nur Tf" bist. Egal in welcher Position man ist: Wilde Stammtischparolen bringen einen nicht weiter.

Viele Grüße!

Wie einfach das Weltbild doch sein kann ... ^^

RhBDirk @, Köln und Hamburg, Sonntag, 15. April 2018, 07:33 (vor 93 Tagen) @ Baselaner

Den Praktikern war das auch vor dem "Projekt" klar, aber so konnte man wieder ein paar Projektmanager beschäftigen, irgendwelche sinnlosen Statistiken erstellen und auswerten und Aktionismus zeigen.
Hauptsächlich war es Ende letzten Jahres wohl eher ein verzweifelter Versuch die Boni zu retten die es für das Erreichen des Pünktlichkeitsziels geben sollte.

Woher hast du diese ganzen Insiderinfos? Aber eins wird klar: Das Weltbild wurde bestätigt. ;)


Das wird leider fast täglich bestätigt, mir wäre es lieber wenn es nicht so wäre. Man braucht sich nur die Entwicklung in diesem Jahr anschauen, da hilft auch kein neues Lagezentrum, mir reicht da was ich täglich draußen erlebe und mit was ich rumfahren muß. Ich würde lieber pünktlich Feierabend machen.


Das mag ja sein, dass es gerade wieder ein Tal gibt, was es auch immer gibt in der Wirtschaft. Nur deine Begründungen sind wieder der Hit ... ^^ Aber klar: Wenn man die Hintergründe nicht kennt, dann kommen die Schlagwörter: "die Praktiker haben es eh schon immer gewusst", "sinnlose Statistik", "Aktionismus", "Verzweifelter Versuch Boni zu retten", ... Da fehlt eigentlich nur noch, dass Mehdorn eh an allem Schuld ist! Aber mal ehrlich hinterfragen warum es so ist, sehe ich in deiner Begründung null. Lieber Stammtisch, wie es die DSO'ler auch machen und kein Stück besser sein. Oder kannst du mir Namen und Positionen, Aufgaben der jeweiligen Personen nennen, die deine Argumente stützen? Und jetzt komme mir nicht, dass du ja "nur Tf" bist. Egal in welcher Position man ist: Wilde Stammtischparolen bringen einen nicht weiter.

Viele Grüße!

Das ein oder andere ist sicherlich überzogen. Aber der DB Saftladen (der gesamte Konzern, Netz und auch die EVU), bringt ja nix zustande, was die Pünktlichkeit oder auch "nur" Anschlusssicherheit steigern würde.

Aber Hauptsache man gibt sich grün und spart Strom und Geld.

Wie einfach das Weltbild doch sein kann ... ^^

Baselaner, Sonntag, 15. April 2018, 08:12 (vor 93 Tagen) @ RhBDirk

Den Praktikern war das auch vor dem "Projekt" klar, aber so konnte man wieder ein paar Projektmanager beschäftigen, irgendwelche sinnlosen Statistiken erstellen und auswerten und Aktionismus zeigen.
Hauptsächlich war es Ende letzten Jahres wohl eher ein verzweifelter Versuch die Boni zu retten die es für das Erreichen des Pünktlichkeitsziels geben sollte.

Woher hast du diese ganzen Insiderinfos? Aber eins wird klar: Das Weltbild wurde bestätigt. ;)


Das wird leider fast täglich bestätigt, mir wäre es lieber wenn es nicht so wäre. Man braucht sich nur die Entwicklung in diesem Jahr anschauen, da hilft auch kein neues Lagezentrum, mir reicht da was ich täglich draußen erlebe und mit was ich rumfahren muß. Ich würde lieber pünktlich Feierabend machen.


Das mag ja sein, dass es gerade wieder ein Tal gibt, was es auch immer gibt in der Wirtschaft. Nur deine Begründungen sind wieder der Hit ... ^^ Aber klar: Wenn man die Hintergründe nicht kennt, dann kommen die Schlagwörter: "die Praktiker haben es eh schon immer gewusst", "sinnlose Statistik", "Aktionismus", "Verzweifelter Versuch Boni zu retten", ... Da fehlt eigentlich nur noch, dass Mehdorn eh an allem Schuld ist! Aber mal ehrlich hinterfragen warum es so ist, sehe ich in deiner Begründung null. Lieber Stammtisch, wie es die DSO'ler auch machen und kein Stück besser sein. Oder kannst du mir Namen und Positionen, Aufgaben der jeweiligen Personen nennen, die deine Argumente stützen? Und jetzt komme mir nicht, dass du ja "nur Tf" bist. Egal in welcher Position man ist: Wilde Stammtischparolen bringen einen nicht weiter.

Viele Grüße!


Das ein oder andere ist sicherlich überzogen. Aber der DB Saftladen (der gesamte Konzern, Netz und auch die EVU), bringt ja nix zustande, was die Pünktlichkeit oder auch "nur" Anschlusssicherheit steigern würde.

Aber Hauptsache man gibt sich grün und spart Strom und Geld.

Dein Kommentar "DB Saftladen" zeigt, dass du auch keine konstruktive Disskusion führen willst, sondern nur deinen DB Hass mal wieder zum Vorschein bringen willst. Traurig aber wahr.

Viele Grüße!

Wie einfach das Weltbild doch sein kann ... ^^

ICE-TD, Sonntag, 15. April 2018, 08:36 (vor 93 Tagen) @ Baselaner

Das die sinnlose Raserei nichts bringt hätte dir jeder Tf auch ohne Projekt sagen können. Gerade auf dicht belegten Strecken wie in NRW sieht man wie Trassenkonflikte teilweise im sekundenbereich im Fahrplan ausgeregelt werden müssen und da wirkt dann ein vor Plan fahren oft kontraproduktiv weil man stärker ausgebremst und durch die PZB-Überwachungen sogar größere Verzögerungen dann auftreten.

(SPON) Schnellfahr-Offensive der Bahn erfolglos

Lumi25, Samstag, 14. April 2018, 12:58 (vor 93 Tagen) @ MF_5289

Zumindest weiß man jetzt, dass die Knoten überlastet sind dennoch ist die DB auch weiterhin nicht bereit eigene Mittel einzusetzen um die Leistungsfähigkeit der Knoten zu steigern sondern wartet lieber 20-30 Jahre auf Papa Bund der dann vielleicht mal ein paar Kröten gibt.

Gutes Beispiel ist ja der Knoten Köln. ICE-Züge aus Richtung Frankfurt müssen immer in Köln-Deutz durch Gleis 5 fahren am Bahnsteig, da es keine Weichenverbindung zur bahnsteiglosen Gleis 6 gibt. Dafür fehlen genau zwei 60-80 km/h-Weichen inklusive Anpassung der LST.

Das Problem besteht seit Eröffnung der KRM dennoch ist die DB Netz AG nicht bereit so was vorzufinanzieren bzw. eventuell auch mal selbst zu finanzieren. Man wartet lieber ab was von den Knotenmaßnahmen Köln im BVWP umgesetzt wird.

Dabei würde diese Weichenverbindung in Deutz hauptsächlich dem ICE zu gute kommen und kostet jetzt auch keinen wahnsinnig hohen Betrag.

Quiz für Bahnvorstände

worfie, Samstag, 14. April 2018, 13:01 (vor 93 Tagen) @ MF_5289

Frage: Wie schafft man es, einen halbwegs pünktlichen und geordneten Bahnverkehr zu organisieren?

Antwort A: Man stellt Mitarbeiter ein, die sich um die ausreichende und rechtzeitige Wartung von Wagenmaterial und Infrastruktur kümmern, hält Ersatzfahrzeuge und -Personal zur Verfügung und verlegt den Fernverkehr nach Möglichkeit auf eigene Trassen, ohne dass im Gleisvorfeld größerer Hauptbahnhöfe elendig viele andere Trassen gekreuzt werden.

Antwort B: Man lässt die Züge über 10% der Fahrtstrecke mit megamässiger Höchstgeschwindigkeit fahren (in den Trumpf-Kartenspielen zählt ja auch nur die Höchstgeschwindigkeit), stellt Mitarbeiter fürs Marketing ein, die sich um ein "Lagezentrum Pünktlichkeit" kümmern, gründet eine Taskforce Tarif, die sich zweiwöchentlich neue Tarife und Beförderungsbedingungen ausdenken und schafft ein Sondereinsatzkommando Gummibärchen, dass in der versifften ersten Klasse den Fahrgästen in den verspäteten Zügen Süßkram in homöopathischen Mengen zur Beruhigung verteilt.

Antwort C: Bahn? Das war die Abkürzung von Autobahn, oder?


Psst, bitte nicht verraten. ;)

Vorgänge am Bahnsteig nicht vergessen

agw @, NRW, Samstag, 14. April 2018, 14:59 (vor 93 Tagen) @ worfie

Auch die Vorgänge am Bahnsteig nicht vergessen.
Viele Verspätungen entstehen, obwohl der Zug eigentlich lang genug am Bahnsteig steht und das Ausfahrsignal rechtzeitig auf grün geht.

Hier gibt es wenig, was Minuten ausmacht, aber viel, was Sekunden ausmacht.
Hier müsste mal dutzende Dinge um Sekunden optimieren.
Einige Beispiele:
-Zeit vom Anhalten bis zum Öffnen der Türen. Optimal <1s, oft aber wesentlich länger. Ursache sind Technik, Fahrgäste und DB-Personal.
-Finden der optimalen Position des Fahrgast es am Bahnsteig für gewünschten Wagen (Wagen mit freiem bzw reservierten Platz). Oft stehen zu viele Leute falsch. Ursache sind schlechte oder fehlerhafte Informationen zur Wagen- und Türposition. Bei manchen Zügen fehlen auch ganz klar Türen.
-Zeit für den Fahrgastwechsel. Auch hier geht es um Anzahl der Türen, aber ggf auch breitere Bahnsteige, Anzahl von Stufen etc.
-Rechtzeitiges Abfertigen. Hier kann man beobachten, dass auch bei bestehender Verspätung wertvolle Sekunden verloren gehen. Oft mehr als die kundenunfreundlichen 30s vor Abfahrtszeit. Möglicherweise gäbe es hier effektivere Lösungen, wenn auch mit mehr Personal bei FV oder StuS.
-schnelles losfahren: hier gab es ja Optimierungen. Optimale Zeiten vom Schließen der letzten Tür bis zum Anrollen liegen sicher bei 10 Sekunden, wenn Zc und Tf optimal kooperieren. Oft sind es aber viele Sekunden länger.

Da wo man dem Fahrgast helfen kann, muss man ihm helfen, ansonsten muss man ihn so hinnehmen und sich auf Technik und eigenes Personal konzentrieren.

Vorgänge am Bahnsteig nicht vergessen

Colaholiker @, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 16. April 2018, 08:01 (vor 92 Tagen) @ agw

Auch die Vorgänge am Bahnsteig nicht vergessen.
Viele Verspätungen entstehen, obwohl der Zug eigentlich lang genug am Bahnsteig steht und das Ausfahrsignal rechtzeitig auf grün geht.

Gestern Abend wieder mal in Frankfurt Hbf erlebt, bei dem Zug, mit dem meine Freundin nach Hause gefahren ist. 2x 411 stehen am Bahnsteig, Anzeige sagt gleichzeitig, daß nur der Zugteil nahe des Querbahnsteigs genutzt werden soll und "Beachten Sie die abweichende Wagenreihung". Am Zug selbst ist Zugnummer 77777 von "Reinigung" nach "Einsteigen" über "bitte nicht" geschildert. Auf beiden Wagenteilen. Etwa 5 Minuten vor Planabfahrt öffnen sich dann am hinteren Zugteil die Türen, nach und nach sammelt sich die über die komplette Bahnsteiglänge verteilte Menschenmasse am aktiven Zugteil (nach wie vor ICE 77777) und quetscht sich in die benutzte Hälfte des Zuges. Abfahrtszeit, Ausfahrsignal steht... nichts tut sich. Irgendwann nahm der Fdl das Ausfahrsignal wieder zurück, und von der Spitze des Bahnsteigs kamen mehrere Grüppchen von Leuten gemütlich angeschlendert (wo zum Henker kamen die denn her? Da ist kein Zugang?) um dann an irgendeiner Tür, die ihnen beliebte, mal einzusteigen. Abfahrt erfolgte letztlich mit +15, ohne Information im Zug oder am Bahnsteig. Übrigens immer noch als ICE 77777.

Alleine wegen der Schlenderei den Leuten die Tür vor der Nase zuknallen wollende Grüße
der Colaholiker

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Vorgänge am Bahnsteig nicht vergessen

Alphorn (CH), Donnerstag, 19. April 2018, 15:15 (vor 88 Tagen) @ agw

Ich möchte Deine Liste noch ergänzen:

- Korrekte Abfahrtszeit publizieren. Wenn im Fahrplan 12:10 steht, dann will ich auch bis 12:10 einsteigen können. Wenn schon 30 Sekunden vorher die Türen schliessen, erhöht sich die Chance, dass jemand die Tür blockiert, um einen Heranhastenden reinzulassen.

- Stufenfreier Einstieg beschleunigt den Passagierwechsel.

- Reservierungen verlangsamen den Passagierwechsel, weil jeder seinen Wagen sucht.

- Der Abfahrtsbefehl wird bei den SBB versuchsweise per SMS gegeben, sodass der Weg des Zugchefs zur Tür entfällt.

Vorgänge am Bahnsteig nicht vergessen

Colaholiker @, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 19. April 2018, 15:40 (vor 88 Tagen) @ Alphorn (CH)

- Korrekte Abfahrtszeit publizieren. Wenn im Fahrplan 12:10 steht, dann will ich auch bis 12:10 einsteigen können.

Wenn im Fahrplan 12:10 steht, dann erwarte ich, daß der Zug um 12:10:00 abfährt.

Wenn schon 30 Sekunden vorher die Türen schliessen, erhöht sich die Chance, dass jemand die Tür blockiert, um einen Heranhastenden reinzulassen.

Von irgendeinem vermutlich osteuropäischen Metrowagen habe ich da mal interessante Türen gesehen. Sie schließen mit großer Kraft, wenn sie nicht ganz schließen können, öffnen sie ein paar cm (um dem Inhaber des in der Tür steckenden Arms die Chance zu geben, diesen herauszuziehen) und versuchen es erneut. Repeat until closed.
Das Ganze geht so schnell, daß beim Herausziehen des Arms ein Muster aus regelmäßigen blauen Flecken entstehen würde. Die Tren hält niemand freiwillig auf. Hier in Mimimiland leider undenkbar.

- Stufenfreier Einstieg beschleunigt den Passagierwechsel.

Zustimmung.

- Reservierungen verlangsamen den Passagierwechsel, weil jeder seinen Wagen sucht.

Von Sonderfällen wie abweichender Wagenreihung mal abgesehen, liegt das aber einfach nur daran, daß die Strunzdumme Masse es nicht gebacken kriegt, mal auf den Wagenstandsanzeiger zu schauen. Normalerweise ist es keine große Kunst, sich vorher richtig aufzustellen.

- Der Abfahrtsbefehl wird bei den SBB versuchsweise per SMS gegeben, sodass der Weg des Zugchefs zur Tür entfällt.

Wie, der Weg zur Tür entfällt? Befehl geben während der Zugchef im Wagen ist und gar nicht sieht, was draußen abgeht? Und SMS, ein Kommunikationsmedium mit undefinierter Laufzeit... Bei meiner früheren Bank hatte ich öfter das Problem, daß die mTAN erst ankam, nachdem das Onlinebanking mich wegen Inaktivität schon länst rausgekickt hatte.

Die Idee merkürdig findende Grüße
der Colaholiker

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Türschlusszeit oder Losrollzeit publizieren?

Alphorn (CH), Donnerstag, 19. April 2018, 18:18 (vor 88 Tagen) @ Colaholiker

Wenn im Fahrplan 12:10 steht, dann erwarte ich, daß der Zug um 12:10:00 abfährt.

Was gewinnst Du dadurch? Die Losrollzeit hat für Reisende keine Bedeutung, entscheidend ist die Türschlusszeit und die (pünktliche) Ankunftszeit. Wenn die publizierte Zeit die Losrollzeit ist, müssen Reisende jedesaml die (geschätzte!) Zeit zwischen Türschluss und Abfahrt subtrahieren, um zu wissen, wann sie am Bahnsteig sein müssen.

Variante 1: Publizierte Zeit ist Türschlusszeit, 8 Minuten Fahrzeit, danach Umstieg.

10:10:00 Einstieg
10:10:30 Losrollen
10:18:30 Ankunft
10:22:00 Einstieg in Anschlusszug

Variante 2: Frühere Abfahrt, frühere Ankunft. Der Fahrplan und die Reisezeit bleiben vollkommen identisch, nur dass die Uhr um 30 Sekunden verstellt wurde.

10:09:30 Einstieg
10:10:00 Losrollen
10:18:00 Ankunft
10:21:30 Einstieg in Anschlusszug

Variante 3: Frühere Abfahrt, gleiche Ankunft. Die Fahrzeit wird länger (mehr Reserven) aber die Umsteigezeit wird kürzer: Statt 3.5 Minuten Umsteigezeit hat man jetzt nur noch 3.

10:09:30 Einstieg
10:10:00 Losrollen
10:18:30 Ankunft
10:21:30 Einstieg in Anschlusszug

Variante 4: Publizierte Zeit ist Türschlusszeit, trotzem mehr Fahrzeit. Wie Szenario 3, nur mit anderen publizierten Zeiten.

10:10:00 Einstieg
10:10:30 Losrollen
10:19:00 Ankunft
10:22:00 Einstieg in Anschlusszug

Variante 1 und 2 sind betrieblich identisch, nur werden sie zu anderen Zeiten gefahren. Dasselbe gilt für Variante 3 und 4. Wie man sieht, kann man sowohl die gleiche als auch verlängerte Fahrzeiten anbieten, ohne dass man einen für den Reisenden irrelevanten Zeitpunkt publiziert.

Türschlusszeit oder Losrollzeit publizieren?

Frecciarossa, Donnerstag, 19. April 2018, 18:50 (vor 88 Tagen) @ Alphorn (CH)

Der Witz ist ja, dass auch nachdem das frühe Türschließen ja jetzt schon einige Zeit befohlen ist, es immer noch keine einheitliche Praxis gibt. Manche Zugführer pfeifen 20 Sekunden früher, andere 40, jeder wie er will. Und wenn dann alle Türen zu sind, kann es schon mal vorkommen, dass der Lokführer den Zug schon vor der Abfahrtszeit in Bewegung setzt, es kann ja sowieso niemand mehr einsteigen. Die Fahrplanangabe wird damit ad absurdum geführt.

Türschlusszeit oder Losrollzeit publizieren?

Altmann @, Amstetten, Donnerstag, 19. April 2018, 18:56 (vor 88 Tagen) @ Frecciarossa

Dieser Argumentation folgt man ja auch im Flugverkehr. Die Blockzeit (= Öffnen / Schließen der Türen des Fliegers) wird veröffentlicht, und sie dient auch zur Berechnung von Fluggastrechten (wegen Verspätung, etc.) ...

Türschlusszeit oder Losrollzeit publizieren?

Colaholiker @, Frankfurt / Hildesheim, Freitag, 20. April 2018, 08:21 (vor 88 Tagen) @ Alphorn (CH)

Was gewinnst Du dadurch?

Zeit. Die Fahrpläne sind offensichtlich darauf ausgelegt, daß der Zug pünktlich im von mir geschilderten Sinne abfährt. Ich sehe es jeden Morgen bei meiner Regionalbahn, die mittlerweiel zuverlässig am ersten Zwischenhalt zu spät (in meinem Sinne) abfährt und um ziemlich exakt den selben Betrag zu spät an meinem Aussteigehalt ankommt.

Die Losrollzeit hat für Reisende keine Bedeutung, entscheidend ist die Türschlusszeit und die (pünktliche) Ankunftszeit.

Der Begriff "Abfahrt" impliziert doch, daß da etwas fährt, und nicht, wann irgendwelche Deckel zugeklappt werden.

Wenn die publizierte Zeit die Losrollzeit ist, müssen Reisende jedesaml die (geschätzte!) Zeit zwischen Türschluss und Abfahrt subtrahieren, um zu wissen, wann sie am Bahnsteig sein müssen.

Wieso? Da muß gar nichts subtrahiert werden. Rechtzeitig da sein und gut ist es. Bedenke: Umsteigebahnhöfe sind nur ein Bruchteil der Bahnhöfe und Haltepunkte insgesamt, wer nicht umsteigt, hat selbst die volle Kontrolle über sein Erscheinen am Bahnhof. Ich habe morgens für den Umstieg Straßenbahn -> Regionalbahn auch die Auswahl zwischen 17 oder 2 Minuten Umsteigezeit und wähle die 17 Minuten, um das Kriterium "rechtzeitig" zu erfüllen. Mit dem Effekt, daß ich vor der Regionalbahn am Bahnsteig bin.

Deine Zahlenspiele sind ja nett, aber leider am Thema vorbei.
Zumindest in Deutschland wird für kleinere Bahnhöfe/Haltepunkte nur ein Abfahrtsplan veröffentlicht, Ankunftspläne kenne ich nur für größere Bahnhöfe, in der Regel die, an denen auch Fernverkehr fährt. Auch die Fahrplanauskunft spuckt beispielsweise für den Haltepunkt, an dem ich zur Arbeit aussteige, die gleiche Zeit für meine Ankunft und für die Abfahrt des Zuges in Richtung seines Endbahnhofs aus. Da es offensichtlich unmöglich ist, in der selben Sekunde anzukommen, Fahrgastwechsel durchzuführen, und wieder abzufahren, liegt es auf der Hand, daß die tatsächliche Ankunft vor der publizierten Zeit liegen muß, um pünktlich abzufahren.

Gehen wir mal auf meine morgendliche Regionalbahn zurück. Am ersten Zwischenhalt hat sie eine publizierte Abfahrtszeit von xx:29. Die Fahrzeit (mit Zwischenhalten) zu meinem Ausstieg beträgt 9 Minuten, publizierte Ankunftsabfahrtszeit dort xx:38. Wird nicht pünktlich abgefahren, wird nicht vor der Ankunftsabfahrtszeit angekommen, wird nicht pünktlich weitergefahren.

Es mag sein, daß bei Euch in der Schweiz Fahrpläne anders gestrickt sind, wir wissen ja alle, daß im Bahnbetrieb trotz gewisser technischer Gemeinsamkeiten deutliche betriebliche Unterschiede bestehen...

Ich bleibe dabei, für mich heißt Abfahrtszeit die Zeit, wenn der Zug abfährt.
Oder um es mit einem anderen Beispiel zu sagen - es interessiert meinen Chef ja auch nicht, wann ich vom Fußweg aufs Firmengrundstück abbiege, sondern die Zeit, wann ich die Stechuhr betätige. Erst ab dann ist es Arbeitszeit.

Leute, die mit ihrer Minutenfuchserei andren Verspätung aufbürden nicht mögende Grüße
der Colaholiker

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Türschlusszeit oder Losrollzeit publizieren?

Frecciarossa, Freitag, 20. April 2018, 09:41 (vor 88 Tagen) @ Colaholiker

Was gewinnst Du dadurch?


Zeit. Die Fahrpläne sind offensichtlich darauf ausgelegt, daß der Zug pünktlich im von mir geschilderten Sinne abfährt.

Das ist genau der Denkfehler der Fürsprecher dieser Regelung. Natürlich war die Dauer der Abfertigung in den Fahrplänen berücksichtigt. Die Änderung hatte einzig und allein das Ziel, einen zusätzlichen Zeitpuffer einzuführen, ohne die fahrplanmäßigen Fahrzeiten sichtbar zu verlängern.

Die Losrollzeit hat für Reisende keine Bedeutung, entscheidend ist die Türschlusszeit und die (pünktliche) Ankunftszeit.


Der Begriff "Abfahrt" impliziert doch, daß da etwas fährt, und nicht, wann irgendwelche Deckel zugeklappt werden.

Was die Fahrgäste erwarten, hat natürlich mit ihrer Erfahrung zu tun. Wenn jahrzehntelang mit großer Präzision zum Zeigersprung die Türen geschlossen wurden, dann empfinden die meisten Fahrgäste das als den Normalfall und alles andere als Abweichung.

Wenn die publizierte Zeit die Losrollzeit ist, müssen Reisende jedesaml die (geschätzte!) Zeit zwischen Türschluss und Abfahrt subtrahieren, um zu wissen, wann sie am Bahnsteig sein müssen.


Wieso? Da muß gar nichts subtrahiert werden. Rechtzeitig da sein und gut ist es.

Das Problem ist eben, dass heute niemand mehr weiß, was rechtzeitig ist. Wenn ich früher mit der S-Bahn am Hauptbahnhof angekommen bin, wusste ich mit einem Blick auf die Uhr sekundengenau, wie viel Zeit ich bis zur Abfahrt meines Zuges hatte und konnte meine Geh-/Laufgeschwindigkeit entsprechend wählen. Heute folgt die Türschließzeit der Gaußschen Normalverteilung, das empfinde ich als Nachteil (für die Schlaumeier gebe ich zu Protokoll, dass die Türschließzeit natürlich auch früher der Normalverteilung folgte, nur eben mit einem deutlich kleineren Sigma).

Zumindest in Deutschland wird für kleinere Bahnhöfe/Haltepunkte nur ein Abfahrtsplan veröffentlicht, Ankunftspläne kenne ich nur für größere Bahnhöfe, in der Regel die, an denen auch Fernverkehr fährt. Auch die Fahrplanauskunft spuckt beispielsweise für den Haltepunkt, an dem ich zur Arbeit aussteige, die gleiche Zeit für meine Ankunft und für die Abfahrt des Zuges in Richtung seines Endbahnhofs aus.

Es ist vielleicht schwer vorstellbar, aber in den internen Fahrplänen steht mehr als im veröffentlichten.

Türschlusszeit oder Losrollzeit publizieren?

Colaholiker @, Frankfurt / Hildesheim, Freitag, 20. April 2018, 10:25 (vor 88 Tagen) @ Frecciarossa

Das ist genau der Denkfehler der Fürsprecher dieser Regelung. Natürlich war die Dauer der Abfertigung in den Fahrplänen berücksichtigt.

Es mag Fahrpläne geben, bei denen das so ist. Ich beobachte hier jedoch gegenteiliges.

Die Änderung hatte einzig und allein das Ziel, einen zusätzlichen Zeitpuffer einzuführen, ohne die fahrplanmäßigen Fahrzeiten sichtbar zu verlängern.

Auf meiner Stammstrecke ist aufgrund der Eingleisigkeit ohnehin nichts mit Fahrzeiten verlängern, weil dann die Kreuzungen noch weniger klappen als jetzt schon.
Nichtsdestotrotz schafft es mein Zug morgens nach pünktlichre Kreuzung bis zu meinem Ausstieg ein Viertel der Regelfahrzeit als Verspätung einzusammeln. (+2 auf 8 Minuten)

Was die Fahrgäste erwarten, hat natürlich mit ihrer Erfahrung zu tun.

Das Wort "Abfahrt" ist eindeutig. Kommt von "fahren". Sonst würde es "Abtürzu" heißen.

Wenn jahrzehntelang mit großer Präzision zum Zeigersprung die Türen geschlossen wurden, dann empfinden die meisten Fahrgäste das als den Normalfall und alles andere als Abweichung.

Das Wort hat mit Empfindung nichts zu tun.

Das Problem ist eben, dass heute niemand mehr weiß, was rechtzeitig ist. Wenn ich früher mit der S-Bahn am Hauptbahnhof angekommen bin, wusste ich mit einem Blick auf die Uhr sekundengenau, wie viel Zeit ich bis zur Abfahrt meines Zuges hatte und konnte meine Geh-/Laufgeschwindigkeit entsprechend wählen.

Heute fängt es doch schon damit an, daß die Uhr in der Anzeige am Bahnhof eine andere Zeit anzeigt als die gerade noch in der S-Bahn als die auf dem eigenen Handy als die auf der Armbanduhr.
Rechtzeitig heißt, daß man genug Zeit hat, sich eben diesen Gedanken gar nicht machen zu müssen.

Wenn ich am Bahnhof ankomme (in meinem Fall mit der Straßenbahn, spielt aber keine Rolle), begebe ich mich zügig zu meinem Abfahrtsbahnsteig. Damit bin ich immer so rechtzeitig wie möglich dort. Wo ist das Problem?

Heute folgt die Türschließzeit der Gaußschen Normalverteilung, das empfinde ich als Nachteil (für die Schlaumeier gebe ich zu Protokoll, dass die Türschließzeit natürlich auch früher der Normalverteilung folgte, nur eben mit einem deutlich kleineren Sigma).

Hier in der Gegend scheint es mir eher so, daß die publizierte Zeit eine Empfehlung für den frühestmöglichen Beginn der Abfertigung ist. Gerade bei den LINTs mit ihren unsäglichen Schiebetritten kann es dann nochmal ein bis zwei Minuten dauern, bis nach mehrmaligem Rein und Raus der Bleche endlich das Fahrzeug sich zum Abfahren überreden läßt.

Es ist vielleicht schwer vorstellbar, aber in den internen Fahrplänen steht mehr als im veröffentlichten.

Ist nicht schwer vorstellbar, sondern bekannt. Da ich aber Fahrgast bin, und nur das zu sehen bekomme, was veröffentlicht wird, ist es mir gelinde gesagt, vollkommen wumpe, was in irgendwelchen internen Plänen steht. Entweder man publiziert die Details oder man muß damit leben, daß die Fahrgäste sich nach dem veröffentlichten Lückentext richten.

Bei der Einstellung, die hier an den Tag gelegt wird, nicht mehr über die Unpünktlichkeit der Züge überrascht seiende Grüße
der Colaholiker

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Türschlusszeit oder Losrollzeit publizieren?

Alphorn (CH), Freitag, 20. April 2018, 12:46 (vor 88 Tagen) @ Colaholiker

Bei der Einstellung, die hier an den Tag gelegt wird, nicht mehr über die Unpünktlichkeit der Züge überrascht seiende Grüße

Für welche der vier von mir dargestellten Varianten würdest Du also votieren? Nummer 1 und 2 haben keinen Einfluss auf die Reisezeit, da die Fahrzeiten absolut identisch sind. Nummer 3 und 4 opfern Haltezeit zugunsten von Fahrzeit, aber wie man bei Nummer 4 sieht, geht das auch, ohne dass man von der Publikation der Türschlusszeit auf die Publikation der Losrollzeit umstellt.

Wenn ich am Bahnhof ankomme (in meinem Fall mit der Straßenbahn, spielt aber keine Rolle), begebe ich mich zügig zu meinem Abfahrtsbahnsteig. Damit bin ich immer so rechtzeitig wie möglich dort. Wo ist das Problem?

Wenn Deine Strassenbahn verspätet ist, woher weisst Du, ob du rennen musst? Oder ob die Zeit noch für den Kauf eines Getränks reicht? Gibt es irgendeinen Nachteil, sekundengenau zu wissen, bis wann Du einsteigen kannst?

PS: Die SBB publizieren die Türschlusszeit und kommen trotzdem sehr pünktlich an - weil halt die Abfertigungszeit in die Zeit bis zur nächsten Ankunft eingerechnet ist. Genauso macht es selbstverständlich auch die DB, nur sind die Fahrzeitreserven geringer.

Türschlusszeit oder Losrollzeit publizieren?

Colaholiker @, Frankfurt / Hildesheim, Freitag, 20. April 2018, 13:25 (vor 87 Tagen) @ Alphorn (CH)

Für welche der vier von mir dargestellten Varianten würdest Du also votieren? Nummer 1 und 2 haben keinen Einfluss auf die Reisezeit, da die Fahrzeiten absolut identisch sind. Nummer 3 und 4 opfern Haltezeit zugunsten von Fahrzeit, aber wie man bei Nummer 4 sieht, geht das auch, ohne dass man von der Publikation der Türschlusszeit auf die Publikation der Losrollzeit umstellt.

Keine, da sie in der grauen Theoriewelt leben.
Momentan erlebte Situation ist, daß der Zug nicht "pünktlich" abfährt und deshalb auch erst in oder nach der Abfahrtsminute am nächsten Halt ankommt, also keinesfalls in der Abfahrtsminute am nächsten Halt abfährt.
Fährt man "pünktlich" ab, steigen die Chancen, vor der Abfahrtszeit am nächsten Halt zu sein und zur Abfahrtszeit weiterzufahren.

Oder, um es mit Deinen Zahlen zu sagen:

Istzustand
10:10 Publizierte Abfahrtszeit
10:10:10 Beginn der Abfertigung
10:10:40 Losrollen
10:17 rechnerische Ankunftszeit (publizierte Abfahrtszeit - 1 Minute, weil nur kleiner NV-Halt mit wenig Fahrgastwechsel)
10:18:05 Tatsächliche Ankunft
10:18:55 Beginn der Abfertigung
10:19:25 Losrollen

-> Der Zug schafft es nicht einmal mehr, in der publizierten Abfahrtsminute am ersten Zwischenhalt abzufahren

Sollzustand
10:10 Publizierte Abfahrtszeit
10:09:30 Beginn der Abfertigung
10:10:00 Losrollen
10:17 rechnerische Ankunftszeit (publizierte Abfahrtszeit - 1 Minute, weil nur kleiner NV-Halt mit wenig Fahrgastwechsel)
10:17:25 Tatsächliche Ankunft
10:18:15 Beginn der Abfertigung
10:18:45 Losrollen

-> Auch hier schafft der Zug es nicht mehr pünktlich, weil der Fahrplan an sich schon zu knapp ist. Aber wenigstens fährt er noch in der Abfahrtsminute und hat vielleicht zum nächsten Halt etwas mehr Pufferzeit, um dort wieder pünktlich zu sein. Außerdem ist man als Aussteiger 40 Sekunden eher am Bahnsteig (und da wir die sekundengenaue Wiederholbarkeit eh als gegeben sehen) 40 Sekunden eher bei der Arbeit und somit mit mehr etwa 66% Wahrscheinlichkeit vor dem Minutensprung an der Stechuhr. ;-)

Wenn Deine Strassenbahn verspätet ist, woher weisst Du, ob du rennen musst?

Rennen tu ich meinem kaputten Knie eh nicht an. Im Zweifel gehe ich davon aus, daß ich den nächsten Zug nehmen muß. Bei FV-Fahrkarten mit Zugbindung plane ich eben genug Puffer ein, notfalls auch die nächste Straßenbahn nehmen zu können und noch meinen Zug zu erreichen. Außerdem - du kannst mir nicht weismachen, du wüßtest sekundengenau, wie lange Du rennend von Punkt X zu Punkt Y am Bahnhof brauchst - eine Information die für die von Dir geforderte Entscheidung notwendig wäre. ;-)

Oder ob die Zeit noch für den Kauf eines Getränks reicht?

Irrelevant.

Gibt es irgendeinen Nachteil, sekundengenau zu wissen, bis wann Du einsteigen kannst?

Gibt es einen Vorteil, es bis zur letzten Sekunde auskosten zu müssen?

PS: Die SBB publizieren die Türschlusszeit und kommen trotzdem sehr pünktlich an - weil halt die Abfertigungszeit in die Zeit bis zur nächsten Ankunft eingerechnet ist. Genauso macht es selbstverständlich auch die DB, nur sind die Fahrzeitreserven geringer.

In meinem beobachteten Fall ist da nicht mal Reserve drin, um bei pünktlicher Abfahrt pünktlich zu bleiben. Im FV hingegen habe ich auch schon erlebt, daß man am nächsten Bahnhof erst noch Zeit abbummeln mußte, die man unterwegs gut gemacht hat. Aber da sind aufgrund der Fahrtdauern ja ohnehin andere Maßstäbe als bei einer Regionalbahn, die gefühlt mehr steht als fährt. +2 Minuten auf einer Verbindung Hamburg-München ist prozentual "fast nix". Aber auf einer NV-Strecke von 8 Minuten Fahrzeit mit drei Zwischenhalten verdammt viel.

Mir bei der Pünktlichkeitsdefinition wohl doch keine schweizer Uhr kaufen werdende Grüße ;-)
der Colaholiker

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Türschlusszeit oder Losrollzeit publizieren?

Alphorn (CH), Sonntag, 22. April 2018, 16:32 (vor 85 Tagen) @ Colaholiker

Fährt man "pünktlich" ab, steigen die Chancen, vor der Abfahrtszeit am nächsten Halt zu sein und zur Abfahrtszeit weiterzufahren.

Deine Reise ist dadurch keine Sekunde kürzer geworden, denn jede Sekunde, die Du früher ankommst, musst Du mir früherem Einsteigen bezahlen. Was hast Du also davon? Bessere Anschlüsse jedenfalls nicht, denn die Anschlüsse fahren ja auch früher weg. Und die Chance, bei der nächsten Abfahrt rechtzeitig lostzufahren, ist kein Bisschen höher als mit dem alten System, du wendest bloss eine andere Definition von rechtzeitig an. Die Fahrzeiten bleiben ja, wie in deinem Beispiel gezeigt, absolut identisch, du bekommst nirgends zusätzliche Verspätungsreserven.

DuRöhre Video Frankfurt-Königstein

naseweiß, Sonntag, 22. April 2018, 19:19 (vor 85 Tagen) @ Alphorn (CH)
bearbeitet von naseweiß, Sonntag, 22. April 2018, 19:22

Dann schlage ich mal dieses Video vor: https://www.youtube.com/watch?v=txIEbPOKmGE . Es zeigt lückenlos die Führerstandsmitfahrt Frankfurt-Königstein.

- Ganz kurz nach 00:00 Videozeit fährt der Zug los.
- Bei 00:22 kann man den Sekundenzeiger der Bahnsteiguhr erkennen. => Abfahrt (Videobeginn) war also um 11:17:25 Uhr (laut Fahrplan 11:17 Uhr).

- Ankunft Höchst um 09:20 => 11:26:45 Uhr (laut Fahrplan 11:27 Uhr)
- Abfahrt Höchst um 12:00 => 11:29:25 Uhr (laut Fahrplan 11:29 Uhr)

- Ankunft Kelkheim-Münster um 22:10 => 11:39:35 Uhr (laut Fahrplan 11:38 Uhr)

- Ankunft Kelkheim um 24:50 => 11:42:15 (laut Fahrplan 11:41 Uhr)
- Abfahrt Kelkheim um 25:30 => 11:42:55 (laut Fahrplan 11:42 Uhr)

- Ankunft Königstein um 36:05 => 11:53:30 Uhr (laut Fahrplan 11:53 Uhr)

Alles in allem sehe ich kein Problem. Die Abfahrtszeit in Frankfurt und Höchst ist in beiden Fällen ca. 25 Sekunden nach der veröffentlichten. Und in Königstein, dem Endbahnhof, kommt man ca. 30 s nach der veröffentlichten Zeit an. Dieser Zug ist pünktlich, benötigt die veranschlagten 36 min für die Gesamtstrecke.

Lediglich in Kelkheim-Münster (einer beispielhaften Zwischenstation) ist die Abweichung mit einer Ankunftszeit um 1 min 35 s nach der veröffentlichten Abfahrtszeit tatsächlich sonderbar groß. Ich interpretiere das mal so, dass man die Zeiten absichtlich etwas zu früh angibt, damit die Leute ihren Zug auch erreichen, gerade bei den unwichtigen Zwischenstationen. Am Kreuzungsbahnhof Kelkheim ist die Abweichung nicht mehr ganz so groß.

Laut Kundenfahrplan dauert z.B. die Fahrzeit Höchst-Unterliederbach in die eine Richtung 2 und die andere Richtun 4 Minuten. Die technische Fahrzeit wird sich sicherlich nicht derartig unterscheiden. Es werden scheinbar lediglich etwas zu frühe Zeiten für die Zwischenstationen im Kundenfahrplan publiziert.

Edit: Münster mit Hornau verwechselt.

Gruß, naseweiß

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DuRöhre Video Frankfurt-Königstein

Colaholiker @, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 23. April 2018, 07:49 (vor 85 Tagen) @ naseweiß

- Ankunft Kelkheim-Münster um 22:10 => 11:39:35 Uhr (laut Fahrplan 11:38 Uhr)

Siehste, Ankunft deutlich nach der Abfahrtszeit... sach ich doch!

- Ankunft Kelkheim um 24:50 => 11:42:15 (laut Fahrplan 11:41 Uhr)
- Abfahrt Kelkheim um 25:30 => 11:42:55 (laut Fahrplan 11:42 Uhr)

Abfahrt auch fast ne Minute zu spät.

Ich interpretiere das mal so, dass man die Zeiten absichtlich etwas zu früh angibt, damit die Leute ihren Zug auch erreichen, gerade bei den unwichtigen Zwischenstationen.

Da es an diesem Haltepunkt aber keinen örtlichen ÖPNV-Anschluß gibt, kann jeder rechtzeitig zum Bahnhof marschieren, ohne Ausrede.

Laut Kundenfahrplan dauert z.B. die Fahrzeit Höchst-Unterliederbach in die eine Richtung 2 und die andere Richtun 4 Minuten. Die technische Fahrzeit wird sich sicherlich nicht derartig unterscheiden. Es werden scheinbar lediglich etwas zu frühe Zeiten für die Zwischenstationen im Kundenfahrplan publiziert.

Dann wurde jahrelang vor dem internen, vom publizierten Fahrplan abweichenden, Fahrplan gefahren. Ich sehe es doch an meinen Stempelkarten, die Länge des Weges hat sich nicht geändert, so extrem ist die Kontinentaldrift im Taunus nicht. Früher war recht konstant eine Zeit von 6:48 vermerkt, heute ebenso konstant 6:50. Und der Abgleich mit meinem Handy, welches seinerseits auch zu Hause mit der Funkuhr abgeglichen wird, ergibt keine Abweichungen der Stech-Uhr.

Die Unterschiedliche Fahrzeit für Höchst könnte an der langsameren Einfahrt (und dem manchmal vergessenen ESig Höchst liegen. Da steht man manchmal ne Weile, bis es weiter geht, obwohl auf dem Stück keine anderne Züge fahren, und der von Frankfurt kommende Zug am Bahnsteig ein haltzeigende ASig hat (und meist erst nach dem Zug gen Frankfurt ankommt).

Ansonsten ist das die graue Theorie, die nur wochenends (was ich bei dem Video, ohne es gesehen zu haben, vermute) oder frühmorgens gilt. Nachmittags ist die Strecke ein Garant für die 10-Minuten-Garantie des RMV. Da braucht man nicht mehr um Sekunden feilschen, da wird nur noch gefeilscht, ob man nicht außerplanmäßig in Liederbach kreuzt, um sich selbst mehr und dem Gegenzug weniger Verspätung zu geben.

Diese Strecke und ihren Betreiber so satt habende Grüße
der Colaholiker

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Türschlusszeit oder Losrollzeit publizieren?

Colaholiker @, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 23. April 2018, 07:41 (vor 85 Tagen) @ Alphorn (CH)

Deine Reise ist dadurch keine Sekunde kürzer geworden, denn jede Sekunde, die Du früher ankommst, musst Du mir früherem Einsteigen bezahlen.

Doch ist sie. Meine Ankunftszeit am Zustiegsbahnhof ist unabhängig von der Ankunfszeit des Zuges, in den ich einsteige, am Ausstiegsbahnhof. Meine Ankunftszeit hängt von der Ankunftszeit des vorher genutzten Verkehrsmittels ab. Diese ist vom Fahrplan des abgehenden Verkehrsmittels komplett unabhängig.

Was hast Du also davon? Bessere Anschlüsse jedenfalls nicht, denn die Anschlüsse fahren ja auch früher weg.

Das abgehende Verkehrsmittel hat keine weiteren Anschlüsse "nach außen", Das fährt in die Pampa, wo die Leute an Bahnsteigen am Rand der Dörfer ausgesetzt werden und zu Fuß weiterlaufen. Aber man hat ne Chance, eher bei der Arbeit zu sein.

Und die Chance, bei der nächsten Abfahrt rechtzeitig lostzufahren, ist kein Bisschen höher als mit dem alten System, du wendest bloss eine andere Definition von rechtzeitig an. Die Fahrzeiten bleiben ja, wie in deinem Beispiel gezeigt, absolut identisch, du bekommst nirgends zusätzliche Verspätungsreserven.

Aber man hat ne Chance, früher bei der Arbeit zu sein! Und die effektive Fahrzeit wird kürzer. Ich gehe zur gleichen Zeit aus dem Haus, fahre mit der gleichen Straßenbahn zum Bahnhof, steige in den gleichen Zug, und dieser kommt ne Minute eher (nämlich vor der geplanten Abfahrtszeit, nicht erst zu dieser) am Zielbahnhof an. Macht für mich ne Minute Differenz in der Reisezeit.

Deine "Mathematik" nicht nachvollziehen könnende Grüße
der Colaholiker

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Türschlusszeit oder Losrollzeit publizieren?

Frecciarossa, Montag, 23. April 2018, 08:22 (vor 85 Tagen) @ Colaholiker
bearbeitet von Frecciarossa, Montag, 23. April 2018, 08:22

Doch ist sie. Meine Ankunftszeit am Zustiegsbahnhof ist unabhängig von der Ankunfszeit des Zuges, in den ich einsteige, am Ausstiegsbahnhof. Meine Ankunftszeit hängt von der Ankunftszeit des vorher genutzten Verkehrsmittels ab. Diese ist vom Fahrplan des abgehenden Verkehrsmittels komplett unabhängig.

Steile Behauptung. Dann könnten wir den Zug auch 30 Minuten früher abfahren lassen, sparen alle 30 Minuten Zeit.

Türschlusszeit oder Losrollzeit publizieren?

Colaholiker @, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 23. April 2018, 08:58 (vor 85 Tagen) @ Frecciarossa

Steile Behauptung. Dann könnten wir den Zug auch 30 Minuten früher abfahren lassen, sparen alle 30 Minuten Zeit.

Erwartest Du ernsthaft eine Antwort auf diesen Unfug? Dann warte bitte weiter.

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Türschlusszeit oder Losrollzeit publizieren?

Alphorn (CH), Montag, 23. April 2018, 09:21 (vor 85 Tagen) @ Colaholiker

Erwartest Du ernsthaft eine Antwort auf diesen Unfug? Dann warte bitte weiter.

Das ist kein Unfug sondern zeigt durch Übersteigerung ein Problem Deiner Argumentation auf. Eine frühere Abfahrt bei gleichbleibender Ankunftszeit bedeutet, dass gewisse Leute die Abfahrt nicht mehr erreichen.

Du scheinst die ganze Zeit für deine eigene, spezielle Verbindung zu argumentieren. Die kann tatsächlich besser werden. Aber jede Vorverlegung der Fahrzeit ist ein Nullsummenspiel: Es gibt genausoviele Reisende, die dadurch mehr Wartezeit am Ziel haben (z.B. wegen Umstieg auf eine Strassenbahn) wie Reisende, die Wartezeit am Startpunkt einsparen. Zudem gibt es gibt es in knappen Fällen Reisende, die wegen der Vorverlegung z.B. eine frühere Strassenbahn nehmen müssen, das wiegt Deine Ersparnis exakt auf.

Frecciarossa wollte Dir nur aufzeigen: Wenn eine Vorverlegung nur Vorteile hat, warum dann nicht gleich 30 Minuten vorverlegen? Und wenn 40 Sekunden gut und 30 Minuten schlecht sind, wo genau liegt dann der optimale Punkt und mit welcher Begründung?

Gut auf den Punkt gebracht.

heinz11 @, Montag, 23. April 2018, 09:30 (vor 85 Tagen) @ Alphorn (CH)

- kein Text -

Türschlusszeit oder Losrollzeit publizieren?

Colaholiker @, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 23. April 2018, 09:51 (vor 85 Tagen) @ Alphorn (CH)
bearbeitet von Colaholiker, Montag, 23. April 2018, 09:52

Das ist kein Unfug sondern zeigt durch Übersteigerung ein Problem Deiner Argumentation auf. Eine frühere Abfahrt bei gleichbleibender Ankunftszeit bedeutet, dass gewisse Leute die Abfahrt nicht mehr erreichen.

Ich rede nicht von einer früheren Abfahrt sondern von einer pünktlichen, bei früherer Ankunft. Drücke ich mich so undeutlich aus?

Du scheinst die ganze Zeit für deine eigene, spezielle Verbindung zu argumentieren. Die kann tatsächlich besser werden. Aber jede Vorverlegung der Fahrzeit ist ein Nullsummenspiel: Es gibt genausoviele Reisende, die dadurch mehr Wartezeit am Ziel haben (z.B. wegen Umstieg auf eine Strassenbahn) wie Reisende, die Wartezeit am Startpunkt einsparen. Zudem gibt es gibt es in knappen Fällen Reisende, die wegen der Vorverlegung z.B. eine frühere Strassenbahn nehmen müssen, das wiegt Deine Ersparnis exakt auf.

Noch einmal - die Fahrzeit wird nicht verlegt. Es soll ja nur zu der bekannten, publizierten, seit Jahren unveränderten Zeit abgefahren werden. Gerade bei den Verbindungen aus der Stat raus in die Pampa stellt sich die Frage der Umsteiger nicht - auf dem Weg hier raus hat die Regionalbahn exakt einen Halt (Frankfurt-Höchst) mit Umsteigebeziehungen, da herrscht aber ein extrem dichter Takt diverser S-Bahnen und Regionalbahnen auf der Verbindung zum Hbf. Ich hätte allein bei gleicher Ankunftszeit am Hbf mindestens zwei frühere Möglichkeiten nach Höchst zu kommen (nur darüber hinaus nicht).
Alle andern Dorfhaltepunkte hier haben keinerlei anderen ÖPNV. Hier wird auf Schuhe (oder für manche auf am Bahnhof deponierte Fahrräder, falls nicht zwischenzeitlich geklaut) umgestiegen. Die einzigen Zwangspunkte, die es noch gibt, sind die Zugskreuzungen.

Frecciarossa wollte Dir nur aufzeigen: Wenn eine Vorverlegung nur Vorteile hat, warum dann nicht gleich 30 Minuten vorverlegen? Und wenn 40 Sekunden gut und 30 Minuten schlecht sind, wo genau liegt dann der optimale Punkt und mit welcher Begründung?

Und nocheinmal - es geht nicht um eine Vorverlegung, sondern um eine Abfahrt zu publizierten Zeit. So langsam zweifle ich daran, daß wir die gleiche Sprache sprechen.
Zumal am Hbf die Mindestumsteigezeit so großzügig ist*, daß jede planmäßige Verbindung klappt, egal ob der Zug pünktlich abfährt oder man irgendwann nach dem Zeigersprung sich mal überlegt, abzufertigen. Natürlich nur, wenn der Vorlauf pünktlich ist, aber mit ausreichend Verspätung kann man jeden Anschluß platzen lassen, das kann also nicht das Argument sein. Ich kenne den genauen Zahlenwert nicht, aber ich habe schon durch manuelles Probieren der Fahrplanauskunft Anschlüsse gefunden, die das System als "nicht machbar" nicht anzeigt, obwohl nach Erfahrung (Pünktlichkeit vorausgesetzt) das locker zu schaffen wäre. Aber an den 30 Sekunden oder so würde keiner der Plananschlüsse scheitern. Je nachdem, ob man eher ein "Glas halb leer" oder ein "Glas halb voll"-Typ ist, kann den exakt gleichen Sachverhalt argumentativ als "Die Umsteigezeit verkürzt sich, mimimi!" oder als "Juhu, weniger unnötige Wartezeit bis es endlich weiter geht!" deklarieren. Ich sehe es als letzteres.

Ja, wer mit Verspätung am Hbf ankommt, guckt eventuell dem Zug hinterher, den er sonst noch bekommen hätte. Mit 30 Sekunden Verspätung mehr (die man sich durch die gegenseitig ausschließenden Fahrstraßen in der Bahnhofseinfahrt sehr schnell holt) wäre das aber auch bei späterer Abfahrt passiert. Irgendwo ist eben immer die Grenze, bei der die Verspätung über den Anschluß gewinnt.

Es nochmal erklärende Grüße
der Colaholiker

*) Nicht immer sind die Mindestumsteigezeiten sinnvoll, ich kenne Beispiele bei der Straßenbahn, wo bei einer Abfahrt, die maximal an der anderen Position einer Doppelhaltestelle erfolgt, eine Zeit von 7 Minuten hinterlegt war, und auch eine Situation, wo der Umstieg von einer der Straßenbahnhaltestellen am Lokalbahnhof zur S-Bahn in zwei Minuten hätte erfolgen sollen. (Zusätzlich zur Entfernung an der Erdoberfläche kommen da noch zwei Etagen nach unten hinzu, die man auf der Karte nicht sieht.) Usain Bolt schafft das sicherlich, vielleicht auch Chuck Norris, aber dann wird's eng.
Aber am Hbf ist mehr als genug Puffer, zumal Frankfurt, anders als München, einen Quertunnel hat. ;-)

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Türschlusszeit oder Losrollzeit publizieren?

Frecciarossa, Montag, 23. April 2018, 10:21 (vor 85 Tagen) @ Colaholiker

Ich rede nicht von einer früheren Abfahrt sondern von einer pünktlichen, bei früherer Ankunft. Drücke ich mich so undeutlich aus?

Man steigt früher ein, der Zug fährt früher los und Du negierst eine frühere Abfahrt? Entweder bist Du dumm oder an einer ernsthaften Diskussion nicht interessiert.

Türschlusszeit oder Losrollzeit publizieren?

ICE-TD, Montag, 23. April 2018, 10:54 (vor 85 Tagen) @ Frecciarossa

Ich rede nicht von einer früheren Abfahrt sondern von einer pünktlichen, bei früherer Ankunft. Drücke ich mich so undeutlich aus?


Man steigt früher ein, der Zug fährt früher los und Du negierst eine frühere Abfahrt? Entweder bist Du dumm oder an einer ernsthaften Diskussion nicht interessiert.

Hat sixh hier der Fernreisende von DSO her verirrt? Der pflegt genauso einen unverschämten Umgangston wenn jemand nicht seiner Meinung ist.

Türschlusszeit oder Losrollzeit publizieren?

ICE1223-Limburg @, FNS/FLIS/KHIS, Montag, 23. April 2018, 11:58 (vor 85 Tagen) @ ICE-TD
bearbeitet von ICE1223-Limburg, Montag, 23. April 2018, 11:58

Hat sixh hier der Fernreisende von DSO her verirrt? Der pflegt genauso einen unverschämten Umgangston wenn jemand nicht seiner Meinung ist.

Scheint so. Zudem hat er/sie/es sich in anderen Diskussionen auch schon so trollig und unverschämt verhalten...

Aber gut, ich ignoriere den italienischen Bummelzug eh schon, so Leute sind mir echt zu doof.

--
"Herr schmeiß Hirn vom Himmel und nimm den dummen ihren Regenschirm ab!"

Türschlusszeit oder Losrollzeit publizieren?

Colaholiker @, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 23. April 2018, 11:43 (vor 85 Tagen) @ Frecciarossa

Man steigt früher ein,

Nein. Ich stehe am Bahnsteig, Zug kommt, ich warte ab, bis die Fahrgäste ausgestiegen sind, steige ein, warte im Zug sitzend die Abfahrtszeit ab. Der Einsteigezeitpunkt variiert mit der Ankunftszeit der Vorleistung, nicht aber mit der Abfahrtszeit der Leistung, mit der ich fahre. Jemand, der erst nach Ankunft des Zuges ankommt, steigt ebenfalls ein, wenn er den Bahnsteig erreicht. Niemand steht just vor fun noch 3 Minuten und 17 Sekunden vor dem Zug und steigt erst ein, wenn die Abfertigungsansage kommt. Im Gegenteil, je eher man einsteigt, desto größer ist die Chance auf einen der knappen Sitzplätze.

der Zug fährt früher los

Nicht früher, pünktlich. Nicht verspätet. Zu der im Fahrplan angegebenen Uhrzeit. On time. Leider reichen meine Fremdsprachenkenntnisse nicht, um es Dir noch in anderen Sprachen zu erklären.

und Du negierst eine frühere Abfahrt?

Früher als der derzeitige Istzustand: Stimmt.
Früher als es der Fahrplan ausschreibt: Stimmt nicht, daher negiere ich das.

Entweder bist Du dumm oder an einer ernsthaften Diskussion nicht interessiert.

Mein Anteil von "dumm" ist jedenfalls signifikant kleiner als Dein Anteil von "freundlich", und das ist schon verdammt schwer, Du legst die Meßlatte extrem hoch.
Für weitere Diskussionen hast Du Dich jedenfalls disqualifiziert. Anders als Alphorn, der zwar auch anderer Meinung ist als ich (was ihm zusteht), aber eine anständige Diskussionskultur pflegt.

Mit dem guten alten Plonk aus Newsgroupzeiten abschließende Grüße
der Colaholiker

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Türschlusszeit oder Losrollzeit publizieren?

musicus @, Montag, 23. April 2018, 12:09 (vor 85 Tagen) @ Colaholiker

Niemand steht just vor fun noch 3 Minuten und 17 Sekunden vor dem Zug und steigt erst ein, wenn die Abfertigungsansage kommt.

Doch, doch... das ist ja genau der Nukleus dieser immer wieder aufpoppenden, völlig sinnbefreiten Theoriedebatte um Fahrzeitnullsummen.

Man is rechtzeitig da und gut is'. Für viele schränkt dieses Konzept allerdings die Möglichkeiten zur Regelhörigkeit zu stark ein und nimmt ihnen das Interpretationspotential für den Begriff "Abfahrt".

Sei weise, plonk' leise.

martarosenberg @, Deutschland -- Mitte-Ost und Nordwest., Montag, 23. April 2018, 12:54 (vor 84 Tagen) @ Colaholiker
bearbeitet von martarosenberg, Montag, 23. April 2018, 12:55

Mit dem guten alten Plonk aus Newsgroupzeiten abschließende Grüße

"Sei weise, plonk' leise." ;-).


(Ach ja, und auch ich bin öfters auch gerne noch draussen am Zug anstatt drinnen wenn er noch nicht abfährt, aber mit voranschreitender Zeit dann doch das Geschehen um die Abfertigung immer genauer überwachend.)

Sei weise, plonk' leise.

Colaholiker @, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 23. April 2018, 14:47 (vor 84 Tagen) @ martarosenberg

"Sei weise, plonk' leise." ;-).

:o)

(Ach ja, und auch ich bin öfters auch gerne noch draussen am Zug anstatt drinnen wenn er noch nicht abfährt, aber mit voranschreitender Zeit dann doch das Geschehen um die Abfertigung immer genauer überwachend.)

Warum? Gerade im NV während des Berufsverkehrs ist doch kurz vor Abfahrt die Chance auf einen Sitzplatz sehr nahe 0. Im Fernverkehr, mit Reservierung, oder wenn einfach nichts los ist, kann man das natürlich tun.
Aber gerade hier bei den Sparbrötchen vom RMV, wo viele Züge einfach einen Wagen zu wenig haben, ist es ratsam, so früh es irgendwie geht, einzusteigen.

Bei der Straßenbahn habe ich mir ja auch angewöhnt, vom Hauptbahnhof eine Station zurück zu laufen (nimmt sich von der Entfernung nix, wenn man auf einem der nördlichen Gleise ankommt), und wenn die Leute am Bahnhof aussteigen, mir einen Platz zu schnappen. Sind ja noch > 20 Minuten Fahrt.

Komfortoptimierte Grüße
der Colaholiker

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Türschlusszeit oder Losrollzeit publizieren?

Alphorn (CH), Mittwoch, 25. April 2018, 00:24 (vor 83 Tagen) @ Colaholiker

der Zug fährt früher los


Nicht früher, pünktlich.

Hier muss ich mich wirklich fragen, ob Du trollst. Eine Abfahrt kann gleichzeitig früher und pünktlich sein. Dass sie pünktlich ist, schliesst nicht aus, dass sie früher ist.

Nebenbei ist auch eine Abfahrt um 10:10:59 in meinen Augen pünktlich, wenn im Fahrplan die Abfahrtszeit 10:10 steht, aber das ist ein anderes Thema.

und Du negierst eine frühere Abfahrt?


Früher als der derzeitige Istzustand: Stimmt.

Nur darüber diskutieren wir.

Früher als es der Fahrplan ausschreibt: Stimmt nicht, daher negiere ich das.

Das würde man "verfrüht" nennen, nicht "früher".

Entweder bist Du dumm oder an einer ernsthaften Diskussion nicht interessiert.


Mein Anteil von "dumm" ist jedenfalls signifikant kleiner als Dein Anteil von "freundlich", und das ist schon verdammt schwer, Du legst die Meßlatte extrem hoch.

Wie man in den Wald ruft, schallt's zurück. "Erwartest Du ernsthaft eine Antwort auf diesen Unfug?" war Deine Antwort auf eine ziemlich gute Illustration der Tatsache, dass ein früheres Losrollen nicht automatisch Reisezeit spart. Wenn dem so wäre, könnte man ja einfach 30 Minuten früher losrollen und hätte 30 Minuten Reisezeit gespart. In Deinem einen speziellen Beispiel spart es Reisezeit, weil Du den verkürzten Umstieg noch erreichst; dafür wird a) der Umstieg von anderen nicht mehr erreicht und b) der Umstieg auf z.B. einen Bus am Ziel für andere Reisende um den gleichen Betrag länger. Ein Nullsummenspiel für die Gesamtheit der Reisenden.

Türschlusszeit oder Losrollzeit publizieren?

ICE-TD, Freitag, 20. April 2018, 19:29 (vor 87 Tagen) @ Alphorn (CH)

PS: Die SBB publizieren die Türschlusszeit und kommen trotzdem sehr pünktlich an - weil halt die Abfertigungszeit in die Zeit bis zur nächsten Ankunft eingerechnet ist. Genauso macht es selbstverständlich auch die DB, nur sind die Fahrzeitreserven geringer.

Richtig, die Zeit der Abfertigung ist in den betriebl. Fahrplänen eingerechnet, aber dies wird auch bei der Ankunftszeit berücksichtigt. Letztere ist eben selten zur Sekunde 0 sondern meist zur Sekunde 40 oder 50 nach der veröffentlichten Ankunftsminute. Fährt dein Zug also nach deiner Methode 40 sek. nach der Abfahrtszeit ab kommt er diese auch an nach der Ankunftszeit.

Türschlusszeit oder Losrollzeit publizieren?

Frecciarossa, Freitag, 20. April 2018, 13:23 (vor 87 Tagen) @ Colaholiker

Das ist genau der Denkfehler der Fürsprecher dieser Regelung. Natürlich war die Dauer der Abfertigung in den Fahrplänen berücksichtigt.


Es mag Fahrpläne geben, bei denen das so ist. Ich beobachte hier jedoch gegenteiliges.

Dass bei der Fahrplanberechnung Fehler gemacht werden, hat genau nichts mit der Systematik zu tun.

Die Änderung hatte einzig und allein das Ziel, einen zusätzlichen Zeitpuffer einzuführen, ohne die fahrplanmäßigen Fahrzeiten sichtbar zu verlängern.


Auf meiner Stammstrecke ist aufgrund der Eingleisigkeit ohnehin nichts mit Fahrzeiten verlängern, weil dann die Kreuzungen noch weniger klappen als jetzt schon.
Nichtsdestotrotz schafft es mein Zug morgens nach pünktlichre Kreuzung bis zu meinem Ausstieg ein Viertel der Regelfahrzeit als Verspätung einzusammeln. (+2 auf 8 Minuten)

Das hat jetzt was womit zu tun? Oder wolltest Du mal wieder eine Deiner langweiligen Geschichten erzählen?

Was die Fahrgäste erwarten, hat natürlich mit ihrer Erfahrung zu tun.


Das Wort "Abfahrt" ist eindeutig. Kommt von "fahren". Sonst würde es "Abtürzu" heißen.

Super Argument.

Wenn jahrzehntelang mit großer Präzision zum Zeigersprung die Türen geschlossen wurden, dann empfinden die meisten Fahrgäste das als den Normalfall und alles andere als Abweichung.


Das Wort hat mit Empfindung nichts zu tun.

Super Argument.

Das Problem ist eben, dass heute niemand mehr weiß, was rechtzeitig ist. Wenn ich früher mit der S-Bahn am Hauptbahnhof angekommen bin, wusste ich mit einem Blick auf die Uhr sekundengenau, wie viel Zeit ich bis zur Abfahrt meines Zuges hatte und konnte meine Geh-/Laufgeschwindigkeit entsprechend wählen.


Heute fängt es doch schon damit an, daß die Uhr in der Anzeige am Bahnhof eine andere Zeit anzeigt als die gerade noch in der S-Bahn als die auf dem eigenen Handy als die auf der Armbanduhr.

Bahnhofsuhr = Funkuhr

Rechtzeitig heißt, daß man genug Zeit hat, sich eben diesen Gedanken gar nicht machen zu müssen.

Nicht jeder möchte seine Zeit sinnlos vertrödeln.

Wenn ich am Bahnhof ankomme (in meinem Fall mit der Straßenbahn, spielt aber keine Rolle), begebe ich mich zügig zu meinem Abfahrtsbahnsteig. Damit bin ich immer so rechtzeitig wie möglich dort. Wo ist das Problem?

Wenn die Zeit knapp ist, ist es eben blöd, wenn man einen Supersprint hinlegt, nur um festzustellen, dass die Türen heute doch 20 Sekunden später schließen, man also gar nicht so hätte rennen müssen. Und noch blöder ist, wenn man nicht ganz so schnell rennt, um dann festzustellen, dass der Schaffner heute 20 Sekunden früher abfertigt.

Heute folgt die Türschließzeit der Gaußschen Normalverteilung, das empfinde ich als Nachteil (für die Schlaumeier gebe ich zu Protokoll, dass die Türschließzeit natürlich auch früher der Normalverteilung folgte, nur eben mit einem deutlich kleineren Sigma).


Hier in der Gegend scheint es mir eher so, daß die publizierte Zeit eine Empfehlung für den frühestmöglichen Beginn der Abfertigung ist. Gerade bei den LINTs mit ihren unsäglichen Schiebetritten kann es dann nochmal ein bis zwei Minuten dauern, bis nach mehrmaligem Rein und Raus der Bleche endlich das Fahrzeug sich zum Abfahren überreden läßt.

Deine Lösung ist also, die Türen schon zwei Minuten vor Abfahrt zu schließen? Oder sollte man nicht lieber an der Zuverlässigkeit der Türschließzeit und der Präzision der Mitarbeiter arbeiten? Probleme kaschieren statt lösen?

Es ist vielleicht schwer vorstellbar, aber in den internen Fahrplänen steht mehr als im veröffentlichten.


Ist nicht schwer vorstellbar, sondern bekannt. Da ich aber Fahrgast bin, und nur das zu sehen bekomme, was veröffentlicht wird, ist es mir gelinde gesagt, vollkommen wumpe, was in irgendwelchen internen Plänen steht. Entweder man publiziert die Details oder man muß damit leben, daß die Fahrgäste sich nach dem veröffentlichten Lückentext richten.

Heute kann man sich eben nicht mehr nach dem Fahrplan richten, da die Türen früher schließen – früher war das möglich.


Bei der Einstellung, die hier an den Tag gelegt wird, nicht mehr über die Unpünktlichkeit der Züge überrascht seiende Grüße

Pünktlichkeit erreicht man mit System, nicht mit undefinierten Zeitpuffern und zufälligen Zeitpunkten.

Türschlusszeit oder Losrollzeit publizieren?

Colaholiker @, Frankfurt / Hildesheim, Freitag, 20. April 2018, 13:32 (vor 87 Tagen) @ Frecciarossa

Dass bei der Fahrplanberechnung Fehler gemacht werden, hat genau nichts mit der Systematik zu tun.

Daß die Umsetzung krankt, hat genau nichts mit der Systematik zu tun.

Das hat jetzt was womit zu tun? Oder wolltest Du mal wieder eine Deiner langweiligen Geschichten erzählen?

Es zwinkgt Dich keiner, meine Beiträge zu lesen.

Super Argument.

Man merkt es an Deinem tollen Gegeargument.

Super Argument.

Man merkt es an Deinem tollen Gegeargument.

Bahnhofsuhr = Funkuhr

Und warum habe ich dann selbst innerhalb des Frankfurter Hauptbahnhofs Uhren, die um zwei bis drei Minuten voneinander abweichen?

Nicht jeder möchte seine Zeit sinnlos vertrödeln.

Nicht jeder möchte morgens versuchen, einen 2-Minuten-Sprint zu schaffen.

Wenn die Zeit knapp ist, ist es eben blöd, wenn man einen Supersprint hinlegt, nur um festzustellen, dass die Türen heute doch 20 Sekunden später schließen, man also gar nicht so hätte rennen müssen.

Wenn die Zeit knapp ist, ist es eben blöd, wenn man einen Supersprint hinlegt, nur um festzustellen, daß die Vorleistung des Zuges heute mal wieder Verspätung hat und der zug noch gar nicht am Bahnsteig steht, man also gar nicht so hätte rennen müssen.
Man kann aus jeder Situation ein "ist es eben blöd" konstruieren.

Und noch blöder ist, wenn man nicht ganz so schnell rennt, um dann festzustellen, dass der Schaffner heute 20 Sekunden früher abfertigt.

Das ist die eigene Entscheidung. Wenn die Zeit knapp ist, sollte man halt versuchen, so schnell man kann zu seinem Zug zu kommen. Tut man das nicht, darf man kein Mimimi anstimmen, weil er schon weg ist.

Deine Lösung ist also, die Türen schon zwei Minuten vor Abfahrt zu schließen?

Nein. So, daß man, die ohne Defektfall auftretende Abfertigungszeit annimmt, um pünktlich abzufahren.

Oder sollte man nicht lieber an der Zuverlässigkeit der Türschließzeit und der Präzision der Mitarbeiter arbeiten? Probleme kaschieren statt lösen?

Das eine schließt das andere nicht aus. Selbst wenn die Schiebetritte mal wieder wegen kaputt abgeschaltet sind, kommt der Zug nicht pünktlich weg.

Heute kann man sich eben nicht mehr nach dem Fahrplan richten, da die Türen früher schließen – früher war das möglich.

Ich kann mich durchaus an IC-Fahrten als Kind erinnern, wo ich fasziniert auf den stehenden Sekundenzeiger der Uhr am Bahnsteig geschaut habe, und genau mit dem Springen des Minutenzeigers der Anfahrt-Ruck durch den Zug ging. Früher war eben nicht alles (nach Deiner Definition) besser.

Pünktlichkeit erreicht man mit System, nicht mit undefinierten Zeitpuffern und zufälligen Zeitpunkten.

"Irgendwann mal, aber nicht vor Zeit X" ist kein System, sondern ein zufälliger Zeitpunkt.

Mich angesichts Deiner Argumentation an etwas erinnert fühlende Grüße
der Colaholiker

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Das Problem liegt woanders

worfie, Freitag, 20. April 2018, 18:01 (vor 87 Tagen) @ Frecciarossa

Hier in der Gegend scheint es mir eher so, daß die publizierte Zeit eine Empfehlung für den frühestmöglichen Beginn der Abfertigung ist. Gerade bei den LINTs mit ihren unsäglichen Schiebetritten kann es dann nochmal ein bis zwei Minuten dauern, bis nach mehrmaligem Rein und Raus der Bleche endlich das Fahrzeug sich zum Abfahren überreden läßt.

Deine Lösung ist also, die Türen schon zwei Minuten vor Abfahrt zu schließen? Oder sollte man nicht lieber an der Zuverlässigkeit der Türschließzeit und der Präzision der Mitarbeiter arbeiten? Probleme kaschieren statt lösen?

Zunächst einmal: Alles andere als die Türschließzeit zu kommunizierten, bringt dem Fahrgast nichts. Schließlich möchte er nicht unbedingt nur die sich entfernende Zugschlussleuchte bewundern.

Aber - und da kommen wir zu deinem Kommentar -, das Problem würde sich eigentlich auch fast in Luft auflösen, wenn denn nicht die Differenz zwischen Abfertigung und Abfahrt so enorm wäre.
Zum einen liegt das an den zeitintensiven Abfertigungsmaßnahmen, die man in Deutschland betreibt und die sich sicherlich auch nicht über Nacht ändern lassen, zum anderen aber auch daran, dass Türen für mich in meiner aktiven Zeit einer der besten Pünktlichkeitskiller waren.Erst einmal dauert der Fahrgastwechsel sowieso schon länger, weil die Haltestellen der Türen auf dem Bahnsteig nicht markiert sind. Dann ist vielleicht nochmal eine oder mehrere Türen defekt, die Fahrgäste drängen sich dann über andere Türen rein: Kostet Zeit. Dann sind oft genug die Türen nicht dort, wo sie sein sollen (vulgo: umgekehrte Wagenreihung). Und dann ist da noch der von dir genannte Lint. Wie oft sind mir diese besallerten Schiebetritte im Winter festgefroren?

Wenn man bedenkt, was da in einem Jahr gerechnet alles an Verspätungsminuten und daraus resultierenden Kosten zusammenkommt, will ich lieber gar nicht erst hinterfragen.

Aber die Zugabfertigung in Deutschland gehört meiner Meinung nach überdacht.
Hier mal ein Beispiel anhand von Videos, die die Youtube-Suche nach Bahnsteigansichten ausgespuckt hat:

Nahverkehr in Japan: https://youtu.be/iw5vkNM07YA?t=4m54s
5:22 Zug steht
5:26 Türen offen
6:18 Abfahrtsmelodie
6:25 Türschliessansage Blechelse
6:32 Türschliessansage vom Bahnsteigpersonal
6:40 Abfertigung
6:51 Türen geschlossen
6:58 Zug fährt ab.

Fernverkehr in Japan: https://youtu.be/TNjSh39C_KA?t=3m17s
3:18 Schliessansage Blechelse + Bahnsteigpersonal
3:52 Türen geschlossen
3:56 Zug fährt ab

In beiden Beispielen sind es nur wenige Sekunden, die zwischen Türschließzeit und Abfahrtszeit liegen. Außerdem werden einfache Schiebetüren benutzt und keine mit gelben Defekt-Schildchen dekorierte, komplexe Schwenkschiebetüren mit ausfahrbaren und einfrierbaren Schiebetritten.

Im Vergleich ein Video aus Deutschland (NV + FV) https://www.youtube.com/watch?v=-vQ_MNitHuU

NV:
4:41 Zug steht
4:49 Türen offen
5:15 Türschliiessansage
5:34 Abfertigungspfiff (?)
5:47 Türen geschlossen
6:11 Zug fährt ab

FV:
9:24 Türen zu
9:58 Zug fährt ab

Die Differenz zwischen Türschluß und Abfahrt liegt hier bei mehr als 30 Sekunden und ist Pi mal Daumen 5x so lang wie in Japan und meinen Beobachtungen nach für viele Darwin-Award-Kandidaten Anlass genug, um (bei Bimz und n-Wagen) noch wie wild am Türgriff herumzuziehen oder (bei anderen Wagen) auszuprobieren, ob sich die Tür nicht doch noch einmal öffnet, wenn man kräftig dagegen tritt.

Das Problem liegt woanders

ICE-TD, Freitag, 20. April 2018, 19:42 (vor 87 Tagen) @ worfie

Die Fv-Züge in Deutschland haben bis auf den Dosto-IC keinen Einklemmschutz, also muß das Zub das selbst beobachten und nach der Fertigmeldung der Schaffner an den Zugchef muß dieser dem Tf den Abfahrauftrag geben. Wenn ich das Video vom japanischen Nv sehe bezweifle ich das da überhaupt Lichtschranken o.ä. existieren, da scheint mir die Abfertigung eher wie bei den alten Stadtbahnern der Berliner S-Bahnen zu funktionieren, ohne Überwachung die Türen knallen zu und ab gehts.

Das Problem liegt woanders

worfie, Samstag, 21. April 2018, 04:36 (vor 87 Tagen) @ ICE-TD

Die Fv-Züge in Deutschland haben bis auf den Dosto-IC keinen Einklemmschutz, also muß das Zub das selbst beobachten und nach der Fertigmeldung der Schaffner an den Zugchef muß dieser dem Tf den Abfahrauftrag geben. Wenn ich das Video vom japanischen Nv sehe bezweifle ich das da überhaupt Lichtschranken o.ä. existieren, da scheint mir die Abfertigung eher wie bei den alten Stadtbahnern der Berliner S-Bahnen zu funktionieren, ohne Überwachung die Türen knallen zu und ab gehts.

Nein, Lichtschranken wie in Deutschland gibt es hier nicht (oder kaum?). Das wäre auch nicht praktikabel, denn sonst würden die Züge nie vom Fleck kommen. Stattdessen gibt's Einklemmschutz und in der HVZ nochmal extra Personal auf den Bahnsteigen um die Sicherheit zu überwachen und die Türen zuzudrücken.

Aber in Deutschland sind die Züge ja eigentlich nur in Extremfällen voll, so dass Lichtschranken sinnvoll sind und bei dem Aggressionspotential in Deutschland wäre das Bahnhofspersonal hierzulande sicherlich überfordert.

Hier ist es im NV aber auch so, dass der Tf ganz vorne sitzt (anders wäre es auch leicht unpraktisch) und der Zug vom Zf, der jeweils im anderen Führerstand am Zugende steht, abgefertigt wird.

Vorgänge am Bahnsteig nicht vergessen

Altmann @, Amstetten, Donnerstag, 19. April 2018, 15:44 (vor 88 Tagen) @ Alphorn (CH)

Die Idee, den Abfahrtsbefehl per SMS zu geben, mag ja interessant sein (bliebe abzuwarten, ob und wie das funktioniert).

Für mich als Laie stellt sich aber die Frage, wieso DB / ÖBB diesen Abfahrtsbefehl überhaupt (in dieser Form) brauchen, wenn ´s bei der WESTbahn auch ohne geht!?

Und der zweite GROSSE Vorteil der WESTbahn liegt in großen, ebenerdigen Einstiegstüren. Passagierwechsel in maximal 30 Sekunden. Bei der ÖBB mit ihren tollen Railjet (die oft nur über ein einziges schmales Türchen pro Wagen verfügen, und das natürlich mit Stufen) dauert es bei der Ankunft in Wien Meidling schon mal gerne 2 Minuten, bis überhaupt alle Leute ausgestiegen sind ...

Vorgänge am Bahnsteig nicht vergessen

ICE-TD, Donnerstag, 19. April 2018, 18:55 (vor 88 Tagen) @ Altmann

Für mich als Laie stellt sich aber die Frage, wieso DB / ÖBB diesen Abfahrtsbefehl überhaupt (in dieser Form) brauchen, wenn ´s bei der WESTbahn auch ohne geht!?

Weil die vermutlich eine Türsteuerung ähnlich TAV/SSTR haben, das gibts in Deutschland auch, z.B. beim Dosto-IC, der bekommt auch keinen Abfahrauftrag. Und ob das per SMS immer so schnell ist? Ich habe auch schon erlebt das SMS 2h im Netz unterwegs waren bevor sie auf meinem Handy eintrafen. Von der Tür entfernen muß sich der Zugführer auch nur noch bei den alten IC um den Abfahrtauftrag zu geben, insofern hinkt Deutschland sicher nicht hinter unseren angebl. "Vorbildern" ÖBB und SBB her.

(SPON) Schnellfahr-Offensive der Bahn erfolglos

moonglum ⌂ @, Hagen, Samstag, 14. April 2018, 13:03 (vor 93 Tagen) @ MF_5289

Also es gab 3 Fahrten im EC8, in denen bis zu 25 Minuten herausgeholt wurdn, es geht schon, wenn die Streckenplaner nicht wie letztens über die Brücke vor Mainz einen Güterzug vor den EC setzen..... Stop and Go bis Bingen.... Weg war der herausgefahrene Vorteil....

--
Schöne Grüße,
bevorzugt aus den EC 6/7/8/9, ICE 102, 103 und 515
Web: www.bio12code-institut.eu
Foto: EC9 in Wuppertal Hbf
(Gewitterumleitung 15.6.14)
[img]http://abload.de/img/img_4408g6yu6.jpg[/

(SPON) Schnellfahr-Offensive der Bahn erfolglos

Frecciarossa, Samstag, 14. April 2018, 13:17 (vor 93 Tagen) @ moonglum

Du hast es nicht verstanden. Wenn ein Zug bereits verspätet ist, fährt er sowieso so schell er kann. Es ging bei diesem Versuch darum, auch pünktliche Züge so schnell wie möglich fahren zu lassen, um einen Puffer für eventuell später auftretende Verzögerungen aufzubauen.

(SPON) Schnellfahr-Offensive der Bahn erfolglos

worfie, Samstag, 14. April 2018, 14:27 (vor 93 Tagen) @ Frecciarossa

Du hast es nicht verstanden. Wenn ein Zug bereits verspätet ist, fährt er sowieso so schell er kann. Es ging bei diesem Versuch darum, auch pünktliche Züge so schnell wie möglich fahren zu lassen, um einen Puffer für eventuell später auftretende Verzögerungen aufzubauen.

Vermutlich weil diese Logik für viele schwer begreifbar ist. Gesunder Bahnverkehr lebt nicht davon, dass ein Zug so schnell wie möglich irgendwo ist, sondern möglichst genau zu dem Zeitpunkt an dem Ort, wo er für eben jenen Zeitpunkt geplant ist.
Zu schnell ankommen bringt im Endeffekt dann auch nichts, wenn irgendwo ein Knotenpunkt mit Engpässen ist, auf dem das Einfahrtsgleis dann noch besetzt ist. Außerdem muss der Puffer ja für jeden Halt neu eingefahren werden, schliesslich kann man auch nicht einfach vor Planabfahrtszeit losfahren.

Aber wieviel Puffer will man überhaupt noch haben? Man sollte nur mal einen Blick auf die Fahrtzeiten für z.B. Hannover - Kassel heutzutage und vor 20 Jahren werfen. Oder die Fahrtzeit zwischen Hamburg und Berlin heute und damals nach der Streckensanierung, mit der groß in den Medien geworben wurde. Trotz wesentlich längerer Fahrtzeit sind die Züge auf der Strecke zumindest solange ich dort gewohnt habe, notorisch verspätet gewesen.

(SPON) Schnellfahr-Offensive der Bahn erfolglos

Aphex Twin, Samstag, 14. April 2018, 23:12 (vor 93 Tagen) @ worfie

Du hast es nicht verstanden. Wenn ein Zug bereits verspätet ist, fährt er sowieso so schell er kann. Es ging bei diesem Versuch darum, auch pünktliche Züge so schnell wie möglich fahren zu lassen, um einen Puffer für eventuell später auftretende Verzögerungen aufzubauen.


Vermutlich weil diese Logik für viele schwer begreifbar ist. Gesunder Bahnverkehr lebt nicht davon, dass ein Zug so schnell wie möglich irgendwo ist, sondern möglichst genau zu dem Zeitpunkt an dem Ort, wo er für eben jenen Zeitpunkt geplant ist.
Zu schnell ankommen bringt im Endeffekt dann auch nichts, wenn irgendwo ein Knotenpunkt mit Engpässen ist, auf dem das Einfahrtsgleis dann noch besetzt ist. Außerdem muss der Puffer ja für jeden Halt neu eingefahren werden, schliesslich kann man auch nicht einfach vor Planabfahrtszeit losfahren.

Schneller fahren kann im Idealfall eine etwas längere Standzeit und damit durch grossen Fahrgastwechsel potentiell entstehenden Verspätungen im Minutenbereich vorbeugen (und das eben auch nur wenn es am nächsten Halt keine anderen Engpässe gibt). Oder bei bekannter Baustelle vor dem nächsten Halt, kann man vor der Baustelle ein wenig Zeit rausholen. Beides sollten aber Situationen sein die sich im Voraus planen lassen und man daher nur die wenigen Züge bei denen dies zutreffen würde schneller fahren lässt.

Langsamfahr-Defensive der Bahn noch erfolgloser

GUM @, Mittwoch, 18. April 2018, 16:08 (vor 89 Tagen) @ MF_5289
bearbeitet von GUM, Mittwoch, 18. April 2018, 16:08

Da darf ich noch ein bisschen ironisch drauflegen? Die Langsamfahr-Defensive hilft aber auch nicht wirklich weiter.

Es macht gar keinen Sinn den Kunden ein schnittiges, weißes Raumschiff (ICE) zu verkaufen und dann die letzten Kilometer in die Stadt langsam hineinzurollen.

War doch der Werbeslogan immer, dass das Herz der Städte schnell erreicht wird.

Bei Geschwindigkeit am falschen Ende sparen zahlt sich nicht aus.

Liebe Grüße

GUM

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Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihre Politiker nicht unbeaufsichtigt!
Security advice: Don't leave your politicians unattended!

Gab es denn eine "Schnellfahr-Offensive"?

Gast, Donnerstag, 19. April 2018, 10:37 (vor 89 Tagen) @ MF_5289
bearbeitet von Gast, Donnerstag, 19. April 2018, 10:38

Bei bestimmten Zügen München-Augsburg z.B. hätte ich gerne mal etwas von dieser "Schnellfahr-Offensive" gesehen, bis auf große Ausnahmen war dies aber nicht der Fall.

Aufgrund billiger Konzeption des Ausbaus wird auf dieser Strecke in Augsburg-Hochzoll ja der Nahverkehr aus Richtung Ingolstadt, der dann auch noch an der Haunstetterstraße hält, auf die Fernstrecke geleitet. Einige Fernzüge laufen planmäßig bei Hochzoll auf solche Züge auf und bummeln dann bis zum Hbf hinterher, die Fahrzeit ist darauf eingestellt. Nun kommt es sehr oft vor, daß der Nahverkehr einige Minuten Verspätung hat. Würde der Fernzug von München an schnellstmöglich fahren, dann wäre er in solchen Fällen vor dem verspäteten Nahverkehr in Hochzoll, könnte ohne Verzögerung zum Hbf fahren und käme dann eben etwas früher an. Wenn der verspätete Regionalzug in Hochzoll wäre, wäre der Fernzug bereits durch und er könnte auch ohne weitere Verzögerung weiterfahren. In über 90 Prozent der von mir erlebten Fälle läuft das aber ganz anders: Der Fernzug fährt schon lange vor Hochzoll, oft schon ab München-Pasing, deutlich langsamer als erlaubt. Deshalb kommt er erst kurz hinter dem verspäteten Regionalzug in Hochzoll an und freiwilliges Gebummel ab Pasing plus zwangsläufiges Weiterbummeln ab Hochzoll ergibt dann eine vermeidbare Verspätung am Hbf.

Solche Fälle wird es sinngemäß anderswo auch geben, da kann ich dann diesem hirnlosen Durchsetzen "energiesparender" Fahrweise überhaupt nichts abgewinnen.

Danke für den Beitrag, Gast!

GUM @, Donnerstag, 19. April 2018, 11:17 (vor 89 Tagen) @ Gast

Bei bestimmten Zügen München-Augsburg z.B. hätte ich gerne mal etwas von dieser "Schnellfahr-Offensive" gesehen, bis auf große Ausnahmen war dies aber nicht der Fall.

Aufgrund billiger Konzeption des Ausbaus wird auf dieser Strecke in Augsburg-Hochzoll ja der Nahverkehr aus Richtung Ingolstadt, der dann auch noch an der Haunstetterstraße hält, auf die Fernstrecke geleitet. Einige Fernzüge laufen planmäßig bei Hochzoll auf solche Züge auf und bummeln dann bis zum Hbf hinterher, die Fahrzeit ist darauf eingestellt. Nun kommt es sehr oft vor, daß der Nahverkehr einige Minuten Verspätung hat. Würde der Fernzug von München an schnellstmöglich fahren, dann wäre er in solchen Fällen vor dem verspäteten Nahverkehr in Hochzoll, könnte ohne Verzögerung zum Hbf fahren und käme dann eben etwas früher an. Wenn der verspätete Regionalzug in Hochzoll wäre, wäre der Fernzug bereits durch und er könnte auch ohne weitere Verzögerung weiterfahren. In über 90 Prozent der von mir erlebten Fälle läuft das aber ganz anders: Der Fernzug fährt schon lange vor Hochzoll, oft schon ab München-Pasing, deutlich langsamer als erlaubt. Deshalb kommt er erst kurz hinter dem verspäteten Regionalzug in Hochzoll an und freiwilliges Gebummel ab Pasing plus zwangsläufiges Weiterbummeln ab Hochzoll ergibt dann eine vermeidbare Verspätung am Hbf.

Solche Fälle wird es sinngemäß anderswo auch geben, da kann ich dann diesem hirnlosen Durchsetzen "energiesparender" Fahrweise überhaupt nichts abgewinnen.

Danke für das wunderbare Beispiel, Gast!

Erschwerend kommt dazu, dass die Fahrgäste im ICE einen Fahrschein der Produktgruppe A bezahlt haben. Nach dem enger-Stellen der Sitze im Redesign bleibt ja als wesentliches Komfortmerkmal gegenüber dem IC eigentlich nur die Geschwindigkeit übrig.

Heutzutage braucht der ICE aber mehr Zeit als der beinahe schon rustikale IC aus 103er und ein paar B und A-Wagen....

Da kehrt sich die Welt etwas um. Ein paar Kilowatt Sparen bedeutet einen zugesagten Produktforteil nicht liefern.

Das ist schade.

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Zugfolge und Diskriminierung

ICETreffErfurt ⌂ @, Eisenach, Donnerstag, 19. April 2018, 17:41 (vor 88 Tagen) @ Gast

Die Streckendisponenten weichen nur ungern von der geplanten Reihenfolge der Züge ab, wenn es sich vermeiden lässt.

Denn wenn man ICE und RB tauscht, raubt man der RB die Möglichkeit in ihre alte Trasse zurückkehren und damit die Verspätung aufzuholen.

Zudem gibt es im Hbf sicherlich auch Fahrstraßenkonflikte, wenn er vor Plan ankommt.

Intelligenter wäre eine idealere Trassenplanung. Die ist durch die Infrastruktur leider nur allzu oft nicht möglich.

Und das EVU des NV kann Beschwerde einreichen, wegen Diskriminierung.

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