(SPON) Schnellfahr-Offensive der Bahn erfolglos (Allgemeines Forum)

MF_5289 @, Samstag, 14. April 2018, 09:31 (vor 5 Tagen)

Der Spiegel berichtet das die Schnellfahroffensive wohl nicht den gewünschten Erfolg in Sachen Pünktlichkeit erzielt hat.

Test nicht erfolgreich

Bei dem Experiment sollten "vorhandene Fahrzeitenreserven" genutzt werden. Doch die Auswertung des Versuchs zeigt: Die zügige Fahrweise hat sich nicht positiv auf die Pünktlichkeit ausgewirkt. Der Zeitgewinn, der auf der Strecke erzielt wurde, sei vor den großen Knotenbahnhöfen, etwa Hannover oder Frankfurt am Main, wieder aufgezehrt worden, heißt es von der Bahn.

(SPON) Schnellfahr-Offensive der Bahn erfolglos

Tabernaer @, Samstag, 14. April 2018, 09:46 (vor 5 Tagen) @ MF_5289

Das hat man erst durch diesen Test herausgefunden? Wahnsinn! In welcher Welt leben die Bahnoberen eigentlich?

(SPON) Schnellfahr-Offensive der Bahn erfolglos

Frecciarossa, Samstag, 14. April 2018, 09:51 (vor 5 Tagen) @ Tabernaer

War ja klar, dass jetzt die Schlaumeier wieder aus den Löchern kriechen. Merke: In einem komplexen System ist ein Versuch oder eine Simulation ein geeignetes Verfahren, um die Auswirkung einer Änderung zu untersuchen.

(SPON) Schnellfahr-Offensive der Bahn erfolglos

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Samstag, 14. April 2018, 10:41 (vor 5 Tagen) @ Frecciarossa

Vielleicht sollten sich die Bahnoberen mal intensiv mit den Erfahrungen ihrer Lokführer auseinander setzen und sich berichten lassen. Die können einem im Vertrauen nämlich richtige Revolvergeschichten zu typischen Betriebssituationen erzählen.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

(SPON) Schnellfahr-Offensive der Bahn erfolglos

ICE-TD, Samstag, 14. April 2018, 09:54 (vor 5 Tagen) @ Tabernaer

Den Praktikern war das auch vor dem "Projekt" klar, aber so konnte man wieder ein paar Projektmanager beschäftigen, irgendwelche sinnlosen Statistiken erstellen und auswerten und Aktionismus zeigen.
Hauptsächlich war es Ende letzten Jahres wohl eher ein verzweifelter Versuch die Boni zu retten die es für das Erreichen des Pünktlichkeitsziels geben sollte.
Und nebenbei gabs noch zig schadhafte Wagen wegen Flachstellen durch den Unfug.

(SPON) Schnellfahr-Offensive der Bahn erfolglos

Taurus83 @, Nürnberg, Samstag, 14. April 2018, 11:43 (vor 5 Tagen) @ ICE-TD

Den Praktikern war das auch vor dem "Projekt" klar, aber so konnte man wieder ein paar Projektmanager beschäftigen, irgendwelche sinnlosen Statistiken erstellen und auswerten und Aktionismus zeigen.
Hauptsächlich war es Ende letzten Jahres wohl eher ein verzweifelter Versuch die Boni zu retten die es für das Erreichen des Pünktlichkeitsziels geben sollte.
Und nebenbei gabs noch zig schadhafte Wagen wegen Flachstellen durch den Unfug.

Mal davon abgesehen wirkt sich das ja eher unangenehm auf den Reisekomfort aus und ist zudem negativ für die Umweltbilanz. Ich hatte mal von einem Projekt bei der SBB gelesen das genau in die andere Richtung geht – der Lokführer bekommt quasi die „minimale“ Geschwindigkeit angezeigt die er fahren muss um das Ziel nach Fahrplan zu erreichen. Gut, bin ich jetzt auch kein Fan von, irgendein Mittelding finde ich sinnvoll.


Viele Grüße,
Bernhard

(SPON) Schnellfahr-Offensive der Bahn erfolglos

ICE-TD, Samstag, 14. April 2018, 12:03 (vor 5 Tagen) @ Taurus83

Diese Zuglaufregelung gibts testweise jetzt auch im Bereich Mitte und Südost in Deutschland Zuglaufregelung, allerdings ist man da wohl wirklich noch am testen, was man da derzeit angezeigt bekommt ist oft unsinnig.

Wie einfach das Weltbild doch sein kann ... ^^

Baselaner, Samstag, 14. April 2018, 19:00 (vor 5 Tagen) @ ICE-TD

Den Praktikern war das auch vor dem "Projekt" klar, aber so konnte man wieder ein paar Projektmanager beschäftigen, irgendwelche sinnlosen Statistiken erstellen und auswerten und Aktionismus zeigen.
Hauptsächlich war es Ende letzten Jahres wohl eher ein verzweifelter Versuch die Boni zu retten die es für das Erreichen des Pünktlichkeitsziels geben sollte.


Woher hast du diese ganzen Insiderinfos? Aber eins wird klar: Das Weltbild wurde bestätigt. ;)

Wie einfach das Weltbild doch sein kann ... ^^

ICE-TD, Sonntag, 15. April 2018, 00:37 (vor 5 Tagen) @ Baselaner

Den Praktikern war das auch vor dem "Projekt" klar, aber so konnte man wieder ein paar Projektmanager beschäftigen, irgendwelche sinnlosen Statistiken erstellen und auswerten und Aktionismus zeigen.
Hauptsächlich war es Ende letzten Jahres wohl eher ein verzweifelter Versuch die Boni zu retten die es für das Erreichen des Pünktlichkeitsziels geben sollte.

Woher hast du diese ganzen Insiderinfos? Aber eins wird klar: Das Weltbild wurde bestätigt. ;)

Das wird leider fast täglich bestätigt, mir wäre es lieber wenn es nicht so wäre. Man braucht sich nur die Entwicklung in diesem Jahr anschauen, da hilft auch kein neues Lagezentrum, mir reicht da was ich täglich draußen erlebe und mit was ich rumfahren muß. Ich würde lieber pünktlich Feierabend machen.

Wie einfach das Weltbild doch sein kann ... ^^

Baselaner, Sonntag, 15. April 2018, 07:26 (vor 4 Tagen) @ ICE-TD

Den Praktikern war das auch vor dem "Projekt" klar, aber so konnte man wieder ein paar Projektmanager beschäftigen, irgendwelche sinnlosen Statistiken erstellen und auswerten und Aktionismus zeigen.
Hauptsächlich war es Ende letzten Jahres wohl eher ein verzweifelter Versuch die Boni zu retten die es für das Erreichen des Pünktlichkeitsziels geben sollte.

Woher hast du diese ganzen Insiderinfos? Aber eins wird klar: Das Weltbild wurde bestätigt. ;)


Das wird leider fast täglich bestätigt, mir wäre es lieber wenn es nicht so wäre. Man braucht sich nur die Entwicklung in diesem Jahr anschauen, da hilft auch kein neues Lagezentrum, mir reicht da was ich täglich draußen erlebe und mit was ich rumfahren muß. Ich würde lieber pünktlich Feierabend machen.

Das mag ja sein, dass es gerade wieder ein Tal gibt, was es auch immer gibt in der Wirtschaft. Nur deine Begründungen sind wieder der Hit ... ^^ Aber klar: Wenn man die Hintergründe nicht kennt, dann kommen die Schlagwörter: "die Praktiker haben es eh schon immer gewusst", "sinnlose Statistik", "Aktionismus", "Verzweifelter Versuch Boni zu retten", ... Da fehlt eigentlich nur noch, dass Mehdorn eh an allem Schuld ist! Aber mal ehrlich hinterfragen warum es so ist, sehe ich in deiner Begründung null. Lieber Stammtisch, wie es die DSO'ler auch machen und kein Stück besser sein. Oder kannst du mir Namen und Positionen, Aufgaben der jeweiligen Personen nennen, die deine Argumente stützen? Und jetzt komme mir nicht, dass du ja "nur Tf" bist. Egal in welcher Position man ist: Wilde Stammtischparolen bringen einen nicht weiter.

Viele Grüße!

Wie einfach das Weltbild doch sein kann ... ^^

RhBDirk @, Köln und Hamburg, Sonntag, 15. April 2018, 07:33 (vor 4 Tagen) @ Baselaner

Den Praktikern war das auch vor dem "Projekt" klar, aber so konnte man wieder ein paar Projektmanager beschäftigen, irgendwelche sinnlosen Statistiken erstellen und auswerten und Aktionismus zeigen.
Hauptsächlich war es Ende letzten Jahres wohl eher ein verzweifelter Versuch die Boni zu retten die es für das Erreichen des Pünktlichkeitsziels geben sollte.

Woher hast du diese ganzen Insiderinfos? Aber eins wird klar: Das Weltbild wurde bestätigt. ;)


Das wird leider fast täglich bestätigt, mir wäre es lieber wenn es nicht so wäre. Man braucht sich nur die Entwicklung in diesem Jahr anschauen, da hilft auch kein neues Lagezentrum, mir reicht da was ich täglich draußen erlebe und mit was ich rumfahren muß. Ich würde lieber pünktlich Feierabend machen.


Das mag ja sein, dass es gerade wieder ein Tal gibt, was es auch immer gibt in der Wirtschaft. Nur deine Begründungen sind wieder der Hit ... ^^ Aber klar: Wenn man die Hintergründe nicht kennt, dann kommen die Schlagwörter: "die Praktiker haben es eh schon immer gewusst", "sinnlose Statistik", "Aktionismus", "Verzweifelter Versuch Boni zu retten", ... Da fehlt eigentlich nur noch, dass Mehdorn eh an allem Schuld ist! Aber mal ehrlich hinterfragen warum es so ist, sehe ich in deiner Begründung null. Lieber Stammtisch, wie es die DSO'ler auch machen und kein Stück besser sein. Oder kannst du mir Namen und Positionen, Aufgaben der jeweiligen Personen nennen, die deine Argumente stützen? Und jetzt komme mir nicht, dass du ja "nur Tf" bist. Egal in welcher Position man ist: Wilde Stammtischparolen bringen einen nicht weiter.

Viele Grüße!

Das ein oder andere ist sicherlich überzogen. Aber der DB Saftladen (der gesamte Konzern, Netz und auch die EVU), bringt ja nix zustande, was die Pünktlichkeit oder auch "nur" Anschlusssicherheit steigern würde.

Aber Hauptsache man gibt sich grün und spart Strom und Geld.

Wie einfach das Weltbild doch sein kann ... ^^

Baselaner, Sonntag, 15. April 2018, 08:12 (vor 4 Tagen) @ RhBDirk

Den Praktikern war das auch vor dem "Projekt" klar, aber so konnte man wieder ein paar Projektmanager beschäftigen, irgendwelche sinnlosen Statistiken erstellen und auswerten und Aktionismus zeigen.
Hauptsächlich war es Ende letzten Jahres wohl eher ein verzweifelter Versuch die Boni zu retten die es für das Erreichen des Pünktlichkeitsziels geben sollte.

Woher hast du diese ganzen Insiderinfos? Aber eins wird klar: Das Weltbild wurde bestätigt. ;)


Das wird leider fast täglich bestätigt, mir wäre es lieber wenn es nicht so wäre. Man braucht sich nur die Entwicklung in diesem Jahr anschauen, da hilft auch kein neues Lagezentrum, mir reicht da was ich täglich draußen erlebe und mit was ich rumfahren muß. Ich würde lieber pünktlich Feierabend machen.


Das mag ja sein, dass es gerade wieder ein Tal gibt, was es auch immer gibt in der Wirtschaft. Nur deine Begründungen sind wieder der Hit ... ^^ Aber klar: Wenn man die Hintergründe nicht kennt, dann kommen die Schlagwörter: "die Praktiker haben es eh schon immer gewusst", "sinnlose Statistik", "Aktionismus", "Verzweifelter Versuch Boni zu retten", ... Da fehlt eigentlich nur noch, dass Mehdorn eh an allem Schuld ist! Aber mal ehrlich hinterfragen warum es so ist, sehe ich in deiner Begründung null. Lieber Stammtisch, wie es die DSO'ler auch machen und kein Stück besser sein. Oder kannst du mir Namen und Positionen, Aufgaben der jeweiligen Personen nennen, die deine Argumente stützen? Und jetzt komme mir nicht, dass du ja "nur Tf" bist. Egal in welcher Position man ist: Wilde Stammtischparolen bringen einen nicht weiter.

Viele Grüße!


Das ein oder andere ist sicherlich überzogen. Aber der DB Saftladen (der gesamte Konzern, Netz und auch die EVU), bringt ja nix zustande, was die Pünktlichkeit oder auch "nur" Anschlusssicherheit steigern würde.

Aber Hauptsache man gibt sich grün und spart Strom und Geld.

Dein Kommentar "DB Saftladen" zeigt, dass du auch keine konstruktive Disskusion führen willst, sondern nur deinen DB Hass mal wieder zum Vorschein bringen willst. Traurig aber wahr.

Viele Grüße!

Wie einfach das Weltbild doch sein kann ... ^^

ICE-TD, Sonntag, 15. April 2018, 08:36 (vor 4 Tagen) @ Baselaner

Das die sinnlose Raserei nichts bringt hätte dir jeder Tf auch ohne Projekt sagen können. Gerade auf dicht belegten Strecken wie in NRW sieht man wie Trassenkonflikte teilweise im sekundenbereich im Fahrplan ausgeregelt werden müssen und da wirkt dann ein vor Plan fahren oft kontraproduktiv weil man stärker ausgebremst und durch die PZB-Überwachungen sogar größere Verzögerungen dann auftreten.

(SPON) Schnellfahr-Offensive der Bahn erfolglos

Lumi25, Samstag, 14. April 2018, 12:58 (vor 5 Tagen) @ MF_5289

Zumindest weiß man jetzt, dass die Knoten überlastet sind dennoch ist die DB auch weiterhin nicht bereit eigene Mittel einzusetzen um die Leistungsfähigkeit der Knoten zu steigern sondern wartet lieber 20-30 Jahre auf Papa Bund der dann vielleicht mal ein paar Kröten gibt.

Gutes Beispiel ist ja der Knoten Köln. ICE-Züge aus Richtung Frankfurt müssen immer in Köln-Deutz durch Gleis 5 fahren am Bahnsteig, da es keine Weichenverbindung zur bahnsteiglosen Gleis 6 gibt. Dafür fehlen genau zwei 60-80 km/h-Weichen inklusive Anpassung der LST.

Das Problem besteht seit Eröffnung der KRM dennoch ist die DB Netz AG nicht bereit so was vorzufinanzieren bzw. eventuell auch mal selbst zu finanzieren. Man wartet lieber ab was von den Knotenmaßnahmen Köln im BVWP umgesetzt wird.

Dabei würde diese Weichenverbindung in Deutz hauptsächlich dem ICE zu gute kommen und kostet jetzt auch keinen wahnsinnig hohen Betrag.

Quiz für Bahnvorstände

worfie, Samstag, 14. April 2018, 13:01 (vor 5 Tagen) @ MF_5289

Frage: Wie schafft man es, einen halbwegs pünktlichen und geordneten Bahnverkehr zu organisieren?

Antwort A: Man stellt Mitarbeiter ein, die sich um die ausreichende und rechtzeitige Wartung von Wagenmaterial und Infrastruktur kümmern, hält Ersatzfahrzeuge und -Personal zur Verfügung und verlegt den Fernverkehr nach Möglichkeit auf eigene Trassen, ohne dass im Gleisvorfeld größerer Hauptbahnhöfe elendig viele andere Trassen gekreuzt werden.

Antwort B: Man lässt die Züge über 10% der Fahrtstrecke mit megamässiger Höchstgeschwindigkeit fahren (in den Trumpf-Kartenspielen zählt ja auch nur die Höchstgeschwindigkeit), stellt Mitarbeiter fürs Marketing ein, die sich um ein "Lagezentrum Pünktlichkeit" kümmern, gründet eine Taskforce Tarif, die sich zweiwöchentlich neue Tarife und Beförderungsbedingungen ausdenken und schafft ein Sondereinsatzkommando Gummibärchen, dass in der versifften ersten Klasse den Fahrgästen in den verspäteten Zügen Süßkram in homöopathischen Mengen zur Beruhigung verteilt.

Antwort C: Bahn? Das war die Abkürzung von Autobahn, oder?


Psst, bitte nicht verraten. ;)

Vorgänge am Bahnsteig nicht vergessen

agw @, NRW, Samstag, 14. April 2018, 14:59 (vor 5 Tagen) @ worfie

Auch die Vorgänge am Bahnsteig nicht vergessen.
Viele Verspätungen entstehen, obwohl der Zug eigentlich lang genug am Bahnsteig steht und das Ausfahrsignal rechtzeitig auf grün geht.

Hier gibt es wenig, was Minuten ausmacht, aber viel, was Sekunden ausmacht.
Hier müsste mal dutzende Dinge um Sekunden optimieren.
Einige Beispiele:
-Zeit vom Anhalten bis zum Öffnen der Türen. Optimal <1s, oft aber wesentlich länger. Ursache sind Technik, Fahrgäste und DB-Personal.
-Finden der optimalen Position des Fahrgast es am Bahnsteig für gewünschten Wagen (Wagen mit freiem bzw reservierten Platz). Oft stehen zu viele Leute falsch. Ursache sind schlechte oder fehlerhafte Informationen zur Wagen- und Türposition. Bei manchen Zügen fehlen auch ganz klar Türen.
-Zeit für den Fahrgastwechsel. Auch hier geht es um Anzahl der Türen, aber ggf auch breitere Bahnsteige, Anzahl von Stufen etc.
-Rechtzeitiges Abfertigen. Hier kann man beobachten, dass auch bei bestehender Verspätung wertvolle Sekunden verloren gehen. Oft mehr als die kundenunfreundlichen 30s vor Abfahrtszeit. Möglicherweise gäbe es hier effektivere Lösungen, wenn auch mit mehr Personal bei FV oder StuS.
-schnelles losfahren: hier gab es ja Optimierungen. Optimale Zeiten vom Schließen der letzten Tür bis zum Anrollen liegen sicher bei 10 Sekunden, wenn Zc und Tf optimal kooperieren. Oft sind es aber viele Sekunden länger.

Da wo man dem Fahrgast helfen kann, muss man ihm helfen, ansonsten muss man ihn so hinnehmen und sich auf Technik und eigenes Personal konzentrieren.

Vorgänge am Bahnsteig nicht vergessen

Colaholiker @, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 16. April 2018, 08:01 (vor 3 Tagen) @ agw

Auch die Vorgänge am Bahnsteig nicht vergessen.
Viele Verspätungen entstehen, obwohl der Zug eigentlich lang genug am Bahnsteig steht und das Ausfahrsignal rechtzeitig auf grün geht.

Gestern Abend wieder mal in Frankfurt Hbf erlebt, bei dem Zug, mit dem meine Freundin nach Hause gefahren ist. 2x 411 stehen am Bahnsteig, Anzeige sagt gleichzeitig, daß nur der Zugteil nahe des Querbahnsteigs genutzt werden soll und "Beachten Sie die abweichende Wagenreihung". Am Zug selbst ist Zugnummer 77777 von "Reinigung" nach "Einsteigen" über "bitte nicht" geschildert. Auf beiden Wagenteilen. Etwa 5 Minuten vor Planabfahrt öffnen sich dann am hinteren Zugteil die Türen, nach und nach sammelt sich die über die komplette Bahnsteiglänge verteilte Menschenmasse am aktiven Zugteil (nach wie vor ICE 77777) und quetscht sich in die benutzte Hälfte des Zuges. Abfahrtszeit, Ausfahrsignal steht... nichts tut sich. Irgendwann nahm der Fdl das Ausfahrsignal wieder zurück, und von der Spitze des Bahnsteigs kamen mehrere Grüppchen von Leuten gemütlich angeschlendert (wo zum Henker kamen die denn her? Da ist kein Zugang?) um dann an irgendeiner Tür, die ihnen beliebte, mal einzusteigen. Abfahrt erfolgte letztlich mit +15, ohne Information im Zug oder am Bahnsteig. Übrigens immer noch als ICE 77777.

Alleine wegen der Schlenderei den Leuten die Tür vor der Nase zuknallen wollende Grüße
der Colaholiker

--
[image]

(SPON) Schnellfahr-Offensive der Bahn erfolglos

moonglum ⌂ @, Hagen, Samstag, 14. April 2018, 13:03 (vor 5 Tagen) @ MF_5289

Also es gab 3 Fahrten im EC8, in denen bis zu 25 Minuten herausgeholt wurdn, es geht schon, wenn die Streckenplaner nicht wie letztens über die Brücke vor Mainz einen Güterzug vor den EC setzen..... Stop and Go bis Bingen.... Weg war der herausgefahrene Vorteil....

--
Schöne Grüße,
bevorzugt aus den EC 6/7/8/9, ICE 102, 103 und 515
Web: www.bio12code-institut.eu
Foto: EC9 in Wuppertal Hbf
(Gewitterumleitung 15.6.14)
[img]http://abload.de/img/img_4408g6yu6.jpg[/

(SPON) Schnellfahr-Offensive der Bahn erfolglos

Frecciarossa, Samstag, 14. April 2018, 13:17 (vor 5 Tagen) @ moonglum

Du hast es nicht verstanden. Wenn ein Zug bereits verspätet ist, fährt er sowieso so schell er kann. Es ging bei diesem Versuch darum, auch pünktliche Züge so schnell wie möglich fahren zu lassen, um einen Puffer für eventuell später auftretende Verzögerungen aufzubauen.

(SPON) Schnellfahr-Offensive der Bahn erfolglos

worfie, Samstag, 14. April 2018, 14:27 (vor 5 Tagen) @ Frecciarossa

Du hast es nicht verstanden. Wenn ein Zug bereits verspätet ist, fährt er sowieso so schell er kann. Es ging bei diesem Versuch darum, auch pünktliche Züge so schnell wie möglich fahren zu lassen, um einen Puffer für eventuell später auftretende Verzögerungen aufzubauen.

Vermutlich weil diese Logik für viele schwer begreifbar ist. Gesunder Bahnverkehr lebt nicht davon, dass ein Zug so schnell wie möglich irgendwo ist, sondern möglichst genau zu dem Zeitpunkt an dem Ort, wo er für eben jenen Zeitpunkt geplant ist.
Zu schnell ankommen bringt im Endeffekt dann auch nichts, wenn irgendwo ein Knotenpunkt mit Engpässen ist, auf dem das Einfahrtsgleis dann noch besetzt ist. Außerdem muss der Puffer ja für jeden Halt neu eingefahren werden, schliesslich kann man auch nicht einfach vor Planabfahrtszeit losfahren.

Aber wieviel Puffer will man überhaupt noch haben? Man sollte nur mal einen Blick auf die Fahrtzeiten für z.B. Hannover - Kassel heutzutage und vor 20 Jahren werfen. Oder die Fahrtzeit zwischen Hamburg und Berlin heute und damals nach der Streckensanierung, mit der groß in den Medien geworben wurde. Trotz wesentlich längerer Fahrtzeit sind die Züge auf der Strecke zumindest solange ich dort gewohnt habe, notorisch verspätet gewesen.

(SPON) Schnellfahr-Offensive der Bahn erfolglos

Aphex Twin, Samstag, 14. April 2018, 23:12 (vor 5 Tagen) @ worfie

Du hast es nicht verstanden. Wenn ein Zug bereits verspätet ist, fährt er sowieso so schell er kann. Es ging bei diesem Versuch darum, auch pünktliche Züge so schnell wie möglich fahren zu lassen, um einen Puffer für eventuell später auftretende Verzögerungen aufzubauen.


Vermutlich weil diese Logik für viele schwer begreifbar ist. Gesunder Bahnverkehr lebt nicht davon, dass ein Zug so schnell wie möglich irgendwo ist, sondern möglichst genau zu dem Zeitpunkt an dem Ort, wo er für eben jenen Zeitpunkt geplant ist.
Zu schnell ankommen bringt im Endeffekt dann auch nichts, wenn irgendwo ein Knotenpunkt mit Engpässen ist, auf dem das Einfahrtsgleis dann noch besetzt ist. Außerdem muss der Puffer ja für jeden Halt neu eingefahren werden, schliesslich kann man auch nicht einfach vor Planabfahrtszeit losfahren.

Schneller fahren kann im Idealfall eine etwas längere Standzeit und damit durch grossen Fahrgastwechsel potentiell entstehenden Verspätungen im Minutenbereich vorbeugen (und das eben auch nur wenn es am nächsten Halt keine anderen Engpässe gibt). Oder bei bekannter Baustelle vor dem nächsten Halt, kann man vor der Baustelle ein wenig Zeit rausholen. Beides sollten aber Situationen sein die sich im Voraus planen lassen und man daher nur die wenigen Züge bei denen dies zutreffen würde schneller fahren lässt.

Langsamfahr-Defensive der Bahn noch erfolgloser

GUM @, Mittwoch, 18. April 2018, 16:08 (vor 21 Stunden, 41 Minuten) @ MF_5289
bearbeitet von GUM, Mittwoch, 18. April 2018, 16:08

Da darf ich noch ein bisschen ironisch drauflegen? Die Langsamfahr-Defensive hilft aber auch nicht wirklich weiter.

Es macht gar keinen Sinn den Kunden ein schnittiges, weißes Raumschiff (ICE) zu verkaufen und dann die letzten Kilometer in die Stadt langsam hineinzurollen.

War doch der Werbeslogan immer, dass das Herz der Städte schnell erreicht wird.

Bei Geschwindigkeit am falschen Ende sparen zahlt sich nicht aus.

Liebe Grüße

GUM

--
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Gab es denn eine "Schnellfahr-Offensive"?

Gast, Donnerstag, 19. April 2018, 10:37 (vor 3 Stunden, 12 Minuten) @ MF_5289
bearbeitet von Gast, Donnerstag, 19. April 2018, 10:38

Bei bestimmten Zügen München-Augsburg z.B. hätte ich gerne mal etwas von dieser "Schnellfahr-Offensive" gesehen, bis auf große Ausnahmen war dies aber nicht der Fall.

Aufgrund billiger Konzeption des Ausbaus wird auf dieser Strecke in Augsburg-Hochzoll ja der Nahverkehr aus Richtung Ingolstadt, der dann auch noch an der Haunstetterstraße hält, auf die Fernstrecke geleitet. Einige Fernzüge laufen planmäßig bei Hochzoll auf solche Züge auf und bummeln dann bis zum Hbf hinterher, die Fahrzeit ist darauf eingestellt. Nun kommt es sehr oft vor, daß der Nahverkehr einige Minuten Verspätung hat. Würde der Fernzug von München an schnellstmöglich fahren, dann wäre er in solchen Fällen vor dem verspäteten Nahverkehr in Hochzoll, könnte ohne Verzögerung zum Hbf fahren und käme dann eben etwas früher an. Wenn der verspätete Regionalzug in Hochzoll wäre, wäre der Fernzug bereits durch und er könnte auch ohne weitere Verzögerung weiterfahren. In über 90 Prozent der von mir erlebten Fälle läuft das aber ganz anders: Der Fernzug fährt schon lange vor Hochzoll, oft schon ab München-Pasing, deutlich langsamer als erlaubt. Deshalb kommt er erst kurz hinter dem verspäteten Regionalzug in Hochzoll an und freiwilliges Gebummel ab Pasing plus zwangsläufiges Weiterbummeln ab Hochzoll ergibt dann eine vermeidbare Verspätung am Hbf.

Solche Fälle wird es sinngemäß anderswo auch geben, da kann ich dann diesem hirnlosen Durchsetzen "energiesparender" Fahrweise überhaupt nichts abgewinnen.

Danke für den Beitrag, Gast!

GUM @, Donnerstag, 19. April 2018, 11:17 (vor 2 Stunden, 32 Minuten) @ Gast

Bei bestimmten Zügen München-Augsburg z.B. hätte ich gerne mal etwas von dieser "Schnellfahr-Offensive" gesehen, bis auf große Ausnahmen war dies aber nicht der Fall.

Aufgrund billiger Konzeption des Ausbaus wird auf dieser Strecke in Augsburg-Hochzoll ja der Nahverkehr aus Richtung Ingolstadt, der dann auch noch an der Haunstetterstraße hält, auf die Fernstrecke geleitet. Einige Fernzüge laufen planmäßig bei Hochzoll auf solche Züge auf und bummeln dann bis zum Hbf hinterher, die Fahrzeit ist darauf eingestellt. Nun kommt es sehr oft vor, daß der Nahverkehr einige Minuten Verspätung hat. Würde der Fernzug von München an schnellstmöglich fahren, dann wäre er in solchen Fällen vor dem verspäteten Nahverkehr in Hochzoll, könnte ohne Verzögerung zum Hbf fahren und käme dann eben etwas früher an. Wenn der verspätete Regionalzug in Hochzoll wäre, wäre der Fernzug bereits durch und er könnte auch ohne weitere Verzögerung weiterfahren. In über 90 Prozent der von mir erlebten Fälle läuft das aber ganz anders: Der Fernzug fährt schon lange vor Hochzoll, oft schon ab München-Pasing, deutlich langsamer als erlaubt. Deshalb kommt er erst kurz hinter dem verspäteten Regionalzug in Hochzoll an und freiwilliges Gebummel ab Pasing plus zwangsläufiges Weiterbummeln ab Hochzoll ergibt dann eine vermeidbare Verspätung am Hbf.

Solche Fälle wird es sinngemäß anderswo auch geben, da kann ich dann diesem hirnlosen Durchsetzen "energiesparender" Fahrweise überhaupt nichts abgewinnen.

Danke für das wunderbare Beispiel, Gast!

Erschwerend kommt dazu, dass die Fahrgäste im ICE einen Fahrschein der Produktgruppe A bezahlt haben. Nach dem enger-Stellen der Sitze im Redesign bleibt ja als wesentliches Komfortmerkmal gegenüber dem IC eigentlich nur die Geschwindigkeit übrig.

Heutzutage braucht der ICE aber mehr Zeit als der beinahe schon rustikale IC aus 103er und ein paar B und A-Wagen....

Da kehrt sich die Welt etwas um. Ein paar Kilowatt Sparen bedeutet einen zugesagten Produktforteil nicht liefern.

Das ist schade.

--
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