Frage zu FGR und Schwerbehindertenausweis (Allgemeines Forum)

Tabernaer @, Freitag, 13. April 2018, 22:09 (vor 98 Tagen)

Blöde Frage. Ich weiß es wirklich nicht, weil ich den Fall noch nicht hatte...
Eine gute Bekannte ist unterwegs mit dem Schwerbehindertenausweis und im Nahverkehr. Nun ist Sie auf einem Bahnhof in der Pampa gestrandet vorerst und hat Sorge, das ein weiterer Zug ausfallen könnte und Sie dort oder Wo auch immer fest hängt über Nacht.

Wie verhält sich das mit der dann ggf notwendigen Übernachtung? Gelten hier die FGR? Übernimmt also die Bahn die Hotelkosten?

Wie verhält es sich, wenn keine DB Info oder Zub/KIN erreichbar ist für Hotel/Taxischein und man aber nicht soviel Geld hat bzw keine EC/KK um in Vorkasse zu gehen?
Wie kommt man dann vom Fleck zum Ziel oder ins Hotel?
Gar nicht? Bahnhofsbank+Zeitung?

Danke für zielführende Antworten. Bitte keine Mutmaßungen, die bringen nicht weiter....

Frage zu FGR und Schwerbehindertenausweis

Tino, Freitag, 13. April 2018, 22:12 (vor 98 Tagen) @ Tabernaer

Du hast doch alles schon selbst beantwortet.

Die Fahrgastrechte gelten in vollem Umfang. Wenn DB Info vorhanden dann gibt es sofortige Hilfe. Wenn nicht muss man in Vorkasse treten. Ist dies nicht möglich wird man ins Leere schauen.

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Tabernaer @, Freitag, 13. April 2018, 22:19 (vor 98 Tagen) @ Tino

Gibt es nicht doch eine Möglichkeit, die ich übersehen habe?

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Nordy, Freitag, 13. April 2018, 22:30 (vor 98 Tagen) @ Tabernaer

Suche ein Hotel in der Nähe und ruf es an, erkläre die Lage und frage, ob du die Rechnung irgendwie übernehmen kannst

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Tabernaer @, Freitag, 13. April 2018, 22:45 (vor 98 Tagen) @ Nordy

Suche ein Hotel in der Nähe und ruf es an, erkläre die Lage und frage, ob du die Rechnung irgendwie übernehmen kannst

Jupp. So hat es der Schaffner auch erklärt. Er hatte dann noch den Tipp, zur nächsten Polizeidienststelle zu gehen und dort um Hilfe zu bitten.

Aber mittlerweile rollt es wieder. Direktverbindung zum eigentlichen Ziel. Zwar mehr als 60min später, aber immerhin...

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Florian, Sonntag, 15. April 2018, 09:30 (vor 97 Tagen) @ Tino

Die Fahrgastrechte gelten in vollem Umfang. Wenn DB Info vorhanden dann gibt es sofortige Hilfe. Wenn nicht muss man in Vorkasse treten. Ist dies nicht möglich wird man ins Leere schauen.

Nach meinem Kenntnisstand kann auch die 3-S-Zentrale ein Taxi bestellen oder eine Unterkunft im Hotel organisieren, ohne dass der Fahrgast dabei in Vorleistung treten muss, wenn das für die Verspätung verursachende Unternehemen DB Regio oder DB Fernverkehr ist. Die 3-S-Zentrale ist entweder über die Info-Säule oder telefonisch erreichbar. Die Telefonnummer ist in der Regel auf dem Bahnsteig neben dem Fahrplan zu finden.

Ins leere schauen muss der Fahrgast nur, wenn er mit einer NE-Bahn wie Nationalexpress unterwegs ist. Die haben zwar auch eine 24 h-Hotline, helfen dem Fahrgast in so einer Situation nicht weiter.

Viele Grüße
Florian

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Giovanni @, Sonntag, 15. April 2018, 10:10 (vor 97 Tagen) @ Florian

Nach meinem Kenntnisstand kann auch die 3-S-Zentrale ein Taxi bestellen oder eine Unterkunft im Hotel organisieren, ohne dass der Fahrgast dabei in Vorleistung treten muss, wenn das für die Verspätung verursachende Unternehemen DB Regio oder DB Fernverkehr ist.
Ins leere schauen muss der Fahrgast nur, wenn er mit einer NE-Bahn wie Nationalexpress unterwegs ist. Die haben zwar auch eine 24 h-Hotline, helfen dem Fahrgast in so einer Situation nicht weiter.

Die 3-S-Zentrale gehört zu DB Station & Service, also dem Bahnhofsbetreiber. Ist dieser nicht grundsätzlich für entsprechende Hilfsleistungen verantwortlich?

(Ausgenommen wären demnach nur Bahnhöfe, die nicht zu StuS gehören)

--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

Frage zu FGR und Schwerbehindertenausweis

Florian, Sonntag, 15. April 2018, 10:49 (vor 97 Tagen) @ Giovanni
bearbeitet von Florian, Sonntag, 15. April 2018, 10:50

Die 3-S-Zentrale gehört zu DB Station & Service, also dem Bahnhofsbetreiber. Ist dieser nicht grundsätzlich für entsprechende Hilfsleistungen verantwortlich?

(Ausgenommen wären demnach nur Bahnhöfe, die nicht zu StuS gehören)

Das sehe ich genau so wie du. DB Station & Service ist als Bahnhofsbetreiber unabhängig vom EVU für Hilfeleistungen zuständig. In der Praxis werden jedoch Kunden von NE-Bahnen in solchen Fällen sämtliche Hilfeleistungen zu Unrecht verweigert.

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Alexander, Sonntag, 15. April 2018, 11:58 (vor 97 Tagen) @ Giovanni

Hallo Giovanni,

grundsätzlich ist das EIU Station&Service für alle EVU zuständig, so z. B. ausstellen Verspätungsbescheinigungen, Ansage/Informationen, Umsteigehilfen etc.
Aber die Fahrgastrechte liegen ja im Verantwortlichkeitsbereich des EVU. Das EVU muss nun sicherstellen wie es den Reisenden diese gewähren kann. Kann hier wirklich ein EIU verpflichtet werden diese Aufgaben vom EVU zu übernehmen oder muss das EVU diese Leistung kostenpflichtig bei S&S beauftragen?
Das würde dann erklären, warum es vielleicht für DB EVU geht und bei NE nicht, da es hier keine „Leistungsvereinbarung“ gibt.

Viele Grüße

--
Es gibt Menschen, die geizen mit ihrem Verstand wie andere mit ihrem Geld. (Wilhelm Busch)

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Giovanni @, Sonntag, 15. April 2018, 15:41 (vor 97 Tagen) @ Alexander

Hallo Giovanni,

grundsätzlich ist das EIU Station&Service für alle EVU zuständig, so z. B. ausstellen Verspätungsbescheinigungen, Ansage/Informationen, Umsteigehilfen etc.
Aber die Fahrgastrechte liegen ja im Verantwortlichkeitsbereich des EVU.

Der Bahnhofsbetreiber - in der Regel ein EIU - wird in den Fahrgastrechten ebenfalls als Verantwortlicher für verschiedene Hilfeleistungen im Rahmen der Fahrgastrechte genannt.

Das EVU muss nun sicherstellen wie es den Reisenden diese gewähren kann. Kann hier wirklich ein EIU verpflichtet werden diese Aufgaben vom EVU zu übernehmen oder muss das EVU diese Leistung kostenpflichtig bei S&S beauftragen?

Wenn der Bahnhofsbetreiber rechtlich zu Leistungen verpflichtet ist, darf es dem Kunden völlig egal sein, ob und wie eine Verrechnung der dadurch entstehenden Kosten zwischen Verkehrsunternehmen und Bahnhofsbetreiber erfolgt. Ich gehe davon aus, dass der Bahnhofsbetreiber berechtigt ist, entsprechende Kostenerstattungsregelungen in die Stationsnutzungsverträge aufzunehmen.

--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

Taxi/Hotel über 3-S-Zentrale??

Matze86 @, München, Sonntag, 15. April 2018, 10:11 (vor 97 Tagen) @ Florian

Nach meinem Kenntnisstand kann auch die 3-S-Zentrale ein Taxi bestellen oder eine Unterkunft im Hotel organisieren, ohne dass der Fahrgast dabei in Vorleistung treten muss

Seit wann das und v.a. wie soll das mit der Abrechnung funktionieren?

Taxi/Hotel über 3-S-Zentrale??

Florian, Sonntag, 15. April 2018, 10:45 (vor 97 Tagen) @ Matze86

Seit wann das und v.a. wie soll das mit der Abrechnung funktionieren?

Die Abrechnung wird dann wahrscheinlich per Rechnung an die DB erfolgen.

Die DB bestätigt dies auch hier: http://www.badische-zeitung.de/efringen-kirchen/bahn-nachts-hilft-die-3s-zentrale--1251...

"Die 3s-Zentrale sei nachts der Notnagel für gestrandete Bahnkunden, ihre Aufgabe wäre es gewesen, erklärt der Bahnsprecher, für die in Efringen-Kirchen gestrandeten Bahnkunden Taxis zu organisieren."

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