Aktueller Status Bahnsteighöhen in Deutschland (Allgemeines Forum)

Frecciarossa, Dienstag, 13. März 2018, 08:58 (vor 279 Tagen)

Wir hatten ja kürzlich die Diskussion (508530) über Bahnsteighöhen und die Frage, was denn für Deutschland eine sinnvolle Zielsetzung sei. Dabei wurde unter anderem die zahlenmäßige Überlegenheit der 76-cm-Bahnsteige angezweifelt. Ich habe nun auf deutschebahn.com aktuelle Daten (3/2018) zu den Bahnsteigen im Netz der Deutschen Bahn gefunden und daraufhin diese Übersicht erstellt:


Höhe(cm)    Anzahl   (%)    Länge(m)   (%)
96            1112   9,3      211234   9,3
76            3752  31,5      886351  39,2
55            2854  24,0      449744  19,9
38            1974  16,6      365152  16,2
<38           2092  17,6      326570  14,5
Sonstige       117   1,0       20233   0,9
Summe        11901 100,0     2259284 100,0

Fazit: Die 76-cm-Bahnsteige sind gegenüber der 55-cm-Version eindeutig in der Überzahl und sind von allen Höhen diejenige mit der größten Verbreitung.

"Wir muessen eine gemeinsame eurpaeische Loesung finden"

br752 @, Dienstag, 13. März 2018, 09:30 (vor 279 Tagen) @ Frecciarossa

Man kann doch nicht so engstirnig denken und schauen was es nur hier gibt.
Im Sinne eines freien EU Wettbewerbes und vor allem zu Wohle der Fahrgaeste muss eine gemeinsame Loesung erziehlt werden.


BR752

"Wir muessen eine gemeinsame eurpaeische Loesung finden"

ffz, Dienstag, 13. März 2018, 13:59 (vor 279 Tagen) @ br752

Gibt es doch, die TSI, also die europäische Richtlinie sagt ganz klar, Zielhöhe in der EU sind 76cm, was insbesondere der SNCF mit ihren TGV 2N heftige Kopfschmerzen bereitet.

"Wir muessen eine gemeinsame eurpaeische Loesung finden"

Twindexx @, St. Gallen (CH), Dienstag, 13. März 2018, 14:02 (vor 279 Tagen) @ ffz

Hoi,

Gibt es doch, die TSI, also die europäische Richtlinie sagt ganz klar, Zielhöhe in der EU sind 76cm, was insbesondere der SNCF mit ihren TGV 2N heftige Kopfschmerzen bereitet.

Das ist falsch! Nirgends steht das in der TSI. Im grossen und ganzen wird in der EU 55 cm bevorzugt.


Grüsse aus der Ostschweiz.

--
[image]

Seit Februar 2018 erfolgreich im Fahrgasteinsatz:
Mehr Informationen zum SBB FV-Dosto.

"Wir muessen eine gemeinsame eurpaeische Loesung finden"

Frecciarossa, Dienstag, 13. März 2018, 14:07 (vor 279 Tagen) @ Twindexx

Das ist falsch! Nirgends steht das in der TSI. Im grossen und ganzen wird in der EU 55 cm bevorzugt.

Auch falsch. Die beiden Höhen sind gleichberechtigt.

"Wir muessen eine gemeinsame eurpaeische Loesung finden"

Twindexx @, St. Gallen (CH), Dienstag, 13. März 2018, 15:58 (vor 279 Tagen) @ Frecciarossa

Hoi,

Auch falsch. Die beiden Höhen sind gleichberechtigt.

Nein, das ist nicht falsch. Ich habe nicht von gleichberechtigt, sondern von bevorzugt gesprochen. Die Anzahl Länder, die auf 55 cm setzen, ist höher als die Anzahl Länder, die auf 76 cm setzen. 55 cm wird also in der EU von der Mehrheit der Länder, also bevorzugt, angewendet. Meine Aussage hatte nichts damit zu tun, dass die TSI beide Höhen als gleichberechtigt ansieht. Das ist natürlich auch richtig.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Seit Februar 2018 erfolgreich im Fahrgasteinsatz:
Mehr Informationen zum SBB FV-Dosto.

"Wir muessen eine gemeinsame eurpaeische Loesung finden"

Frecciarossa, Dienstag, 13. März 2018, 16:28 (vor 279 Tagen) @ Twindexx

Die Aussage suggerierte, dass die Höhe von 55 cm insgesamt zu bevorzugen wäre. Wie du sicherlich weißt, gibt es neben den beiden Standardhöhen in der TSI noch eine Reihe von regionalen Ausnahmeregelungen, um den gewachsenen Strukturen Rechnung zu tragen und die Verhältnismäßigkeit zu wahren. Genau das wird man auch in Deutschland tun und deshalb die in Deutschland vorherrschende Höhe bei allen Überlegungen berücksichtigen. Es ist nur zu klären, ob man eine regionale Optimierung zulässt und damit auf Dauer zwei Standards mit den dann unvermeidlichen Schnittstellen beibehält, oder ob man bundesweit einen einheitlichen Standard anstrebt, der dann aber nur 76 cm lauten kann.

Aus Thüringer Sicht bevorzuge ich 55 cm

ICETreffErfurt ⌂ @, Eisenach, Dienstag, 13. März 2018, 16:39 (vor 279 Tagen) @ Frecciarossa

In Thüringen gibt es 13 Bahnsteige mit 76 cm, aber 223 Bahnsteige mit 55 cm. Spricht wohl eine eindeutige Sprache.

DB hat kein Konzept, absurde Beispiele aus Thüringen

ICETreffErfurt ⌂ @, Eisenach, Dienstag, 13. März 2018, 16:48 (vor 279 Tagen) @ ICETreffErfurt
bearbeitet von ICETreffErfurt, Dienstag, 13. März 2018, 16:52

Jena Paradies hat 55 cm
-> https://www.deutschebahn.com/de/geschaefte/infrastruktur/bahnhof/bahnsteige_uebersicht/...

Saalfeld 76 cm
-> https://www.deutschebahn.com/de/geschaefte/infrastruktur/bahnhof/bahnsteige_uebersicht/...

Schon das Beispiel zeigt, wie absurd die ganze Sache ist. Beide Bahnhöfe wurden komplett saniert, der Paradiesbahnhof sogar komplett neu gebaut.

In Neudietendorf hat man 76 cm, obwohl dort kein Fernverkehr hält.
-> https://www.deutschebahn.com/de/geschaefte/infrastruktur/bahnhof/bahnsteige_uebersicht/...

Eisenach und Gotha haben trotz ICE-Halt wiederum 55 cm.
-> https://www.deutschebahn.com/de/geschaefte/infrastruktur/bahnhof/bahnsteige_uebersicht/...
-> https://www.deutschebahn.com/de/geschaefte/infrastruktur/bahnhof/bahnsteige_uebersicht/...

Aus Thüringer Sicht bevorzuge ich 55 cm

Frecciarossa, Dienstag, 13. März 2018, 17:09 (vor 279 Tagen) @ ICETreffErfurt

Bei einer regionalen Lösung (Flickenteppich) könnte man das auch machen. Man müsste dann an den Schnittstellen der Teilnetze (wie klein oder groß diese dann auch immer sein sollen) die Inkompatibilität in Kauf nehmen. Zurzeit gibt es aber anscheinend auf Bundesebene eine Tendenz zu einem deutschlandweiten Standard .

Aus Thüringer Sicht bevorzuge ich 55 cm

ICETreffErfurt ⌂ @, Eisenach, Dienstag, 13. März 2018, 17:11 (vor 279 Tagen) @ Frecciarossa

Im Übrigen habe ich mal durch gezählt:

Erfurt hat 4 Bahnsteige mit 76 cm
Saalfeld hat 6 Bahnsteige mit 76 cm
Neudietendorf hat 2 Bahnsteige mit 76 cm.

Macht in der Summe 12. Ich frage mich gerade, wo sich #13 versteckt.

Aus Thüringer Sicht bevorzuge ich 55 cm

flierfy, Dienstag, 13. März 2018, 18:00 (vor 279 Tagen) @ ICETreffErfurt

Im Übrigen habe ich mal durch gezählt:

Erfurt hat 4 Bahnsteige mit 76 cm
Saalfeld hat 6 Bahnsteige mit 76 cm
Neudietendorf hat 2 Bahnsteige mit 76 cm.

Macht in der Summe 12. Ich frage mich gerade, wo sich #13 versteckt.

In Bischleben gibt es noch zwei 76er Kante.

Aus Thüringer Sicht bevorzuge ich 55 cm

ICETreffErfurt ⌂ @, Eisenach, Dienstag, 13. März 2018, 19:21 (vor 279 Tagen) @ flierfy
bearbeitet von ICETreffErfurt, Dienstag, 13. März 2018, 19:22

Heldrungen hat laut DSO auch 76 cm Bahnsteig.

Aus Thüringer Sicht bevorzuge ich 55 cm

flierfy, Dienstag, 13. März 2018, 19:42 (vor 279 Tagen) @ ICETreffErfurt
bearbeitet von flierfy, Dienstag, 13. März 2018, 19:46

Heldrungen hat laut DSO auch 76 cm Bahnsteig.

Griefstedt auch
Und Etzleben

Aus Thüringer Sicht bevorzuge ich 55 cm

ICETreffErfurt ⌂ @, Eisenach, Dienstag, 13. März 2018, 19:51 (vor 279 Tagen) @ flierfy

Mellingen auch

Aus Thüringer Sicht bevorzuge ich 55 cm

flierfy, Dienstag, 13. März 2018, 19:58 (vor 279 Tagen) @ ICETreffErfurt

Mellingen auch

Laut DB Netz hat Mellingen 55 cm hohe Bahnsteige.

Hast recht, da lag DSO falsch.

ICETreffErfurt ⌂ @, Eisenach, Dienstag, 13. März 2018, 20:05 (vor 279 Tagen) @ flierfy

- kein Text -

Aus Thüringer Sicht bevorzuge ich 55 cm

Marcel-Berlin, Berlin, Mittwoch, 14. März 2018, 01:16 (vor 279 Tagen) @ flierfy
bearbeitet von Marcel-Berlin, Mittwoch, 14. März 2018, 01:17

Mellingen auch


Laut DB Netz hat Mellingen 55 cm hohe Bahnsteige.

Und das Bild https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/dc/Bf_Mellingen_Bahnsteige.JPG zeigt eher eine Höhe von 76 cm. Und eigentlich müssen die Daten von DB Netz nicht stimmen, weil für die Stationen doch Station&Service zuständig ist. ;-)

Aus Thüringer Sicht bevorzuge ich 55 cm

flierfy, Mittwoch, 14. März 2018, 09:36 (vor 278 Tagen) @ Marcel-Berlin

Und das Bild https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/dc/Bf_Mellingen_Bahnsteige.JPG zeigt eher eine Höhe von 76 cm. Und eigentlich müssen die Daten von DB Netz nicht stimmen, weil für die Stationen doch Station&Service zuständig ist. ;-)

Das sieht in der Tat nach 76 cm aus. Da stellt sich aber die Frage, wie alt die Aufnahme ist und ob nicht im Zuge des zwei-gleisigen Ausbaus aufgeschottert wurde. Vielleicht ist aber einfach nur die Datenbank der DB inkorrekt.

Noch mal ganz säuberlich

flierfy, Dienstag, 13. März 2018, 19:50 (vor 279 Tagen) @ ICETreffErfurt

Bretleben, Heldrungen, Etzleben und Griefstedt haben eine oder zwei 76 cm hohe Bahnsteige.

Danke, das ist hilfreich

ICETreffErfurt ⌂ @, Eisenach, Dienstag, 13. März 2018, 20:05 (vor 279 Tagen) @ flierfy

Also bezieht sich die 13 nicht auf die Bahnsteigkanten sondern auf die Bahnsteige selbst:

Dann sähe die Rechnung auch anders aus:

Saalfeld: 3 (1-6)
Erfurt: 2 (1/2 und 9/10)
Erfurt-Bischleben: 1 (2/3)
Neudietendorf: 1 (2/3)

An der Sangerhäuser Strecke:
Bretleben: 2 (1 und 2 an getrennten Bahnsteigen)
Etzleben: 2 (1 und 2 an getrennten Bahnsteigen)
Heldrungen: 1 (nur Haltepunkt)
Griefstedt: 1 (nur Haltepunkt)

Ok, dann passt es mit 13.

Aus Thüringer Sicht bevorzuge ich 55 cm

ICETreffErfurt ⌂ @, Eisenach, Dienstag, 13. März 2018, 17:46 (vor 279 Tagen) @ Frecciarossa

Bei einer regionalen Lösung (Flickenteppich) könnte man das auch machen. Man müsste dann an den Schnittstellen der Teilnetze (wie klein oder groß diese dann auch immer sein sollen) die Inkompatibilität in Kauf nehmen. Zurzeit gibt es aber anscheinend auf Bundesebene eine Tendenz zu einem deutschlandweiten Standard .

In Thüringen halten Fernzüge nur in Eisenach, Gotha und Erfurt regelmäßig und in Jena Paradies in Tagesrandlage.

Dagegen sind alle Nahverkehrszüge (außer den 612er) auf 55 cm optimiert. Die Talent II von Abellio, die RS1 der EB/STB, die 641er/642er der DB und die zukünftigen IC2-Doppelstockzüge passen besser zu 55 cm als zu 76 cm.

Sollten die IC2 auf die Saalbahn kommen, hat man in Saalfeld dann keinen barrierefreien Übergang, da die ja zu hoch sind (76 cm).

So gesehen machen 76 cm nur in Eisenach, Gotha und Erfurt Sinn. Ironischerweise hat man bei der Sanierung der Bahnsteige in Eisenach, Gotha und Weimar in den 1990er diese ausgerechnet mit 55 cm neu gebaut. Auch Jena Paradies wurde 2006/2007 mit 55 cm eingeweiht trotz ICE-Haltes. Das macht ja die Sache mit Saalfeld so absurd in meinen Augen.

Die Lösung für Erfurt ist schon ganz ok, indem man die ICE-Bahnsteige mit 76 cm und die NV-Bahnsteige mit 55 cm gebaut hat. Allerdings führt das eben auch dazu, dass man die Bahnsteige nicht mehr so frei disponieren kann. Es kommt öfters vor, dass ein RS1 oder Talent II an Bahnsteige 1/2 oder 9/10 abfahren muss und dann hat man diese blöde Stufe nach unten und braucht den Hublift für mobilitätseingeschränkte Personen.

In Eisenach und Gotha kannst du das nicht machen, da sich hier Nah- und Fernverkehr die selben Bahnsteige teilen. 3/6 mit Abellio und Cantus und 4/5 mit ICE.

In Gotha wäre es möglich den Mittelbahnsteig 2/3 auf 76 cm anzuheben, dann müssten aber die RB20 auf 1/4 halten, um barrierefrei zu sein.

Insellösung ist auch für Thüringen schlecht

flierfy, Dienstag, 13. März 2018, 18:23 (vor 279 Tagen) @ ICETreffErfurt

Dagegen sind alle Nahverkehrszüge (außer den 612er) auf 55 cm optimiert.

Das hat aber in erster Linie den Grund, dass diese Fahrzeuge Flachbahnsteige bedienen müssen. Solange es Flachbahnsteige gibt, ist es geboten, fahrzeugseitig auf eine Zwischenhöhe zu setzen. Nur bahnsteigseitig war und ist die Zwischenhöhe nicht Ziel-führend.


Sollten die IC2 auf die Saalbahn kommen, hat man in Saalfeld dann keinen barrierefreien Übergang, da die ja zu hoch sind (76 cm).

Den haben sie aber auch in Bamberg, Nürnberg und vielen anderen Halte der Linie nicht. Die IC2 sind nicht nur in Hisischt auf Stufenfeiheit eine sehr schlechte Wahl.


So gesehen machen 76 cm nur in Eisenach, Gotha und Erfurt Sinn. Ironischerweise hat man bei der Sanierung der Bahnsteige in Eisenach, Gotha und Weimar in den 1990er diese ausgerechnet mit 55 cm neu gebaut. Auch Jena Paradies wurde 2006/2007 mit 55 cm eingeweiht trotz ICE-Haltes. Das macht ja die Sache mit Saalfeld so absurd in meinen Augen.

Und wie soll eine RE Halle-Kassel stufenfrei werden, wenn er in Kassel-Wilhelmshöhe die gleichen Bahnsteige wie der ICE benutzt?

Insellösung ist auch für Thüringen schlecht

ICETreffErfurt ⌂ @, Eisenach, Freitag, 16. März 2018, 12:37 (vor 276 Tagen) @ flierfy

Dagegen sind alle Nahverkehrszüge (außer den 612er) auf 55 cm optimiert.

Das hat aber in erster Linie den Grund, dass diese Fahrzeuge Flachbahnsteige bedienen müssen. Solange es Flachbahnsteige gibt, ist es geboten, fahrzeugseitig auf eine Zwischenhöhe zu setzen. Nur bahnsteigseitig war und ist die Zwischenhöhe nicht Ziel-führend.

Bahnsteige mit weniger als 55 cm wird es wohl noch in 50 Jahren geben, bei der Geschwindigkeit, mit der hier saniert wird. So gesehen ist 55 cm vielleicht doch eher zukunftsträchtig als 76 cm.
Davon ab hat man ja auch noch Regionen wo RegioTrams zum Einsatz kommen, wie rund um Kassel. Dort ist 38 cm die beste Wahl für die Barrierefreiheit.
Siehe neulich bei extra3. ;-)


Sollten die IC2 auf die Saalbahn kommen, hat man in Saalfeld dann keinen barrierefreien Übergang, da die ja zu hoch sind (76 cm).

Den haben sie aber auch in Bamberg, Nürnberg und vielen anderen Halte der Linie nicht. Die IC2 sind nicht nur in Hisischt auf Stufenfeiheit eine sehr schlechte Wahl.


So gesehen machen 76 cm nur in Eisenach, Gotha und Erfurt Sinn. Ironischerweise hat man bei der Sanierung der Bahnsteige in Eisenach, Gotha und Weimar in den 1990er diese ausgerechnet mit 55 cm neu gebaut. Auch Jena Paradies wurde 2006/2007 mit 55 cm eingeweiht trotz ICE-Haltes. Das macht ja die Sache mit Saalfeld so absurd in meinen Augen.

Und wie soll eine RE Halle-Kassel stufenfrei werden, wenn er in Kassel-Wilhelmshöhe die gleichen Bahnsteige wie der ICE benutzt?

Man könnte ja in Wilhelmshöhe und Halle (Saale) Hbf auf das Erfurter Modell setzen und Bahnsteige mit beiden Höhen in einem Bahnhof nutzen.

Insellösung ist auch für Thüringen schlecht

flierfy, Samstag, 17. März 2018, 13:28 (vor 275 Tagen) @ ICETreffErfurt

Bahnsteige mit weniger als 55 cm wird es wohl noch in 50 Jahren geben, bei der Geschwindigkeit, mit der hier saniert wird. So gesehen ist 55 cm vielleicht doch eher zukunftsträchtig als 76 cm.

Das sehe ich nicht so. Man wird bis 2030 alle Flachbahnsteige auf den wichtigen Hauptstrecken beseitigt haben. Dann kann man dort endlich Fahrzeuge mit 76 cm hohen Einstiegen einsetzen. Dann sind wir dem stufenfreien Bahnverkehr im Kernnetz schon sehr nah.

Davon ab hat man ja auch noch Regionen wo RegioTrams zum Einsatz kommen, wie rund um Kassel. Dort ist 38 cm die beste Wahl für die Barrierefreiheit.

Für solche Bahnen wird man wohl oder übel Extra-Bahnsteige bauen müssen. Angesichts der benötigten Länge von 40 m kann man die zusätzlichen Bahnsteige hintereinander setzen und braucht so kein zusätzliches Gleis.

Man könnte ja in Wilhelmshöhe und Halle (Saale) Hbf auf das Erfurter Modell setzen und Bahnsteige mit beiden Höhen in einem Bahnhof nutzen.

Das funktioniert ja nicht. Die REs aus Erfurt und Halle halten in Kassel Wilhelmshöhe an den Bahnsteigen der SFS. Man wird für sie die Höhe nicht ändern. Sonst passt es für die ICE-Linien nicht mehr.

In Halle hat man nun unterschiedlich hohe Bahnsteige gebaut. Mit der Folge, dass es für die Strecke Halle-Halberstadt nicht mehr passt. Dort sind mit einer Ausnahme alle Bahnsteige 76 cm hoch. Nun gibt es zwei Ausnahmen. Im Dezember gibt es neue Fahrzeuge. Und diese Fahrzeuge werden sicherlich nicht zur Infrastruktur passen.

Aktueller Status Bahnsteighöhen in Deutschland

numi, Dienstag, 13. März 2018, 23:18 (vor 279 Tagen) @ Frecciarossa
bearbeitet von numi, Dienstag, 13. März 2018, 23:18

Sehr wichtig finde ich auch die Zahl der Ein- und Aussteiger an den Bahnsteigen. Das sieht so aus:

96 cm: 38 %
76 cm: 44 %
55 cm: 8 %
38 cm: 7 %
<38 cm: 4 %

Quelle: https://www.nvbw.de/fileadmin/nvbw/Fahrgastbeirat/Sitzungen/22.09.17/Bahnsteigh%C3%B6he...

Daraus habe ich mit den Werten aus dem ersten Beitrag nun einmal die typische Belastung der Bahnsteige berechnet (also für den ersten Wert: 38/9,3). Dies soll zeigen, wie "wichtig" ein Bahnsteig in einer gewissen Höhe einzuordnen ist:

96 cm: 409 %
76 cm: 140 %
55 cm: 33 %
38 cm: 42 %
<38 cm: 23 %

Man sieht also, wie der Schein trügt. Im Ausgangsbeitrag sieht es noch so aus, als würden auch 55 cm Bahnsteige eine wichtige Rolle spielen. Dies ist bei genauerer Betrachtung jedoch kaum der Fall. So liegt die durchschnittliche Nutzung eines 55 cm Bahnsteiges nur bei 33 % im Vergleich zum Durchschnitt und nur eine einstellige Prozentzahl der Fahrgäste steigt dort ein oder aus.

Aktueller Status Bahnsteighöhen in Deutschland

ICETreffErfurt ⌂ @, Eisenach, Mittwoch, 14. März 2018, 00:08 (vor 279 Tagen) @ numi

55 cm Bahnsteige werden hauptsächlich im ländlichen Raum verbaut, wo man natürlich sehr viel weniger Ein- und Aussteiger als im Ballungszentrum hat. Daher sind die 96cm-Bahnsteige der großen S-Bahn-Netze auch so dominant.

Einsteigerzahlen im Endausbau nicht relevant

Alphorn (CH), Mittwoch, 14. März 2018, 00:48 (vor 279 Tagen) @ ICETreffErfurt

Wenn man ein wirklich barrierefreies System will, dann macht die Zahl der Ein- und Aussteiger pro Bahnsteig keinen Unterschied beim Aufwand, nur die Zahl der Bahnsteige. Denn am Ende müssen ja sowieso alle angepasst werden, egal wie stark genutzt sie sind.

Die Zahl der Reisenden auf der "falschen" Bahnsteighöhe sagt allerdings etwas darüber aus, wie unangenehm die Übergangsphase ist.

Einsteigerzahlen indirekt relevant

flierfy, Mittwoch, 14. März 2018, 09:57 (vor 278 Tagen) @ Alphorn (CH)

Wenn man ein wirklich barrierefreies System will, dann macht die Zahl der Ein- und Aussteiger pro Bahnsteig keinen Unterschied beim Aufwand, nur die Zahl der Bahnsteige. Denn am Ende müssen ja sowieso alle angepasst werden, egal wie stark genutzt sie sind.

Die Anzahl an umzubauenden Bahnsteigen allein entscheidet das auch nicht. Länge der Bahnsteige und die Aufwändigkeit die Zuwegung anzupassen sind ebenso einflussreiche Faktoren. Da längere Bahnsteige tendenziell stärker frequentiert werden und stark frequentierte Bahnsteige teurere Einbauten rechtfertigen, sind die Ein- und Aussteigerzahl durchaus ein Hinweis darauf, wie aufwändig ein Umbau ist, wenn auch ein indirekter.

55 cm holt auf

Alphorn (CH), Mittwoch, 14. März 2018, 01:00 (vor 279 Tagen) @ Frecciarossa

Im Vergleich mit den Zahlen von Pro Bahn haben die 55-cm-Bahnsteige aufgeholt: 2005 lagen sie noch 9 Prozentpunkte hinter den 76-cm-Bahnsteigen, jetzt sind es nur noch 7.

Es werden also weiterhin eifrig Bahnsteige mit verschiedenen Höhen gebaut. Schade. Wie schon öfters gesagt: Der stufenlose Einstieg ins Dosto-Unterdeck spricht für einheitlich 55 cm.

55 & 76 cm sind zu niedrig

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Mittwoch, 14. März 2018, 05:18 (vor 278 Tagen) @ Alphorn (CH)
bearbeitet von 218 466-1, Mittwoch, 14. März 2018, 05:20

Wie schon öfters gesagt: Der stufenlose Einstieg ins Dosto-Unterdeck spricht für einheitlich 55 cm.

Aber bei DB haben DoSto überwiegend genauso unterschiedliche Einstegshöhen. Nur beim Steuerwagen funktioniert 55cm barrierefrei bei IC2.
Viel besser wäre es, alle Bahnsteige auf ca. 120cm(?) zu erhöhen, damit man z.B. in ICE und alle anderen einstöckigen Züge barrerefrei einsteigen kann und zudem auch IM Zug (Durchgang zum WC, Bord Restraurant) keinerlei Stufen im Weg sind.

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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55 & 76 cm sind zu niedrig

Colaholiker @, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 14. März 2018, 07:36 (vor 278 Tagen) @ 218 466-1

Aber bei DB haben DoSto überwiegend genauso unterschiedliche Einstegshöhen. Nur beim Steuerwagen funktioniert 55cm barrierefrei bei IC2.

Der IC2 spielt hierzuorte ja gottseidank keine Rolle. Aber bei den Regio-Zweietagenschaukeln ist es auch nur der Steuerwagen, bei dem nach unten eingestiegen wird, sonst über den Drehgestellen.

Satteln wir das Pferd mal von der anderen Seite:
Erst mal ist es wichtig, daß Bahnsteig- und Wagenhöhe zusammen passen. Ich denke, da ist man sich einig.
Bleibt die Frage, auf welche der Höhen man sich einigt. Der einzige Vorteil, den ich für 55 cm sehe, st der stufenlose Einstieg in die (zahlenmäßig zumindest hier anteilig ) wenigen Doppelschwank-Steuerwagen.
Der Vorteil von 76 cm ist da schon deutlicher - man hat mehr Platz für die Technik und -hallo Fahrkomfort- größere Räder. Wenn man dann überlegt, daß der deutlich größere Teil des Bahnverkehrs in Deutschland gottseidank eben nicht auf zwei Etagen stattfindet (im FV ausschließlich die IC2, im Regionalverkehr etwas mehr, aber auch da fährt genug einstöckiges rum, sei es überall wo Triebwagen dieseln, oder wo Hamster/Möpse/Grinsekatzen durch die Lande rollen.

Bleibt als Problematik eigentlich nur der Doppelschwankwagen übrig. Der Großteil der Fahrgäste steigt auch vom 76er Bahnsteig ein und verteilt sich dann über drei bis vier Stufen nach oben und unten, denen ist es also egal. Bleibt also die Frage, was macht man mit denen, die es eben nicht können - Menschen im Rollstuhl, mit Kinderwagen, Fahrrädern, ... dabei ist das Problem eigentlich gar keins. Ein einstöckiger Steuerwagen, 2/3 Mehrzweck/PRM-Bereich, 1/3 1. Klasse, und fertig is die Laube. Damit ist man als Erstklassreisender auch nicht mehr auf Spucktüten angewiesen. So viele Fliegen mit einer Klappe, das gilt schon als Massenmord, oder? ;-)

Viel besser wäre es, alle Bahnsteige auf ca. 120cm(?) zu erhöhen, damit man z.B. in ICE und alle anderen einstöckigen Züge barrerefrei einsteigen kann und zudem auch IM Zug (Durchgang zum WC, Bord Restraurant) keinerlei Stufen im Weg sind.

Noch einen weiteren Standard einzuführen halte ich für begrenzt sinnvoll.

Letztlich ist es aber möglich, das Bahnsteighöhenchaos in den Griff zu kriegen. Im U-Bahn-Netz in Frankfurt gab es früher auch verschiedene Bahnsteig- und sogar Fahrzeugbodenhöhen. (Historisch bedingt, da es auf einigen Strecken Mischverkehr zwischen Stadtbahnwagen und EBO-Güterwagen mit entsprechend größerem Lichtraumprofil gab). Ich möchte die Details jetzt nicht reiterieren, aber mittlerweile hat man es geschafft, alles einheitlich umzubauen. Es sollte also auch im Eisenbahnbereich möglich sein, natürlich aufgrund des größeren Netzes und der höheren Anzahl von Fahrzeugen und Bahnsteigen bei höheren Kosten und Zeitaufwand.

Hohe Bahnsteige aufgrund des lustigeren Anblicks wenn Bahnsteigradler beim Ausweichen über die Kante ins Gleis fallen bevorzugende Grüße
der Colaholiker

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55 & 76 cm sind zu niedrig

Marcel-Berlin, Berlin, Mittwoch, 14. März 2018, 12:18 (vor 278 Tagen) @ Colaholiker

Aber bei den Regio-Zweietagenschaukeln ist es auch nur der Steuerwagen, bei dem nach unten eingestiegen wird, sonst über den Drehgestellen.

Huch? Warum gibt es dann die vielen Doppelstockwagen, die einen 55-cm-Einstieg haben? Am passenden Bahnsteig sind diese stufenfrei zu betreten. Die Wagen mit Einstiegen über den Drehgestellen haben immer Stufen.

Der Vorteil von 76 cm ist da schon deutlicher - man hat mehr Platz für die Technik und -hallo Fahrkomfort- größere Räder.

Die Technik ist in den Doppelstockwagen weitgehend gleich verbaut. Die Größe der Räder ist einheitlich. Schon interessant, welche Märchen erfunden werden.

Bleibt als Problematik eigentlich nur der Doppelschwankwagen übrig. Der Großteil der Fahrgäste steigt auch vom 76er Bahnsteig ein und verteilt sich dann über drei bis vier Stufen nach oben und unten, denen ist es also egal.

Beim Einstieger über dem Drehgestell sind es vier Stufen nach unten und sieben nach oben. Und wenn man nach unten will, so muss man vom Bahnsteig erstmal hochsteigen.

55 & 76 cm sind zu niedrig

Colaholiker @, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 14. März 2018, 12:37 (vor 278 Tagen) @ Marcel-Berlin

Huch? Warum gibt es dann die vielen Doppelstockwagen, die einen 55-cm-Einstieg haben? Am passenden Bahnsteig sind diese stufenfrei zu betreten. Die Wagen mit Einstiegen über den Drehgestellen haben immer Stufen.

Ja, die Wagen mit den Einstiegen überm Drehgestell haben Stufen, wenn der Bahnsteig zu niedrig ist. Vermutlich gibt es regional auch Garnituren, in denen mehr als nur der Steuerwagen die Türen unten hat - hier jedoch nicht.

Die Technik ist in den Doppelstockwagen weitgehend gleich verbaut. Die Größe der Räder ist einheitlich. Schon interessant, welche Märchen erfunden werden.

Der Satz war nicht auschließlich auf Doppelstockwagen sondern auf Eisenbahnfahrzeuge allgemein bezogen. Kein Grund hier Märchenerfinderei zu unterstellen.

Beim Einstieger über dem Drehgestell sind es vier Stufen nach unten und sieben nach oben. Und wenn man nach unten will, so muss man vom Bahnsteig erstmal hochsteigen.

Da die Höhen der einzelnen Abschnitte über Schienenoberkante vermutlich gleich sind, sind es, wenn man unten einsteigt und nach oben will, sogar 11 Stufen. So what? Dafür fällt man hier von den Bahnsteigen im Steuerwagen ins Loch und hat eben die Stufe nach unten. So what?

Ein weiteres Argument für die Untauglichkeit von Doppelstockwagen gefunden habende Grüße
der Colaholiker

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55 & 76 cm sind zu niedrig

Marcel-Berlin, Berlin, Mittwoch, 14. März 2018, 16:42 (vor 278 Tagen) @ Colaholiker

Ja, die Wagen mit den Einstiegen überm Drehgestell haben Stufen, wenn der Bahnsteig zu niedrig ist.

Und ja, die Wagen mit den Einstiegen überm Drehgestell haben immer Stufen. Egal, wie hoch der Bahnsteig ist. Denn vom 76er muss man auch erstmal nach oben steigen. Insofern sind die Hocheinstiege beim Dostos immer mit Nachteilen verbunden.

Vermutlich gibt es regional auch Garnituren, in denen mehr als nur der Steuerwagen die Türen unten hat - hier jedoch nicht.

Nicht vermutlich. Denn die Tiefeinstiege gibt es in einigen Regionen Deutschlands seit über 40 Jahren. Ebenso findet man diese auch in Stuttgart, Freiburg, Kiel... Frankfurt/Hildesheim ist eben nicht der Nabel der Welt.

55 & 76 cm sind zu niedrig

Colaholiker @, Frankfurt / Hildesheim, Freitag, 16. März 2018, 08:45 (vor 276 Tagen) @ Marcel-Berlin

Und ja, die Wagen mit den Einstiegen überm Drehgestell haben immer Stufen. Egal, wie hoch der Bahnsteig ist. Denn vom 76er muss man auch erstmal nach oben steigen. Insofern sind die Hocheinstiege beim Dostos immer mit Nachteilen verbunden.

Dosto sind immer mit Nachteilen verbunden. Ist systembedingt. Nicht nur beim Einstieg, sondern auch beim Profil des Innenraums mit der niedrigen Deckenhöhe und der Schulter- und Kopfenge im Oberdeck.

Nicht vermutlich. Denn die Tiefeinstiege gibt es in einigen Regionen Deutschlands seit über 40 Jahren.

Vor über 40 Jahren gab es in mehr als der Hälfte der Regionen Deutschlands gar keine Dostos. In dem Zeitraum gab es die nur östlich der innerdeutschen Grenze. Und zu den Zeiten, wo diese Grenze noch existierte, war ich nie östlich von ihr. Im "Westen" würde ich die (Wieder-)einführung der Dostos im großen Stil (historische wie LBE oder Prototypen mal ausgenommen) auf die Zeit nach der Wende, als es "den Westen" nicht mehr gab, verorten.

Ebenso findet man diese auch in Stuttgart, Freiburg, Kiel... Frankfurt/Hildesheim ist eben nicht der Nabel der Welt.

Nach Stuttgart komme ich, wenn berhaupt, nur per Fernverkehr, in Freiburg war ich seit 20 Jahren nicht mehr, und nach Kiel geht's auch nur per ICE oder auf dem Wasser. Genau deshalb beschrieb ich ja auch nur die Situation "hier", wobei "hier" sich sogar nur aufs Rhein-Main-Gebiet bezieht, Hildesheim ist ja in der glücklichen Lage, Dosto-frei (und seit dem Abzug der 612er auf der Verbindung in den Harz auch neigetechnikfrei) zu sein. Schön.

Ich weiß, Berliner sehen sich gerne als Nabel der Welt und werden daher bissig, wenn andere von anderen Teilen Deutschlands schreiben. Is' schon okay, damit kann ich leben. ;-)

Für den Beißreflex einen Kauknochen empfehlende Grüße
der Colaholiker

--
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Nachtrag (Edit-Frist abgelaufen)

Colaholiker @, Frankfurt / Hildesheim, Freitag, 16. März 2018, 09:04 (vor 276 Tagen) @ Colaholiker

So unüblich scheint die Kombination nicht zu sein, daß nur der Steuerwagen Tiefeinstieg hat. Selbst das erste Bild im Wikipedia-Artikel zu Doppelstockwagen, aufgenommen in Remagen, zeigt einen Zug in genau dieser Konstellation. Und das ist nun wirklich nicht mehr Rhein-Main...

Nur mal so anmerkende Grüße
der Colaholiker

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Zum Nachtrag

ICE1223-Limburg ⌂ @, Im ICE, denn ich fahre gerne Bahn, Freitag, 16. März 2018, 10:02 (vor 276 Tagen) @ Colaholiker

So unüblich scheint die Kombination nicht zu sein, daß nur der Steuerwagen Tiefeinstieg hat. Selbst das erste Bild im Wikipedia-Artikel zu Doppelstockwagen, aufgenommen in Remagen, zeigt einen Zug in genau dieser Konstellation. Und das ist nun wirklich nicht mehr Rhein-Main...

Bei RE50(Frankfurt-Fulda) und RB51(Frankfurt-Wächtersbach) gibt es auch zumindest einen Mittelwagen mit Tiefeinstieg.

Und ich meine, das auch RE54/55/56(Frankfurt-Bayern) gibt es auch Tiefeinstiegswagen.

Nur mal so anmerkende Grüße
der Colaholiker

Das auch nur mal so anmerkende Grüße;-)

--
"Aus einem Forum für Freunde der Eisenbahn ist in den letzten Jahren ein Eisenbahnhassforum geworden, stören tut es offensichtlich keinen - Leider wird man als Freund der Eisenbahn hier nur noch angegriffen..."

Und Admins..? - Was ist das?

Zum Nachtrag

Colaholiker @, Frankfurt / Hildesheim, Freitag, 16. März 2018, 10:13 (vor 276 Tagen) @ ICE1223-Limburg

Bei RE50(Frankfurt-Fulda) und RB51(Frankfurt-Wächtersbach) gibt es auch zumindest einen Mittelwagen mit Tiefeinstieg.

Ohne jetzt die Muße zu haben, den Fahrplan zu prüfen - deren Zeiten und meine üblichen Durchgangszeiten am Hbf sind vermutlich disjunkt. Ich sehe halt entweder am Bahnsteig die, die zu Dir fahren, oder das, was im Gleisvorfeld so abgestellt steht.

Und ich meine, das auch RE54/55/56(Frankfurt-Bayern) gibt es auch Tiefeinstiegswagen.

Siehe oben.

Und wenn ich ganz ehrlich bin, also so richtig komplett ehrlich, interessieren mich diese Züge ohnehin nicht sonderlich... Da, wo ich hin fahre, habe ich zum Glück mit denen nix am Hute. In das von diesen Zügen bediente Umland fahre ich normalerweise nicht, und wenn ich durch Wächtersbach fahre, ist der Zug weiß mit rotem Streifen und hält da nicht. ;-)

Regionalexpresse nur selten benutzende Grüße
der Colaholiker

--
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Zum Nachtrag

ICE1223-Limburg ⌂ @, Im ICE, denn ich fahre gerne Bahn, Freitag, 16. März 2018, 11:07 (vor 276 Tagen) @ Colaholiker

Bei RE50(Frankfurt-Fulda) und RB51(Frankfurt-Wächtersbach) gibt es auch zumindest einen Mittelwagen mit Tiefeinstieg.

Ohne jetzt die Muße zu haben, den Fahrplan zu prüfen - deren Zeiten und meine üblichen Durchgangszeiten am Hbf sind vermutlich disjunkt. Ich sehe halt entweder am Bahnsteig die, die zu Dir fahren, oder das, was im Gleisvorfeld so abgestellt steht.

RE50 müsste in FF gegen xx:28 Ankunft und auch Abfahrt haben. Die RB51 gegen xx:15 Ankunft und xx:40 Abfahrt.

Und ich meine, das auch RE54/55/56(Frankfurt-Bayern) gibt es auch Tiefeinstiegswagen.

Siehe oben.

Die Züge ri. Bayern haben etwa gegen xx:30 Ankunft sowie Abfahrt.

Und wenn ich ganz ehrlich bin, also so richtig komplett ehrlich, interessieren mich diese Züge ohnehin nicht sonderlich... Da, wo ich hin fahre, habe ich zum Glück mit denen nix am Hute. In das von diesen Zügen bediente Umland fahre ich normalerweise nicht, und wenn ich durch Wächtersbach fahre, ist der Zug weiß mit rotem Streifen und hält da nicht. ;-)

Es geht mir ja ähnlich, einmal bin ich im RE bis Gelnhausen und einmal bis Fulda gefahren, alle anderen Fahrten waren im CNL, EN, IC oder ICE.

Regionalexpresse nur selten benutzende Grüße
der Colaholiker

Geht mir genau so, da der RE bei mir nicht mal hält...


Gruß aus Limburg

--
"Aus einem Forum für Freunde der Eisenbahn ist in den letzten Jahren ein Eisenbahnhassforum geworden, stören tut es offensichtlich keinen - Leider wird man als Freund der Eisenbahn hier nur noch angegriffen..."

Und Admins..? - Was ist das?

Zum Nachtrag

Colaholiker @, Frankfurt / Hildesheim, Freitag, 16. März 2018, 11:25 (vor 276 Tagen) @ ICE1223-Limburg

RE50 müsste in FF gegen xx:28 Ankunft und auch Abfahrt haben. Die RB51 gegen xx:15 Ankunft und xx:40 Abfahrt.

Jo, und mein Zug morgens fährt XX:17 ab (und dank des dünnen morgendlichen Taktes der Straßenbahn bin ich schon da, wenn der um xx:08 rein kommt - angesichts des chronisch zu kurzen Zuges steigt man dann auch sofort ein und sichert sich nen Platz.)
Retour ist die Ankunft dann auch wieder xx:08, was meine Theorie bestätigt. ;-)

Die Züge ri. Bayern haben etwa gegen xx:30 Ankunft sowie Abfahrt.

Ebent. ;-)

Es geht mir ja ähnlich, einmal bin ich im RE bis Gelnhausen und einmal bis Fulda gefahren, alle anderen Fahrten waren im CNL, EN, IC oder ICE.

Ich fahre zwar täglich RB, aber da sind nur Lint und VT2E unterwegs. Ansonsten eigentlich nur S-Bahn und Fernverkehr.

Geht mir genau so, da der RE bei mir nicht mal hält...

Was direkt bei mir hält, willst Du gar nicht wissen. ;-)

Dosto-Fahrten jedenfalls nicht vermissende Grüße
der Colaholiker

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55 & 76 cm sind zu niedrig

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Mittwoch, 14. März 2018, 22:49 (vor 278 Tagen) @ Colaholiker
bearbeitet von 218 466-1, Mittwoch, 14. März 2018, 22:50

Der IC2 spielt hierzuorte ja gottseidank keine Rolle. Aber bei den Regio-Zweietagenschaukeln ist es auch nur der Steuerwagen, bei dem nach unten eingestiegen wird, sonst über den Drehgestellen.

Nicht alle. Der Rote IC2 ist durchgängig auf 55cm ausgelegt. In München und entlang der NIM kommt man da nirgends barrierefrei rein.

Satteln wir das Pferd mal von der anderen Seite:
Erst mal ist es wichtig, daß Bahnsteig- und Wagenhöhe zusammen passen. Ich denke, da ist man sich einig.
Bleibt die Frage, auf welche der Höhen man sich einigt. Der einzige Vorteil, den ich für 55 cm sehe, st der stufenlose Einstieg in die (zahlenmäßig zumindest hier anteilig ) wenigen Doppelschwank-Steuerwagen.
Der Vorteil von 76 cm ist da schon deutlicher - man hat mehr Platz für die Technik und -hallo Fahrkomfort- größere Räder. Wenn man dann überlegt, daß der deutlich größere Teil des Bahnverkehrs in Deutschland gottseidank eben nicht auf zwei Etagen stattfindet (im FV ausschließlich die IC2, im Regionalverkehr etwas mehr, aber auch da fährt genug einstöckiges rum, sei es überall wo Triebwagen dieseln, oder wo Hamster/Möpse/Grinsekatzen durch die Lande rollen.

Aber 76cm erfordert halt innen auch schon Stufen an den Drehgestellen.
x-Wagen mit 96cm sind bereits nur aufgrund kleinerer Räder 100% barrierefrei
Für ICE bräuchte es ca. 120cm dafür.


Bleibt als Problematik eigentlich nur der Doppelschwankwagen übrig. Der Großteil der Fahrgäste steigt auch vom 76er Bahnsteig ein und verteilt sich dann über drei bis vier Stufen nach oben und unten, denen ist es also egal. Bleibt also die Frage, was macht man mit denen, die es eben nicht können - Menschen im Rollstuhl, mit Kinderwagen, Fahrrädern, ... dabei ist das Problem eigentlich gar keins. Ein einstöckiger Steuerwagen, 2/3 Mehrzweck/PRM-Bereich, 1/3 1. Klasse, und fertig is die Laube. Damit ist man als Erstklassreisender auch nicht mehr auf Spucktüten angewiesen. So viele Fliegen mit einer Klappe, das gilt schon als Massenmord, oder? ;-)

Kamelbuckelzüge waren bis zuletzt ganz normal rund um München. ;)

Noch einen weiteren Standard einzuführen halte ich für begrenzt sinnvoll.

Wenn man aber alle anderen Standards abschafft, passt es.

Letztlich ist es aber möglich, das Bahnsteighöhenchaos in den Griff zu kriegen. Im U-Bahn-Netz in Frankfurt gab es früher auch verschiedene Bahnsteig- und sogar Fahrzeugbodenhöhen. (Historisch bedingt, da es auf einigen Strecken Mischverkehr zwischen Stadtbahnwagen und EBO-Güterwagen mit entsprechend größerem Lichtraumprofil gab). Ich möchte die Details jetzt nicht reiterieren, aber mittlerweile hat man es geschafft, alles einheitlich umzubauen. Es sollte also auch im Eisenbahnbereich möglich sein, natürlich aufgrund des größeren Netzes und der höheren Anzahl von Fahrzeugen und Bahnsteigen bei höheren Kosten und Zeitaufwand.

Hohe Bahnsteige aufgrund des lustigeren Anblicks wenn Bahnsteigradler beim Ausweichen über die Kante ins Gleis fallen bevorzugende Grüße
der Colaholiker

Oder man passt die Züge an mit Multilevel Türen, hoch und tief. Also dann genau auf 55cm und 76cm bzw. 120cm statt DB & Co Dosto-zeug, das nirgends so richtig passt.

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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55 & 76 cm sind zu niedrig

Zugschlus ⌂ @, RSIG, Mittwoch, 14. März 2018, 07:45 (vor 278 Tagen) @ 218 466-1

Viel besser wäre es, alle Bahnsteige auf ca. 120cm(?) zu erhöhen, damit man z.B. in ICE und alle anderen einstöckigen Züge barrerefrei einsteigen kann und zudem auch IM Zug (Durchgang zum WC, Bord Restraurant) keinerlei Stufen im Weg sind.

An so einem Bahnsteig passt halt kein Güterzug vorbei. Das geht schon bei 96 cm nicht mehr.

Grüße
Marc

55 & 76 cm sind zu niedrig

ALR997 @, Mittwoch, 14. März 2018, 08:45 (vor 278 Tagen) @ Zugschlus

Für 120 cm (was ich durchaus reizvoll finde) wäre es ohnehin notwendig, praktisch alle Personenzüge zu ersetzen. Und die Güterwagen kann man ja auch entsprechend neu beschaffen. Oder man baut die Bahnsteige weiter vom Gleis weg, so dass man breitere Personenzüge einsetzen könnte. Dann wäre den Gz auch geholfen.

Wenn man sich ohnehin in Gedankenspielen austobt...

55 & 76 cm sind zu niedrig

agw @, NRW, Mittwoch, 14. März 2018, 09:23 (vor 278 Tagen) @ ALR997

Für 120 cm (was ich durchaus reizvoll finde) wäre es ohnehin notwendig, praktisch alle Personenzüge zu ersetzen. Und die Güterwagen kann man ja auch entsprechend neu beschaffen. Oder man baut die Bahnsteige weiter vom Gleis weg, so dass man breitere Personenzüge einsetzen könnte. Dann wäre den Gz auch geholfen.

Wenn man sich ohnehin in Gedankenspielen austobt...

Wenn man langfristig (>30 Jahre) denkt, ist es tatsächlich nicht relevant, welche Wagen derzeit auf den Gleisen stehen.

Ein Problem gibt es nur, wenn man sich auf eine Zielhöhe einigt und dann lustig weiter Wagen für andere Höhen gekauft werden. Dann ist man immer 30 Jahre weg vom Ziel.

Die Diskussion gab es ja schon tausend mal und man dreht sicher immer wieder im Kreis:
- Für Güterstrecken 76cm oder weniger
- Für echte S-Bahnen aber gerne 96cm
- Für Regiotrams gerne 38cm bzw 55cm als Kompromiss
- Für reine Dieselnetze gerne 55cm
- Für Regelhalte aber nicht mehr als 20cm Höhenunterschied zwischen Bahnsteig und Einstieg
- Für Dosto besser 55cm, aber 76cm geht auch und nicht jeder Wagen muss ein Dosto sein
- FV will 76 ohne in den nächsten 40 Jahren passende Einstiege dafür im HGV zu haben
- FV mit 55cm UND 76cm Einstiegen in einigen Wagen auch im HGV technisch möglich

Die Lösung für Deutschland wäre eigentlich einfach gewesen:
-bundesweite Züge müssen neu mit 55cm UND 76cm-Einstiegen bestellt werden
-die Länder regeln die Bahnsteighöhe selber, da sie ja auch den NV und deren Züge beauftragen, wobei Interregio- und FV-Bahnsteige 55cm oder 76cm sein müssen

Übrigens halte ich das Argument "Bahnsteige baut man für 100 Jahre" nicht für schlüssig. Die Billig-Bahnsteige, die man heute in die Gegend setzt, lösen sich schon nach 15 Jahren langsam auf (Fertigbetonteile zerbröseln oder werden durch Planzenbewuchs zerstört).

55 & 76 cm sind zu niedrig

Aphex Twin, Mittwoch, 14. März 2018, 13:28 (vor 278 Tagen) @ agw

Ein Problem gibt es nur, wenn man sich auf eine Zielhöhe einigt und dann lustig weiter Wagen für andere Höhen gekauft werden. Dann ist man immer 30 Jahre weg vom Ziel.

Die Diskussion gab es ja schon tausend mal und man dreht sicher immer wieder im Kreis:
- Für Güterstrecken 76cm oder weniger
- Für echte S-Bahnen aber gerne 96cm
- Für Regiotrams gerne 38cm bzw 55cm als Kompromiss
- Für reine Dieselnetze gerne 55cm
- Für Regelhalte aber nicht mehr als 20cm Höhenunterschied zwischen Bahnsteig und Einstieg
- Für Dosto besser 55cm, aber 76cm geht auch und nicht jeder Wagen muss ein Dosto sein
- FV will 76 ohne in den nächsten 40 Jahren passende Einstiege dafür im HGV zu haben
- FV mit 55cm UND 76cm Einstiegen in einigen Wagen auch im HGV technisch möglich

Die Lösung für Deutschland wäre eigentlich einfach gewesen:
-bundesweite Züge müssen neu mit 55cm UND 76cm-Einstiegen bestellt werden
-die Länder regeln die Bahnsteighöhe selber, da sie ja auch den NV und deren Züge beauftragen, wobei Interregio- und FV-Bahnsteige 55cm oder 76cm sein müssen

Eine grundlegende Frage ist hier ob man die Summe aller zu laufenden Treppenstufen minimieren will oder ob man die Anzahl der Züge mit barrierefreien Einstiegen maximieren will.

55 & 76 cm sind zu niedrig

flierfy, Mittwoch, 14. März 2018, 14:40 (vor 278 Tagen) @ Aphex Twin

Eine grundlegende Frage ist hier ob man die Summe aller zu laufenden Treppenstufen minimieren will oder ob man die Anzahl der Züge mit barrierefreien Einstiegen maximieren will.

Beides ist verlangt. Das bekommt man mit Einstöckern auch sehr gut hin.

55 & 76 cm sind zu niedrig

Aphex Twin, Mittwoch, 14. März 2018, 17:33 (vor 278 Tagen) @ flierfy

Eine grundlegende Frage ist hier ob man die Summe aller zu laufenden Treppenstufen minimieren will oder ob man die Anzahl der Züge mit barrierefreien Einstiegen maximieren will.

Beides ist verlangt. Das bekommt man mit Einstöckern auch sehr gut hin.

Mit welcher Bahnsteighöhe?

55 & 76 cm sind zu niedrig

flierfy, Mittwoch, 14. März 2018, 17:54 (vor 278 Tagen) @ Aphex Twin

Mit welcher Bahnsteighöhe?

Mit 76 cm. Mit 96 cm natürlich erst recht.

55 & 76 cm sind zu niedrig

Aphex Twin, Mittwoch, 14. März 2018, 18:20 (vor 278 Tagen) @ flierfy

Mit welcher Bahnsteighöhe?

Mit 76 cm. Mit 96 cm natürlich erst recht.

In 20 bis 30 Jahren vielleicht, momentan sehe ich nur sehr wenige Fahrzeuge die einen barrierefreien Einstieg mit 76 cm Bahnsteigen erlauben.

55 & 76 cm sind zu niedrig

flierfy, Mittwoch, 14. März 2018, 18:42 (vor 278 Tagen) @ Aphex Twin

In 20 bis 30 Jahren vielleicht, momentan sehe ich nur sehr wenige Fahrzeuge die einen barrierefreien Einstieg mit 76 cm Bahnsteigen erlauben.

Auf einigen Linien kann man es auch schon eher herstellen. Man müsste nur mal konzentriert die Flachbahnsteige auf Normhöhe anheben, die von Verkehrslinien bedient werden, bei denen 3, 4 Jahre später ein Flottenwechsel ansteht. Wenn man das Linie für Linie umsetzt, kommt man der Stufenfreiheit immer näher.

55 & 76 cm sind zu niedrig

Frecciarossa, Mittwoch, 14. März 2018, 18:48 (vor 278 Tagen) @ Aphex Twin

Mit welcher Bahnsteighöhe?

Mit 76 cm. Mit 96 cm natürlich erst recht.

In 20 bis 30 Jahren vielleicht, momentan sehe ich nur sehr wenige Fahrzeuge die einen barrierefreien Einstieg mit 76 cm Bahnsteigen erlauben.

Gibt es im Nahverkehr schon heute zuhauf.

55 & 76 cm sind zu niedrig

Aphex Twin, Mittwoch, 14. März 2018, 18:41 (vor 278 Tagen) @ flierfy

Eine grundlegende Frage ist hier ob man die Summe aller zu laufenden Treppenstufen minimieren will oder ob man die Anzahl der Züge mit barrierefreien Einstiegen maximieren will.

Beides ist verlangt. Das bekommt man mit Einstöckern auch sehr gut hin.

Das mag schön und gut sein, was aber macht man dann in Gebieten in denen aus Kapazitätsgründen Doppelstockzüge eingesetzt werden müssen?

In dem Thread weiter oben zu Schweizer Bahnausbauwünschen wird dargestellt, dass rund 80% aller geplanten Projekte dem Kapazitätsausbau dienen. Dies illustriert sehr deutlich wieso die Schweiz so viel in Doppelstockzüge investiert.

55 & 76 cm sind zu niedrig

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Donnerstag, 15. März 2018, 22:35 (vor 277 Tagen) @ Aphex Twin

Das mag schön und gut sein, was aber macht man dann in Gebieten in denen aus Kapazitätsgründen Doppelstockzüge eingesetzt werden müssen?

Auch Dosto können 96cm zumindest bei DB Bundesbahn (zu wenig Einstiegstüren im Vergleich zu 420 verlangsamten den Fahrgastwechel sodass sich das nicht durchsetzte), nicht mehr bei DB Bahn AG.
Auch 120cm in Dosto zumidest barrierfrei im Einstieg, ggf. ein Wagen mit Rampen innen und/oder wie bei NJ Transit mit variablen Einstiegshöhen der Türen sollte grundsätzlich möglich sein.
Aber kostet halt alles extra.

--
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Wer ist DB Bahn AG? *SCNR*

Paladin @, Hansestadt Rostock, Freitag, 16. März 2018, 01:27 (vor 276 Tagen) @ 218 466-1

- kein Text -

120cm Bahnsteige müssen kein Widerspruch zu Zügen mit sein

JW, Donnerstag, 15. März 2018, 21:51 (vor 277 Tagen) @ ALR997

Hallo,

Oder man baut die Bahnsteige weiter vom Gleis weg, so dass man breitere Personenzüge einsetzen könnte.

Genau dies wäre die Lösung. Dann könnte man zwei Personenzugkategorien schaffen:
1.) Normalbreite Personenwagen mit extraweiter Spaltüberbrückung, diese könnten über normale Strecken ohn LÜ überführt werden und man könnte sie kompatibel zu britischen 120cm Bahnsteigen realisieren.
2.) Überbreite Wagenkästen (idealerweise kompatibel zum russischen oder iberischen Lichtraumprofil) in denen sich 5 komfortable Sitze nebeneinander anordnen lassen. Dies wäre ein echter Kostenvorteil!

Viel Grüße
Jörg

55 & 76 cm sind zu niedrig

Marcel-Berlin, Berlin, Mittwoch, 14. März 2018, 12:26 (vor 278 Tagen) @ Zugschlus

An so einem Bahnsteig passt halt kein Güterzug vorbei. Das geht schon bei 96 cm nicht mehr.

Verdammt. Dann muss im Berliner S-Bahnnetz etwas schief laufen. Da gab und gibt es regelmäßig Güterzüge am 96-cm-Bahnsteign.

55 & 76 cm sind zu niedrig

agw @, NRW, Mittwoch, 14. März 2018, 15:48 (vor 278 Tagen) @ Marcel-Berlin
bearbeitet von agw, Mittwoch, 14. März 2018, 15:50

An so einem Bahnsteig passt halt kein Güterzug vorbei. Das geht schon bei 96 cm nicht mehr.


Verdammt. Dann muss im Berliner S-Bahnnetz etwas schief laufen. Da gab und gibt es regelmäßig Güterzüge am 96-cm-Bahnsteign.

"kein" stimmt auch nicht. Aber halt welche mit Lademaßüberschreitungen.
Bei genügend Ausweichstrecken bzw Bahnsteiggleisen kein Problem, aber sonst halt schon.
Wenn man denn überhaupt noch Güterverkehr auf der Schiene will...

76cm kann übrigens auch schon zu hoch sein.

GZ an hohen Bahnsteigen

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Mittwoch, 14. März 2018, 22:09 (vor 278 Tagen) @ Zugschlus
bearbeitet von 218 466-1, Mittwoch, 14. März 2018, 22:11

An so einem Bahnsteig passt halt kein Güterzug vorbei. Das geht schon bei 96 cm nicht mehr.

Kein GZ stimmt nicht. Sonst könnten auf der Strecke München - Buchloe (alles 96cm bis Geltendorf) keine GZ fahren.
In den USA wird das LÜ-Problem mit Vierschienegleis an hohen Bahnsteigen gelöst. Haltende Züge sind eh langsam in dem Bereich und können daher an den Bf ohne Zeitverlust aus- und einscheren.

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GZ an hohen Bahnsteigen

ffz, Mittwoch, 14. März 2018, 22:22 (vor 278 Tagen) @ 218 466-1

München-Leienfelsstr bis Geltendorf hat 76cm Bahnsteigkanten keine 96cm Bahnsteigkanten, so wie einige andere S-Bahn Strecken in München, Stuttgart und Frankfurt am Main auch. Wenn an den Bahnsteigen auch andere Züge wie VT 612, Dostos, n-Wagen, ICE oä halten sollen sind 96cm Bahnsteigkanten nicht zulässig. In Frankfurt am Main zB hält die S7 auf dem kompletten Laufweg an 76cm Bahnsteigkanten, deshalb gab es auch schon immer wieder Überlegungen seitens des RMV auf der S7 Talent II oder 440er ein zu setzen, weil die 420er bzw 430er dort eh nicht barrierefrei sind.

????

Matze86 @, München, Mittwoch, 14. März 2018, 22:57 (vor 278 Tagen) @ ffz

- kein Text -

GZ an hohen Bahnsteigen

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Donnerstag, 15. März 2018, 05:58 (vor 277 Tagen) @ ffz

München-Leienfelsstr bis Geltendorf hat 76cm Bahnsteigkanten keine 96cm Bahnsteigkanten, so wie einige andere S-Bahn Strecken in München, Stuttgart und Frankfurt am Main auch. Wenn an den Bahnsteigen auch andere Züge wie VT 612, Dostos, n-Wagen, ICE oä halten sollen sind 96cm Bahnsteigkanten nicht zulässig.

Wie kommst Du darauf? Kanz klar Fake News!
Fürstenfeldbruck z.B. ist mit 96cm bewiesen (s. bei "Barrierefreiheit").
Halt der Dosto ist dort nicht zulässig weshalb in der HVZ die Halte auf ALX übertragen wurden, seit die RE nicht mehr mit n-Wagen fahren:
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Fürstenfeldbruck

flierfy, Donnerstag, 15. März 2018, 11:41 (vor 277 Tagen) @ 218 466-1

Der Bf Fürstenfeldbruck hat aber auch 4 Gleise und nur zwei Bahnsteigkanten mit einer Höhe von 96 cm. Güterzüge müssen hier also nicht an den S-Bahnsteigen entlang fahren.

Normale Güterzüge sind an 96cm Bahnsteigen kein Problem!

JW, Donnerstag, 15. März 2018, 21:44 (vor 277 Tagen) @ Zugschlus

Hallo,

An so einem Bahnsteig passt halt kein Güterzug vorbei. Das geht schon bei 96 cm nicht mehr.

normale Güterzüge haben das gleiche Profil wie normale Personenzüge. Das Problem sind extrabreite Züge mit Lademaßüberschreitung, die gibt es sowohl im Personenverkehr als auch bei Güterzügen.

Lademaßüberschreitungen in der Breite sind aber erst oberhalb von 76cm erlaubt. Daraus ergeben sich die 76cm-Bahnsteighöhe. Es ist der höchstmögliche Bahnsteig den Züge mit Lademaßüberschreitung passieren können.

Gruß Jörg

Einige Lademaßüberschreitungen bedingen 55 cm

Alphorn (CH), Donnerstag, 15. März 2018, 22:35 (vor 277 Tagen) @ JW

Lademaßüberschreitungen in der Breite sind aber erst oberhalb von 76cm erlaubt. Daraus ergeben sich die 76cm-Bahnsteighöhe. Es ist der höchstmögliche Bahnsteig den Züge mit Lademaßüberschreitung passieren können.

Da habe ich anderes gehört. Die Bahnsteige an der Rheintallinie seien mit Rücksicht auf den Güterverkehr nicht über 55 cm gebaut worden. Siehe auch hier (PDF) Seite 41. Und sobald man einige Bahnsteige mit 55 cm hat, ist das Ziel des barrierefreien Ausbaus wieder verunmöglicht, wenn andere Bahnsteige 76 cm hoch sind.

Einige Lademaßüberschreitungen bedingen 55 cm

JW, Donnerstag, 15. März 2018, 23:10 (vor 277 Tagen) @ Alphorn (CH)

Hallo,

Da habe ich anderes gehört. Die Bahnsteige an der Rheintallinie seien mit Rücksicht auf den Güterverkehr nicht über 55 cm gebaut worden.

Das stimmt, aber das sind Sonderverkehre die nur diese Strecke betreffen. Die Normen sehen nur LÜ oberhalb von 76cm vor.

Gruß Jörg

Einige Lademaßüberschreitungen bedingen 55 cm

flierfy, Freitag, 16. März 2018, 12:21 (vor 276 Tagen) @ Alphorn (CH)

Da habe ich anderes gehört. Die Bahnsteige an der Rheintallinie seien mit Rücksicht auf den Güterverkehr nicht über 55 cm gebaut worden. Siehe auch hier (PDF) Seite 41. Und sobald man einige Bahnsteige mit 55 cm hat, ist das Ziel des barrierefreien Ausbaus wieder verunmöglicht, wenn andere Bahnsteige 76 cm hoch sind.

Man muss sich aber schon fragen, wie sinnvoll eine solche Einschränkung sein kann. Züge, die diese Strecke befahren, kommen über kurz oder lang zwangsläufig an einem 76 cm hohen Bahnsteig vorbei. Spätestens dort ist dann ohnehin Schluss mit der Möglichkeit einer erweiterten Lademassüberschreitung.

Karte

micha_k, Dresden, Mittwoch, 14. März 2018, 18:02 (vor 278 Tagen) @ Frecciarossa
bearbeitet von micha_k, Mittwoch, 14. März 2018, 18:04

Ich habe hier mal eine Karten zur Übersicht erstellt:

https://kuemmling.eu/bahnsteigkarte.png


Wichtiger als die Anzahl der Bahnsteigkanten ist nämlich m.E. die Anzahl der Bahnhöfe bzw. eine strecken- bzw. flächenweise einheitliche Ausrüstung. Und hier gibt es eben wenige Strecken oder ganze Regionen, in denen man konsequent auf eine Bahnsteighöhe ausgebaut hat, während in vielen Bereichen ein lustiger Wildwuchs herrscht.


Bei den Bahnhöfen mit unterschiedlichen Bahnsteighöhen ist dabei nur die minimale Höhe (äußerer Kreis) und die maximale Höhe (innerer Kreis) dargestellt.

76cm sind zu kurz

Giovanni @, Mittwoch, 14. März 2018, 18:53 (vor 278 Tagen) @ micha_k

Gerade in Berlin und Brandenburg gibt es das Problem, dass viele 76cm-Bahnsteige zu kurz sind. In vielen Fällen wird die zulässige Nutzlänge planmäßig überschritten - teilweise trotz Doppelstöckern...
Taktverdichtungen scheitern jedoch am Geld und/oder der Streckenkapazität

--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

Sehr interessant, danke!

Alphorn (CH), Donnerstag, 15. März 2018, 22:28 (vor 277 Tagen) @ micha_k

Es besteht also im Süden durchaus noch Hoffnung für grenzüberschreitende barriefreie Verkehre. Leider hilft das aber beim schweizerischen Twindexx nicht mehr, der wurde ja schon 55- und 76-cm-kompatibel gebaut, was zu unschönen Kompromissen führte. Hier müsste mal die TSI über ihren Schatten springen und einen 21-cm-Schritt nach unten erlauben (statt 16 cm).

Fahrzeugsicht

ice-t-411 @, Mittwoch, 14. März 2018, 21:44 (vor 278 Tagen) @ Frecciarossa
bearbeitet von ice-t-411, Mittwoch, 14. März 2018, 21:45

Hallo zusammen!

Was beim Thema Bahnsteighöhen gerne vergessen wird sind die Auswirkungen auf die Fahrzeuge:

55cm:
* Einstöcker
600mm Fußbodenhöhe, über die Drehgestelle geht es nur mit aufwendigen Doppelrampen, die auch eine gewisse Stolperfalle darstellen und meistens gibt es noch eine kleine Rampe zum Einstiegsbereich. Fahrzeug mit angetriebenen Drehgestellen am Mittelwagen bzw. ohne Jakobsdrehgestelle benötigen nahezu zwingend Stufen.
Im Fernverkehr nicht wirklich barrierefrei zu machen (oder mit viel Aufwand und nur kleine Bereiche mit vielen Stufen zu angrenzenden Bereichen), weil bezüglich der Lauftechnik Raddurchmesser von über 900mm benötigt werden und damit die Übergänge über dem Drehgestell entsprechend hoch sind.
* Doppelstock:
Fußbodenhöhe Unterdeck meistens noch niedriger, d.h. Einstiegsbereich mit leichter Rampe nach unten. Stufen gibt es ohnehin an der Treppe.

76cm:
* Einstöcker
800mm Fußbodenhöhe, über den Drehgestellen kleine Rampen, auch bei Antrieb machbar, ggf. sogar ohne Jakobsdrehgestelle. Im Fernverkehr grundsätzlich barrierefrei möglich (in Deutschland aber nicht umgesetzt).
* Doppelstock
Fußbodenhöhe bleibt gleich, Rampe am Einstieg wird steiler, zusätzlich Schräge Spaltüberbrückung. Barrierefreiheit bleibt gegeben (außer Hocheinstiegswagen).

90cm:
* Einstöcker: 100% gleiche Bodenebene auch bei Antrieb. Klassisch bei S- und U-Bahnsystemen
* Doppelstock: Nur Hocheinstiegswagen, nicht barrierefrei.
Liegt teilweise im Profil für Güterverkehr...

Alles hat seine vor- und Nachteile, entweder es geht viel auf/ab im Zug oder man muss eine Stufe zum Bahnsteig in Kauf nehmen. Ich glaube 760mm sind ein ganz guter Kompromiss.

Gruß
Johannes

--
Schiffbau ist Kunst - Flugzeugbau ist Wissenschaft - Elektrotechnik ist Glücksache ;)

Alle Angaben ohne Gewähr!

Fahrzeugsicht

SPFVG, Freitag, 16. März 2018, 16:43 (vor 276 Tagen) @ ice-t-411

Hallo zusammen!

Was beim Thema Bahnsteighöhen gerne vergessen wird sind die Auswirkungen auf die Fahrzeuge.

So siehts aus, wobei das irgendwie niemanden zu interessieren scheint (sieht man auch an den vielen Antworten ;)

76cm:
* Einstöcker
800mm Fußbodenhöhe, über den Drehgestellen kleine Rampen, auch bei Antrieb machbar, ggf. sogar ohne Jakobsdrehgestelle. Im Fernverkehr grundsätzlich barrierefrei möglich (in Deutschland aber nicht umgesetzt).

Wie ist das eigentlich bei der BR425, haben die leicht schräge Fußböden? Der Einstieg ist auf 760mm, aber man erkennt in Richtung Drehgestell keine Rampe im Inneren, zumindest ich nicht.

* Doppelstock
Fußbodenhöhe bleibt gleich, Rampe am Einstieg wird steiler, zusätzlich Schräge Spaltüberbrückung. Barrierefreiheit bleibt gegeben (außer Hocheinstiegswagen).

Apropos Hocheinstieg: Der wird bei 76cm aufgrund einer Stufe weniger wieder attraktiver.

Außerdem muss auch nicht der gesamte Zug barrierefrei sein, schließlich gibts auch nur einen PRM-Bereich. Also wozu überall 76 oder 55cm?

Ergo ist die Lösung wie beim Desiro-HC optimal: 2 Einstöckige Endwagen plus Dosto-Mittelwagen. Die Dostos könnten dabei dann auch Hocheinstiege haben. Mit 3 Türspuren ginge der Fahrgastwechsel dort auch relativ fix und man verliert weniger Plätze als bei den Tiefeinstiegen.

90cm:
* Einstöcker: 100% gleiche Bodenebene auch bei Antrieb. Klassisch bei S- und U-Bahnsystemen
* Doppelstock: Nur Hocheinstiegswagen, nicht barrierefrei.
Liegt teilweise im Profil für Güterverkehr...

Alles hat seine vor- und Nachteile, entweder es geht viel auf/ab im Zug oder man muss eine Stufe zum Bahnsteig in Kauf nehmen. Ich glaube 760mm sind ein ganz guter Kompromiss.

Denk ich auch. Wenn man 55cm dauerhaft wegbekäme, könnte man auch S-Bahn und NV-Konstruktionen zusammenlegen. Fußbodenhöhe auf 86cm und im Türbereich entsprechend eine kleine Rampe nach oben(NV 76->86) bzw. unten(S 96->86). Wird aktuell mit ~65cm Fußbodenhöhe ja schon so bei diversen Triebzügen für 55/76 Zugänge gemacht.

Niederlande: 76 cm. (wieso eigentlich?)

Oscar (NL) @, Eindhoven (NL), Donnerstag, 15. März 2018, 13:13 (vor 277 Tagen) @ Frecciarossa


Höhe(cm)    Anzahl   (%)    Länge(m)   (%)
96            1112   9,3      211234   9,3
76            3752  31,5      886351  39,2
55            2854  24,0      449744  19,9
38            1974  16,6      365152  16,2
<38           2092  17,6      326570  14,5
Sonstige       117   1,0       20233   0,9
Summe        11901 100,0     2259284 100,0

Fazit: Die 76-cm-Bahnsteige sind gegenüber der 55-cm-Version eindeutig in der Überzahl und sind von allen Höhen diejenige mit der größten Verbreitung.

Bei uns strebt Prorail (Bahninfrabetreiber in NL) 76 cm nach.
Ich bin mir aber nicht sicher, was zuerst war: Die Huhn oder das Ei:

a. man hatte zuerst für 76 cm entschieden und erst danach die dazu passenden ET425NL beschafft;
b. man hatte zuerst die ET425NL beschafft und erst danach die Bahnsteige passend dazu gemacht.

Option b. glaube ich nicht wirklich, das wäre nämlich die umgekehrte Welt. Es durfte preisgünstiger sein, passende Fahrzeuge zu beschaffen als Infra passend zu machen.
Zudem ist die Mehrheit der Fahrzeuge und Verkehre "IC" und nicht "Sprinter". Und die meisten "IC"s verkehren mit Dostotriebwagen. Also sollten die das Massstab bilden -> 55 cm.
Was dagegen spricht, ist dass die VIRM mit ihren Drehgestelleinstiegen nicht gut mit 55 cm zurechtkommen. 55 cm geht nur stufenlos mit Niederflureinstieg, wie beim SBB-IC2000 (auch TGV Duplex?)

Also ist die Frage: wieso 76 cm? Geld sparen? Dann hätte man langfristig an der falschen Stelle gespart und wird man sich bei der Beschaffung neuer IC-Dostos (Nachfolger der VIRM) feststellen, dass man sich in die Finger geschnitten hat.
Der einzige Grund für 76 cm, den ich bedenken kann, ist das Moment der Diskussion.
Wäre Bahnsteighöhe schon 1990 ein Thema, dann hätte man die VIRM schon 55cm-proof entwickeln können. Aber die Vereinheitlichung der Bahnsteige wurde erst durchgesetzt, als die Schienenbananen in die Jahre kamen, etwa Ende der Nuller. Und Einstock und 55 cm passt nunmal nicht so gut zusammen wie Einstock und 76 cm.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

[image]

Sie haben noch 101 Wochen die Chance, einen echten DB-IC zu genießen!

Niederlande: 76 cm. (wieso eigentlich?)

flierfy, Donnerstag, 15. März 2018, 17:12 (vor 277 Tagen) @ Oscar (NL)

Wenn man wie die Niederlande lauter 84 cm hohe Bahnsteige hatte und die TSI einem die Wahl lässt zwischen 76 und 55 cm, dann fällt die Wahl ziemlich leicht.
Dazu kommt, dass die beiden Nachbarn der Niederlande ebenfalls auf 76 cm setzen. Die Entscheidung kann man also sehr leicht nachvollziehen.

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