Neuer SBB FV Dosto: mein Erfahrungsbericht mit Bilder (Reiseberichte)

spraiynt, Bern, Montag, 12. März 2018, 18:08 (vor 190 Tagen)

Hallo Zusammen

Heute hatte ich die Freude zum ersten mal im neuen SBB FV Dosto zu fahren, es ging von Olten ohne halt in einer knappen halben Stunde nach Zürich im IR 17. Wie viele andere auch hatte ich mich bereits ja hier im Forum eher negativ anhand der in der Presse erschienenen Bilder und Video geäussert, um so gespannter war ich auf meine heutige Testfahrt!

Hier mein rundum Fazit:

• Geräumiger als man denkt! Dass z.B. die Treppe schmaler ist merkt man kaum. Vom Platzgefühl her absolut dem IC 2000 gewachsen.

• Sicher subjektiv und vielen ist das wohl auch egal, aber der Zug ist lieblos und schlecht designt! Der Teppichboden ist dünner, alles wirkt schlechter verarbeitet. Das Plastik gibt auf Druck nach, Abstände stimmen nicht überein oder Bauteile sind nicht bündig verbaut.

• Die Sitze sind okay, aber definitiv ein Rückschritt zum IC2000/ICN Sitz. Der Erstklasse Sitz ist schon relativ hart, das Kopfteil sieht optisch zwar doof aus, ist aber recht bequem. Man kann den Sitz aber nicht mehr verstellen wie vorher (mehr dazu folgend in den Fotos).

•Die Toiletten sind recht schön und angenehm.

Mein absolut grösser Kritikpunkt ist aber: der Zug ist laut !

Klar; man kann einen Triebzug nicht mit einem konventionell angetriebenen vergleichen; das ist auch schon zwischen ICN und IC2000 nicht möglich. Es ist dennoch klar ein Komfortrückschritt. Übrigens ist nicht alles dem Antrieb geschuldet: die Belüftung / AC oder der Türmechanismus ist auch sehr laut! Der allgemeine Geräuchpegel ist klar über dem anderer Triebzüge wie dem RE Dosto, dem ICN oder auch über dem ICE 3 (ICE 4 bin ich nocht nicht gefahren).

Ich habe auf der Einfahrt nach Zürich HB im Limmattal zwischen Schlieren und Zürich HB gemessen, da lag ich bei 65 dB, im Tunnel gar bei 70. Und das in einem leeren Zug!
Zum Vergleich, ich habe an gleicher stelle bei der Retourfahrt im IC 1, also in einem IC 2000 Wagen bei vollbesetzter erster Klasse gemessen; 50 dB. Ein Unterschied von 15 dB ist schon merklich! Und das ganze bei rund 80-100 kmh (schätze ich mal) - ich will nicht wissen wie laut es dann auf der NBS bei 200 sein wird!

Hier das ganze noch in ein paar Fotos. Sorry, es hat nur Fotos aus der ersten Klasse, die war schön leer und somit Foto freundlich:

Typisches Beispiel für schlecht durchdachtes Design im Zug. Wieso dieser weisse Kasten der einfach in den Raum ragt? Das hätte man schöner machen können.
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Naja wenigstens kann man gut die Füsse drauf ablegen:
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Hier sieht man den voll ausgefahren Sitz im Vordergrund. Die Rückenlehne bewegt sich nicht, lediglich das Sitzteil rutsch etwas nach vorne. Recht nutzlos und wohl nur eine PR Aktion dass man sagen kann dass sich die Sitze auch weiterhin verstellen lassen.
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Die Platzverhältnisse sind grosszügig:
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Auch ein komisches Beispiel des Designs, hier ist der hintere Sitzplatz leicht versetzt, sieht nicht nur doof aus...
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...führt auch dazu dass der Klapptisch nicht direkt vor dem Reisenden ist, zum Laptop abstellen unbrauchbar.
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Auch hat es hier und da Qualitätsprobleme:
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So voilà mein Verdikt. Begeistert bin ich nicht, der Zug ist ein Komfort und Qualitätsrückschritt zur jetzigen SBB Bahn 2000 Flotte. Ich finds schade, der Zug wirkt billig und fühlt sich an wie ein schlechterer Stadler KISS mit Teppichboden.

Neuer SBB FV Dosto: mein Erfahrungsbericht mit Bilder

moonglum ⌂ @, Hagen, Montag, 12. März 2018, 19:52 (vor 190 Tagen) @ spraiynt

Oh je, das hatten schon Andere gesagt, wie schade. Danke für den Bericht.

--
Schöne Grüße,
bevorzugt aus den EC 6/7/8/9, ICE 102, 103, 200, 201
Web: www.bio12code-institut.eu
EC9 Umleitungshalt in Wuppertal 2014
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Neuer SBB FV Dosto: mein Erfahrungsbericht mit Bilder

Zauberpilz @, Montag, 12. März 2018, 20:27 (vor 190 Tagen) @ spraiynt

Leider wird der Eindruck gegenüber Bombardierprodukten Mal wieder bestätigt. Kein Hersteller liefert in so steter Konsequenz unterdurchschnittliches ab...

Die Welt ist gerecht: ICE4-Niveau auch in der Schweiz ;-)

musicus @, Montag, 12. März 2018, 21:11 (vor 190 Tagen) @ spraiynt

- kein Text -

Neuer SBB FV Dosto: mein Erfahrungsbericht mit Bilder

ICE1223-Limburg ⌂ @, Im ICE, denn ich fahre gerne Bahn, Montag, 12. März 2018, 21:13 (vor 190 Tagen) @ spraiynt

Danke für die Eindrücke.

Da bin ich ja froh, das ich heute mit ICN und IC2000 gefahren bin:))))

Da brauch mein erster Test ja nicht allzu schnell zu erfolgen.

--
"Aus einem Forum für Freunde der Eisenbahn ist in den letzten Jahren ein Eisenbahnhassforum geworden, stören tut es offensichtlich keinen - Leider wird man als Freund der Eisenbahn hier nur noch angegriffen..."

Und Admins..? - Was ist das?

Neuer SBB FV Dosto: mein Erfahrungsbericht mit Bilder

moonglum ⌂ @, Hagen, Montag, 12. März 2018, 21:23 (vor 190 Tagen) @ ICE1223-Limburg

Auch ich war sehr zufrieden im EC8, einer klassischen Garnitur

--
Schöne Grüße,
bevorzugt aus den EC 6/7/8/9, ICE 102, 103, 200, 201
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Deckt sich mit meinen Erfahrungen

Alphorn (CH), Montag, 12. März 2018, 21:31 (vor 190 Tagen) @ spraiynt

Ich habe ja vor kurzem meinen eigenen Bericht an ein älteres Thema gehängt. Ich hatte genau das gleiche Hauptproblem: Lärm. Ein zweites, kleineres kam dazu: Schaukeln mit relativ starker Seitenbeschleunigung.

Ich habe vor, die Seitenbeschleunigungen in verschiedenen Zügen zu messen, um meinen subjektiven Eindruck noch zu objektivieren. Vielleicht habe ich ja nur besonders darauf geachtet.

Der Twindexx hatte ein enges Gewichts-, Lichtraum- und Platzkorsett und sollte nie ein Luxuszug werden. Aber nun scheint er ein Rückschritt sogar im Vergleich zum existierenden RE-Rollmaterial (Stadler KISS) zu werden.

ICE3/ICE4

Southwest Chief, Dienstag, 13. März 2018, 10:40 (vor 190 Tagen) @ spraiynt


• Die Sitze sind okay, aber definitiv ein Rückschritt zum IC2000/ICN Sitz. Der Erstklasse Sitz ist schon relativ hart, das Kopfteil sieht optisch zwar doof aus, ist aber recht bequem. Man kann den Sitz aber nicht mehr verstellen wie vorher (mehr dazu folgend in den Fotos).

Keine Ahnung, warum das jetzt Trend ist.

Die Sitze (2. Klasse) im ICE 4 und im drastisch verschlechterten ICE 3 (nach Umbau) sind eine Frechheit.

Hart, die Rückenlehne ist nicht verstellbar, und das Kopfteil drückt den Kopf nach vorne, so dass der Nacken weh tut.

Im offiziellen Bahn-Forum gibt es einen Spinner, der auf jede Kritik antwortet, dass die neuen Sitze ergonomisch besser seien. Ich hoffe, es ist ein Bot und kein Mensch. So blöd sollte niemand sein.

Man sollte die Bahn-Manager ZWINGEN, in diesen Sitzen von Hamburg bis München über Köln und Frankfurt zu fahren. Vielleicht merken die dann etwas. In der 7er BMW-Limousine mit Chauffeur kriegen die das nicht mit.

+1

musicus @, Dienstag, 13. März 2018, 10:42 (vor 190 Tagen) @ Southwest Chief

- kein Text -

ICE3/ICE4

LimburgSüd @, Hessen, Dienstag, 13. März 2018, 13:42 (vor 190 Tagen) @ Southwest Chief

Also ich finde die Sitze des ICE4 und erneuerten ICE3 bequem und besser als die alten ICE3-Sitze.

ICE3/ICE4

Zugschlus ⌂ @, RSIG, Mittwoch, 14. März 2018, 07:52 (vor 189 Tagen) @ LimburgSüd

Also ich finde die Sitze des ICE4 und erneuerten ICE3 bequem und besser als die alten ICE3-Sitze.

Darf ich fragen wie groß Du bist?

Grüße
Marc, 193 cm, die neuen Sitze als Folter empfindend

185

LimburgSüd @, Hessen, Mittwoch, 14. März 2018, 09:24 (vor 189 Tagen) @ Zugschlus

- kein Text -

Neuer SBB FV Dosto: mein Erfahrungsbericht mit Bilder

Twindexx @, St. Gallen (CH), Dienstag, 13. März 2018, 13:23 (vor 190 Tagen) @ spraiynt

Hoi,

Der Teppichboden ist dünner, alles wirkt schlechter verarbeitet.

In der Maquette hatte man zu Anfang in der zweiten Klasse gar keinen Teppich. Man hat das dann geändert, aber es war klar, dass der Teppich möglichst leicht sein sollte. Die Anforderungen zur Einhaltung der Achslasten für den Verkehr mit Reihe W waren sehr schweierig. Rausgekommen ist der pro Sitzplatz mit Abstand leichteste Fernverkehrszug in Europa.

Typisches Beispiel für schlecht durchdachtes Design im Zug. Wieso dieser weisse Kasten der einfach in den Raum ragt? Das hätte man schöner machen können.

Bevor du den Konstrukteuren vorwirfst, sich keine Gedanken darum gemacht zu haben, mach doch bitte mal einen Vorschlag, wo das Ding denn sonst hätte Platz finden sollen? OHne Grund ist das Teil nicht dort. Es mag ja deine persönliche Meinung sein, den Zug nicht zu mögen, aber sowas wirkt schon arg, als hättest du nur gezielt nach Dingen gesucht, welche dir nicht passen.

Hier sieht man den voll ausgefahren Sitz im Vordergrund. Die Rückenlehne bewegt sich nicht, lediglich das Sitzteil rutsch etwas nach vorne. Recht nutzlos und wohl nur eine PR Aktion dass man sagen kann dass sich die Sitze auch weiterhin verstellen lassen.

Ich verstehe wirklich nicht, wieso du solchen, sorry, Blödsinn behauptest, wenn das, was du da geschrieben hast, schon auf deinen eigenen Bildern widerlegt wird. Man sieht eindeutig, dass auch die Rückenlehne mitgeht. Die Sitzverstellung ist hier absolut mit derer im IC2000 vergleichbar.

Auch ein komisches Beispiel des Designs, hier ist der hintere Sitzplatz leicht versetzt, sieht nicht nur doof aus...

Und was soll das mit dem Design zu tun haben?

Dort unten drunter ist der erhöhte Türausschnitt wegen der deutschen Hochperrons, damit man sich in Deutschland beim Einsteigen nicht den Kopf anhaut. Deswegen konnte der Sitz nicht direkt an der Fahrzeugwand platziert werden, sondern etwas versetzt. Das hat mit Design also nicht das geringste zu tun, sondern hängt mit technischen Anforderungen zusammen.

Die einzige Alternative wäre gewesen, den Sitz ganz wegzulassen. Aber erstens ist im Zweifel ein solcher Sitz immernoch besser als zu stehen und zweitens, schau mal was Alphorn geschrieben hatte: http://www.ice-treff.de/index.php?id=512220
Zitat: «Erste Klasse lässt ziemlich viel Platz ungenutzt»
Der eine meint dies und du meinst, der Platz wurde zu effizient genutzt. Ja was denn nun? Das ist genau so ein Paradebeispiel von völlig gegensätzlichen Anforderungen, die einfach nicht zusammen passen.

Auch hat es hier und da Qualitätsprobleme:

Das geht natürlich gar nicht und muss zwingend reklamiert werden. Allerdings bewegt man sich da auch nicht auf schlechterem Niveau als bei den ersten Kiss. Damals hatten die SBB den Start der gelenkten Einsätze nach der Zulassung um ganze sieben Monate verzögert, weil man Qualitätsprobleme reklamiert hatte. Hier beim Twindexx fährt man nun bereits drei Monate nach Zulassung im gelenkten Einsatz. Wenn dann die Rückmeldungen aus dem gelenkten Einsatz ausgewertet wurden und man definiert hat, ob und wo man noch was anzupassen hat, wird der Zug dann wieder eingeschickt.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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spraiynt, Bern, Dienstag, 13. März 2018, 14:29 (vor 190 Tagen) @ Twindexx

Was führst du dich denn auf als sei man dir persönlich gegen den Karren gefahren? Hast du Bombardier Aktien?

Die meisten Punkte die ich aufgeführt habe sind objektiv richtig, und ja, auch die nicht vorhandene Neigung der Sitze in der Ersten Klasse. Einige sind sicher subjektiv, das stimmt.

Wenn es technische Hürden hat um die man nicht herumkommt, dann könnte man doch diese, in die Innenraumgestaltung schlau versuchen zu integrieren. Dass der Kasten einen Grund hat ist mir schon klar. Aber ich baue doch nicht einfach einen weissen Kasten in den Raum oder versetzte Sitze und stelle mich daneben, zucke mit den Schultern und sage mir "tja ging halt nicht anders…".
Allein für den weissen Kasten käme mir eine ganze Reihe an Produktideen: Eine Garderobe (wie im ICE 1 pre-Mod), eine Eck-Couch, ein Zeitungständer für das Via Magazin, ein Laptop Arbeitsplatz à la ICN-Abteil, etc… Aber klar dazu braucht es den Willen und auch einen Kunden der diese Bezahlt.

Argumente wie "der pro Sitzplatz mit Abstand leichteste Fernverkehrszug in Europa", Mensch da sage ich Glückwunsch! Und was genau habe ich da als Kunde davon? Ist mir ehrlich gesagt auch egal wer den Bock geschossen hat; die SBB als Kunde, Frau Pilloud, Bombardier, Milani Design; ich sehe als Kunde nur das Resultat und das ist nunmal leider im Vergleich zur jetzigen Fernverkehrs Flotte schlechter.

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Twindexx @, St. Gallen (CH), Dienstag, 13. März 2018, 14:57 (vor 190 Tagen) @ spraiynt

Hoi,

Allein für den weissen Kasten käme mir eine ganze Reihe an Produktideen: Eine Garderobe (wie im ICE 1 pre-Mod), eine Eck-Couch, ein Zeitungständer für das Via Magazin, ein Laptop Arbeitsplatz à la ICN-Abteil, etc… Aber klar dazu braucht es den Willen und auch einen Kunden der diese Bezahlt.

Also alles nur Vorschläge zur Platzverschwendung. Das ist genau das Gegenteil dessen, was gewollt war. Der Alphorn findet bereits den jetzigen Zustand platzverschwenderisch und du willst noch mehr Platz verschwenden. Zwei Leute, zwei völlig gegensätzliche und damit unvereinbare Meinungen. Insofern eigentlich schön, dass ihr beide unzufrieden seid. Ein Kompromiss ist bekanntlich etwas, wo niemand zufrieden ist. ;-)


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Alphorn (CH), Dienstag, 13. März 2018, 16:16 (vor 190 Tagen) @ Twindexx
bearbeitet von Alphorn (CH), Dienstag, 13. März 2018, 16:17

Also alles nur Vorschläge zur Platzverschwendung. Das ist genau das Gegenteil dessen, was gewollt war. Der Alphorn findet bereits den jetzigen Zustand platzverschwenderisch und du willst noch mehr Platz verschwenden. Zwei Leute, zwei völlig gegensätzliche und damit unvereinbare Meinungen. Insofern eigentlich schön, dass ihr beide unzufrieden seid. Ein Kompromiss ist bekanntlich etwas, wo niemand zufrieden ist. ;-)

Ich scheine mich unklar ausgedrückt zu haben. Ich bin der gleichen Meinung wie sprayint: In der ersten Klasse hat es viel Platz, der für nichts genutzt wird. Obige Vorschläge wären also nicht Platzverschwendung, nicht Platznutzung.

Der Giruno hat das gleiche Problem besser gelöst, man vergleiche (links Twindexx, rechts Giruno)

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Twindexx @, St. Gallen (CH), Dienstag, 13. März 2018, 17:40 (vor 190 Tagen) @ Alphorn (CH)
bearbeitet von Twindexx, Dienstag, 13. März 2018, 17:41

Hoi,

Ich scheine mich unklar ausgedrückt zu haben. Ich bin der gleichen Meinung wie sprayint: In der ersten Klasse hat es viel Platz, der für nichts genutzt wird. Obige Vorschläge wären also nicht Platzverschwendung, nicht Platznutzung.

Der Giruno hat das gleiche Problem besser gelöst, man vergleiche (links Twindexx, rechts Giruno)

Ok, danke für die Präzisierung. Für sowas empfehle ich wärmstens die Rückmeldung: https://company.sbb.ch/de/medien/dossier-medienschaffende/faktenblatt-fv-dosto.html (rechts die rot hinterlegte Fläche 'Feedback geben ->').

Beim Giruno sah man sich hier gezwungen, die dortige Komforteinschränkung auszugleichen. Der Giruno hat in der ersten Klasse als internationaler Fernverkehrszug einen Vis-à-vis-Sitzteiler von 2'040 mm und in der zweiten Klasse 1'850 mm. Bei den Wagenübergängen ist der Sitzteiler in der ersten Klasse auf 1'860 mm geschrumpft. Deswegen hat man dann zum Ausgleich diese Tische dort hingesetzt und die Sitze gegeneinander leicht versetzt.
Der VAE2020 der SOB ist da gleich aufgebaut an den Wagenübergängen in der ersten Klasse. Dort sieht man die Verwandtschaft zwischen dem Giruno und der neuen Flirt-Generation.

Der FV-Dosto hat als nationaler Fernverkehrszug in der ersten Klasse einen Vis-à-vis-Sitzteiler von 2'000 mm und in der zweiten Klasse 1'800 mm. Der FV-Dosto hält in der ersten Klasse auch beim Wagenübergang die 2'000 mm ein.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Alphorn (CH), Dienstag, 13. März 2018, 17:56 (vor 190 Tagen) @ Twindexx

Beim Giruno sah man sich hier gezwungen, die dortige Komforteinschränkung auszugleichen.

Ich bezog mich nicht primär auf den seitlichen Versatz, sondern auf das kleine Tischchen mit Flaschenhalter und Steckdosen, welches es zudem ermöglicht, eine Laptoptasche stabil neben den Sitz zu stellen. Der weisse Absatz beim Twindexx ist dagegen nahezu nutzlos. Aber vielleicht lags ja gewichtsmässig nicht drin.

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Twindexx @, St. Gallen (CH), Dienstag, 13. März 2018, 18:12 (vor 189 Tagen) @ Alphorn (CH)

Hoi,

Aber vielleicht lags ja gewichtsmässig nicht drin.

In der ersten Klasse liegt das auf jeden Fall gewichtsmässig drin. Die Erstklasswagen sind jeweils zwei bis vier Tonnen leichter als die Zweitklasswagen. Deswegen: Feedback geben!
Ich hatte eben gemeint, spraiynt kritisiert den Kasten an sich. Der Kasten ist aber einfach da, den kann man nicht wegbekommen. Eine sinnvolle Nutzung ohne Sitzplätze zu opfern finde ich absolut zu begrüssen.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Gewicht?

Alphorn (CH), Dienstag, 13. März 2018, 16:21 (vor 190 Tagen) @ Twindexx

In der Maquette hatte man zu Anfang in der zweiten Klasse gar keinen Teppich. Man hat das dann geändert, aber es war klar, dass der Teppich möglichst leicht sein sollte. Die Anforderungen zur Einhaltung der Achslasten für den Verkehr mit Reihe W waren sehr schweierig. Rausgekommen ist der pro Sitzplatz mit Abstand leichteste Fernverkehrszug in Europa.

Wie schwer ist er denn?

Gewicht?

Twindexx @, St. Gallen (CH), Dienstag, 13. März 2018, 17:24 (vor 190 Tagen) @ Alphorn (CH)
bearbeitet von Twindexx, Dienstag, 13. März 2018, 17:25

Hoi,

Wie schwer ist er denn?


Typ    Dienstmasse  Sitzplätze  Gewicht/Sitzplatz
-------------------------------------------------
IC200        519 t        577*            0,899 t
IR200        523 t        682             0.767 t
IR100        266 t        330             0.806 t
Giruno       388 t        405*            0.958 t
-------------------------------------------------
*ohne Restaurant

Das ist von mir natürlich alles unter der Bedingung der Einhaltung aktueller Normen gemeint gewesen.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Gewicht?

Alphorn (CH), Dienstag, 13. März 2018, 17:51 (vor 190 Tagen) @ Twindexx


Typ    Dienstmasse  Sitzplätze  Gewicht/Sitzplatz
-------------------------------------------------
IC200        519 t        577*            0,899 t
IR200        523 t        682             0.767 t
IR100        266 t        330             0.806 t
Giruno       388 t        405*            0.958 t
-------------------------------------------------
*ohne Restaurant

Das ist von mir natürlich alles unter der Bedingung der Einhaltung aktueller Normen gemeint gewesen.

Warum verwirfst Du den TGV 2N2? Der hat je nach Ausstattung 510 bis 556 Plätze, was bei 399 Tonnen einem Sitzplatzgewicht von 0.782 bzw. 0.718 t entspricht. Okay, der kleine Behindertenlift ist im Inneren ist glaube ich nicht autonom bedienbar, das liesse sich aber wohl relativ leicht ändern.

Alle anderen Züge liegen tatsächlich deutlich darüber, ausser in Japan, wo die HGV-Züge erstaunlich leicht sind (die doppelstöckige Baureihe E4 wiegt nur trotz deutlich grösserer Breite nur 428 (!) Tonnen, macht 0.524 t pro Sitzplatz bei Fünferbestuhlung).

Gewicht?

Twindexx @, St. Gallen (CH), Dienstag, 13. März 2018, 18:06 (vor 189 Tagen) @ Alphorn (CH)

Hoi,

Warum verwirfst Du den TGV 2N2? Der hat je nach Ausstattung 510 bis 556 Plätze, was bei 399 Tonnen einem Sitzplatzgewicht von 0.782 bzw. 0.718 t entspricht. Okay, der kleine Behindertenlift ist im Inneren ist glaube ich nicht autonom bedienbar, das liesse sich aber wohl relativ leicht ändern.

Dann hat die SER da wohl einen Fehler gemacht. Die haben das Leergewicht des IR200 mit 462 t mit einem 390 t schweren TGV 2N2 mit 526 Sitzplätzen verglichen. Ich habe die 390 t-Angabe der SER nicht nachgeprüft, in der Annahme, man hätte beidesmal das Leergewicht genommen. Das hätte ich vielleicht vorher mal nachprüfen sollen, sorry.

Alle anderen Züge liegen tatsächlich deutlich darüber, ausser in Japan, wo die HGV-Züge erstaunlich leicht sind (die doppelstöckige Baureihe E4 wiegt nur trotz deutlich grösserer Breite nur 428 (!) Tonnen, macht 0.524 t pro Sitzplatz bei Fünferbestuhlung).

Japan hat den unglaublichen Vorteil der 25 kV und teilweise auch 60 Hz. Da wird die Traktionstechnik schön leicht. Und wenn man nur artrein ohne Mischverkehr fährt, kann man erheblich Gewicht beim Crashschutz sparen. Das macht pro Zug auch einige Tonnen aus.


Grüsse aus der Ostschweiz.

--
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Bessere Alternative ...

Blaschke, Osnabrück, Dienstag, 13. März 2018, 22:33 (vor 189 Tagen) @ Twindexx

Tach.

Auch ein komisches Beispiel des Designs, hier ist der hintere Sitzplatz leicht versetzt, sieht nicht nur doof aus...

Dort unten drunter ist der erhöhte Türausschnitt wegen der deutschen Hochperrons, damit man sich in Deutschland beim Einsteigen nicht den Kopf anhaut. Deswegen konnte der Sitz nicht direkt an der Fahrzeugwand platziert werden, sondern etwas versetzt. (...) Die einzige Alternative wäre gewesen, den Sitz ganz wegzulassen.

Die schönere Alternative wäre es gewesen, den Einsatz des Gefährts einfach auf's eigene Land zu beschränken.


Schöne Grüße von

jörg

--
Wer die Dummköpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen! (Jean Paul Sartre)

Bessere Alternative ...

Aphex Twin, Mittwoch, 14. März 2018, 00:04 (vor 189 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von Aphex Twin, Mittwoch, 14. März 2018, 00:05

Dort unten drunter ist der erhöhte Türausschnitt wegen der deutschen Hochperrons, damit man sich in Deutschland beim Einsteigen nicht den Kopf anhaut. Deswegen konnte der Sitz nicht direkt an der Fahrzeugwand platziert werden, sondern etwas versetzt. (...) Die einzige Alternative wäre gewesen, den Sitz ganz wegzulassen.


Die schönere Alternative wäre es gewesen, den Einsatz des Gefährts einfach auf's eigene Land zu beschränken.

Und den grenzüberschreitenden Verkehr am besten gleich komplett einstellen. Dann muss kein Zug an zwei unterschiedlich hohen Bahnsteigen halten und die Deutschen müssen nicht eine vis-a-vis Sitzanordnunung erdulden (und die Schweizer keine Reihenbestuhlung). ;)

Bessere Alternative ...

caboruivo, CH, Mittwoch, 14. März 2018, 12:43 (vor 189 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von caboruivo, Mittwoch, 14. März 2018, 12:44

Salü

Die schönere Alternative wäre es gewesen, den Einsatz des Gefährts einfach auf's eigene Land zu beschränken.

In der Tat hätte das wohl einige Diskussionen weniger gegeben, vor allem im Hinblick auf das Behindertengleichstellungsgesetz und die juristischen Verfahren beim Bundesverwaltungsgericht, in den Medien und hier schon ausgiebig diskutiert.
Allerdings ist bei der SBB künftig die Ausrichtung des Fernverkehrsmaterials so gegeben, dass es möglichst flexibel einsetzbar ist, d.h. auch im grenznahen Ausland. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass Twindexx und Giruno irgendwann durch ein einziges Fahrzeug ersetzt werden, das einerseits doppelstöckig ist, andererseits auch nach Deutschland, Österreich oder Italien verkehren wird. Beim Giruno setzte man wegen dem aktuellen Profil, vor allem zwischen Chiasso und Milano, noch auf einstöckige Fahrzeuge.
Deswegen war die Interoperabilität beim FV Dosto im Pflichtenheft, die nun ausgeführt werden muss, mit all den positiven oder negativen Kompromissen. Allen kann man es ohnehin nicht recht machen.

Ich weiss, mein lieber Blaschi, du bist kein Fan grenzüberschreitenden Verkehrs, aber meiner Meinung nach müssen die Bahnen daran festhalten, ansonsten würden sie gegenüber dem Flugverkehr an Boden verlieren. Dann würde sich keiner mehr überlegen, für eine Fahrt von Berlin nach Zürich, oder meinetwegen auch von München nach Mailand, ob er den Zug oder das Flugzeug nehmen wird. Interessanterweise ist aber beim Flugverkehr das Umsteigen offenbar weniger ein Problem als beim Bahnverkehr, auch wenn die längeren Wege zurückgelegt werden müssen, allerdings ohne Gepäck.
SBB, ÖBB und DB haben immerhin noch Interesse an grenzüberschreitenden Verkehren, die Trenitalia überlässt es in den meisten Fällen den anderen Bahnen, so dass SNCF und DB-ÖBB in Eigenregie über die Grenze fahren, nur mit den SBB arbeitet man noch zusammen, allerdings sind auch dort die Durchbindungen über Mailand hinaus auf zwei Zugspaare nach Venedig beschränkt.

Gruss

--
Nur falsche Prinzen reiten auf dem Schimmel, richtige in der Lokomotive

Bessere Alternative ...

Frecciarossa, Mittwoch, 14. März 2018, 13:40 (vor 189 Tagen) @ caboruivo

SBB, ÖBB und DB haben immerhin noch Interesse an grenzüberschreitenden Verkehren, die Trenitalia überlässt es in den meisten Fällen den anderen Bahnen, so dass SNCF und DB-ÖBB in Eigenregie über die Grenze fahren, nur mit den SBB arbeitet man noch zusammen, allerdings sind auch dort die Durchbindungen über Mailand hinaus auf zwei Zugspaare nach Venedig beschränkt.

Das kann ich nicht so stehen lassen. Trenitalia betreibt die Thello-Züge nach Frankreich in eigener Regie ohne Beteiligung der SNCF. Weiterhin war es eine Entscheidung von DB und ÖBB, den Brennerverkehr ohne Trenitalia weiterzuführen. Trenitalia hatte zuerst sogar erwogen, eigene Züge in Konkurrenz anzubieten. Und der Nachtverkehr Schweiz-Italien ist, wenn ich mich richtig erinnere, an der SBB gescheitert und nicht an Trenitalia.

Bessere Alternative ...

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Mittwoch, 14. März 2018, 13:57 (vor 189 Tagen) @ Frecciarossa

Bei den DB-ÖBB-ECs war man eben mit der Kooperation mit Trenitalia nicht zufrieden. Erst durch Führung in Eigenregie konnte man anscheinend für Verbesserungen sorgen...

Kann man hier nachlesen

--
Un poisson heureux? C'est moi, monsieur <^)))><.-''-,,-'

[image]

Brenner Verkehr

MF_5289 @, Mittwoch, 14. März 2018, 14:00 (vor 189 Tagen) @ Frecciarossa
bearbeitet von MF_5289, Mittwoch, 14. März 2018, 14:01

Weiterhin war es eine Entscheidung von DB und ÖBB, den Brennerverkehr ohne Trenitalia weiterzuführen.

War die Entscheidung nicht gefällt worden, nachdem Trenitalia sich wiederborstig in Sachen Brenner Verkehr angestellt hat?

Zur Erinnerung:

http://www.brennerbasisdemokratie.eu/?p=3172&cpage=1

http://www.ice-treff.de/index.php?mode=thread&id=105427#p105657

Brenner Verkehr

Frecciarossa, Mittwoch, 14. März 2018, 14:05 (vor 189 Tagen) @ MF_5289

Weiterhin war es eine Entscheidung von DB und ÖBB, den Brennerverkehr ohne Trenitalia weiterzuführen.


War die Entscheidung nicht gefällt worden, nachdem Trenitalia sich wiederborstig in Sachen Brenner Verkehr angestellt hat?

Wie auch immer. Jedenfalls hat sich Trenitalia nicht freiwillig aus dem Verkehr verabschiedet, sondern ist von DB/ÖBB ausgeschlossen worden.

Trenitalia wurde ausgeschlossen?

MF_5289 @, Mittwoch, 14. März 2018, 14:07 (vor 189 Tagen) @ Frecciarossa
bearbeitet von MF_5289, Mittwoch, 14. März 2018, 14:08

Weiterhin war es eine Entscheidung von DB und ÖBB, den Brennerverkehr ohne Trenitalia weiterzuführen.


War die Entscheidung nicht gefällt worden, nachdem Trenitalia sich wiederborstig in Sachen Brenner Verkehr angestellt hat?


Wie auch immer. Jedenfalls hat sich Trenitalia nicht freiwillig aus dem Verkehr verabschiedet, sondern ist von DB/ÖBB ausgeschlossen worden.

Verdrehst du da nicht die Wahrheit? Wenn zwei von drei Partnern einig sind und der dritte auf Biegen und Brechen sich quer stellt und keine Kompromisse zu gesteht, dann wird er also von den anderen beiden böswillig ausgeschlossen.

Kann ja auch sein, dass zwei von drei Partnern keine Lust auf Machtspiele eines Einzelnen haben.

Bezichtigst du mich der Lüge?

Frecciarossa, Mittwoch, 14. März 2018, 14:17 (vor 189 Tagen) @ MF_5289

Das Motiv von DB/ÖBB mag ja gerechtfertigt gewesen sein, das ändert aber nichts an der Tatsache.

Trenitalia und die Nachbarbahnen

caboruivo, CH, Mittwoch, 14. März 2018, 22:07 (vor 188 Tagen) @ Frecciarossa
bearbeitet von caboruivo, Mittwoch, 14. März 2018, 22:10

Salü

Das kann ich nicht so stehen lassen. Trenitalia betreibt die Thello-Züge nach Frankreich in eigener Regie ohne Beteiligung der SNCF.

Das Artesia-Jointventure zwischen SNCF und Trenitalia wurde bekanntlich aufgekündigt, ich weiss aber nicht, ob bevor oder nachdem sich die SNCF an NTV beteiligt hatte. Thello wiederum hatte die Trenitalia lange gemeinsam mit Veolia/Transdev betrieben, dafür betreibt die SNCF die TGV ebenfalls in Eigenregie. Zusammenarbeit sieht da anders aus.

Weiterhin war es eine Entscheidung von DB und ÖBB, den Brennerverkehr ohne Trenitalia weiterzuführen. Trenitalia hatte zuerst sogar erwogen, eigene Züge in Konkurrenz anzubieten.

Trenitalia hat, ohne das Einverständnis von DB und ÖBB die Zugläufe geändert oder eingekürzt, weswegen die beiden sich dann als Konsequenz die FNM als Partner ins Boot geholt haben und die Züge bis Bologna führen wollten. Trenitalia, welche zuvor der Verbindung nicht grosse Bedeutung zugemessen hatte, wollte das Feld dann aber nicht kampflos überlassen. Daraufhin gab es für die sechs Eurocity-Trassen bei der RFI je zwei Anträge von DB/ÖBB/FNM bzw. Trenitalia. Zum Zug kamen dann beide, die Trassen jeweils im Abstand von fünf Minuten, jedoch DB/ÖBB/FNM nur bis Verona statt Bologna und Trenitalia durfte nur ab dem Brenner fahren.

Und der Nachtverkehr Schweiz-Italien ist, wenn ich mich richtig erinnere, an der SBB gescheitert und nicht an Trenitalia.

Dem ist so, 2009 stieg die SBB aus - aber eben, die SBB ist die einzige Nachbarbahn, mit der die Trenitalia grenzüberschreitend noch ein einigermassen stolzes Angebot hat, und das wollte ich damit sagen. Allerdings ist dies auch bei den Tageszügen im Vergleich zu noch vor zehn Jahren eher mau, als man noch direkt nach Livorno oder Trieste fahren konnte, noch früher gar Nizza und irgendwann sogar Rom. Die einst geplante Durchbindung eines Gotthard-EC nach Turin ist jedenfalls bislang nicht verwirklicht worden.
Ich weiss gar nicht, wie es mit den Railjet Wien-Venedig via Tarvisio aussieht, führen diese die ÖBB in Eigenregie oder in Zusammenarbeit mit Trenitalia?

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Nur falsche Prinzen reiten auf dem Schimmel, richtige in der Lokomotive

Trenitalia und die Nachbarbahnen

Frecciarossa, Donnerstag, 15. März 2018, 10:49 (vor 188 Tagen) @ caboruivo

Das kann ich nicht so stehen lassen. Trenitalia betreibt die Thello-Züge nach Frankreich in eigener Regie ohne Beteiligung der SNCF.

Das Artesia-Jointventure zwischen SNCF und Trenitalia wurde bekanntlich aufgekündigt, ich weiss aber nicht, ob bevor oder nachdem sich die SNCF an NTV beteiligt hatte. Thello wiederum hatte die Trenitalia lange gemeinsam mit Veolia/Transdev betrieben, dafür betreibt die SNCF die TGV ebenfalls in Eigenregie. Zusammenarbeit sieht da anders aus.

Und der Nachtverkehr Schweiz-Italien ist, wenn ich mich richtig erinnere, an der SBB gescheitert und nicht an Trenitalia.

Dem ist so, 2009 stieg die SBB aus - aber eben, die SBB ist die einzige Nachbarbahn, mit der die Trenitalia grenzüberschreitend noch ein einigermassen stolzes Angebot hat, und das wollte ich damit sagen.

Ich bin nicht der Meinung, dass das traditionelle Kooperationsmodell der Staatsbahnen unbedingt überlegen ist, Unternehmeszüge und Kooperationen mit „Privatbahnen“ haben sich durchaus bewährt.

Ich weiss gar nicht, wie es mit den Railjet Wien-Venedig via Tarvisio aussieht, führen diese die ÖBB in Eigenregie oder in Zusammenarbeit mit Trenitalia?

In Kooperation. Allerdings weiß ich nicht, ob vollständig gleichberechtigt nach traditionellem Kooperationsmodell.

Mit nem Giruno fährt keiner freiwillig Berlin-Zürich

Höllentalbahn @, Freiburg, Mittwoch, 14. März 2018, 14:59 (vor 189 Tagen) @ caboruivo

Wenn ich diese Diskussionen hier richtig deute darf ein ICE in Zukunft (2023) nicht mehr in die Schweiz, also sollte man entweder was komfortables für solche Relationen beschaffen oder man kann es gleich lassen.
Denn teurer, genauso unbequem und deutlich langsamer ich wüsste nicht wo die Bahn da noch punkten soll...

Womit sollen solche Distanzen überhaupt Spaß machen?

musicus @, Mittwoch, 14. März 2018, 15:13 (vor 189 Tagen) @ Höllentalbahn

- kein Text -

WLABmz?

JeDi ⌂ @, überall und nirgendwo, Mittwoch, 14. März 2018, 17:20 (vor 189 Tagen) @ musicus

- kein Text -

--
Weg mit dem 4744!

+1

ICE1223-Limburg ⌂ @, Im ICE, denn ich fahre gerne Bahn, Mittwoch, 14. März 2018, 15:22 (vor 189 Tagen) @ Höllentalbahn

Mit nem Giruno fährt keiner freiwillig Berlin-Zürich

Ganz ehrlich, mit dem Mist fahr ich nicht mal eine Sration...

Wenn die Grenzüberschreitenden Verbindungen irgendwann nur noch aus Giruno und TWINDEXX Murks bestehen, können wir Blaschis Idee doch wahr machen und alle Züge in die Schweiz kappen.

--
"Aus einem Forum für Freunde der Eisenbahn ist in den letzten Jahren ein Eisenbahnhassforum geworden, stören tut es offensichtlich keinen - Leider wird man als Freund der Eisenbahn hier nur noch angegriffen..."

Und Admins..? - Was ist das?

+ 2. Ich bekomm Schnappatmung ...

Blaschke, Osnabrück, Mittwoch, 14. März 2018, 15:56 (vor 189 Tagen) @ ICE1223-Limburg

Huhu.

Wenn die Grenzüberschreitenden Verbindungen irgendwann nur noch aus Giruno und TWINDEXX Murks bestehen, können wir Blaschis Idee doch wahr machen und alle Züge in die Schweiz kappen.

Ja ja ja ja ja. Ich krieg Schnappatmung. Sollte ich das noch erleben?


Schöne Grüße von

jörg

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Wer die Dummköpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen! (Jean Paul Sartre)

Mit nem Giruno fährt keiner freiwillig Berlin-Zürich

spraiynt, Bern, Mittwoch, 14. März 2018, 17:01 (vor 189 Tagen) @ Höllentalbahn

Berlin-Zürich fährt doch eh keiner!
Der Schlaue fährt bis Frankfurt, von mir aus auch dann mit dem Giruno, und dann mit dem Sprinter nach Berlin!

Mit nem Giruno fährt keiner freiwillig Berlin-Zürich

agw @, NRW, Donnerstag, 15. März 2018, 11:00 (vor 188 Tagen) @ spraiynt

Berlin-Zürich fährt doch eh keiner!
Der Schlaue fährt bis Frankfurt, von mir aus auch dann mit dem Giruno, und dann mit dem Sprinter nach Berlin!

Wo soll der Vorteil sein, wenn dann der Sprinter ein ICE4 oder ICE3-Redesign ist?
Da doch lieber den Giruno, der trotz allen Nörgelns der Dauernörgler hier, ein mit Liebe designter Zug mit hohem Komfort ist,. Ganz im Gegensatz zum ICE4 und ICE3-Redesign, wo augenscheinlich der Schülerpraktikant die Inneneinrichtung übernommen hat.

Genau!!!!!

ICE1223-Limburg ⌂ @, Im ICE, denn ich fahre gerne Bahn, Donnerstag, 15. März 2018, 11:09 (vor 188 Tagen) @ agw
bearbeitet von ICE1223-Limburg, Donnerstag, 15. März 2018, 11:10

Ach ja, die Ironie darf behalten werden

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"Aus einem Forum für Freunde der Eisenbahn ist in den letzten Jahren ein Eisenbahnhassforum geworden, stören tut es offensichtlich keinen - Leider wird man als Freund der Eisenbahn hier nur noch angegriffen..."

Und Admins..? - Was ist das?

Geschmackssache?

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Donnerstag, 15. März 2018, 11:23 (vor 188 Tagen) @ agw
bearbeitet von J-C, Donnerstag, 15. März 2018, 11:26

Ich persönlich mag das Design der ICEs, nur die etwas eckig geratenen Wände stören mich etwas. Ansonsten find ich's ok. Gefällt mir jedenfalls alles besser als das Innendesign vom ÖBB-Railjet... als jemand, der jenen Zug öfters nutzt, muss ich aber sagen, dass beim häufigeren Pendeln eher Dinge wie Laufruhe und Sitzkomfort zählen und das Design eher eine untergeordnete Rolle spielt.

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Un poisson heureux? C'est moi, monsieur <^)))><.-''-,,-'

[image]

Geschmackssache?

agw @, NRW, Donnerstag, 15. März 2018, 11:37 (vor 188 Tagen) @ J-C

Ich persönlich mag das Design der ICEs, nur die etwas eckig geratenen Wände stören mich etwas. Ansonsten find ich's ok.

Ich meinte weniger das ästhetische und mehr das praktische. Ich meine die 1.Klasse-Fensterplätze ohne Fenster auf der einen Seite, die Gepäckracks mit Panoramafenster auf der anderen Seite. Der extrem geringe Sitzabstand in der 1.Klasse hier und direkt dahinter viel ungenutzer Platz zwischen Wand und Sitz.

Das ist halt ein gewolltes Feature des ICE4. Man kauft eine leere Röhre und kann dann nach belieben "Sitze" und Gepäckracks einbauen und nächstes Jahr auch wieder umbauen. Das hat man ja auch schon gemacht. Zunächst waren ja noch mehr Sitzreihen drin. Deswegen gibt es nichts im Zug, was einen Sitzplatz an einer bestimmten Stelle hält. Keine Leseleuchten oder Reservierungsanzeigen über Kopf, keine Fenster, die zu irgendeiner Bestuhlung passend wären.

Beim Giruno ist das hingegen völlig anders. Das ist ein Komplettdesign. Dort passt alles. Ja, weniger Flexibilität, die man aber auch nicht braucht.

Mit nem Giruno fährt keiner freiwillig Berlin-Zürich

spraiynt, Bern, Freitag, 16. März 2018, 08:04 (vor 187 Tagen) @ agw

ein mit Liebe designter Zug mit hohem Komfort ist,. Ganz im Gegensatz zum ICE4 und ICE3-Redesign, wo augenscheinlich der Schülerpraktikant die Inneneinrichtung übernommen hat.

Endlich mal einer der mich versteht! Klar, ich bin mit dem Giruno noch nicht gefahren und wenn sich dieser am Schluss ebenso als lauter, wackeliger und unbequemer Joghurtbecher à la Twindexx herausstellt, nützt mir auch das beste Design nix. Doch was man auf den Bildern sieht, sieht zumindest hochwertig, wohnlich und nach gutem Design aus!

Ganz wie es auch mal bei der Bahn der Fall war: der ICE1 mit seinen Pastellfahren und Mustern, klar heute nicht mehr Zeitgemäss, aber man sieht; da ist viel Liebe zum Detail mit eingeflossen. Gleiches gilt für den ICE3 pre-Refit.

Es muss ja auch nicht immer der Grosse Wurf sein. Schönes Beispiel übrigends auch bei der RhB von Nose wie man auch im Kleinen mit kluger Auswahl an Farben, Materialien und Oberflächen viel Bewirken kann: http://www.nose.ch/oldnose/kunden/RhB/projekt?refId=113

Ausländische Züge=Ausnahmen

caboruivo, CH, Mittwoch, 14. März 2018, 17:51 (vor 189 Tagen) @ Höllentalbahn

Hallo zusammen

Ausländische Züge sind von den BehiG-Anforderungen ausgenommen, wenn sonst ein Stundentakt mit BehiG-Rollmaterial gefahren werden kann, was der Fall ist. Somit dürfen auch nach 2023 ICE, TGV und Co. in die Schweiz, keine Angst.

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Nur falsche Prinzen reiten auf dem Schimmel, richtige in der Lokomotive

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