?FGR: Erstattung bei Nichtantritt Hin+ und Rückfahrt (Fahrkarten, Angebote und Tarife)

FD Alpenland @, Montag, 12. Februar 2018, 17:52 (vor 186 Tagen)
bearbeitet von FD Alpenland, Montag, 12. Februar 2018, 17:56

Hallo zusammen,
mich würde Eure Einschätzung zu folgender Handhabung durch das SC-FGR interessieren:
Gebucht war ein Online-Ticket für 3 Erw. und 2 Kinder, auf dem sowohl Hin- als auch Rückfahrt waren. Außerdem eine getrennt gebuchte Reservierung.
Fahrt am 16.9.2017 von Schwabmünchen über Augsburg nach Berlin (an 12:30 Uhr) und zurück am gleichen Tag ab Berlin 17:34 [ICE 695] Fulda [ICE 885] Ingolstadt [BRB 86701] Augsburg [RB 57610] nach Schwabmünchen (an 0:40):

Nun wurde nach der Buchung der Fahrplan des ICE 885 so verändert, dass wir den Anschluss in Ingolstadt verpasst hätten und auch nicht über München nach Schwabmünchen gekommen wären. Angesichts dessen, dass es ein Tagesausflug werden sollte und der Aufenthalt in Berlin ohnehin schon nicht allzu lang war, kam eine frühere Abfahrt in Berlin für uns nicht in Frage. Hotel und (Großraum-) Taxi ab Ingolstadt oder München war (Oktoberfestzeit!) für uns 5 Leute auch weder gewollt noch realistisch.
Wir haben uns daher entschlossen, die Reise nicht anzutreten.

Habe das Ticket beim SC FGR eingereicht. Dieses hat mir nun (ich habe das vor ungefähr 4 Monaten eingereicht...) allerdings nur die Rückfahrt erstattet. Die Reservierung gar nicht.

Ist das so korrekt?

Nun ist es ja so, dass eine Hinfahrt wenig Sinn ergibt ohne Rückfahrt.
Kann es sinnvoll sein, sich an den Kundendialog zu wenden?
Die Schlichtungsstelle? Oder das EBA?
Und wieso habe ich meine Reservierung nicht erstattet bekommen?

Kann es wirklich sein, dass in so einem Fall nur die kostenpflichtige Stornierung zu 19 € möglich gewesen wäre, da die Hinfahrt stets separat betrachtet wird, obwohl das auf einer Fahrkarte war?

Wie gesagt, ich wäre um Eure Einschätzung und Tips dankbar.
FD Alpenland

Erstattung bei Nichtantritt Hin+ und Rückfahrt

musicus @, Montag, 12. Februar 2018, 19:30 (vor 186 Tagen) @ FD Alpenland
bearbeitet von musicus, Montag, 12. Februar 2018, 19:30

Fahrt am 16.9.2017 von Schwabmünchen über Augsburg nach Berlin (an 12:30 Uhr) und zurück am gleichen Tag ab Berlin 17:34 [ICE 695] Fulda [ICE 885] Ingolstadt [BRB 86701] Augsburg [RB 57610] nach Schwabmünchen (an 0:40).
Nun wurde nach der Buchung der Fahrplan des ICE 885 so verändert, dass wir den Anschluss in Ingolstadt verpasst hätten und auch nicht über München nach Schwabmünchen gekommen wären.

Ich schließe aus diesen Ausführungen bzw. setze voraus, dass bei Abfahrt aus Berlin um 17:34 mit ICE 695 Schwabmünchen unmöglich vor 1:40 Uhr zu erreichen gewesen wäre.

Wir haben uns daher entschlossen, die Reise nicht anzutreten.
Habe das Ticket beim SC FGR eingereicht. Dieses hat mir nun (ich habe das vor ungefähr 4 Monaten eingereicht...) allerdings nur die Rückfahrt erstattet. Die Reservierung gar nicht.

Ist das so korrekt?

Nun ist es ja so, dass eine Hinfahrt wenig Sinn ergibt ohne Rückfahrt.

Mit genau dieser Argumentation würde ich nochmals ans SC FGR herantreten. Erfolg allerdings ungewiss, logische Schlüsse werden dort mitunter äußerst langsam oder auch mal gar nicht nachvollzogen.

Kann es sinnvoll sein, sich an den Kundendialog zu wenden?

Kaum. Mir gegenüber hat der Kundendialog erklärt (als es um die seit Monaten ausstehenden Erstattungen von "Xavier" ging), dass man zum SC FGR weder Kontakt, noch Einblicke geschweige denn gar Einfluss auf Erstattungsvorgänge hätte.

Die Schlichtungsstelle? Oder das EBA?

Bei denen ich mich frage, was die dann mit den Informationen tatsächlich machen... In einem weiteren Schritt denkbar zunächst würde ich beim SC FGR (wenigstens pro forma) reklamieren. Was so oder so geht - weil auch diese Fälle überhand nehmen - ist, den Verstoß gegen die gesetzliche Erstattungsfrist von einem Monat beim EBA anzuzeigen. Bringt dich deiner Resterstattung allerdings erstmal auch nicht näher.

Und wieso habe ich meine Reservierung nicht erstattet bekommen?

Weil das SC FGR immer wieder mal fehlerhaft arbeitet. Gehört dort zum Geschäft.

Kann es wirklich sein, dass in so einem Fall nur die kostenpflichtige Stornierung zu 19 € möglich gewesen wäre, da die Hinfahrt stets separat betrachtet wird, obwohl das auf einer Fahrkarte war?

Schwer zu sagen, kategorisch ausschließen will ich es nicht.

Erstattung bei Nichtantritt Hin+ und Rückfahrt

Giovanni @, Montag, 12. Februar 2018, 19:48 (vor 186 Tagen) @ musicus

Die Schlichtungsstelle? Oder das EBA?

Bei denen ich mich frage, was die dann mit den Informationen tatsächlich machen... In einem weiteren Schritt denkbar zunächst würde ich beim SC FGR (wenigstens pro forma) reklamieren. Was so oder so geht - weil auch diese Fälle überhand nehmen - ist, den Verstoß gegen die gesetzliche Erstattungsfrist von einem Monat beim EBA anzuzeigen. Bringt dich deiner Resterstattung allerdings erstmal auch nicht näher.

Ein wenig vielleicht: Da hier sämtliche Fristen deutlich überschritten wurden, ist vermutlich ein Verzugsschaden (40€ + x) anzunehmen. Bislang ist mir jedoch kein entsprechender Fall aus der Praxis bekannt.

--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

Zahlt die DB sowieso nicht. BGB wird als nichtig dargestellt

musicus @, Montag, 12. Februar 2018, 19:53 (vor 186 Tagen) @ Giovanni

Eher ist das SC Fahrgastrechte nichtig... (owt)

Giovanni @, Montag, 12. Februar 2018, 22:29 (vor 186 Tagen) @ musicus
bearbeitet von Giovanni, Montag, 12. Februar 2018, 22:29

- kein Text -

--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

Erstattung bei Nichtantritt Hin+ und Rückfahrt

Florian, Montag, 12. Februar 2018, 20:13 (vor 186 Tagen) @ musicus

Kann es sinnvoll sein, sich an den Kundendialog zu wenden?

Kaum. Mir gegenüber hat der Kundendialog erklärt (als es um die seit Monaten ausstehenden Erstattungen von "Xavier" ging), dass man zum SC FGR weder Kontakt, noch Einblicke geschweige denn gar Einfluss auf Erstattungsvorgänge hätte.

Zunächst würde ich erstmal direkt beim Servicecenter FGR widersprechen. Der Kundendialog fühlt sich bei solchen Sachen nicht zuständig.

Vor einer Beschwerde beim EBA würde ich eine Bewerde an Herrn Dr. Lutz (E-Mail-Adresse: Vorname.Nachname@deutschebahn.com) mit Hinweis auf Missachtung der in der VO 1371/2007 vorgesehenen Bearbeitungsfristen senden. Diese Vorgehenseise ist in der Regel erfolgreich.

Hier mal ein paar Textbausteine:

"Sehr geehrter Herr Dr. Lutz,

am [...] wollte ich eine Reise [...] nach [...] unternehmen. Für die geplante Reise hatte ich als Fahrschein eine Hin- und Rückfahrt. Weil bei [...] die Abfahrtszeit verändert wurde, habe ich die Reise nicht angetreten. Vom Servicecenter FGR habe ich bis heute, also seit mehr als einem Monat, keine Antwort erhalten. Auf meine E-Mail vom [...] (Ihr Zeichen [...]) habe ich ebenfalls keine Antwort vom Kundendialog erhalten.

Ich fordere Sie auf, mir die Kosten in Höhe von [...] € nebst Zinsen in Höhe von 5 %-Punkten über dem jeweiligen Basiszinssatz seit dem [Datum einen Monat nach Eingang des Antrags bei der DB] auf das im Fahrgastrechte-Formular angegebene Bankkonto zu überweisen. Sollte der von mir geforderte Betrag nicht bis zum [...] auf meinem Bankkonto eingehen, werde ich einen gerichtlichen Mahnbescheid beantragen und mich beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA) wegen deutlicher Überschreitung der Frist von einem Monat bzw. drei Monaten zur Beantwortung meines Anliegens gemäß Art. 27 Abs. (2) der VO 1371/2007 beschweren.

Mit freundlichen Grüßen"

Bei meinem Fall hat dann nach zwei Wochen der zentrale Kundendialog geantwortet und das SC FGR am selben Tag den Betrag (ohne Zinsen) erstattet. Nach einer weiteren Woche kam dann die verspätete Antwort vom "normalen" Kundendialog:

"...Natürlich haben wir für Ihren Wunsch nach einer zügigen Bearbeitung Ihres Vorganges vollstes Verständnis. Der Kundendialog ist keine vorgesetzte Stelle und kann anderen Bereichen innerhalb der Bahn keine Weisungen erteilen oder auf deren Bearbeitungszeiten Einfluss nehmen. Bitte wenden Sie sich eigenständig an das zuständige Servicecenter Fahrgastrechte. Wir empfehlen Ihnen den telefonischen Kontakt unter der Rufnummer 01806 20 21 78. Eine Weiterleitung Ihrer E- Mail durch uns würde den Vorgang erheblich weiter verzögern...."

Fazit: einfach an den Vorstandsvorsitzenden schreiben. Er kann sich da nicht so rausreden wie der "normale" Kundendialog, dass er nichts zu sagen hätte und keine Weisungen erteilen dürfe.

Erstattung bei Nichtantritt Hin+ und Rückfahrt

musicus @, Montag, 12. Februar 2018, 21:08 (vor 186 Tagen) @ Florian
bearbeitet von musicus, Montag, 12. Februar 2018, 21:10

Zunächst würde ich erstmal direkt beim Servicecenter FGR widersprechen. Der Kundendialog fühlt sich bei solchen Sachen nicht zuständig.

Nun, dem Kundendialog habe ich auch erst geschrieben, nachdem zwei Widersprüche ans SC FGR in derselben Angelegenheit fruchtlos geblieben waren.

Vor einer Beschwerde beim EBA würde ich eine Bewerde an Herrn Dr. Lutz (E-Mail-Adresse: Vorname.Nachname@deutschebahn.com) mit Hinweis auf Missachtung der in der VO 1371/2007 vorgesehenen Bearbeitungsfristen senden.

Zu spät. Die Standardworkflows hatten ihre Chancen, detaillierte Fehlerbeschreibungen meinerseits und mehr als ausreichend Zeit. Abgesehen davon, gehe ich nicht davon aus, dass ein CEO alle Kundenbeschwerden liest - auch für sowas gibt's in allen größeren Unternehmen entsprechende Strukturen.

Bei meinem Fall hat dann nach zwei Wochen der zentrale Kundendialog geantwortet und das SC FGR am selben Tag den Betrag (ohne Zinsen) erstattet.

Gratuliere. Die Zweiwochenfrist scheint in der Tat die Expressvariante bei SC FGR, Kundendialog oder comfort-Service zu sein, schneller geht's eigentlich nie.

"...Bitte wenden Sie sich eigenständig an das zuständige Servicecenter Fahrgastrechte. Wir empfehlen Ihnen den telefonischen Kontakt unter der Rufnummer 01806 20 21 78. Eine Weiterleitung Ihrer E- Mail durch uns würde den Vorgang erheblich weiter verzögern...."

Die Verweigerung einer Weiterleitung und der gleichzeitige Verweis auf eine kostenpflichtige Sonderrufnummer ist ja ne Lachplatte par excellence... Aber wen wundert's...? Ich bleibe bei meinen Einschreiben, da hab' ich wenigstens was Schriftliches in der Hand, an Telefongespräche kann man sich dann meist doch nicht mehr soo genau erinnern.

Fazit: einfach an den Vorstandsvorsitzenden schreiben. Er kann sich da nicht so rausreden wie der "normale" Kundendialog, dass er nichts zu sagen hätte und keine Weisungen erteilen dürfe.

So oder so: Die DB sitzt zumindest insofern an einem recht langen Hebel, als das Prozessrisiko wegen Bagatellbeträgen überschaubar sein dürfte - und mit den paar Verrückten, die's wirklich drauf anlegen, vergleicht man sich eben - zur Not auch "ohne Anerkennung einer Rechtspflicht"; das Aufwands- bzw. Risiko-/Nutzenverhältnis dürfte bei dieser Taktik kaum < 1 liegen.

?FGR: Erstattung bei Nichtantritt Hin+ und Rückfahrt

ffz, Montag, 12. Februar 2018, 20:20 (vor 186 Tagen) @ FD Alpenland

Du kannst es über die Schlichtungsstelle SÖP versuchen, alerdings musst du vorher beim Servicecenter FGR schriftlich reklamiert haben.
Formaljuristisch ist es korrekt die Hinfahrt nicht zu erstatten da die Fahrt ja wie gebucht stattfinden konnte. Hin- udn Rückfahrt sind 2 getrennte Beförderungsverträge und daher auch getrennt zu betrachten.
Wenn ein solcher Fall auf tritt dass die gebuchte Reise nicht mehr sinnvoll durchführbar ist und man das rechtzeitig(ein paar Tage) vor der Reise erfährt ist es meistens wesentlich zweckdienlicher den DB Farkartenservice per Mail unter fahrkartenservice@bahn.de an zu schreiben, den Fall zu schildern und aus Kulanz um Stornierung der Online-Tickets ohne Stornierungsgebühr zu bitten, da die Reise sinnlos geworden ist. Wenn man das nicht regelmäßig macht ist man in aller Regel in solchen Fällen recht kulant. Das geht aber nur bis zum ersten Reisetag, danach kann der Fahrkartenservice das Online-Ticket nicht mehr stornieren.

?FGR: Erstattung bei Nichtantritt Hin+ und Rückfahrt

Florian, Montag, 12. Februar 2018, 20:25 (vor 186 Tagen) @ ffz

Formaljuristisch ist es korrekt die Hinfahrt nicht zu erstatten da die Fahrt ja wie gebucht stattfinden konnte. Hin- udn Rückfahrt sind 2 getrennte Beförderungsverträge und daher auch getrennt zu betrachten.

Hin- und Rückfahrt wurden auf einem Beleg ausgestellt. Daher handelt es sich hier eindeutig um einen einzigen Beförerungsvertrag.

?FGR: Erstattung bei Nichtantritt Hin+ und Rückfahrt

sflori @, Montag, 12. Februar 2018, 23:44 (vor 186 Tagen) @ Florian

Hin- und Rückfahrt wurden auf einem Beleg ausgestellt. Daher handelt es sich hier eindeutig um einen einzigen Beförerungsvertrag.

Das sehe ich auch so.

Aber den Fall, dass eine Hin- und Rückfahrt wg. zu erwartender Verspätung bei der Ankunft der Rückfahrt vollständig zu erstatten ist, finde ich nicht in der EU-Verordnung. Daher halte ich es für korrekt, wenn das SC FGR nur die Rückfahrt erstattet.

Gibts ggf. Ansprüche direkt an den Vertragspartner, weil die bestellte Leistung (Transport und 5 Stunden Aufenthalt in Berlin) nicht erbracht wurde?


Bye. Flo.

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Florian, Dienstag, 13. Februar 2018, 00:24 (vor 186 Tagen) @ sflori

Aber den Fall, dass eine Hin- und Rückfahrt wg. zu erwartender Verspätung bei der Ankunft der Rückfahrt vollständig zu erstatten ist, finde ich nicht in der EU-Verordnung. Daher halte ich es für korrekt, wenn das SC FGR nur die Rückfahrt erstattet.

Halte ich nicht für korrekt.

"Erstattung des vollen Fahrpreises unter den Bedingungen,
zu denen er entrichtet wurde, für den Teil oder die Teile der
Fahrt, die nicht durchgeführt wurden, und für den Teil oder
die Teile, die bereits durchgeführt wurden, wenn die Fahrt
nach den ursprünglichen Reiseplänen des Fahrgasts sinnlos
geworden ist, gegebenenfalls zusammen mit einer Rückfahrt
zum ersten Ausgangspunkt bei nächster Gelegenheit.
"

Unter voller Fahrpreis verstehe ich den Preis für Hin- u. Rückfahrt für die Teile der Fahrt (hier Hin- u. Rückfahrt), die sinnlos geworden sind.

Im Übrigen sollte die DB mit einer Erstattung der Hin- u. Rückfahrt günstiger wegkommen als mit einer Verspätungsentschädigung in Höhe von 50 % des halben Gesamtpreises plus Hotel für 80 € pro Person.

?FGR: Erstattung bei Nichtantritt Hin+ und Rückfahrt

musicus @, Dienstag, 13. Februar 2018, 00:59 (vor 186 Tagen) @ Florian
bearbeitet von musicus, Dienstag, 13. Februar 2018, 01:01

Aber den Fall, dass eine Hin- und Rückfahrt wg. zu erwartender Verspätung bei der Ankunft der Rückfahrt vollständig zu erstatten ist, finde ich nicht in der EU-Verordnung. Daher halte ich es für korrekt, wenn das SC FGR nur die Rückfahrt erstattet.


Halte ich nicht für korrekt.

Ich halte es für ein Dilemma... Einerseits wären bei Erstattung der gesamten Fahrkarte unter der Annahme, es handele sich um einen einzigen Beförderungsvertrag, Start- und Zielbahnhof der Reise identisch - und eine solche Rundfahrt ist eben nicht tarifkonform.

Im Übrigen sollte die DB mit einer Erstattung der Hin- u. Rückfahrt günstiger wegkommen als mit einer Verspätungsentschädigung in Höhe von 50 % des halben Gesamtpreises plus Hotel für 80 € pro Person.

Andererseits sehr richtig. Aus ganz ähnlichen Erwägungen habe ich schon oben empfohlen, dem Bescheid zu widersprechen. Solche Rechnungen muss man dem SC FGR aber gegenüberstellen und mitliefern - und selbst dann ist fraglich, ob man sich dort der Kundensicht anschließt, gar nichts erstatten ist noch immer billiger.

?FGR: Erstattung bei Nichtantritt Hin+ und Rückfahrt

Henning, Montag, 12. Februar 2018, 23:20 (vor 186 Tagen) @ FD Alpenland

Hallo zusammen,
mich würde Eure Einschätzung zu folgender Handhabung durch das SC-FGR interessieren:
Gebucht war ein Online-Ticket für 3 Erw. und 2 Kinder, auf dem sowohl Hin- als auch Rückfahrt waren. Außerdem eine getrennt gebuchte Reservierung.
Fahrt am 16.9.2017 von Schwabmünchen über Augsburg nach Berlin (an 12:30 Uhr) und zurück am gleichen Tag ab Berlin 17:34 [ICE 695] Fulda [ICE 885] Ingolstadt [BRB 86701] Augsburg [RB 57610] nach Schwabmünchen (an 0:40):

Nun wurde nach der Buchung der Fahrplan des ICE 885 so verändert, dass wir den Anschluss in Ingolstadt verpasst hätten und auch nicht über München nach Schwabmünchen gekommen wären. Angesichts dessen, dass es ein Tagesausflug werden sollte und der Aufenthalt in Berlin ohnehin schon nicht allzu lang war, kam eine frühere Abfahrt in Berlin für uns nicht in Frage. Hotel und (Großraum-) Taxi ab Ingolstadt oder München war (Oktoberfestzeit!) für uns 5 Leute auch weder gewollt noch realistisch.
Wir haben uns daher entschlossen, die Reise nicht anzutreten.

Habe das Ticket beim SC FGR eingereicht. Dieses hat mir nun (ich habe das vor ungefähr 4 Monaten eingereicht...) allerdings nur die Rückfahrt erstattet. Die Reservierung gar nicht.

Ist das so korrekt?

Nun ist es ja so, dass eine Hinfahrt wenig Sinn ergibt ohne Rückfahrt.
Kann es sinnvoll sein, sich an den Kundendialog zu wenden?
Die Schlichtungsstelle? Oder das EBA?
Und wieso habe ich meine Reservierung nicht erstattet bekommen?

Kann es wirklich sein, dass in so einem Fall nur die kostenpflichtige Stornierung zu 19 € möglich gewesen wäre, da die Hinfahrt stets separat betrachtet wird, obwohl das auf einer Fahrkarte war?

Wie gesagt, ich wäre um Eure Einschätzung und Tips dankbar.
FD Alpenland

Warum hast du ein Datum angegeben, das schon seit fünf Monaten Vergangenheit ist?

Bei Normalpreise bekommt man bis einen Tag vor der Geltung den kompletten Preis erstattet, ab Geltungstag 19 € Abzug.

Bei Sparpreise wird bis einen Tag vor der Geltung 19 € abgezogen, ab Geltungstag bekommt man gar nichts mehr.

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