Was tun bei inkompetentem Zugbegleiter? (Allgemeines Forum)

Merry Mary @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 20:29 (vor 12 Tagen)

Liebe Wissende,

nach einer sehr unerfreulichen Bahnfahrt am Wochenende würden mich eure Meinungen zu folgendem Sachverhalt interessieren:

Ich wollte Sonntag von NDS nach RLP fahren. Wegen der Streckensperrung zwischen Remagen und Andernach bin ich allerdings mit fünf Stunden Verspätung nachts um halb zwei in Koblenz gestrandet, wo ich mir ein Hotelzimmer gesucht habe, um morgens weiterzufahren. Das Personal im verspäteten Zug hatte keine Taxi-/Hotelgutscheine mehr - ärgerlich, bei einem voll besetzten IC aber für mich verständlich. - So weit, so schlecht.

Der eigentliche Ärger kam allerdings morgens im RE von Koblenz aus, wo der Zugbegleiter meine Flexpreis(!)-Fahrkarte für ungültig erklärt hat, weil sie nur an dem unter "Fahrtantritt am" genannten Datum gültig sei. Mein Hinweis auf die Gültigkeitsdauer von zwei Tagen wurde einfach ignoriert. "Nein. Die Fahrkarte ist ungültig. Zeigen Sie mir Ihren Ausweis, oder ich rufe die Polizei."
Außerdem wurde meine weitere Schilderung lautstark vor dem gesamten Wagen als Lügen bezeichnet: "Wenn Sie wirklich nicht mehr weitergekommen wären, hätten Sie auf alle Fälle einen Gutschein bekommen. Wenn er keine mehr gehabt hätte, hätte der Zugbegleiter einen Kollegen gefragt, im Fernverkehr sind immer 4 bis 5 an Bord" - und die können Gutscheine herbeizaubern? "Wenn Sie wirklich fünf Stunden Verspätung gehabt hätten, hätte der Zugbegleiter das bestätigt und nicht nur >120 Minuten auf dem Fahrgastrechteformular. So können Sie (falls Ihre Geschichte stimmen sollte) kein Geld für das Hotel zurückbekommen, weil die Bahn sagen wird, dass Sie mit dem letzten Zug hätten fahren können." (Wie bitte???) "Sie hätten sich bei der Ankunft in Koblenz im Reisezentrum einen Stempel holen müssen, damit die Fahrkarte am nächsten Tag gilt." (nachts um halb 2?)
Letztendlich habe ich mich gezwungen gesehen, meinen Ausweis zu zeigen, da ich dringend zur Arbeit weiterfahren musste und keine Zeit hatte, wegen der Polizei an dem auf meiner Fahrkarte angegebenen Zielbahnhof auszusteigen. Nachdem ich gestern eine Beschwerdemail an die Bahn geschrieben habe, ist mir im Nachhinein allerdings nicht besonders wohl dabei, dass ein völlig uneinsichtiger Zugbegleiter, der absolut nicht mit sich reden ließ und mich stattdessen angeschrieen hat, meine Adresse hat. Daher würde ich gerne für die Zukunft wissen: Was passiert, wenn man wirklich die Polizei holen lässt, wer muss das bezahlen? Und gibt die Polizei die Personalien an den Zugbegleiter weiter oder nur an eine andere Stelle der Bahn? Mir ist klar, dass die Bahn eine Handhabe gegen echte Schwarzfahrer haben muss, aber muss ich wirklich trotz gültiger Fahrkarte jedem Idioten meine persönlichen Daten geben?

Was würdet ihr in solchen Fällen empfehlen? Danke!

Marion

Was tun bei inkompetentem Zugbegleiter?

ICE2020 @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 20:50 (vor 12 Tagen) @ Merry Mary

Nein; du musst nicht Deine persönlichen Daten dem ZUB geben. Dieses ist dann allerdings völlig im Recht, die Polizei zu rufen. Diese werden Deine Personalien feststellen, diese aber nicht dem ZUB übergeben (in der Regel wirst Du sowieso gebeten auszusteigen, und der ZUB fährt ja weiter). Kosten entstehen Dir hierfür in keinem Fall, Du hast aber den zusätzlichen Nachteil, erst später weiter fahren zu können. Was ich nicht weiß ist, ob in dem Fall möglicherweise Deine Fahrkarte einbehalten wird.

Ich hätte in Deinem Fall Ihn einfach aufgefordert, Dir eine neue Fahrkarte zu verkaufen. Diese hättest Du später zur Erstattung einreichen können und gleichzeitig wäre der Vorfall dadurch ein Stück weit dokumentiert. Ich hatte einmal den Fall, dass mein Zug weit mehr als +20 hatte, und ich eine andere Verbindung nutze. Der ZUB war jedoch der festen Meinung, ich hätte mir die Zugbindung aufheben lassen müssen. Komisch, ein neues Ticket wollte er mir dann aber doch nicht verkaufen, als ich sagte, dann werde ich das eben zur Erstattung einreichen.

Ansonsten habe ich selten so massive Probleme mit dem Personal gehabt, oft ist meine Erfahrung eher gegenteilig sehr positiv, bis auf die Lounge in Frankfurt, wo meiner Erfahrung nach nur absolut lustloses und überhaupt nicht engagiertes Personal arbeitet. In den einzigen zwei Fällen, die ich hatte, stellte sich einmal beim Gespräch mit dem Bahnhofsmanagement (war ein Mitarbeiter von Station & Service) heraus, dass es bereits ähnliche Probleme mit dem Mitarbeiter gegeben hatte. Im nächsten Fall erhielt ich kurze Zeit nach einer Mail an den comfort-Service sehr schnell einen Rückruf einer internen Abteilung. Allerdings handelte es sich in beiden Fällen auch noch ernstere Vorfälle als den von Dir beschriebenen. Ich hatte jedoch beide Male das Gefühl, dass Anliegen werde auch Ernst genommen, so dass ich davon ausgehen, dass Deine Mail der richtige Weg war.

Was tun bei inkompetentem Zugbegleiter?

Bremer @, Bremen, Dienstag, 05. Dezember 2017, 21:00 (vor 12 Tagen) @ ICE2020

Ich hatte einmal den Fall, dass mein Zug weit mehr als +20 hatte, und ich eine andere Verbindung nutze. Der ZUB war jedoch der festen Meinung, ich hätte mir die Zugbindung aufheben lassen müssen.

Wieso hast du nicht sofort die Beförderungsbedingungen/FGR zitiert?
Ich kann mir das schwer vorstellen. Diese Regeln stellen die Grundlage für den Beruf dar und sollten bekannt sein.

Was tun bei inkompetentem Zugbegleiter?

ICE2020 @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 21:12 (vor 12 Tagen) @ Bremer

Ich hatte einmal den Fall, dass mein Zug weit mehr als +20 hatte, und ich eine andere Verbindung nutze. Der ZUB war jedoch der festen Meinung, ich hätte mir die Zugbindung aufheben lassen müssen.

Habe ich, er hatte dann noch ein Problem damit, dass mein Ticket ein IC-Ticket war, und ich nun mit einem ICE fuhr. Ich habe dann nur gesagt, dass ich, wenn er bei seiner meiner Meinung bliebe, ein neuen Fahrschein kaufen würde und den zur Erstattung einreichen würde. Ich hatte dieses PDF dabei:

https://www.bahn.de/p/view/mdb/bahnintern/agb/befoerderungsbedingungen/mdb_242308_16050...

Und da war ich mir aufgrund dieser Passage nicht klar, ob das mit dem Wechsel in den ICE wirklich so einfach war:

"Der Fahrgast muss eine eventuell erforderliche Fahrkarte/den Produktübergang zunächst bezahlen und kann die Kosten anschließend geltend machen."

Was tun bei inkompetentem Zugbegleiter?

JanZ ⌂ @, Aschaffenburg, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 11:28 (vor 11 Tagen) @ ICE2020

Ich hatte einmal den Fall, dass mein Zug weit mehr als +20 hatte, und ich eine andere Verbindung nutze. Der ZUB war jedoch der festen Meinung, ich hätte mir die Zugbindung aufheben lassen müssen.


Habe ich, er hatte dann noch ein Problem damit, dass mein Ticket ein IC-Ticket war, und ich nun mit einem ICE fuhr. Ich habe dann nur gesagt, dass ich, wenn er bei seiner meiner Meinung bliebe, ein neuen Fahrschein kaufen würde und den zur Erstattung einreichen würde. Ich hatte dieses PDF dabei:

https://www.bahn.de/p/view/mdb/bahnintern/agb/befoerderungsbedingungen/mdb_242308_16050...

Und da war ich mir aufgrund dieser Passage nicht klar, ob das mit dem Wechsel in den ICE wirklich so einfach war:

"Der Fahrgast muss eine eventuell erforderliche Fahrkarte/den Produktübergang zunächst bezahlen und kann die Kosten anschließend geltend machen."

Der Produktübergang ist nur bei einer Fahrkarte für Produktklasse C erforderlich. Bei Upgrade von IC auf ICE muss im Fall von mindestens +20 nichts bezahlt werden.

--
Im Volk, da ist sie sehr beliebt, unsere Eisenbahn,
Doch dort, wo's keine Schienen gibt, da hält sie selten an.

(EAV: Es fährt kein Zug)

Was tun bei inkompetentem Zugbegleiter?

Giovanni @, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 19:17 (vor 11 Tagen) @ JanZ

Ich hatte einmal den Fall, dass mein Zug weit mehr als +20 hatte, und ich eine andere Verbindung nutze. Der ZUB war jedoch der festen Meinung, ich hätte mir die Zugbindung aufheben lassen müssen.


Habe ich, er hatte dann noch ein Problem damit, dass mein Ticket ein IC-Ticket war, und ich nun mit einem ICE fuhr. Ich habe dann nur gesagt, dass ich, wenn er bei seiner meiner Meinung bliebe, ein neuen Fahrschein kaufen würde und den zur Erstattung einreichen würde. Ich hatte dieses PDF dabei:

https://www.bahn.de/p/view/mdb/bahnintern/agb/befoerderungsbedingungen/mdb_242308_16050...

Und da war ich mir aufgrund dieser Passage nicht klar, ob das mit dem Wechsel in den ICE wirklich so einfach war:

"Der Fahrgast muss eine eventuell erforderliche Fahrkarte/den Produktübergang zunächst bezahlen und kann die Kosten anschließend geltend machen."


Der Produktübergang ist nur bei einer Fahrkarte für Produktklasse C erforderlich. Bei Upgrade von IC auf ICE muss im Fall von mindestens +20 nichts bezahlt werden.

Sofern ein DB-Ticket vorlag. Sonst (z.b. ÖBB Sparschiene Deutschland) erst ab +60.

--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

Was tun bei inkompetentem Zugbegleiter?

ICE2020 @, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 19:22 (vor 11 Tagen) @ JanZ

Der Produktübergang ist nur bei einer Fahrkarte für Produktklasse C erforderlich. Bei Upgrade von IC auf ICE muss im Fall von mindestens +20 nichts bezahlt werden.

Danke, ich war mir auch sehr sicher, dass dies Unsinn ist, fand aber die Formulierung in dem PDF dann doch irritierend. Und Ja, es war ein DB-Ticket, keine ÖBB-Sparschiene oder so.

Was tun bei inkompetentem Zugbegleiter?

Merry Mary @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 21:13 (vor 12 Tagen) @ ICE2020

Ich hätte in Deinem Fall Ihn einfach aufgefordert, Dir eine neue Fahrkarte zu verkaufen. Diese hättest Du später zur Erstattung einreichen können und gleichzeitig wäre der Vorfall dadurch ein Stück weit dokumentiert.

Danke für den Vorschlag, aber im RE kann man auf der Strecke keine Fahrkarten kaufen, und ein Zugbegleiter, der sich so anstellt, hätte da sicher auch keine Ausnahme gemacht.

Was tun bei inkompetentem Zugbegleiter?

ICE2020 @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 21:14 (vor 12 Tagen) @ Merry Mary

Danke für den Vorschlag, aber im RE kann man auf der Strecke keine Fahrkarten kaufen, und ein Zugbegleiter, der sich so anstellt, hätte da sicher auch keine Ausnahme gemacht.

In dem Fall hätte ich einfach gesagt: "Ich schlage vor, wir beenden die Diskussion hier, Sie können ja gerne die Bundespolizei hinzuziehen". Mal sehen, ob sich seiner Sache dann immer noch so sicher ist.

Was tun bei inkompetentem Zugbegleiter?

Bremer @, Bremen, Dienstag, 05. Dezember 2017, 22:09 (vor 12 Tagen) @ ICE2020

Die Drohung mit der Polizei zieht so gut wie immer.

Ich hätte das gleiche gemacht. Keinen Ausweis gezeigt und gesagt, bitte Polizei hinzuziehen. Man braucht zwar starke Nerven dafür, aber wenn man im Recht ist, ist das kein Problem.

Wie gesagt besteht hier immer eine sehr gute Chance das es sich hierbei nur um eine leere Drohung handelt und Polizei sowieso nicht gerufen wird.

Was tun bei inkompetentem Zugbegleiter?

Merry Mary @, Donnerstag, 07. Dezember 2017, 21:35 (vor 10 Tagen) @ ICE2020

Im nächsten Fall erhielt ich kurze Zeit nach einer Mail an den comfort-Service sehr schnell einen Rückruf einer internen Abteilung.

Bekommt man als normaler Kunde nach einer Mail über das Kundendialog-Formular auf der Website der Bahn auch eine Antwort, oder muss man dafür Comfort-Kunde sein?

Natürlich bekommst du auch so eine Antwort

Matze86 @, München, Donnerstag, 07. Dezember 2017, 23:26 (vor 10 Tagen) @ Merry Mary

- kein Text -

Was tun bei inkompetentem Zugbegleiter?

chriL999 @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 20:55 (vor 12 Tagen) @ Merry Mary
bearbeitet von chriL999, Dienstag, 05. Dezember 2017, 20:56

Wenn er die Polizei ruft, musst du unter diesen Umständen nichts zahlen.
Generell gilt die Empfehlung, sich deeskalierend zu verhalten. Also z.B. einen Mitreisenden darum bitten, als Zeuge bereit zu stehen.
Es besteht die Möglichkeit, aus dem Zug heraus die Bahnpolizei per Telefon zu kontaktieren und um Hilfestellung oder Rat in Bezug auf den aggressiven Zugbegleiter zu bitten.
Als ein Beweismittel sofort die eigenen Fahrkarte mit dem Smartphone abfotografieren.

Hilft alles nichts, gleich bei der Ankunft der Beamten Strafanzeige wegen Beleidigung gegen den Zugbegleiter stellen. Das ist kostenfrei und der Sache muss dann auch nachgegangen werden.

Was tun bei inkompetentem Zugbegleiter?

ICE2020 @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 21:00 (vor 12 Tagen) @ chriL999

Deeaskalierend und Strafanzeige stellen – das passt nicht zusammen.Außerdem: Mit welcher Begründung willst Du die Polizei rufen: Hilfe, der ZUB erkennt meine Fahrkarte nicht an? Das ist im Zweifel erst einmal eine zivilrechtliche Auseinandersetzung, und die hinzugerufene Polizei wird sicherlich nicht entscheiden, ob die Fahrkarte gültig ist oder nicht. In dem Moment ist man da eben am kürzeren Hebel und muss dann im Zweifel im Nachhinein sein Recht durchsetzen. Solange der ZUB nicht extrem beleidigend wird sehe ich keinen Grund, als Fahrgast die Polizei zu bemühen. Nach der Schilderung des Threaderstellers gehe ich auch davon aus, dass nicht einmal das Wort Lügner gefallen ist, sondern dass dies nur implizit wurde.

Was tun bei inkompetentem Zugbegleiter?

Merry Mary @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 21:16 (vor 12 Tagen) @ ICE2020

Nach der Schilderung des Threaderstellers gehe ich auch davon aus, dass nicht einmal das Wort Lügner gefallen ist, sondern dass dies nur implizit wurde.

Ich habe ihm gesagt, dass ich nicht nachweisen kann, dass ich fünf Stunden Verspätung hatte, sondern nur den Nachweis für 120 Minuten habe (mehr ist ja auf dem Fahrgastrechteformular nicht vorgesehen). Daraufhin hat er mich (im ganzen Wagen hörbar) angeschrieen "Sie haben mich also eben angelogen - eben haben Sie gesagt fünf Stunden, und jetzt sagen Sie 20 Minuten."

Was tun bei inkompetentem Zugbegleiter?

ICE2020 @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 21:21 (vor 12 Tagen) @ Merry Mary

Ich habe ihm gesagt, dass ich nicht nachweisen kann, dass ich fünf Stunden Verspätung hatte, sondern nur den Nachweis für 120 Minuten habe (mehr ist ja auf dem Fahrgastrechteformular nicht vorgesehen). Daraufhin hat er mich (im ganzen Wagen hörbar) angeschrieen "Sie haben mich also eben angelogen - eben haben Sie gesagt fünf Stunden, und jetzt sagen Sie 20 Minuten."

Das ist dann zwar unverschämt, aber anders als chriL999 sehe ich hierhin keinen Grund, die Polizei hinzuzuziehen. Ich würde ihm – wie schon dargelegt – einfach sagen, dass für mich die Position beendet ist und ihm sagen, er kann ja die Polizei rufen. Im Zweifel lässt er das dann, weil dann nämlich der ganze Vorgang offiziell wird, oder er hat tatsächlich so wenig Ahnung und ist sich seiner Sache so sicher, dass er es durchzieht – dann wird das ganze wenigstens offiziell dokumentiert, und Du hast umso bessere Chancen (als eine unbelegte Beschwerde) dagegen vorzugehen.

Was tun bei inkompetentem Zugbegleiter?

ICE-TD, Dienstag, 05. Dezember 2017, 21:33 (vor 12 Tagen) @ Merry Mary

Nach der Schilderung des Threaderstellers gehe ich auch davon aus, dass nicht einmal das Wort Lügner gefallen ist, sondern dass dies nur implizit wurde.


Ich habe ihm gesagt, dass ich nicht nachweisen kann, dass ich fünf Stunden Verspätung hatte, sondern nur den Nachweis für 120 Minuten habe (mehr ist ja auf dem Fahrgastrechteformular nicht vorgesehen). Daraufhin hat er mich (im ganzen Wagen hörbar) angeschrieen "Sie haben mich also eben angelogen - eben haben Sie gesagt fünf Stunden, und jetzt sagen Sie 20 Minuten."

Kann es sein das das ganze auf ein Mißverständnis beruht? Du schreibst er hat dir geantwortet "und jetzt sagen Sie 20 min", du meintest aber 120 min, er hat sich also vielleicht nur verhört. Und 20 min oder 5 Stunden ist schon ein Unterschied, vielleicht hätte er ja anders reagiert wenn er 120 min auch verstanden hätte.

Was tun bei inkompetentem Zugbegleiter?

ICE2020 @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 21:36 (vor 12 Tagen) @ ICE-TD

Kann es sein das das ganze auf ein Mißverständnis beruht? Du schreibst er hat dir geantwortet "und jetzt sagen Sie 20 min", du meintest aber 120 min, er hat sich also vielleicht nur verhört. Und 20 min oder 5 Stunden ist schon ein Unterschied, vielleicht hätte er ja anders reagiert wenn er 120 min auch verstanden hätte.

Denke nicht, er hatte ja ein Verspätungsformular mit den bescheinigten +120 dabei.

Was tun bei inkompetentem Zugbegleiter?

Merry Mary @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 22:03 (vor 12 Tagen) @ ICE-TD
bearbeitet von Merry Mary, Dienstag, 05. Dezember 2017, 22:04

Kann es sein das das ganze auf ein Mißverständnis beruht? Du schreibst er hat dir geantwortet "und jetzt sagen Sie 20 min", du meintest aber 120 min, er hat sich also vielleicht nur verhört. Und 20 min oder 5 Stunden ist schon ein Unterschied, vielleicht hätte er ja anders reagiert wenn er 120 min auch verstanden hätte.

An der Stelle war es ein Missverständnis - aber nur, weil er mir um jeden Preis etwas anhängen wollte. Wie ich oben erklärt habe, hat er darauf bestanden, dass die Fahrkarte nur am aufgedruckten Reisetag (genau genommen sogar nur für die aufgedruckte Reiseverbindung) gilt (Zugbindung beim Flexpreis? im Nahverkehr???)

Wenn ich durch Verschulden der Bahn so sehr verspätet bin, würde ich eigentlich erwarten, dass sie mich unabhängig von der Gültigkeitsdauer der Fahrkarte (die ja gegeben war) trotzdem ans Ziel bringen muss - aber er wollte mir ja weder glauben, dass die Fahrkarte gilt, noch, dass ich am Vortag nicht ans Ziel kommen konnte.

Was tun bei inkompetentem Zugbegleiter?

agw @, NRW, Dienstag, 05. Dezember 2017, 22:54 (vor 12 Tagen) @ Merry Mary

Kann es sein das das ganze auf ein Mißverständnis beruht? Du schreibst er hat dir geantwortet "und jetzt sagen Sie 20 min", du meintest aber 120 min, er hat sich also vielleicht nur verhört. Und 20 min oder 5 Stunden ist schon ein Unterschied, vielleicht hätte er ja anders reagiert wenn er 120 min auch verstanden hätte.


An der Stelle war es ein Missverständnis - aber nur, weil er mir um jeden Preis etwas anhängen wollte. Wie ich oben erklärt habe, hat er darauf bestanden, dass die Fahrkarte nur am aufgedruckten Reisetag (genau genommen sogar nur für die aufgedruckte Reiseverbindung) gilt (Zugbindung beim Flexpreis? im Nahverkehr???)

Wenn ich durch Verschulden der Bahn so sehr verspätet bin, würde ich eigentlich erwarten, dass sie mich unabhängig von der Gültigkeitsdauer der Fahrkarte (die ja gegeben war) trotzdem ans Ziel bringen muss - aber er wollte mir ja weder glauben, dass die Fahrkarte gilt, noch, dass ich am Vortag nicht ans Ziel kommen konnte.

Wie du schon schriebst, galt deine Fahrkarte ja eh zwei Tage.

Und ich behaupte auch immer noch, wenn man einen Zugaufall/Anschlussverlust hatte, muss man auch nicht den nächsten Zug nehmen, sondern kann irgendeinen Zug nehmen.
Die Gültigkeit der Fahrkarte spielt keine Rolle mehr. Es könnte höchstens sein, dass ein Gericht irgendwann mal sagt, dass man die Reise verhältnismäßig bald beenden muss. Zum Beispiel innerhalb von einer Woche nach Ende der eigentlichen Gültigkeit oder so.

Was tun bei inkompetentem Zugbegleiter?

Tino, Dienstag, 05. Dezember 2017, 20:58 (vor 12 Tagen) @ Merry Mary

Hallo Marion,

sehr ärgerlich und einfach nur grauenvoll was DB Regio da verzapft. Ich erlebe es selbst sehr oft das die „Kollegen“ im Nahverkehr tariflich was den Fernverkehr betrifft mehr als unterirdisch geschult sind. Was hätte man tun können. Das ganze auf die Spitze treiben sollen und die Polizei um Rat ziehen. Denn in dieser Zeit hättest Du die BB‘s runterlasen und als Unterstützung hinzuziehen können. Denn die BPOL kennt auch nicht alle Regeln auswendig. In Koblenz sind mir bisher auch immer nur sehr freundliche Mitarbeiter der BPOL über den Weg gelaufen. Du hättest definitiv mehr als gute Karten gehabt den Fall zu Deiner Zufriedenheit zu lösen und der Mitarbeiter von DB Regio hätte vielleicht vor Ort sein Fett wegbekommen. Ich hoffe dass sich die Sache noch zu Deinen Gunsten entschieden wird und sämtliche Forderungen fallen gelassen werden. Hart bleiben und nicht einknicken. Du bist definitiv im Recht.

P.S. Interessant wie DB Regio über DB Fernverkehr denkt. Es sind also immer 4-5 Mitarbeiter auf dem Zug. Ich glaube ich fange mal an zu träumen.

Was tun bei inkompetentem Zugbegleiter?

Mario-ICE, Dienstag, 05. Dezember 2017, 21:05 (vor 12 Tagen) @ Tino

Hallo Marion,

sehr ärgerlich und einfach nur grauenvoll was DB Regio da verzapft. Ich erlebe es selbst sehr oft das die „Kollegen“ im Nahverkehr tariflich was den Fernverkehr betrifft mehr als unterirdisch geschult sind. Was hätte man tun können. Das ganze auf die Spitze treiben sollen und die Polizei um Rat ziehen. Denn in dieser Zeit hättest Du die BB‘s runterlasen und als Unterstützung hinzuziehen können. Denn die BPOL kennt auch nicht alle Regeln auswendig. In Koblenz sind mir bisher auch immer nur sehr freundliche Mitarbeiter der BPOL über den Weg gelaufen. Du hättest definitiv mehr als gute Karten gehabt den Fall zu Deiner Zufriedenheit zu lösen und der Mitarbeiter von DB Regio hätte vielleicht vor Ort sein Fett wegbekommen. Ich hoffe dass sich die Sache noch zu Deinen Gunsten entschieden wird und sämtliche Forderungen fallen gelassen werden. Hart bleiben und nicht einknicken. Du bist definitiv im Recht.

P.S. Interessant wie DB Regio über DB Fernverkehr denkt. Es sind also immer 4-5 Mitarbeiter auf dem Zug. Ich glaube ich fange mal an zu träumen.

Natürlich gibt es beim Fernverkehr keine inkompetenten Mitarbeiter im Zug. Ironie aus.

Was tun bei inkompetentem Zugbegleiter?

JeDi ⌂ @, überall und nirgendwo, Dienstag, 05. Dezember 2017, 21:42 (vor 12 Tagen) @ Mario-ICE

Natürlich gibt es beim Fernverkehr keine inkompetenten Mitarbeiter im Zug. Ironie aus.

Nein, niemals. Schon lustig, wenn auf einem Fahrschein 5 (!!!!) Fernverkehrs-Zangenabdrücke drauf sind, aber niemandem aufgefallen ist, dass zu einem Fahrschein mit Aufdruck "BCB" eine normale BC vorgelegt wurde (zumindestens den Reisenden drauf hinweisen könnte man ja mal). Oder wenn den feinen Kollegen vom Fernverkehr nicht aufgefallen ist, dass die vorgezeigte Bahncard abgelaufen ist (in der App war auch keine neue hinterlegt - war das Abo wohl doch gekündigt...). Oder oder oder. Aber klar, die im Regionalverkehr haben natürlich nie Ahnung. Und erst recht diese Privatbahner.

--
Weg mit dem 4744!

Yeah. Die große Eisenbahnerfamilie ...

Blaschke, Osnabrück, Dienstag, 05. Dezember 2017, 22:22 (vor 12 Tagen) @ JeDi

Huhu.

Herrlich. Ich liebe es. Lokführer gegen Fahrdienstleiter gegen Schaffner; Private gegen die Staatsbude. Und weil das nicht reicht, vermelden hier die jeweiligen Eliteschaffner, dass jeweils er selbst den Längsten hat. Köstlich.

Als Bahnreisender versteht man da besser, warum so vieles NICHT klappt bei der Eisenbahn - weil jeder für sich werkelt, seine eigene beste Ich-AG ist und weil als Schlußfolgerung möglichst alle gegeneinander arbeiten.

Da können von oben noch so viele Weisungen kommen - das System ist am Ende. Allerdings zugegeben ist das nicht das Einzige.

Schöne Grüße von

jörg

--
Wer die Dummköpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen! (Jean Paul Sartre)

Yeah. Die große Eisenbahnerfamilie ...

JeDi ⌂ @, überall und nirgendwo, Dienstag, 05. Dezember 2017, 23:32 (vor 12 Tagen) @ Blaschke

Guten Abend,

also - eigentlich sind mir solche Sperenzchen üblicherweise egal. Aus meiner aktiven Eisenbahnerzeit weiß ich auch: den meisten Kollegen draußen auch. Klar wird gemeckert, gelästert (über den, bei dem es grade scheiße läuft), ein Gegeneinander ist es aber normalerweise nicht. Zumal es überall solche und solche gibt. Ich für mich arbeite so, wie ich es für richtig halte und vertreten kann - das habe ich sowohl draußen auf dem Zug so gehalten, als auch im aktuellen (Büro-)job (in dem übrigens inzwischen von höchster Ebene verboten wurde, nach Schuldigen zu suchen; Lösungen seien gefragt).

Insofern: Ja, im kleinen gibts sie noch, die große Eisenbahnerfamilie. Auch wenn von verschiedenen Stellen immer wieder versucht wird, sie auszurotten.

--
Weg mit dem 4744!

Was tun bei inkompetentem Zugbegleiter?

Reservierungszettel @, KDU, Dienstag, 05. Dezember 2017, 22:42 (vor 12 Tagen) @ JeDi

Natürlich gibt es beim Fernverkehr keine inkompetenten Mitarbeiter im Zug. Ironie aus.


Nein, niemals. Schon lustig, wenn auf einem Fahrschein 5 (!!!!) Fernverkehrs-Zangenabdrücke drauf sind, aber niemandem aufgefallen ist, dass zu einem Fahrschein mit Aufdruck "BCB" eine normale BC vorgelegt wurde (zumindestens den Reisenden drauf hinweisen könnte man ja mal). Oder wenn den feinen Kollegen vom Fernverkehr nicht aufgefallen ist, dass die vorgezeigte Bahncard abgelaufen ist (in der App war auch keine neue hinterlegt - war das Abo wohl doch gekündigt...). Oder oder oder. Aber klar, die im Regionalverkehr haben natürlich nie Ahnung. Und erst recht diese Privatbahner.

Bei dem ganzen Tarifdschungel auch kein Wunder, getreu dem Motto was der eine als gut befunden hat wird schon stimmen ;)

Was tun bei inkompetentem Zugbegleiter?

agw @, NRW, Dienstag, 05. Dezember 2017, 23:07 (vor 12 Tagen) @ Reservierungszettel

Bei dem ganzen Tarifdschungel auch kein Wunder, getreu dem Motto was der eine als gut befunden hat wird schon stimmen ;)

Der Tarifdschungel sorgt dafür, dass ein Zub auch schon mal die einfachsten Sachen nicht weiß und dann die Fahrgäste (auch für die Zukunft) falsch berät. Die haben dann den Schaden.

Schon vor über einem Jahr hat mir eine Zub, die meine BC25 + BC50 gesehen hat, erzählt, dass ich die BC25 kündigen solle, da die BC50 die gleichen Rabatte wie die BC25 geben würde, auch auf alle Sparpreise.
Ich hatte dann nachgehakt, dass das weder für Sparpreise mit NV noch für Europa Sparpreise gelten würde. Das verneinte sie, aber liess sich zumindest überzeugen, das mal nachzulesen, falls ich doch Recht hätte. Das wäre wichtig, weil sie Kunden ja immer raten würde die BC25 zu kündigen. Erst ab 10.12.2017 könnte sie jetzt zumindest teilweise recht haben.

Die genauen Fahrgastrechte kennt man auch häufig nicht. Seltenere Bahn-Bonusprämien oder der letzte Tarif-Gag werden auch immer mit großen Augen angeschaut.
Man hat vor einiger Zeit ja oft gelesen, dass zum Online-Upgrade gerne mal die "notwendige 2.Klasse Fahrkarte" gesehen werden wollte.

OT: übermäßige Stempelei

ALR997 @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 22:51 (vor 12 Tagen) @ JeDi

Wobei ich bei einigen Zubs - egal in welchem Bereich - das Gefühl habe, die Stempeln Fahrkarten um des Stempelns Willen. Bei einem meiner Deutschland Pässe damals hatte der eine oder andere Schaffner das Ticket gestempelt - sicher ist sicher - und dann stempelten immer mehr mit Kommentaren wie "na da sammelt wohl jemand Stempel? Hier bekommst noch einen von mir!". Naja ich fand es nicht schlimm, dass gestempelt wurde, das Resultat nach einem Monat Bahnfahren war nur eben, dass das Ticket im Leibniz-Keks-Format rundrum gestempelt war - ob es 52 Stück waren, kann ich heute allerdings nicht mehr sagen.

Wiedemauchsei prinzipiell ist das nicht so schlimm, wenn die Kontrolle seriös erfolgt. Heute beispielsweise erlebte ich einen FV-Zub der das OT ohne Scan kontrollierte. Ich freue mich zwar, wenn man mir als Kunde das Vertrauen entgegen bringt (das Gegenteil wäre beispielsweise die Scankontrolle am DB-Loungeeingang), dass ich kein gefälschtes oder dupliziertes Ticket mit mir trage, aber ich fürchte, aus Konzernsicht war das gar nicht so eine tolle Vorgehensweise.

Ich denke schon, dass der Schaffner heute alles Relevante überprüft hat, Sitzplatz passte auch und die Testfrage "Da sind Sie ja schon über ne Stunde unterwegs, oder?" hat ihm vermutlich eine halbwegige Sicherheit gegeben dass alles stimmt.

Naja manchmal gibts eben solche, die vermeintlich nicht wissen was sie da tun. Im besten Fall hat man dann als Kunde die Geduld, den Fehler zu erklären und Missverständnisse auszuräumen. Wohl muss man sich nicht gefallen lassen, als Schwarzfahrer diffarmiert zu werden. Das ist jedenfalls meine Meinung.

Was tun bei inkompetentem Zugbegleiter?

Tino, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 00:31 (vor 11 Tagen) @ Mario-ICE

Natürlich gibt es beim Fernverkehr keine inkompetenten Mitarbeiter im Zug. Ironie aus.

selbstverständlich gibt es die. Aber was ich mir auf gefühlt jedem 2. Regiozug anhören muss grenzt an Unverschämtheit. Da fragt man sich ob die entsprechenden Schulungen auf freiwilliger Basis sind.

Was tun bei inkompetentem Zugbegleiter?

Merry Mary @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 21:53 (vor 12 Tagen) @ Tino

Hallo Marion,

Denn in dieser Zeit hättest Du die BB‘s runterlasen und als Unterstützung hinzuziehen können.

Ich habe ihm später (der Handyempfang ist auf der Strecke einfach grauenhaft) den Abschnitt zu Flexpreisen auf der Webseite der Bahn gezeigt
"Über 100 km:
Die Reise muss an dem auf der Fahrkarte vermerkten Fahrtantrittsdatum angetreten werden. Bei einer Fahrtunterbrechung kann die Weiterfahrt auch am nächsten Tag fortgesetzt werden."
Er hat trotzdem weiterhin darauf bestanden, dass die Fahrkarte am zweiten Tag nur bis 3 Uhr morgens gültig ist.

Ich hoffe dass sich die Sache noch zu Deinen Gunsten entschieden wird und sämtliche Forderungen fallen gelassen werden. Hart bleiben und nicht einknicken. Du bist definitiv im Recht.

Eine Forderung in dem Sinne gibt es im Moment nicht, da ich nichts Schriftliches bekommen habe. Er meinte "Ich werde das prüfen lassen(ich nehme an, dass er die Verspätung des IC meinte - da ich ihn nicht von der allgemeinen Gültigkeit der Fahrkarte überzeugen konnte, habe ich mehr damit argumentiert, dass ich die auf der Fahrkarte angegebenen Züge ja gar nicht nehmen konnte, aber er hat mir ja auch nicht geglaubt, dass ich den letzten Zug in Koblenz Sonntag nicht bekommen habe), und wenn sie mich angelogen haben, bekommen Sie Post." (Wenn da noch was kommt, dann wahrscheinlich eine völlig verdrehte Darstellung der Tatsachen)

Was tun bei inkompetentem Zugbegleiter?

frank_le, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 17:12 (vor 11 Tagen) @ Tino

Gibt es eigentlich Tarifschulungen bei DB-Regio?

Mich wollte mal eine Schaffnerin nicht mit dem Sachsen-Böhmen Ticket in der S-Bahn von Leipzig nach Zwickau fahren lassen. Während Sie mir über 5 Minuten einen Vortrag hielt warum das gar nicht geht suchte ich Online das Tarifblatt raus und dann kam der nächste Hammer: Sie ist S-Bahn Mitteldeutschland und nicht DB Regio daher gelte das Ticket trotzdem nicht.

Ich habe mich dann einfach weggedreht und nicht mehr auf Gemaule gehört und parallel schon mal eine Beschwerde geschrieben. Bevor ich in Zwickau war kam schon die Bestätigung von DB Regio das mein Ticket gültig sei ...

Was tun bei inkompetentem Zugbegleiter?

Zugschlus ⌂ @, RSIG, Donnerstag, 07. Dezember 2017, 07:48 (vor 10 Tagen) @ frank_le

Mir hat eine Zugbegleiterin im ICE mal weismachen wollen, meine IC-Monatskarte wäre keine Zeitkarte, weil es ja eine Monatskarte ist.

Damals gab in den MT den Bug, dass auch bei im Zug verkauften Produktübergängen tarifwidrig die Bordstrafe berechnet wurde. Ich kannte das schon und hatte den entsprechenden Ausschnitt aus den Beförderungsbedingungen schon ausgedruckt dabei.

Sie hat dann den Zugchef geholt und der hat ihre Aussage, dass die von mir mitgeführte Klausel nur für Zeitkarten gelte, und auf meiner Monatskarte stünde ja klar Monatskarte drauf, und damit wäre die Bordstrafe gerechtfertigt.[1]

Die Woche später kam dann die Weisung an die Zugbegleiter, die Bordstrafe in zwei verschiedenen Menüs wegzudrücken und "Anweisung Zentrale" einzutragen. Mir genützt hat das freilich nichts mehr, mich hatte die allmorgendliche Diskussion so weichgekocht dass ich für den Folgemonat direkt zur ICE-Monatskarte gegriffen habe. So viel war mir mein Morgenschlaf dann wert.


[1] "netterweise" war dann der Drucker in ihrem MT kaputt und ich "durfte" meine Kreditkarte dann auch noch in das MT vom Zugchef einlesen lassen. Dreimal dürft Ihr raten, wie viele Belastungen auf der Abrechnung waren[2].
[2] Und dann "netterweise" musste ich mir von der Hotline am Telefon auch noch einen Spruch anhören von wegen "ich erstatte das jetzt mal kulanterweise obwohl Sie mir ja sonst was erzählen können, dass die erste Belastung von uns kommt können Sie ja nicht nachweisen"

DB Fernverkehr hat in diesem Monat wirklich alles getan um einen Stammfahrgast zum Autofahren u motivieren.

Was tun bei inkompetentem Zugbegleiter?

Merry Mary @, Donnerstag, 07. Dezember 2017, 21:38 (vor 10 Tagen) @ Tino

Was hätte man tun können. Das ganze auf die Spitze treiben sollen und die Polizei um Rat ziehen. Denn in dieser Zeit hättest Du die BB‘s runterlasen und als Unterstützung hinzuziehen können. Denn die BPOL kennt auch nicht alle Regeln auswendig. In Koblenz sind mir bisher auch immer nur sehr freundliche Mitarbeiter der BPOL über den Weg gelaufen. Du hättest definitiv mehr als gute Karten gehabt den Fall zu Deiner Zufriedenheit zu lösen und der Mitarbeiter von DB Regio hätte vielleicht vor Ort sein Fett wegbekommen.

Würde die Polizei sich denn überhaupt in irgendeiner Form zu der Gültigkeit der Fahrkarte äußern? Ich hätte gedacht, die nehmen nur Personalien auf und erklären sich ansonsten für nicht zuständig?

meine Verhaltensweise

sflori @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 22:38 (vor 12 Tagen) @ Merry Mary

Was würdet ihr in solchen Fällen empfehlen? Danke!

Ich diskutiere in solchen Fällen ungern, wenn ich der Meinung bin, dass meine FK gültig ist. Das sorgt doch bloß für Stress und ich will die Bahnfahrt genießen. ;)

Wenn das Kontrollpersonal meine FK für ungültig hält, dann soll es das halt. Daher zeige ich auch gerne meinen Ausweis zur Ausstellung einer FN. Ich kläre jedoch vorher mit dem Kontrollpersonal, dass es meine FK abzangt und darauf vermerkt, dass es diese für ungültig hält. Die FK behalte ich als Nachweis, dass ich eine (meiner Meinung nach) gültige FK vorgezeigt habe. FN wird natürlich nicht bezahlt. Sollte der Vertragspartner der Meinung sein, dass die FN berechtigt ist und die FK tatsächlich ungültig war, steht ihm der Rechtsweg offen.

In der Vergangenheit kam das sogar schon zu so skurrilen Situationen, dass Zub 1 mir ne FN verpasst hat mit Notiz "FK ungültig" und ich so am nächsten Tag Zub 2 natürlich die fett mit "ungültig" markierte FK gezeigt habe. Zub 2 prüft sehr genau, bespricht intern untereinander und erklärt lachend, dass er die Meinung des Kollegen vom Vortag nicht teile - die FK sei sehr wohl in beiden betroffenen Zügen gültig gewesen.

Wie's halt so ist - Menschen machen auch mal Fehler. ;)


Bye. Flo.

Komplette Eskalation

Paladin @, Hansestadt Rostock, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 00:21 (vor 11 Tagen) @ sflori

Hi,

also wenn ich so einen Zugbegleiter erlebe, dann würde ich zunächst um den Zugchef bitten und ggf. die Situation komplett eskalieren lassen, also es - wenn der Herr/Frau Schaffner/in es so möchte, die BPol rufen lassen. Da heb ich weder Hemmungen noch ein Problem mit. Wenn ich als Fahrgast - und ich bin trotz ICE-Treff-Mitglied keiner, der die BB auswendig kann - besser weiß, was läuft als das Personal, das mich kontrolliert..., dann lasse ich es gern drauf ankommen. Wenn mir jemand besonders dreist oder pampig kommt, notiere ich mir das auch und reiche eine personelle Beschwerde ein. Einen schlechten Tag haben kann jeder, aber es gibt immer Grenzen.

Schönen Abend noch!

meine Verhaltensweise

Tino, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 00:25 (vor 11 Tagen) @ sflori

Wenn das Kontrollpersonal meine FK für ungültig hält, dann soll es das halt. Daher zeige ich auch gerne meinen Ausweis zur Ausstellung einer FN. Ich kläre jedoch vorher mit dem Kontrollpersonal, dass es meine FK abzangt und darauf vermerkt, dass es diese für ungültig hält. Die FK behalte ich als Nachweis, dass ich eine (meiner Meinung nach) gültige FK vorgezeigt habe. FN wird natürlich nicht bezahlt. Sollte der Vertragspartner der Meinung sein, dass die FN berechtigt ist und die FK tatsächlich ungültig war, steht ihm der Rechtsweg offen.


Bye. Flo.

Wird eine eFN erstellt wird der reguläre Fahrschein unter keinen Umständen entwertet.

meine Verhaltensweise

JeDi ⌂ @, überall und nirgendwo, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 09:28 (vor 11 Tagen) @ Tino
bearbeitet von JeDi, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 09:29

Wird eine eFN erstellt wird der reguläre Fahrschein unter keinen Umständen entwertet.

Doch, kann durchaus passieren.

Beispiel: Jemand hat einen Fahrschein von Adorf nach Bstadt, wird zwischen Adorf und Bstadt auch kontrolliert. Das Zub bringt natürlich einen Prüfvermerk an. Der Reisende steigt nun aber nicht in Bstadt aus, sondern fährt weiter nach Cdorf. Das Zub stellt nun selbstverständlich eine Fahrpreisnacherhebung aus, trotz anbringen des Prüfvermerks auf dem Fahrschein.

--
Weg mit dem 4744!

meine Verhaltensweise

sflori @, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 12:08 (vor 11 Tagen) @ Tino
bearbeitet von sflori, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 12:10

Wird eine eFN erstellt wird der reguläre Fahrschein unter keinen Umständen entwertet.

Richtig. Die Kollegen zangen dann an irgendeiner anderen Stelle, die nicht zur Entwertung führt. Aber so Situationen kommen ja nur ganz ganz selten vor, bei mir als Vielfahrer vielleicht in 4 von 1000 Fällen. Aber alle paar Jahre hat mans dann doch mal. ;)


Bye. Flo.

meine Verhaltensweise

Tino, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 12:39 (vor 11 Tagen) @ sflori

Wird eine eFN erstellt wird der reguläre Fahrschein unter keinen Umständen entwertet.


Richtig. Die Kollegen zangen dann an irgendeiner anderen Stelle, die nicht zur Entwertung führt. Aber so Situationen kommen ja nur ganz ganz selten vor, bei mir als Vielfahrer vielleicht in 4 von 1000 Fällen. Aber alle paar Jahre hat mans dann doch mal. ;)


Bye. Flo.

Und wo befindet sich diese Stelle die nicht zur Entwertung führt?

meine Verhaltensweise

Colaholiker @, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 12:44 (vor 11 Tagen) @ Tino

Und wo befindet sich diese Stelle die nicht zur Entwertung führt?

Am Ohrläpchen des Fahrgasts. *SCNR*

Bei Fahrkarten ausm Reisezentrum, wo der restliche A4-Bogen noch dran hängt, könnte ich mir vorstellen, daß ein Stempel auf dem weißen Papier keine Entwertung darstellt. Bei Onlinetickets oder Automatenfahrkarten hingegen.. hm.

Grübelnde Grüße,
der Colaholiker

--
[image]

meine Verhaltensweise

Reservierungszettel @, KDU, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 17:19 (vor 11 Tagen) @ Colaholiker

Und wo befindet sich diese Stelle die nicht zur Entwertung führt?


Am Ohrläpchen des Fahrgasts. *SCNR*

Bei Fahrkarten ausm Reisezentrum, wo der restliche A4-Bogen noch dran hängt, könnte ich mir vorstellen, daß ein Stempel auf dem weißen Papier keine Entwertung darstellt. Bei Onlinetickets oder Automatenfahrkarten hingegen.. hm.

Ich hab es schon mal mitbekommen das ein Zub ausversehen die Rückfahrt gestempelt hat und es dann genau wie der Fahrgast in dem Moment gemerkt hat.

Daraufhin hat er dann das richtige Ticket gestempelt und auf dem anderen eine Notiz gemacht, vermutlich sowas wie Fahrkarte noch nicht benutzt oder Fahrkarte noch zur Fahrt gültig, wurde falsch entwertet.

meine Verhaltensweise

Zugschlus ⌂ @, RSIG, Donnerstag, 07. Dezember 2017, 07:52 (vor 10 Tagen) @ Reservierungszettel

Und wo befindet sich diese Stelle die nicht zur Entwertung führt?


Am Ohrläpchen des Fahrgasts. *SCNR*

Bei Fahrkarten ausm Reisezentrum, wo der restliche A4-Bogen noch dran hängt, könnte ich mir vorstellen, daß ein Stempel auf dem weißen Papier keine Entwertung darstellt. Bei Onlinetickets oder Automatenfahrkarten hingegen.. hm.


Ich hab es schon mal mitbekommen das ein Zub ausversehen die Rückfahrt gestempelt hat und es dann genau wie der Fahrgast in dem Moment gemerkt hat.

Daraufhin hat er dann das richtige Ticket gestempelt und auf dem anderen eine Notiz gemacht, vermutlich sowas wie Fahrkarte noch nicht benutzt oder Fahrkarte noch zur Fahrt gültig, wurde falsch entwertet.

Mir hat mal die Zugbegleiterin eine Freifahrt erster Klasse im Rückfahrtsfeld gestempelt. Auf der Hinfahrt, Fahrtrichtung Norden, mit der Zugnummer eines südwärts fahrenden Zugs.

Und dann hat sie sich geweigert, ihren Fehler zu dokumentieren. War eine nette Diskussion eine Woche später auf der Rückfahrt.

Grüße
Marc

Was tun bei inkompetentem Zugbegleiter?

br752 @, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 01:32 (vor 11 Tagen) @ Merry Mary

Wenns mir zu bunt wird rufe /ich/ die Polizei an. Einfach locker bleiben und selbst zum "Hoerer" greifen.

Aber Achtung: Die Rufnummer der Bundespolizei hat ggf. einen Anrufbeantworter, mit der Bitte es spaeter nochmals zu versuchen, dran. Da muss man ggf. 3-5 mal anrufen. Oder eben die 110 anrufen die einen dann an die Bundespolizei verweisen moechte.


BR752

Mißbrauch von Notrufen

ICE2020 @, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 09:47 (vor 11 Tagen) @ br752

Wegen einer – verbalen – Auseinandersetzung über die Gültigkeit eines Tickets 110? Das würde ich als mißbräuchliche Notrufnutzung ansehen.

Verbraucht außerdem unnötig Akku!

musicus @, MH/EPD/NZA/XAWIE, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 09:50 (vor 11 Tagen) @ ICE2020
bearbeitet von musicus, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 09:54

Die BPol kommt schon irgendwann von selbst, wenn der Schaffner den DB-Tarif weniger gut als der Kunde kennt.

Mißbrauch von Notrufen

Colaholiker @, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 11:20 (vor 11 Tagen) @ ICE2020

Naja, manch ein Polizist sieht den Mißbrauch deutlich weiter als er in Wirklichkeit geht. Vor einer Weile habe ich da so eine schöne Erfahrung machen dürfen. Auf einer Autobahn im Rhein-Main-Gebiet sehe ich plötzlich einen Fußgänger auf dem Standstreifen spazieren (aufgeständerte Fahrbahn, man kommt da gar nicht so einfach hin, weit und breit keine Anzeichen eines Unfalls oder liegengebliebenen Autos). Also (per Freisprecheinrichtung) die 110 gewählt, daß direkt schnell eine Warnmeldung per Radio raus gehen kann. Der freundliche Herr am anderen Ende der Leitung meinte, mich anpampen zu müssen, das wäre Mißbrauch des Notrufs, denn ich wäre ja nicht in Gefahr. Auch mein Hinweis darauf, daß aber der Fußgänger auf der Autobahn und im Falle eines Unfalls oder einer Vollbremsung eines Autofahrers wegen des Fußgängers die anderen Verkehrsteilnehmer in Gefahr wären, wollte er nicht gelten lassen. Ich müsse mich da direkt an die Autobahnpolizei wenden. Auf meine Frage, ob ich jetzt damit seine Erlaubnis habe, während der Fahrt die Nummer zu ergooglen oder ob ich erst die 10 km bis zum nächsten Parkplatz fahren soll, und dann die Nummer suche, wußte er keine Antwort. Ich habe das Gespräch dann mit einem Hinweis darauf, daß es ja auf der Leitstelle aufgezeichnet wird, und wenn irgendwas passieren sollte, ich öffentlich mache, daß er nicht reagiert hat, beendet.

Im konkreten Fall nicht selbst die Polizei einschaltende aber es notfalls bis zum Auftauchen selbiger eskalieren lassende Grüße,
der Colaholiker

--
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Was würdet ihr in solchen Fällen empfehlen?

ICETreffErfurt ⌂ @, Eisenach, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 05:35 (vor 11 Tagen) @ Merry Mary
bearbeitet von ICETreffErfurt, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 05:36

Ruhe bewahren.

Ausweis vorzeigen, FN ausstellen lassen. Datum, Zugnummer, Name des Herrn oder der Dame notieren.

Die Weiterfahrt genießen und nicht weiter drüber nachdenken, dass macht nur unentspannt.

Nach der Fahrt einen Brief am die Eintreibungsstelle der FN schreiben mit Kopie der Fahrkarte und Schilderung der Situation und Widerspruch zur Anerkennung der FN.

Beschwerdemail oder besser Beschwerdebrief mit Zugnummer, Datum und Name des Personals an das jeweilige EVU schreiben.

Dann Abwarten und Tee trinken und die Situation einfach vergessen.

Achja: Nicht vergessen die Fahrgastrechte (Formular) geltend zu machen! :-)

Was tun bei inkompetentem Zugbegleiter?

DerMax, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 06:23 (vor 11 Tagen) @ Merry Mary

Das nächste Mal bei solchen Konflikten den entsprechenden Zugbegleiter sachlich darauf hinweisen, dass ein Konflikt zwischen Personal und Reisenden aufgetreten ist und man diesen nun gern durch den Zugführer geschlichtet haben möchte.

Vgl dazu §19 der EVO.

Zugführer

Southwest Chief, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 12:17 (vor 11 Tagen) @ DerMax

Das nächste Mal bei solchen Konflikten den entsprechenden Zugbegleiter sachlich darauf hinweisen, dass ein Konflikt zwischen Personal und Reisenden aufgetreten ist und man diesen nun gern durch den Zugführer geschlichtet haben möchte.

Vgl dazu §19 der EVO.

Warum sollte der Zugführer im Sinne des Kunden entscheiden?

Den Kunden sieht er einmal, seinen Kollegen sehr oft.

Was würdet ihr tun? Euren Kollegen ver­grät­zen?

Hatte einen am Sonntag im ICE.

Southwest Chief, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 09:37 (vor 11 Tagen) @ Merry Mary

Wir hatten 70 Minuten Verspätung.

Der ZUB wollte die Zugbindung NICHT aufheben, weil auf dem Ticket stehe, dass diese ab 20 Minuten Verspätung auf jeden Fall aufgehoben sei.

NUR: Ich musste einen Umweg fahren. Hatte Sparpreis. Durfte also nicht einfach so längere Strecken fahren.

Im Hbf München hat man am Schalter allerdings ohne jede Diskussion die Zugbindung aufgehoben. Glück gehabt.

Hatte einen am Sonntag im ICE.

musicus @, MH/EPD/NZA/XAWIE, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 09:48 (vor 11 Tagen) @ Southwest Chief

Wir hatten 70 Minuten Verspätung.
Der ZUB wollte die Zugbindung NICHT aufheben, weil auf dem Ticket stehe, dass diese ab 20 Minuten Verspätung auf jeden Fall aufgehoben sei.

Inhaltlich stimmt das.

NUR: Ich musste einen Umweg fahren. Hatte Sparpreis. Durfte also nicht einfach so längere Strecken fahren.

Musstest du? Dann ist auch das noch von den FGR-Regelungen abgedeckt, mindestens solange der Gesamtreiseweg bepreisbar bleibt und der "Umweg" die zügigste Reisemöglichkeit zum Ziel darstellt. Ob der zugrundeliegende Beförderungsvertrag nach Spar-, Flex- oder Imhimmelistjahrmarktsonderpreistarif abgeschlossen wurde, ist dafür unerheblich, solange er unter die BB der DB fällt.

Im Hbf München hat man am Schalter allerdings ohne jede Diskussion die Zugbindung aufgehoben.
Glück gehabt.

Entweder das ;-)
...oder unnötige Arbeit.

Hatte einen am Sonntag im ICE.

Southwest Chief, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 10:00 (vor 11 Tagen) @ musicus

NUR: Ich musste einen Umweg fahren. Hatte Sparpreis. Durfte also nicht einfach so längere Strecken fahren.

Musstest du? Dann ist auch das noch von den FGR-Regelungen abgedeckt, mindestens solange der Gesamtreiseweg bepreisbar bleibt und der "Umweg" die zügigste Reisemöglichkeit zum Ziel darstellt.

Durch den Umweg war ich 7 Minuten früher am Ziel.

Hatte einen am Sonntag im ICE.

Colaholiker @, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 11:38 (vor 11 Tagen) @ Southwest Chief

Durch den Umweg war ich 7 Minuten früher am Ziel.

Das macht nichts. Auf einer Verbindung Köln-Frankfurt (gebucht als Sparpreis mit Rheinstrecke-IC) eskalierte die Verspätung am Zustiegsbahnhof des IC relativ schnell von +15 auf "unbestimmt". Also habe ich eben Kraft eigener Arroganz und Souveränität einen ICE über die Schnellfahrstrecke nach Frankfurt genommen, und war dadurch deutlich früher am Ziel. Es war halt der nächste Zug in meine Richtung. Probleme? Keine. Bei der Kontrolle einen Hinweis auf den unbestimmt verspäteten IC, und die Sache war durch. Aufgrund eines Klimaanlagenausfalls wurden wir sogar noch von der 2. in die 1. Klasse umplaziert.
Okay, die Strecke ist von der Länge her kürzer als die ursprünglich gebuchte, ist aber preislich aufgrund der schnelleren Verbindung die teurere. Trotzdem kein Problem.

Zu mehr Entspanntheit ratende Grüße,
der Colaholiker

--
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Hatte einen am Sonntag im ICE.

musicus @, MH/EPD/NZA/XAWIE, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 11:52 (vor 11 Tagen) @ Southwest Chief

NUR: Ich musste einen Umweg fahren. Hatte Sparpreis. Durfte also nicht einfach so längere Strecken fahren.

Musstest du? Dann ist auch das noch von den FGR-Regelungen abgedeckt, mindestens solange der Gesamtreiseweg bepreisbar bleibt und der "Umweg" die zügigste Reisemöglichkeit zum Ziel darstellt.

Durch den Umweg war ich 7 Minuten früher am Ziel.

Klassiker. Umweg erlaubt.

Korrektur. Verspätung hatte ich in beiden Fällen.

Southwest Chief, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 12:21 (vor 11 Tagen) @ musicus

Durch den Umweg war ich 7 Minuten früher am Ziel.

Klassiker. Umweg erlaubt.

In beiden Fällen hatte ich mehr als 60 Minuten, aber weniger als 120 Minuten Verspätung.

Durch den längeren Umweg war ich trotzdem 7 Minuten früher am Ziel, weil ich eine Teilstrecke mit einem schnelleren ICE gefahren bin statt mit einem RE.

"Zügigste Reisemöglichkeit" – auf welcher Basis?

SEE 238 @, ST/NI, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 12:20 (vor 11 Tagen) @ musicus
bearbeitet von SEE 238, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 12:20

Hallo,

Dann ist auch das noch von den FGR-Regelungen abgedeckt, mindestens solange der Gesamtreiseweg bepreisbar bleibt und der "Umweg" die zügigste Reisemöglichkeit zum Ziel darstellt.

Auf welche Regelung gründet sich diese Aussage?
Ich frage deshalb, weil ich mit dieser Thematik auch schon konfrontiert war und leider auch schon Falschinformationen von der DB veröffentlicht wurden, die nicht den geltenden Fahrgastrechten entsprechen.

So decken die Fahrgastrechte ab, dass ab >60 Minuten Verspätung am Zielbahnhof die Reise auch zu einem späteren Zeitpunkt nach Wahl des Fahrgastes fortgesetzt werden kann. Damit sind auch Umwege abgedeckt, die nicht die zügigste Reisemöglichkeit zum Ziel darstellen.

Artikel 16
[…] Muss vernünftigerweise davon ausgegangen werden, dass bei Ankunft am Zielort gemäß Beförderungsvertrag die Verspätung mehr als 60 Minuten betragen wird, so hat der Fahrgast unverzüglich die Wahl zwischen
[…]
c) der Fortsetzung der Fahrt oder der Weiterreise mit geänderter Streckenführung unter vergleichbaren Beförderungsbedingungen bis zum Zielort zu einem späteren Zeitpunkt nach
Wahl des Fahrgasts.

Weiterhin gibt es bekanntlich die 20-Minuten-Regelung der DB. In deren FAQ heißt es dazu:
Bei einer zu erwartenden Verspätung von mindestens 20 Minuten am Zielort seiner Fahrkarte kann der Fahrgast:
bei nächster Gelegenheit die Fahrt auf der gleichen Strecke oder über eine andere Strecke fortsetzen oder
die Fahrt zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen, wenn dadurch die Ankunftsverspätung am Zielbahnhof reduziert werden kann oder
[…]

Diese Formulierung findet sich auch auf fahrgastrechte.info. Interessanterweise erlauben die BB der DB (Punkt 9.1.1) auch ab 20 Minuten Verspätung am Zielbahnhof eine Fortsetzung der Fahrt zu einem späteren Zeitpunkt nach Wahl ohne die Bedingung der Verringerung der Ankunftsverspätung am Zielbahnhof.

Für Verspätungen >60 Minuten (wie in diesem Fall) ist die Sache aus meiner Sicht aber klar und die Regelung auch insbesondere dann sinnvoll, wenn die Verspätung bereits vor Fahrtantritt festgestellt wird. Dann sollte dem Fahrgast schon die Möglichkeit gegeben sein, auch eine andere als die nächstmögliche Reisemöglichkeit zu nutzen – auch, um den Flexibilitätsnachteil gegenüber dem Auto möglichst gering zu halten.

Beste Grüße
SEE 238

--
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"Zügigste Reisemöglichkeit" – auf welcher Basis?

JanZ ⌂ @, Aschaffenburg, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 13:14 (vor 11 Tagen) @ SEE 238

Weiterhin gibt es bekanntlich die 20-Minuten-Regelung der DB. In deren FAQ heißt es dazu:
Bei einer zu erwartenden Verspätung von mindestens 20 Minuten am Zielort seiner Fahrkarte kann der Fahrgast:
bei nächster Gelegenheit die Fahrt auf der gleichen Strecke oder über eine andere Strecke fortsetzen oder
die Fahrt zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen, wenn dadurch die Ankunftsverspätung am Zielbahnhof reduziert werden kann oder
[…]

Diese Formulierung findet sich auch auf fahrgastrechte.info. Interessanterweise erlauben die BB der DB (Punkt 9.1.1) auch ab 20 Minuten Verspätung am Zielbahnhof eine Fortsetzung der Fahrt zu einem späteren Zeitpunkt nach Wahl ohne die Bedingung der Verringerung der Ankunftsverspätung am Zielbahnhof.

Nun, da ist für mich relativ klar, dass die BB die FAQ stechen. Abgesehen davon kann ich mich an keine Fahrt erinnern, bei der es sinnvoll gewesen wäre, über eine andere Strecke zu fahren, ohne dass es die Ankunftsverspätung vermindert hätte. Aber klar, solche Fälle sind natürlich denkbar (z.B. Verminderung von Umsteigevorgängen oder Beibehaltung einer bestimmten Zwischenstation).

--
Im Volk, da ist sie sehr beliebt, unsere Eisenbahn,
Doch dort, wo's keine Schienen gibt, da hält sie selten an.

(EAV: Es fährt kein Zug)

"Zügigste Reisemöglichkeit" – auf welcher Basis?

musicus @, MH/EPD/NZA/XAWIE, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 13:26 (vor 11 Tagen) @ SEE 238

Dann ist auch das noch von den FGR-Regelungen abgedeckt, mindestens solange der Gesamtreiseweg bepreisbar bleibt und der "Umweg" die zügigste Reisemöglichkeit zum Ziel darstellt.

Auf welche Regelung gründet sich diese Aussage?

In der Form auf keine. Den vorhergehenden post hatte ich allerdings so verstanden, dass es Southwest Chief primär um eine schnelle Ankunft ging und die Minimierung der Verspätung in seinem Fall den Umweg erst bedingte. Wohl auch um die hier zwischen DB und Kunden konvergierenden Interessen abzudecken, ist das Befahren von Umwegstrecken erlaubt. Der vorliegende Fall unterstreicht diesen Passus, so dass ich mich zu dieser - zugegebenermaßen juristisch nicht ganz sauberen - Formulierung habe hinreißen lassen.

Ich frage deshalb, weil ich mit dieser Thematik auch schon konfrontiert war und leider auch schon Falschinformationen von der DB veröffentlicht wurden, die nicht den geltenden Fahrgastrechten entsprechen.

Das ist ja nix Neues.

So decken die Fahrgastrechte ab, dass ab >60 Minuten Verspätung am Zielbahnhof die Reise auch zu einem späteren Zeitpunkt nach Wahl des Fahrgastes fortgesetzt werden kann. Damit sind auch Umwege abgedeckt, die nicht die zügigste Reisemöglichkeit zum Ziel darstellen.

Richtig.

Weiterhin gibt es bekanntlich die 20-Minuten-Regelung der DB. In deren FAQ heißt es dazu...

Zu DB-FAQ äußere ich mich jetzt mal nicht, die sind aller Erfahrung nach noch nachlässiger bzw. schwammiger zusammengebastelt, als die BB.

Dann sollte dem Fahrgast schon die Möglichkeit gegeben sein, auch eine andere als die nächstmögliche Reisemöglichkeit zu nutzen – auch, um den Flexibilitätsnachteil gegenüber dem Auto möglichst gering zu halten.

Der Fahrgast hat diese Möglichkeit durchaus. Das Auto ist für diese Debatte unbedeutend.

Was tun bei inkompetentem Zugbegleiter?

Merry Mary @, Donnerstag, 07. Dezember 2017, 21:33 (vor 10 Tagen) @ Merry Mary

Vielen Dank an alle! Auch wenn ich natürlich hoffe, dass ich nie wieder auf so einen völlig uninformierten Zugbegleiter treffe, habt ihr mir mit euren Anregungen doch sehr weitergeholfen.

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