Ausschreibung Weinsortiment für Bordgastronomie 2018/2019 (Allgemeines Forum)

Joachim, Neustadt, Sonntag, 03. Dezember 2017, 14:17 (vor 10 Tagen)

Hallo allerseits,
eine interessante Information für die Weinhändler unter allen Forinten habe ich gefunden: DB Fernverkehr AG schreibt ihr Weinsortiment für die Bordgastronomie 2018-2019 aus; nähere Informationen gibt es hier. Wer sich bewerben will, muss sich allerdings beeilen: Die Angebotsfrist endet am 10. Dezember 2017.
Wenn ich aber in den Ausschreibungsbedingungen lese, dass die Bahn einen maximalen Einkaufspreis pro Flasche (0,25l) von 0,95 Eurocent für den billigsten Weißwein zu zahlen bereit ist, dann vermute ich jedoch, dass dabei nichts wirklich Trinkbares herauskommen dürfte …

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mfG - Joachim

Ausschreibung Weinsortiment für Bordgastronomie 2018/2019

musicus @, MH/EPD/NZA/XAWIE, Sonntag, 03. Dezember 2017, 14:54 (vor 10 Tagen) @ Joachim
bearbeitet von musicus, Sonntag, 03. Dezember 2017, 14:55

Wenn ich aber in den Ausschreibungsbedingungen lese, dass die Bahn einen maximalen Einkaufspreis pro Flasche (0,25l) von 0,95 Eurocent für den billigsten Weißwein zu zahlen bereit ist, dann vermute ich jedoch, dass dabei nichts wirklich Trinkbares herauskommen dürfte …

Das denke ich auch - zumal die sensorische Qualität nur zu 40% in die Angebotsbewertung eingeht. Wenn also die DB nen besseren Schnitt macht, ist man offenkundig dazu bereit, dem Gast im Zweifelsfall Essig vorzusetzen. Beim Rotwein sieht's ja noch lustiger aus: Hier macht man sich allen Ernstes Illusionen, zu Literpreisen von 3,80€ so roundabout 250 hl Spätburgunder zu akquirieren, der dann wohl auch noch als solcher zu erkennen sein soll :-D Und der Rioja darf ein Alter von 2 Jahren nicht überschreiten und muss für 6,80€/l zu haben sein. *rofl*

Spaßig, spaßig...

Erstaunliche Margen bei den Einkaufspreisen

Quasar @, Sonntag, 03. Dezember 2017, 15:40 (vor 10 Tagen) @ Joachim
bearbeitet von Quasar, Sonntag, 03. Dezember 2017, 15:43

Wie werden die dann weitergeben? Zu 4 oder 5 Euro pro Flasche?

Aktuelle Weinpreise

RhBDirk @, Köln und Hamburg, Sonntag, 03. Dezember 2017, 15:47 (vor 10 Tagen) @ Quasar

Im APS 1. Klasse:
0,25l 7,70€ oder 8,10€ je nach Produkt

Sekt 0,2l 5,90€ bzw 8,10€

Dann lieber vorher im Supermarkt eindecken.

Aktuelle Weinpreise

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 03. Dezember 2017, 19:29 (vor 10 Tagen) @ RhBDirk

Wobei die Supermärkte und Discounter weit geringere Einkaufspreise akzeptieren und die Winzern noch stärker unter Druck setzen dürften. Was man so am Rande mitbekommt, sind die im Einkauf quer durch das Sortiment doch voll brutal.

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Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
DB-Fernverkehr heute? Aber nein, Goethe an Schiller im Jahre 1797

Erstaunliche Margen bei den Einkaufspreisen

musicus @, MH/EPD/NZA/XAWIE, Sonntag, 03. Dezember 2017, 16:04 (vor 10 Tagen) @ Quasar

Wie werden die dann weitergeben? Zu 4 oder 5 Euro pro Flasche?

Die aktuellen Preise im Bordrestaurant reichen von 5,90€ (Sekt) über 6,50€ (billigster Weißwein) bis hin zu 8,10€ (jeweils teuerstes Produkt). Die Margen liegen damit irgendwo zwischen 326% und 808%. Angesichts des anzutreffenden Flaschen(!)weinsortiments recht happig.

Was ist daran erstaunlich?

ktmb @, iOS, Sonntag, 03. Dezember 2017, 16:33 (vor 10 Tagen) @ musicus

Der Speisewagen ist halt kein Aldi!
Eine Cola, ein Wasser, Kaffe oder Tee liegen ja auch um 3 €.

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Preise übersteigen aber andere gastronomische Angebote

Quasar @, Sonntag, 03. Dezember 2017, 16:39 (vor 10 Tagen) @ ktmb

Der Speisewagen ist halt kein Aldi!
Eine Cola, ein Wasser, Kaffe oder Tee liegen ja auch um 3 €.

Da magst du recht haben. Aber 7,70€ pro 250ml entsprechen 30,80€ Literpreis. Für 30,80€ bekommt man Qualitätsweine der oberen Mittelklasse und die 7,70€ sind ja eher Einstiegsklasse.

In guter Gastronomie zahlt man um die 4€ für einen guten Wein. Auch das Argument das Personal und Technik in die Kalkulation einfließen, ist hier nicht weiterführend.

Weinkalkulation

musicus @, MH/EPD/NZA/XAWIE, Sonntag, 03. Dezember 2017, 16:59 (vor 10 Tagen) @ Quasar
bearbeitet von musicus, Sonntag, 03. Dezember 2017, 17:01

Da magst du recht haben. Aber 7,70€ pro 250ml entsprechen 30,80€ Literpreis. Für 30,80€ bekommt man Qualitätsweine der oberen Mittelklasse und die 7,70€ sind ja eher Einstiegsklasse.

Mindestens! Da wären wir ja bereits bei 23,10€ pro Flasche (0,75).

In guter Gastronomie zahlt man um die 4€ für einen guten Wein.

Wo? Vermutlich für den gleichen "guten Wein", den man auch bei der DB bekommt. I.d.R. bin ich bei 0,25l in der Gastro jenseits der 5€-Marke. Der Betrag ist allerdings weit weniger erheblich als die prozentualen Aufschläge. Als ich zuletzt im Sommer '16 im Wiener Steirereck (zu diesem Zeitpunkt neuntbestes Restaurant des Planeten, mittlerweile auf 10 abgerutscht) zum Tafeln war, hab ich gerade mal 230% auf den Einstandspreis des Sommeliers zugezahlt.

Auch das Argument das Personal und Technik in die Kalkulation einfließen, ist hier nicht weiterführend.

Bei 800% Marge wohl nicht, gleichwohl darf man es bei der Kalkulation nicht außer acht lassen - der Verkaufspreis liegt notwendigerweise über dem Einkaufspreis. Erinnert ein wenig an Schlagzeilen à la Materialwert des iPhone X beträgt $412,75 (zum Vergleich: Marge 230%)

800%

musicus @, MH/EPD/NZA/XAWIE, Sonntag, 03. Dezember 2017, 16:44 (vor 10 Tagen) @ ktmb

Der Speisewagen ist halt kein Aldi!
Eine Cola, ein Wasser, Kaffe oder Tee liegen ja auch um 3 €.

Die Höhe der Marge ist z.T. schon enorm, das überschreitet meinen Erfahrungen nach gastronomische Gepflogenheiten deutlich. Klar, 100-200% Aufschlag hat man immer, bei Weinen (gerade offenen) gerne auch mal gut 300%, aber dass man zum sechs-, sieben oder neunfachen Einkaufspreis weiterverkauft, habe ich bisher eben nicht erlebt.

800%

moonglum ⌂ @, Hagen, Sonntag, 03. Dezember 2017, 17:08 (vor 10 Tagen) @ musicus

Mich würde das Verhältnis bei ELVETINO mal interessieren, da kann man neuerdings übrigens zu ein paar Leutchen . sich gleich eine ganz normale Flasche (0,75l) bringen lassen...

Zu ein paar Kollegen in den Speisewagen, her mit der Flasche.
Herrlich...

--
Schöne Grüße,
bevorzugt aus den EC 6/7/8/9, ICE 102, 103 und 515
Web: www.bio12code-institut.eu
Foto: EC9 in Wuppertal Hbf
(Gewitterumleitung 15.6.14)
[img]http://abload.de/img/img_4408g6yu6.jpg[/

800%

musicus @, MH/EPD/NZA/XAWIE, Sonntag, 03. Dezember 2017, 17:22 (vor 10 Tagen) @ moonglum
bearbeitet von musicus, Sonntag, 03. Dezember 2017, 17:23

Mich würde das Verhältnis bei ELVETINO mal interessieren, da kann man neuerdings übrigens zu ein paar Leutchen . sich gleich eine ganz normale Flasche (0,75l) bringen lassen...

Nach googeln von Speisekarte und Marktpreis abzüglich eines mutmaßlichen Großkundenrabatts von 30% komme ich bei den flaschenweise feilgebotenen Tropfen auf eine spekulative Marge um und bei 300-350% - fair, besonders wenn ich die sehr hohen Bierpreise bei elvetino gegenüberstelle.

Zu ein paar Kollegen in den Speisewagen, her mit der Flasche.
Herrlich...

Dabei wissen wir doch seit Dom Perignon, dass 0,7l genau die Ration ist, die ein Mann von Welt zum Abendessen braucht...

800%

moonglum ⌂ @, Hagen, Montag, 04. Dezember 2017, 19:28 (vor 9 Tagen) @ musicus

Hahahaha!

--
Schöne Grüße,
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Einkaufspreise ohne MwSt., Verkaufspreise mit MwSt.

hema @, Montag, 04. Dezember 2017, 02:50 (vor 10 Tagen) @ musicus

Die aktuellen Preise im Bordrestaurant reichen von 5,90€ (Sekt) über 6,50€ (billigster Weißwein) bis hin zu 8,10€ (jeweils teuerstes Produkt). Die Margen liegen damit irgendwo zwischen 326% und 808%. Angesichts des anzutreffenden Flaschen(!)weinsortiments recht happig.

Die Einkaufspreise dürften netto, also ohne Mehrwertsteuer sein, die Verkaufspreise sind Endkundenpreise, also mit Mehrwertsteuer. Macht die Marge also etwas kleiner.

Wahrscheinlich gehen die Einkäufer für die Bordgastronomie davon aus, dass die Aufnahme ins Sortiment für die Winzer eine Marketingmaßnahme ist, die diese mit einem entsprechend günstigeren Preis honorieren.

LG hema

Erstaunliche Margen bei den Einkaufspreisen

john.lennon @, Montag, 04. Dezember 2017, 13:57 (vor 9 Tagen) @ musicus
bearbeitet von john.lennon, Montag, 04. Dezember 2017, 14:00

Wie werden die dann weitergeben? Zu 4 oder 5 Euro pro Flasche?

Die aktuellen Preise im Bordrestaurant reichen von 5,90€ (Sekt) über 6,50€ (billigster Weißwein) bis hin zu 8,10€ (jeweils teuerstes Produkt). Die Margen liegen damit irgendwo zwischen 326% und 808%. Angesichts des anzutreffenden Flaschen(!)weinsortiments recht happig.

Na ja, na ja. Die Bahn verdient mit der Bordgastronomie kein Geld. Die hält sie nur am Leben, weil die Fahrgäste die Bordgastronomie als Teil des Serviceangebots sehen, selbst wenn sie sie selten oder gar nicht nutzen.

Außerdem gilt schon in Kneipe und Restaurant als Faustformel, dass man als Verkaufspreis etwa das 3,5 bis 4-fache des EK nimmt.

Schließlich müssen mit den Einnahmen nicht nur die Waren bezahlt werden, sondern auch das Personal, die Miete, die Nebenkosten, die Einrichtung usw. usf.

Die Kostenstruktur im Speisewagen dürfte deutlich ungünstiger sein als in einem Cafe oder Restaurant. Überleg dir mal, wie viel Personal für den Speisewagen benötigt werden und wie wenige Passagiere da im Vergleich zum 1. Kl. oder 2. Kl. Wagen reinpassen...

tl;dr Der Speisewagen ist ein Cost Center. Und die Artikel auf der Speisekarte sind m.E. preislich im Rahmen. Wenn Ihr hier rumweint, tragt Ihr doch nur dazu bei, dass die Bahn diesen Verlustbringer weiter zurückbaut.

Erstaunliche Margen bei den Einkaufspreisen

musicus @, MH/EPD/NZA/XAWIE, Montag, 04. Dezember 2017, 14:24 (vor 9 Tagen) @ john.lennon

Wie werden die dann weitergeben? Zu 4 oder 5 Euro pro Flasche?

Die aktuellen Preise im Bordrestaurant reichen von 5,90€ (Sekt) über 6,50€ (billigster Weißwein) bis hin zu 8,10€ (jeweils teuerstes Produkt). Die Margen liegen damit irgendwo zwischen 326% und 808%. Angesichts des anzutreffenden Flaschen(!)weinsortiments recht happig.

Na ja, na ja. Die Bahn verdient mit der Bordgastronomie kein Geld.

Soweit das Argument. Die Weinmarge dürfte in der Gesamtrechnung aber kaum der wunde Punkt sein, mit dem der break even steht und fällt; ganz gleich ob sie nun bei branchenüblichen 250-300% (s.u.) oder eben bei - als happig wahrgenommenen - 600-800% liegt.

Außerdem gilt schon in Kneipe und Restaurant als Faustformel, dass man als Verkaufspreis etwa das 3,5 bis 4-fache des EK nimmt.

Damit hätte sicher auch in der Bordgastro niemand ein Problem. Wir sprechen hier allerdings von bis zum Neunfachen.

Schließlich müssen mit den Einnahmen nicht nur die Waren bezahlt werden, sondern auch das Personal, die Miete, die Nebenkosten, die Einrichtung usw. usf.

Eben. Dem hat auch in diesem Beitragsbaum bisher niemand widersprochen.

Die Kostenstruktur im Speisewagen dürfte deutlich ungünstiger sein als in einem Cafe oder Restaurant.

Richtig. Deswegen verdient die Bahn ja mit der Bordgastronomie kein Geld. Zumal der Großteil des Angebots auch durchaus mit Café- oder Restaurantpreisen vergleichbar ist.

Überleg dir mal, wie viel Personal für den Speisewagen benötigt werden und wie wenige Passagiere da im Vergleich zum 1. Kl. oder 2. Kl. Wagen reinpassen...

Eher wenige - wobei das hinsichtlich des Getränkeangebots argumentativ eher minder gewichtig ist. Besonders Drinks lassen sich auch im APS, im Bistro oder "ToGo" verkaufen.

tl;dr Der Speisewagen ist ein Cost Center. Und die Artikel auf der Speisekarte sind m.E. preislich im Rahmen.

Die meisten, ja.

Wenn Ihr hier rumweint, tragt Ihr doch nur dazu bei, dass die Bahn diesen Verlustbringer weiter zurückbaut.

Bei der Weinkarte hält sich der Verlust in Grenzen. Alles andere war hier gar nicht Thema.

Wo genau liegt jetzt das Problem?

Blaschke, Osnabrück, Montag, 04. Dezember 2017, 23:16 (vor 9 Tagen) @ musicus

Tach.

Außerdem gilt schon in Kneipe und Restaurant als Faustformel, dass man als Verkaufspreis etwa das 3,5 bis 4-fache des EK nimmt.

Damit hätte sicher auch in der Bordgastro niemand ein Problem. Wir sprechen hier allerdings von bis zum Neunfachen.


Und wer außer ein paar Bahnfuzzys in einem unbedeutendem Forum hat damit jetzt ein Problem?

Solange sich das Zeug zu dem Preis ausreichend verkauft, ist's doch in Ordnung.

Und es wird ja niemand gezwungen, die Plörre zu trinken.

Schöne Grüße von

jörg

--
Wer die Dummköpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen! (Jean Paul Sartre)

Meine Sorge: Eher der zu geringe Beschaffungspreis

GUM @, Montag, 04. Dezember 2017, 16:08 (vor 9 Tagen) @ john.lennon
bearbeitet von GUM, Montag, 04. Dezember 2017, 16:09

Wie werden die dann weitergeben? Zu 4 oder 5 Euro pro Flasche?

Die aktuellen Preise im Bordrestaurant reichen von 5,90€ (Sekt) über 6,50€ (billigster Weißwein) bis hin zu 8,10€ (jeweils teuerstes Produkt). Die Margen liegen damit irgendwo zwischen 326% und 808%. Angesichts des anzutreffenden Flaschen(!)weinsortiments recht happig.


Na ja, na ja. Die Bahn verdient mit der Bordgastronomie kein Geld. Die hält sie nur am Leben, weil die Fahrgäste die Bordgastronomie als Teil des Serviceangebots sehen, selbst wenn sie sie selten oder gar nicht nutzen.

Allerdings gilt es auch zu bedenken, dass der Durchschnittskilometerpreis das zigfache des "Nahverkehrspreises" sein dürfte. Also zahlen die Fahrgäste einen gewissen Anteil der Speisewagen-Infrastruktur auch durch höhere Fahrpreise.

Insbesondere auf Altbaustrecken, bei denen sich der Zeitvorteil der Produktgruppe A/B in Grenzen hält.

Außerdem gilt schon in Kneipe und Restaurant als Faustformel, dass man als Verkaufspreis etwa das 3,5 bis 4-fache des EK nimmt.

Schließlich müssen mit den Einnahmen nicht nur die Waren bezahlt werden, sondern auch das Personal, die Miete, die Nebenkosten, die Einrichtung usw. usf.

Das ist nachvollziehbar! Ich sehe das Problem aber im geringen Einkaufspreis. Mit dem die Winzer nicht wirklich hochwertige Ware anbieten können.

Und der Werbeeffekt wird sich wohl in Grenzen halten, denn es wird mit der Ware nicht der eine prestigeträchtige Luxuszug "bespielt", sondern flächendeckend für einen ganzen Vertragszeitraum gearbeitet. Da wird das "Subventionieren" der Kundenverbindung schon wirklich schwer.

Die Kostenstruktur im Speisewagen dürfte deutlich ungünstiger sein als in einem Cafe oder Restaurant. Überleg dir mal, wie viel Personal für den Speisewagen benötigt werden und wie wenige Passagiere da im Vergleich zum 1. Kl. oder 2. Kl. Wagen reinpassen...

Wie oben beschrieben: Sehe ich anders. Die Flex- oder Relationspreise in ihrer ursprünglichen Fassung wurden mit einem Zuschlag von 25 % für den IC/RJ und 50 für ICE-Produkte berechnet. Da muss auch ein interner Anteil für die Kostendeckung der "Futterkiste" dabei sein :-)

Mit 0,95 Euro pro kleine Weinflasche wird es wirklich schwer sein was Leckeres zu produzieren.

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Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihre Politiker nicht unbeaufsichtigt!
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Genau!

musicus @, MH/EPD/NZA/XAWIE, Montag, 04. Dezember 2017, 16:40 (vor 9 Tagen) @ GUM
bearbeitet von musicus, Montag, 04. Dezember 2017, 16:40

Das ist nachvollziehbar! Ich sehe das Problem aber im geringen Einkaufspreis. Mit dem die Winzer nicht wirklich hochwertige Ware anbieten können.

Wie auch? Wichtigstes Kriterium der Ausschreibung ist ja gerade der Preis - im Zweifelsfall bekommt das billigere Produkt den Zuschlag, selbst wenn es in der Qualität dem teureren zu einem gewissen Maß unterlegen sein sollte. Auch die verlangten Mengen (und ggf. Gebindegrößen) sind hier ein k.o.-Faktor. Ohne Insiderwissen zu haben, spekuliere ich mal, dass die Zahl der Winzer(genossenschaften), die sich um diese "Chance" reißen wird, überschaubar bleiben dürfte.

Und der Werbeeffekt wird sich wohl in Grenzen halten, denn es wird mit der Ware nicht der eine prestigeträchtige Luxuszug "bespielt", sondern flächendeckend für einen ganzen Vertragszeitraum gearbeitet. Da wird das "Subventionieren" der Kundenverbindung schon wirklich schwer.

DB Bordgastro hat gegenwärtig nicht das Zeug dazu, Werbemittel für Winzer zu werden! Diese Vorgänge spielen sich eher über die vergleichsweise exklusive "Szene"- oder Sternekücke ab, nicht via Systemgastronomie auf Rädern.

Meine Sorge: Eher der zu geringe Beschaffungspreis

danielausberlin @, Montag, 04. Dezember 2017, 17:59 (vor 9 Tagen) @ GUM

Mit 0,95 Euro pro kleine Weinflasche wird es wirklich schwer sein was Leckeres zu produzieren.

Öhm, nö. Da ist sehr sehr viel Luft drin.
In Literflaschen kann ich persönlich Dir für 4,00 Euro EK netto pro Liter ab 2.000 Flaschen p.a. leckersten Steillagen-Riesling liefern. Das ist dann ja auch nur 1,00 pro "kleine Flasche". Wie gesagt, Steillage, Handarbeit, höchste Qualität.

Jetzt nimm den Pfälzer Kartoffelacker daggegen, großes Weingut, Vollernter, da bist Du bei einem Bruchteil der Steillagen-Preise, zzgl. noch das Glas für die kleine Flasche natürlich, aber mit 0,95 EK netto pro 0,25 l kann man echt gut arbeiten...

Oder Italien... da hab ich auch sehr trinkbare Toskaner für 1,00 EUR pro 0,25 l EK netto dabei. Das geht schon...

Meine Sorge: Eher der zu geringe Beschaffungspreis

musicus @, MH/EPD/NZA/XAWIE, Montag, 04. Dezember 2017, 18:45 (vor 9 Tagen) @ danielausberlin
bearbeitet von musicus, Montag, 04. Dezember 2017, 18:46

In Literflaschen kann ich persönlich Dir für 4,00 Euro EK netto pro Liter ab 2.000 Flaschen p.a. leckersten Steillagen-Riesling liefern.

Die DB verlangt so ca. 65.000-95.000 l. Nächstes Jahr nochmal - viel Glück mit dem Wetter!

Das ist dann ja auch nur 1,00 pro "kleine Flasche". Wie gesagt, Steillage, Handarbeit, höchste Qualität.

Kaum. Wer wirklich höchste Qualität in der Steillage anbaut, hat es nicht nötig einen Liter pro Euro netto loszuschlagen. Und auch nicht mal eben 800hl davon über.

Jetzt nimm den Pfälzer Kartoffelacker daggegen, großes Weingut, Vollernter, da bist Du bei einem Bruchteil der Steillagen-Preise, zzgl. noch das Glas für die kleine Flasche natürlich, aber mit 0,95 EK netto pro 0,25 l kann man echt gut arbeiten...

Man kann arbeiten, das stimmt. Wenn die Bedingungen gut sind, schafft man sogar brauchbare Basisweine.

Oder Italien... da hab ich auch sehr trinkbare Toskaner für 1,00 EUR pro 0,25 l EK netto dabei. Das geht schon...

Auch das mag sein - offen ist die Qualitätsskala allerdings nach oben. Und über persönlichen (Wein-)Geschmack lässt sich ohnehin nicht streiten.

Meine Sorge: Eher der zu geringe Beschaffungspreis

danielausberlin @, Montag, 04. Dezember 2017, 19:11 (vor 9 Tagen) @ musicus

In Literflaschen kann ich persönlich Dir für 4,00 Euro EK netto pro Liter ab 2.000 Flaschen p.a. leckersten Steillagen-Riesling liefern.

Die DB verlangt so ca. 65.000-95.000 l. Nächstes Jahr nochmal - viel Glück mit dem Wetter!

Klar. Mit einem 8 ha-Betrieb würde ich da auch nicht antreten. ;-)
Aber wozu hat man Freunde, denen 50 ha gehören?! :-)

Das ist dann ja auch nur 1,00 pro "kleine Flasche". Wie gesagt, Steillage, Handarbeit, höchste Qualität.

Kaum. Wer wirklich höchste Qualität in der Steillage anbaut, hat es nicht nötig einen Liter pro Euro netto loszuschlagen. Und auch nicht mal eben 800hl davon über.

Gut, war für Eisenbahnforum verkürzt dargestellt. Müsste "höchste Qualität in dem Preissegment" heißen. Super Literwein, mineralisch, saulecker trinkbar. Steht beim Endkunden für 7,80/l brutto.

Ein GG oder ne Spätlese aus 100 Jahre alter Rebanlage ist bei den Preisen natürlich nicht drin. ;-)

Jetzt nimm den Pfälzer Kartoffelacker daggegen, großes Weingut, Vollernter, da bist Du bei einem Bruchteil der Steillagen-Preise, zzgl. noch das Glas für die kleine Flasche natürlich, aber mit 0,95 EK netto pro 0,25 l kann man echt gut arbeiten...

Man kann arbeiten, das stimmt. Wenn die Bedingungen gut sind, schafft man sogar brauchbare Basisweine.

Und auf brauchbare Basis hoffe ich auch. Bzw. stelle sowas ein. :-)

Oder Italien... da hab ich auch sehr trinkbare Toskaner für 1,00 EUR pro 0,25 l EK netto dabei. Das geht schon...

Auch das mag sein - offen ist die Qualitätsskala allerdings nach oben. Und über persönlichen (Wein-)Geschmack lässt sich ohnehin nicht streiten.

Das sowieso nicht. Sonst wär's aber auch langweilig - einer wie der andere, das ist Qualität! ;-)
Ich bin jedenfalls gespannt was rauskommt und telefoniere gerade noch ein bisschen rum, was geht. ;-)))

Meine Sorge: Eher der zu geringe Beschaffungspreis

musicus @, MH/EPD/NZA/XAWIE, Montag, 04. Dezember 2017, 19:29 (vor 9 Tagen) @ danielausberlin
bearbeitet von musicus, Montag, 04. Dezember 2017, 19:31

Aber wozu hat man Freunde, denen 50 ha gehören?! :-)

Gut, das ist ein As im Ärmel ;-) Die meisten Winzer meines Vertrauens kommen bei den Größen i.d.R. nicht mit.

Ich bin jedenfalls gespannt was rauskommt und telefoniere gerade noch ein bisschen rum, was geht. ;-)))

Viel Erfolg! Auf eine erfolgreiche Verkostung (Wein ab 1:06 - aber mit seinen lächerlichen gut 20ha wohl aus dem Kreis der 1€-Shopper raus :-/ ) im nächsten Jahr

Ausschreibung Weinsortiment für Bordgastronomie 2018/2019

Martin @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 10:33 (vor 8 Tagen) @ Joachim

[...] dass die Bahn einen maximalen Einkaufspreis pro Flasche (0,25l) von 0,95 Eurocent für den billigsten Weißwein zu zahlen bereit ist [...]

Nein, sie wollen den 100-fachen Preis bezahlen.

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