? differenziertem Flexpreis (Fahrkarten, Angebote und Tarife)

Artur Donar @, Mittwoch, 13. September 2017, 15:28 (vor 12 Tagen)
bearbeitet von Artur Donar, Mittwoch, 13. September 2017, 15:29

Hallo,

seit Monaten buche ich die Strecke Wolfsburg-Münster (via Hamm/Drensteinfurt) recht regelmäßig mit BC 25, manchmal auch zum Flexpreis, immer Donnerstags.
Nun fiel mir auf, dass statt 49,50 Euro auf einmal (erst seit dieser Woche?) 51 Euro fällig werden. Aber nur am Donnerstag.

Ist das ein Fehler oder irgendwo nachzulesen? Kann die DB die Normalpreise so festlegen, wie sie das möchte?

Und selbst wenn: warum ausgerechnet am Donnerstag? Freitag oder Sonntag könnte man ja verstehen, aber Donnerstag?!

Ich werde dann einfach Fallersleben-Münster buchen (via WOB, 24h Aufenthalt in WOB) und den ersten Abschnitt mit dem Enno verfallen lassen.

Danke,

A.D.

? differenziertem Flexpreis

Tino, Mittwoch, 13. September 2017, 16:26 (vor 12 Tagen) @ Artur Donar

Du hast doch im Betreff die Antwort schon korrekt geschrieben. Stichwort differenzierter Flexpreis. Der gilt jetzt seit exakt 9 Monaten und variiert je nach Verkehrslag. Mit den unterschiedlichen Preisen möchte man herausfinden wie preissensibel die Fahrgäste sind. Wieso also immer an den Großkampftagen die Preise nach oben schrauben und nicht auch mal an einem Donnerstag?

Existieren irgendwelche Vorgaben? Z. B. x Tage zu ... EUR?

Bahngenießer, Mittwoch, 13. September 2017, 21:42 (vor 11 Tagen) @ Tino
bearbeitet von Bahngenießer, Mittwoch, 13. September 2017, 21:43

Du hast doch im Betreff die Antwort schon korrekt geschrieben. Stichwort differenzierter Flexpreis. Der gilt jetzt seit exakt 9 Monaten und variiert je nach Verkehrslag. Mit den unterschiedlichen Preisen möchte man herausfinden wie preissensibel die Fahrgäste sind. Wieso also immer an den Großkampftagen die Preise nach oben schrauben und nicht auch mal an einem Donnerstag?

So scheint es wohl zu sein.

Die Frage, die sich natürlich stellt:
Gibt es irgendwelche Vorgaben oder Selbstverpflichtungen seitens der Bahn? Muss zum Beispiel an mindestens x Tagen der niedrige Preis von ... EUR gelten? Oder darf an höchstens x Tagen der höchste Preis von ... EUR? Oder muss ein bestimmter Jahresdurchschnitt gewahrt bleiben?
Falls das alles nicht der Fall ist, kann die DB doch gar nicht mehr ernsthaft ausrechnen, um wieviel Prozent die Flexpreise am Tage der Fahrpreiserhöhung wirklich erhöht werden. Da sind spontaner Willkür Tor und Tür geöffnet.

Meine generelle Meinung zum differenzierten Flexpreis:
Ich glaube, dass nur die wenigsten Fahrgäste ihre Reisetage so flexibel planen können, dass es wirklich zu einer nennenswerten Verlagerung zugunsten verkehrsschwächerer Tage kommt. (Und wenn die Bahn wirklich etwas anderes behauptet: Wie will die Bahn das signifikant feststellen?)
Im Gegenzug sind dann auch bestimmt ein paar Fahrgäste, die sich durch den etwas saftigeren Flexpreis dazu bewogen fühlen, doch lieber per Auto, Flugzeug oder Fernbus zu fahren.

? differenziertem Flexpreis

Oberschlesier, Magdeburg, Mittwoch, 13. September 2017, 22:41 (vor 11 Tagen) @ Artur Donar

Hallo Artur,

Ist das ein Fehler oder irgendwo nachzulesen? Kann die DB die Normalpreise so festlegen, wie sie das möchte?

Wieso dürfte die DB die Preise nicht so festlegen, wie sie es möchte? Sie bietet dir eine Dienstleistung (Beförderung von A nach B) für einen bestimmten Preis an und du darfst entscheiden, ob du das Angebot annimmst oder doch ablehnst.
Ich bin auch kein Fan davon...

LG
OS

? differenziertem Flexpreis

tommy_898 @, Donnerstag, 14. September 2017, 07:57 (vor 11 Tagen) @ Oberschlesier

So sieht das auch die Bahn. Da der Felxpreis meist an Freitagen und vor Feiertagen höher ist, gibt es für mich aber meist nicht die Alternative auf einen anderen Tag auszuweichen. Ich kann dann nur auf das Auto ausweichen. Ob das im Sinne des differenzierten Flexpreises ist, mag ich zu bezweifeln.

Ich habe mich zu dem Thema auch schon mal an die Bahn gewandt und folgende Antwort erhalten:
"Ihren Wunsch und Ihre Erwartung auch künftig flexibel und preiswert reisen zu können, verstehen wir sehr gut. Die heutige Arbeitswelt verlangt uns allen immer mehr Flexibilität ab. Uns ist sehr wohl bewusst, dass das neue Preissystem mit Einschränkungen verbunden ist. Bei der Gestaltung orientieren wir uns wie jedes andere wirtschaftlich handelnde Unternehmen am Marktumfeld.

Gerne erläutern wir Ihnen einige Hintergründe zu unserer wirtschaftlichen Situation. Im ersten Halbjahr 2016 verzeichnete der Fernverkehr eine positive Entwicklung. Wir konnten rund

10 Prozent mehr Fahrgäste begrüßen als ein Jahr zuvor. Durch die schrittweise Angebotsausweitung und attraktivitätssteigernden Maßnahmen bis zum Jahr 2030 erwarten wir im Zielzustand jährlich rund 50 Millionen zusätzliche Fahrgäste alleine im Fernverkehr. Das sind 40 Prozent mehr als im Jahr 2014. Daher wird es zunehmend wichtiger Reisendenströme – auch mit Preisdifferenzierungen – zu lenken.

Trotz des höheren Umsatzes ging der Gewinn im Fernverkehr vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen im gleichen Zeitraum um mehr als 6 Prozent zurück. Bereits 2015 sank das Ergebnis um 9 Millionen auf 171 Millionen Euro. Nach dem jüngst vorgestellten Geschäftsbericht für das abgelaufene Gesamtjahr hat sich die Ertragslage des Fernverkehrs wieder etwas stabilisiert. Der Wettbewerbsdruck durch Bus, Flugzeug und Auto hält jedoch unvermindert an.

Mit dem differenzierten Flexpreis verfolgen wir das Konzept eines wettbewerbsfähigen Preissystems. Eine tageweise Anhebung ist bei anderen Marktteilnehmern wie Busanbietern, Fluggesellschaften oder ausländischen Bahnunternehmen seit langem üblich. Ohne die damit einhergehende Festlegung lässt sich dies nach unserer Auffassung nicht effektiv abbilden. Auswirkungen und Resonanz werden wir sorgfältig beobachten. Das neue Preissystem ist zunächst auf ein Jahr begrenzt."

Lösung

Artur Donar @, Donnerstag, 14. September 2017, 11:55 (vor 11 Tagen) @ tommy_898

Was hält dich davon ab, das Ticket zB ab einem Vorortbahnhof oder eine kurze, preisneutrale Strecke weiter zu buchen?
Gilt ja 2 Tage, dann fährt man am 2. Tag los und lässt den Vorlsuf verfallen bzw Istanbul nicht kontrolliert worden.

Blöd ist es, wenn man das Ticket wirklich an zwei Tagen braucht und der 1. Tag eben der teure Tag ist.

Lösung

Oberschlesier, Magdeburg, Donnerstag, 14. September 2017, 13:16 (vor 11 Tagen) @ Artur Donar

Gilt ja 2 Tage, dann fährt man am 2. Tag los und lässt den Vorlsuf verfallen bzw Istanbul nicht kontrolliert worden.

Hi Artur,
man muss am 1. Tag die Reise beginnen, oder?

Lösung

musicus @, MH/EPD/NZA/XAWIE, Donnerstag, 14. September 2017, 13:23 (vor 11 Tagen) @ Oberschlesier

Hi Artur,
man muss am 1. Tag die Reise beginnen, oder?

Laut Tarif muss man das.
Man muss es aber nicht beweisen. Im Zweifelsfall ist es an der DB, den Nachweis zu erbringen, dass man die Reise nicht am ersten Geltungstag angetreten haben kann. Sieht man vom Fall, dass man am zweiten Geltungstag am auf der Fahrkarte aufgedruckten Abfahrtsbahnhof den Zug besteigt, mal ab, dürfte dieser Nachweis in der Praxis schwer zu erbringen sein.

Lösung

Oberschlesier, Magdeburg, Donnerstag, 14. September 2017, 14:13 (vor 11 Tagen) @ musicus

Hi Artur,
man muss am 1. Tag die Reise beginnen, oder?

Laut Tarif muss man das.
Man muss es aber nicht beweisen. Im Zweifelsfall ist es an der DB, den Nachweis zu erbringen, dass man die Reise nicht am ersten Geltungstag angetreten haben kann. Sieht man vom Fall, dass man am zweiten Geltungstag am auf der Fahrkarte aufgedruckten Abfahrtsbahnhof den Zug besteigt, mal ab, dürfte dieser Nachweis in der Praxis schwer zu erbringen sein.

Danke. Du hast Recht, allerdings ist das nicht ein Betrug (moralisch gesehen)?

Lösung

EK-Wagendienst, Münster, Donnerstag, 14. September 2017, 16:10 (vor 11 Tagen) @ Oberschlesier

Hi Artur,
man muss am 1. Tag die Reise beginnen, oder?

Laut Tarif muss man das.
Man muss es aber nicht beweisen. Im Zweifelsfall ist es an der DB, den Nachweis zu erbringen, dass man die Reise nicht am ersten Geltungstag angetreten haben kann. Sieht man vom Fall, dass man am zweiten Geltungstag am auf der Fahrkarte aufgedruckten Abfahrtsbahnhof den Zug besteigt, mal ab, dürfte dieser Nachweis in der Praxis schwer zu erbringen sein.


Danke. Du hast Recht, allerdings ist das nicht ein Betrug (moralisch gesehen)?

Der Kauf einer Fahrkarte verpflichtet nicht, die auch zu nutzen.

Lösung

ICE920 ⌂ @, München, Donnerstag, 14. September 2017, 18:38 (vor 11 Tagen) @ Oberschlesier

Die DB versucht mit allen Mitteln dem Kunden, das Geld aus der Tasche zu ziehen, um ihren Gewinn zu maximieren: differenzierter Flexlreis, Hemnisse im FGR-Verfahren, undurchsichtige Sparpreisstufenfestsetzung, etc. Sie nutzt auch die Schwächen der Nutzer aus sowie es geht: Sparpreis = Futsch bei Zugversäumnis und keine feste Regelung bei Buchungsfehlern wären da anzuführen. Wieso sollte es für den Kunden dann moralisch verwerklich sein, wenn er das selbe tut und für sich das Maximum an Leistung rausholt, in dem er die Schwächen des Tarifsystems ausnutzt?

Lösung

Oberschlesier, Magdeburg, Freitag, 15. September 2017, 12:58 (vor 10 Tagen) @ ICE920

Die DB versucht mit allen Mitteln dem Kunden, das Geld aus der Tasche zu ziehen, um ihren Gewinn zu maximieren: differenzierter Flexlreis, Hemnisse im FGR-Verfahren, undurchsichtige Sparpreisstufenfestsetzung, etc. Sie nutzt auch die Schwächen der Nutzer aus sowie es geht: Sparpreis = Futsch bei Zugversäumnis und keine feste Regelung bei Buchungsfehlern wären da anzuführen. Wieso sollte es für den Kunden dann moralisch verwerklich sein, wenn er das selbe tut und für sich das Maximum an Leistung rausholt, in dem er die Schwächen des Tarifsystems ausnutzt?


Natürlich ist das Verhalten ud das Preissystem der DB aus meiner Sicht unfair. Ich sähe Fahrkarten lieber mit einem festen Kilometertarif, aber rein makrtwirtschaftlich ist es natürlich legal und gewinnbringend.
Ein wenig moralisch unfair wäre jedoch für mich zu sagen, dass ich meine Reise einen Tag vorher schon angetreten habe (obwohl das nicht die Wahrheit ist). Aber ich kann Ihre Stellung auch nachvollziehen :)

LG!
OS

Liebe Sozis

john.lennon, Samstag, 16. September 2017, 13:07 (vor 9 Tagen) @ Oberschlesier

Sie nutzt auch die Schwächen der Nutzer aus sowie es geht: Sparpreis = Futsch bei Zugversäumnis

Wieso Schwächen der Nutzer? Es ist ja nun völlig transparent, dass beim Sparpreis Zugbindung besteht und es entsprechend vorher festgelegten Bedingungen u.U. keine (Teil-)Erstattung gibt.

Umfassende Bevormundung funktioniert nicht. Der eine oder andere Sozi denkt wahrscheinlich auch, dass er die Welt verbessert, wenn er Eltern vorschreibt, wieviel Zucker sie ihren Kindern geben dürfen. Solche Sozis kapieren nicht, dass manches eben nicht durch Regulierung zu lösen ist. Wenn Eltern blöd und unverantwortlich sind, dann werden sie auch durch staatliche Bevormundung keine optimale Erziehung erhalten.


Natürlich ist das Verhalten ud das Preissystem der DB aus meiner Sicht unfair.

Wieso? Die Bahn will durch nicht-flexible Tickets die Auslastung besser steuern. Bessere Auslastung -> niedrigere Betriebskosten. Diese niedrigeren Kosten wird die Bahn zumindest partiell an die Kunden weiterreichen -> insgesamt niedrigeres Ticketniveau.

Das finde ich nicht unfair, sondern sinnvoll und gerecht.

Liebe Sozis

ICE920 ⌂ @, München, Samstag, 16. September 2017, 14:24 (vor 9 Tagen) @ john.lennon

Sie nutzt auch die Schwächen der Nutzer aus sowie es geht: Sparpreis = Futsch bei Zugversäumnis


Wieso Schwächen der Nutzer? Es ist ja nun völlig transparent, dass beim Sparpreis Zugbindung besteht und es entsprechend vorher festgelegten Bedingungen u.U. keine (Teil-)Erstattung gibt.

Es geht nicht um die Auslegung der Regeln, sondern um deren Festsetzung. Das es eine Zugbindung gibt, ist klar. Wieso man aber kein Angebot hat, um einen Zug früher oder einen Zug später fahren zu können, ist alleine der Profitmaximierung geschuldet. Genauso dass ein Ticket für einen Zug in der Stoßzeit nicht auch in der Schwachlastzeit davor oder danach benutzt werden kann.
Ganz nebenbei: Bis vor kurzem gab es noch den Sparpreiszusatz. Damit konnte man immerhin den Fahrkartenpreis (abzüglich der Stornogebühr) noch retten. Wurde abgeschafft. Man kriegt ja mehr Geld, wenn der Kunde 2 Tickets bezahlt.
Das Angebot hat die DB auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ohne jegliche Rücksicht auf die Bedürfnisse der Kunden, sofern dies nicht mehr Einnahmen generiert und damit widerrum die eigenen Bedürfnisse befriedigt.

Natürlich ist das Verhalten ud das Preissystem der DB aus meiner Sicht unfair.


Wieso? Die Bahn will durch nicht-flexible Tickets die Auslastung besser steuern. Bessere Auslastung -> niedrigere Betriebskosten. Diese niedrigeren Kosten wird die Bahn zumindest partiell an die Kunden weiterreichen -> insgesamt niedrigeres Ticketniveau.

Das finde ich nicht unfair, sondern sinnvoll und gerecht.

Think outside the box!
Wie schon gesagt: was für ein Schaden entsteht denn, wenn der Kunde statt dem vollen Zug im Berufsverkehr einen späteren halbleeren Zug nimmt? Es wären auch andere kundenfreundlichere Lösungen möglich, die aber weniger Geld in die Kassen einspülen würden.
Nimm nicht das Wort unfair, sondern kundenunfreundlich. Da muss man dann auch als Kunde nicht unbedingt bahnfreundlich agieren

Kurzer Zusatz

ICE920 ⌂ @, München, Samstag, 16. September 2017, 14:35 (vor 9 Tagen) @ ICE920

Und um auf das eigentliche Thema des Threads zurückzukommen - dem differenzierten Flexpreis: Welcher Flexpreiskunde verschiebt denn bitte seine Reise um einen ganzen Tag, nur um 2 Euro zu sparen??? Das ist eine reine Geldmache der Bahn

Liebe Sozis

john.lennon, Samstag, 16. September 2017, 17:44 (vor 9 Tagen) @ ICE920

Das Angebot hat die DB auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ohne jegliche Rücksicht auf die Bedürfnisse der Kunden, sofern dies nicht mehr Einnahmen generiert und damit widerrum die eigenen Bedürfnisse befriedigt.

Meine Güte, vielleicht sollte man sich nicht zu waghalsigen wirtschaftlichen Thesen versteigen, wenn man sich mit der Materie nicht auskennt.

Natürlich denkt die Bahn nur daran, wieviel unter dem Strich hängen bleibt. Damit was hängen bleibt, muss sie sich allerdings stets an den Wünschen und Anforderungen der Kunden ausrichten.

Wie Adam Smith vor über 240 Jahren bemerkte:

"It is not from the benevolence of the butcher, the brewer, or the baker that we expect our dinner, but from their regard to their own interest."

Gerade weil Unternehmen aus Selbstinteresse handeln, sind sie nützlich für die Konsumenten.

Liebe Sozis

ICE920 ⌂ @, München, Samstag, 16. September 2017, 17:55 (vor 9 Tagen) @ john.lennon
bearbeitet von ICE920, Samstag, 16. September 2017, 17:56

Das Angebot hat die DB auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ohne jegliche Rücksicht auf die Bedürfnisse der Kunden, sofern dies nicht mehr Einnahmen generiert und damit widerrum die eigenen Bedürfnisse befriedigt.


Meine Güte, vielleicht sollte man sich nicht zu waghalsigen wirtschaftlichen Thesen versteigen, wenn man sich mit der Materie nicht auskennt.

Natürlich denkt die Bahn nur daran, wieviel unter dem Strich hängen bleibt. Damit was hängen bleibt, muss sie sich allerdings stets an den Wünschen und Anforderungen der Kunden ausrichten.

Gerade weil Unternehmen aus Selbstinteresse handeln, sind sie nützlich für die Konsumenten.

Erkläre mir dann bitte mit diesen Thesen:
- Abschaffung Mitfahrerrabatt
- Abschaffung Sparpreiszusatz
- Abschaffung des BahnCard-Rabatts auf ausländische Abschnitte beim Sparpreis (auch wenn die Tarife in eigener Hand liegen: Brenner-EC)
- Erhöhung des Reservierungsentgelts für die 1. Klasse um ein Drittel

Inwiefern richten sich diese Maßnahmen an den Wünschen und Anforderungen der Kunden aus?

Ich habe niemals gemeint, dass dieses Verhalten der DB unlegitim ist. Aber dann braucht man sich als Kunde auch nicht überlegen, ob man der DB nicht doch ein Paar Euro schenkt.

Liebe Sozis

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Samstag, 16. September 2017, 19:59 (vor 9 Tagen) @ ICE920

Also BC-Rabatt auf Sparpreise halte ich eh für unsinnig.

Zum Rest: Die Deutsche Bahn ist nicht die Wohlfahrt und sie ist vor allem keine Bundesbahn. Vorher war sie aber wohl auch nicht besser.

Ich halte nichts von der Doktrin, dass der Markt das regeln würde, aber da stehe ich halt wohl etwas allein dar inmitten von Leuten, die an den Markt glauben.

Und dann gibt's auch die (also der Rest), die dran glauben müssen...

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Liebe Sozis

Oberschlesier, Magdeburg, Sonntag, 17. September 2017, 00:46 (vor 8 Tagen) @ john.lennon

Wieso? Die Bahn will durch nicht-flexible Tickets die Auslastung besser steuern. Bessere Auslastung -> niedrigere Betriebskosten. Diese niedrigeren Kosten wird die Bahn zumindest partiell an die Kunden weiterreichen -> insgesamt niedrigeres Ticketniveau.

Das finde ich nicht unfair, sondern sinnvoll und gerecht.

Als unfair empfinde ich keine klare Darstellung der Regeln für die Preisbildung. Ich habe schon öfter hier Fragen gesehen, wann die Sparpreise "aktualisiert" werden, oder Kommentare, dass Flexpresie plötzlich "über Nacht" steigen.
Bezüglich des niedrigeren Ticketniveaus, das stimmt leider nicht. Die Kosten der Fahrkarten beim Bahnreisen steigen schneller als die allgemeine Inflation. Im Jahr 2010 musste man fürs Bahnfahren um 20% mehr Geld als im Jahr 2005 ausgeben. Der allgemeine Vebraucherpreisindex für den gleichen Zeitraum betrug ca. 9%.

Natürlich aus der Sicht der Bahn und der Mikroökonomie ist es sinnovoll.

LG!
OS

Liebe Sozis

Henrik @, Montag, 18. September 2017, 20:33 (vor 7 Tagen) @ Oberschlesier

Wieso? Die Bahn will durch nicht-flexible Tickets die Auslastung besser steuern. Bessere Auslastung -> niedrigere Betriebskosten. Diese niedrigeren Kosten wird die Bahn zumindest partiell an die Kunden weiterreichen -> insgesamt niedrigeres Ticketniveau.

Das finde ich nicht unfair, sondern sinnvoll und gerecht.

vor allem fahren nun (wieder) Leute Bahn mit den günstigen Tickets, die es ansonsten nicht täten,
das ist sehr fair, sinnvoll und vor allem (sozial) gerecht.

Als unfair empfinde ich keine klare Darstellung der Regeln für die Preisbildung. Ich habe schon öfter hier Fragen gesehen, wann die Sparpreise "aktualisiert" werden

das ist eigentlich rech vorhersehbar...... darüberhinaus eher irrelevant - hier gibts ja mehr Verschwörungen von Wutbürgern über fake-news etc ("1. Klasse nur noch ab 41 €" etc).

oder Kommentare, dass Flexpresie plötzlich "über Nacht" steigen.

bitte was? hahahaha :D :D

Bezüglich des niedrigeren Ticketniveaus, das stimmt leider nicht. Die Kosten der Fahrkarten beim Bahnreisen steigen schneller als die allgemeine Inflation.

Die Kosten der Fahrkarten sind in letzten Jahren stets sehr deutlich um 8% gefallen.

Im Jahr 2010 musste man fürs Bahnfahren um 20% mehr Geld als im Jahr 2005 ausgeben.

hahahahahaha., witzig.
und 2003 musste man fürs Bahnfahren um 25% weniger Geld als im Jahr 2002 ausgeben. toll.
das alte Preisniveau von vor 2003 wurde erst Jahrzehnte später wieder erreicht.

Natürlich aus der Sicht der Bahn und der Mikroökonomie ist es sinnvoll.

aus der Sicht der Bahn ist es sinnvoll, wenn deren Angebot dazu führt, dass mehr Fahrgäste Bahn fahren und diese auch zunehmen zufrieden mit der Leistung sind durch eben erhöhte Qualität (Pünktlichkeit, WLAN etc.). Primär steht bei der Bahn nicht im Fokus, Gewinn zu erwirtschaften.

Liebe Sozis

Oberschlesier, Magdeburg, Donnerstag, 21. September 2017, 21:20 (vor 3 Tagen) @ Henrik

bitte was? hahahaha :D :D

Sehr oft kann man hier Beiträge lesen, wo es behauptet wird, dass das Preissystem nicht sinnvoll ist oder gegen eigene Regeln verstößt.
Ein Beispiel: http://www.ice-treff.de/index.php?id=492713 (eigentlich die ganze Diskussion dort).

Bezüglich des niedrigeren Ticketniveaus, das stimmt leider nicht. Die Kosten der Fahrkarten beim Bahnreisen steigen schneller als die allgemeine Inflation.


Die Kosten der Fahrkarten sind in letzten Jahren stets sehr deutlich um 8% gefallen.

Darf ich um eine Quelle bitten? :)

hahahahahaha., witzig.

Ob es witzig ist, schwer zu beurteilen, wahr auf jeden Fall.

Primär steht bei der Bahn nicht im Fokus, Gewinn zu erwirtschaften.

Wenn du mit der "Bahn" die Deutsche Bahn AG meinst, dann dachte ich immer, dass eine Aktiengesellschaft doch am Gewinn interessiert ist...

LG,
OS

Das Thema Moral etc. kann ignoriert werden!

Blaschke, Osnabrück, Samstag, 16. September 2017, 17:08 (vor 9 Tagen) @ ICE920

Hallo.

Die DB versucht mit allen Mitteln dem Kunden, das Geld aus der Tasche zu ziehen, um ihren Gewinn zu maximieren:

Das ist ja auch der Sinn der Veranstaltung. Die DB soll Gewinne machen. Und das ist auch nichts verwerfliches. Im Gegenteil! Wohin ein Wirtschaften ohne Gewinnerzielungsabsicht führt, hat man ja an den maroden Zuständen bei der DDR-Reichsbahn (und im ganzen restlichen Leben des Landes auch) sehen können.

Wieso sollte es für den Kunden dann moralisch verwerklich sein, wenn er das selbe tut und für sich das Maximum an Leistung rausholt, in dem er die Schwächen des Tarifsystems ausnutzt?

Ist es doch auch nicht! Selbstverständlich hat der Kunde das Recht, für sich Vorteile herauszuholen.


Generell sollte man im kapitalistischen Kaufmannswesen das Thema Moral vergessen!!! Es geht für alle Beteiligten schlicht einfach nur darum, für sich selbst das Optimum herauszuholen.


Schöne Grüße von

jörg

--
Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jeder ist überzeugt, dass er genug davon habe. (René Descartes)

Genau meine Rede!

ICE920 ⌂ @, München, Samstag, 16. September 2017, 17:49 (vor 9 Tagen) @ Blaschke

- kein Text -

Das Thema Moral etc. kann ignoriert werden!

Langsamfahrstelle @, Samstag, 16. September 2017, 19:34 (vor 9 Tagen) @ Blaschke

Generell sollte man im kapitalistischen Kaufmannswesen das Thema Moral vergessen!!! Es geht für alle Beteiligten schlicht einfach nur darum, für sich selbst das Optimum ...

Gilt, meines Erachtens, wenn man einen stärkeren oder ähnlich starken Kontrahenten vor sich hat ( bei der Bahn zweifellos gegeben).
Woanders im Leben (Kinderflohmarkt, Kirchenkollekte --> was Rausnehmen? ...) zum Teil bedenkliche Einstellung.

Gruss, Lafa

There ain't no such thing as "Moral"

musicus @, MH/EPD/NZA/XAWIE, Samstag, 16. September 2017, 19:48 (vor 9 Tagen) @ Blaschke

- kein Text -

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