Es gibts noch: Menschliches Zugpersonal (Allgemeines Forum)

guru61, Samstag, 15. Juli 2017, 08:47 (vor 72 Tagen)

Hallo
Der Aufsteller gestern Abend:
IR Bern - Olten - Aarau -Brugg - Baden - Zürich. (Zeit und Zug spielen keine Rolle!)

Ab Olten Billettkontrolle. Zugführer kommt nach Vorne, geht auf die Plattform und fängt an zu kontrollieren.
Eine alte, zittrige Dame, sehr schlecht zu Fuss, sagt dann plötzlich ziemlich trotzig: "Ich gehöre nicht in die Erste Klasse, ich habe mich nur nicht getraut auf dem Perron nach hinten zu gehen!". Zeigt ihr Billett nach Aarau (10 Minuten Fahrt) und will sich dann, mühsam von Sitz zu Sitz hangelnd, nach hinten begeben (Der Zug fährt gerade über die Weichenstrassen des Bahnhofs Olten und rüttelt natürlich).
Der ca. 30 jährige Zugführer sagt dann leise: "Nun, sitzen Sie doch ab." und viel leiser: "Ich habe nichts gesehen."

Die Dame nimmt tatsächlich Platz und bleibt bis Aarau sitzen, wo sie den Zug dann verlässt.

Gruss Guru

Es gibts noch: Menschliches Zugpersonal

moonglum ⌂ @, Hagen, Samstag, 15. Juli 2017, 09:06 (vor 72 Tagen) @ guru61

Und es gibt Andere:
S48 von Zürich nach Muri in der letzten Woche - eine alte Dame sitzt versehentlich in der 1. Klasse, weil sie die Markierungen im S-Bahn-DOSTO nicht richtig gedeutet hat und optisch kaum ein Unterschied zwischen 1. und 2. Klasse zu erkennen ist....
Kontrolle mit 4 Mann.
Die Dame wird lautstark über ihr Fehlverhalten aufgeklärt, man wird den Vorgang MELDEN und dann soll sie den Menschen von jener Abteilung erklären, warum sie DORT gesessen hat....
Die Dame zittert am ganzen Leib.
Keiner, aber auch nicht ein einziger Mensch drumherum unterstützt sie.
Ich musste leider am nächsten Halt aussteigen, sonst hätte ich mich an ihre Seite gesetzt.

--
Schöne Grüße,
bevorzugt aus den EC 6/7/8/9, ICE 102, 103 und 515
Web: www.bio12code-institut.eu
Foto: EC9 in Wuppertal Hbf
(Gewitterumleitung 15.6.14)
[img]http://abload.de/img/img_4408g6yu6.jpg[/

Kann aber auch Fahrgästen liegen

oppermad @, Wuppertal/Wunstorf, Samstag, 15. Juli 2017, 09:50 (vor 72 Tagen) @ moonglum

Guten Morgen,

Die Dame wird lautstark über ihr Fehlverhalten aufgeklärt, man wird den Vorgang MELDEN und dann soll sie den Menschen von jener Abteilung erklären, warum sie DORT gesessen hat....
Die Dame zittert am ganzen Leib.
Keiner, aber auch nicht ein einziger Mensch drumherum unterstützt sie.

Kann ich irgendwo verstehen: Wer will genauso "zusammengefaltet" werden? Bringen würde das mit ziemlicher Sicherheit eh nichts.

Gibt auch gute Schauspieler unter Fahrgästen:
Kontrolle in der Regionalbahn. Zwei junge Damen ohne Fahrschein, weil der Automat defekt sei. Als der Prüfdienst die Personalien aufnehmen will, haben sie angeblich keinen Ausweis dabei. Als die Polizei zur Personalienfeststellung angekündigt wird, fangen sie an zu weinen, finden immerhin beide ihren Ausweis. Nachdem die Fahrkarten zum Pauschalpreis ausgestellt sind und der Prüfdienst weg ist kommt: "Scheiß Schaffner, hätte auch klappen können." Auch wenn sich manche Kontrolleure fürchterlich benehmen, so kann es auch an Fahrgästen liegen.

Grüße,

Dirk

--
Meine persönliche FGR-Olympiade seit 2011:
1. Platz DB Regio 201 Fälle,
2. Platz DB Fernverkehr 99 Fälle,
3. Platz NWB 12 Fälle,
4-5. Platz eurobahn und Westfalenbahn je 4 Fälle,
6-7. Platz metronom und erixx je 3 Fälle.

Kann aber auch Fahrgästen liegen

moonglum ⌂ @, Hagen, Samstag, 15. Juli 2017, 10:21 (vor 72 Tagen) @ oppermad

Es gibt eine ältere Dame aus dem Raum Ruhrgebiet, die mir gleich zweimal auffiel im A-Klasse- Wagen des ICE 106. Mit B-Klasse-Ticket ausgestattet spielte sie die Überraschte derartig schlecht, dass sie sehr bestimmt und vollkommen zurecht des Wagens verwiesen wurde. Sie murmelte jeweils "So etwas ist mir noch nicht vorgekommen." :-)
Ihr Koffer wurde ihr sogar hinterher getragen.
Hier ist der Fall eindeutig, die ZUB's haben gut reagiert, humorvoll und konsequent.

Bei der Dame in der Züricher S48 sieht die Sachlage anders aus. Die beiden Wagenklassen sehen sich zum Verwechseln ähnlich, und nichts weist INNEN auf den schnellen ersten Blick auf die A-Klasse hin. Klar, da steht inmitten einer Vielzahl von Symbolen eine 1 mit einem RIchtungspfeil an der Wand, aber diese 1 steht an der türseitigen Wand. Wenn man einsteigt und versucht sich einen Überblick zu verschaffen, sieht man sie definitiv nicht. Man geht zum nächsten Platz und sitzt falsch. Also da hätte ich die ältere Dame freundlich belehrt und ihr geholfen, den richtigen Wagen zu finden und hätte sie freundlich auf das Symbol hingewiesen, wie sie erkennen kann, in welcher Klasse sie sitzt.

Aber eben - nicht Jedem ist dieses Talent gegeben, und es lag ein gewisser Gruppenzwang vor, da im selben Wagen zugleich 4 Kontrolleure agierten. Vermutlich ist es da unmöglich, kulant zu sein.

--
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Das war kein Zugspersonal

guru61, Sonntag, 16. Juli 2017, 16:58 (vor 71 Tagen) @ moonglum
bearbeitet von guru61, Sonntag, 16. Juli 2017, 16:59

Und es gibt Andere:
S48 von Zürich nach Muri in der letzten Woche - eine alte Dame sitzt versehentlich in der 1. Klasse, weil sie die Markierungen im S-Bahn-DOSTO nicht richtig gedeutet hat und optisch kaum ein Unterschied zwischen 1. und 2. Klasse zu erkennen ist....
Kontrolle mit 4 Mann.
Die Dame wird lautstark über ihr Fehlverhalten aufgeklärt, man wird den Vorgang MELDEN und dann soll sie den Menschen von jener Abteilung erklären, warum sie DORT gesessen hat....
Die Dame zittert am ganzen Leib.
Keiner, aber auch nicht ein einziger Mensch drumherum unterstützt sie.
Ich musste leider am nächsten Halt aussteigen, sonst hätte ich mich an ihre Seite gesetzt.

Hallo
Nun, das war kein Zugspersonal, sondern Private.
Leider hat auch die SBB dem Zuge der Zeit das Ausgelagert.
Mit den Folgen, dass nun auch Leute zum Einsatz kommen, die eigentlich nicht hierhin gehören:
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Securitas-schickte-Schlaeger-auf-Patrouill...

http://www.luzernerzeitung.ch/nachrichten/wirtschaft/Bund-mit-Verfahren-gegen-SBB-und-S...

Deine Schilderung zeigt auch, dass hier offensichtlich heute noch untaugliche, Subjekte eingesetzt werden.

Anlegen würde ich mich mit denen nicht, höchstens als Zeuge zur Verfügung stellen:
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/SBBPassagier-prueft-Ausweis-von-Kontrolleur-...

Gruss Guru

Das war kein Zugspersonal

moonglum ⌂ @, Hagen, Sonntag, 16. Juli 2017, 18:21 (vor 71 Tagen) @ guru61

Aha, ja die waren auch eher wie Polizei gekleidet, huuuh....

--
Schöne Grüße,
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Das war kein Zugspersonal

caboruivo ⌂ @, CH, Montag, 17. Juli 2017, 01:41 (vor 71 Tagen) @ guru61

Salü

Ja man verliert langsam den Durchblick zwischen dem Zugspersonal des Regionalverkehrs ("Stichkontrolle"; trägt dieselbe Uniform wie das Fernverkehrszugpersonal), Transportpolizei, Securitrans und der ZVV-Sicherheit. Alle haben nicht die Kompetenz, Fahrscheine zu kontrollieren.
Insbesondere die letzten drei sind äusserlich kaum voneinander zu unterscheiden: Dunkle Jacken und neongelbe Leuchtwesten.
Leider ist nicht selten ein solches Aufgebot nötig, da sich die Fahrgäste, auch wenn das viele Gratiszeitungen einem immer wieder weismachen wollen, auch nicht immer wie Lämmer benehmen.

Gruss

--
Nur falsche Prinzen reiten auf dem Schimmel, richtige in der Lokomotive

Es gibts noch: Menschliches Zugpersonal. Achtung: Schweiz!!!

oppermad @, Wuppertal/Wunstorf, Samstag, 15. Juli 2017, 09:26 (vor 72 Tagen) @ guru61

Guten Morgen,

solange kein Testkunde da ist, geht das problemlos. Recht hat er, dass man manchmal wegsehen sollte.

Ganz anderes Beispiel: Seit 1996 bin ich als Wahlhelfer dabei. Als wir mal wieder auf Wähler warteten, kam der Hausmeister mit der Wahlbenachrichtigung seiner Frau. Auf Nachfrage sagte er, dass sie auch noch käme. Den Stimmzettel klatschte er gegen die Wand, machte für alle sichtbar seine Kreuze und warf den Stimmzettel dann in die Wahlurne ein. Da keine weiteren Wähler anwesend waren, konnten wir das mehrfache Fehlverhalten problemlos ignorieren. Wer ist schon so dämlich, sich mit dem Hausmeister anzulegen?
Wobei das Prozedere damals in Niedersachsen deutlich strenger gehandhabt wurde, als nun in Nordrhein-Westfalen.
Manchmal Menschlichkeit vermissende Grüße,

Dirk

--
Meine persönliche FGR-Olympiade seit 2011:
1. Platz DB Regio 201 Fälle,
2. Platz DB Fernverkehr 99 Fälle,
3. Platz NWB 12 Fälle,
4-5. Platz eurobahn und Westfalenbahn je 4 Fälle,
6-7. Platz metronom und erixx je 3 Fälle.

Es gibts noch: Menschliches Zugpersonal. Achtung: Schweiz!!!

brandenburger, Perleberg, Sonntag, 16. Juli 2017, 15:09 (vor 71 Tagen) @ oppermad

Ganz anderes Beispiel: Seit 1996 bin ich als Wahlhelfer dabei. Als wir mal wieder auf Wähler warteten, kam der Hausmeister mit der Wahlbenachrichtigung seiner Frau. Auf Nachfrage sagte er, dass sie auch noch käme. Den Stimmzettel klatschte er gegen die Wand, machte für alle sichtbar seine Kreuze und warf den Stimmzettel dann in die Wahlurne ein. Da keine weiteren Wähler anwesend waren, konnten wir das mehrfache Fehlverhalten problemlos ignorieren. Wer ist schon so dämlich, sich mit dem Hausmeister anzulegen?

Ich bin bestimmt nicht päpstlicher als der Papst, aber das geht gar nicht. Die österreichische Bundespräsidentenwahl musste wegen geringerer Unregelmäßigkeiten wiederholt werden.

[OT] Soso...

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Sonntag, 16. Juli 2017, 15:23 (vor 71 Tagen) @ brandenburger

Macht sich das deutsche Kabarett lustig über die Österreicher und dann ist's daheim auch nicht besser :P

--
[image]

Es gibts noch: Menschliches Zugpersonal. Achtung: Schweiz!!!

Ösi, Sonntag, 16. Juli 2017, 15:34 (vor 71 Tagen) @ brandenburger

Bei so ziemlich jeder Wahl gibt es Unregelmäßígkeiten, das lässt sich bei einem solchen Kraftakt nicht vermeiden. Solange sie aber am Ergebnis der Wahl nichts ändern, ist das nicht weiter schlimm. Wenn also der Direktkandidat nicht gerade wegen einer Stimme gewählt wurde oder eine Stimme weniger zu einer Mandatsverschiebung geführt hätte, gibt es keine Wahlwiederholung.

Genau!

oppermad @, Wuppertal/Wunstorf, Sonntag, 16. Juli 2017, 16:16 (vor 71 Tagen) @ Ösi

Moin,

Bei so ziemlich jeder Wahl gibt es Unregelmäßígkeiten, das lässt sich bei einem solchen Kraftakt nicht vermeiden. Solange sie aber am Ergebnis der Wahl nichts ändern, ist das nicht weiter schlimm. Wenn also der Direktkandidat nicht gerade wegen einer Stimme gewählt wurde oder eine Stimme weniger zu einer Mandatsverschiebung geführt hätte, gibt es keine Wahlwiederholung.

da es die Abweichung nicht gab (seine Frau kam auch noch), haben wir nichts gemacht. Das verletzte Wahlgeheimnis ist zunächst sein Problem, aber auch nicht schlimm, da die Wahlhelfer zur Verschwiegenheit verpflichtet werden. Wären allerdings andere Personen anwesend gewesen, hätte man den offenen Stimmzettel als Wählerbeeinflussung werten können. Lustigerweise habe ich aus diesem Grund in einer meiner ehemaligen Schulen einen ehemaligen Lehrer "angezählt".

In NRW läuft es aber wesentlich lockerer. Wenn da jemand mit einem gekennzeichneten und offenen Stimmzettel zur Urne geht, interessiert das niemanden; wie auch die Schlägerei morgens vor dem Wahllokal auf der Straße.

Viele Grüße,

Dirk

--
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6-7. Platz metronom und erixx je 3 Fälle.

OT: global lokal ...

Blaschke, Osnabrück, Sonntag, 16. Juli 2017, 19:19 (vor 71 Tagen) @ oppermad

Huhu.

In NRW läuft es aber wesentlich lockerer. Wenn da jemand mit einem gekennzeichneten und offenen Stimmzettel zur Urne geht, interessiert das niemanden; wie auch die Schlägerei morgens vor dem Wahllokal auf der Straße.


"In NRW" oder nicht doch eher "im und um' Pott herum"?!?!?!? :-)

Schöne Grüße von

jörg

--
Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jeder ist überzeugt, dass er genug davon habe. (René Descartes)

OT: global lokal ...

oppermad @, Wuppertal/Wunstorf, Montag, 17. Juli 2017, 07:29 (vor 70 Tagen) @ Blaschke

Guten Morgen,

In NRW läuft es aber wesentlich lockerer. Wenn da jemand mit einem gekennzeichneten und offenen Stimmzettel zur Urne geht, interessiert das niemanden; wie auch die Schlägerei morgens vor dem Wahllokal auf der Straße.

"In NRW" oder nicht doch eher "im und um' Pott herum"?!?!?!? :-)

in meinen Fällen Wuppertal und Düsseldorf.

Grüße zurück nach "fast-NRW",

Dirk

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4-5. Platz eurobahn und Westfalenbahn je 4 Fälle,
6-7. Platz metronom und erixx je 3 Fälle.

Genau!

brandenburger, Perleberg, Sonntag, 16. Juli 2017, 21:57 (vor 71 Tagen) @ oppermad

da es die Abweichung nicht gab (seine Frau kam auch noch), haben wir nichts gemacht.

Seine Frau kam noch, aber ihr Mann hatte schon für sie gestimmt? Oder hatte ich das falsch verstanden?

Natürlich nicht

oppermad @, Wuppertal/Wunstorf, Montag, 17. Juli 2017, 08:06 (vor 70 Tagen) @ brandenburger

da es die Abweichung nicht gab (seine Frau kam auch noch), haben wir nichts gemacht.


Seine Frau kam noch, aber ihr Mann hatte schon für sie gestimmt? Oder hatte ich das falsch verstanden?

Nein, nur mit vertauschten Wahlbenachrichtigungen gewählt und zwar jeder für sich!

Sonst gäbe es Ärger von den Wahlhelfern (falls kein besonderer Grund vorliegt, der eine gemeinsame Wahl rechtfertigen würde). Wenn bei einem Ehepaar sich ein Partner rüberbeugte und mit Kasernenton sagte: "Da sollst Du dein Kreuz machen!" und es an Einsicht fehlte, durften beide ihren Stimmzettel vernichten. Den Einwurf in die Urne haben wir verhindert. Dann haben beide getrennt voneinander abgestimmt (ging also doch). Als die dann Ärger machten und sich beschweren wollten, haben wir mit der Polizei zwecks Entfernung aus dem Wahllokal gedroht. Das war jetzt ein extremes Beispiel, soll aber nur zeigen, dass die Grenzen des Erlaubten relativ eng sind und ein Fehlverhalten auch sanktioniert wird; besonders wenn sich dadurch das Wahlergebnis ändern könnte.

Wenn andere Wähler anwesend sind, führt ein nicht in der Wahlkabine gekennzeichneter Stimmzettel oder ein gekennzeichneter und zur Schau getragener Stimmzettel zur Verweigerung des Einwurfes in die Urne. Der Wähler darf dann nochmal wählen, nachdem er seinen ersten Stimmzettel zerrissen hat.

Grüße,

Dirk

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Natürlich nicht

guru61, Montag, 17. Juli 2017, 09:39 (vor 70 Tagen) @ oppermad

Sonst gäbe es Ärger von den Wahlhelfern (falls kein besonderer Grund vorliegt, der eine gemeinsame Wahl rechtfertigen würde). Wenn bei einem Ehepaar sich ein Partner rüberbeugte und mit Kasernenton sagte: "Da sollst Du dein Kreuz machen!" und es an Einsicht fehlte, durften beide ihren Stimmzettel vernichten.

Darum bekommen wir die Stimm- und Wahlunterlagen (Stimmen und Wählen ist nicht daaselbe)nach Hause geliefert.

Den Einwurf in die Urne haben wir verhindert. Dann haben beide getrennt voneinander abgestimmt (ging also doch). Als die dann Ärger machten und sich beschweren wollten, haben wir mit der Polizei zwecks Entfernung aus dem Wahllokal gedroht. Das war jetzt ein extremes Beispiel, soll aber nur zeigen, dass die Grenzen des Erlaubten relativ eng sind und ein Fehlverhalten auch sanktioniert wird; besonders wenn sich dadurch das Wahlergebnis ändern könnte.

Wenn andere Wähler anwesend sind, führt ein nicht in der Wahlkabine gekennzeichneter Stimmzettel oder ein gekennzeichneter und zur Schau getragener Stimmzettel zur Verweigerung des Einwurfes in die Urne. Der Wähler darf dann nochmal wählen, nachdem er seinen ersten Stimmzettel zerrissen hat.

Grüße,

Dirk

Warum so kompliziert?
Wir geben den Stimmrechtsausweis ab, die Stimm- und Wahlzettel werden hinten gestempelt und tun die in ein Couvert und werfen die ein.

Oder wir stimmen und wählen brieflich:
Unterschreiben den Stimmrechstauswes und stecken Stimm- und Wahlzettel in das andere Fach des Couverts. Das ist so aufgebaut, dass der Stimmrechtsausweis, der übrigens schon adressiert ist, in einem separat zu öffnenden Fach ist.

Ach ja: Und an der Gemeindeversammlung wird offen gestimmt.
https://www.solothurnerzeitung.ch/solothurn/niederamt/der-souveraen-erhaelt-jeden-neuen...


Gruss Guru

Natürlich nicht

brandenburger, Perleberg, Montag, 17. Juli 2017, 12:57 (vor 70 Tagen) @ oppermad

Okay, jetzt habe ich es verstanden. Das ist ja nun wirklich nicht tragisch.

Ach so...

oppermad @, Wuppertal/Wunstorf, Montag, 17. Juli 2017, 13:10 (vor 70 Tagen) @ brandenburger

Okay, jetzt habe ich es verstanden. Das ist ja nun wirklich nicht tragisch.

Hatte ich mir schon gedacht, dass ein Missverständnis vorlag. Solange nicht die Gefahr eines veränderten Wahlergebnisses besteht, sehe ich das nicht so eng.

Wesentlich kritischer sah ich Wahlen zu studentischen Gremien, da dort das Falten der Stimmzettel untersagt war. Und Umschläge gab es natürlich auch nicht. Immerhin wurde ein Bewerber, der im Wahlraum für sich Werbung machte, rausgeschmissen.

Naja, warten wir ab, was im September passiert.

Viele Grüße,

Dirk

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brandenburger, Perleberg, Sonntag, 16. Juli 2017, 21:51 (vor 71 Tagen) @ Ösi

Wenn die Wahl am Ergebnis nichts ändert, kann man sie gleich lassen.

Damit meine ich, die Stimme der Hausmeisterfrau wird zwar nicht entscheidend gewesen sein. Aber die Stimmen aller "Hausmeisterfrauen", d. h. wo man es ähnlich locker gesehen hat, durchaus. Wahlhelfer sollten ihre Aufgabe schon ernst nehmen!

Verstehe ich nicht

oppermad @, Wuppertal/Wunstorf, Montag, 17. Juli 2017, 07:44 (vor 70 Tagen) @ brandenburger

Moin,

Wenn die Wahl am Ergebnis nichts ändert, kann man sie gleich lassen.

ich meinte das Ergebnis der Wahl. Manchmal wird die bestehende Konstellation auch bestätigt. Das kann man aber im Vorfeld nur vermuten, definitiv steht das aber erst mit dem vorläufigen amtlichen Endergebnis fest.

Damit meine ich, die Stimme der Hausmeisterfrau wird zwar nicht entscheidend gewesen sein. Aber die Stimmen aller "Hausmeisterfrauen", d. h. wo man es ähnlich locker gesehen hat, durchaus. Wahlhelfer sollten ihre Aufgabe schon ernst nehmen!

Die Stimmen des Hausmeisterehepaares zählten wie auch alles anderen Stimmen. Die beiden haben nur mit vertauschten Wahlbenachrichtigungen gewählt. Wenn der Hausmeister sein Wahlgeheimnis verletzt und kein anderer Wähler da ist, der beeinflusst werden könnte, ändert auch das nichts am Ergebnis.
Es steht Dir natürlich frei, die Wahl anzufechten. Es handelte sich um die Kommunalwahl 2001 in Niedersachsen. "Betroffenes" Wahllokal auf Anfrage.

Manche Probleme nicht verstehen könnende Grüße,

Dirk

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6-7. Platz metronom und erixx je 3 Fälle.

OT: Wahlgeheimnis ohne Briefumschlag eine Farce.

Blaschke, Osnabrück, Sonntag, 16. Juli 2017, 22:12 (vor 71 Tagen) @ brandenburger

Huhu.

Regt mich schon lange auf: die Abschaffung der Briefumschläge für den Wahlzettel.

Jeder knickt und faltet diese Wahlzettel anders. Und mancher auch ganz besonders.

Als Wahlhelfer im Zweifel kein Problem, sich eine besondere Faltung zu merken und dem Wähler zuzuordnen.

Da wird wieder am völlig falschen Ende gespart!!!


Schöne Grüße von

jörg

--
Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jeder ist überzeugt, dass er genug davon habe. (René Descartes)

OT: Wahlgeheimnis ohne Briefumschlag eine Farce.

guru61, Montag, 17. Juli 2017, 05:00 (vor 70 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von guru61, Montag, 17. Juli 2017, 05:00

Huhu.

Regt mich schon lange auf: die Abschaffung der Briefumschläge für den Wahlzettel.

Jeder knickt und faltet diese Wahlzettel anders. Und mancher auch ganz besonders.

Als Wahlhelfer im Zweifel kein Problem, sich eine besondere Faltung zu merken und dem Wähler zuzuordnen.

Da wird wieder am völlig falschen Ende gespart!!!


Schöne Grüße von

jörg

Dann macht doch E-Voting und alles ist direkt bei den Amis und Russen.
Guss Guru

Mürrisches oder kleinliches Zugbegleitpersonal ist aber

MF_5289, Samstag, 15. Juli 2017, 09:50 (vor 72 Tagen) @ guru61
bearbeitet von MF_5289, Samstag, 15. Juli 2017, 09:52

Hallo

... aber nicht die Regel. Und Miesepeter und Erbsenzähler die treu an den Buchstaben der Vorgaben hängen und diese im Herz tief eintätowiert haben gibt es in jeder Branche. Gilt aber für beide Seiten.

Ich hab auch schon in Liège erlebt, dass ich mit einem Stadtverkehrsticket von Palais nach Guillemins in einem SNCB Zug (auf Nachfrage) mitfahren durfte.

Gruß
Stefan

Es gibts noch: Menschliches Zugpersonal

EC 178 @, Samstag, 15. Juli 2017, 15:00 (vor 72 Tagen) @ guru61

Passiert doch jeden Tag tausende Male. In Deutschland, in der Schweiz, sonstwo.

Mir ist nicht ganz klar, wo das erwähnenswerte Erlebnis ist.
Schön, daß es so gelaufen ist, aber für außergewöhnlich/selten/besonders halte ich die Sache nicht.

Gruß
EC 178 ... der es nicht leiden kann, wenn Kulanz eingefordert wird ("Seien Sie doch mal ein bißchen kulant!!!") oder überstrapaziert wird.

Es gibts noch: Menschliches Zugpersonal

guru61, Samstag, 15. Juli 2017, 17:41 (vor 72 Tagen) @ EC 178

EC 178 ... der es nicht leiden kann, wenn Kulanz eingefordert wird ("Seien Sie doch mal ein bißchen kulant!!!") oder überstrapaziert wird.

Wurde das in dem Fall?

Es gibts noch: Menschliches Zugpersonal

EC 178 @, Samstag, 15. Juli 2017, 18:53 (vor 72 Tagen) @ guru61

EC 178 ... der es nicht leiden kann, wenn Kulanz eingefordert wird ("Seien Sie doch mal ein bißchen kulant!!!") oder überstrapaziert wird.


Wurde das in dem Fall?

Auf gar keinen Fall. War auch nicht auf Dein beschriebenes Erlebnis bezogen, sondern völlig allgemein gemeint.

In meiner aktiven Zeit als Zf hätte ich ganz genauso gehandelt.

Gruß
EC 178

Es gibts noch: Menschliches Zugpersonal

JeDi ⌂ @, überall und nirgendwo, Sonntag, 16. Juli 2017, 12:49 (vor 71 Tagen) @ EC 178

In meiner aktiven Zeit als Zf hätte ich ganz genauso gehandelt.

Das hätte vermutlich (fast) jeder. Und mit der Zeit merkt man dann auch, wer einen verscheißern will, und wer nicht...

--
Weg mit dem 4744!

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