Vorstellung und erstes Thema zur Diskussion (Allgemeines Forum)

MF_5289, Freitag, 14. Juli 2017, 19:44 (vor 68 Tagen)
bearbeitet von MF_5289, Freitag, 14. Juli 2017, 19:46

Hallo guten Abend.

Ich bin neu hier und bedanke mich für die Aufnahme hier.

Längere Zeit lese ich hier schon mit. Besonders sind die Reiseberichte und die Fahrkartentipps von Interesse für mich.

Ich möchte mich allgemein aber auch beteiligen und stelle mal hier einen interessanten Artikel zur Diskussion.

Laut Online Ausgabe der Welt Online glaubt der Bahn Vorstand Pofalla ein neues Mittel gegen Verspätungen gefunden zu haben.

Der Artikel: Nie mehr den Anschlusszug verpassen. Wirklich?

aus dem Artikel:

"Verspätungen bei der Bahn entstehen durch die beschriebenen unvorhersehbaren Ereignisse und den Mangel oder nicht rechtzeitig bereitgestellte Züge. Vor allem aber durch Engpässe auf den Schienenwegen. Und die wiederum gibt es, weil zu viele Flaschenhälse existieren, die Trassen und Brücken zum Teil in besorgniserregend schlechtem Zustand sind.
Darauf reagiert die Bahn inzwischen, der Eigentümer Bund gibt endlich genug Geld für den Erhalt des Schienennetzes. Das aber bedeutet, dass derzeit gebaut wird auf Teufel komm raus. 800, in Spitzenzeiten 1000 Baustellen wird es diesen Sommer auf Deutschlands Trassen geben.
Und wie auf den Autobahnen bedeuten Bauarbeiten: Staus. Und damit Verspätungen. In diesem Jahr wird das besonders schlimm, denn es stehen 5,2 Milliarden Euro für die Instandhaltung von 1650 Kilometern Gleise samt den Sicherungsanlagen zur Verfügung und noch mal 2,3 Milliarden Euro für den Neu- und Ausbau. Rekordsummen. Die zu Rekordstaus und -verspätungen führen könnten.
Pofallas Idee ist nun, jede Baustelle genau daraufhin anzuschauen, wie viel Verspätungen sie produziert. Pro sechs Minuten Verzug durch die Arbeiten gibt es eine Lost Unit (LU). Baustellen, die besonders viele LUs produzieren, werden dann genauer unter die Lupe genommen und sollen so geplant werden, dass sie für geringere Verzögerungen sorgen."


Gruß
Stefan

Vorstellung und erstes Thema zur Diskussion

gnampf @, Freitag, 14. Juli 2017, 20:38 (vor 68 Tagen) @ MF_5289

na, ob der Bund genug Geld für die Erhaltung gibt wird sich erst in einigen Jahren oder eher Jahrzehnten zeigen, so wie es sich auch nicht sofort gezeigt hat das er zu wenig gegeben hat. Erstmal konnte man ja was von der Restsubstanz leben. Jetzt muß er aber erstmal weit mehr geben als nötig wäre um die Infrastruktur zu erhalten, denn jetzt muß sie erstmal wieder aufgebaut und repariert werden. Ob das Geld dafür dann auch noch reicht?

Durch Baustellen müßten eigentlich nahezu gar keine Verspätungen entstehen, wenn man sie einfach langfristig in die Fahrpläne einplanen würde. Dann wäre jedem vorher klar was ihn erwartet. Passt aber auch nicht jedem, kann auch mal heißen das mehrere Wochen kein Zug vor der Haustür hält. Aber im Gegensatz zur Autobahn wäre es planbar.

Wie man darauf kommt das man mit 85% Pünktlichkeit alle Anschlüsse sicherstellen kann frage ich mich allerdings. Nichtmals statistisch wüßte ich wie das klappen soll. Selbst bei 100% Pünktlichkeit, also nie mehr als 5 Minuten hinter dem Fahrplan, wäre das nicht gegeben, da 5min manche Umsteigezeit zu Nichte machen.

Vielleicht sollte Pofallachen also lieber erstmal anfangen realistisch und weit genug im Voraus zu planen. Danach kann er sich dann drum kümmern wie man die "unvorhersehbaren" Störungen vorhersieht... durch Wartung (incl. natürlich auch der Vegetation an der Strecke, damit nicht der nächste Wind wieder Bäume auf den Schienen platziert) z.B. Und duch Reserven. Aber bevor es dazu kommt werden eh wieder viele Leute auf den Kontostand schauen und beschließen das es jetzt billiger ist. Oder das man Verspätungen am besten vermeiden kann indem man einfach gar keine Züge mehr fahren läßt.

Da muss ich als Wuppertaler antworten!!!

oppermad @, Wuppertal/Wunstorf, Freitag, 14. Juli 2017, 21:36 (vor 68 Tagen) @ MF_5289

Moin,

ich finde es gut, dass sich jemand Gedanken macht. Allerdings glaube ich nicht an nennenswerte Erfolge. Theorie und Praxis... Da spielen viel zu viele Faktoren mit rein. Die Vorlesung "Statistik" begann mit der Aufzählung von drei Lügen: Lügen, Notlügen und Statistiken. Ich wage auch zu bezweifeln, dass eine Baustelle genau in dieser Form ein zweites Mal auftritt, so dass man aus einer Fehlplanung lernen könnte.

In Wuppertal geht es demnächst richtig rund. Allerdings werden im Bahnverkehr wohl kaum Verspätungen auftreten, fährt fast nichts.
Die Pünktlichkeit der Busse (im Vergleich zur Ostersperrung haben die schon Fahrzeitzuschlag) wird wohl kaum in irgendeine Statistik einfließen. Alles gut: Wenn man nicht erst versucht, Züge durch die Baustelle (wie damals bei der Umstellung in Duisburg) zu schicken, gibt es weder Verspätungen, noch ungeplante Ausfälle.

Aber die Statistik wird gut aussehen, denn die Züge sind pünktlich (wenn nicht das Stellwerk Oberbarmen mal wieder die Grätsche macht). So gesehen kann die Baustelle Wuppertal nur ein voller Erfolg werden, obwohl einigen Bahnfahrern bereits während der Ostersperrung der Fahrplan um die Ohren geflogen ist. Die Busse sollen dem Vernehmen nach durchaus mit +15 und mehr angekommen sein.

Ab Montag auf der A 46 bis zum Abwinken fahrende Grüße,

Dirk

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Meine persönliche FGR-Olympiade seit 2011:
1. Platz DB Regio 201 Fälle,
2. Platz DB Fernverkehr 99 Fälle,
3. Platz NWB 12 Fälle,
4-5. Platz eurobahn und Westfalenbahn je 4 Fälle,
6-7. Platz metronom und erixx je 3 Fälle.

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