[CZ] Übernimmt CRRC bald Škoda? (Allgemeines Forum)

sb @, Dienstag, 16. Mai 2017, 17:35 (vor 132 Tagen)

Wie die tschechische Volkszeitung Lidové noviny aus Praha(CZ) am 14.05.2017 berichtete, sollen die Verträge zur Übernahme des tschechischen Schienenfahrzeugherstellers Škoda Transportation durch den chinesischen Mitbewerber CRRC vsl. 07/2017 in Praha unterzeichnet werden:

(Lidové noviny, 14.05.2017)

Demnach seien auch weitere tschechisch-chinesische Kooperationen geplant, wie zum Beispiel mit Blick auf den internationalen Flughafen Praha-Ruzyně, den Banken-, Medien- und Sportsektor.

Dann ist Škoda für mich gestorben...

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Dienstag, 16. Mai 2017, 19:47 (vor 132 Tagen) @ sb

sich von den Chinesen übernehmen lassen... absolut traurig.

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Dann ist Škoda für mich gestorben...

JW, Dienstag, 16. Mai 2017, 20:27 (vor 132 Tagen) @ J-C

sich von den Chinesen übernehmen lassen... absolut traurig.

Ich hab dawenig Sorgen, dies wird Skoda helfen, sie bekommen dadurch Zugriff auf das Know-How des größten Schienenfahrzeugherstellers weltweit - kein anderer Hersteller steckt so viel Geld in die Weiterentwicklung des Systems Bahn wie CRCC. Und die derzeitigen Probleme mit der Fertigungskapazität (nicht genügend Schweißer für die termingerechte Lieferung der NIM-Doppelstockwagen) lassen sich in einem solchen Konzern auch besser abfangen.

Während CRCC bei den technischen Grundlagen des Systems Bahn und beim Hochgeschwindigkeitsverkehr über eine enorme Expertise verfügt, bringt Skoda das Know-How zu den europäischen Besonderheiten (16,7Hz Netz, Schraubenkupplung/Puffer, 76cm Niederflurbahnsteige, etc.) und den Umgang mit dem Zulassungsprozedere bei diversen europäischen Bahnen mit ein.

Gruß Jörg

Ja schön.

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Dienstag, 16. Mai 2017, 20:39 (vor 132 Tagen) @ JW

Aber wenn ich mir anschaue, was China für ein Land ist - menschenrechtsmäßig höchst fragwürdig usw.

Ich habe da nicht nur utilitaristische Interessen.

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Ja schön.

SPFVG, Dienstag, 16. Mai 2017, 21:18 (vor 132 Tagen) @ J-C
bearbeitet von SPFVG, Dienstag, 16. Mai 2017, 21:18

Aber wenn ich mir anschaue, was China für ein Land ist - menschenrechtsmäßig höchst fragwürdig usw.

Ich habe da nicht nur utilitaristische Interessen.

Interessiert bei den Handy und sonstigen Elektronikartikeln keine S**, wieso sollte es also ausgerechnet plötzlich bei Zügen ein Problem sein?

Ja schön.

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Dienstag, 16. Mai 2017, 22:11 (vor 132 Tagen) @ SPFVG

Weil man an China vielleicht beim Handy oder beim PC nicht vorbeikommt und man da leider keine wirklichen Alternativen hat.

Aber wenn es um Züge geht, da ist man vom chinesischen Einfluss bisher verschont geblieben und das sollte man auch bewahren...

...ich meine China hat Kompetenzen und ganz nüchtern betrachtet wird Skoda dadurch profitieren.

Aber wie gesagt, ich sehe das trotzdem kritisch.

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Inkonsequent

Blaschke, Osnabrück, Dienstag, 16. Mai 2017, 22:22 (vor 132 Tagen) @ J-C

Tachchen!

Weil man an China vielleicht beim Handy oder beim PC nicht vorbeikommt und man da leider keine wirklichen Alternativen hat.

Smartphone: Apple, Samsung, LG
PC: Apple, Dell, HP


Schöne Grüße von

jörg

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Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jeder ist überzeugt, dass er genug davon habe. (René Descartes)

Man kann auch gar nicht konsequent sein.

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Dienstag, 16. Mai 2017, 22:56 (vor 132 Tagen) @ Blaschke

Würde ich konsequent sein, könnte ich gar kein elektronisches Gerät besitzen, weil alles in China hergestellt wird.

Allerdings sollte man nicht die falsche Konsequenz ziehen und deswegen nicht dagegen sein, wenn China noch mehr Einfluss hat.

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Inkonsequent

Colaholiker @, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 17. Mai 2017, 08:17 (vor 131 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von Colaholiker, Mittwoch, 17. Mai 2017, 08:19

Apple da als Beispiel reinzuziehen ist ja wohl ein schlechter Scherz.. Klar, die Entwicklung und das Design laufen in Kalifornien (steht ja auch so schöpn überall drauf "Designed by Apple in California", aber das Obst wächst letztlich doch bei Foxconn und co. in Asien. Und die sind jetzt nicht gerade dafür berühmt, daß es dort paradiesische Arbeitsbedingungen gibt.
Bei den anderen sieht es vermutlich auch nur begrenzt anders aus, selbst Samsung läßt Komponenten in China fertigen.

Dich desillusionierende Grüße,
der Colaholiker^

Edit: Habe gerade mal meine Maus und meine Tastatur umgedreht (steht "Dell" drauf), und untendrunter steht, man höre und staune, "Made in China". Jetzt brauche ich erstmal einen Handfeger, um die Brösel vom Schreibtisch zu kehren...

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Inkonsequent

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Mittwoch, 17. Mai 2017, 08:33 (vor 131 Tagen) @ Colaholiker

Unter meiner Logitech-Maus steht auch Made in China drauf. Mein Acer-Laptop wird womöglich auch made in China sein, mein Taschenrechner der Marke Texas Instruments ist wenigstens hergestellt auf den Philippinen.

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Inkonsequent

musicus @, MH/EPD/NZA/XAWIE, Mittwoch, 17. Mai 2017, 09:06 (vor 131 Tagen) @ J-C
bearbeitet von musicus, Mittwoch, 17. Mai 2017, 09:07

mein Taschenrechner der Marke Texas Instruments ist wenigstens hergestellt auf den Philippinen.

Und das macht's besser?^^ Einfach mal "Duterte" googeln! Oder einen der Links klicken:
NYT
ARD
Abgesehen davon habe ich hierzuforum wenig für ziellos ausufernde Politikpseudoschwafelstreitereien übrig, daher EOD, over and out.

Ich wollte eigentlich nicht so ausführlich diskutieren.

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Mittwoch, 17. Mai 2017, 09:36 (vor 131 Tagen) @ musicus

Fand es aber erschreckend, dass man so gleichgültig über China blickt.

Und dass es auf den Philippinen nicht besser ist, ist auch doof.

Aber immerhin traut man sich auch mal, nicht in China zu produzieren...

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Inkonsequent

JeDi ⌂ @, überall und nirgendwo, Mittwoch, 17. Mai 2017, 12:26 (vor 131 Tagen) @ Colaholiker

Apple da als Beispiel reinzuziehen ist ja wohl ein schlechter Scherz.. Klar, die Entwicklung und das Design laufen in Kalifornien (steht ja auch so schöpn überall drauf "Designed by Apple in California", aber das Obst wächst letztlich doch bei Foxconn und co. in Asien. Und die sind jetzt nicht gerade dafür berühmt, daß es dort paradiesische Arbeitsbedingungen gibt.
Bei den anderen sieht es vermutlich auch nur begrenzt anders aus, selbst Samsung läßt Komponenten in China fertigen.

Ist auch nicht so ganz ohne, faire Elektronik herzustellen...

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Weg mit dem 4744!

Inkonsequent

Colaholiker @, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 17. Mai 2017, 12:38 (vor 131 Tagen) @ JeDi

Ist auch nicht so ganz ohne, faire Elektronik herzustellen...

Das auch nie behauptet habende Grüße,
der Colaholiker

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Es ist schwierig.

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Mittwoch, 17. Mai 2017, 13:51 (vor 131 Tagen) @ Colaholiker

Aber wenn man meine Statements von gestern zusammenfassen soll:

Man soll ganz einfach kritisch sein, wenn ein Staatsunternehmen von so einem Staat wie China sich nun in Europa einkauft.

Mich stimmt es eben traurig, weil ich Skoda als ein Stück Tschechien irgendwie empfunden habe und jetzt kauft es China eben ein...

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Ja schön.

SPFVG, Dienstag, 16. Mai 2017, 22:44 (vor 132 Tagen) @ J-C
bearbeitet von SPFVG, Dienstag, 16. Mai 2017, 22:45

Weil man an China vielleicht beim Handy oder beim PC nicht vorbeikommt und man da leider keine wirklichen Alternativen hat.

Aber wenn es um Züge geht, da ist man vom chinesischen Einfluss bisher verschont geblieben und das sollte man auch bewahren...

Wieso? Wenn Du China Deine persönlichen Daten anvertrauen kannst, dann können sie auch Deinen Hintern durch die Gegend fahren. Das ist dann auch schon egal, da deutlich weniger gefährlich. Höchstens unter Einbezug von Wlan im Zug wär es halbwegs vergleichbar.

Aber wie gesagt, ich sehe das trotzdem kritisch.

Kann ich nicht nachvollziehen, es sei denn Du bist Arbeitnehmer in der Bahnindustrie.

Da muss man natürlich Angst haben, dass mittel-/ langfristig die "Nokiatisierung" des Bahnsektors droht.

Im Autosektor ist es nicht so schlimm, da gibts immer noch den starken Einfluß der Markennahmen und die Funktion als Statussymbol. Wen aber interessiert, ob sein Pendler-ET von Siemens, Bombardier, Alstom oder eben auch CRRC ist? Die Sitze sind immer gleich eng vom AT bestellt ... :(

Von daher muss man leider wirklich reale Angst haben, falls sich die Meldung mit CRRC und Skoda bestätigt.

Ja schön.

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Mittwoch, 17. Mai 2017, 07:28 (vor 131 Tagen) @ SPFVG

Wieso? Wenn Du China Deine persönlichen Daten anvertrauen kannst, dann können sie auch Deinen Hintern durch die Gegend fahren. Das ist dann auch schon egal, da deutlich weniger gefährlich. Höchstens unter Einbezug von Wlan im Zug wär es halbwegs vergleichbar.

Ich würde gerne China nicht meine persönlichen Daten anvertrauen, aber dann müsste ich auf jegliche elektronische Geräte verzichten. Weil diese Hersteller offenbar alle der Meinung sind, nur auf billig billig billig schauen zu müssen. Das ekelt mich an.

Kann ich nicht nachvollziehen, es sei denn Du bist Arbeitnehmer in der Bahnindustrie.

Bin ich nicht.

Da muss man natürlich Angst haben, dass mittel-/ langfristig die "Nokiatisierung" des Bahnsektors droht.

Ich hoffe mal, dass das nicht kommt. Es wäre traurig, wenn alle so naiv wären und sich an China verkaufen ließen...

Im Autosektor ist es nicht so schlimm, da gibts immer noch den starken Einfluß der Markennahmen und die Funktion als Statussymbol. Wen aber interessiert, ob sein Pendler-ET von Siemens, Bombardier, Alstom oder eben auch CRRC ist? Die Sitze sind immer gleich eng vom AT bestellt ... :(

Mich interessiert es? Weißt du wieso? Ich will nicht in einem Zug sitzen müssen, dessen Firma der privatwirtschaftliche Arm eines Regimes ist, welches Menschenrechte mit Füßen tritt.

Von daher muss man leider wirklich reale Angst haben, falls sich die Meldung mit CRRC und Skoda bestätigt.

Ganz ehrlich, ja. Mir macht es umso mehr Sorgen, wie gleichgültig da manch einer ist und wie man es supertoll findet...

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Die Chinesen "koennen Eisenbahn"!

Meinrad aus Kanada @, Oakville, Canada, Dienstag, 16. Mai 2017, 20:40 (vor 132 Tagen) @ J-C

Nachdem ich in den letzten 12 Monaten bei drei Reisen das chinesische Hochgeschwindigkeitsnetz ausgiebig in Anspruch genommen habe, kann ich nur sagen, dass ein Eigentuemer mit diesem know-how nur von Vorteil sein kann.
Ich kann daher Dein Bedauern nicht teilen.
Vielleicht solltest Du Dir das auch mal antun: Beijing-Nanjing in 3:40h. Rein Luftlinie sind das ueber 900 km. Alles funktioniert, die Zuege sind erstklassig sauber und sehr puenktlich (fast so gut wie in Japan). Technisch ist das allererste Sahne.

Das können sie. Aber es ist China.

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Dienstag, 16. Mai 2017, 20:46 (vor 132 Tagen) @ Meinrad aus Kanada
bearbeitet von J-C, Dienstag, 16. Mai 2017, 20:48

Aber ich habe moralische Bedenken bezüglich des Landes China allgemein. Es ist eben nicht der nette Staat von nebenan, es ist ein Staat, der menschenrechtsmäßig fragwürdig ist.

Es ist auch ein Staat, der will offenbar die Weltherrschaft ökonomisch gesehen an sich reißen.

Sorry für diese Ausreißer, aber da ist eben nicht alles Gold, was glänzt. Ich hab da einfach wie gesagt moralische Bedenken.

Dass die es können, ist nebenbei überhaupt nicht bestritten.

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Du solltest beizeiten mal in der Zukunft ankommen!

Blaschke, Osnabrück, Dienstag, 16. Mai 2017, 21:02 (vor 132 Tagen) @ J-C

Hallo!

Aber ich habe moralische Bedenken bezüglich des Landes China allgemein. Es ist eben nicht der nette Staat von nebenan, es ist ein Staat, der menschenrechtsmäßig fragwürdig ist.

Womit er sich in netter Gesellschaft einiger Anderer befindet.

Ganz abgesehen davon - aber sowas will ja hierzulande niemand hören: Wohin das führt, wenn man erst die Freiheit einführt und dann das Wirtschaftssystem ändern will, hat der unselige Gorbi ja exerziert. Wer erinnert sich noch an die Einwandererströme von Aussiedlern, die hier niemand haben wollte? Und was ist auch der UdSSR geworden? Man zuckt ja heute schon bei dem Begriff zusammen. Genau: Abgesoffen ist das alles. Von dem Fiasko hat sich Rußland, haben sich die meisten neuen Republiken, die mir so in den Sinn kommen, bis heute nicht erholt. Da ist es vielleicht gar nicht so unsinnig, zuerst versuchen, das Wirtschaftssystem quasi von oben sanft zu revolutionieren und erst dann später mal die Freiheit zuzulassen.

Und wohin die endlose Freiheit führt, sieht man ja auch in der freiheitlichen Quasselbude Deutschland: Es wird nur noch endlos gequasselt und gequasselt und gequasselt und diskutiert. Eine ENTSCHEIDUNG darf NIE NIE NIE gefällt werden - weil die dann ja vermeintlich undemokratisch ist, weil ja immer wer dagegen ist.

Aber gut, das ist natürlich alles etwas kompliziert. Schlagwortartig draufhauen auf die bösen Chinesen ist Mainstream und politisch geboten - da stören differenzierte Gedanken auch nur.

Es ist auch ein Staat, der will offenbar die Weltherrschaft ökonomisch gesehen an sich reißen.

Ja logisch! Warum denn auch nicht. Wo steht eigentlich geschrieben, dass die ökonomische Weltherrschaft dauerhaft für immer Europa, dem "Westen" bzw. Deutschland reserviert ist.

Gewöhne Dich schon mal dran: Europa ist auf dem absteigenden Ast. Unser westliches Wertesystem und unsere Wirtschaft beherrschten die letzten Jahrzehnte/Jahrhunderte die Welt. Das wird aber, wie bei ALLEN Systemen vor unserem auch, nicht von Dauer sein. Kurzum: Europa hat abgewirtschaftet und andere Länder werden bald wieder führend sein. Was auch nichts besonderes ist: Was gab es früher in anderen Ecken der Welt an Reichtum ... Heute bejubeln manche die Chinesen als Retter in der Not - bald werden wir hier nur noch eine verlängerte Werkbank sein und nur noch als Nachfrager für die chinesischen Produkte für die Chinesen von Interesse sein. Du bist noch jung - Du kannst Dich also schon mal dran gewöhnen. Es wird nur vermutlich noch etwas dauern - weil unsere Vorfahren so viel Substanz aufgebaut haben, dass man sie soooo ganz schnell nicht gänzlich kaputt bekommt. Aber wir sind auf gutem Wege dahin ...

Sorry für diese Ausreißer, aber da ist eben nicht alles Gold, was glänzt. Ich hab da einfach wie gesagt moralische Bedenken.

Die völlig unnötig sind. Wenn es danach geht, besteht praktisch das ganze Leben aus moralischen Bedenken... Auch hierzulande. Wieso zum Beispiel verplemperst Du UNMENGEN AN ZEIT, um hier zu schreiben? Dabei Energie verbrauchen und Zeit verjuxen, die viel sinnvoller genutzt werden könnte für die Weltrettung, für Flüchtende, für Gemeinnütziges und und und und und.


Schöne Grüße von

jörg

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Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jeder ist überzeugt, dass er genug davon habe. (René Descartes)

Du solltest beizeiten mal in der Zukunft ankommen!

JW, Dienstag, 16. Mai 2017, 21:34 (vor 132 Tagen) @ Blaschke

Hallo,

Und wohin die endlose Freiheit führt, sieht man ja auch in der freiheitlichen Quasselbude Deutschland: Es wird nur noch endlos gequasselt und gequasselt und gequasselt und diskutiert. Eine ENTSCHEIDUNG darf NIE NIE NIE gefällt werden - weil die dann ja vermeintlich undemokratisch ist, weil ja immer wer dagegen ist.

Die Demokratie zeichnet doch gerade aus, dass die Mehrheit bestimmt und nicht Einstimmingkeit erreicht werden muss. Demokratie bedeutet alsogerade nicht es jedem recht zu machen!

Gewöhne Dich schon mal dran: Europa ist auf dem absteigenden Ast. Unser westliches Wertesystem und unsere Wirtschaft beherrschten die letzten Jahrzehnte/Jahrhunderte die Welt.

Gerade dies kann ich nicht akzeptieren, wir müssen doch die Werte vertreten die unsere europäische Gesellschaft als gemeinsame Basis des Zusammenlebens akzeptiert hat. Wenn wir dafür nicht mehr eintreten würden hätte unser Land und unser Europa es wohlverdient aus der Weltgeschichte zu verschwinden.
Aber man muss dies auch realistisch angehen. Wir können nicht alle Länder total boykotieren die unsere Werten nicht von heute auf morgen übernehmen. Stattdessen sollten wir die Menschen von den Werten unserer Gesselschaft überzeugen und begeistern. Und das geht nicht wenn man sich von Ihnen abschotten. Gegenseitig in die Wirtschaft zu investieren ist da ein guter Schritt, denn so kommen die Menschen dieser Länder mit uns in Kontakt.

Gruß Jörg

Danke! :-)

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Dienstag, 16. Mai 2017, 21:58 (vor 132 Tagen) @ JW

Die Demokratie zeichnet doch gerade aus, dass die Mehrheit bestimmt und nicht Einstimmingkeit erreicht werden muss. Demokratie bedeutet alsogerade nicht es jedem recht zu machen!

Merci. Genau das ist auch ein Aspekt der Demokratie. Ich bin sehr froh, dass wir so eine "Quasselbude" haben.

Gewöhne Dich schon mal dran: Europa ist auf dem absteigenden Ast. Unser westliches Wertesystem und unsere Wirtschaft beherrschten die letzten Jahrzehnte/Jahrhunderte die Welt.


Gerade dies kann ich nicht akzeptieren, wir müssen doch die Werte vertreten die unsere europäische Gesellschaft als gemeinsame Basis des Zusammenlebens akzeptiert hat. Wenn wir dafür nicht mehr eintreten würden hätte unser Land und unser Europa es wohlverdient aus der Weltgeschichte zu verschwinden.

Eben.

Aber man muss dies auch realistisch angehen. Wir können nicht alle Länder total boykotieren die unsere Werten nicht von heute auf morgen übernehmen. Stattdessen sollten wir die Menschen von den Werten unserer Gesselschaft überzeugen und begeistern. Und das geht nicht wenn man sich von Ihnen abschotten. Gegenseitig in die Wirtschaft zu investieren ist da ein guter Schritt, denn so kommen die Menschen dieser Länder mit uns in Kontakt.

Gruß Jörg

Tja und da habe ich eben einfach ein Problem. Deswegen werde ich wohl nie Politiker in solchen Themen sein können, weil ich es einfach nicht gut finden kann, wenn man mit einem Land handelt, welches seinen Bürgern nicht die Freiheiten gewährt, die sie verdienen.

Ich gebe zu, ich habe mich erst recht spät mit der Thematik China so wirklich bewusst auseinandergesetzt und für mich ist es tatsächlich dann auch ein Problem, wenn die Geräte, mit denen ich gerade diesen Text eintippe, tatsächlich Made in China ist. Weil man quasi keine Alternative mehr dazu hat, als Ware, made in China zu kriegen.

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Quasseln bis der Arzt kommt...

Blaschke, Osnabrück, Dienstag, 16. Mai 2017, 22:36 (vor 132 Tagen) @ J-C

Tachchen!

Die Demokratie zeichnet doch gerade aus, dass die Mehrheit bestimmt und nicht Einstimmingkeit erreicht werden muss. Demokratie bedeutet alsogerade nicht es jedem recht zu machen!

Merci. Genau das ist auch ein Aspekt der Demokratie. Ich bin sehr froh, dass wir so eine "Quasselbude" haben.

Das ist mir klar. Das hättest Du jetzt nicht extra erwähnen müssen...


Aus einem anderen Beitrag von Dir zitiert:

Mir ist es wirklich tausend Mal lieber, dass Themen auch mal nicht vorankommen, als dass sie auf eine Art vorankommen, wie sie es niemand wirklich wollen kann.

Wieso niemand? Die Nutzer einer Infrastruktur zum Beispiel freuen sich sicherlich darüber. Und sie wird sicherlich für viele einen Vorteil haben. Insofern stimmt deine ganze Theorie schon mal gar nicht.

Und ja: Irgendwann muß mal entschieden werden! Und das ist dann auch VON ALLEN zu akzeptieren! Und genau daran krankt es hierzulande! Und zwar massiv!

Für einen gewissen Wohlstand muß JEDER auch die ein- oder andere "Zumutung" ertragen. Und ja, dabei geht es manchmal ungerecht zu. Dem einen wird mehr zugemutet, dem anderen weniger. Ohne "Zumutung" geht es aber nunmal nicht.

Und wenn es hierzulande nicht vorankommt, weil wir endlos quasseln, dann wundere dich aber nicht und beklage dich auch nicht, dass andere dann nicht so lange warten. Und womöglich zugreifen und sich hier einkaufen. Aber hierzulande wird oft genug der tote Gaul auch dann noch geritten, wenn nur noch das Gerippe vorhanden ist.

Es kann nur so gehen: Plan machen. Diskutieren. Hart. Massiv. Dann aber muß in überschaubarem Zeitrahmen entschieden werden. Alle akzeptieren das. Punkt. Schluß. Aus. Ende. Nur so kann es voran gehen. Wir hier sind aber mittlerweile nicht unter-demokratisiert, sondern über-demokratisiert.

Aber gut, mir leuchtet durchaus ein, dass du da lieber bis zum St.-Nimmerleinstag endlos diskutierst...


Schöne Grüße von

jörg

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Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jeder ist überzeugt, dass er genug davon habe. (René Descartes)

Besser Quasselbude als Diktatur.

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Mittwoch, 17. Mai 2017, 07:21 (vor 131 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von J-C, Mittwoch, 17. Mai 2017, 07:22

Mir ist es wirklich tausend Mal lieber, dass Themen auch mal nicht vorankommen, als dass sie auf eine Art vorankommen, wie sie es niemand wirklich wollen kann.


Wieso niemand? Die Nutzer einer Infrastruktur zum Beispiel freuen sich sicherlich darüber. Und sie wird sicherlich für viele einen Vorteil haben. Insofern stimmt deine ganze Theorie schon mal gar nicht.

Ok, ich hätte sagen soll "niemand mit einem guten Gewissen". Denn den Anrainer gar nicht ans Wort kommen zu lassen, zu sagen "friss oder stirb", das ist keine Taktik, mit der man in Deutschland langfristig gewinnt und das völlig zu Recht.

Und ja: Irgendwann muß mal entschieden werden! Und das ist dann auch VON ALLEN zu akzeptieren! Und genau daran krankt es hierzulande! Und zwar massiv!

Eine Demokratie basiert darauf, dass die Mehrheit des Volkes eine Entscheidung trifft, das ist legitim. In China gibt es eben das aber nicht.

Für einen gewissen Wohlstand muß JEDER auch die ein- oder andere "Zumutung" ertragen. Und ja, dabei geht es manchmal ungerecht zu. Dem einen wird mehr zugemutet, dem anderen weniger. Ohne "Zumutung" geht es aber nunmal nicht.

Darum geht es noch nicht einmal.

Und wenn es hierzulande nicht vorankommt, weil wir endlos quasseln, dann wundere dich aber nicht und beklage dich auch nicht, dass andere dann nicht so lange warten. Und womöglich zugreifen und sich hier einkaufen. Aber hierzulande wird oft genug der tote Gaul auch dann noch geritten, wenn nur noch das Gerippe vorhanden ist.

Scherzkeks. Dann rede nicht und ziehe nach China.

Es kann nur so gehen: Plan machen. Diskutieren. Hart. Massiv. Dann aber muß in überschaubarem Zeitrahmen entschieden werden. Alle akzeptieren das. Punkt. Schluß. Aus. Ende. Nur so kann es voran gehen. Wir hier sind aber mittlerweile nicht unter-demokratisiert, sondern über-demokratisiert.

Uhh nein. Weißt du, es gab solche Zeiten und das waren eben Zeiten, wo wir uns in Europa noch gelinde gesagt die Köppe gegenseitig eingeschlagen haben...

Aber gut, mir leuchtet durchaus ein, dass du da lieber bis zum St.-Nimmerleinstag endlos diskutierst...

Darauf hab ich ehrlich gesagt keinen Bock. Ich wollte ein Statement setzen - gegen die Gleichgültigkeit, wenn es um Menschenrechte geht. Das, was wir in Deutschland diskutieren ist am Ende Pipifax gegen das, was in China vorgeht (Internetzensur, Ein-Kind-Politik, Unterdrückung von Systemkritikern...).

Ich weiß, das liest sich wieder so revoluzzermäßig und ganz ehrlich, ich hab normalerweise auf sowas auch gar keinen Bock, ich bin nicht so ein Typ, aber hier werde ich ja zu sowas geradezu genötigt...


Schöne Grüße von

jörg

Gruß von Jan-Christian

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Am Rande: Da ist die Globalisierung ein Segen...

Blaschke, Osnabrück, Dienstag, 16. Mai 2017, 22:01 (vor 132 Tagen) @ JW

Hallo!

Und wohin die endlose Freiheit führt, sieht man ja auch in der freiheitlichen Quasselbude Deutschland: Es wird nur noch endlos gequasselt und gequasselt und gequasselt und diskutiert. Eine ENTSCHEIDUNG darf NIE NIE NIE gefällt werden - weil die dann ja vermeintlich undemokratisch ist, weil ja immer wer dagegen ist.

Die Demokratie zeichnet doch gerade aus, dass die Mehrheit bestimmt und nicht Einstimmingkeit erreicht werden muss. Demokratie bedeutet alsogerade nicht es jedem recht zu machen!

In der Theorie schon. Und wie schaut es in der Praxis aus? Soll ich mal "Stuttgart 21" hier in den Raum werfen, damit wir hier beim Eisenbahnbezug bleiben? Besser nicht ...

Gewöhne Dich schon mal dran: Europa ist auf dem absteigenden Ast. Unser westliches Wertesystem und unsere Wirtschaft beherrschten die letzten Jahrzehnte/Jahrhunderte die Welt.

Gerade dies kann ich nicht akzeptieren, wir müssen doch die Werte vertreten die unsere europäische Gesellschaft als gemeinsame Basis des Zusammenlebens akzeptiert hat. Wenn wir dafür nicht mehr eintreten würden hätte unser Land und unser Europa es wohlverdient aus der Weltgeschichte zu verschwinden.

So kömmt's ja auch... ;-). Wobei wir da ja gar nicht so weit hinausschauen brauchen in die Welt. Die hehren Artikel der UN-Menschenrechtskonvention kann man sich ja mal durchlesen. Und dann drüber nachdenken, wie all das denn hier IM ALLTAG so ausreichend verwirklicht ist... Vielleicht am Umgang mit Flüchtenden? Ups ...

Aber man muss dies auch realistisch angehen. Wir können nicht alle Länder total boykotieren die unsere Werten nicht von heute auf morgen übernehmen. Stattdessen sollten wir die Menschen von den Werten unserer Gesselschaft überzeugen und begeistern.

Hm.. Am deutschen Wesen ist die Welt nicht immer genesen ...

Und das geht nicht wenn man sich von Ihnen abschotten. Gegenseitig in die Wirtschaft zu investieren ist da ein guter Schritt, denn so kommen die Menschen dieser Länder mit uns in Kontakt.


Was übrigens eine der SEGNUNGEN der Globalisierung ist!!! Die uns zumindest noch! vorm 3. Weltkrieg nach alter Väter Sitte bewahrt... Wäre ja auch unlogisch, wenn die Chinesen jetzt Skoda übernehmen und dann irgendwann mal nach einer Kriegserklärung gegen Europa Prag wegbomben, womit sie ja ihr eigenes Eigentum gleich mit wegbomben würden. Und wenn Deutschland den USA den Krieg erklärt und es Teile unserer Bundeswehr tatsächlich bis Spartanburg schaffen, dann wäre es das Bombenabwerfen dort ziemlich unklug - zumindest wenn man dann auch das BMW-Werk dort trifft ...


Schöne Grüße von

jörg

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Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jeder ist überzeugt, dass er genug davon habe. (René Descartes)

Du solltest beizeiten mal in der Zukunft ankommen!

ICE-TD, Dienstag, 16. Mai 2017, 22:03 (vor 132 Tagen) @ JW

Die Demokratie zeichnet doch gerade aus, dass die Mehrheit bestimmt

Und genau das passiert in Deutschland in zunehmenden Maße nicht, man quasselt sich zu Tode und drückt sich vor jeder Entscheidung. Oder man einigt sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner der praktisch bei Null liegt, siehe NBS Hamburg-Hannover. Oder beim Rhein-Ruhr-Express wo von den ursprünglichen Planungen nur der Name geblieben ist für ein paar neue Fahrzeuge auf den bestehenden RE-Linien.

Mag sein, aber ausgerechnet darum sollten wir froh sein.

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Dienstag, 16. Mai 2017, 22:08 (vor 132 Tagen) @ ICE-TD
bearbeitet von J-C, Dienstag, 16. Mai 2017, 22:09

Du kannst gerne nach China ziehen, da interessiert man sich ja nicht für den Willen des Anrainers. Die Autobahn wird da gebaut. Oder die Hochgeschwindigkeitstrasse - ohne Kompromisse und ohne Gnade.
Aber weine nicht, wenn es irgendwann auch dich trifft mit dem Staat, der achso ok ist.

Mir ist es wirklcih tausend Mal lieber, dass Themen auch mal nicht vorankommen, als dass sie auf eine Art vorankommen, wie sie es niemand wirklich wollen kann.

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Mag sein, aber ausgerechnet darum sollten wir froh sein.

ICE-TD, Dienstag, 16. Mai 2017, 22:29 (vor 132 Tagen) @ J-C

Du kannst gerne nach China ziehen, da interessiert man sich ja nicht für den Willen des Anrainers. Die Autobahn wird da gebaut. Oder die Hochgeschwindigkeitstrasse - ohne Kompromisse und ohne Gnade.
Aber weine nicht, wenn es irgendwann auch dich trifft mit dem Staat, der achso ok ist.

Mir ist es wirklcih tausend Mal lieber, dass Themen auch mal nicht vorankommen, als dass sie auf eine Art vorankommen, wie sie es niemand wirklich wollen kann.

Ja klar, wieso werden dann in Deutschland immer noch Dörfer umgesiedelt und abgerissen für Braunkohletagebaue, obwohl die Braunkohlekraftwerke in Zukunft keiner braucht?

Mag sein, aber ausgerechnet darum sollten wir froh sein.

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Dienstag, 16. Mai 2017, 22:33 (vor 132 Tagen) @ ICE-TD

Weil auch in Deutschland die Demokratie auch mal missachtet wird.

Es ist für mich auch absolut unverständlich, wie das so leicht geht, mal eben ganze Dörfer verschwinden zu lassen.

Eben auch ein Zeichen, dass die Demokratie selbst in Deutschland nicht perfekt ist.

Ist aber noch harmlos im Vergleich dazu, was in China geschieht.

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Mag sein, aber ausgerechnet darum sollten wir froh sein.

JW, Dienstag, 16. Mai 2017, 22:40 (vor 132 Tagen) @ ICE-TD

Hallo,

Ja klar, wieso werden dann in Deutschland immer noch Dörfer umgesiedelt und abgerissen für Braunkohletagebaue, obwohl die Braunkohlekraftwerke in Zukunft keiner braucht?

Ich finde die Kohleverstromung auch nicht gut, aber dies basiert auf demokratischen Mehrheitsentscheidungen.
Ein wesentlicher Unterschied zum chinesischen System ist aber, das wir einen Rechtsstaat haben. Neben der demokratisch beschlossenen politischen Entscheidung für diese Tagebaue, hatte wirklich jeder Einzelne die Möglichkeit des Rechtsweg um sicher zustellen dass seine persönlichen Belange angemessen berücksichtigt werden.

Gruß Jörg

OT - Ich bin lieber in der Gegenwart und behalte meine Moral

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Dienstag, 16. Mai 2017, 21:45 (vor 132 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von J-C, Dienstag, 16. Mai 2017, 21:49

Hallo!

Aber ich habe moralische Bedenken bezüglich des Landes China allgemein. Es ist eben nicht der nette Staat von nebenan, es ist ein Staat, der menschenrechtsmäßig fragwürdig ist.


Womit er sich in netter Gesellschaft einiger Anderer befindet.

Aber über die diskutieren wir auch nicht.

Ganz abgesehen davon - aber sowas will ja hierzulande niemand hören: Wohin das führt, wenn man erst die Freiheit einführt und dann das Wirtschaftssystem ändern will, hat der unselige Gorbi ja exerziert. Wer erinnert sich noch an die Einwandererströme von Aussiedlern, die hier niemand haben wollte? Und was ist auch der UdSSR geworden? Man zuckt ja heute schon bei dem Begriff zusammen. Genau: Abgesoffen ist das alles. Von dem Fiasko hat sich Rußland, haben sich die meisten neuen Republiken, die mir so in den Sinn kommen, bis heute nicht erholt. Da ist es vielleicht gar nicht so unsinnig, zuerst versuchen, das Wirtschaftssystem quasi von oben sanft zu revolutionieren und erst dann später mal die Freiheit zuzulassen.

Es gab Monarchien und die konnten erfolgreich zu Demokratien umgewandelt werden. Es gab vor 70 Jahren eine Diktatur in einem Land, welches mir jetzt grad entfällt und dieses Land ist jetzt nicht gerade auf einem absteigenden Ast, obwohl man zuerst die Demokratie einführte.

Und wohin die endlose Freiheit führt, sieht man ja auch in der freiheitlichen Quasselbude Deutschland: Es wird nur noch endlos gequasselt und gequasselt und gequasselt und diskutiert. Eine ENTSCHEIDUNG darf NIE NIE NIE gefällt werden - weil die dann ja vermeintlich undemokratisch ist, weil ja immer wer dagegen ist.

Weißt du, du wirst jetzt denken, was ist das für so einer...

...aber Gott sei Dank! Ich hab es viel lieber, wenn man Themen zerquasselt, Probleme durchdekliniert und so weiter und so fort. DAs ist mir so viel lieber, als dass man beispielsweise überhaupt ein Problem kriegt, eine Opposition zu stellen, als dass man als Systemkritiker fürchten muss, dass der Staat einen mehr oder weniger diskret verschwinden lässt.

Ich könnte noch andere Punkte nennen. Und ich sag es einfach, mir ist es lieber, von Leuten wie dir als uncool beschimpft zu werden als das gut zu finden, was in China los ist.

Aber gut, das ist natürlich alles etwas kompliziert. Schlagwortartig draufhauen auf die bösen Chinesen ist Mainstream und politisch geboten - da stören differenzierte Gedanken auch nur.

Nein, aber diese "differenzierten Gedanken" sind doch nur taktischer Natur und haben nichts, aber auch gar nichts mit Moral zu tun. Wirklich, man will sich nur kein schlechtes Gewissen einreden, dass man zufälligerweise einen Staat unterstützt, der die Freiheiten des Bürgers einschränkt, der unliebsame Leute auch gerne verschwinden lässt - eben in jüngster Zeit...

...man schaut auch nach Taiwan - eine demokratische Republik, die meiner Meinung nach das volle Recht als eigenständiger Staat akzeptiert.

Aber nein, die großen gehorchen kuschend und der achso tollen Diplomatie folgend von ihrer Couch aus der "Ein China-Politik". Und stell dir vor, die, die gegen diese ein-China-Politik sind. Das sind kleine Staaten, die was zu befürchten haben und die stehen zu einem eigenen Staat Taiwan.

Sag mir nach, was du willst, nenn mich rückständig, verklemmt... was auch immer. Das bin ich alles lieber, als einer, der es toleriert, wenn ein Staat aktiv noch heute Menschenrechte missachtet.

Es ist auch ein Staat, der will offenbar die Weltherrschaft ökonomisch gesehen an sich reißen.


Ja logisch! Warum denn auch nicht. Wo steht eigentlich geschrieben, dass die ökonomische Weltherrschaft dauerhaft für immer Europa, dem "Westen" bzw. Deutschland reserviert ist.

Die ökonomische Weltherrschaft ist ganz einfach niemandem reserviert. Nicht China, nicht Deutschland, nicht den USA. Ökonomie sollte keine Sache sein, wo einer die vorherrschende Rolle hat. Da kann China ja gleich die komplette Weltherrschaft an sich reißen, wenn du das so unkritisch siehst. Der Schritt dazu wird klein.

Gewöhne Dich schon mal dran: Europa ist auf dem absteigenden Ast. Unser westliches Wertesystem und unsere Wirtschaft beherrschten die letzten Jahrzehnte/Jahrhunderte die Welt. Das wird aber, wie bei ALLEN Systemen vor unserem auch, nicht von Dauer sein.

Weil es Leute wie dich gibt, die es geradezu wollen, könnte das sogar eintreten. Doch glücklicherweise zeigen die jüngsten Ergebnisse, dass du eher Unrecht hast. Europa wird sich ändern, die EU wird sich vielleicht ändern müssen, ihre Mankos beseitigen müssen.

Aber dabei soll nicht weniger Europa, sondern vor allem mehr Europa herauskommen!

Kurzum: Europa hat abgewirtschaftet und andere Länder werden bald wieder führend sein.

Dieser Fakt ist alternativer Natur, also falsch! Europa ist eines der größten Wirtschaftsmächte der Erde. Zwar hat man durch den Brexit Abstriche hinnehmen müssen, aber dadurch wird Europa nicht untergehen. Ausgerechnet der Brexit war übrigens ein Warnsignal an Staaten, die schon auf die Idee kamen, aus der EU auszutreten. Der Witz ist, Staaten wie Ungarn oder Polen, die würden nie auf die Idee kommen, aus der EU auszutreten. Die schreiben es aber halt nicht so auf die große Fahne und würden gerne eine andere EU. Das gilt festzuhalten.

Was auch nichts besonderes ist: Was gab es früher in anderen Ecken der Welt an Reichtum ... Heute bejubeln manche die Chinesen als Retter in der Not - bald werden wir hier nur noch eine verlängerte Werkbank sein und nur noch als Nachfrager für die chinesischen Produkte für die Chinesen von Interesse sein. Du bist noch jung - Du kannst Dich also schon mal dran gewöhnen. Es wird nur vermutlich noch etwas dauern - weil unsere Vorfahren so viel Substanz aufgebaut haben, dass man sie soooo ganz schnell nicht gänzlich kaputt bekommt. Aber wir sind auf gutem Wege dahin ...

Blaschke, nein. Ich hoffe, dass die Welt nicht so eine Dummheit begehen wird, aber ich werde ganz sicher nicht für irgendeine chinesische Firma arbeiten, solange China nicht ein Staat ist, welcher eine echte Demokratie hat und wo jeder seine Meinung sagen kann und wo niemand Repressalien befürchten muss, weil er gegen das System ist, ok? Dass das mal klar ist.

Ich hoffe außerdem, dass du deine Thesen nicht ernst meinst. Dann und nur dann hab ich vielleicht es vorher dir bezüglich übertrieben, weil ich davon ausgehen muss, dass du das wirklich ernst meinst.

Denn sonst wirklich, ich bin relativ fassungslos, wie gelassen Leute wie du der Meinung sind, Europa wird untergehen. Nein, Europa ist nicht so ein Reich, welches plötzlich aufkommt und dann untergeht. Die Zeit solche Reiche ist vorbei. Es sei denn, Leute wie du wollen, dass Europa zerstört wird. Es ist da wirklich gut, dass es sich immer wieder zeigt, dass man für Europa ist und nicht gegen Europa.

Wähl die AfD oder zieh gleich nach China um, du scheinst ja China ganz ok zu finden.


Die völlig unnötig sind. Wenn es danach geht, besteht praktisch das ganze Leben aus moralischen Bedenken... Auch hierzulande. Wieso zum Beispiel verplemperst Du UNMENGEN AN ZEIT, um hier zu schreiben? Dabei Energie verbrauchen und Zeit verjuxen, die viel sinnvoller genutzt werden könnte für die Weltrettung, für Flüchtende, für Gemeinnütziges und und und und und.

Weißt du Blaschke, wenn ich merke, dass man über gewisse Themen viel zu unkritisch ist, dann bin ich der Meinung, dass ein Kontra notwendig ist. Normalerweise mag ich mich gar nicht zu politischen Themen äußern, da dies selbstredend kein Forum für solche Themen ist. Zumindest vom Konzept her.

Allerdings fühlte ich mich einfach genötigt, ein Kontra zu setzen, weil solche Themen manchmal viel zu unkritisch gesehen werden, wo man aber kritisch sein muss.

Schöne Grüße von

jörg

Gruß von Jan-Christian.

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OT - Das Apostel lebt

ICE1223-Limburg ⌂ @, FNS/FLIS/KHIS, Dienstag, 16. Mai 2017, 21:50 (vor 132 Tagen) @ J-C

Probierst du schon wieder die Welt zu bekehren?

Ach ja, wo wurde denn dein Handy zusammengekleistert?

Ich finde die Fusion von Skoda und CRRC übrigens auch gut, da die Chinesen eine unglaubliche Entwicklung durchgemacht haben und ihr Wissen nur helfen kann.

Zudem steht das Reich der Mitte auch noch auf meiner Da-muss-ich-mal-hin-Liste.

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ICE-TD - Erinnerung an die Baureihe 605

Abschied n-Wagen Schwarzwaldbahn

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Für den Einsatz des ICE4 auf der KRM!

Ich wusste, dass sowas kommt -.-

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Dienstag, 16. Mai 2017, 22:03 (vor 132 Tagen) @ ICE1223-Limburg
bearbeitet von J-C, Dienstag, 16. Mai 2017, 22:05

Probierst du schon wieder die Welt zu bekehren?

Nein.

Ach ja, wo wurde denn dein Handy zusammengekleistert?

Ich weiß, dass ich an China nicht vorbeikommen. Das sollte mich aber nicht daran hindern, etwas dagegen zu haben. Eben deswegen, China hat für mich einen viel zu hohen Einfluss.

Ich finde die Fusion von Skoda und CRRC übrigens auch gut, da die Chinesen eine unglaubliche Entwicklung durchgemacht haben und ihr Wissen nur helfen kann.

Diese unglaubliche Entwicklung wurde aber vom Ausland importiert. Ich würde das mal relativieren.

Zudem steht das Reich der Mitte auch noch auf meiner Da-muss-ich-mal-hin-Liste.

Vielleicht wird mich das Leben auch mal auf eine Reise nach China führen, aber ich würde mich in Südkorea oder Japan wohlerfühlen... oder in Taiwan.

Kannst mich sonstwie nennen. Aber ich möchte einmal gesagt haben, dass dieses unkritische Hinnehmen solcher Missstände mir einfach absolut missfällt. Ok?

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OT - Ich bin lieber in der Gegenwart und behalte meine Moral

GibmirZucker, Göding, Mittwoch, 17. Mai 2017, 22:28 (vor 131 Tagen) @ J-C

Der Witz ist, Staaten wie Ungarn oder Polen, die würden nie auf die Idee kommen, aus der EU auszutreten. Die schreiben es aber halt nicht so auf die große Fahne und würden gerne eine andere EU. Das gilt festzuhalten.

Widerspricht das nicht dem Demokratie-Gequassel, dass "Staaten nicht würden"? In allen Ländern gibt es Menschen, die von heute auf Morgen austreten wollen. Vielleicht 20%, vielleicht 40% und selbst wenn es 60% wären - abstimmen dürften sie sowieso meist nicht. Oder gibt es jährliche Abstimmungen in den Mitgliedsländern, ob man drinbleiben will oder nicht? Eine Abstimmung gab es, in GB, und die ist entsprechend ausgefallen. Also mal Vorsicht mit Pauschalisierungen was "Staaten wollen" und gleichzeitig die Demokratie hochhalten. In China gibt es ein Machtkartell, in Deutschland gibt es ein Machtkartell. Beide sind dynamisch, in beiden Fällen können die Bürger ein klein wenig was bewirken, wenn sie sich organisieren. Aber am Ende muss man eingestehen, ist doch egal, ob jetzt Schwarz-Gelb, Rot-Grün, Rot-Schwarz oder am Ende, wie in Thüringen praktiziert, Rot-Rot an der Macht ist. Ändert nicht mal mehr an der Situation für den Bürger, als wenn sich in China jetzt entscheidet ob Ping oder Pong zum Vorsitzen gewählt wird.

OT - Ich bin lieber in der Gegenwart und behalte meine Moral

ICE-TD, Mittwoch, 17. Mai 2017, 22:40 (vor 131 Tagen) @ J-C

Der Witz ist, Staaten wie Ungarn oder Polen, die würden nie auf die Idee kommen, aus der EU auszutreten. Die schreiben es aber halt nicht so auf die große Fahne und würden gerne eine andere EU. Das gilt festzuhalten.

Klar wollen die "vorbildlichen Demokratien" Polen und Ungarn in der EU bleiben, da gibts eine Menge Kohle abzukassieren. Nur bei den Pflichten die sich aus der EU-Mitgliedschaft ergeben, da reagieren sie dann sehr zurückhaltend bzw. wollen davon gar nichts wissen.

OT - Ich bin lieber in der Gegenwart und behalte meine Moral

GibmirZucker, Göding, Mittwoch, 17. Mai 2017, 22:46 (vor 131 Tagen) @ ICE-TD

Klar wollen die "vorbildlichen Demokratien" Polen und Ungarn in der EU bleiben, da gibts eine Menge Kohle abzukassieren. Nur bei den Pflichten die sich aus der EU-Mitgliedschaft ergeben, da reagieren sie dann sehr zurückhaltend bzw. wollen davon gar nichts wissen.

Die Pflichten wären?

OT - Ich bin lieber in der Gegenwart und behalte meine Moral

ICE-TD, Mittwoch, 17. Mai 2017, 22:52 (vor 131 Tagen) @ GibmirZucker

Klar wollen die "vorbildlichen Demokratien" Polen und Ungarn in der EU bleiben, da gibts eine Menge Kohle abzukassieren. Nur bei den Pflichten die sich aus der EU-Mitgliedschaft ergeben, da reagieren sie dann sehr zurückhaltend bzw. wollen davon gar nichts wissen.


Die Pflichten wären?

Z.B. die Aufnahme von Flüchtlingen gemäß des Verteilungsschlüssels der EU. Dazu noch Themen wie sie in einem EU-Land eigentlich selbstverständlich sein sollten wie unabhängige Justiz, Pressefreiheit, ...

OT - Ich bin lieber in der Gegenwart und behalte meine Moral

GibmirZucker, Göding, Mittwoch, 17. Mai 2017, 23:06 (vor 131 Tagen) @ ICE-TD

Z.B. die Aufnahme von Flüchtlingen gemäß des Verteilungsschlüssels der EU. Dazu noch Themen wie sie in einem EU-Land eigentlich selbstverständlich sein sollten wie unabhängige Justiz, Pressefreiheit, ...

Das steht auf auf sehr dünner Grundlage, die Zwangsaufnahme von Flüchtlingen. Steht nirgends in den EU-Verträgen die man beim Beitritt unterschreiben musste. Auch ist nicht klar geregelt, wie sehr die Länder rechtlich gezwungen werden können, solche Entscheidungen auch umzusetzen. Ich habe ja nie einen Herrn Orban sagen hören, dass Ungarn es schafft und möglichst viele kommen sollen.

Stichwort unabhängige Justiz und Pressefreiheit. Ich denke, die Praxis ist in jedem Land unterschiedlich, was die Unabhängigkeit dieser Institutionen angeht, sehe ich Ungarn in etwa auf einem ähnlichen Level wie Deutschland. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob in Ungarn es sich ein der Justiz untergeordnetes Organ ungestraft leisten könnte, Spuren in heiklen Fällen in denen es um mehrfachen Mord geht, zu verwischen. Oder werden in Ungarn Menschen ins Gefängnis gesteckt, wenn sie nicht bestimmte Fernsehkanäle durch Abgaben finanzieren wollen?

OT - Ich bin lieber in der Gegenwart und behalte meine Moral

ICE-TD, Mittwoch, 17. Mai 2017, 23:18 (vor 131 Tagen) @ GibmirZucker

Oder werden in Ungarn Menschen ins Gefängnis gesteckt, wenn sie nicht bestimmte Fernsehkanäle durch Abgaben finanzieren wollen?

Was hat das mit unabhängiger Justiz zu tun? In deinem Fall geht es doch nur um die Frage ob eine Sache strafbar ist oder nicht. In Deutschland hat sich der vom Volk gewählte Gesetzgeber nunmal für ein gebührenfinanziertes Fernsehen entschieden, das mag man gut finden oder auch nicht, aber wenn man nicht zahlt macht man sich nunmal strafbar; aber mit unabhängiger Justiz hat das gar nichts zu tun.

OT - Ich bin lieber in der Gegenwart und behalte meine Moral

GibmirZucker, Göding, Mittwoch, 17. Mai 2017, 23:35 (vor 131 Tagen) @ ICE-TD

Was hat das mit unabhängiger Justiz zu tun? In deinem Fall geht es doch nur um die Frage ob eine Sache strafbar ist oder nicht. In Deutschland hat sich der vom Volk gewählte Gesetzgeber nunmal für ein gebührenfinanziertes Fernsehen entschieden, das mag man gut finden oder auch nicht, aber wenn man nicht zahlt macht man sich nunmal strafbar; aber mit unabhängiger Justiz hat das gar nichts zu tun.

Man stelle sich nur das Geschreibse vor, wenn in Ungarn, Russland oder Nordkorea dies geschehen und hier darüber berichtet würde: In etwa: Jeder Bürger muss neben den Steuern lohnunabhäng Regimekanäle finanzieren. Wer sich weigert, kommt ins Gefängnis.

Am Ende verteidigst du ja die ungarische Haltung. Auch die polnische. Die Gesetze wurden eben durch den vom gewählten Gesetzgeber erlassen. Dort ist es schlecht, in Deutschland zu akzeptieren? Mir wäre nicht bekannt, dass es in Ungarn einen Militärputsch gegeben hätte. Oder man kann es auch so wenden: Wenn in der Türkei der vom Volk gewähte Gesetzgeber eben Gesetze erlässt, dass Menschen für bestimmte Taten ins Gefängnis kommen, dann machen sich die Menschen nunmal strafbar. Was ist am Ende die stäkere Einschränkung der Freiheit? Den Gegenwert von 30 kg Kartoffeln für ein Fernsehen zahlen, das mich überhaupt nicht interessiert oder nicht sagen zu dürfen, dass die Kurden ein Recht auf einen eigenen Staat haben?

Übrigens Stichwort unabhängige Justiz: Das ist ein Schlagwort. Mir ist kein Land bekannt, in dem die Justiz wirklich unabhängig ist. In dem frei von politischen Einfluss Richter ernannt werden, in dem Richter jahrelang amten können, wenn s

OT - Ich bin lieber in der Gegenwart und behalte meine Moral

ICE-TD, Donnerstag, 18. Mai 2017, 00:17 (vor 131 Tagen) @ GibmirZucker

In Polen wollte man ja grad die "Macht" des Verfassungsgerichts einschränken weil dessen Entscheidungen den herrschenden Politikern nicht genehm waren. So weit sind wir zum Glück in Deutschland noch nicht auch wenn hier schon einige Gesetze kassiert wurden.

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