"Der Zug schlägt das Flugzeug" (FR online) (Allgemeines Forum)

Quasar @, Donnerstag, 20. April 2017, 19:43 (vor 186 Tagen)

Die Frankfurter Rundschau berichtet über eine Untersuchung vom Reiseportal Go Europe.

Dass die Bahn im Vergleich zum Flieger die weitaus bessere Umweltbilanz vorweisen kann, ist klar. Aber wie sieht es mit der tatsächlichen Reisezeit aus? Eine Untersuchung liefert überraschende Ergebnisse.

"Wo ist die Zeitersparnis auf der Schiene am größten?
Für die Verbindung Paris-Brüssel benötigen Bahnfahrer 82 Minuten, während Fluggäste 240 Minuten unterwegs sind. Die Zeitersparnis beträgt also 158 Minuten. Auf der Strecke Brüssel-London benötigen Zugreisende 121 Minuten, Flugreisende 249 Minuten.

Auf welchen innerdeutschen Strecken hat die Bahn die Nase vorn?

Wer von Frankfurt am Main nach München gelangen möchte, sollte die Bahn nutzen: Der ICE benötigt 189 Minuten, mit dem Flugzeug dauert es 21 Minuten länger. Für die Strecke von Berlin nach Frankfurt braucht der Zug zwar 26 Minuten länger als das Flugzeug, die Gesamtreisedauer hängt aber auch von den Entfernungen zwischen Start- und Zielorten zu den Flughäfen und überregional angebundenen Bahnhöfen beider Städte ab."

Welch wahnsinnigen Erkenntnisse...

Blaschke, Osnabrück, Donnerstag, 20. April 2017, 20:16 (vor 186 Tagen) @ Quasar

Hallo!


Irgendwie muß das Netz mit Müll gefüllt werden und u.U. die gedruckte Zeitung mit Inhalt versehen werden.

Und da große Teile der Bevölkerung ja mittlerweile völlig degeneriert sind geistig (*), muß man denen sowas wie folgend zitiert noch extra eintrichtern, weil sie da von allein niemals drauf kämen:

die Gesamtreisedauer hängt aber auch von den Entfernungen zwischen Start- und Zielorten zu den Flughäfen und überregional angebundenen Bahnhöfen beider Städte ab.

Oder anders ausgedrückt: Die ganze Rechnerei der FR ist für die Papiertonne.

Aber Hauptsache, man hat irgendein Schwachsinn geschrieben und Plebs und Pöbel ein bißchen was zum diskutieren vor den düestigen Rachen geschmissen.


Hoffnungslose Grüße von

jörg


(*) Wie wir mittlerweile dank des SPIEGELs gelernt haben, war das ja schon beim alten Adenauer so. Zumindest seiner Meinung nach. Ganz lustig, dass sich da so viele drüber aufgeregt haben. Ich meine, wo er Recht hat ....

--
Wer die Dummköpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen! (Jean Paul Sartre)

"Der Zug schlägt das Flugzeug" (FR online)

markman, Donnerstag, 20. April 2017, 20:43 (vor 186 Tagen) @ Quasar

Die Frankfurter Rundschau berichtet über eine Untersuchung vom Reiseportal Go Europe.

Wer von Frankfurt am Main nach München gelangen möchte, sollte die Bahn nutzen: Der ICE benötigt 189 Minuten, mit dem Flugzeug dauert es 21 Minuten länger. Für die Strecke von Berlin nach Frankfurt braucht der Zug zwar 26 Minuten länger als das Flugzeug, die Gesamtreisedauer hängt aber auch von den Entfernungen zwischen Start- und Zielorten zu den Flughäfen und überregional angebundenen Bahnhöfen beider Städte ab."[/i]

was für ein Quatsch. Auf welchen Daten beruht der Artikel? Frankfurt nach München braucht der Flieger 21 Min. länger, also 3:30h? Der Endpunkt kann ja nicht München Hauptbahnhof sein, das Ziel kann genauso gut am Ostbahnhof oder bei der Messe sein. Ebenso der Ausgangspunkt: Sicher wohnt der Bahnreisende nicht am Hauptbahnhof in FFM, der Weg zum Airport kann doch genauso lang sein, wie zum Bahnhof.


Gruß,
Markman

Unabhängig von der Berechnungsgrundlage keine Neuigkeiten

Destear @, Berlin, Donnerstag, 20. April 2017, 21:26 (vor 186 Tagen) @ markman
bearbeitet von Destear, Donnerstag, 20. April 2017, 21:27

Bahnbrechende Erkenntnisse lassen sich der Berichterstattung und auch dieser Studie nicht entnehmen. Die Berechnungsgrundlage wird relativiert. Dass das Flugzeug auf relativ kurzen Strecken wie den dort genannten keinen enormen Fahrtzeitvorteil bietet, sondern manchmal wegen der aufwändigeren Check-In- und Anreiseprozedur sogar im Nachteil ist, hat auch nicht das Potenzial zur neuesten Erkenntnis. Dass man von Frankfurt a.M. nach Berlin mit dem Zug ähnlich schnell kommt, wie mit dem Flieger, leuchtete schon vorher ein. Je besser die Bahnstrecke ausgebaut, desto vorteilhafter für die Reisegeschwindigkeit mit der Bahn. Und trotzdem: Auf länger werdenden Strecken spielt das Flugzeug seinen Geschwindigkeitsvorteil doch wieder aus und ist zumindest unter diesem Aspekt empfehlenswert. Kommt es dem Reisenden hingegen auf andere Komfortmerkmale an - Sitzbreite, Ruhe etc. - kann trotzdem die Bahnfahrt im Vorteil sein. Alles eine Frage der Präferenzen. Hinzu kommt noch, dass manch absurdes Angebot z.B. von Ryanair günstiger ist als der DB-Sparpreis. Verkehrte, aber existente Welt.

Gegenbeispiel: Von Berlin nach Warszawa - gute 580 Kilometer, wenn man das bei Googlemaps eingibt - dauert es gute fünfeinhalb Stunden mit einem der EC-Züge. Der Flieger braucht dafür eine gute Stunde, inkl. 90 Minuten Vor- und Nachlauf sind das vier Stunden. Auch auf so einer kurzen Strecke kann es also anders aussehen.

Das ist auch der Grund, warum ich in diesem Jahr vermehrt den Flieger nutzen werde; zuletzt Flüge nach Amerika ergattert: 150,- pro Flug. Manch Schlafwagenfahrt ist teurer. Aber eben deutlich komfortabler.

Unabhängig von der Berechnungsgrundlage keine Neuigkeiten

Berlin-Express ⌂ @, nähe BPHD, Donnerstag, 20. April 2017, 22:03 (vor 186 Tagen) @ Destear

Hinzu kommt noch, dass manch absurdes Angebot z.B. von Ryanair günstiger ist als der DB-Sparpreis. Verkehrte, aber existente Welt.

Weshalb eine Klasse an meiner Schule mit Ryanair auf Klassenfahrt nach Köln fliegt...., soweit ich weiß wäre sogar der Fernbus teurer gewesen.

--
https://dbf.finalrewind.org/Berlin-Pankow-Heinersdorf?mode=single&hide_opts=1

Unabhängig von der Berechnungsgrundlage keine Neuigkeiten

Celestar, Freitag, 21. April 2017, 11:31 (vor 185 Tagen) @ Berlin-Express

Warum ein Angebot, dass zwar preiswert aber auch u.U. von geringer Qualität ist, eine 'verkehrte Welt' darstellt, muss mir mal jemand erklären.

Celestar

Unabhängig von der Berechnungsgrundlage keine Neuigkeiten

brandenburger, Perleberg, Freitag, 21. April 2017, 12:01 (vor 185 Tagen) @ Berlin-Express

Weshalb eine Klasse an meiner Schule mit Ryanair auf Klassenfahrt nach Köln fliegt...., soweit ich weiß wäre sogar der Fernbus teurer gewesen.

Pädagogisch ist das natürlich eine Katastrophe. Wären die Schüler bzw. ihre Familien denn verarmt, wenn sie etwas mehr für Bus oder Zug gezahlt hätten?

Unabhängig von der Berechnungsgrundlage keine Neuigkeiten

Celestar, Freitag, 21. April 2017, 12:18 (vor 185 Tagen) @ brandenburger

Weshalb eine Klasse an meiner Schule mit Ryanair auf Klassenfahrt nach Köln fliegt...., soweit ich weiß wäre sogar der Fernbus teurer gewesen.


Pädagogisch ist das natürlich eine Katastrophe.

Wieso?

Unabhängig von der Berechnungsgrundlage keine Neuigkeiten

Paladin @, Hansestadt Rostock, Freitag, 21. April 2017, 12:40 (vor 185 Tagen) @ brandenburger

Weshalb eine Klasse an meiner Schule mit Ryanair auf Klassenfahrt nach Köln fliegt...., soweit ich weiß wäre sogar der Fernbus teurer gewesen.


Pädagogisch ist das natürlich eine Katastrophe. Wären die Schüler bzw. ihre Familien denn verarmt, wenn sie etwas mehr für Bus oder Zug gezahlt hätten?

Das ist überhaupt keine "Pädagogische Katastrophe". Wieso sollten denn die Familien mehr bezahlen, um mit dem Bus oder Zug zu fahren?
Die bessere Frage ist wohl, wieso es die Bahn (DB Fernverkehr AG) nicht schafft, für eine Schulklasse ein attraktiveres Angebot bereitzustellen, als der Low-Law-Carrier Ryanair.

Unabhängig von der Berechnungsgrundlage keine Neuigkeiten

brandenburger, Perleberg, Freitag, 21. April 2017, 16:28 (vor 185 Tagen) @ Paladin

Das ist überhaupt keine "Pädagogische Katastrophe".

Findest du? Man bringt den Kindern so bei, dass alles was sie in Physik und Biologie über Umweltauswirkungen verschiedener Verkehrsträger gelernt haben, nicht wirklich wichtig ist. Und man bringt ihnen bei, dass was sie in Ethik oder Religion über Verantwortliches Handeln gelernt haben, leeres Gerede ist.

Es sei denn man ist zynisch genug zu meinen, die Kinder sollten früh lernen dass einzig und allein das Geld entscheidet. Dann kann man aber auch gleich unterlassen nach Köln zu fahren, wo man Kindern die Grundlagen antiker (römische Geschichte) oder christlicher (Kölner Dom) Kultur nahebringen könnte.

Unabhängig von der Berechnungsgrundlage keine Neuigkeiten

Celestar, Freitag, 21. April 2017, 23:57 (vor 185 Tagen) @ brandenburger

Das ist überhaupt keine "Pädagogische Katastrophe".


Findest du? Man bringt den Kindern so bei, dass alles was sie in Physik und Biologie über Umweltauswirkungen verschiedener Verkehrsträger gelernt haben, nicht wirklich wichtig ist. Und man bringt ihnen bei, dass was sie in Ethik oder Religion über Verantwortliches Handeln gelernt haben, leeres Gerede ist.

Genau. Weil Menschen, die in ein Flugzeug steigen mal grundsätzlich verantwortungslose Zeitgenossen sind </sarcasm>

Celestar

Unabhängig von der Berechnungsgrundlage keine Neuigkeiten

Colaholiker @, Frankfurt / Hildesheim, Dienstag, 25. April 2017, 08:52 (vor 181 Tagen) @ Berlin-Express

Weshalb eine Klasse an meiner Schule mit Ryanair auf Klassenfahrt nach Köln fliegt...., soweit ich weiß wäre sogar der Fernbus teurer gewesen.

Reisen die etwa alle ohne Gepäck? Sobald man Gepäck mitnimmt, ist bei Ryanair doch Ende mit billig. Für mich war Ryanair bislang uninteressant, weil mit Anfahrt nach "Frankfurt"-Hahn und dortigem Parken die ganze Sache meist preislich äquivalent zu einem "Markenflug" ab Frankfurt-Rhein-Main (wo mich die Anfahrt nix kostet, weil's in meiner Monatskarte sowieso mit drni ist) war. Als es hieß, man biete zukünftig auch Flüge ab Frankfurt an, habe ich mal ein fr uns realistisches Szenario (An- und Abreise zu einer Kreuzfahrt ab Mallorca) durchgerechnet. Abgesehen von der Limitierung auf 20 kg Gepäck, statt anderswo 23 (die meine Freundin auch nur durch Umladen in meinen Koffer einhält *hust*) war die ganze Sache unterm Strich auch nicht mehr billiger als bei den "üblichen Verdächtigen".

Mit einer Ausnahme alle Klassenfahrten per Bahn erlebt habende Grüße,
der Colaholiker

--
[image]

Vielleicht solltest du den Artikel erst mal lesen

Höllentalbahn @, Kirchzarten bei Freiburg, Freitag, 21. April 2017, 16:30 (vor 185 Tagen) @ markman

- kein Text -

"Der Zug schlägt das Flugzeug" (FR online)

Lumi25, Montag, 24. April 2017, 23:37 (vor 182 Tagen) @ Quasar

Die Bahn ist eigentlich nur auf Kurzstrecken interessant ansonsten wird es dank vieler Zwischenhalte immer unattraktiver.

Frankfurt-München z.B. hält der ICE fast alle 30 Minuten egal ob über Nürnberg oder Stuttgart.

Bei Köln-München dagegen wird es duster. Auch wenn die ICE-Linie 42 mit Inbetriebnahme der NBS Wendlingen-Ulm und S21 30 Minuten schneller wird braucht man immer noch 4 Stunden. Eine Umfahrung von Mannheim da wird gleich gejammert. Eine Umfahrung von Ulm ist auch nicht möglich.

Die Umfahrungen würden die Fahrzeit aber noch mal locker um 20-30 Minuten reduzieren schon wäre man bei attraktiven 3 1/2 Stunden.

Köln-Berlin ist eigentlich das gleiche Trauerspiel. Der ICE braucht hier wesentlich länger als der Thalys von Köln nach Paris. Früher war das mal umgekehrt.

HGV-Verkehr dient dazu den Kurzstreckenflugverkehr zu ersetzen. Das schafft man in Deutschland kaum bis gar nicht.

In Frankreich dagegen hat man keine Probleme eine NBS an Städten wie Lyon vorbeizuführen und Lyon ist keine Kleinstadt.

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