Drei Tage durch die Schweiz (Teil 3a m. 50 B.) (Reiseberichte)

TD ⌂ @, Samstag, 18. März 2017, 17:53 (vor 67 Tagen)

Hallo zusammen,

willkommen zum nächsten Teil unserer Schweizfahrten. Während der ersten beiden Reisetage hatten wir Bahnen besucht, die abseits der großen Touristenstrecken liegen wie die Sihltalbahn, die Seetalbahn oder die BDWM. Zuletzt waren wir bei der Suhrentalbahn und dem Bipperlisi. Wir starten nun zur dritten Tour - und diesmal wird es mit Rigi und Oberalppass richtig touristisch.

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Tag 3: Konstanz – Zürich – Arth-Goldau – Rigi Kulm – Vitznau – Brunnen – Göschenen – Andermatt – Disentis/Muster – Chur – Ziegelbrücke – Rapperswil – Wetzikon – Effretikon – Weinfelden – Konstanz

Wir haben heute wieder ein umfangreiches Programm. Ein Zwangspunkt bei der Planung ist der Oberalp Openair Express, damit das alles aufgeht, wird das eine Frühaufsteher-Tour, um 6.03 Uhr starten wir am Bahnhof von Konstanz.

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Der InterRegio nach Zürich ist recht lang, am Zugschluss hängt noch ein Verstärkermodul. Gut, 20 Minuten früher aufstehen gehen auf meine Kappe, ich mag den durchgehenden Zug lieber als die Variante mit Umsteigen in Weinfelden. Und so fahren wir jetzt mit dem InterRegio nach Zürich.

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In Zürich bleibt dadurch auch eine größere Übergangszeit. Das ist mir ganz recht so, dann können wir noch Proviant für die weitere Fahrt kaufen und eine Runde durch und um den Bahnhof drehen. Und so wandeln wir zunächst durch die Haupthalle, rechts schwebt der Schutzengel der Künstlerin Niki de Saint Phalle.

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Wir laufen noch die paar Schritte bis an die Limmat, dann kehren wir zum Bahnhof zurück.

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Was ich bisher auch noch nicht bewusst wahrgenommen hatte: Es gibt in der Zwischenebene auch eine Bahnhofkirche. Sie wurde 2001 als ökumenische und interreligiöse Einrichtung eröffnet.

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Mit einem ICN fahren wir jetzt nach Arth-Goldau. Und es ist nicht irgendein ICN, sondern zufällig der Zug mit dem Namen Graf Zeppelin. Der Zug wurde im Dezember 2004 in meiner Heimatstadt Konstanz getauft anlässlich der Aufnahme der damals neuen ICN-Verbindung Konstanz-Biel (die mittlerweile schon wieder der Vergangenheit angehört).

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Ok - schlechtes Timing, da hätte ich diesen Reisebericht doch besser vor zehn Tagen posten sollen.

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Entlang von Zürichsee, Sihl und Zugersee fahren wir nun nach Arth-Goldau, wobei die Fahrt nicht ganz so entspannt ist, denn es gibt technische Probleme mit dem Zug, mehrmals stoppt der Zug recht abrupt und wir sammeln kräftig Verspätungsminuten.

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Nur gut, dass wir beim Übergang in Arth-Goldau etwas Luft haben und mittlerweile fährt der Zug auch wieder. Hier sind wir schon am Zugersee, am linken Seeufer die Häuser von Arth, auf der gegenüberliegenden Seeseite unser nächstes Ziel: die Rigi. In einer guten Stunde werden wir oben auf dem Bergmassiv bei der Sendeanlage sein.

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Ein kurzer Fußweg führt uns nun vom Bahnhof zur provisorischen Talstation der Rigi-Bahnen. Zwei Zahnradbahnen führen auf die Rigi, von Art-Goldau aus die Arth-Rigi-Bahn mit blauen Fahrzeugen, von der anderen Bergseite die Vitznau-Rigi-Bahn mit roten Fahrzeugen. Die Arth-Rigi-Bahn kannte ich schon von einem früheren Besuch (zum Reisebericht, damals im November und mit einem phantastischen Blick über die Wolken), diesmal will ich auch die Vitznau-Rigi-Bahn besuchen und erhoffe mir einen Ausblick ohne Wolkendecke.

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Die Arth-Rigi-Bahn ist eine normalspurige Zahnradbahn, sie wurde im Jahr 1875 eröffnet. Zum Bau der Strecke trug auch ein gewisser Neid bzw. Konkurrenzdenken bei, denn der Bau war eine Reaktion aus dem Kanton Schwyz auf die Pläne einer Bahn auf die Rigi von der Luzerner Seite. 1907 wurde die Strecke als erste normalspurige Zahnradbahn der Welt auf elektrische Traktion umgestellt.

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Zum Konkurrenzdenken gehörte auch die Frage, welche der Bahnen die luxuriöseren Wagen und die bessere Aussicht boten. Hier der Blick aus der Bahn auf Arth und den Zugersee. Beim Bahnhof Fruttli ist etwa die Hälfte der Strecke überwunden.

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An der Station Rigi Staffel kommen von der anderen Bergseite die Gleise der Vitznau-Rigi-Bahn hinzu. Die Gleisverbindung an dieser Stelle wurde erst 1990 gebaut, bis dahin waren beide Bahnen strikt getrennt. Die beiden Konkurrenten fusionierten 1992 zu den Rigi-Bahnen.

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Auch auf der letzten Etappe der Bergfahrt gibt es einen beeindruckenden Blick mit Bergpanorama. Schließlich endet die 8,5 Kilometer lange Strecke an der Station Rigi Kulm auf 1.752 Metern. Von Arth ausgehend haben wir damit über 1.200 Höhenmeter überwunden.

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Man sehe mir nun einige Off-Topic-Bilder von der Rigi nach. Das Bergmassiv ist umgeben von Vierwaldstättersee, Zugersee und Lauerzersee. Der Gipfel Rigi Kulm liegt auf 1.757 Metern über dem Meer und ist ein beliebtes Ausflugs- und Touristenziel. Hier der Blick über den Zugersee.

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Nach Norden geht der Blick ins Mittelland. Den Sender Rigi hatten wir ja schon vom unten gesehen.

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Die Gleise der beiden Bahnen führen parallel von der Station Rigi Staffel nach Rigi Kulm. Links das Gleis der Art-Rigi-Bahn, recht das der Vitznau-Rigi-Bahn. Dieser Abschnitt liegt auf dem Gebiet des Kantons Schwyz, für das die Konkurrenten aus dem Kanton Luzern keine Konzession erhielten. Die Strecke gehörte deshalb der Arth-Rigi-Bahn und musste von der Vitznau-Rigi-Bahn gepachtet werden. Die blau-weißen Pixel links der Bildmitte sind ein bergfahrender Zug der Arth-Rigi-Bahn.

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Hier nun der Blick über den Vierwaldstättersee.

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Auch ein Bild in Blickrichtung Lauerzersee habe ich noch im Angebot, dann müssen wir so langsam an die Weiterfahrt denken.

Es geht gleich weiter...

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Drei Tage durch die Schweiz (Fortsetzung Teil 3a )

TD ⌂ @, Samstag, 18. März 2017, 17:54 (vor 67 Tagen) @ TD

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Die Reise setzen wir nun mit einem Zug der Vitznau-Rigi-Bahn fort. Die rote Bahn gewann damals den Wettlauf zum Gipfel und wurde schon 1871 bis zur Staffelhöhe eröffnet und 1873 bis Rigi Kulm verlängert, sie schmückt sich seither mit dem Titel der ersten Bergbahn Europas.

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Für uns beginnt nun die 40-minütige Talfahrt hinab ans Ufer des Vierwaldstättersees nach Vitznau. Die Vitznau-Rigi-Bahn ist mit 6,8 Kilometern etwas kürzer als das blaue Pendant. Hier sind wir noch im gemeinsamen Abschnitt, dann zweigt die Strecke Richtung Süden ab.

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Um 11 Uhr sind wir am Gipfel losgefahren, um diese Zeit gibt es nur wenige talfahrende Fahrgäste, in der Gegenrichtung hingegen werden bei dem Prachtwetter zahlreiche Besucher auf den Berg gefahren, drei Züge müssen wir bei der Zugkreuzung in Freibergen abwarten.

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Ich bin unschlüssig bei der Frage, welche der Bahnen denn nun die bessere Aussicht bietet. Hier der Blick über den Vierwaldstättersee. Im Folgezugbetrieb sind mehrere Fahrzeuge unterwegs.

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Schließlich ist die Endstation Vitznau erreicht. Der Bahnhof liegt direkt am Ufer des Vierwaldstättersees bei der Schiffsanlagestelle. Rechts das Bahnhofsgebäude, links das Depot, dazwischen...

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...eine Drehscheibe, wo die angekommenen Züge mit einem Stationstraktor rangiert und ins Depot gebracht werden.

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Vitznau hat keinen Bahnanschluss. Der klassische Tourist würde die Schweizreise an dieser Stelle mit einer Schiffsfahrt über den Vierwaldstättersee fortsetzen. Dafür reicht uns die Zeit aber nicht...

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...und so geht es mit dem Bus weiter. Über der Bushaltestelle sieht man übrigens die wohl größte Schweizerfahne, sie misst 31 auf 31 Meter und wiegt rund 750 Kilo.

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Mit dem Bus fahren wir nun am Ufer des Vierwaldstättersees nach Brunnen. Brunnen liegt an der Gotthardlinie, so dass wir hier wieder auf den Zug umsteigen können. Zuvor schauen wir uns aber noch im Ort um.

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Im Jahr 1315 wurde in Brunnen der zweite Bund der Eidgenossen geschlossen, an jenem Ort steht heute die Dorfkapelle, die deshalb auch Bundeskapelle genannt wird.

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Und mit einem Blick über den Vierwaldstättersee beenden wir diesen Teil des Reiseberichts.

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In den nächsten Tagen folgt der letzte Teil mit Gotthard- und Schöllenenbahn sowie dem Oberalp Openair Express.


Viele Grüße und einen schönen Sonntag

Tobias

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Drei Tage durch die Schweiz (Fortsetzung Teil 3a )

Alibizugpaar, Köln (Alt-Göttinger), Samstag, 18. März 2017, 18:33 (vor 67 Tagen) @ TD

Sehr enttäuschend! Die Milchkuh vor dem Panorama über den Vierwaldstättersee ist ja gar nicht lila...

Gruß
Olaf (der sich irgendwie veräppelt fühlt)

Drei Tage durch die Schweiz (Teil 3a m. 50 B.)

caboruivo ⌂ @, CH, Sonntag, 19. März 2017, 09:51 (vor 66 Tagen) @ TD

Lieber TD

Du hast mit mir deinen Schweiz-Reiseberichten eine grosse Freude bereitet, denn: Mit der Vitznau-Rigi-Bahn hast du meine alte Wirkungsstätte, mit Brunnen den Ort, in dem ich bis letzten August meine 25 ersten Lebensjahre verbracht und auch heute noch viel anzutreffen bin, besucht und sowieso warst du mit meiner aktuellen Arbeitgeberin SBB unter anderem auf einer meinen Hausstrecken, der Seetalbahn, unterwegs.

Ich erlaube mir, hier auch auf vergangene Teile zu antworten:

Zur Seetalbahn: Sie ähnelt nicht nur einer Strassenbahn in den Ortsdurchfahrten, sondern ist in Ballwil, Beinwil am See, Birrwil, Hallwil und Seon auch als solche trassiert und mit Strassenbahnsignalen versehen. Die Geschwindigkeit ist in diesen Abschnitten auch mit Fahrt auf Sicht, maximal 40 km/h (mit GTW) bzw. 10 km/h (alle anderen Fahrzeuge) festgelegt. Deswegen sind auch solche Kreiseldurchfahrten in Ballwil, Beinwil und Hallwil möglich. Am krassesten finde ich jedoch den über 1km langen Strassenbahnabschnitt in Seon, da dort jede Hauszufahrt einen eigenen Übergang hat. Da hat man in der Nacht als Lokführer Discofeeling. Auch sonst ist die Sache mit den Übergängen interessant: Einige sind mangels Zugsicherung ebenfalls als Strassenbahnbereich markiert (Hochdorf Schönau, Hitzkirch, Boniswil), andere schalten erst nach einer gewissen Zeit nach, weswegen auch Leermaterialzüge an den Stationen anhalten müssen. Die Seetalbahn ist auch die einzige Strecke im Netz der SBB, die bei einer ZUB-Störung im Ausgangsbahnhof nicht befahren werden darf.
Da im Seetal die Bahnsteige einheitlich eine Höhe von 35 cm haben (sollten), auf dem Restnetz aber 55 cm, müssen die Seetal-GTW im Rahmen des Behindertengleichstellungsgesetzes einen Einstieg für 55 cm erhalten. Es steht ohnehin ein Refit an, das m.W. dieses Jahr beginnen wird.
Darf ich fragen, wann du im Seetal unterwegs warst?

Zur Rigi-Bahn: Auch da hatte ich eine schöne Zeit verbracht, dies als Zugbegleiter und Bremser. Da hast du bei der Talfahrt gleich die Monsterkomposition herausgesucht: "Beeri"-BDhe 4/4 mit Steuerwagen und Vorstellwagen - keine Komposition fasst mehr Passagiere.
Interessant finde ich, dass du dich nicht entscheiden konntest, welche Bahn die bessere Aussicht bietet. Ich bin ein wenig entrüstet (kleiner Scherz!), denn sonst gewinnt die VRB bei diesen Vergleichen immer, schon wegen des Abschnittes Staffelhöhe-Staffel. Die VRB ist kürzer als die ARB, dafür steiler.
Die Rigi-Bahnen haben eine neue Marketingstrategie - neu herrscht grün als Einheitsfarbe. Blau-Rot soll irgendwann der Vergangenheit angehören. Auch sollen irgendwann die vor allem noch auf der Vitznauer Seite planmässig eingesetzten historisch angehauchten Fahrzeuge durch neues Rollmaterial ersetzt werden, darüber wird aber schon seit Jahren ohne konkrete Pläne diskutiert.
Von Vitznau nach Brunnen verkehrt ja auch die SGV, allerdings ist der Anschluss miserabel, da alles in Richtung Luzern ausgelegt ist. Wie hast du die Busfahrt empfunden? Rasant? :D
Noch ein Nachtrag zum Bahnhof Goldau der RB: Der neue Bahnhof an sich ist seit 2010 vollendet, allerdings zieht sich die Renovierung des als Zugang vorgesehenen Hochperrons nun bereits fünf Jahre länger als geplant hin... Ursprünglicher Eröffnungstermin war 2012, ein für 2015 geplantes Eröffnungsfest wurde kurzfristig abgesagt, aktuell ist noch kein konkretes Datum geplant. Grund für die Verzögerung war die weitaus schlechtere Bausubstanz des Hochperrons als angenommen sowie ein Baustopp aus finanziellen Gründen.

Ja, Brunnen. Meine Liebe. Wärst du mit dem Schiff angekommen, hättest du wahrscheinlich die Nase gerümpft. Denn von dieser Seite aus sieht es nicht gerade schön aus. Aber du hast im alten Dorfkern doch noch schöne Gebäude zu Gesicht bekommen.
Interessant ist, dass beim Gebäude hinter dem Bus die Sonnenstore heruntergelassen ist: Dieses Lokal ist seit Jahren geschlossen, soll aber dieses oder nächstes Jahr wieder eröffnet werden.
In der Bundeskapelle war ich seit etwa 10 Jahren nicht mehr, sie war übrigens Schauplatz eines bis heute nicht aufgeklärten Raubes einer Pietà-Figur. Der Brunnen nebenan stammt von einem Brunner Bildhauer namens Josef Bisa, dessen Werk man im Dorf überall findet, z.B. auch unmittelbar vor dem Bahnhof, oder natürlich auch auf dem Weg dorthin.

Gruss und vielen, vielen Dank!

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Drei Tage durch die Schweiz (Teil 3a m. 50 B.)

TD ⌂ @, Sonntag, 19. März 2017, 16:57 (vor 66 Tagen) @ caboruivo

Hallo caboruivo,

herzlichen Dank für Deine ausführliche Rückmeldung und die persönlichen Anmerkungen, ich freue mich über die positive Resonanz.

Darf ich fragen, wann du im Seetal unterwegs warst?

Am 22.06.2016.

Interessant finde ich, dass du dich nicht entscheiden konntest, welche Bahn die bessere Aussicht bietet. Ich bin ein wenig entrüstet (kleiner Scherz!), denn sonst gewinnt die VRB bei diesen Vergleichen immer, schon wegen des Abschnittes Staffelhöhe-Staffel.

Ich bin da mittlerweile etwas vorsichtig mit Formulierungen in Reiseberichten, denn es gibt immer Leute, die sich sehr schnell auf den Schlips getreten fühlen :)

Noch ein Nachtrag zum Bahnhof Goldau der RB: Der neue Bahnhof an sich ist seit 2010 vollendet, allerdings zieht sich die Renovierung des als Zugang vorgesehenen Hochperrons nun bereits fünf Jahre länger als geplant hin... Ursprünglicher Eröffnungstermin war 2012, ein für 2015 geplantes Eröffnungsfest wurde kurzfristig abgesagt, aktuell ist noch kein konkretes Datum geplant. Grund für die Verzögerung war die weitaus schlechtere Bausubstanz des Hochperrons als angenommen sowie ein Baustopp aus finanziellen Gründen.

Ich hatte mich schon gewundert, warum noch immer die provisorische Station in Betrieb ist, nachdem es schon bei meinem vorherigen Besuch 2013 hieß, bald werde der neue Bahnhof eröffnet.


Viele Grüße

Tobias

--
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Drei Tage durch die Schweiz (Teil 3a m. 50 B.)

Alphorn (CH), Montag, 20. März 2017, 00:20 (vor 65 Tagen) @ TD

Ich hatte mich schon gewundert, warum noch immer die provisorische Station in Betrieb ist, nachdem es schon bei meinem vorherigen Besuch 2013 hieß, bald werde der neue Bahnhof eröffnet.

Die Bauzeit war noch aus einem anderen Grund so lang: Die SBB und die ARB stritten sich lange um die Finanzierung der Anhebung des Hochperrons. Zwar ist das Ding im Eigentum der ARB, aber die Anhebung wurde wegen des 4-Meter-Korridors zum Gotthard-Basistunnel notwendig - allerdings war auch sonst der Sanierungsbedarf hoch. Wie der Streit am Schluss ausgegangen ist, weiss ich nicht, dieser Teil der Arbeiten ist jedenfalls schon lange beendet.

Drei Tage durch die Schweiz (Teil 3a m. 50 B.)

caboruivo ⌂ @, CH, Montag, 20. März 2017, 11:15 (vor 65 Tagen) @ TD

Salü

Ja dann warst du exakt einen Tag bevor meine Seetalkarriere ihren Anfang nahm, dort. ;)

Ich habe übrigens den wohl von dir absolvierten Weg zum See in Beinwil erst letzte Woche entdeckt... Bevor der Abstieg beginnt, befindet sich mit dem Rütli noch ein empfehlenswertes Restaurant - so als Tipp, falls sich jemand TD sei Dank ins Seetal verirren möchte.

Zum Hochperron: Wie Alphorn korrekt ergänzt hatte, sind die Anhebung zur Sanierung und die wieder erfolgte leichte Absenkung für den 4m-Korridor längst beendet,die Arbeiten wurden 2014 durchgeführt.
Videos Anhebung: 1,2
Bilder Anhebung: klick
Video Absenkung: 1

Jedoch war der Sanierungsaufwand massiv höher als budgetiert, weswegen zeitweise gar kein Geld mehr vorhanden war. Die Bausubstanz war massiv schlechter als angenommen, Stahlteile teils durchgerostet. Es musste viel mehr ersetzt werden als ursprünglich gedacht.

Gruss

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