Flixbus muss zahlen (Allgemeines Forum)

GibmirZucker @, Göding, Donnerstag, 16. März 2017, 11:40 (vor 554 Tagen)

http://www.blick.ch/news/wirtschaft/strassenverkehr-bundesamt-fuer-verkehr-buesst-flixb...

Das begleichen sie aus der Portokasse, aber wirtschaftlich ist es sicher nicht, wenn sie für vielleich 200 Fahrgäste die unterlaubt ausgestiegen sind, 3000 Franken zahlen müssen - viellecht versteht man so auch eher, warum Flix seine Verbindungen Zürich-Basel Flughafen in den letzten Tagen massiv reduziert hat.

Evtl. weiterreichen?

oppermad @, Wuppertal/Wunstorf, Donnerstag, 16. März 2017, 12:55 (vor 554 Tagen) @ GibmirZucker

Moin,

da war das BAV wohl gnädig. Wie wahrscheinlich wird denn Flixbus das an die beauftragten Busunternehmer weiterreichen (unter der Annahme der Akzeptanz der Strafe)? Immerhin haben die ja die Fahrgäste aussteigen lassen.

Fragt sich

Dirk

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Meine persönliche FGR-Olympiade seit 2011:
1. Platz DB Regio 212 Fälle,
2. Platz DB Fernverkehr 127 Fälle,
3. Platz NWB 13 Fälle,
4. Platz Westfalenbahn 6 Fälle,
5. Platz eurobahn 5 Fälle,
6. Platz metronom 4 Fälle,
7. Platz erixx 3 Fälle.

Evtl. weiterreichen?

GibmirZucker @, Göding, Donnerstag, 16. März 2017, 13:59 (vor 554 Tagen) @ oppermad

da war das BAV wohl gnädig. Wie wahrscheinlich wird denn Flixbus das an die beauftragten Busunternehmer weiterreichen (unter der Annahme der Akzeptanz der Strafe)? Immerhin haben die ja die Fahrgäste aussteigen lassen.

Sicher, für das Einhalten der Sicherheitsbestimmungen sind ja die Subunternehmer verantwortlich, wohl auch für diese Vorschriften - wenn auch rechtlich der Fahrer keine andere Handhabe hat, als das Ausstiegsverbot akustisch durchzugeben. Wer es am Ende trägt, wirtschaftlich ist es nicht, insbesondere wenn im Wiederholungsfall die Strafe saftiger ausfallen würde. Flix hat davon Wind bekommen und mal die Fahrten spürbar reduziert...

Was ist bloß, wenn .. ... ..?

Bahngenießer, Donnerstag, 16. März 2017, 18:14 (vor 554 Tagen) @ GibmirZucker

Alles schön und gut, wenn es Flixbus verboten ist, Fahrgäste innerhalb der Schweiz zu befördern.

Doch was wäre, wenn ich in der Schweiz einsteige, eine Fahrkarte nach Deutschland kaufe und dann an einer Raststätte in der Schweiz einfach verdufte?

Oder was wäre, wenn ich in der Schweiz einsteige, eine Fahrkarte nach Deutschland kaufe und mir wird dann unterwegs schlecht und ich bitte den Fahrer, noch in der Schweiz aussteigen zu dürfen, damit ich mich nicht im Bus übergeben muss?

Klar, wenn ich in der Schweiz in einen aus Deutschland kommenden und in der Schweiz endenden Flixbus einsteige, dann gibt es natürlich keine Ausreden!

Was ist bloß, wenn .. ... ..?

Breisgau-S-Bahn @, Freiburg/Gera, Donnerstag, 16. März 2017, 18:40 (vor 554 Tagen) @ Bahngenießer

Um genau diesen Fall ging es hier. Der Bus fuhr Zürich - Basel - Flughafen Basel (liegt in Frankreich). Fahrkarten wurden von Flixbus nur für Zürich -> Flughafen und Basel -> Flughafen verkauft. Fahrgäste haben sich aber ein Ticket Zürich -> Flughafen gekauft und sind in Basel ausgestiegen, weil es um ein vielfaches billiger war als das SBB-Ticket. Flixbus hat nichts dagegen unternommen, dass die Fahrgäste ausgestiegen sind (wenn sie es getan hätten, wäre es als Freiheitsberaubung strafbar gewesen), also müssen sie jetzt büßen.

Die Lösung wäre, nur Direktverbindungen anzubieten, aber das lohnt sich scheinbar auch nicht...

Gruß

BSB

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Für eine DB Lounge in Erfurt!

Eine groteske Situation!

Bahngenießer, Donnerstag, 16. März 2017, 21:02 (vor 553 Tagen) @ Breisgau-S-Bahn

Um genau diesen Fall ging es hier. Der Bus fuhr Zürich - Basel - Flughafen Basel (liegt in Frankreich). Fahrkarten wurden von Flixbus nur für Zürich -> Flughafen und Basel -> Flughafen verkauft. Fahrgäste haben sich aber ein Ticket Zürich -> Flughafen gekauft und sind in Basel ausgestiegen, weil es um ein vielfaches billiger war als das SBB-Ticket. Flixbus hat nichts dagegen unternommen, dass die Fahrgäste ausgestiegen sind (wenn sie es getan hätten, wäre es als Freiheitsberaubung strafbar gewesen), also müssen sie jetzt büßen.

Die Lösung wäre, nur Direktverbindungen anzubieten, aber das lohnt sich scheinbar auch nicht...

Gruß

BSB

Eine groteske Situation!

Selbst wenn der Bus ohne Halt von Zürich bis Flughafen Basel fahren würde, könnte es immer noch vorkommen, dass der Fahrer unterwegs an einer Raststätte eine Lenkpause machen müsste. Wie soll er denn da verhindern, dass sich Fahrgäste am Rastplatz dünne machen?
Der einzige Ausweg wäre vielleicht, dass das Busunternehmen in solchen Fällen immer Strafanzeige gegen den vorzeitig aussteigenden Fahrgast erstattet. Eine Strafanzeige, nur um zu zeigen, dass man solches Fahrgastverhalten nicht duldet! Bringen würde eine solche Strafanzeige aber eher nichts. Oder ist es den Fahrgästen bei Strafe verboten, innerhalb der Schweiz den Flixbus zu benutzen? Und dann könnten die Fahrgäste immer noch plötzliche triftige Gründe geltend machen, die Fahrt vorzeitig abzubrechen!

Nach meiner Meinung müsste es reichen, wenn im Fahrplan unmissverständlich steht: "Der Binnenverkehr innerhalb der Schweiz ist ausgeschlossen." Alles andere wäre weltfremd!

Eine groteske Situation!

Destear @, Berlin, Donnerstag, 16. März 2017, 21:18 (vor 553 Tagen) @ Bahngenießer

Vorzeitiges Aussteigen des Fahrgastes ist denn seit wann eine Straftat?

Eine groteske Situation!

Colaholiker @, Frankfurt / Hildesheim, Freitag, 17. März 2017, 08:39 (vor 553 Tagen) @ Destear

Vorzeitiges Aussteigen des Fahrgastes ist denn seit wann eine Straftat?

Eine Straftat nicht. Man könnte aber durchaus in die Beförderungsbedingungen einen Passus aufnehmen und zivilrechtlich gegen Fahrgäste vorgehen, die gegen die Beförderungsbedingungen verstoßen.

Alternativ macht man es so, wie es US-Amerikanische Fluggesellschaften machen - dort gibt es ein Bundesgesetz, daß den Anweisungen des Personals im Flugzeug Folge zu leisten ist. Tut man das nicht, hat man direkt gegen ein Bundesgesetz verstoßen. (Ist übrigens der gleiche Hintergrund wie die Frage bei der Einreise, ob man vor hat, einen terroristischen Akt zu begehen. Da wird niemand ja sagen, das wissen die Amis selbst. Macht man aber doch was böses, hat man mit der Falschaussage gegen ein Bundesgesetz verstoßen und die Zuständigkeit liegt sofort beim FBI.)

Das macht's allerdings nicht weniger grotesk.

Als Nichtbusfahrer dieses Problem nicht habende Grüße,
der Colaholiker

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Eine groteske Situation!

guru61, Arolfingen, Freitag, 17. März 2017, 05:12 (vor 553 Tagen) @ Bahngenießer


Eine groteske Situation!

Selbst wenn der Bus ohne Halt von Zürich bis Flughafen Basel fahren würde, könnte es immer noch vorkommen, dass der Fahrer unterwegs an einer Raststätte eine Lenkpause machen müsste. Wie soll er denn da verhindern, dass sich Fahrgäste am Rastplatz dünne machen?

Keine Groteske Situation:
Seinerzeit wurde in der Presse durchgehechelt, dass die Flixbüssler in Basel aktiv um Kundschaft geworben haben, und Leute in Basel SBB nach Zürich einsteigen lassen haben.
Genau das dürfen Sie nicht.

Komischerweise, hat die Flixbus eben sich nicht um eine Konzession für innerhalb der Schweiz beworben: Denn es hat einige Fallstricke:
So müssen die Busse im schweizer Tarifsystem eingebunden werden, also GA und Halbtax gelten,
So stehts im Gesetz. Zudem müssen die Fahrer im üblichen Rahmen beschäftigt werden: Also nix mit polnischen Sklaven:
https://www.bav.admin.ch/bav/de/home/aktuell/bav-news/archiv/ausgabe-oktober-2016/artik...

Interessant ist gerade, dass Flixbus sich bisher NICHT um eine inländische Konzession beworben hat.
http://www.oltnertagblatt.ch/solothurn/kanton-solothurn/billig-fernbusse-nun-werden-auc...

Gruss Guru

Was ist bloß, wenn .. ... ..?

Alter Köpenicker, BSPF, Freitag, 17. März 2017, 04:40 (vor 553 Tagen) @ Breisgau-S-Bahn

http://www.blick.ch/news/wirtschaft/strassenverkehr-bundesamt-fuer-verkehr-buesst-flixb...

Die Überschrift ist ja sehr mißverständlich. Zunächst dachte ich, Flixbus muß für 3000 Eingeborene rund um Nürnberg ein paar Busse kaufen und fragte mich, was die Schweiz damit zu tun hat. Aber gut, ihnen fehlt das ß.

Die Lösung wäre, nur Direktverbindungen anzubieten, aber das lohnt sich scheinbar auch nicht...

Für den preissensiblen Fahrgast eigentlich schon, denn ich kann mir nicht vorstellen, daß die Fahrt im Flixbus nur 4,70 SFr unter dem Preis der SBB liegt. Soviel kostet nämlich die Fahrt mit dem Linienbus vom Flughafen zurück nach Basel. Einzig der Faktor Zeit würde eine Rolle spielen, andererseits ist es ja keine nennenswerte Entfernung und der zeitsensible Fahrgast sitzt ohnehin im Zug, der die beiden Städte in unter einer Stunde verbindet.

Eisenbahn in UK.

martarosenberg @, Deutschland -- Mitte-Ost und Nordwest., Freitag, 17. März 2017, 11:47 (vor 553 Tagen) @ Bahngenießer

In UK gibt es bei der Eisenbahn privatrechtlich ähnliches, dass bestimmte Sondertarife nur auf bestimmten Strecken gelten und explizit nicht, wenn man vorher aussteigt. Da beim Aussteigen oft eine Kontrolle (Sperren) stattfindet, würde man beim eher Aussteigen auch erwüscht und müsste ggf. noch was bezahlen.

Ähnliches Problem: In Deutschland keine Nahverkehrsstrecken

Bahngenießer, Donnerstag, 16. März 2017, 20:38 (vor 553 Tagen) @ GibmirZucker

http://www.blick.ch/news/wirtschaft/strassenverkehr-bundesamt-fuer-verkehr-buesst-flixb...

Das begleichen sie aus der Portokasse, aber wirtschaftlich ist es sicher nicht, wenn sie für vielleich 200 Fahrgäste die unterlaubt ausgestiegen sind, 3000 Franken zahlen müssen - viellecht versteht man so auch eher, warum Flix seine Verbindungen Zürich-Basel Flughafen in den letzten Tagen massiv reduziert hat.

Innerhalb Deutschlands gibt es ähnliche Verbote:
So dürfen Fernbusse nach meiner Erinnerung keine Nahverkehrsreisende befördern. Aber da könnten auch Fahrgäste auf die Idee kommen, eine Fernbus-Fahrkarte für 100 km zu kaufen und dann schon an der nächsten Haltestelle (z. B. nach 40 km) aussteigen. Und schon wären die Fahrgäste eigentlich Nahverkehrsreisende und benutzen einen Fernbus, der für den Nahverkehr keine Konzession hat.
Glücklicherweise ist mir in derartigen Fällen weder etwas über Strafen oder Ordnungsgelder bekannt noch über Busfahrer, die Fahrgäste dann mit körperlicher Gewalt am Aussteigen hindern.

Bahn im Vorteil

ALR997 @, Donnerstag, 16. März 2017, 22:10 (vor 553 Tagen) @ Bahngenießer

So gesehen muss man schon sagen, dass Züge des Fernverkehrs gegenüber Bussen einen erheblichen Wettbewerbsvorteil haben, weil beispielsweise ICE-, IC- aber auch HKX-Züge auch auf Nahverkehrsrelationen genutzt werden können.

So kann ich beispielsweise bequem im ICE von Dortmund nach Essen fahren, oder von Braunschweig nach Hannover im IC.

Ich finde den Vorteil zwar persönlich richtig, um die Bahn allgemein zu bevorzugen, aber aus Sicht der Betreiber von Bussen ist das eigentlich ein unfairer Wettbewerbsvorteil der Bahn.

Bahn im Vorteil

agw @, NRW, Freitag, 17. März 2017, 15:56 (vor 553 Tagen) @ ALR997

So gesehen muss man schon sagen, dass Züge des Fernverkehrs gegenüber Bussen einen erheblichen Wettbewerbsvorteil haben, weil beispielsweise ICE-, IC- aber auch HKX-Züge auch auf Nahverkehrsrelationen genutzt werden können.

So kann ich beispielsweise bequem im ICE von Dortmund nach Essen fahren, oder von Braunschweig nach Hannover im IC.

Ich finde den Vorteil zwar persönlich richtig, um die Bahn allgemein zu bevorzugen, aber aus Sicht der Betreiber von Bussen ist das eigentlich ein unfairer Wettbewerbsvorteil der Bahn.

Der ist ja gewollt. Das System Bahn funktioniert für den Staat und Bürger nur als ganzes. Fair wäre eben, wenn der Fernbus Mindereinnahmen des subventionierten Systems Bahn ausgleichen müsste. Die Gewinne beim Fernbus werden privatisiert, die Verluste bei der Bahn "sozialisiert".

Bahn im Vorteil

Henrik @, Montag, 20. März 2017, 23:46 (vor 549 Tagen) @ agw

So gesehen muss man schon sagen, dass Züge des Fernverkehrs gegenüber Bussen einen erheblichen Wettbewerbsvorteil haben, weil beispielsweise ICE-, IC- aber auch HKX-Züge auch auf Nahverkehrsrelationen genutzt werden können.

nich wirklich, das is ja nich Bestandteil des Wettbewerbs.
HKX sind anerkannte NV-Züge.

So kann ich beispielsweise bequem im ICE von Dortmund nach Essen fahren, oder von Braunschweig nach Hannover im IC.

..aber auch entsprechend deutlich mehr für bezahlen

Ich finde den Vorteil zwar persönlich richtig, um die Bahn allgemein zu bevorzugen, aber aus Sicht der Betreiber von Bussen ist das eigentlich ein unfairer Wettbewerbsvorteil der Bahn.

Nein, nicht,
dafür sind die Fernbusse nicht da.

Der ist ja gewollt. Das System Bahn funktioniert für den Staat und Bürger nur als ganzes. Fair wäre eben, wenn der Fernbus Mindereinnahmen des subventionierten Systems Bahn ausgleichen müsste. Die Gewinne beim Fernbus werden privatisiert, die Verluste bei der Bahn "sozialisiert".

Verluste von ICE/IC & HKX werden nich sozialisiert
gewollt bzw. gewünscht is das in dem propagierten Sinne nich gerade,
sehr gut immer daran zu erkennen dass die Verbünde gleich groß sich beschweren, wenn durch deren neues Tarifsystem der NV-Tarif deutlich teurer is als das ICE-Ticket. da wird dann sehr schnell ein Riegel vorgeschoben.
Gewinne beim Fernbus? harharhar - der war auch gut :D

HKX und Nahverkehr

JeDi ⌂ @, überall und nirgendwo, Montag, 20. März 2017, 23:56 (vor 549 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von JeDi, Montag, 20. März 2017, 23:56

HKX sind anerkannte NV-Züge.

Wer erkennt das an? Ich nicht, das AEG tendenziell auch nicht, die Züge sind nicht bestellt, sie haben ein eigenes Tarifsystem, sie fahren Eigenunwirtschaftlich, usw.

--
Weg mit dem 4744!

HKX und Nahverkehr

Henrik @, Dienstag, 21. März 2017, 00:01 (vor 549 Tagen) @ JeDi

HKX sind anerkannte NV-Züge.

Wer erkennt das an? Ich nicht, das AEG tendenziell auch nicht

doch, AEG,
entsprechende Landesbehörde.

Bahn im Vorteil

agw @, NRW, Dienstag, 21. März 2017, 09:07 (vor 549 Tagen) @ Henrik

Der ist ja gewollt. Das System Bahn funktioniert für den Staat und Bürger nur als ganzes. Fair wäre eben, wenn der Fernbus Mindereinnahmen des subventionierten Systems Bahn ausgleichen müsste. Die Gewinne beim Fernbus werden privatisiert, die Verluste bei der Bahn "sozialisiert".


Verluste von ICE/IC & HKX werden nich sozialisiert

Da muss ich dich enttäuschen.

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