ES: EVA (Niedrig-Preis-AVE) und Nacht-AVE sollen kommen. (Allgemeines Forum)

Oscar (NL) @, Eindhoven (NL), Mittwoch, 09. Oktober 2019, 09:13 (vor 8 Tagen) @ Murrtalbahner

Dennoch hat Spanien nicht die Bevölkerungsdichte die man braucht um HGV zu Massenware zu machen.


Hola in die Niederlande!

Ist das denn so? Oder bedingt die [1] niedrige Bevölkerungsdichte mit weit auseinanderliegenden Zentren nicht gerade erst ein [2] vernünftiges Hochgeschwindigkeitsnetz?
Von Hamburg nach Hannover kann ich auch mal mit einem langsamen Zug fahren. Von Madrid nach La Coruna ist das extrem zeitraubend.

Zu 1: wenn Bevölkerungsdichte wirklich keine Rolle spielen würde, hätte es in Schweden schon längst ein reinrassiges HGV-Dreieck Stockholm-Göteborg-Malmö gegeben
(und gäbe es einen ICE International Hamburg-Stockholm).
Leider für uns ICE-Fans haben Rennbahnen einen erheblichen Preis, und diese muss bezahlt werden. Und in Schweden sind nunmal weniger Steuerzahler als in Spanien (und in Spanien wieder weniger als in China).
Gut, Spanien hat als Geldquelle auch noch EU-Subvention und ggf. private Unternehmen.

Zu 2: auf Paris-Marseille ist mehr los als auf Madrid-Barcelona. Das war in FR sogar vor 11 Jahren bereits so (Anfang HGV in FR 1981, in ES 1992). Was haben die Franzosen, was die Spanier nicht haben?
Ist es Lyon? Zwischen Madrid-Barcelona liegt auch Zaragoza.
Sind es Valence und Avignon? Spanien hat Lleida und Tarragona.
Weiterführung nach Toulon und Nizza? Hinter Barcelona liegen noch Girona und Figueres.

Vermutliche Gründe:

a. Das Altnetz hat eine andere Spurweite. Umspurbare HGV-Züge (Alvia) sind nur 250 km/h schnell, reinrassige (AVE) aber 350 km/h. Auf die 315 km Madrid-Zaragoza (Umspuranlage, weiter nach Huesca) macht das einen Unterschied (ein Alvia würde 1:15 benötigen, ein AVE 0:54 exkl. beschleunigen und bremsen).
b. Weniger besiedeltes Hinterland abseits der Rennbahn. Von den Städten abseits der Rennbahn kann Madrid-Barcelona nur Huesca und Tarragona sinnvoll anbinden. Bei Paris-Marseille sind das Dijon, Besançon, Saint Etienne, Chambéry, Grenoble, Montpellier, Narbonne, Perpignan. Hinzu kommt noch ein internationaler Komponent mit Turin-Mailand und quasi die komplette Schweiz. In Spanien stehen die Pyrenäen im Wege, diese kann man nur umgehen an der Mittelmeerküste (Figueres).


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Verkehrsstaus müssen etwas Tolles sein, sonst würden nicht alle mitmachen.

Schienenstrangen enden nicht bei einer Staatsgrenze, sondern bei einem Prellbock.


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