Osnabrücker Paradoxon ... (Allgemeines Forum)

Blaschke, Osnabrück, Samstag, 05. Oktober 2019, 13:54 (vor 16 Tagen) @ Alibizugpaar
bearbeitet von Blaschke, Samstag, 05. Oktober 2019, 13:55

Hey.

Meine erste Frage wäre erstmal diese: Was meinen die an Nette und Düte was jemand in Osnabrück haben könnte,

Du vergisst die HASE!

Oder warum müssen Osnabrücker früh zum meeten um 9 nach Berlin?

Weil Osnabrück der Nabel der Welt ist.

Das Osnabrücker Paradoxon: ALLES an dieser Stadt ist Durchschnitt. Das einzig überdurchschnittliche ist der Durchschnitt selbst. Einerseits sorgt das für eine gewisse große Zufriedenheit. Osnabrück war mal Glückshauptstadt. Andererseits aber ist da dieser riesige Minderwertigkeitskomplex: immer nur Durchschnitt. Das schmerzt. Also muss man sich erhöhen. Das neue EStw in Osnabrück ist eines der bedeutendsten Deutschlands. Der Bahnhof liegt nicht an den Strecken Hamburg Wanne und Rheine Löhne, sondern Skandinavien Südfrankreich und London Moskau. Dementsprechend wichtig ist er. Bei den Elektrobussen ist man deutschlandweit führend: die erste KOMPLETT auf Strom umgestellte Buslinie. Alle Unternehmen, gerade auch die Familienbetriebe, sind mindestens Weltmarktführer. Das VW-Werk Osnabrück ist das wichtigste im ganzen Konzern. Undsoweiterundsoweiter. Die örtliche Tageszeitung rühmt sich ihrer Größe. Eine der meistzitierten Regionalzeitungen. Mit eigener Berlin-Korrepondentin. Mitten drin im politischen Geschehen. Jede Nacht werden auch extra Exemplare nach Berlin gekachelt.

Und dann kommt sowas wie Oldenburg und hat mehr Einwohner und ist drittgrößte Stadt Niedersachsens. Seitdem muss gebaut werden, bis der Arzt kommt. Grüne Finger - egal. Natur/Umwelt: wurscht.

Und die Bahn fährt nicht direkt bis Stockholm, London, Rom und Warschau. Ein Skandal.

Ach ja, der Provinzflughafen heißt 'Münster/Osnabrück International Airport'. Man hat sogar die Anschrift geändert. Jetzt 'Airportallee', früher 'Hüttruper Heide', letzteres trifft's dabei genauer. Skandal nur, dass erst Münster im Namen kommt und dann Osnabrück.

Und wegen all dem braucht es einen Frühzug nach Bärlin.

Dabei sind die in Osnabrück aber wieder so bräsig - einfach die Münsteraner mit ins Boot holen. Die haben traditionell seit Jahrzehnten die besseren Drähte zur DB. Sieht man ja an den umgebogenen IC von Berlin nach Münster. Würde also Münster da Vitamin B ausspielen, käme der IC/E.


Schöne Grüße von jörg

--
"Wenn Sie für die Eisenbahn arbeiten, dann sind Sie immer auf der Seite der Guten!"

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (07.05.2019)

Na bitte! ;-)


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