Am Rande: bei Pkw ist's auch nicht besser ... (Allgemeines Forum)

Blaschke, Osnabrück, Mittwoch, 11. September 2019, 16:31 (vor 7 Tagen) @ Power132
bearbeitet von Blaschke, Mittwoch, 11. September 2019, 16:32

Hey.

Da gibt's auch diverse Rückrufaktionen.

Ein guter Bekannter fährt Bus. Der erzählt immer, dass es ein Erlebnis, wenn einer dieser neuen Schüsseln mal einen ganzen Tagesdienst durchhält ohne irgendwelche Störungsmeldungen und ohne gelb oder rot leuchtende Warnlämpchen. Und die Fehlersuche beginnt immer mit der Anweisung: Schlüssel abziehen und 3 Minurrten warten.

Sonntag sah ich bei den 'Trucker Babes' rein. Diese Tinka fährt jetzt einen neuen Lkw, ihre Maggi hatte ihre Leistung gebracht. Und was zeigen die gleich auf einer der ersten Fahrten mit dem neuen Karren: eine Warnmeldung! Irgendwie funktioniere beim Anhänger ABS nicht oder sowas. Sie ruft in der Werkstatt an. Ergebnis: soll sie ignorieren die Meldung! Würde schon alles funktionieren. Der Werkstattmensch macht derweil mal einen Termin beim Hersteller. Ich fand's ja höchst amüsant - soviel Realitätsnähe erwartet man gar nicht.


Kurzum zusammengefasst: wer ist denn heute noch so naiv und erwartet ernsthaft, dass all der technische Schnickschnack ständig ordnungsgemäß funktioniert? Irgendwas ist immer!

Meine Güte, wenn hier früher bei den MAN/Goeppel SG 192 ne Tür klemmte, wurde einmal mit dem Fuß dagegen getreten und dann ging die wieder. Heute leuchtet es erst gelb, dann blockiert aus Sicherheitsgründen die Bremse und wenn du dagegen trittst, erkennt das die Software, so dass es auf dem Display rot leuchtet -"Weiterfahrt nicht möglich" -; außerdem hat das Türblech eine Delle.

Apropos Delle: da denke ich an die billigsten Billig-Opel Combos, die wir zum Apotheken beliefern gestellt bekamen. Die Spaltmaße an den Türen entwickelten nach kürzester Zeit der Dauernutzung ein Eigenleben. Und das Blech war derartig dünn, dass man auf der Autobahn immer Angst hatte, frontal mit einer Hummel zu kollidieren.


Wer also nimmt den ganzen modernen Kram noch ernst?

Jetzt werden es eben keine PESA. Auch egal. Dann halt irgendein anderer Krempel. Der dann auch seine Störungen hat. Nur halt woanders. Immerhin sind heutige Fahrzeuge in gewisser Form nachhaltig: die Störungen bleiben, weil die Gefährte nahtlos von den Kinderkrankheiten zu Altersschwäche wechseln.


Schöne Grüße von jörg

--
"Wenn Sie für die Eisenbahn arbeiten, dann sind Sie immer auf der Seite der Guten!"

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (07.05.2019)

Na bitte! ;-)


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