DB kauft keine weiteren PESA Link (Allgemeines Forum)

ThomasK, Mittwoch, 11. September 2019, 13:27 (vor 7 Tagen) @ Alexander
bearbeitet von ThomasK, Mittwoch, 11. September 2019, 13:28

Hallo ThomasK,

ist die Situation zu Bundesbahnzeiten mit heute vergleichbar?
Wie lange hat die Serienreife des 628 gebraucht?

Natürlich könnte die DB die Arbeit der Hersteller abnehmen und ausgiebige Test durchführen, aber ist den Sichergestellt das bei der nächsten Ausschreibung genau das Fahrzeug vom Besteller auch gewünscht ist? Ist das Testfahrzeug nach der jahrelangen Erprobungsphase überhaupt noch nach den dann aktuell gültigen TSI Zulassungsfähig, sprich dürfen die getesteten Fahrzeug überhaupt noch gebaut werden?

Was nützt es wenn die DB die Fahrzeuge lange testet und dann ein anderer Wettbewerber zum Zuge kommt, weil er auf die Aussagen der Hersteller vertraut? Immerhin war die DB erst der dritte Betreiber der die Pesa bestellt hat....

Die eigentliche Frage ist doch, wo die Wurzel des Übels liegt, dass die Hersteller nicht mehr in der Lage sind funktionierende Fahrzeuge zu bauen? Und da sind wir an dem Punkt, wo hinterfragt werden muss, was darf Verkehr kosten?


Als seinerzeit die 120 gebaut wurde, hat man 5 Prototypen bestellt und die mit verschiedenen Varianten ausgiebig getestet. Die Testergebnisse hat dann die Bundesbahn zusammen mit der Industrie ausgewertet und nach weiteren Überprüfungen ging dann die 120 in Serie.

Die DB hätte doch zunächst einmal 3 - 5 Pesa Links kaufen können und sie dann testen können. Wenn sie in CZ oder PL laufen, dann kann man das Ergebnis nicht 1 : 1 auf D übertragen. Stellt man dann Mängel fest, dann kann man beim Hersteller Änderungen einbauen lassen bzw. Nachbessern lassen.

Wenn man dann getestete Fahrzeuge hat, dann kann man sich an den SPNV-Ausschreibungen mit getesteten Fahrzeugen bewerben.

Ein guter SPNV kostet eben seinen Preis. Da kommt man mit Billigheimertum nicht weiter.

Zudem ist festzustellen, dass die Schiene partiell als Allmendegut zur staatlichen Daseinsvorsorge gehört.

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Und, auch wenn es schon x mal betont worden ist, wird das Auto in Deutschland irrsinnig bevorzugt und die Schiene irrsinnig benachteiligt.

Das beginnt damit, dass die öffentlichen Parkplätze vom Steuerzahler zu mehr als 90 % subventioniert werden, geht weiter über das Dienstwagenprivileg, geht weiter über nicht verrechnete negative externe Kosten und vielem anderen mehr.

In DK bezahlt man übrigens beim Kauf eines Autos eine saftige Zulassungssteuer. Für Kleinwagen beträgt die 85 % auf den Kaufpreis und für Mittelklassewagen 150 %. In D völlig undenkbar.

https://www.reimport-dk.de/ZULASSUNGSSTEUER.194.0.html

Unsere Laber- und Aussitztussy Merkel redet immer nur und sitzt alle Probleme aus.

Und die Schiene wird in Deutschland am Gängelband gehalten.

Wenn die Schiene finanziell schon so ausgeblutet ist, dass Neufahrzeuge noch nicht einmal ausgiebig getestet werden, dann ist das ein Trauerspiel.


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