[AT] Kühnsdorf will Halt des Koralmbahn-Fernverkehrs (Allgemeines Forum)

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Mittwoch, 11. September 2019, 09:27 (vor 9 Tagen)

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Geht es nach den Wünschen der Gemeinde Kühnsdorf, die nach den Daten von 2001 1604 Einwohner zählte, sollen Fernverkehrszüge am Bahnhof Völkermarkt-Kühnsdorf (Völkermarkt hat immerhin etwa 11.000 Einwohner) halten, wenn die Koralmbahn fertiggestellt ist. Die ÖBB haben selbstverständlich abgewunken - es ginge sich mit den Fahrtzeiten nicht aus.

Die TU Wien hingegen (langsam mache ich mir Sorgen um meine Uni) hat in einer Studie feststellen wollen, dass man sehr wohl einen Halt einfügen könnte:


Jetzt hat Landesrat Schuschnig eine Studie bei der Technischen Universität Wien in Auftrag gegeben. Sie kommt zu dem Schluß, ein Halt in Kühnsdorf sei sehr wohl möglich.

Die ÖBB könne ja anderswo schneller fahren oder kürzer halten und so Zeit einsparen. Schuschnig: „Wenn man in dem Gutachten zu dem Schluss kommt, dass zwischen sechs und acht Minuten eingespart werden können und ein Zeiterlust beim Haltestopp Völkermarkt-Kühnsdorf von eineinhalb Minuten entsteht, dann glaube ich, dass auch bei einer Kompromisslösung ein Halt in Völkermarkt-Kühnsdorf möglich sein muss und ich werde mich weiter dafür einsetzen.“

So leicht ist das ganze nun auch wieder nicht. Erstens bin ich mir ziemlich sicher, dass die Fahrtzeitverlängerung viel mehr als anderthalb Minuten beträgt (wenn man sich auf openrailwaymap.org die Situation anschaut, sieht man ja, dass die Fernzüge dafür zuerst aus der Koralmbahn ausfädeln müssten und ein paar Kilometer auf der Altstrecke fahren müssten, was aufgrund des Geschwindigkeitsunterschiedes schon Zeitverluste bringt).

Und einfach so Haltezeiten kürzen? Das ist immer etwas kritisch. Davon abgesehen, dass man sich dadurch die Puffer zusammenhaut.

Keinen Spielraum sehen die ÖBB. Pressesprecher Herbert Hofer: „Nach dem derzeitigen Stand wäre es nicht möglich, dort stehen zu bleiben, weil der integrierte Taktfahrplan, der europaweit gilt, es nicht vorsieht, auf verschiedenen Bahnhöfen die eine oder andere Minute einzusparen – das geht aus gesetzlichen, sicherheitstechnischen Gründen gar nicht.“

Verhärtete Positionen also – ob ein Kompromiß gefunden wird, wird demnächst ein Gespräch wischen dem ÖBB-Generaldirektor und dem Kärntner Verkehrslandesrat zeigen.

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