Prüfmittel Schuh (Allgemeines Forum)

Baselaner, Sonntag, 18. August 2019, 13:27 (vor 29 Tagen) @ Twindexx

Hoi,

Da bin ich natürlich ganz bei Dir, das Bild hatte ich nicht gesehen.
Aber einfach nur einen Schuh, also keinen beschuhten Fuß, in die sich schließende Türe zu halten, hielte ich schon für ein probates Mittel.


Euch ist aber schon bewusst, dass das hier nur eine Show-Einlage im Rahmen einer Medienvorführung zur Veranschaulichung war?

Umso schlimmer! Warum muss ich gegen jegliche Arbeitsschutzrichtlinie verstoßen? Die Menschen sind nicht blöd! Hier hätte man genau zeigen können wie man prüft. Die Öffentlichkeit versteht das schon. Es sei denn die schweizer ziehen sich die Hosen mit der Kneifzange an ...

In der Schweiz werden im Personenverkehr noch immer in erster Linie Personen und keine Prüfmittel transportiert. Deshalb interessiert es die Öffentlichkeit auch, wie es mit Körperteilen aussieht und nicht bezüglich irgendwelcher Prüfmittel.

Bei Stromunfällen fasst der Mitarbeiter also auch stromführende Teile an, anstatt das Messgerät zu nehmen, um der Öffentlichkeit zu zeigen was passiert? Natürlich ... ^^ Schließlich weiß das die Öffentlichkeit ja nicht ...

Man ist bei der Vorführung auch nicht auf jedes technische Detail eingegangen, weil die Journalisten dann schlicht keine Ahnung mehr hätten, was ihnen da erzählt wird.

Muss man auch nicht. Aber das geht gar nicht!

Dazu bräuchte es tieferes bahntechnisches Fachwissen bei den Journalisten, was dort aber abgesehen von den Vertretern der Fachpresse absolut nicht vorhanden ist.
Natürlich wurde der Wagen vor der Medienvorführung ordentlich durchgecheckt.

Seit 2014 wurden 86 Passagiere durch defekte Türen eingeklemmt! Manche konnten sich befreien – aber nicht alle. Die Folgen davon sind sehr schmerzhaft.


Naja, der Blick wirft hier natürlich völlig zusammenhanglos mit irgendwelchen hervorgekramten Statistiken um sich. Diese Fälle betreffen ja nicht nur EW IV, sondern die gesamte Flotte; da sind dann also auch noch B 21-73 erfasst, früher als Bpm 51 bekannt, und diese haben gar keinen Einklemmschutz.

Darum geht es auch gar nicht... Es wird gesagt: DEFEKTE Türen! Es ist egal warum die kaputt ist.

Man hat erst angefangen und hat a) schon 5 Türen mit defekten entdeckt und b) merkt man jetzt erst, dass sie nicht so sensibel reagieren. Warum hat man das bei der regelmäßigen Wartung nicht entdeckt?


Man hätte diese sehr wohl innerhalb von sieben bis zehn Tagen im regelmässigen Unterhalt entdeckt. Diese Defekte haben auch nicht unbedingt etwas mit dem Einklemmschutz zu tun.

Nochmal:Es ist egal was defekt ist. Die Tür ist eine sicherheitsrelevante Baugruppe. Da darf nichts schief gehen.

Das ist schön, dass man das Ergebnis schon vor der Kontrolle kennt, ohne zu wissen was man alles entdeckt.


Man hat lediglich gesagt, dass man bis jetzt noch nichts entdeckt hat, was mit dem Unfall in Zusammenhang steht. Aber nachdem die Türsysteme der EW IV recht simpel aufgebaut sind, kann man auch relativ einfach überblicken, was man vermutlich finden würde.

So einfach zu überblicken, dass es zu einem Todesfall kam? Das ist keine Ausrede!


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