Basisaufklärung (Fahrkarten, Angebote und Tarife)

Hustensaft @, Dienstag, 13. August 2019, 18:44 (vor 62 Tagen) @ br752

Stimmt. Das ist eine Binsenweisheit. Die Frage bleibt: Wo beginnt die "Arbeit" und damit die Arbeitszeit?

Sowohl das Bundesarbeitsgericht als auch das Bundesverwaltungsgericht haben da sehr genaue Vorstellungen ...

Wenn das erst am Kasernentor ist, dann faehrt der Soldat also in der Freizeit mit Uniform im ICE. Bekommt er dann eins aufs M**l, ist das sein Privatvergnuegen und die Krankenversicherung wird fragen warum das passiert ist.

Jein: Es zählt nicht als Arbeitszeit, wäre aber sehr wohl ein Dienstunfall (Wegeunfall), mithin also keineswegs Privatvergnügen (gilt übrigens für ganz normale Arbeitnehmer auch).

Beginnt der Dienst bei Mutti zu Hause mit dem Anziehen der Uniform, muesste noch eine Arbeitszeiterfassung (siehe auch neue EU Richtlinie) gemacht werden. Bei langen Anfahrten > 7 Stunden ist dann aber schon der Arbeitstag rum wenn er ankommt.

Falsch, siehe oben.

Handelt es sich bei der Bahnfahrt um die Fahrt zur Kaserne hin bzw. zurück, dann wird der Soldat dieses ganz gewiss nicht als Freizeit ansehen.


Was der Soldat so ansieht und was Sachlage ist entscheidet im Zweifelsfall nicht der Soldat.

Genau, siehe oben. Übrigens wird die Reisezeit zum Arbeitsplatz bei normalen Arbeitnehmern regelmäßig ebenfalls nicht als Arbeitszeit berücksichtigt.

Kauf du mal Brot und Broetchen auf dem Weg zur Arbeit und habe einen Unfall. Dann solltest du aber erklaeren koennen, dass nicht nur das Broetchen fuer die Arbeitspause gedacht ist sondern auch das Brot, sonst wird da haarklein zwischen privatem und dienstlichen Belangen unterschieden!

Selbst wenn es für die Arbeitspause gedacht ist, zählt das grundsätzlich zu den privaten Verrichtungen und der Arbeitsweg ist dafür versicherungsrechtlich unterbrochen.


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