2. Fernverkehr raus aus den Innenstädten (Allgemeines Forum)

oska, Dienstag, 11. Juni 2019, 21:07 (vor 72 Tagen) @ Oja

Wer will schon in die Innenstadt? Momentan alle, da dort auch der komplette Nahverkehr abfährt. Aber gemessen an der Bevölkerungszahl wohnt nur ein geringer Teil der Menschen in unmittelbarer Bahnhofsnähe, egal wie groß die Stadt ist.

Paris ist ein Beispiel. Blöd für Umsteiger. Aber Kassel. Dort will auch niemand nach Wilhelmshöhe, aber gut für Umsteiger und Durchfahrer.

Wer in eine Stadt möchte, egal ob Hamburg, (nee, Köln nicht, da wollen alle zum Dom), München oder Berlin, niemand will zum Hauptbahnhof. Ja ok, Hamburg liegt auch schon ziemlich cool, aber dennoch hätte kaum ein Tagestourist Probleme damit, in Bahnhöfen wie Harburg in die passende U- oder S-Bahn zu steigen um an sein Ziel zu kommen.

Das Limit liegt ja oft nicht nur in den Bahnhöfen selbst, sondern im unmittelbaren Zugang. Während der RE oder ICE den Provinzbahnhof mit einer dreistelligen Geschwindigkeit durchfährt, bin ich auch ohne Elektromobilität mit meine Fahrrad schneller als ein auf dem Elb- oder Rheinbrücken stehender ICE.

Das Konzept ist ja auch nicht neu. Pasing, Harburg, Deutz, Spandau, Dammtor. Wer am Hauptbahnhof ohnehin umsteigen müsste, kann dies auch schon einen Bahnhof vorher tun, wenn er in den Westen, Süden, Osten (ok, auch für Messebseucher), Westen oder Nordwesten seiner Stadt will.

Frankfurt Süd spart je nach Strecke nicht nur Fahrtzeit, sondern entlastet auch den Hauptbahnhof.

Auch für Tagestouristen ist es zumutbar im vorgelagerten Bahnhof auszusteigen und von dort mit dem ÖPNV direkt zum Ziel zu fahren.

Vorraussetzung: Sehr gute ÖPNV-Verbindungen.


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