Wie kam man denn auf die Idee für die Linie 30!? (Allgemeines Forum)

Eingleisigkeit @, Samstag, 08. Juni 2019, 21:42 (vor 16 Tagen) @ ffz

Hallo ffz,

danke für die Infos.
Das sind ja ganz schön heftige Einkürzungen. Ob das mal auslastungstechnisch gutgeht? In Baden-Württemberg gibt es ja wirklich viele Berufspendler*innen in Fernzügen. Die können und wollen nicht einfach umsteigen auf Auto oder Nahverkehr.
Die Situation dieses Jahr auf der Nord-Süd-Strecke ist da kaum vergleichbar, denke ich. Zumal "nur" die zweistündliche IC-Linie 26 wegfällt.

Schauen wir uns das Konzept mal an.

Linie 11 und 42 Umleitung über die Altbaustrecke mit 60 Minuten längerer Fahrzeit. Die Fahrzeiten werden zwischen München und Mannheim bei beiden Linien um 1 Stunde verschoben.

Linie 12, 20 und 43 Umleitung über die Altbaustrecke mit etwa 20 Minuten längerer Fahrzeit.

Klingt alles sinnvoll und vernünftig. Fahrzeitverlängerungen muss man bei Bauarbeiten hinnehmen. Mit den +60 wird der Takt im weiteren Fahrtverlauf gehalten.

Linie 22 Ausfall zwischen Stuttgart und Mannheim

Aus meiner Sicht auch logisch. Die Kurzwende ist nicht zu machen und die verkehrliche Aufgabe der Linie 22 müssen dann halt die Linien 11 und 42 übernehmen.

Linie 30 Ausfall zwischen Mainz und Stuttgart (-Offenburg)

Das ist heftig, finde ich.

1.: Wo will man denn in Mainz Züge abstellen? Die müssten ja mind. noch bis Bischofsheim oder ins Opelwerk fahren. Damit belasten sie zusätzlich den Korridor Gustavsburg.
2.: Wird dann Mainz-Heidelberg ein Dreivierteljahr fernverkehrsfrei, obwohl gar nicht gebaut wird? Auch hier gibt es viele Pendler*innen.
3.: Die sehr nachfragestarke Relation Heidelberg-Stuttgart wird halbiert.
--> Warum fährt man die Linie 30 denn nicht via Heilbronn? Bei unveränderter Abfahrt Minute .36 wäre ich in der übernächsten Stunde .19 in Stuttgart (siehe ICE 715 aktuell). Fahrzeitverlängerung etwa 1 Stunde, also genauso viel wie die Linien 11 und 43 (natürlich wegen Umweg Heidelberg langsamer als diese - wie heute auch schon) und durch den Stundenversatz trotzdem noch konkurrenzfähig zur schnelleren Linie 62.

Wenn das wirklich so durchgezogen wird, dürfte es für einigen Ärger im nächsten Jahr sorgen.

Linie 47 kompletter Entfall auf dem gesamten Laufweg

Leider mal wieder Kollateralschaden. Aber irgendwoher müssen ja auch mal zusätzliche Fahrzeuge für all die Fahrzeitverlängerungen kommen.


Linie 60 Ausfall zwischen Karlsruhe und Stuttgart

Das dürfte auf dieser Achse zum Chaos im Berufsverkehr führen. Mir fällt allerdings auch keine gute Variante ein, wo man diese Linie noch durch den Bauabschnitt bekommen könnte.


Linie 61 Umleitung mit 15 Minuten längerer Fahrzeit
Linie 62 Umleitung über die Altbaustrecke mit 35 Minuten längerer Fahrzeit
Linie 82 Umleitung über Saarbrücken
Linie 83 Umleitung über die Altbaustrecke mit 30 Minuten längerer Fahrzeit

Diese Varianten sind wiederum gut und naheliegend. Man muss höchstens schauen, ob die Kapazität Karlsruhe-Paris ohne die Linie 82 noch ausreicht. Aber ich glaube, das meiste kommt hier eh aus Stuttgart, oder?

Was ich nicht verstehe: Wird denn wirklich gar kein Fernzug über Heilbronn umgeleitet? Warum nicht?

Liebe Grüße
Eingleisigkeit


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