stärkere aktive Beteiligung an der Demokratie im Osten (Allgemeines Forum)

Henrik @, Samstag, 08. Juni 2019, 21:19 (vor 8 Tagen) @ ktmb

Es ist ein demokratischer Wettbewerb. Wenn es die etablierten Parteien im Osten nicht hinkriegen, gibt es eben auch Stimmen für die AfD.

..is nur die Frage, ob man dann grade einer Partei seine Stimme geben sollte, die eben diese schwer erkämpfte Demokratie wieder abschaffen will bzw. die FDGO infrage stellt.
Demokratie lernt man aber eben auch nicht so schnell von heute auf morgen.. nach 60 Jahren Diktatur.
Insofern zeigten diesen Wahlen nun im Osten etwas erfreuliches auf:

An nicht wenigen Orten haben so viele Menschen für eine plurale Politik in Deutschland und Europa gekämpft wie seit vielen Jahren nicht mehr. Lauter, entschlossener, selbstbewusster denn je. Zu den Kommunalwahlen sind so viele Menschen auf Listenplätzen der Parteien – ja, auch der etablierten! – angetreten wie noch nie nach 1990. Die ostdeutsche Gesellschaft hat seit dem Jahr 2015 viel gelernt, auch über sich selbst.

https://www.zeit.de/2019/23/europawahl-ostdeutschland-afd-rechtspopulismus-demokratie

Für diese stärkere Beteiligung bei den etablierten sollte man sich nicht schämen, sondern gar stolz sein.

In Dänemark sind die Sozialdemokraten nur erfolgreich gewesen, weil sie eine harte Linie im Feld der Migration fahren. Sie sind deshalb keine Nazis.

Natürlich sind sie keine Nazis!!!!1111 nazis gibts doch nur in Deutschland. Im ach so tollen Dänemark können das doch keine Nazis sein.

Nicht jeder Rassist ist gleichzeitig auch ein Nazi - die wenigsten sind es.
Hier geht es speziell um Xenophobie / Fremdenfeindlichkeit bzw. Islamfeindlichkeit - das ist überall zu finden. Gewiss, am ehesten an den Rändern, bei den Links- und Rechts-populisten / -extremisten, aber natürlich ja auch in der Mitte.

Nun ist dann die Frage, was besser ist.
Gleich ein richtiger aufrichtiger Nazi zu sein bzw. Rechtspopulist oder ihnen nachzueifern.
Der frühere SPD-Chef Sigmar Gabriel empfiehlt doch tatsächlich, den Dänen zu folgen und hier der AfD nachzueifern.
Ich lach mich schlapp.
Grumpy Stegner oder Enteigner Kevin im Spätherbst als neuer SPD-Vorsitzender
verspricht weniger Zuwanderung aus „nicht-westlichen Ländern“, setzt statt Integration auf mehr Abschiebungen
kündigt ein Gesetz an, das kriminelle Asylbewerber auf eine Insel verbannt, auf der einst verseuchte Tiere getötet wurden.
Dann sollte man sich weniger um Stegner & Kevin Sogen machen, denn mehr um die Menschen, die dann noch immer mit der SPD sympathisieren. Ebenso natürlich in Dänemark - dort ist das Problem aber ja schon länger bekannt.
bauen sie Zäune gegen polnische Wildschweine an der Grenze zu Schleswig-Holstein auf, die es dort noch nie gegeben hat.
Auf solche Gedanken muss man erstmal kommen können, selbst als Satiriker.


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