Kerosinsteuer führt keinesfalls zu Mehrverbrauch (Allgemeines Forum)

flierfy, Freitag, 17. Mai 2019, 15:53 (vor 150 Tagen) @ lululu

Das Chicagoer Abkommen ist ein völkerrechtliches Abkommen, welches den weltweiten Flugverkehr regeln soll. Steht also sowohl über Nationalem- als auch über EU-Recht. Die daraus entstandene internationale Luftfahrtorganisation ICAO hat den Status einer Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Das Ganze hat also sehr wohl was mit der UNO zutun!

Dann soll auch die UNO die Verantwortung dafür tragen, dass die Landfläche einiger Staaten Richtung 0 m² schrumpft.

Da dieses Abkommen so ziemlich den gesamten weltweiten Flugverkehr regelt, wird da so schnell keiner aus diesem Abkommen austreten.

Das ist nur die Ausrede fürs Nichtstun.


Nur mal am Rande bemerkt: Würde Deutschland oder die EU eine Kerosinsteuer einführen, haben unabhänige Experten verschiedener Universitäten schon prognostiziert, dass die CO2-Emissionen des Luftverkehrs in den entsprechenden Ländern um ca. 30% ansteigen würden. Im Moment sind nämlich alle Fluggesellschaften darauf bedacht, aus Kosten- und Effiziensgründen, nur wirklich das an Kerosion mitzunehmen, was für die Flugstrecke gebraucht wird + Sicherheitsreserven. Würdest du eine Kerosinsteuer einführen, ist es für die Fluggesellschaften auf einmal billiger in Ländern ohne Kerosinsteuer soviel zu tanken, dass es für Hin- und entweder den kompletten Rückflug oder zumindest einen großen Teil davon reicht. Um den Treibstoff für den Rückflug auf dem Hinflug zu transportieren, gibt es Berechnungen, dass etwa 30% des Kerosins gebraucht werden. Du erreichst also genau das Gegenteil von dem was du eigentlich willst.

Das sind nur Ausreden. Eine gut gemachte Kerosinsteuer vermeidet solche Effekte, in dem Flüge in Länder, in denen Kerosin nicht ausreichend hoch besteuert wird, entweder ganz untersagt oder die Fluggebühren so stark verteuert werden, dass die eingesparte Steuer übertroffen wird.


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