Sag niemals nie ;) (Allgemeines Forum)

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Donnerstag, 11. April 2019, 14:57 (vor 11 Tagen) @ Paladin

Spieltheoretisch ist entscheidend, wer anfängt. Und wer negativ anfängt, muss mit einem negativen Erwartungswert rechnen.


Und mit der Terminologie "sozialistische Spinnereien" hat wer angefangen? Diese Wortwahl ist zweifellos mit einer negativen Konnotation besetzt.

Ich glaube, da sind wir uns einig. Offensichtlich ein Mittel, um eine sachliche Diskussion zu vermeiden...

So eindeutig, wie du das hier darzustellen versuchst, ist das ökonomisch keineswegs. Wenn die USA ihre Marktmacht gegenüber Mexiko gnadenlos ausspielen, dann könnten sie indirekt - je nach Präferenzen der Wirtschaftssubjekte - einen Großteil durch Strafzölle auf mexikanische Produkte auf den mexikanischen Verbraucher abwälzen, wenn die Händler die Strafzölle nicht oder nur teilweise an die mexikanischen Kunden weitergeben können. In dem Fall würde die Gewinnmarge der mexikanischen Händler sinken. Des Weiteren muss untersucht werden, inwieweit Mexiko über eine Handelsmacht versuchen kann, gegen die USA seinerseits Strafzölle zu verhängen.

Da die Abhängigkeit Mexikos von den USA wesentlich größer ist als umgekehrt, klingt es plausibel, dass die USA durch eine rücksichtslose Wirtschaftspolitik gegenüber Mexiko sich etwa 3/4 der Investitionen der Mauer durch Mexiko indirekt zurückholen könnten.


Die USA hat gegenüber Mexiko (wem gegenüber eigentlich nicht?) eine negative Handelsbilanz. Ganz so einfach wie du es darstellst, wäre es für die USA also nicht. Die USA können sich nicht mit jedem einen Handelskrieg leisten ohne einen ernsthaften wirtschaftlichen Schaden davonzutragen. Die USA sind massiv auf Mexiko angewiesen. Von den Arbeitern ganz zu schweigen, ich spare es mir mal an der Stelle, dafür auch noch einen Beleg rauszusuchen.

Deswegen ist es auch keine Idee, einen Handelskrieg mit China zu beginnen... man könnte meinen, durch die Handelsbeziehungen würde Vernunft einkehren, doch das ist nicht der Fall...

Junge, du solltest dich mal mit den Fakten beschäftigen.

Im US-Kartellrecht ist klar geregelt, dass man gegen Monopolstrukturen nur dann vorgehen kann, wenn die Kunden überhöhte Preise bezahlen oder aber Konkurrenten Plattformen nicht benutzen können.
Fakt ist, das Amazonkunden gegenüber den Einzelhandelverkaufspreisen KEINE überhöhten Preise bezahlen und bei Google bezahlen die Kunden mit ihren Daten, aber das US-Kartellrecht bezieht sich auf Preise in $ und nicht auf Datenübergabe.


Fakt ist, dass Google bereits in den USA zu Milliardenstrafen verurteilt wurde.

Und was Trump anbetrifft, halte ich ihn für einen durchschnittlichen Präsidenten. Er macht einiges richtig und er macht einiges falsch. Ich beteilige mich aber ganz sicher nicht am Trump-Bashing der Pseudointellektuellen.


Tolles Wort, um Andersdenkende zu verunglimpfen.

Andererseits denke ich, dass es da draußen schon Leute geben, die sich für was besseres halten und glauben, etwa zu wissen, wie sich das ganze entwickeln wird oder die ernsthaft der Meinung sind, man würde irgendwie Trumps Politik kalkulieren können.

Der Typ ist erstens nicht kalkulierbar und hat es sich erwiesen, dass egal was man versucht, dass man ihn nicht vorzeitig rauskriegt. Damit können sich einige scheinbar nicht abfinden.

Ich meine, seien wir mal ehrlich, normal ist der Typ ganz sicher nicht. Das ist ja auch der zentrale Grund, wieso er den Zuspruch bekam, den er kriegte. Eben weil er nicht der durchschinttliche Politiker ist, sondern weil er eben mit voller Absicht eine ganze Reihe an Konventionen über Bord wirft. Genau das ist die Essenz seines Erfolges, da ist es völlig egal, ob es seine Gründe hat, wieso diese Konventionen existieren. Hauptsache politisch inkorrekt, Hauptsache kein Berufspolitiker! Es gibt auch einfach Leute, die wollen dem Establishment einfach den Mittelfinger zeigen, das ist denen gelungen.

Und genau das ist sein Trumpf - pun intended. Er genießt quasi Narrenfreiheit, zu blöd wird er sich schon nicht anstellen.

Ist er deswegen jemand, der gute Politik macht? Nein!

Aber dafür ist es gut, dass er jetzt an die Macht kam, denn wenn man in Zukunft eine echte Alternative ansehen will, wird man nicht umhin kommen, sich zu fragen, was man besser machen kann, damit man auch überzeugender auftritt. Das Problem ist bloß, wenn man stattdessen eben nach jedem Strohhalm zu greifen, um seinen Moral high ground zu bewahren gleichzeitig zu glauben, man könnte Trump ja vielleicht doch noch rauswerfen.

Und im Gegensatz zu Bush, Obama und Clinton hat Trump noch keinen Angriffskrieg begonnen.


Alles eine Frage der Zeit. Für seine Diplomatie ist er wohl kaum positiv hervorzuheben.

Es ist ihm zugutezuhalten, dass er zumindest den Dialog mit Kim Jong Un sucht. Das ist etwas.

Nebenbei bemerkt: Eine Mauer ist das defensivste Mittel, was man sich überhaupt vorstellen kann; wie eine Mauer an der Grenze zu Mexiko als Angriffswaffe funktioniert, hat mir noch keiner der Pseudointellektuellen erklären können.

Die Tatsache, dass man Mexiko dafür zahlen lassen will (und wenn Mexiko das nicht tut?), die Tatsache, dass man effektiv 2 Länder, die wirtschaftlich voneinander abhängen, in dieser strikten Weise abtrennt.

Es könnte daran liegen, dass ich jede Woche eine Grenze überquere, aber ich finde dieses Konzept der scharfen Grenzen tendenziell fragwürdig.

Oh mein Gott, jetzt machst du dich aber komplett lächerlich. Hör bitte auf, bevor es noch schlimmer wird.
Wenn du auf Angriffswaffen hinaus willst - Was denkst du, wofür die "Space Force" gedacht ist?

Mit denen will man sich gegen Alien-Invasionen wehren können *SCNR*

Falsch hingegen liegt Trump bei der Klimapolitik. Aber Merkels Fehler in der Klimapolitik werden ignoriert, aber bei Trump kreidet man sie ihm an. Was für eine Heuchelei!


Merkels Fehler in der Klimapolitik werden ignoriert? Das stimmt nicht. [link=Merkel Klimapolitik]SPIEGEL[/link]

Ich liebe ja den Moment, wenn das Bauchgefühl von Fakten zerschmettert wird ^^

Übrigens ist der Ausbau der Infrastruktur in New York explizit auch in Trumps Liste, die ich verlinkt hatte, enthalten. Da Trump zudem als Jugendlicher und junger Erwachsener oft mit der New Yorker U-Bahn unterwegs war, kennt er als New Yorker alles in- und auswendig. Er weiß also, wovon er redet.


Toll. Was er selbst erlebt hat, wird also angegangen, alles andere ist egal. Passt ins Bild dieses Präsidentendarstellers.

Darsteller passt schon. Dass er noch keine Förderungen für's Golfen ausgeschrieben hat (oder hat er das schon?), wundert mich da schon fast.

Eigentlich lustig, hat er zuerst seinen Vorgänger für seinen Lebensstil kritisiert und führt seinen Lebensstil noch wesentlich teurer durch....

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Die Schönheit des Reisens wird im Speisewagen offenbar.
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