Die Umstände der Fahrt sind egal - mitnichten (Allgemeines Forum)

LoungeHopper @, Mittwoch, 10. April 2019, 22:59 (vor 75 Tagen) @ Power132


Sofern du privat unterwegs bist, hättest du die Möglichkeit entsprechend Alternativen zum rechtzeitigen Erreichen des ICE zu nutzen. Und sei es durch eine frühere Abfahrt an der Greifswalder Str.

Diese Sichtweise würde ich nicht teilen. Auch bei nicht geschäftlichem Anlass ist eine solche Flexibilität nicht immer gegeben, z.B. bei einem Theaterbesuch, Konzertbesuch etc.

Wenn ich bei meiner Familie oder Freundin zu besuch bin, möchte ich die Zeit vor Ort möglichst maximieren, d.h. da kann eine halbe Stunde weniger schon eine Beeinträchtigung sein, die man nicht so einfach hinnehmen möchte. Gerade nicht, wenn man selbst für diesen Umstand nichts kann.

Daher ist es sehr sinnvoll, dass eine solche Unterscheidung zwischen privat und geschäftlich nur in der eigenen Betrachtung, aber nicht in der Betrachtung der Fahrgastrechte bzw. BB eine Rolle spielt.


Deine Zusatzfrage nach Nutzung eines ICE am nächsten Tag zeigt außerdem eine enorme zeitliche Flexibilität und lässt Verdachtsmomente im Raum...

In einem Beitrag des TO wurde geschildert, dass es sich um eine Verknüpfung zweier Reisen auf einer Fahrkarte handelt. Und es wurde ausdrücklich gefragt, ob eine höhere Produktklasse (ICE statt IC) genutzt werden kann. Wenn sich aus der Situation der ersten Reise eine Aufhebung der Zugbindung ergibt, ist die Frage nach den Auswirkungen auf die zweite Reise auf derselben Fahrkarte mehr als berechtigt.

Und wenn die Zugbindung dann einmal aufgehoben ist, sehe ich es aus meiner Sicht als nicht moralisch verwerflich an, bei einer weiteren Fahrt auch eine höhere Produktklasse zu wählen. Man kann das dann als eine Art der Kompensation dafür ansehen, dass die ursprünglichen Reisepläne durcheinander gebracht wurden.


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