Acela (Allgemeines Forum)

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Sonntag, 17. März 2019, 14:03 (vor 6 Tagen) @ 218 466-1

Entlang dieser Strecke, ist die Besiedlung aber auch deutlich höher, als im Rest der USA bzw. ist nur an der anderen Küste z.T. ähnlich.
Auch der Regionalverkehr ist in NJ mit Abstand der beste der ganzen USA und m.M. sogar besser, als bei euch. Sowohl in der Taktdichte, Kapazität und in der Aussatattung. Störungen, Verspätungen und Ausfälle sind jedoch auch da, absolut mit DB vergleichbar . -.-

Die Strukturen in den USA sind tatsächlich anders und vor allem auf's Auto optimiert. Bei NJ Transit hat man wohl eine Nachfrage, die der in Großstädten wie Hamburg oder Berlin um nichts nachstehen. Bloß sind Städte in Europa meist sehr kompakt, in den USA ist das immer weitläufiger, die Städte selber sind viel größer dort.

Ich meine, in Japan fährt der Shinkansen ja alle 10 Minuten, eben weil die Nachfrage bei ao riesigen Metropolen entsprechend hoch ist.

Mit dem Langstreckenverkehr macht ihr immer den Fehler, ganz USA mit Deutschland vergleichen zu wollen. Aber wie viele Direktverbindungen mit Zügen gibt es denn z.B. von München nach Barcelona, von Hamburg nach Rom oer von Amsterdam nach Wien?
Strecken über 1000 Km sind nunmal mit klassischen Rad-Schiene Zügen keine Konkurrenz zum Fluchzeug.

Rom - Wien? Täglich mit dem Nachtzug. Und die Langstreckenverbindungen sind ja wie Nachtzüge.
Amsterdam-Wien will man künftig auch mit dem Nightjet anbieten.

Tagsüber kriegt man durchaus akzeptable Umsteigeverbindungen auf solchen Relationen. Das Hauptproblem ist eher, dass jedes Land da sein eigenes Süppchen kocht, deswegen ist es auch so schwer, etwa nach Spanien zu fahren.

Aber doch, wir haben solche Direktverbindungen. Teils auch öfters als einmal täglich. Und wenn nicht, Umsteigeverbindungen gibt's in Europa zu Hauf.

Aber ja, ich verstehe schon, Europa hat eine wesentlich höhere Besiedlungsdichte als die USA oder der amerikamische Kontinent überhaupt.

Flächendekender Regionalverkehr ist in Spanien und Frankreich - Länder die auch schwächer besiedelt sind - praktisch auch nicht vorhanden. Auf einigen Nebenbahnen der ex-DDR haben die Besteller vor kurzem den NV ganz abbestellt.

Und trotzdem kriegt man immer noch dort ein besseres Angebot als in den USA. Und es gibt Ansätze, in genannten Gebieten wieder mejr Regionalverkehr einzuführen.

Auch ICE leben überwiegend von den Zwischenhalten und es sind nur wenig "Durchfahrer" im Zug. Echte ICE-Sprinter und MET, die jew. nur zwei Zwischenhalte auf ihren jew. verleichsweise kurzen <500 Km Laufwegen hatten, wurden mangels Wirtschaftlichkeit alle eingestellt. Für jetztige "ICE-Sprinter" müssen normale Taktzüge mit paar weniger Halten reichen.

Und auch die Langstreckenzüge von Amtrak leben überwiegend von ihren Zwischenhalten, sie sind überhaupt erst ihre Existenzberechtigung.

Ohne die wären Gebiete so groß wie Deutschland wohl komplett vom Bahnverkehr abgeschnitten.

Dazu gibt es hier für HGV-NBS, wie im letzten USA-Thread erwähnt, deutlich strengere Sicherheitsvorschriften der FRA, sodass ein entgleisender HGV-Zug bei voller Fahrt, in bebauten Gebieten nicht von der Strecke abkommen kann und dass ggf. engleisende GZ auf paralell verlaufenden Bestandsstrecken nicht in die HGV-Trasse eindringen können. Dazu braucht es Barrieren, die praktisch auch Raketeneinschläge überstehen würden und entsprechend teuer sind.

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten also sind die Vorschriften also so viel schärfer. Das fasziniert.

Leute, für Langstrecken bleibt nur Transrapid oder Fluchzeug. Ersteres ist in der Beschaffung für alle zu teuer und daher ändert sich nix.

Klar, von der Ostküste zur Westküste wäre es so abwegig mit der Bahn zu fahren wie von Paris nach Moskau. Wobei halt, daüfr gibt es ja sehr wohl Kundschaft... egal. Aber es gibt nicht wenige Regionen in den USA, wo sich Schienenverkehr lohnen könnte, aber es nucht gemacht wird. Was in Europa selbstverständlich ist: Regionalverkehre zu bestellen, um ein gewisses Angebot sicherzustellen, das ist für Amerikaner womöglich unpatriotisch.

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Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Roaminggebühren in die Schweiz entfallen sollten.
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