[AT] Die letzte ÖBB-Strecke in Tirol wird elektrifiziert (Allgemeines Forum)

ThomasK, Mittwoch, 13. März 2019, 11:35 (vor 72 Tagen) @ J-C

Genauer: die Außerfernbahn zwischen Reutte und Vils - kleiner Schönheitsfehler: in Bayern gibt es noch keine Pläne, eine Strippe aufzuhängen...

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Stattdessen wird die Zementindustrie Schretter & Cie ihren Güterverkehr nun mit elektrischer Traktion abwickeln können, was auch höhere Zuglasten erlaubt. Für den Personenverkehr wird weiterhin Reutte der Umsteigebahnhof zwischen Diesel- und Elektrotraktion verbleiben, bis eines fernen Tages man auch in Bayern mal auf die Idee kommt, mal eine Strippe zu verlegen...


Zum Fahrplanwechsel am 15.12.2019 kann zwischen Reutte in Tirol und der Grenze D/A der elektrische Betrieb aufgenommen werden.

Das Problem ist aber, dass im Wagenumlauf nur dann ein Dieselzug eingespart werden kann, wenn der Fahrdraht von der Grenze D/A bis nach Pfronten-Steinach verlängert wird.

Momentan ist es so, dass beim Wagenumlauf zwischen Garmisch-Partenkirchen und Reutte in Tirol der Talent 2 in Reutte eine Wendezeit von einer Stunde hat. Verlängert man nun den Fahrdraht von Reutte in Tirol (A) nach Pfronten-Steinach (D), dann kann mit 3 Talent 2 Zügen nicht nur der elektrische Umlauf - Garmisch - Reutte in Tirol - Garmisch gefahren werden, sondern sogar Garmisch - Pfronten-Steinach - Garmisch.

Fahren aber die elektrischen Talent 2 Züge bis nach Pfronten-Steinach, dann spart man sich ab Kempten einen Dieselzug, da beim Umlauf Kempten - Pfronten-Steinach - Kempten nur noch 2 statt 3 Dieselzüge für den Stundentakt benötigt werden; zwischen Kempten und Pfronten-Steinach fahren die Züge 52 - 54 Minuten.


Voraussetzung ist aber, dass der Fahrdraht bis Pfronten-Steinach hängt.

Von der Grenze D/A nach Pfronten-Steinach sind es etwa 1,3 km; die Kosten für die deutsche Elektrifizierung incl. des gesamten Bahnhofsbereiches Pfronten-Steinach liegen bei etwa 5 Millionen €; durch den Wegfall eines Dieselzuges könnten pro Jahr etwa 500000 € Betriebskosten eingespart werden.

Für Leute mit einem dreistelligem IQ ist es kein Problem geistig nachzuvollziehen, dass sich diese Elektrifizierung sogar betriebswirtschaftlich verdammt schnell amortisiert.

Die Deutsche Bahn bringt aber die 5 Millionen € für die Elektrifizierung der 1,3 km bis nach Pfronten-Steinach nicht auf.

Die Elektrifizierung zwischen der Grenze und Pfronten-Steinach ist völlig einfach. Es gibt keinerlei bauliche Sachzwänge und juristischen Auseinandersetzungen sind nicht zu erwarten.

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Ich hoffe sehr, dass der neue bayerische Verkehrsminister per Dekret die Finanzierung der 5 Millionen € anordnet, sodass wenigstens im Dezember 2020 der elektrische Betrieb bis Pfronten-Steinach aufgenommen werden kann.


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