Es geht doch um die ursprünglich gebuchte Verbindung (Fahrkarten, Angebote und Tarife)

mmandl, Mittwoch, 13. März 2019, 07:59 (vor 129 Tagen) @ musicus

Der Fahrgast muss natürlich genauso beweisen, dass er die Verbindung mit +120 gewählt hat

Nö. Man kann ohne weiteres irgendeinen Zug angeben, der den Zielort am fraglichen Tag erreicht hat. "Beweise" werden nicht verlangt.

Da weichen Theorie und Praxis einfach voneinander ab, weil sonst ein zügiges Erstattungsverfahren mit dem bisherigen Personal kaum möglich wäre.

wie sonst bei +60 oder +120 auch.

Auch hier sind keine Beweise nötig, es reicht stets aus, dass es plausible Weise so hätte sein können.

Glaubhaftmachung genügt übrigens nicht, der Fahrgast muss im Streitfall schon noch normalen Regeln den Vollbeweis erbringen sofern dies von ihm verlangt wird.

Puh... Ein Glück - denn da fallen mir (ohne jede Betrugsabsicht) ganz praktische Fälle ein, in denen das schwer bis unmöglich gewesen wäre. Welche Form hat denn dein lieber Vollbeweis??

Der Fahrgast hat nach Art. 18 Abs. 4 gerade einen Anspruch auf Austellung einer Verspätungsbescheinigung. Legt der Fahrgast diese später vor, hat er den Vollbeweis erbracht. Wird ihm diese nicht ausgestellt oder trägt das Eisenbahnunternehmen nicht dafür Sorge, dass solche Bescheinigungen ausgestellt werden können (keine ZUBs, unbesetzte Bahnhöfe) liegt ein Fall der Bewesisvereitelung vor, die dann (müsste ich nochmal nachschauen) zur Umkehr der Beweislast führt. Im Übrigen ist natürlich auch der Zegenbeweis möglich.


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