Es geht doch um die ursprünglich gebuchte Verbindung (Fahrkarten, Angebote und Tarife)

mmandl, Dienstag, 12. März 2019, 21:15 (vor 129 Tagen) @ musicus

Es geht doch um die ursprünglich gebuchte Verbindung

Eben nicht. Sonst hätte er ja, wenn er eine Alternative drei Stunden später gewählt hätte, in jedem Fall Anspruch auf 50%, selbst wenn die Alternative pünktlich wäre...

Doch das hätte er.

Nö. Aus Art. 17 Abs. 4 VO 1371/2007 EG würde ich analog schließen, dass kein Entschädigungsanspruch für jene „Verspätungen“ besteht, die der Kunde freiwillig wählt. Leider kann ich‘s gerade nicht dir zuliebe ausprozessieren...


Das ist wirklich eine spannende Frage, aber nein, den Fahrgast trifft insoweit keine Schadensminderungspflicht, das würde sein Wahlrecht nach Art. 16 faktisch einschränken.

Das mag ja sein - aber würdest du wirklich soweit gehen, zu behaupten, der Kunde darf ein EVU durch seine Wahlfreiheit erst regresspflichtig machen? Die DB wäre mit ihrer 20-Minuten-Regelung dann sehr schlecht beraten. In jedem dieser Fälle ließen sich dann 50% abgreifen, mit dem Vorwand, im Rahmen der eigenen Wahlfreiheit die Fahrt eine Station vor dem Ziel nochmal 121 Minuten lang unterbrochen zu haben.
Deine Formel lautet also: +21(+x) = Flexfahrschein + 50% Entschädigung. Ernsthaft?

Ja, weil die Alternative wäre, dass man dem Fahrgast den Anspruch nur gewährt, wenn er ein berechtigtes Interesse an der Wahl der späteren Verbindung hat. Die Verordnung ist aber auf einfache und standardisierte Leistungen angelegt. Daher ist das kein gangbarer Weg.


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