Allein der Betreff schliesst Sachlichkeit aus (Allgemeines Forum)

Power132 @, Dienstag, 12. März 2019, 16:50 (vor 74 Tagen) @ GUM

Liebe Community,

in den letzten Tagen häuften sich besorgniserregende Meldungen in der örtlichen Presse!
Denenzufolge würde das Abocenter der Deutschen Bahn damit beginnen, die Jahresabos zwangsweise auf Chips bzw. den zukünftigen Elektroschrott umzustellen.
Original Screenprint aus dem Abo-Center der Bahn, 12.03.2019

Das Thermopapier das aus den Automaten kommt ist als umwelfreundlicher als eine Karte mit einem Chip. - These 1 die ich für zweifelhaft halte.

Damit ist eine erhebliche Umweltbelastung sowohl bei der einzelnen Kontrolle, als auch der Ausstellung und dem Versand und der späteren Entsorgung verbunden.

These 2 die sachlich begründet nicht haltbar ist.

Warum die Bahn auf ein so teures und umweltbelastendes Verfahren umstellen möchte, ist mir unklar. Alleine das tägliche Laden der Lesegeräte der Kontrolleure und das damit verbundene Investment können aus heutiger Sicht noch nicht abgeschätzt werden.
Es ist zu rechnen, dass die Akkus der mobilen Terminals bei dauernder Beanspruchung und Nachladung wohl nach maximal 1.000-1.500 Aufladungen verbraucht sind. Zudem sinkt die Kontrollproduktivität.

These 3 die mehr als fragwürdig argumentiert ist. Eine Sichtkontrolle mag schneller gehen, aber es schlüpfen zu viele "Nichtzahler" durch. Mit dem Einlesen des Chips (VRR Erfahrung) ist auf einen Blick klar, ob eine aktuelle Gültigkeit vorliegt oder nicht. Bei einer Sichtkontrolle auf Papier und in überfüllten Bahnen/Bussen rutschen zu viele durch.
Akkus auf Lithium-Ionen Basis sind langlebiger als manch einer denkt.

Sie Sichtkontrolle der bisherigen Papierfahrscheine ist dagegen erheblich umweltfreundlicher.

Und die Quote von (vermeintlichen) Schwarzfaherer auch. (Un)bewußt vergessen das Abo zu velängern oder drauf soekulierend...

Wie ich auf diese Kritik komme?

Ein großes Rätsel - mit dem Scaum vorm Mund argumentiert sich schlecht.

Gestern gab es in der Sendung Galileo einen kritischen Bericht über die Probleme mit Elektroschrott-Entsorgung in Ghana. Auch wenn der spätere Elektroschrott korrekt entsorgt werden würde gibt es eine erhebliche Umweltbelastung.

Was ist hier Elektroschrott? Die Geräte - die werden aber nicht nach vier Wochen Betrieb lustig und aus Jux und Tollerei komplett wiederkehrend ausgetauscht. Die Dinger sind auf langfristigen Betieb ausgelegt.

Eigentlich ein Thema, was schon relativ lange bekannt ist (Link von Januar 2018):

Quelle: Online-Angebot der FAZ

Allen, die ein Jahresabo haben, empfehle ich die Ablehnung der Annahme bzw. die Rücksendung des Chips.

Schlechter Ratschlag - fürs Papier sterben Bäume.

Mir ist und bleibt unverständlich, warum gerade das umweltfreundliche Verkehrsmittel Bahn diesen Vorteil durch immer energie- und ressourcenfressendere Lösungen selber zunichte macht.

Die Gesamtkosten des Chipsystems von Erstellung des Recycling sind um ein Vielfaches höher als bei Papierfahrscheinen....

These 4 die so nicht richitg ist.

Scheint, dass mal wieder irgendein Beratungsunternehmen einen Riesen-Saleserfolg für Elektronik feiern möchte. Zumal der Lock-In Effekt wohl nicht rückgängig gemacht werden kann.

These 5 ohne Grundlage

Ich jedenfalls sehe keinen einzigen substantiellen Vorteil, außer Technikverliebtheit bzw. -blindheit.

Askese ist auch nicht immer vorteilhaft

Oder habe ich was übersehen, liebe Community?

Ja den Umweltaspekt der Papierherstellung und auch das muss entsorgt werden. Stichwort Müllverbrennung und auch Recycling ist ökologisch gesehen irgendwann erschöpft auch beim Papier.

Liebe Grüße

GUM


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