Fakten schaffen statt Bürokratie und "du du" (Aktueller Betrieb)

worfie, Dienstag, 12. März 2019, 16:39 (vor 70 Tagen) @ Blaschke

Erstens wollte er bewußt betrügen. Prinzipiell wäre ein 60er angebracht, aber man mußte kein Genie sein, um zu erkennen, dass das Geld nie seinen Weg zur Bahn finden wird. Da ist der Rauswurf effektiver.

Richtig.
Wenn man lange genug bei dem Verein unterwegs ist, kennt man auch seine Pappenheimer, sämtliche plumpen bis halbklugen Ausreden und hat auch auch Gespür dafür, was einem da aufgetischt wird. Ziemlich weit oben sind dann solche Aussagen wie "Das höre ich aber zum ersten Mal" und "Ihr Kollege sagte aber, das geht."
Gut, mit seinem Gespür kann man sich auch mal irren. Jeder ist ja nur ein Mensch. Aber wenn ich nach so einer Vorgeschichte einen Fahrgast im Zug hätte, der nach der Ansage er möge bitte Aussteigen dann ohne weitere Kommunikation einfach auf einer Strecke von A nach C einen Fahrschein von B nach C kauft (obwohl er schon von A nach B schwarz gefahren ist), würde ich das auch mehr als grenzwertig finden und finde die Reaktion richtig.

Und zweitens wäre er mit uns 6:32h in Osnabrück gewesen. Eher unwahrscheinlich, dass er da seine Zeit bis 9 Uhr absetzt. Wahrscheinlicher: in die nächste Eirobahn hüpfen nach Münster. Und da entweder ohne Kontrolle durchzukommen (Schüler/ohne Schaffner) oder dieselbe Masche abziehen. Sprich: mit etwas Aufwand schwarzfahrend das Ziel erreichen.

Richtig.

Und wenn man's bewußt drauf anlegt, dann kann man auch mal verlieren. Es gibt Tage, da verliert man und es gibt Tage, da gewinnen die anderen.

Nun, der ehrliche Fahrgast ohne krumme Hintergedanken, der wäre vermutlich entweder ohne Kommentare ausgestiegen oder der hätte peinlich berührt gefragt, ob er dann nicht die ganze Strecke oder die Strecke bis zur Endhaltestelle des Zuges nachlösen könnte. Und ich vermute einfach mal, wenn das Zugpersonal nicht ganz rigoros wäre, und der Fahrgast in so einer Situation freundlich und höflich fragt, dass man dann ein Auge zudrückt, wenn der Fahrgast bei der Zugkreuzung aussteigt und von Einsteig bis Ausstieg (und nicht erst vom Zugkreuzungsbahnhof aus) nachlöst.

der es als Verantwortlicher genauso gemacht hätte. Immerhin war der Typ deutlich über 18 und auch nicht hilf- oder orientierungslos.

Richtig. Aber der Fahrgast weiß es besser. VBN gilt übrigens bis Cuxhaven und bis Stade ist HVV-Großbereich. ;)


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