"Beförderung" statt "Reise" - Allgemeiner Trend? (Allgemeines Forum)

Paladin @, Hansestadt Rostock / Berlin, Mittwoch, 13. Februar 2019, 12:19 (vor 246 Tagen) @ Oscar (NL)

Bin ich mir nicht sicher. Im Grossen und Ganzen stimmt es wohl, siehe Popularität Billigflieger und Fernbus. Aber auch die Bahn tut einiges. Machen wir mal eine Runde über die Grenze.

1. Die französische Version der DB (SNCF) bietet ein Produkt an namens Ouigo (ich berichtete schon eher). Sozusagen ein Billigflieger auf Höhe null. Verbindungen sind Stadtrand-Stadtrand, es gibt im Zug nur eine Wagenklasse, Bordcatering sucht man vergeblich. Das Produkt wird angeblich gut angenommen.

Das entspricht ja meiner Aussage.

2. Ein ähnliches Produkt in Italien namens trenOK war allerdings genauso schnell verschwunden wie es gekommen war.

Das entspricht ja meiner Aussage.²

3. Dafür gibt es in Italien eine qualitativ gute Alternative zum Frecciarossa namens .italo. Nebst Smart bietet NTV auch Business-Klasse an.
4. Trenitalia hat inzwischen vier Wagenklassen im Frecciarossa: Standard, Premium, Business und Executive.

Guter Punkt, die Bahn auf der Diretissima (korrekt?) hat aber auch den Flugverkehr zwischen Mailand und Rom stark gestutzt, wenn ich mich nicht irre. (Dementsprechend gut geht es Alitalia).
Vier Wagenklassen finde ich allerdings auch echt extrem. Und bei meiner einzigen Frecciarossafahrt in Premium war die Auslastung nicht besonders toll. Ich möchte aber nicht von einer einzelnen Fahrt auf eine generelle Auslastung schließen.

Es muss also nicht immer Holzbrettkomfort mit Vogelperspektive oder Gummibereifung sein. Eher durfte der Trend sein, dass für jeden etwas dabei ist (und ja, auch für die Sparfüchse).

Ich weiß nicht, wie wirtschaftlich die trenitalia bzw. .italo an der Stelle ist?
Jedenfalls bezweifle ich, dass zwischen der 1. und der 2. Klasse noch etwas in Deutschland etabliert werden kann, maximal oberhalb der 1. Klasse und da ist auch wieder die Frage, ob sich das rentiert oder nicht.

Ein Downgrade von der 2. in eine 3. Klasse ist fraglich, da es sowohl in der Kundenkommunikation als Marketing äußerst unpraktisch ist, "degradiert zu werden" - und eine Einführung unterhalb der 2. Klasse positiv zu formulieren finde ich sehr schwierig, auch wenn man es "Standard" oder "Economy" nennt.

Wenn man kürzer unterwegs ist, ist der Bedarf an Luxus auch geringer.

Eben!


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