DB Holding erhielt keinen einzigen Cent von DB Arriva (Allgemeines Forum)

Henrik @, Freitag, 08. Februar 2019, 23:29 (vor 14 Tagen) @ Bambalouni

Mir stellt sich bei solchen Meldungen eine ganz andere Frage: Wie viel muss Arriva in CZ investieren, bis da überhaupt Züge rollen und ist das dann nicht Geld, das als Gewinnausschüttung dem DB Konzern fehlt, um es in Deutschland zu investieren.

Es rollen da doch bereits Züge von Arriva, steht detailliert im zweiten Absatz.

DB Konzern hat keinen einzigen Cent Dividendenzahlungen von DB Arriva in den letzten 5 Jahren (2013-2017) erhalten (vgl. auch FAZ von heute bzw. entsprechend zitierte BT-Drucksache)

Die Gewinne von Arriva sind ganz nett, wenn sie Geld ins deutsche Schienennetz spülen.

wie sollte das gehen?
das geht doch rein technisch schon überhaupt nicht von den Wegen der Finanzströme.
Arriva ist nur im Ausland tätig, nicht in Deutschland.

Allerdings haben wir die ganzen Arriva-Töchter ja alle Mal gekauft, also musste dafür Geld in die Hand genommen werden, welches in Deutschland dringend benötigt wurde und wird. Das Geld ist jetzt nun mal versenkt - also weg - können wir nicht ändern.

Nicht wir haben Arriva gekauft, sondern die DB. Dafür mussten auch nicht bares Geld in die Hand genommen werden - das bietet der Kapitalmarkt.
DB Arriva ist nicht pleite - das investierte Geld ist nicht weg.

Jetzt muss es meinen Augen das Ziel sein, dass diese Auslandstöchter so viel Geld erwirtschaften, dass sie erstens das einbringen, was sie vor Jahren gekostet haben (das versenkte Geld), und eben noch etwas mehr, damit dieses Geld in Deutschland in Schienen und Züge investiert werden kann.

Vergiss es. Das ist in letzten Jahren nie eingetreten und es ist auch nicht abzusehen, dass dem so sein wird. Die Kapitalkosten deckt Arriva nicht.

Wenn sie wirklich mehr Geld ins Geldsäckel spülen als die bei ihrem Kauf vor Jahren gekostet haben, dann mag das langfristig vielleicht ein kluger Schachzug gewesen sein. Ein Verkauf wäre dann aus heutiger Sicht unnötig, solange diese weiter Geld einbringen.

DB Arriva bringt kein Geld ein, s.o., es sein denn man veräußert es. Natürlich ist DB Arriva mehr wert als beim Kauf damals, aber es ist ja nun nicht so, dass die DB paar Milliarden auf der hohen Kante liegen hatte und zusah es zu investieren - das Geld stammt vom Kapitalmarkt.

wohlgemerkt,
diese ganzen blöden Schulden der DB, über die jeder Heini redet,
der größte Teil der Schulden der Betriebssparten fallen auf DB Arriva + DB Schenker.

Dass Arriva aber weiter wächst und damit neues Kapital benötigt, sehe ich sehr kritisch, da dieses Geld (auch wenn es Arriva selbst erwirtschaftet hat oder irgendwann erwirtschaften wird) in Deutschland viel dringender benötigt wird.

Wenn Arriva wächst & investiert ist das nur gut für Arriva - andere DB-Tochter tangiert das nicht.

Vermutlich werden schlaue BWLer aber berechnet haben, dass die Gewinnaussichten im Ausland höher sind und es viel schlauer ist, das Geld in Arriva als in die DB in Deutschland zu investieren. Aus unternehmerischer Sicht mag das stimmen,

Das war nicht die Intention und das ist auch nicht die unternehmerischer Sicht.

aber sollten wir in Sachen Eisenbahn nicht viel mehr an den Wohlfahrtsstaat in Deutschland denken als an die Gewinne.

es ging hier um eine Ausschreibung gewonnen - nen Wettbewerb zu gewinnen ist doch für denjenigen eh was feines.

Was die DB AG angeht hat der Eigentümer doch nen radikalen Paradigmenwechsel über die letzten Jahre durchgeführt.
Es geht nunmehr eben nicht mehr primär darum, Gewinne zu erzielen, sondern Fahrgastzunahme, Wohl des Kunden, Service etc steht nun an allererster Stelle.

Ein was positives hat diese Meldung: Arriva kauft die Züge bei DB Regio, was zumindest deren Geldsäckel etwas füllt und hoffentlich zu Investitionen in Deutschland führt.

kauft?
zu Investitionen hat es doch bereits geführt - die Züge wurden für den Einsatz modernisiert.


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