Stuttgart 21 (Allgemeines Forum)

Aphex Twin, Freitag, 08. Februar 2019, 12:47 (vor 14 Tagen) @ Murrtalbahner

Und die Moral der Geschichte ist?

  • Die DB ist unfähig und man sollte die Planung und Ausführung aller ihrer Projekte einer anderen Behörde übertragen? Z.B. dem Eisenbahnbundesamt oder vielleicht der SBB?
  • Bei jedem Grossprojekt gibt es Unsicherheiten und Sachen funktionieren am Ende nicht so wie geplant und man sollte daher immer mindestens einen 50% Sicherheitszuschlag draufschlagen?


Nö, einfach von Anfang an ehrlich planen und mehr das betriebliche Optimum im Auge haben, nicht das betriebswirtschaftliche.

Der Begriff 'Optimum' setzt einen Kompromiss zwischen verschiedenen Parametern oder Eigenschaften voraus. Da mehr von allem im allgemeinen immer den Betrieb verbessern sehe ich nicht wo der Kompromiss bei einem 'betrieblichen Optimum' sein soll.

Ich habe eher den Eindruck dass unter 'betrieblichen Optimum' ganz einfach ein System mit ausreichen grossen Reserven gemeint ist (Reserven in Bezug auf das Kompensieren von Verspätungen, technischen Problemen, Verkehrszuwächsen). Aber auch nicht völlig überdimensionierten Reserven (z.B. keine neue zweigleisige Strecke auf der nur zwei Züge pro Stunde und Richtung verkehren werden). Was bedeutet dass es am Ende doch ein betriebswirtschaftliches Optimum ist, d.h. eine Abwägungen zwischen dem Bedarf (+prozentuale Reserve) und den Kosten bei dem den Reserven einen wirtschaftlichen Nutzen zuordnet.

Wenn man diese Reserven haben will und daher z.B. eine deutlich niedrigere Verspätungsanfälligkeit dann muss man eben letztere finanziell bewerten, z.B. in der Kosten-Nutzen-Bewertung.


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