Infrastrukturproblem in NRW (Allgemeines Forum)

ThomasK, Freitag, 08. Februar 2019, 00:58 (vor 72 Tagen) @ agw


Die Schweiz setzt auf einen 15-Minuten-Takt; aber ich finde den 10-Minuten-Takt besser, zumal man sich den 10-Minuten-Takt viel leichter merken kann.


Vielleicht hätte man beim RRX auch gleich auf einen 10-Minuten-Takt gehen sollen.
zwischen Duisburg und Düsseldorf gibt es sowieso mindestens sechs Linien.
Von Duisburg bis Dortmund hätte man andere Linien intergrieren können (z.B. RE16 und RE42).
Gut, man hätte drei Euro mehr für Infrastruktur ausgeben müssen, aber das Geld ist ja da.


Das Problem zwischen Köln, Duisburg und Dortmund ist die Fahrdynamik über drei verschiedene Zugprodukte.

Das schnelle Produkt (IC/ICE) hält nur in Köln, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Bochum und Dortmund; das mittlere Produkt (RE) hat noch zusätzliche Halte in Köln Messe/Deutz, Köln Mühlheim, Leverkusen, Düsseldorf Benrath, Düsseldorf Flughafen, Mühlheim und Wattenscheid und das langsame Produkt (S-Bahn) hält überall.

Beim RE könnte man auf Köln-Mühlheim und Düsseldorf- Benrath wohl verzichten, aber auf den Rest nicht.

Unter Berücksichtigung der hohen Geschwindigkeitseinbrüche kostet jeder Halt etwa 3 Minuten, was bedeutet, dass der RE gegenüber dem IC/ICE maximal zweimal zusätzlich halten dürfte um fahrdynamisch mit einer viergleisigen Strecke auszukommen.

Im Prinzip bräuchtest du aber zwischen Düsseldorf und Dortmund durchgehend 6 Gleise.

Und den RE-Halt Köln Mühlheim bekommst du nur weg, wenn du den Halt Köln Messe/Deutz deutlich aufwertest. Da die ICE zwischen Köln und Düsseldorf 200 km/h fahren, darfst du mit dem RE bei einem 10-Minuten-Takt zwischen Köln Messe/Deutz und Düsseldorf sowieso nur einmal zusätzlich halten und musst auch mit dem RE 200 km/h fahren. Soweit ich weiß, wird der RRX aber nur 160 km/h fahren.

Der Witz ist, dass zwischen Düsseldorf und Duisburg der RRX in Düsseldorf-Flughafen halten muss; da aber der ICE zwischen Düsseldorf und Duisburg 200 km/h fährt, bedeutet dies, dass die Strecke in jedem Fall zwischen Düsseldorf und Duisburg 6-gleisig werden muss. Hier sind die Sachzwänge so hart, dass weder der Bund noch NRW hier auf den 6-gleisigen Ausbau verzichten können.

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Eine Maßnahme zur Aufwertung des Haltes Köln Messe/Deutz wäre meiner Meinung nach, wenn man die alte Rheinseilbahn Köln abreißt und durch eine neue 3S-Bahn mit zwei Sektionen ersetzt, wobei die erste Sektion mit der jetzigen Rheinseilbahn Köln identisch wäre, aber die zweite Sektion der 3S-Bahn diese Seilbahn mit dem Bahnhof Köln - Messe/Deutz verbindet. An der Claudius-Therme in Köln würde ich dann die Mittelstation der 3S-Bahn mit Durchlaufbetrieb gestalten.

Aber Köln ist dermaßen pleite, dass die sich das nicht leisten können.

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Solange es keinen 6-gleisigen Ausbau Düsseldorf - Duisburg - Dortmund gibt, ist ein 10-Minuten-Takt beim RRX nicht darstellbar. Zwischen Köln und Düsseldorf käme man beim Wegfall der R-Halte Köln-Mühlheim und Düsseldorf-Benrath nach einer Überschlagsrechnung mit 4 Gleisen aus, sofern der RRX ebenfalls 200 km/h führe.

Sehr wichtig wäre auch der 8-gleisige Ausbau der Hohenzollernbrücke in Köln.

Als Alternative wäre auch der Bau einer ca. 18 km lange NBS, die ein paar hundert Meter nördlich des S-Bahnhofs Köln-Longerich aus der Strecke Köln - Neuss ausfädelt, denkbar.

Nach der Ausfädelung in Köln-Longerich taucht die NBS zunächst in einen Tunnel um danach oberirdisch neben der A1 den Rhein zu überqueren um sodann sowohl in die Strecke Köln - Düsseldorf bei Leverkusen-Rheindorf und in die Strecke Köln - Solingen etwa 2 km nördlich von Opladen einzufädeln.

Alle Fernzüge können dann von Siegburg/Bonn ohne Fahrtrichtungswechsel in Köln Hbf sowohl nach Düsseldorf als auch nach Solingen weiterfahren, was die Betriebsstabilität in Köln Hbf schlagartig erhöhen würde.

In diesem Fall könnte die Hohenzollernbrücke 6-gleisig bleiben.


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