ICE auf Rollbahn ist eine Totgeburt (Umläufe, Tz-Anfragen, Tz-Taufen)

Proeter @, Montag, 14. Januar 2019, 08:16 (vor 126 Tagen) @ JumpUp
bearbeitet von Proeter, Montag, 14. Januar 2019, 08:17

Wie oft wurden nun ICE zwischen Hamburg und Köln kommuniziert, die nach Fahrplanwechsel mehrmals wöchentlich ausfallen und dann heimlich wieder auf IC zurückumgestellt werden?

Es ist doch verständlich. Warum auch sollte man dort einen ICE einsetzen? Außer Pseudo-Prestige-Ansprüchen gibt es dafür keinen Grund. Der ICE kann auf dieser Strecke KEINE seiner Vorteile ausspielen, z.B.:

- Geschwindigkeiten über 200 km/h
- Flügelbarkeit
- Streckenführung verlängerbar auf KRM

Stattdessen kämen seine Nachteile voll zur Geltung. Insb. denke ich an die fehlende Fahrradmitnahme. Auf der Rollbahn sind die Fahrradplätze von März bis Oktober stets massiv gebucht. Außerdem die fehlende Durchbindbarkeit auf die Marschbahn und die desolate Fahrzeugverfügbarkeit, die auf der Rollbahn immer verheerend durchschlägt (ein einziger Ausfall führt gerne zur Teilräumung der Folgeleistung.

Es gibt also keinen wesentlichen Grund für die "Aufwertung".
Gäbe es bei der DB Manager mit einem gewissen Realitätssinn, würden sie den Rollbahn-ICs einfach die paar Komfortmerkmale verpassen, die den ICs gegenüber ICEs fehlen (WLAN, ordentliches Gastro-Angebot) und dann wäre das Thema erledigt.
Leider aber konzentriert man sich lieber auf das Label, statt auf die Leistung.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum