Übersetzfenster im Sommer? Eine Anekdote (Allgemeines Forum)

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Freitag, 11. Januar 2019, 23:12 (vor 72 Tagen) @ gnampf

Großraum ist sicherlich etwas besser, weil man da nicht zwangsläufig direkt am offenen Fenster hockt und den ganzen Wind abbekommt.

Das kann aber auch ganz anders sein, wenn mehrere Fenster offen sind. Denn dann ist es nicht ein Fenster, sondern eine Armada an Fenstern, wo es so richtig zieht - so bei den 4020ern (die jedoch bis 2020 ausgemustert sein sollen) zu erleben.

deswegen werden Züge ja auch vorklimatisiert... auch soo, geht ja nicht ohne Klimaanlage. Tolle Sache für Leute mit Kreislaufproblemen.

Es ist dann jedoch eine große Fete, wenn die Klimaanlage streikt. Das soll in Deutschland ja öfters passieren.

Dann hock dich mal bei 160 ans offene Fenster, in Fahrtrichtung, vor eine Wand. Da drückt dann der Wind mit 160 in deine Augen. Geil! Von der Geräuschkulisse mal ganz zu schweigen.

Ich war mal bei 200 mehrmals im Bimz gewesen, im Abteil entsprechend. Das war auch bei offenem Fenster kein Problem.

Wie zu Großmutters Zeiten... aber wer das heute haben will bucht eine Sonderfahrt. Wer hingegen von A nach B will, was wohl die meisten sein werden, der will sowas genau nicht, sondern möglichst wenig Zeit, die dafür möglichst angenehm im Zug verbringen.

Wäre natürlich cool, wenn man die Strecke dort ausbauen will, aber schau dir mal die äußere Aspangbahn an, die vereint 2 Nachteile: Sie ist verdammt lang UND bedient auf langer Strecke nur kleine Ortschaften.

Siehe oben. Für Eisenbahnromantiker toll, werf noch den Diesel weg und häng 'ne Dampflok davor, perfekt. Um auf der Strecke volle Züge zu bekommen hingegen völlig ungeeignet. Und die Anwohner freuts natürlich auch.

Keine Bange, auf der Strecke fährt in der Regel ein Desiro - klimatisiert natürlich. Nur die wenigen Züge aus Wien, die in der HVZ verstärken, werden mit dem Wagenzug-Fuhrpark befahren - hauptsächlich aus Kapazitätsgründen. Teils setzt man auch auf klimatisierte Doppelstockwagen, aber so hoch ist die Auslastung eben nur zur Spitzenzeit. Der REX am Sonntag entspricht wohl dem Wunsch einer Direktverbindung von Wien nach Fehring auch am Wochenende.

Mit anderen Worten, man kommt so oder so barrierefrei mit klimatisierten Zügen ans Ziel, bloß gibt es noch zusätzlich eben den Zug mit Übersetzfenstern als Draufgabe quasi.

Wäre die Strecke elektrifiziert, würde man wohl einen Cityjet oder so nehmen.

Jo, alles klar... Wien Neustadt - Fehring per Zug 2:34, per Auto 1:17. Kein Wunder das du viel Platz hattest ;-)

Ist eben eine recht hügelige Strecke, wo man offenbar keine Ambitionen hat, sie auszubauen. Sie ist halt keine wichtige Magistrale. Es war bereits von einer teilweisen Einstellung die Rede, die aber bisher nicht eintrat und auch mittelfristig nicht eintreten wird.

Besonders toll wirds wenn durch den Regen keine wirkliche Abkühlung kommt. Dann kannste die Fenster kaum auf machen und es wird richtig brüllend heiß.

Das war nicht der Fall, lag wohl daran, dass es nachmittags war, aber unangenehm wurde es nicht. Bei der Sonneneinstrahlung hat man ja auch noch Rollos, die übrigens durchaus die Sonne fernhalten können.

Doof wenn unterwegs dein Kumpel anruft und dich fragt ob du nicht kurz unterwegs bei ihm auf'n Kaffee raushüpfen willst. Da muß der dann erstmal zum Bahnhof dackeln und dich abholen, weil sonst rauscht der Zug leider durch. Andere bauen für sowas einfach Haltewunschtaster ein... was selbstverständlich auch bei Wagenparks möglich wäre.

Einfach dem Zugbegleiter rechtzeitig Bescheid geben und fertig. Zumal man an den Haltestellen auf dem Weg nur selten für einen Kaffee "kurz" raus kommt. Das sind Bedarfshalte, die Aufenthalte sind da eher kurz.

Und wieso sollte man Haltewunschtaster bei Wagen nachrüsten, die man ohnehin nicht mehr allzu lange betreiben will? Die Cityshuttle waren ursprünglich Wagen, die dem selben Zwecke dienten wie die Bimz. Also im unteren Fernverkehrssegment angesiedelt. Dass da keine Haltewunschtasten drin sind, ist da kein Wunder.

Ja, mal. Ich buche auch jedes Jahr mehrere Sonderfahrten, mit Dampflok, V200, Umbauwagen, m-Wagen, etc. Aber das will ich nicht im Alltag haben wenn ich von A nach B und retour will/muss.

Muss man ja auch nicht. Wie schon oben gesagt wird man im Alltag im Desiro gefahren sein.

Zumindest stört die fehlende Klimaanlage nicht. Wenn die Dichtungen der Fenster was taugen kann man es da wahrscheinlich sogar aushalten...

der Tatsache nach, dass man durchaus Kraft aufwenden muss, um die Fenster zu öffnen bzw. zu schließen, würde ich entsprechendes vermuten.

wenn sie so gut in Schuß sind wie zum Schluß bei den n-Wagen, dann hockste wieder am Gang, sonst wirst von unten von der Heizung gekocht während oben die Eiszapfen von der Nase hängen.

Keine Bange, hier mal die Wagen in Bildern:

Link

Man kann da sehen, dass die Wagen auch ein wenig moderner sind als die n-Wagen.

Lokbespannte Züge sind im Nahverkehr wohl vor allem daher verpönt, weil sie mit der Lok, gerade auf solchen Strecken, viel überflüssige Masse mitschleppt. An den Bedarfshalten liegt das weniger.
Und klar kannst du auch lokbespannte Züge "flügeln". Der Aufwand ist halt höher als zwei Zugteile per Schaku zu vereinigen oder zu trennen. Schon die Bremsprobe dauert da wohl länger als das ganze Flügeln beim Triebwagen... und erfordert deutlich mehr Personal.

...aber trotzdem gibt es dafür auch nach wie vor Anwendungsgebiete - ich behaupte sogar, dass das was für den deutschen Fernverkehr wäre.

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Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Roaminggebühren in die Schweiz entfallen sollten.
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