(S21) Projekt bringt Bahn in Schieflage - Politik wacht auf? (Allgemeines Forum)

gnampf @, Freitag, 11. Januar 2019, 18:41 (vor 74 Tagen) @ Münchner

Ich frage mich auch, was bei einer erneuten Abstimmung rauskommen soll. Ein "wir hören auf und das war's" ist ja wohl kaum möglich. Der aktuelle Zustand ist nichts für die Dauer. Und als Alternative so ein großes Freibad mit so richtigen tiefen Becken und Gleisanschluss und das direkt im Zentrum von Stuttgart?

Es kann trotzdem günstiger sein das ganze einfach wieder zuzukippen oder nur eine Minimallösung zu bauen etc, als das geplante Projekt auf Biegen und Brechen durchzuziehen. Erstrecht wenn man noch dazu befürchtet dass das geplante Projekt eh nicht funktioniert.

Hier hat der Anbieter einen schlüsselfertigen Bahnhof für einen Preis angeboten und den auf mehrfache Nachfrage auch wiederholt bestätigt. Also kann man erwarten, dass der Auftrag nun auch entsprechend ausgeführt wird.

Wenn Mehrkosten entstehen, weil der Kunde falsche Informationen zugeliefert hat oder Änderungen will, dann kann man diesem diese Kosten in Rechnung stellen. Wenn sich der Anbieter verkalkuliert hat, dann ist es sein Pech. Wie an anderen Stellen im Leben auch.

Tja. Zum einen sind Ausschreibungen für gewöhnlich niemals so konkret das alles abgedeckt wäre, und die Angebot dementsprechend erstrecht nicht. Es gibt somit immer Luft zu sagen "das war aber nicht vorgesehen, das kostet extra". Und das können dann teils auch sehr offensichtliche Dinge sein wenn man sich blöd genug angestellt hat.
Zum anderen: wenn du den Anbieter dann "zwingen" kannst die Arbeiten zum vertraglich vereinbarten Preis auszuführen, der sich aber als viel zu gering erweist... dann kann es auch gut sein das dein ganzes Geld weg ist, weil der Anbieter einfach in die Insolvenz geht, weit bevor der Kasten fertig ist. Und dann wird es richtig teuer, denn wer da einspringen soll wird sich das gut bezahlen lassen. Was nicht heißt das du da direkt den finalen Preis erhalten würdest.

Wenn der Anbieter falsche Preise genannt hat, um den Auftrag zu bekommen, dann muss er das Problem auch selbst lösen.

Ggf. halt durch Insolvenz.

Mit einer Störung oder einem Wegfall der Geschäftsgrundlage kann man nicht argumentieren, da sich die implizit angenommenen Rahmenbedingungen des Geschäfts wohl kaum signifikant geändert haben werden.

Implizit angenommene Rahmenbedingungen? Wat soll das sein, auf welchem Papier das man dem Gericht vorlegen kann stehen die? Wer, gerade im B2B-Bereich, ein Haus mit 4 Wänden bestellt braucht sich nicht wundern wenn dann hinterher kein Dach drauf ist.


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