(S21) Projekt bringt Bahn in Schieflage - Politik wacht auf? (Allgemeines Forum)

Münchner, Freitag, 11. Januar 2019, 10:30 (vor 5 Tagen) @ Aphex Twin
bearbeitet von Münchner, Freitag, 11. Januar 2019, 10:32

Und dies zeigt einen der problematischen Aspekte von Volksabstimmungen auf. Man kann nicht mehr flexibel auf sich ändernde Umstände reagieren. In einem Parlament eine Abstimmung nach einem Jahr zu wiederholen weil sich vieles geändert hat und man deutlich mehr weiss ist kein grosses Problem, eine Volksabstimmung unter denselben Umständen zu wiederholen ist jedoch sehr verpönt.

Wenn man Entscheidungen trifft, dann sollte man auch dazu stehen und nicht rumeiern. Ich würde auch keinen Grund sehen, die Abstimmung zu wiederholen.

Ich frage mich auch, was bei einer erneuten Abstimmung rauskommen soll. Ein "wir hören auf und das war's" ist ja wohl kaum möglich. Der aktuelle Zustand ist nichts für die Dauer. Und als Alternative so ein großes Freibad mit so richtigen tiefen Becken und Gleisanschluss und das direkt im Zentrum von Stuttgart?

Hier hat der Anbieter einen schlüsselfertigen Bahnhof für einen Preis angeboten und den auf mehrfache Nachfrage auch wiederholt bestätigt. Also kann man erwarten, dass der Auftrag nun auch entsprechend ausgeführt wird.

Wenn Mehrkosten entstehen, weil der Kunde falsche Informationen zugeliefert hat oder Änderungen will, dann kann man diesem diese Kosten in Rechnung stellen. Wenn sich der Anbieter verkalkuliert hat, dann ist es sein Pech. Wie an anderen Stellen im Leben auch.

Wenn der Anbieter falsche Preise genannt hat, um den Auftrag zu bekommen, dann muss er das Problem auch selbst lösen.

Mit einer Störung oder einem Wegfall der Geschäftsgrundlage kann man nicht argumentieren, da sich die implizit angenommenen Rahmenbedingungen des Geschäfts wohl kaum signifikant geändert haben werden.


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