Falsche Ansprüche an die Bahn sorgen für falsche Prioritäten (Allgemeines Forum)

gnampf @, Donnerstag, 10. Januar 2019, 09:51 (vor 6 Tagen) @ ICETreffErfurt

Das Brot- und Buttergeschäft der Deutschen Bahn ist der Transport von Fahrgästen und Güter von A nach B gemäß den sich selbst gesteckten Fahrplänen.

Alles darüber hinaus ist Gimmick und führt nur dazu, dass man die wichtigsten Ziele aus den Augen verliert.

In der DDR wäre das sicher richtig gewesen ;-) In Deutschland ist die Bahn dagegen nicht allein, die Menschen können wählen und müssen nicht mit der Bahn fahren.

Das die Reservierungsanzeigen richtig funktionieren, ist in der Priorität als schon eher ein B als ein A. Sie sind notwendig zur Orientierung für die Fahrgäste, aber im Zweifelsfall kann man drauf verzichten, wenn der Zug pünktlich ist und das Zugpersonal Zeit hat sich darum zu kümmern.

Sicherlich gibt es unterschiedliche Prioritäten, und trotzdem sollte es nicht der Regelfall sein das Sachen geringer Priorität erst zur nächsten HU in 8 Jahren repariert werden, sondern sie sollten halt beim nächsten Werkstattaufenthalt dran sein.

So Dinge wie Kaffeemaschinen oder WLAN würde ich in der Priorität eher weiter unten, also C oder D sehen. Das sind Service-Merkmale die alleine dem Zweck dienen die Reise angenehm zu machen und mehr Fahrgäste zu gewinnen, haben aber mit der eigentlichen Aufgabe der Züge nicht viel zu tun.

Eigentliche Aufgabe = leer durch die Gegend fahren?

Die meisten Reisenden dürften wohl den pünktlichen Zug ohne WLAN oder ohne Kaffee einem unpünktlichen Zug mit WLAN und Kaffee vorziehen.

Oder sie ziehen das Auto, den Bus, den Flieger, ... vor, wo sie nicht mit den Einschränkungen leben müssen.

Das Problem ist, dass mittlerweile so viele Gimmicks in den Zügen untergebracht sind, dass die Werkstätte kaum noch Zeit haben sich auf wirklich wichtige Dinge zu konzentrieren. Die DB stellt sich hier selbst ein Bein.

Jo, weil das alles ja auch Raketentechnik ist. Das Problem ist eher das man simple Geschichten nicht im Griff und vor allem zu wenig Personal hat. Eine Kaffee- oder auch Spülmaschine müsste theoretisch nichtmals bis zum nächsten Werkstattaufenthalt kaputt sein, wenn man die Züge entsprechend konzipiert könnte am nächsten größeren Bahnhof auf dem Lieferwagen statt der Ersatz-Thermoskannen ein Ersatz-Kaffeemaschinenmodul stehen, wo man dann das defekte einfach kurz raus zieht und das neue rein schiebt. Ein Satz Schnellkupplungen wären nun kein Hexenwerk, und das Modul könnte man wohl sogar soweit standardisieren das es in jedes Bordbistro passt. Defekte Einheiten werden dann irgendwo in einem Werk repariert, es müssen nur immer genug heile im Lager sein. Eine defekte Bremse wird ja auch nicht im Werk abgebaut, zerlegt und repariert und wieder angebaut und während der ganzen Zeit steht der Zeit. Die kommt runter, ein Ersatzteil wird montiert und die defekte geht nach Fulda.

Meiner Meinung sollten Züge in Zukunft so gestaltet werden, dass sie weniger arbeitsaufwändig sind, nicht das sie möglichst viele Gimmicks haben. Das würde viele Probleme verringern.

Also offene Güterwagen. Was wollen die Reisenden denn, sie kommen doch von A nach B. Sitze, Toiletten, Licht, Heizung/Klima? Überflüssiger Luxus den es nicht braucht. Und dank der offenen Güterwagen sind auch Türstörungen vorbei. Und wozu eigentlich noch eine Lok, die kaputt gehen kann? Geben wir doch lieber dem Zugpersonal Peitschen, dann können sie die Fahrgäste antreiben damit sie die Wagen schneller schieben.


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